Wellenausbreitung ( Theorie und Praxis )

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Krampfader
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Re: Wellenausbreitung ( Theorie und Praxis )

#46

Beitrag von Krampfader »

Vertical hat geschrieben:
Fr 25. Dez 2020, 11:22
Dem einen oder anderen scheint völlig abzugehen, dass „Reichweite“ 12-10 m Bodenwelle sich auch den jeweiligen Standorten fest macht .....
Ganz genau DD1GG (Vertical)

Joe (DF2JP) hat an seinem Home-QTH aber diesbezüglich ideale Bedingungen. Hast du nicht seine Zeilen gelesen ??, Zitat:
DF2JP hat geschrieben:
Do 24. Dez 2020, 15:32
Die Ebene um den Berg hat 10 - 15 m ü NN, ich bin auf 67m ü. NN und die Vertikal ist 24m hoch.
Der "Hügel" von Joe (DF2JP) liegt also um mind. 50m höher als das umliegende, brettebene Flachland. Zusätzlich hat Joe offensichtlich noch einen vertikalen Mast mit 24m Höhe. In Summe also eine Antennenspitzenhöhe von ca. 75m über der umliegenden Gegend. Hier nochmal zur Verdeutlichung seine Geländeformation:

Bild
Quelle: https://youtu.be/Vqx1nUx3_ko

Das Gelände ist in diese Richtung auf über 170km spiegelglatt. Und Joe steht dort mit 75m über Grund. Idealer geht es ja gar nicht mehr, zumindest nicht im Flachland. Es ist also legitim zu fragen wie weit Joe (DF2JP) unter diesen Bedingungen kommt, auf 12m, per Bodenwelle und mit dem Mikrofon in der Hand.

Andreas 🎄
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DF2JP
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Re: Wellenausbreitung ( Theorie und Praxis )

#47

Beitrag von DF2JP »

Hallo Andreas,
Na jetzt ist mir alles klar ;) ... wenn WSPR nicht mehr geht dann geht gar nichts mehr, siehe: https://de.wikipedia.org/wiki/Weak_Sign ... n_Reporter
WSPR ist schon sehr alt, im Vergleich zu anderen Digi-Modes deren "Halbwerts-Zeit" überschaubar ist.
Es gibt aber schon Nachfolger von Joe, K1JT. Vor 2 Monsten wurde FST4W vorgestellt:
FST4 bietet T/R-Sequenzlängen von 15, 30, 60, 120, 300, 900 und 1800 Sekunden.
FST.jpg
FST.jpg (50.11 KiB) 479 mal betrachtet
In WSPR werden keine QSOs gefahren, WSPR dient mir zur "Aufklärung" der Bedingungen auf den diversen KW-Bändern.
Dazu "hoppt" mein Sender, mit einem Watt HF out über die Bänder. Empfangsmäßig sind hier immer 6 RXe qrv. Empfangsdaten werden alle 2 min an das WSPR Net hochgeladen und sind dort abrufbar, gerade mal nachgesehen
database.jpg
Zu meiner Überraschung wurde ich von DP0POL/mm gehört (-7 dB würde locker für CW reichen), das Ist die "POLARSTERN" die die Sommerbesatzung zur Georg von Neumayer Station bringt, an Bord Felix, DL5XL der die Bake betreibt. Die heben aber noch ein paar Milen "vor der Brust".
pol.jpg
Einen unschätzbaren Vorteil bietet WSPR beim Antennenbau. Man kann zu jeder Tages- und Nachtzeit testen und bekommt ehrliche Raporte mit denen man was anfangen kann und das in jeder gewünschten Entfernung und Richtung. In der Karte sind die Ergebnisse der letzten Stunde angezeigt.
Interessieren würde es mich daher wie weit Du auf 12m mit einem per Sprache modulierten Signal kommst, sprich USB bzw. LSB. Und mit welcher Leistung. Vielleicht könntest Du das auch mal verifizieren. Danke.
Zu früh bedankt :D Ich habe hier alles was man so zum Funken braucht, ausser Mikrofone... Phonie macht mich nervös, ich telefoniere auch sehr ungern, ich lasse lieber meine Finger sprechen..hi.hi

Den Test kann ich nur in CW machen, habe ich gerade versucht, aber sowohl 10 als auch 12m sind hier tot, keine Antwort auchf CQ auch keine RBN Spots, muss ich nachreichen.

73 Joe
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Re: Wellenausbreitung ( Theorie und Praxis )

#48

Beitrag von Vertical »

Ich kann schon lesen, Meister. Mich interessiert lediglich ein Fakt, nicht Deine Simulation!
Sie haben technische Probleme? Ihnen steigt Ihre Frau aufs Dach weil die Antenne zu groß ist? Vertrauen Sie einem lizensierten Funkamateur. Wenn vorher technisch nichts ging, nach meiner Beratung geht garantiert GARNICHTS mehr und ihre Frau ist weg. 😂

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Re: Wellenausbreitung ( Theorie und Praxis )

#49

Beitrag von Krampfader »

DF2JP hat geschrieben:
Fr 25. Dez 2020, 12:25
Ich habe hier alles was man so zum Funken braucht, ausser Mikrofone... Phonie macht mich nervös, ich telefoniere auch sehr ungern, ich lasse lieber meine Finger sprechen
Alles klar Joe (DF2JP), vielen Dank für Deine ausführliche Erklärung. Dann sind aber unsere beiden Ergebnisse bezüglich Reichweite absolut nicht vergleichbar. So gesehen würde meine Sprach-Aussendungen auch noch auf dem Mond zu hören sein, in 400.000 km Entfernung, alles nur eine Frage der Empfangsantenne, siehe: https://scitechdaily.com/images/Arecibo-Observatory.jpg

Trotzdem weiterhin viel Spaß am Funk, in welcher Form auch immer!

Ich klinke mich hier jetzt aus und wende mich wieder unseren CB-Rekordfunkern zu, unterstütze sie wo es mir eben möglich ist.

Schöne Feiertage noch!

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Re: Wellenausbreitung ( Theorie und Praxis )

#50

Beitrag von DF2JP »

Hallo Andreas,

WSPR würde vermutlich im CB-Band nicht funktionieren, nicht wegen des Bandes sondern wegen der zu großen Frequenzdrift der Geräte.
Bei WSPR2 braucht man über den Zeitraum von 2min eine Frequenzstabilität < 3 Hz in SSB, da wird es eng.

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Re: Wellenausbreitung ( Theorie und Praxis )

#51

Beitrag von Krampfader »

13DAX66 hat geschrieben:
Fr 25. Dez 2020, 16:32
Der Zusammenbruch hat dem Ausdruck Bodenwelle eine ganz neue Bedeutung gegeben :dlol:
Welcher Zusammenbruch ??
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Re: Wellenausbreitung ( Theorie und Praxis )

#52

Beitrag von DL4YBL »

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Re: Wellenausbreitung ( Theorie und Praxis )

#53

Beitrag von Krampfader »

DL4YBL hat geschrieben:
Fr 25. Dez 2020, 16:48
https://m.youtube.com/watch?v=ssHkMWcGat4
Danke. Spektakulär. Schade um das schöne, wertvolle Instrument der Lichtarchäologie.

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Re: Wellenausbreitung ( Theorie und Praxis )

#54

Beitrag von Kanalratte I »

Krampfader hat geschrieben:
Fr 25. Dez 2020, 17:15
DL4YBL hat geschrieben:
Fr 25. Dez 2020, 16:48
https://m.youtube.com/watch?v=ssHkMWcGat4
Danke. Spektakulär. Schade um das schöne, wertvolle Instrument der Lichtarchäologie.

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Das war ein Instrument der Radioastronomie. Was soll Lichtarchäologie überhaupt sein?
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#55

Beitrag von Krampfader »

Kanalratte I hat geschrieben:
Fr 25. Dez 2020, 17:29
Das war ein Instrument der Radioastronomie. Was soll Lichtarchäologie überhaupt sein?
Astronomen bezeichnen sich selbst gerne als Lichtarchäologen. Ist doch das Licht welches ihre Instrumente erreicht oft Millionen Jahre unterwegs bzw. alt. Und für Astronomen ist alles "Licht", angefangen von kurzwelligem Gamma bis hin zu Radiowellen.

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Re: Wellenausbreitung ( Theorie und Praxis )

#56

Beitrag von 13DL04 »

Das Radioteleskop hat nur zwischen 3cm und 1m Wellenlänge Radiosignale empfangen, also nichts mit Licht. :roll:
73' "HORNSBY" (Wer Klartext redet, riskiert verstanden zu werden.)
Man kann alle Leute einige Zeit zum Narren halten und einige Leute allezeit;
aber alle Leute allezeit zum Narren halten kann man nicht. (Abraham Lincoln)

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Re: Wellenausbreitung ( Theorie und Praxis )

#57

Beitrag von Krampfader »

Krampfader hat geschrieben:
Fr 25. Dez 2020, 17:40
für Astronomen ist alles "Licht", angefangen von kurzwelligem Gamma bis hin zu Radiowellen.
13DL04 hat geschrieben:
Fr 25. Dez 2020, 19:27
Das Radioteleskop hat nur zwischen 3cm und 1m Wellenlänge Radiosignale empfangen, also nichts mit Licht. :roll:
Sichtbares Licht ist elektromagnetische Strahlung, für die das menschliche Auge sensitiv ist. Ansonsten unterscheidet sich Licht nur in der Frequenz bzw. Wellenlänge von anderer elektromagnetischer Strahlung.
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Re: Wellenausbreitung ( Theorie und Praxis )

#58

Beitrag von DL4YBL »

... und warum gibt es optische Teleskope und Radio-Teleskope?
vy 73 de DL4YBL (Horki)

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Re: Wellenausbreitung ( Theorie und Praxis )

#59

Beitrag von Krampfader »

DL4YBL hat geschrieben:
Fr 25. Dez 2020, 19:45
... und warum gibt es optische Teleskope und Radio-Teleskope?
Weil jede Wellenlänge seine eigene Antenne benötigt, sprich die elektromagnetische Strahlung wird in beiden Fällen durch einen Spiegel (Reflektor) gesammelt, gebündelt und auf einen in der jeweiligen Wellenlänge sensitiven CCD-Chip projiziert. Hier nur als Beispiel eine Aufnahme des ALMA-Radiotelekopes:

Bild
Bild
Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Atacama_L ... eter_Array

Ihr müsst Euch einfach von der Vorstellung lösen dass sichtbares Licht etwas "Besonderes" ist. Nur weil wir Detektoren (Augen) dafür haben. Sichtbares Licht unterscheidet sich vom Spektrum darüber und darunter lediglich in Wellenlänge/Frequenz.

Andreas 🎄

PS: Die Evolution hat "Licht" für uns "sichtbar" gemacht weil 1. unser Zentralgestirn (Sonne) hauptsächlich im Bereich von sichtbarem Licht strahlt und 2. weil bei dieser kurzen Wellenlänge die Auflösung hoch genug ist und 3. die "Antennen" (unsere Augen) klein genug ausgeführt werden können. So bräuchten wir z.B. für Ultra-Kurzwelle riesige Augen und könnten damit die Umgebung/Gegenstände trotzdem nur schemenhaft erkennen.
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Re: Wellenausbreitung ( Theorie und Praxis )

#60

Beitrag von 13DL04 »

Ach ja, und du wirfst alles in einen Topf...? Kann man machen, aber dann ist es halt Schei...e?

Wie sagte schon Pipi Langstrumpf: "Ich mach mir die Welt, wie sie mir gefällt!"
73' "HORNSBY" (Wer Klartext redet, riskiert verstanden zu werden.)
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