Diese Funkgeräte nutzt das EU Militär

Jupp
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Re: Diese Funkgeräte nutzt das EU Militär

#31

Beitrag von Jupp »

Dann noch ein paar Dinge zur Ergänzung:

Zu keinem Zeitpunkt während des gesamten Vorgangs hatte ich irgendeinen Funkkontakt zu Behörden, Amateuren oder sonstwem, ausschliesslich militärischen Stellen. Ist ja auch logisch, denn niemand sonst hatte diese Miltärfunkgeräte, und schon gar nicht darf irgendjemand Unbefugtes auf Militärfrequenzen senden. Ich kann vor soetwas auch nur ausdrücklich warnen, wenn man soetwas macht ist das keine Ordnungswidrigkeit mehr und das zieht ernsthafte und unangenehme Konsequenzen nach sich.

Bürger in Not haben sich natürlich auch an Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst gewendet, dies wurde durch die Stadtverwaltung perfekt koodiniert. Die zivilen Einsatzkräfte verfügten über keine Fahrzeuge die sich durch solche Schneemassen bewegen können, das war nur noch mit Panzern möglich. Deswegen habe ich von den zuständigen Leuten alles auf den Tisch bekommen, was sich eben mit zivilen Mittel nicht mehr bewältigen liess.

Selbstverständlich gab es unzählige Angebote von Freiwilligen zu helfen, Feuerwehr, THW oder auch engagierten Bürgen. Die wurden in den ersten 1-2 Wochen alle abgelehnt, aus den folgenden Gründen. Der Zweck von Militär ist es, die zivile Bevölkerung zu schützen, wenn notwendig unter Einsatz des eigenen Lebens. Wenn also Soldaten bei solchen Einsätzen draufgehen, nun es ist deren Job, man wird dafür bezahlt. Das gilt aber so nicht für Zivilisten, und niemand im Militär oder Behörden möchte sich verantworten müssen, wenn Leben und Gesundheit von Zivilisten riskiert würden. Zum Beispiel mussten die Pionier Bataillone mit dem Klappspaten Eisenbahnschienen, Gebäude mit Flachdächern die durch Schneeberge darauf einsturzgefährdet waren, freischaufeln. Bricht so ein Gebäude zusammen während man oben am Schnee schippen ist, dann war es das höchst wahrscheinlich. Deswegen verwundert es mich nicht, wenn Militär und auch Behörden solche Freiwilligen zunächst einmal ablehnen, und die dann eventuell erst später zum Einsatz kommen, wenn die Lage nicht mehr so bedenklich ist, das mit toten Zivilisten zu rechnen ist.

Es gab in dieser Zeit nur relativ wenige Verluste in der Zivilbevölkerung zu beklagen, und das nur aufgrund ausgezeichneter Planung und Vorbereitung auf solche Notfälle. Es gibt Zeitungsarchive, ihr könnt es nachlesen und vergleichen wieviele 1978/1979 in Norddeutschland das Leben verloren haben, und wie viele letztens im Ahrtal.
noone
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Re: Diese Funkgeräte nutzt das EU Militär

#32

Beitrag von noone »

Lassen wir das Thema Ahrtal
Da wurde sehr viel unbewusst im Vorfeld in Richtung Katastrofe gearbeitet, keiner hat gefragt warum der Bach so tief und massiv eingehaust war. Das wurde alles bis 1914 gebaut und sollte genau das was geschah vermeiden, lief ja auch gut bis alles renaturiert wurde.

Thema THW das ist die mittlere Ebene darf erst ausrücken wenn der Befehl da ist, genau wie die Bundeswehr.
Feuerwehr die handelt unmittelbar und ist erste Kraft vor Ort, steht zurück wenn THW und Bundeswehr auftreten. Eingegliedert sind inzwischen anscheinend auch Kapazitäten des ADAC und Bergwacht fragt mich nur nicht wie.

Versicherungsschutz

Das ist das Problem des zivilen Helfers, Jedermannhelfer. Passiert was "ist er der Arsch" und hat erat mal den Schaden.

Ich arbeite derzeit für ne Kommune, irgendwie passiert nie was wenn ich Bereitschaft habe und zu Hochwasser war ich gerade im Urlaub, natürlich Bregenzer Wald und angrenzendes Deutschland. Aber ich hab meine Mappe mit Anweisungen für diesen Fall.
Jupp
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Re: Diese Funkgeräte nutzt das EU Militär

#33

Beitrag von Jupp »

noone hat geschrieben: Mi 5. Jun 2024, 01:58 Lassen wir das Thema Ahrtal
Da wurde sehr viel unbewusst im Vorfeld in Richtung Katastrofe gearbeitet, keiner hat gefragt warum der Bach so tief und massiv eingehaust war. Das wurde alles bis 1914 gebaut und sollte genau das was geschah vermeiden, lief ja auch gut bis alles renaturiert wurde.
Genau das sollte man eben nicht lassen. Die Stadt Bremen hatte damals ganze ZWEI Schneeräumfahrzeuge, denn es schneit ja nie wieder allzuviel, nicht wahr?

Es gibt Dinge auf die wir sehr wenig Einfluss haben, diese treten wie wir wissen aber von Zeit zu Zeit in der Natur auf. Sturmfluten, lange anhaltender Regen, Schneemassen, und was es so alles nicht gibt. Wir können das nicht ändern, aber wir können uns auf solche Dinge vorbereiten.

Das Problem sind aber eben diese komischen Sekten die alles mögliche behaupten, was in keinster Weise mit der Realität übereinstimmt. Und irgendwelche Entscheider hören dann auf solche Sekten und treffen völlig falsche Entscheidungen. Nun gut, dann muss man eben wohl oder übel selber zusehen, das man wegen dieser Figuren nicht irgendwo unter die Räder kommt.

Und, damit das nicht total Off Topic ist, dazu gehört eine ordentlich aufgebaute und gewartete Funkstation, die unter allen möglichen erdenklichen Widrigkeiten noch funktioniert. Das muss nicht zwangsweise helfen, es kann aber durchaus in manchen Fällen nützlich sein.
Jack4300
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Re: Diese Funkgeräte nutzt das EU Militär

#34

Beitrag von Jack4300 »

noone hat geschrieben: Mi 5. Jun 2024, 01:58 Lassen wir das Thema Ahrtal
Da wurde sehr viel unbewusst im Vorfeld in Richtung Katastrofe gearbeitet, keiner hat gefragt warum der Bach so tief und massiv eingehaust war. Das wurde alles bis 1914 gebaut und sollte genau das was geschah vermeiden, lief ja auch gut bis alles renaturiert wurde.
Da muss ich aber nochmal kurz klar stellen. Renaturierung ist nicht das Problem, sondern die Lösung. In den 70ern wurde im Ahrtal im Rahmen einer Flurbereinigung viele Bäche im Oberlauf begradigt, Uferwegetation entfernt und im Weinanbau wurden senkrecht den Hang hinabführende Ablaufrinnen angelegt. Wer so etwas in einem Talkessel macht darf sich wundern besonders wenn die Geologie in der Gegend dem Wasser keine Möglichkeit bietet zu versicker. Es bleibt also nur schon im Bereich des Oberlaufs der Ahr, im Bereich des Trierbaches, des Adenauer Baches und des Kesselingerbaches, mittels Renaturierung die Fließgeschwindigkeit zu reduzieren.
noone
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Re: Diese Funkgeräte nutzt das EU Militär

#35

Beitrag von noone »

Und ich glaube es war 1992 als ich da oben ein paar Tage Urlaub gemacht habe ... da war Regen Starkregen und gerade als wir durch waren sind glaub ich 14km Straße abgerutscht.

Aber es wurde kein Dorf vom Bach angefressen.

Der Bach war eingehaust und hatte ein sehr tiefes Bachbett.

Die Einhausung wurde abgebrochen das Bachbett verflacht Uferstreifen bebaut, ein entfesselter Bach der keine Führung mehr hat wird sich ein neues Bett machen, mäandern Ufer abspülen und woanders wieder anlagern.

Deshalb wurde vor über hundert Jahren die Einhausung gemacht.

Renaturierung na ja.
oberlaender
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Re: Diese Funkgeräte nutzt das EU Militär

#36

Beitrag von oberlaender »

Muss man von ausgehen das die einen kill switch darin haben, mit dem sich das Funkgerät durch Empfang eines bestimmten Signals ausser Betrieb nehmen lässt, und zwar so das irgendwelche Söldner das garantiert nicht mehr zum Laufen bekommen.
Dürfte im Baseband Prozessor zu finden sein, nicht mal der gewöhnlichen Firmware...in der Baseband-Firmware im Chip selber stecken dann wirlich alle "Geheimnisse" drin.
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