1 Watt erlaubt ?

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Re: 1 Watt erlaubt ?

#76

Beitrag von DocEmmettBrown »

DL6WAB hat geschrieben:
Sa 17. Okt 2020, 15:36
- ein Nichtfunkamateur eine Funkanlage für einen bestimmungsgemäßen Zweck (z.B. Amateurfunk) erwirbt, so verändert und betreibt, das damit außerhalb der bestimmungsgemäßen Verwendung (z.B. auf CB Frequenzen) gearbeitet werden kann. In diesem Fall erlischt die Konformitätserklärung. Er betreibt jetzt fahrlässig oder vorsätzlich eine Amateurfunkstelle und das ist bußgeldbewährt!
Dabei spielt es keine Rolle, ob er FA oder Zivilist ist. Ohne KE oder mit einer, die erloschen ist, hat die Büchse eigentlich auf CB und anderen Non-AFu-Bändern nichts zu suchen. - Was aber, wenn der gleiche Nutzer damit nur empfängt?

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criticalcore5711
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Re: 1 Watt erlaubt ?

#77

Beitrag von criticalcore5711 »

Ich muss einen Sprung in der Platte haben...

Wenn das betreiben einer Amateurfunkstelle ohne aktives senden in den für Amateurfunk freigegebenen Bereichen eine Ordnungswidrigkeit wäre, dürfte man nicht mal einen SDR Betreiben.

Der Empfang, egal welcher öffentlichen (Nein, BOS ist keine Öffentliche aussendung) CB, PMR, Freenet, LPD oder Amateurfunk frequenz kann auch mit einem Gerät für den Amateurfunk nicht als Owi gehandhabt werden.

Grund: ganz einfach, der Erwerb und Besitz eines Afu TRX ist NICHT verboten.

Wenn ich mir heutige Geräte anschaue, Beispiel einen IC-705 kann dieser bereits RX auf allen Frequenzen die für den Empfang öffentlicher (CB, Freenet, PMR, LPD, Afu) Frequenzen nötig ist.

So lange die PTT "Kalt" (ungedrückt) bleibt und ich nur die RX Funktion nutze ist das nix anderes als ein Empfänger für mich.

Was soll daran verboten sein?
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Re: 1 Watt erlaubt ?

#78

Beitrag von DocEmmettBrown »

criticalcore5711 hat geschrieben:
Sa 17. Okt 2020, 23:57
Was soll daran verboten sein?
Es geht nicht darum, ob es verboten oder erlaubt ist, sondern ob es erlaubt ist, wenn in der Konformitätserklärung das nicht ausdrücklich drinsteht. Daß das völliger Quark ist, das wissen wir alle, aber Jura hat oft genug nicht viel mit gesundem Menschenverstand zu tun. ;)

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Re: 1 Watt erlaubt ?

#79

Beitrag von criticalcore5711 »

Seit wann hat ein AFU TRX eine "Echte" Konformitätserklärung?

Bei meinem FT-857D ist das die letzte Seite der BDA, Kleingedruckt und bedeutungslos ans Ende geklatscht.

Im AFU gibt es sowas wie Konformitätserklärungen ja nicht so wirklich.
Was soll da auch drinstehen?

Die KE bei einem Afu TRX ist hinfällig so bald der Nutzer auch nur berechtigt ist Eingriffe am Gerät durchzuführen.

Damit sichert der Hersteller sich höchstens ab um am Markt nicht negativ aufzufallen. Bzw. Das Gerät kann so am Markt angeboten werden ohne das noch Modifikationen nötig sind um die Bestimmungen einzuhalten.

Sagt aber nichts darüber aus ob bei Modifikation des RX/TX nicht immernoch alles an Bestimmungen eingehalten wird.

Was hat eine Diode aus der Matrix mit dem Filter am Ausgang zu tun? Genau, NIX!

Die Geräte lassen sich durch einfache lötbrücken oder Software modifizieren. Das ändert aber nix an der Endstufe oder deren Filter. Also wenn RX/TX auf Nicht Afu Bändern aufgemacht wird heißt das nicht das gleich die KE für Afu erlischt. Vor allem dann nicht wenn es ein Afu OM macht der selbst für die Konformität verantwortlich ist. Ab dem Moment ab dem er die Mod. Vornimmt.
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Re: 1 Watt erlaubt ?

#80

Beitrag von DocEmmettBrown »

criticalcore5711 hat geschrieben:
So 18. Okt 2020, 00:41
Seit wann hat ein AFU TRX eine "Echte" Konformitätserklärung?
Brauchen industriell gefertigte Geräte, um auf dem EU-Markt verkauft werden zu dürfen. Du selber brauchst das nicht. Es sei denn, Du kaufst die Dinger ein, modifizierst sie und verkaufst sie dann massenweise wieder.

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Re: 1 Watt erlaubt ?

#81

Beitrag von criticalcore5711 »

DocEmmettBrown hat geschrieben:
So 18. Okt 2020, 00:46
Brauchen industriell gefertigte Geräte, um auf dem EU-Markt verkauft werden zu dürfen.
Ich weiß, daher schrieb ich ja:
criticalcore5711 hat geschrieben:
So 18. Okt 2020, 00:41
Damit sichert der Hersteller sich höchstens ab um am Markt nicht negativ aufzufallen. Bzw. Das Gerät kann so am Markt angeboten werden ohne das noch Modifikationen nötig sind um die Bestimmungen einzuhalten.
Zur zeit nur DX.
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Re: 1 Watt erlaubt ?

#82

Beitrag von DocEmmettBrown »

DL6WAB hat geschrieben:
So 18. Okt 2020, 09:23
11. „Inbetriebnahme“ die erstmalige Verwendung von Funkanlagen in der Europäischen Union durch ihre Endnutzer;
Genau das war meine Befürchtung, daß das Gesetz so, wie es geschrieben ist, gar keine Unterscheidung zwischen RX und TX macht. Will heißen: Wenn der Nicht-FA ein Funkgerät erwirbt und einschaltet, dann ist die Inbetriebnahme eigentlich schon erfüllt, auch wenn er damit nur hört. Man kann sogar noch einen Schritt weitergehen: Erwirbt der Nicht-FA z.B. einen Yaesu VX-6E, so muß er, um damit z.B. CB oder Rundfunk nur zu hören, das Gerät nicht einmal modifizieren, das kann es nämlich schon von Haus aus. Da es aber eindeutig ein AFu-Gerät ist und die beiliegende KE nichts über einen anderen Verwendungszweck aussagt, könnte ein Richter, der mit dem falschen Fuß aufgestanden ist, dies bereits als unzulässige Nutzung durch einen Nicht-FA deuten.
DL6WAB hat geschrieben:
So 18. Okt 2020, 09:23
Die KE ist für diese Funkanlage im Auslieferungszustand erklärt worden. Wird die Funkanlage legal (Funkamateur) oder nicht legal (Nichtfunkamateur) modifiziert, gilt die KE zwar noch, aber nicht mehr für dieses modifizierte Gerät. Verkauft der FA dieses modifizierte Gerät an den Nicht-FA, bringt er selbst eine (modifizierte) Funkanlage in Verkehr und der Nicht-FA hat, wen er das Ding in Betrieb nimmt, plötzlich eine "Amateurfunkstelle".
Dazu muß der FA das Gerät nicht einmal modifizieren. Da reicht es aus, daß das Gerät eindeutig als Amateurfunkgerät deklariert und beworben ist. Auch wenn in der BDA lauter Hinweise sind (z.B. Abbildungen des LCD mit typischen AFu-Frequenzen), wird jeder Richter davon ausgehen, daß es sich bei dem Gerät um ein AFu-Gerät handelt, auch z.B. beim o.g. Yaesu VX-6R.
DL6WAB hat geschrieben:
So 18. Okt 2020, 09:23
Aus diesem Grund verkaufen viele FA ihre Geräte (modifizierte oder selbstgebaute) über z.B. ebay, oft nur an andere FA weil sie sonst Gefahr laufen, ein (hier modifiziertes) Gerät in Verkehr zu bringen (wofür sie ja keine KE mehr haben). Sie müssten, damit die KE wieder passt, alle Modifikationen rückgängig machen und das Gerät in den Ausgangszustand versetzen.
Richtig, sehe ich genauso.

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Re: 1 Watt erlaubt ?

#83

Beitrag von Wolf »

Jürgen, nimms mir nicht übel, aber Deine Rumeierei zwischen FTEG, FUaG und jetzt AFuG bringt uns nicht weiter. Ich habe Dir weiter oben, um es "kurz zu machen", eine klare Frage gestellt, die Du nicht beantwortet hast (und auch der von Dir bemühte "Hersteller"war ja nun leider nicht in der Lage, Dir diesen Gefallen tun zu können. Nachdem Du Dich bisher erfolglos am alten FTEG und am FUaG abgestrampelt hast, holst Du jetzt das AFuG aus dem Hut. Von Amateurfunk war hier bisher überhaupt nicht die Rede. Wobei Dir ein Blick auf den Anwendungsbereich und die Begriffsbestimmungen schon mal deutlich zeigt,daß dieses Gesetz denkbar schlecht dazu geeignet ist, Deine kruden Thesen zum angeblich mit Bußgeld bedrohten Betrieb von Funkgeräten ohne Konformitätsbescheinigung zu stützen, für die Du bis heute keinen Beweis erbracht hast.

Deinen Ausführungen zum AFuG entnehme ich, daß Du wohl der naiven Vorstellung unterliegst,daß allein der Betrieb von Funkgeräten, die sich möglicherweise auf Amateurfunkfrequenzen einstellen/programmieren lassen, sozusagen automatisch das unbefugte Betreiben einer Amateurfunkstelle darstellt. Dem ist keineswegs so und es ist durchaus fraglich,ob der Betreiber allein dadurch schon zu einem Teilnehmer am Amateurfunkdienst i.S. des AFuG wird, mal abgesehen davon, daß das mit der Konformitätsbescheinigung herzlich wenig zu tun hat. Ich denke, daß mit solchen Schwurbeleien Einsteiger nicht unnötig verunsichert werden sollten.

Gruß
Wolf :-)
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Re: 1 Watt erlaubt ?

#84

Beitrag von 13CT011 »

Wolf hat geschrieben:
Mo 19. Okt 2020, 13:37

Deinen Ausführungen zum AFuG entnehme ich, daß Du wohl der naiven Vorstellung unterliegst,daß allein der Betrieb von Funkgeräten, die sich möglicherweise auf Amateurfunkfrequenzen einstellen/programmieren lassen, sozusagen automatisch das unbefugte Betreiben einer Amateurfunkstelle darstellt. Dem ist keineswegs so und es ist durchaus fraglich,ob der Betreiber allein dadurch schon zu einem Teilnehmer am Amateurfunkdienst i.S. des AFuG wird, mal abgesehen davon, daß das mit der Konformitätsbescheinigung herzlich wenig zu tun hat. Ich denke, daß mit solchen Schwurbeleien Einsteiger nicht unnötig verunsichert werden sollten.

Gruß
Wolf :-)
Hallo Wolf,

Jürgen hat der der Stelle völlig Recht: Jede Funkstelle, "die auf mindestens einer der im Frequenznutzungsplan für den Amateurfunkdienst ausgewiesenen Frequenzen betrieben werden kann" ist per Definition des AfuG eine Amateurfunkstelle.
Um sie betreiben (senden) zu dürfen, ist eine Zulassung zum Amateurfunkdienst und die Zuteilung eines Rufzeichens Voraussetzung. Nichts was du dazu "konstruierst" kann etwas daran ändern.

Der Betrieb außerhalb der national zulässigen Amateurfunkfrequenzen (zum Beispiel im CB-Funk) stellt nur einen zusätzlichen Verstoß gegen die Frequenzzuteilungen dar. Ich denke eher das die "Schurbeleien" einiger, die sich versuchen die Lage zurechtzubiegen und schönzureden, sie damit quasi verharmlosen, Einsteiger dazu verleiteten, für sie nicht legal benutzbare Gerätschaften anzuschaffen. Wenn sich jemand solche Geräte anschafft der lange beim Hobby ist und sich damit auskennt, weiß der in der Regel auf was er sich einlässt und was es ihn kosten kann. Einem Einsteiger die Sache derart "schönzureden" das er am Ende mit Geräten dasitzt die er gar nicht bedienen kann und er dann unter Umständen auf Frequenzen sendet wo er nichts zu suchen hat, ist zwar (leider) nicht strafbar, aber zumindest doch zumindest sehr unseriös.

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Re: 1 Watt erlaubt ?

#85

Beitrag von 13CT011 »

Wolf hat geschrieben:
Mo 19. Okt 2020, 13:37
Deine kruden Thesen zum angeblich mit Bußgeld bedrohten Betrieb von Funkgeräten ohne Konformitätsbescheinigung zu stützen
Das erlöschen der Konformität führt tatsächlich nicht unmittelbar zu einem Bußgeld. Allerdings dürften nahezu 100% dieser Geräte nach Modifikation Amateurfunkstellen werden. Und deren Betrieb ist nur Funkamateuren auf Frequenzen des Amateurfunks gestattet. :clue:

Das die tatsächliche Lage in DL anders aussieht und im CB Funk hauptsächlich Amateurfunkgeräte eingesetzt werden... Wenn die Betreiber wissen was sie tun und dort bleiben wo sie hin gehören... (und natürlich sollten sie auch wissen was passiert falls sie erwischt werden sollten)... dann sollen sie meinetwegen machen. Aber Einsteigern Legalität vorzugaukeln ist dann doch sehr fragwürdig :crazy: Die sollten wenigstens wissen was sie da tun :rolleyes:

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Re: 1 Watt erlaubt ?

#86

Beitrag von criticalcore5711 »

Man gehe mal von den eierlegende wollmilchsäuen an TRX aus. (FT-857D, FT-817 und Konsorten...)

Klar, Hub zu hoch, auf niedrigste Leistungsstufen gestellt (FT-857D) 1W zu viel, und die nebenaussendungen sind geringfügig höher als die für CB geforderten 54db. (50db beim FT-857D laut anleitung)

Abgesehen vom Hub sehe ich bei den 4db keine großen Probleme. Auch das eine Watt mehr an der antenne reißt es nicht raus.

Da sich aber viele gerne auch an ihren CB geräten am Hub zu schaffen machen um eine bessere Modulation zu bekommen, oft im Exportmodus oder Afu Modus eines CB Gerät arbeiten...

Wie soll die BnetzA da den Unterschied feststellen?

Legal ist anders, das trifft aber sowohl auf das modifizierte CB/Freenet/PMR gerät als auch auf den Afu TRX zu.

Beim Afu TRX brauchen die Leute nicht selbst Schrauben, der macht genügend Laute und gute Mod. Bringt gleichwertige oder bessere Unterdrückung der nebenaussendungen mit. Ist meist etwas besser im Empfang...

Ich sag mal so: Lieber einen Hochwertig verarbeiteten Afu TRX der bei vielen nun mal üblich ist als die billigen Chinadinger.

Wenn das für den jedermannfunk freigegeben würde, unter dem Vorbehalt das die Geräte abgesehen von der Erweiterung des frequenzbereich den für Afu vorgegebenen Standards entspricht wäre das die simpelste Lösung für alle!

Die Behörden müssten sich tatsächlich nur noch um Geräte kümmern die nicht den qualitativen Standard haben der nun mal von einem Afu gerät zu erwarten wäre.

Im Falle das wirklich NUR empfangen wird kann sowieso KEINER was dagegen machen. Der Besitz ist legal und die aussendungen öffentlich. Der Betrieb alleine , also das Antenne, Strom und Mikrofon angeschlossen sind und das Gerät auf Empfang steht kann überhaupt nicht strafbar sein. So lange man nicht sendet hat man keine Ordnungswidrigkeit begangen! Die Owi betrifft meines Wissens nach NUR das senden mit einem Gerät das nicht für diesen Zweck vorgesehen ist.

Ich wiederhole: Sons müssten SDR Sticks bzw. Weil es ja oft keine SDR sondern DVB-T sticks sind in der Verwendung als Empfänger für Afu Genauso verboten sein.
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Re: 1 Watt erlaubt ?

#87

Beitrag von criticalcore5711 »

Rede doch keinen Blödsinn!

Da steht und/oder empfängt!

Empfangen ist gegeben, antenne ist auch dran!

Ergo: selbst wenn es nicht so gehandhabt wird sind SDR Sticks (Software defined Radio! RADIO...) empfangsanlagen die ebenfalls unter das FuAG fallen müssten!
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Re: 1 Watt erlaubt ?

#88

Beitrag von 13CT011 »

DL6WAB hat geschrieben:
Mo 19. Okt 2020, 16:53

Der SDR Stick strahlt nix aus! Wenn nix strahlt, dann keine Funkanlage und keine Anwendung FuAG! :D Ich glaube, dass ist deshalb so definiert, dass niemand auf die Idee kommen und behaupten kann, meine Funkanlage ist keine, weil ich nur empfange. Wenn die Anlage senden und empfangen kann, ist es per Definition eine Funkanlage!
Wie auch immer die Gesetzteslage aussehen mag lieber Jürgen, die BNetzA schreibt dazu auf Ihrer Seite: "

Der Empfang von Amateurfunksendungen und der Besitz von Amateurfunkgeräten ist in Deutschland jedermann gestattet. Für den Betrieb eines Senders einer Amateurfunkstelle sind jedoch besondere Kenntnisse und eine Zulassung zur Teilnahme am Amateurfunkdienst mit personengebundener Rufzeichenzuteilung erforderlich."

Das bedeutet wohl, daß die Behörde selbst die Benutzung von Amateurfunkgeräten als Empfänger als legal ansieht, solange der Sender nicht benutzt wird.

Quelle: https://www.bundesnetzagentur.de/DE/Sac ... orderlich.

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Re: 1 Watt erlaubt ?

#89

Beitrag von criticalcore5711 »

Scanner fallen doch auch unter das FuAG. Eben weil der "Bestimmungsgemäße" Zweck der ist auf Frequenzen u.a auch Afu zu hören.

Für mich bedeutet und/oder gerade weil diese zwei Sätze getrennt sind das sowohl reine Sender (es gibt ja Konzepte bei denen RX und TX getrennt sind) als auch Sendeempfänger (Afu TRX wie heute üblich also sender und Empfänger in einer einheit) und reine Empfänger gemeint sind.

Verboten ist aber nur das nutzen des Senders wenn:
Keine Amateurfunkzulassung, außerhalb der Amateurfunkfrequenzen durch Jedermann gegeben ist.
Der Betroeb des Senders ist aber erst dann erfüllt wenn ein TRX durch drücken der PTT taste dazu Betracht wird den Sender einzuschalten.

Wie gesagt, den Unterschied stellen die vermutlich nur schwer fest. Und wenn aus technischen Gründen wie verbastelte, fehlerhafte und fehlende Filter. (Störungen) Zu viel hub, wobei das alle Geräte betrifft die man kaufen kann und das sozusagen schon ein "Kavaliersdelikt" ist damit man in der Runde ordentlich rüber kommt.
(Zeig mir einen der nicht mindestens 2,2kHz anstelle 2kHz macht... bzw. Es wird die Minderheit sein)
Oder extremer Leistung. (wo wir wieder bei Filter wären, Zetagi ohne Tiefpass hat den selben Effekt)

Ich nehme aber tatsächlich extremen Abstand von "Chinageräten", eine Baofeng habe ich hier liegen die vor sich hingammelt. Ungenutzt. Mit dem Ding hab ich ein mal bei mir selbst im TV Störungen gemacht beim drücken der PTT. Seit dem (5 Jahre) liegt das schrottgerät rum.


Einem Anfänger aber gleich einen Afu TRX in die Hand zu drücken oder zu empfehlen finde ich ebenso als schlechten Ratschlag.
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Re: 1 Watt erlaubt ?

#90

Beitrag von DocEmmettBrown »

DL6WAB hat geschrieben:
Mo 19. Okt 2020, 17:19
a) bestimmungsgemäß Funkwellen zum Zweck der Funkkommunikation [...] ausstrahlt und/oder empfängt oder
Das heißt, reine Empfangsanlagen fallen laut Gesetz definitiv darunter, wie man es auch dreht und wendet. In dem fraglichen Satz steht nämlich ein Oder und damit wäre auch der reine Empfang bereits erfüllt. Isso, Leute, da kommen wir auch nicht dran vorbei.
13CT011 hat geschrieben:
Mo 19. Okt 2020, 17:31
die BNetzA schreibt dazu auf Ihrer Seite: "

Der Empfang von Amateurfunksendungen und der Besitz von Amateurfunkgeräten ist in Deutschland jedermann gestattet. Für den Betrieb eines Senders einer Amateurfunkstelle sind jedoch besondere Kenntnisse und eine Zulassung zur Teilnahme am Amateurfunkdienst mit personengebundener Rufzeichenzuteilung erforderlich."
Das ist richtig, aber die BNetzA hat exekutiven Charakter und keinen legislativen. Nicht jede Behörde, die in Deutschland arbeitet, arbeitet auch nach dem Gesetz einwandfrei. Dafür gibt es tausende Beispiele.

Hier geht es erst mal nur um das geschriebene Gesetz. Daß in der täglichen Praxis die BNetzA bei reinem Empfang wegschaut, ist eine andere Baustelle. Aber solltest Du irgendwann mal wegen so etwas vor Gericht landen, bist Du unter Juristen und nicht mehr bei der BNetzA. ;)

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