Feuerwehr Hürth Notfunkprojekt

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ROMEO 1
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Re: Feuerwehr Hürth Notfunkprojekt

#31

Beitrag von ROMEO 1 »

noone hat geschrieben: Sa 21. Jan 2023, 19:32 Es gilt im Prinzip

Jeder Bürger kann im V oder K Fall im Rahmen seiner Möglichkeiten einberufen werden, nicht nur zum Dienst an/mit der Waffe. Sondern auch unterstützend für Militär und Blaulichter oder als Arbeiter.
Ganz so einfach ist es dann doch nicht.
Um Funkamateure in Notfällen zu verpflichten, bedarf es einer speziellen gesetzlichen Regelung.
Die gibt es derzeit nicht. Nirgendwo steht in einem Gesetz: Funkamateure sind in Not- und Katastrophenfällen verpflichtet, Notfunkdienst zu leisten und/oder ihre Funkanlage dafür zur Verfügung zu stellen.
73 / Horst

Gäbe es Grenzwerte für geistige Umweltverschmutzung, würden die hier von einigen Kandidaten täglich um ein Mehrfaches überschritten.
13sw001
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Re: Feuerwehr Hürth Notfunkprojekt

#32

Beitrag von 13sw001 »

Wie immer wird der oben beschriebene Radiobeitrag erstmal auseinandergenommen. Ich kann weder eklige Passagen noch Unwahrheit darin feststellen, wie manche(r) Vorschreiber sich ausgedrückt hat/haben. Die Hürther haben alles richtig gemacht und die Funkamateure erst recht. Anstatt , dass alle an einem Strang ziehen, wird erstmal alles mies geredet und vieles durcheinandergebracht...........und die Idee als Notfunker in die freiwillige Feuerwehr zu gehen, hat auch im Einsatzfalle die finanzielle Absicherung bei Unfall oder der Hinterbliebenen gar bei Tod als Hintergrund.......
und zumindest bei meiner Feuerwerhr am Ort sind die alten Analoggeräte im Lager vorhanden und regelmässig geladen.

73 de Frank
mibo666
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Re: Feuerwehr Hürth Notfunkprojekt

#33

Beitrag von mibo666 »

Eine gute Zusammenfassung! Schlecht reden, Fehler in den Krümeln suchen - das ist für viele leichter als selbst mal was zu machen.

Übrigens wurde der große Vorteil der Funkamateure und Amateurfunker gar nicht genannt: Viele von uns sind ganz schnell in der Lage eine Funkstation portabel aufzubauen. Ohne Strom, oft auch ohne Fahrzeug. So kann über viele Stunden die Verbindung aufrecht erhalten werden. Wenn nun noch die Bevölkerung sich entsprechend vorbereitet, das PMR Gerät neben Taschenlampe und Feuerzeug griffbereit liegt, ist schonmal der erste Schritt getan, vorausgesetzt natürlich alles wird mal geübt und jeder weiß ungefähr wie es funktioniert. Sowas hätte bei der Ahr Katastrophe Leben retten können, da bin ich mir ganz sicher.

Wenn ich beim Portabelfunken drauf angesprochen werde was ich da mache, dann erkläre ich es und lenke immer den Fokus auf die Unabhängigkeit von Strom, den schnellen Aufbau und die zuverlässige Kommunikation im lokalen Bereich, um die 100km in alle Richtungen geht immer. Bei manchen Besuchern rennt man damit offene Türen ein, von anderen kommt häufig "wußte gar nicht das es Funk überhaupt noch gibt".
Und genau der Punkt dürfte auch bei Behörden häufig sein, die wissen dort nichts. Das wäre ein Punkt den der DARC viel besser bearbeiten müsste, aber auch jeder Einzelne kann ein bisschen was machen: einfach mal drüber reden welchen Blödsinn man in seiner Freizeit anstellt und wie sinnvoll das im Fall der Fälle sein könnte.

Gruß

MiBo
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lonee
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Re: Feuerwehr Hürth Notfunkprojekt

#34

Beitrag von lonee »

mibo666 hat geschrieben: Mo 23. Jan 2023, 11:58Ohne Strom,
öhm. nö!
mibo666 hat geschrieben: Mo 23. Jan 2023, 11:58 auf die Unabhängigkeit von Strom,
auch nicht.. ;-)
mibo666 hat geschrieben: Mo 23. Jan 2023, 11:58 die wissen dort nichts.
Das ist allerdings dann doch schon krass formuliert und das stimmt so auch nicht..
Man könnte allenfalls sagen, dass die Jungs nicht/oder selten, um die Möglichkeiten des AFU´s wissen.
Das ist aber auch wieder logisch, weil solche Möglichkeiten erst gar nicht in Erwägung gezogen werden.
Es mag auch sein, dass in den letzen Jahren durch Personalabbau/Systemumbau Wissen verloren ging.
Man hatte ja sogar eigene Werkstätten für die Geräte und dort auch funktechnisch ausgebildetes Personal.
Heute sind wir "einen Schritt weiter".

Und dann ist da noch die typische Behördenstruktur, dass der Vorgesetzte eigentlich nur das weiß, was seine "Fachleute" im sagen können.
(Es sei denn, er hat entsprechend andere Informationsquellen oder Interessen).
Seine "Fachleute" klettern aber nun die "behördenleiter" hinauf und werden auch entsprechend dieser Vorgaben ausgebildet.
Woher sollen die dann wissen, dass es in einem worst case auch andere Möglichkeiten gäbe?

Dieses Phänomen findest Du überall. Nur manchmal, wenn Quereinsteiger dazukommen und andere Sichtweisen haben, könnte man die Chance haben Möglichkeiten zu finden. Aber dazu müsste man auch erkennen können, dass sich da gerade eine Option bietet.
Und selbst wenn das gegeben wäre, hat man innerhalb einer Behördenstruktur kaum die Möglichkeit zu handeln.

Und einen Punkt scheinst Du völlig zu vergessen.
Wir sind hier in Dl. Also in einem Land, welches für seine "besonderes umfangreiche" Bürokratie bekannt ist.
Gruß,
André
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Re: Feuerwehr Hürth Notfunkprojekt

#35

Beitrag von mibo666 »

lonee hat geschrieben: Mo 23. Jan 2023, 13:05
mibo666 hat geschrieben: Mo 23. Jan 2023, 11:58Ohne Strom,
öhm. nö!
mibo666 hat geschrieben: Mo 23. Jan 2023, 11:58 auf die Unabhängigkeit von Strom,
lonee hat geschrieben: Mo 23. Jan 2023, 13:05 auch nicht.. ;-)
Ok, ich berichtige: Ohne Netzstrom
Besser verständlich?

Mit Akkus, wie sie viele haben, sind die ersten paar Stunden gut zu überbrücken, und das ist die wichtigste Zeit.
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lonee
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Re: Feuerwehr Hürth Notfunkprojekt

#36

Beitrag von lonee »

mibo666 hat geschrieben: Mo 23. Jan 2023, 13:14 Mit Akkus, wie sie viele haben, sind die ersten paar Stunden gut zu überbrücken, und das ist die wichtigste Zeit.
Darin stimme ich Dir zu 100% zu!
Wenn man sich speziell auf solche worst cases vorbereiten wollte, würde ein FM-Duobander und eine höher aufgebaute Antenne für den lokalen Bereich zumindest ausreichen. Auch mit Hafu und 5W, bei entsprechender Antenne.
Da wären es dann "nur noch" geographische Problemchen, die man bewältigen müsste.
Aber eigentlich würde es auch ausreichen, wenn man die "paar km" bis zu nächsten Meldestelle kommt. Und das geht oft schon mit recht geringer Leistung. Wenn man dann auch noch berücksichtigt, dass man viele modernere Geräte mittels USB nachladen kann; Dann hätte man schon einige Stunden abgedeckt. Also funktechnisch.
Jetzt braucht man im z.B. nur noch einen Ort, wo man sich nicht den "Hintern abfriert" um als "Relaisstelle" zu funktionieren und der relativ einfach zu erreichen und zu finden ist.

Aber wer weiß, welche Richtung das in Zukunft geht!?
Vielleicht gibt es dann in jedem Ortsteil solche "Unterstände" mit Holzofen, Solarpanel und Pufferbatterie, wenn wir schon keine Schutzräume für die Bevölkerung mehr haben.
Oder man stellt bei den Behörden so viele Menschen ein, dass man die entsprechende Personaldeckung für solche Dinge hat!?
(Wobei eher unwahrscheinlich ist..)
Die Abschaffung der Wehrpflicht und die Zahl der Verweigerer macht sich hier auch enorm bemerkbar.
Dem hat man aber eben nicht entgegengewirkt, denn das wäre ja auch nicht populär gewesen.

So ist das halt, wenn Politik, Realität und Meinungsmache aufeinander treffen und dann Kompromisse gefunden werden müssen.
Der entsprechende Kompromiss ist eben nur immer das Schlechteste (äh, Beste natürlich!), was man dann durch Verhandlungen erreichen konnte.
Gruß,
André
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Re: Feuerwehr Hürth Notfunkprojekt

#37

Beitrag von KLC »

13sw001 hat geschrieben: Mo 23. Jan 2023, 08:38 Wie immer wird der oben beschriebene Radiobeitrag erstmal auseinandergenommen. Ich kann weder eklige Passagen noch Unwahrheit darin feststellen, wie manche(r) Vorschreiber sich ausgedrückt hat/haben.
KLC, Rolf :wave:
Und ja, der Beitrag ist unterirdisch, der Reporter gehört gezüchtigt, mit Berufsverbot bedroht und müßte für ein Jahr erstmal den Hof kehren.
Für den Hofkehrerlohn ! :hammer: Quoptenrückversicherung !!!! :wall:
Ich kann als Funker doch schon etwas mehr korrekte Information über mich verlangen.
Korrekte und wahrheitsgemäße Information und somit eine Wissensvermittlung sollte man schon von Medien verlangen. Oder bin ich da ewig-gestrig ?
Ich hatte erstmal den Beitrag angehört, weil ich nicht nachvollziehen konnte , was diese Zwangsverpflichtungsdiskussion hier im Thread mit einer Feuerwehr zu tun haben könnte. Hat sie in Wirklichkeit in Hürth in dem Fall auch nicht.
13sw001 hat geschrieben: Mo 23. Jan 2023, 08:38 ... wird erstmal alles mies geredet und vieles durcheinandergebracht...........
Ein Hauptschüler aus dem letzten Jahrhundert hätte was besseres abgeliefert,noch besser wenn es benotet werden würde.
:paper: Ich muß mich jetzt hier nicht weiter echauffieren, hör dir den Beitrag selber an, vergleiche die Aussagen mit dem was du weißt/als Funker wissen soltest, und was du nicht weißt, prüfst du mit einfachen Mitteln nach. Wikipedia, Google, Bücher, DARC,
:holy: Siehste !! ....
13sw001 hat geschrieben: Mo 23. Jan 2023, 08:38 Die Hürther haben alles richtig gemacht und die Funkamateure erst recht.
Nicht alles !
Sie hätten vielleicht besser mal in die Funkbasis reingelesen, die Threads, wo unbedarfte Funkerlinge von inkompetenten Journallien mehr oder weniger schlimm vorgeführt wurden. Hatten wir hier schon öfters, das Ding hier war aber mal eine mediale [iron]Meisterleistung ![/iron]
:paper: viewtopic.php?p=548760#p548760
Hier in der Funkbasis gibt es andere schlimme Beispiele, zum obengenannten hatte ich aber Einblick, weil ich halt auch die Akteure selbst vom sehen kenne und auch ihre Mentalität (bin halt auch Saarländer.
Auch hier hatten die Funker, von denen der eine Distrikt-Präsi ist und die anderen auch nicht die halbwüchsigen CB-ler aus dem katholischen Kinderheim, nicht bedacht, daß so mancher Kalauer nach hinten losgehen kann wenn man in nur passend schlechtredet, hier "Braunsche Röhre".

Da war der FA Kindler schon gut bis perfekt und die FW Hürth eher sachlich auf der sicheren Seite. Der Österreicher hat sich auch nix zu sschulden kommen lassen. Daß er , wissend daß in Österreich Notfunk klappt wie in D noch 10J nicht, in dem Interview ein wenig Birnen & Äpfel vergleicht, schiebe ich auf die Fragestellung des Reporters. Ich habe persönlich bestätigt bekommen, daß hier vom SR z.B. die Reporter auch gezielt so fragen, bis der Interviewte sagt was sie hören wollen.
Leider haben aber auch hier die Funker und die Feuerwehrleute wohl wieder keinen Zugriff auf das Machwerk gehabt, sonst wäre das Ergebnis besser. Wie beim Gegenlesen eines Eintrags hier, müßte man wirklich auch in einem Interview kontrollieren können, was raus geht.
13sw001 hat geschrieben: Mo 23. Jan 2023, 08:38 ...........und die Idee als Notfunker in die freiwillige Feuerwehr zu gehen, hat auch im Einsatzfalle die finanzielle Absicherung bei Unfall oder der Hinterbliebenen gar bei Tod als Hintergrund.......
Das mit dem "versichert & abgesichert sein" hatte ich gar in meiner Argumentation vergessen. DANKE!
Hobbyfunker & Helfer sein ist m.E. die einzigste Möglichkeit in D Notfunk zu etablieren und sinnvoll durchzuführen. Hatte ich aber schon immer so propagiert.
Bei einem sinnvollen Notfunk sollte der "Dienstfunker" am CB- oder AFu-TRX seine Pappenheimer kennen , also selber FA oder CB/PMRler sein,aber auch "Helfer", um einen Ruf direkt umzusetzen. Im Gegensatz zum BOS-Funk heute, wo du davon ausgehen kannst, daß der am anderen Ende halt der ist, der er vorgibt, ist das bei AFu oder Lizenzfreier Funk eher Praxis und erkennen der Stimmen.
Außerdem ist das mit der
13sw001 hat geschrieben: Mo 23. Jan 2023, 08:38 und zumindest bei meiner Feuerwerhr am Ort sind die alten Analoggeräte im Lager vorhanden und regelmässig geladen.
Ich habe hier auch noch ein FuG7 , FuG8, aber ob das so sinnvoll ist, steht auf einem anderen Blatt. Die geile Infrastruktur mit 4m ist weitgehend zurückgebaut, schätze ich. Hier ist 4m total plattgemacht worden. 2m soll als nächstes fallen.
Von 2m hätte ich gehofft, daß man dieses als Rückfallebene hält, vor allem, weil 2m-BOS-Funk auch für viele AFu-Geräte machbar ist.
Meine Intentionen ;-) zur K-Klassen-Diskussion kann man in der FUNKBASIS auch nachlesen, daß ich sinnvoll fände , eine Klasse zu schaffen zwischen Dienstfunk & AFu. auf 2m z.B. Das hätte u.U. Funker in dier BOS-Dienste gebracht und die Helfer hieraus zum AFu oder CB.

Frank, mußt jetzt nicht meinen daß ich es ausgerechnet mit dir habe, aber ich bin mal drauf eingegangen, weil du oder andere meine Einträge wohl nicht so verstanden wie sie gemeint sein sollten.
mibo666 hat geschrieben: Mo 23. Jan 2023, 11:58 Eine gute Zusammenfassung! Schlecht reden, Fehler in den Krümeln suchen - das ist für viele leichter als selbst mal was zu machen.
Das ist sehr schwierig!! Wieso weiß ich das wohl ??
Thema verfehlen, Akku-Pack, Portabel-Equipment, mal das Mobiliar herzeigen
Grüße an Andreas Krampfader aus Wien, hatte der auch schon.
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Re: Feuerwehr Hürth Notfunkprojekt

#38

Beitrag von Romeo Oscar ( 13RO763) »

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