Staberder - 1 oder 2 oder keiner?

DL6SEX
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Re: Staberder - 1 oder 2 oder keiner?

#16

Beitrag von DL6SEX »

13STW hat geschrieben:
Sa 2. Feb 2019, 01:08
Man kann das auch anders herum betrachten.
Natürlich kann jeder Dünnbrettbohrer die Lizenz durch auswendig lernen „erwerben“.
Die Frage ist, welchen Ansprich man an sich selbst stellt und ob man das Niveau dann auch in der Öffentlichkeit bloß stellen möchte.
Soo schwer sind die ganz einfachen Grundlagen nun wirklich nicht zu verstehen.
Deine Bezeichnung "Dünnbrettbohrer" ehrt mich sehr :dlol:

Ich habe kein Problem damit, meine Wissenslücken in der Öffentlichkeit zu offenbaren. Insofern fehlt mir dieser Anspruch in Gänze :clue:

Zum Glück musste ich mein "Wissen" vor einer Behörde nachweisen, und nicht vor Leuten wie dir, die dieses Wissen scheinbar als Charaktereigenschaft sehen :wall:

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Bananenklemme
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Re: Staberder - 1 oder 2 oder keiner?

#17

Beitrag von Bananenklemme »

Fotografisches Gedächtnis kann manchmal hilfreich sein :D
IC 7300, UKW Büchse, Antennensystem 80m-70 cm.

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Re: Staberder - 1 oder 2 oder keiner?

#18

Beitrag von DL6SEX »

Bananenklemme hat geschrieben:
Sa 2. Feb 2019, 22:09
Fotografisches Gedächtnis kann manchmal hilfreich sein :D
Da hast du durchaus recht :tup:
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Re: Staberder - 1 oder 2 oder keiner?

#19

Beitrag von Bananenklemme »

Bist Du gerade auf 80 m zugange?
IC 7300, UKW Büchse, Antennensystem 80m-70 cm.

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Re: Staberder - 1 oder 2 oder keiner?

#20

Beitrag von DL6SEX »

Bananenklemme hat geschrieben:
Sa 2. Feb 2019, 22:41
Bist Du gerade auf 80 m zugange?
Momentan bin ich garnicht QRV. Ich werde meine Antenne erst bei besserem Wetter wieder aufbauen.

Aber dann können wir gerne ein QSO auf 80 m führen. :tup:

Wo ist denn dein QTH? Ich wohne im Westen von Frankfurt/Main, Stadtteil Zeilsheim.

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Bananenklemme
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Re: Staberder - 1 oder 2 oder keiner?

#21

Beitrag von Bananenklemme »

JO31HI

Kriegen wir hin. Die einbeinigen hören dann wieder mit :mrgreen: :mrgreen:
IC 7300, UKW Büchse, Antennensystem 80m-70 cm.

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Re: Staberder - 1 oder 2 oder keiner?

#22

Beitrag von DL6SEX »

Bananenklemme hat geschrieben:
Sa 2. Feb 2019, 23:01
JO31HI

Kriegen wir hin. Die einbeinigen hören dann wieder mit :mrgreen: :mrgreen:
Ich melde mich dann bald bei dir :tup:

Aber was meinst du mit den Einbeinigen? :think:

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Yaesu FT857D

Re: Staberder - 1 oder 2 oder keiner?

#23

Beitrag von Yaesu FT857D »

@ Stefan in Frankfurt/Zeilsheim hätte ich eine Empfehlung, auch wenn das von einem mit "Doofenlizenz" kommt,
hier meine Empfehlung zur Benutzung der beiden Staberder:
Vergrabe bzw. ramme die in der Nähe des Smarttuners in den Boden,
schliesse mit den üblichen Verbindungsklemmen und Erdungskabel von 4 oder 6 mm2, die an die Erdungsklemme des Smarttuners an.

Beachte aber bitte, dass dein Transceiver über die Abschirmung des Koaxkabels und dem Grün/Gelben PE-Anschluss des Netzgerätes,
an dem Potentialausgleich des Hauses geerdet ist....!
Um Potentialunterschiede zu vermeiden und Spannungsspitzen gegen Erde abzuleiten, würde ich
a.eine Funkenstrecke zwischen Smarttuner und Erdstäben am Smarttuner dazwischen schalten
b.ebenso am Koaxeingang bzw. der Erdungsschraube des Transceivers und mittels Erdungsleitung (4mm2 genügt) an ein über den Potentialausgleich des Hauses geerdetes Teil (Wasser oder Heizungsrohr) erden

https://stecker-shop.net/epages/27edac8 ... 0377074/42

Hinweis: Das hat nur indirekt mit Blitzschutz zu tun!

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Re: Staberder - 1 oder 2 oder keiner?

#24

Beitrag von DL6SEX »

Yaesu FT857D hat geschrieben:
Sa 2. Feb 2019, 23:30
@ Stefan in Frankfurt/Zeilsheim hätte ich eine Empfehlung, auch wenn das von einem mit "Doofenlizenz" kommt,
hier meine Empfehlung zur Benutzung der beiden Staberder:
Also das mit der "Doofenlizenz" ist ja nun wirklich Quatsch :nono:
Yaesu FT857D hat geschrieben:
Sa 2. Feb 2019, 23:30
Vergrabe bzw. ramme die in der Nähe des Smarttuners in den Boden,
schliesse mit den üblichen Verbindungsklemmen und Erdungskabel von 4 oder 6 mm2, die an die Erdungsklemme des Smarttuners an.
Sind so dünne Kabel wirklich ausreichend? Sollte man nicht eher 10mm2 nehmen?
Yaesu FT857D hat geschrieben:
Sa 2. Feb 2019, 23:30
Beachte aber bitte, dass dein Transceiver über die Abschirmung des Koaxkabels und dem Grün/Gelben PE-Anschluss des Netzgerätes,
an dem Potentialausgleich des Hauses geerdet ist....!
Inwiefern ist den mein Transceiver geerdet, wenn der Ausgang des Netzgerätes doch nur aus Plus-/Minuspol besteht?

Yaesu FT857D hat geschrieben:
Sa 2. Feb 2019, 23:30
Um Potentialunterschiede zu vermeiden und Spannungsspitzen gegen Erde abzuleiten, würde ich
a.eine Funkenstrecke zwischen Smarttuner und Erdstäben am Smarttuner dazwischen schalten
b.ebenso am Koaxeingang bzw. der Erdungsschraube des Transceivers und mittels Erdungsleitung (4mm2 genügt) an ein über den Potentialausgleich des Hauses geerdetes Teil (Wasser oder Heizungsrohr) erden
Da sich mein Shack im Keller befindet, so hätte ich leicht die Möglichkeit, ein Kabel (ca. 8 m Länge) zur Potentialausgleichsschiene zu legen. Würde das Sinn machen? :think:

73 de DJ1SAM. Stefan
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Yaesu FT857D

Re: Staberder - 1 oder 2 oder keiner?

#25

Beitrag von Yaesu FT857D »

DL6SEX hat geschrieben:
So 3. Feb 2019, 01:06
Yaesu FT857D hat geschrieben:
Sa 2. Feb 2019, 23:30
Vergrabe bzw. ramme die in der Nähe des Smarttuners in den Boden,
schliesse mit den üblichen Verbindungsklemmen und Erdungskabel von 4 oder 6 mm2, die an die Erdungsklemme des Smarttuners an.
Sind so dünne Kabel wirklich ausreichend? Sollte man nicht eher 10mm2 nehmen?
4mm2 ist völlig als Potentialausgleich ausreichend.
Wichtig ist nur die Funkenstrecke am Koaxausgang des Smarttuners mit Erdung an den Staberdern.
Nur die gewährleistet diese separate "Potentialerdung" an der Antennenanlage,
ohne das durch die Potentialunterschiede, Spannungen verschleppt und für Personen und Sachen gefährlich werden können.
DL6SEX hat geschrieben:
So 3. Feb 2019, 01:06
Yaesu FT857D hat geschrieben:
Sa 2. Feb 2019, 23:30
Beachte aber bitte, dass dein Transceiver über die Abschirmung des Koaxkabels und dem Grün/Gelben PE-Anschluss des Netzgerätes,
an dem Potentialausgleich des Hauses geerdet ist....!
Inwiefern ist den mein Transceiver geerdet, wenn der Ausgang des Netzgerätes doch nur aus Plus-/Minuspol besteht?
Das ist etwas kompliziert. Einfach gesagt:
Die meisten (mit CE und GS-Zeichen) Netzgeräte, haben intern den Minuspol des 13,8 V Ausganges, mit dem PE-Leiter des 230 V Netzes verbunden.
Da du ein 230V Netz ohne Nullung hast, ist der PE-Leiter am vorhandenen Potentialausgleich angeschlossen.
DL6SEX hat geschrieben:
So 3. Feb 2019, 01:06
Yaesu FT857D hat geschrieben:
Sa 2. Feb 2019, 23:30
Um Potentialunterschiede zu vermeiden und Spannungsspitzen gegen Erde abzuleiten, würde ich
a.eine Funkenstrecke zwischen Smarttuner und Erdstäben am Smarttuner dazwischen schalten
b.ebenso am Koaxeingang bzw. der Erdungsschraube des Transceivers und mittels Erdungsleitung (4mm2 genügt) an ein über den Potentialausgleich des Hauses geerdetes Teil (Wasser oder Heizungsrohr) erden
Da sich mein Shack im Keller befindet, so hätte ich leicht die Möglichkeit, ein Kabel (ca. 8 m Länge) zur Potentialausgleichsschiene zu legen. Würde das Sinn machen? :think:

73 de DJ1SAM. Stefan
Ja, aber mit der im Link gezeigten Funkenstrecke zwischen von draussen reinkommendem Koaxkabel und Antenneneingang des Transceivers.
Daran dann das 4mm2 Erdungskabel anschliessen und nach ca. 8m (ohne grosse Knicke und ohne andere Kabel zu kreuzen) an der Potentialausgleichsschiene.
Aber vergesse nicht, dass gleiche draussen am Antennenmast/Smarttuner zu machen.
Sonst bestehen Potentialunterschiede zwischen Mast/Tuner und Transceiver....

HINWEIS IN EIGENER SACHE:
Die vorgenannte Vorgehensweise, ist als Hinweis zu verstehen.
Jeder Funkamateur, ist für das was dieser im Rahmen seiner Tätigkeit als Funkamateur tut, selbst verantwortlich!

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Re: Staberder - 1 oder 2 oder keiner?

#26

Beitrag von DL6SEX »

Yaesu FT857D hat geschrieben:
Sa 2. Feb 2019, 23:30
Ja, aber mit der im Link gezeigten Funkenstrecke zwischen von draussen reinkommendem Koaxkabel und Antenneneingang des Transceivers.
Daran dann das 4mm2 Erdungskabel anschliessen und nach ca. 8m (ohne grosse Knicke und ohne andere Kabel zu kreuzen) an der Potentialausgleichsschiene.
Aber vergesse nicht, dass gleiche draussen am Antennenmast/Smarttuner zu machen.
Sonst bestehen Potentialunterschiede zwischen Mast/Tuner und Transceiver....
Habe ich das nun recht verstanden, dass ich zwei Funkenstrecken einsetzen muss?

Muss ich direkt nach dem Smartuner diese Funkenstrecke einsetzen, falls ich die Staberder einsetze?

Und falls ich nur Radiale einsetze, kann ich mir dann diese eine äussere Funkenstrecke ersparen?

Vorab schon mal vielen Dank, für deine Tipps, lieber OM Helmut :tup:

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guglielmo
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Re: Staberder - 1 oder 2 oder keiner?

#27

Beitrag von guglielmo »

Lieber Stefan,
ich habe mir soeben Deine Frage durchgelesen. Folgendes davon konnte ich begreifen.

1. Du willst eine Antenne auf einen GFK Mast installieren der 10m hoch ist.
2. Außerden nöchtest Du einen Smart-Tuner an die Antenne anschließen.
3. Du hast 11 m Draht um den Mast gewickelt.
4. Du hast zwei Staberder die Du irgendwie verwenden möchtest.
---
Nun stellst Du folgende Fragen.
1. Sollten einer und beide Erder verwendet werden?
2. Welchen Abstande sollten diese Erder haben?
3. Wie tief sind sie einzugraben?
???
Mit diesen Informationen kann ich leider nichts anfangen. Warum? Es fehlen entscheidende Punkte.
1. Auf welchen Bändern möchtest Du senden?
2. Was für eine Antenne möchtest Du auf den GFK montieren?
3. Was soll die Erdung bewirken?
4. Welche Aufgabe haben die 11m Draht?

Ich selber habe meine KW Antenne auch auf drei GFK Masten montiert. Es ist eine G5RV, also ein recht leichtgewichtiger Dipol mit mittiger Speisung. Die GFK Masten biegen sich leicht durch und können nur sehr kleine Massen bzw. Gewichte tragen. Ggf. müssen die Masten abgespannt oder gleich ein ganz anderes Material gewählt werden. Eine Dipolantenne z.B. benötigt überhaupt keine Gegengewichte. Egal ob sie horizontal oder vertikal strahlt. Noch nicht mal jeder klassische Vertikalstrahler benötigt so etwas. Die Erdung, als Potentialausgleich kann nützlich aber auch gefährlich sein. Für einen vernünftigen Potenzialgleich währe es besser die metallischen Teil der Antenne mit der Hauserdung zu verbinden. Selbiges gilt auch für den Blitzschutz.

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Re: Staberder - 1 oder 2 oder keiner?

#28

Beitrag von 13SD260 »

Ich trage mal einen eigenen Erfahrungsbericht bei...

Meine erste Eigenbau-Behelfsantenne im kleinen Mietshaus sa so aus:

GFK-Mast mit ca. 9m Länge, darin eingefädelt einen entsprechend langen Draht.

Gegengewicht: Mangels Grundstücksgröße ca.10m² Kaninchendraht von innen an die Dachbalken getackert

Anpassmimik: Primitiv mit CG-3000, sollte einfach und multibandfähig sein.
Nach einigen Versuchen wurde eine dicke Verlängerungsspule für 80m per Relais zugeschaltet um der Tuner auf diesem Band überbrückt.

Ergebnis: von 15-80m ging die Antenne sehr gut, auf 10m war´s wegen der Länge ein Wolkenwärmer.
Beste QSOs auf 80m: W, PY, JA, HC8 - alles in SSB mit 100W

In einer späteren Wohnung ging´s nicht mehr so groß. Antenne dort: Tarheel M-300 Screwdriver, mit ca 15m² Kaninchendraht auf dem Flachdach.
Strahler verlängert auf 3m plus Dachkapazität.
Beste QSOs auf 80m: JA, PY, YV, W - in SSB mit max.200W

Am jetzigen QTH mit verkürzter Vertical mit einem verkürztem elevated Radial experimentiert. Ging auch ganz gut.
Erste Antenne hier, Rotary Dipole mit 2x3,5m und 2x2m Endkapazität. Selbst damit gelangen QSOs auf 80m, natürlich nicht sehr laut - wollte nur wissen ob es geht.

Elevated Radials sollten abgestimmt sein (der Strom soll ja in´s Gegengewicht und nicht in den Boden) und nach Möglichkeit mehr als eins (geht aber auch). Die Radials können auch verkürzt oder sogar gefaltet werden. Google mal nach Folded Counterpoise.

Zusammengefasst: Der Strahler kann grundsätzlich auch kurz sein. Wichtig ist, dass Du verlustarm anpasst und Strom in die Antenne bekommst.

Gibt viel zu lesen zu dem Thema.... :book: (Empfehlung: Kurze Antennen von G.Janzen)

73 Andy

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Re: Staberder - 1 oder 2 oder keiner?

#29

Beitrag von DL6SEX »

guglielmo hat geschrieben:
Di 5. Feb 2019, 13:16
Lieber Stefan,
ich habe mir soeben Deine Frage durchgelesen. Folgendes davon konnte ich begreifen.

1. Du willst eine Antenne auf einen GFK Mast installieren der 10m hoch ist.
2. Außerden nöchtest Du einen Smart-Tuner an die Antenne anschließen.
3. Du hast 11 m Draht um den Mast gewickelt.
4. Du hast zwei Staberder die Du irgendwie verwenden möchtest.
---
Nun stellst Du folgende Fragen.
1. Sollten einer und beide Erder verwendet werden?
2. Welchen Abstande sollten diese Erder haben?
3. Wie tief sind sie einzugraben?
???
Mit diesen Informationen kann ich leider nichts anfangen. Warum? Es fehlen entscheidende Punkte.
1. Auf welchen Bändern möchtest Du senden?
2. Was für eine Antenne möchtest Du auf den GFK montieren?
3. Was soll die Erdung bewirken?
4. Welche Aufgabe haben die 11m Draht?
Lieber Guglielmo,

vielen Dank für deine konkreten Fragen.

Ich habe mich wohl ungenau und missverständlich ausgedrückt.

Hier daher meine Situation in genauerer Form:

Ich habe einen Standfuss (ca, 2m hoch) von einem defekten Sonnenschirmständer genommen, An diesen Standfuss habe ich einen Smartuner SG-230 in einer wasserdichten Haushaltsbox montiert. Ich habe diese Haushaltsbox daher verwendet, da ich mir nicht sicher bin, daß das Gehäuse des Tuners tatsächlich wasserdicht ist, wie das in der Bedienungsanleitung zu lesen ist.

Am oberen Teil des Standfusses habe ich ein 30 cm langes Kunststoffrohr (50 mm Öffnung) angebracht. Dieses Rohr ist dafür gedacht, um dort den 10 m GfK-Mast einzuschieben. Der 11m Draht ist locker um den GfK-Mast gewickelt und stellt damit den eigentlichen Strahler dar.

An den anderen "Pol" des Tuners habe ich einige Radiale verschiedener Länge (23m, 10m, 4x6,7m, 4x 2,7m) angebracht.

Mit diesem Aufbau bekam ich eine Resonanz zwischen 80m und 10m. Natürlich ist mir schon klar, daß das nichts über die Leistungsfähigkeit der Antenne aussagt.

Gleichwohl konnte ich auf 40m-10m DX arbeiten und auf 80m war zumindest DL möglich

Ich werde die Antenne nun an eine andere Stelle im Garten aufbauen. Da ich durch Zufall an zwei Staberder (je 1m Länge) gekommen bin, so fragte ich mich eben, ob es einen Sinn macht, diese in mein System einzubeziehen. :think:

Ich setze bewusst diese Art der (Vertikal-) Antenne ein, da ich den Mast nur dann in die Vorrichtung einsetze, wenn ich QRV bin. Andernfalls sieht man fast nichts von meiner Antenne.

Und wenn du mich nun fragst, auf welchen Bändern ich QRV werden möchte, dann kann ich nur sagen, auf möglichst vielen :tup:

Ich hoffe, daß ich dir jetzt meine Situation etwas besser geschildert habe.

73 de DJ1SAM, Stefan
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Re: Staberder - 1 oder 2 oder keiner?

#30

Beitrag von DL6SEX »

13SD260 hat geschrieben:
Di 5. Feb 2019, 20:06
Ich trage mal einen eigenen Erfahrungsbericht bei...

Meine erste Eigenbau-Behelfsantenne im kleinen Mietshaus sa so aus:

GFK-Mast mit ca. 9m Länge, darin eingefädelt einen entsprechend langen Draht.

Gegengewicht: Mangels Grundstücksgröße ca.10m² Kaninchendraht von innen an die Dachbalken getackert

Anpassmimik: Primitiv mit CG-3000, sollte einfach und multibandfähig sein.
Nach einigen Versuchen wurde eine dicke Verlängerungsspule für 80m per Relais zugeschaltet um der Tuner auf diesem Band überbrückt.

Ergebnis: von 15-80m ging die Antenne sehr gut, auf 10m war´s wegen der Länge ein Wolkenwärmer.
Beste QSOs auf 80m: W, PY, JA, HC8 - alles in SSB mit 100W

In einer späteren Wohnung ging´s nicht mehr so groß. Antenne dort: Tarheel M-300 Screwdriver, mit ca 15m² Kaninchendraht auf dem Flachdach.
Strahler verlängert auf 3m plus Dachkapazität.
Beste QSOs auf 80m: JA, PY, YV, W - in SSB mit max.200W

Am jetzigen QTH mit verkürzter Vertical mit einem verkürztem elevated Radial experimentiert. Ging auch ganz gut.
Erste Antenne hier, Rotary Dipole mit 2x3,5m und 2x2m Endkapazität. Selbst damit gelangen QSOs auf 80m, natürlich nicht sehr laut - wollte nur wissen ob es geht.

Elevated Radials sollten abgestimmt sein (der Strom soll ja in´s Gegengewicht und nicht in den Boden) und nach Möglichkeit mehr als eins (geht aber auch). Die Radials können auch verkürzt oder sogar gefaltet werden. Google mal nach Folded Counterpoise.

Hallo Andy,

vielen Dank für deinen Erlebnisbericht. Das zeigt doch auf, daß auch mit begrenzten Mittel einiges erreicht werden kann.

Dein CG-3000 ist meinem SG-230 ziemlich ähnlich und dein GfK-Mast ist mit seinen 9 m-Länge, meinem Mast mit 10m-Länge genauso ähnlich.

Was mich noch näher interessiert: wie genau hast du das mit der dicken Verlängerungsspule für 80-Meter und dem Relais gemacht?

Ich habe gedacht, daß ich eine solche Spule einsetze (aber ohne Relais) nur für Betrieb auf 80 Meter (vielleicht auch für 160 Meter) und dann das alles vom Tuner anpassen lasse.

Mache ich hier einen Denkfehler?

Ich habe nach den "Folded Counterpoise" gegoogelt und dort habe ich viele interessante Links gefunden.

Was mich in diesem Zusammenhang auch noch interessiert: Kann man, wenn nicht genug Platz für ein Radial ist, ein Teil des Kabels auf ein Kunststoffrohr aufwickeln? Hast du das gemeint, mt verkürzten Radials?

73 de DJ1SAM, Stefan

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