Zetagi B300P defekt

Joachim
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Zetagi B300P defekt

#1

Beitrag von Joachim » Di 16. Jul 2019, 22:23

Hallo zusammen,
hab lange gesucht (Internet und Forum) und nichts gefunden. Daher hier die Frage.
Habe einen Zetagi B300P defekt gekauft. Verbaut waren 2 MRF455'er. Einer war defekt. Nachgeprüft mit Diodentest und HFE test. Hab 2 SD1446 gekauft. Ohne Veränderungen am Z. eingebaut - wenig bis 0 Leistung und einer recht schnell defekt. SWR war 1,5 (ja schlecht aber nicht zu schlecht).
Gut, nochmals 2 Transis besorgt... gleiches sprich kurz später einer defekt.
Hab demnach noch 2 SD1446'er (ungematched) will die aber nicht wieder zerstören.
So, nun meine Frage,
Ich hab einen Schaltplan vom Zetagi und nem KL300 (der hatte SD1446'er verbaut).
Kondensatoren 'über' den Transormern nachgemessen, die 5x270pF Ausgang des Z. passen bzgl. Kapa ( wollte dennoch einen 1.000 pF Glimmer verbauen, wäre das besser?), hab auch die 2x270pf K's am Eingangs Tranformer nachgemessen passen auch. Wollte noch die 180pF- Collector auf Masse - wie beim KL 300- einbauen und die 'Stromversorgung' (Bias Schaltung?) des Z. am Transformer / an der Basis der Transis auf Masse legen wie beim KL300. Alles ander durchgemessen 47nF und 168Ohm zwischen C und B hat zwar 52 nF, Widerstand passt. Die 52nF wären das einzige was nicht passt. Die 10Ohm, B auf E passen auch. Transformer auch durchgemessen - kein Durchgang auf Masse...

So nun an Euch, an was kann es liegen dass die Transis rausfliegen? Was könnte ich noch prüfen um die Transis nicht wieder gleich zu zerstören?
Danke für Info
Joachim

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Re: Zetagi B300P defekt

#2

Beitrag von Charly Whisky » Mi 17. Jul 2019, 01:03

Hallo,

kontrolliere, ob die Diode (1N54xx), die an den beiden Kollektoren gegen GND geschaltet ist, in Ordnung ist.

VG
Christian

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Re: Zetagi B300P defekt

#3

Beitrag von Foliant » Mi 17. Jul 2019, 22:28

Ich stell jetzt überhaupt erstmal die Frage nach der Herkunft der Transistoren in den Raum.

Die können im Diodentester 'schön' aussehen aber eben keine Funktion bei Hochfrequenz haben.
Ergebnis dann wie beschrieben: Keine Leistung und poff.
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Re: Zetagi B300P defekt

#4

Beitrag von Joachim » Mi 17. Jul 2019, 23:36

Hi Christian,
in der mir vorliegenden Version des Z. gibt es keine Diode von Kollektoren gegen GND. Nur eine Doide in der Ruhestromschaltung wobei diese Ruhestromschaltung für mich sehr fragwürdig ist...Wollte ich ja wie beschreiben 'abschalten' ausser mir erklärt einer warum die an einem RM KL300 nicht da ist und im Z. benötigt wird.....

@Foliant, ja das sind T.'s aus China. Kann natürlich sein dass die nicht korrekt funktionieren. Und, wie überprüfen?

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Re: Zetagi B300P defekt

#5

Beitrag von Charly Whisky » Do 18. Jul 2019, 10:10

Hallo Joachim,

findest Du auf der Platine irgendwo einen Revisionsstand?

Handelt es sich um die 303aZG?

VG
Christian

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Re: Zetagi B300P defekt

#6

Beitrag von Joachim » Do 18. Jul 2019, 22:32

Hi Christian,
Revisionsstand ist B300aZG.
Schaltung ist wie in folgendem Schaltplan dargestellt.
http://hamradio.online.ru/ftp/sch_b300p-s.gif
Gruß
Joachim

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Re: Zetagi B300P defekt

#7

Beitrag von Charly Whisky » Do 18. Jul 2019, 23:05

Okay,

kannst du beschreiben, wie die Transistoren „gestorben“ sind?

Kam denn überhaupt mal Leistung raus?

Hast du ein Netzteil mit Amperemeter benutzt?

Wieviel Strom hat die Endstufe ohne Ansteuerung aufgenommen?

Ansonsten können auch Kondensatoren einen Durchgang (0- Ohm), wenn sie defekt sind.
Alles gleichspannungsmässig ohne Endstufen durchmessen.

Viel Erfolg
Christian

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Re: Zetagi B300P defekt

#8

Beitrag von Joachim » Fr 19. Jul 2019, 00:10

Hi Christian,
Leistung kam ungefähr das raus was reinging, so 4 W +-2W wenn ich mich recht erinnere. Nach recht kurzer Zeit kam gar keine Leistung mehr.
Mein Eindruck ist, dass am meisten Strom von der Ruhestromschaltung verbraucht wird/wurde. Wie gesagt die wollte ich eigentlich 'stillegen' - verstehe nicht wozu die gut sein soll... aber das ist ein anderes Thema.
Ampermeter hatte ich nicht angeschlossen.
Ja, K's können auch 0 Ohm bekommen ich hab aber 'eigentlich' alle durchgemessen - auch auf Kapazität. Und die passen ganz gut ausser die beiden die wie beschrieben 52pF anstelle von 47pF haben (Diff. kann auch an meinem Messgerät liegen)...T's sind draussen.
Hmm
Gruß
Joachim

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Re: Zetagi B300P defekt

#9

Beitrag von Joachim » Di 23. Jul 2019, 00:04

Hallo
nachdem ich leider bisher keine für mich brauchbaren Antworten erhalten habe (nix gegen Dich Christian :) ) nachfolgend einfacher formuliert bzw. als multiple choice.

Bei bereits geposteter Schaltung was kann -wenn defekt- zur Zerstörung der Transitoren /eines Transistors führen?


Bedingung Input 4W, SWR 1,5.

A) C10 (150 pF) (bei Input Transformer)
B) T1 (Input Transformer)
C) C11, die 2x270pF am Ausgang Transformer
D) D7 und R15 (wollte ich ja stillegen:=
E) R19/22 (68Ohm) und C12/13 (47nF), C auf B
F) R20 (10 Ohm) B auf E.
G) C14, 5x270pF (1350 pF)
H) C15/16; 100nF
I) T2
J) Nach T2….


Mehrfach Nennungen bitte nur mit Priorisierung und Begründung.
Wenn keine der obigen Komponenten unter den genannten Bedingungen zu einem Defekt am Transisor führen können ist die Diagnose einfach, Transistoren taugen nix, oder?
Danke für Info.
...mei wie anstrengend und nein ich bin kein Lehrer... :-)

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Re: Zetagi B300P defekt

#10

Beitrag von Charly Whisky » Di 23. Jul 2019, 10:05

Oszilloskop zur Hand?

Zur Fehlersuche würde ich eine Trennung von Gleichspannung und Wechselspannung vornehmen.

Interessieren würde mich die Spannung an T1 eingangsseitig und ausgangsseitig. Ebenso das Verhältnis wechselspannungsmäßig am T1- Ausgang. Ist die Spannung symmetrisch zum Mittenabgriff (sowohl gleich- als auch wechselspannungsmäßig).

Die D7 würde ich checken, ebenso T2....

Oder schick die Kiste einem Funkdoc :holy:

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Re: Zetagi B300P defekt

#11

Beitrag von gernstel » Di 23. Jul 2019, 10:31

Um fragwürdige Transistoren zu prüfen, kannst Du zunächst mit dem Multimeter in Stellung Diodentest die B-E und die B-C-Diodenstrecken ausmessen, ob es überhaupt ein Transistor ist.

Um zu testen, ob es ein HF-Transistor ist, brauchst Du einen Frequenzgenerator und einen Pegelmesser, z.B. ein Ozilloskop.

Dann baust Du einfach einen Verstärker in Emitter-Schaltung auf, beispielsweise 100 Ohm Kollektorwiderstand und 5 kOhm C-B. Dann koppelst Du z.B. 10 mW aus dem Frequenzgenerator in die Basis und vergleichst den Pegel am Kollektor über die Frequenz. Vor schon vielen Jahren bekam ich eine Charge 2SC2078 mit einer Grenzfrequenz von 20 MHz, d.h., bei 20 MHz ging die Verstärkung auf 1 - das waren NF-Transistoren.
Wenn bei 30 MHz die Verstärkung noch deutlich höher ist, weißt Du schon einmal, dass es überhaupt ein HF-Transistor ist.

Um zu prüfen, ob es ein Leistungstransistor ist, könnte man dann eine KFZ-Glühbirne als Kollektorwiderstand nehmen und die Stromverstärkung eines über Vorwiderstand in die Basis eingekoppelten Stroms messen bzw. direkt am Leuchten der Glühbirne sehen. Man kann ja nicht ausschließen, dass ein freundlicher Chinese einen Kleinleistungs-HF-Transistor ins Gehäuse gesetzt hat.

Das soll jetzt nur das Prinzip zeigen, wie man mit amateurmäßigen Mitteln ganz grobe Fälschungen erkennen kann. Schäden wie durchgebrannte Emitter kann man leider nur aufwändiger prüfen.

Charly Whisky
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Re: Zetagi B300P defekt

#12

Beitrag von Charly Whisky » Di 23. Jul 2019, 16:07


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Re: Zetagi B300P defekt

#13

Beitrag von Joachim » Do 25. Jul 2019, 01:16

Hi zusammen,
@Christian, ich kenne das Video und btw., wenn man genau hinschaut sieht man, dass hier ein 27Ohm Wiederstand eingangseitig eingebaut ist, da vorher SD1446’er verbaut wurden….evtl. daher die schlechten Watt Werte?
Egal, Aus bzw. Einbau ist nicht das Problem, mehr wird da nicht gezeigt.

Die D7 ist io. T2 auch (Ferritte sehen gut aus und Durchgang auf Masse ist nicht vorhanden) und nachdem ich die Ruhestromschaltung sowieso rauswerfen wollte (mitteneingriff auf Masse) –kann mir einer erklären wozu die R.schaltung da ist?- ist es eh wurscht…
…. und dass man sich an nen Funkdoc wenden kann…….Danke!


@gernstel, vielen Dank. Ozi wäre vorhanden aber kein Frequenzgenerator…und HFE, Diodentest …wurde alles durchgeführt. Sonst hätte ich ja den Defekt der 2 T’s nicht nachmessen können…

Fazit: Wenn ich die T’s in eine Schaltung einbau wo ich weiss, dass die ‚Schaltung‘ sonst funktioniert und das Resultat nicht passt müssen die T’s nio sein. Das brauche ich dann gar nicht mit Ozi und F.generator vorher geprüft haben…….. Daher die obigen Fragen WAS zu einem defekt der T’a in der Schaltung führen kann… und die Messung dieser Komponenten ist alles mit einfachem Messwerkzeug zu bewerkstelligen….(ausser es gibt da was HF- spezielles…)
........HF ist für mich leider immer noch unverständlich :roll:
Gruß
Joachim

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Re: Zetagi B300P defekt

#14

Beitrag von Charly Whisky » Do 25. Jul 2019, 11:38

Naja,

bei "HF" beginnen manche Bauelemente zu "leben". Spulen bekommen - außer dem ohmschen Widerstand - eine frequenzabhängigen Widerstand, ebenso Kondensatoren....
Die Leiterbahnzüge entwickeln auch ein gewisses "Eigenleben" und überhaupt wird ein sonst langweiliges Leiterplattendesign wie ein Ameisenhaufen überraschend lebhaft :rolleyes:

Die Ruhestromschaltungen sind insofern wichtig, als dann Übernahmeverzerrungen vermindert werden können (Reduktion von Oberwellen an nichtlinearen Bauelementen wie Dioden oder auch Transen)

Deine Sichtweise scheint tatsächlich nur auf Gleichspannung fixiert zu sein, was die Fehlersuche nicht vereinfacht.

VG
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Re: Zetagi B300P defekt

#15

Beitrag von roter-baron » Do 25. Jul 2019, 11:50

Wegschmeissen !!!!
Auf DAUER hilft nur OM POWER und RG 214
Wieder QRV auf jeder Frequenz ohne Lizenz :mrgreen:
https://www.youtube.com/watch?v=1uBUbAM ... uBUbAMCwhQ
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