Wird das 2 m-Band (144-146 MHz) abgeschafft?

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Re: Wird das 2 m-Band (144-146 MHz) abgeschafft?

#31

Beitrag von DocEmmettBrown » Sa 29. Jun 2019, 04:16

Orion252 hat geschrieben:
Sa 29. Jun 2019, 03:22
Schon möglich, daß man schließlich dem Amateurfunk 200 kHz übrig lässt. Sonst müssten ja die ISS-Funkamateure beim Flug über die Region I abschalten. :clue:
Bin mir nicht sicher, ob das den Galliern nicht am Ende noch egal ist, wenn die ISS nimmer senden darf. Auf jeden Fall brüten die da irgendwas Gräßliches aus. Der REF ist schon alarmiert, aber von den ganzen anderen EU-Staaten weiß ich nicht viel. (Beim ÖVSV und bei der USKA hatte ich jedenfalls nichts gefunden und bei den Italienern auch nicht.)

Normalerweise müßten wir jetzt alle in Bussen mit gelben Westen nach Paris pilgern und dort bei einer Demo auf 2 m den Träger stellen. Na ja, vielleicht nicht ganz, aber irgendeine schlaue Idee wäre jetzt ganz nützlich. :clue:
Mindestens aber sollte die drohende Beschlagnahme des 2 m-Bandes (und auch 23 cm) in der Region 1 auf den Bändern diskutiert werden, damit die OMs vom drohenden Ungemach überhaupt mal erfahren.
Bild
Quelle: Wikiblödia
Ansonsten darf ich den englischsprachigen OMs hier im Forum diesen Artikel von der IARU wärmstens ans Herz legen, in concreto:

Das Frequenzband 144-146 MHz ist primär global dem Amateurfunk- und Amateurfunksatellitendiensten zugeordnet. Es ist das einzige weltweit harmonisierte UKW-Band für den Amateurfunk- und Amateurfunksatellitendienst. Als solches ist es ein wichtiger und weit verbreiteter Teil des Amateurfunkspektrums mit einer großen installierten Basis sowohl von terrestrischen / maritimen Amateurfunknutzern als auch von Systemen und operativen Satellitenstationen, einschließlich der Internationalen Raumstation (ISS).

Dieses stark genutzte Band unterstützt eine große Anzahl von Repeatern, Segmente für terrestrische und EME-Fernkommunikation (Erde-Mond-Erde), Satelliten- und ISS-Nutzung, Datendienste sowie konventionelle terrestrische und troposphärische Kommunikation. Der Primärstatus des Bands hat auch eine Reihe von Amateurfunk-Luftfahrtanwendungen ermöglicht, einschließlich bemannter Flüge und Höhenballons. Dies alles wird durch eine Vielzahl von kommerziellen und experimentellen Geräten unterstützt, die von extrem rauscharmen Vorverstärkern für empfindliche Empfänger, softwaredefinierten Funkgeräten und Sendesystemen reichen, die bei Bedarf hohe EIRP-Werte liefern können, um Übertragungswege, die mit hohen Verlusten behaftet sind, zu überwinden.

In Anbetracht der Ausbreitung zu / von einem Flugzeug in der Höhe ist es durchaus möglich, daß im Umkreis von 1.000 km eines einzelnen Flugzeugs schädliche Interferenzen mit empfindlichen Amateurfunkempfängern und Amateurfunksatellitenempfängern auftreten.


73 de Daniel

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Re: Wird das 2 m-Band (144-146 MHz) abgeschafft?

#32

Beitrag von DocEmmettBrown » Sa 29. Jun 2019, 06:13

Ergänzung:
Ich habe einen interessanten Beitrag aus Frankreich von F4FXL gefunden, den ich der Funkbasis nicht vorenthalten möchte. Darin heißt es übersetzt:
F4FXL hat geschrieben:Keine Information, ob der Vorschlag auf die Tagesordnung der WRC23 gesetzt wird oder nicht. Der einzige Hoffnungsschimmer, den ich sehe, ist der folgende Satz: „Die Untersuchung des RR unterhalb und oberhalb des Bereichs von 144 bis 146 MHz legt nahe, daß alternative Vorschläge entwickelt werden könnten, die ein weiteres Spektrum für die Luftfahrtanwendungen liefern könnten, ohne daß dies das Spektrum der Amateurfunkdienste beeinträchtigt.“ Dies sagt uns jedoch nicht, ob tatsächlich alternative Vorschläge gemacht wurden oder nicht.

In einem anderen Dokument werden alle Besprechungsteilnehmer aufgelistet. Betrachtet man nur die französischen Teilnehmer, so sind von 13 Teilnehmern 6 Vertreter von Unternehmen! Von 6 Unternehmensvertretern kommen 4 von Thales. Meine Interpretation ist, daß Thales wirklich Druck auf die CEPT ausübt, um das zu bekommen, was sie wollen.
Ich habe daraufhin nach Thales gesucht und folgenden Artikel bei Wikipedia gefunden. Danach ist Thales wohl im wesentlichen eine Rüstungsfirma. Weiter heißt es bei F4FXL:
F4FXL hat geschrieben:Zwei Personen sind von Interesse: Herr Mohamed Benseddik und Herr Ivan Martin. Beide Herren sind bei Thales für regulatorische Themen zuständig. Nach dem Namen Ivan Martin zu googeln bringt ein altes Dokument zum Vorschein, in dem Thales irgendwann 2012 bereits nach Frequenzen für seine Drohnen schrie, aber von einem Amateurfunk-UKW-Band noch keine Rede war.
Aus dem harmlos klingenden "mobilen Flugfunk", den man mindestens genauso gut auch mit LTE hätte umsetzen können, ist jetzt also eine militärische Anwendung geworden, für die sich LTE tatsächlich nicht eignet. Aus einem Amateurfunkband für Völkerverständigung droht ein Band zur Steuerung von (vermutlich bewaffneten und tödlichen) Drohnen zu werden. Na, Mahlzeit! :angry:

Wenn das mit Thales wirklich stimmen sollte, dann ist das 2 m-Band, wenn es soweit kommen sollte, komplett weg, aber incl. dem AFu der ISS! Thales wird mit Sicherheit keine sekundären Nutzer auf dem Band haben wollen, die womöglich noch 750 W oder je nach Land vielleicht noch mehr auf ihre Antennen ballern dürfen. Alles andere zu glauben wäre schlichtweg naiv.

Eines allerdings ist mir nicht klar: Für diesen Anwendungszweck reicht doch Region 1 niemals aus. Aber vielleicht verbirgt sich dahinter ja auch eine Salamitaktik und die beiden anderen Regionen sind später auch noch dran. Also auch wenn ich in Region 2 oder 3 lebte, würde ich mir jetzt trotzdem Sorgen machen. Schöne neue Welt! :angry:

Ich weiß nicht, ob das stimmt, was der französische OM recherchiert hat, aber zumindest einmal klingt es logisch und würde erklären, warum hier nach einem ganzen Band gelechzt und die Aufgabe nicht mit LTE o.ä. gelöst wird. Dennoch sind weitere Recherchen nötig, um zu sehen, ob sich der Thales-Drohnen-Verdacht entweder tatsächlich erhärtet oder aber auch wieder zerstreut, denn im Augenblick ist es erst mal nur ein (wenn auch logisch klingender) Verdacht.

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Re: Wird das 2 m-Band (144-146 MHz) abgeschafft?

#33

Beitrag von DocEmmettBrown » Sa 29. Jun 2019, 17:11

Augenblicklich keine wirklich neuen Nachrichten, aber in der Region 3 macht man sich ebenfalls Sorgen und auch die Amis (Region 2) verstehen die europäische Lethargie nicht. Das Thema ist auch in Reddit präsent.

In diesem Zusammenhang gibt es zwei laufende Petitionen auf change.org:
Keep 144-146 MHz band for Ham Radio
Stop the 2 Meter Band (144-146MHz) being taken away from Radio Amateurs

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Re: Wird das 2 m-Band (144-146 MHz) abgeschafft?

#34

Beitrag von gernstel » Sa 29. Jun 2019, 17:36

Wo kann man denn den Antrag stellen, den Bereich 137...144 MHz für Amateurfunk zu allokieren?
Drehen wir doch einfach den Spieß um.

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Re: Wird das 2 m-Band (144-146 MHz) abgeschafft?

#35

Beitrag von DocEmmettBrown » Sa 29. Jun 2019, 19:32

gernstel hat geschrieben:
Sa 29. Jun 2019, 17:36
Wo kann man denn den Antrag stellen, den Bereich 137...144 MHz für Amateurfunk zu allokieren?
Drehen wir doch einfach den Spieß um.
Du bist rotzfrech, weißt Du das wenigstens? :mrgreen: Aber im Ernst: Einer Erweiterung auf 148 MHz wie in Region 2 und 3 wären die OMs hier bestimmt nicht direkt abgeneigt. Laut Bandplan ist da derzeit noch:
146.01-148.39 MHz : 2-m Betriebsfunk (Eisenbahn, Energie, Taxi, Nahverkehr, Allgemein) : NFM
(Kann man alles durch Bündelfunk ersetzen.)

Thales hat weltweit laut Wiki 65.000 Mitarbeiter. Wieviele Funkamateure haben wir denn weltweit? %)

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Re: Wird das 2 m-Band (144-146 MHz) abgeschafft?

#36

Beitrag von KLC » Sa 29. Jun 2019, 23:31

DocEmmettBrown hat geschrieben:
Sa 29. Jun 2019, 19:32
Thales hat weltweit laut Wiki 65.000 Mitarbeiter. Wieviele Funkamateure haben wir denn weltweit? %)
Stefan , DL8STW, hat 2010 zur Anzahl der Funkamateure folgendes in seinem Blog gepostet:
Statistik zum Amateurfunk
Publiziert am 30. Oktober 2010 von DL8STW

Ein klein wenig Statistik zum Thema Amateurfunk:

Weltweit gibt es ca. 2.8 Millionen Funkamateure. Die meisten Funkamatuere kommen aus Japan mit ca. 1,2 Milionen. Deutschland kann nach Japan, USA, Tailand, und Süd Korea die fünft meisten Funkamateure mit ca. 80.000 zugelassenen Lizenzen vorweisen.
http://www.dl8stwblog.freiraumwelle.de/?p=1775

In Deutschland laut Bundesnetzagentur : 64.476 Funker , KLasse A & E , Andere Rufzeichen habe ich außer Acht gelassen.
:link:

Aber jetz mal Andreas rum in deiner Logik gedacht.
Laut Bundeswahlleiter :link: gibt es in Deutschland 60,8 Millionen Wahlberechtigte. Man sollte mutmaßen daß die meisten davon eine Schulbildung inklusiver auf Demokratie ausgerichtete politische Bildung genossen haben, und daraus im Abgleich mit den Erfahrungen im realen Erwachsensein ihre Schlüsse gezogen haben ......
:holy:
:sdown: DENKSTE , unsere Demokratie , unsere Soziale Sicherheit , die unsere Eltern und Großeltern erarbeitet haben und unsere Freiheit erscheinen immer mehr ausgemerkelt und werden letztendlich ausgemerzt.
Also die Masse macht es nicht. Und die Masse besticht keine Politiker , sondern hat leider zu sehr damit zu tun, daß der Kühlschrank voll wird ... und wenn es nur "Wegwerf-Lebensmittel" sind. :kotz:

Also müssen wir entweder "zur Bastille marschieren" , oder irgendwelchen Finanz-Faschisten unsere Frequenzen für die ausgereifte "Remote-Controle" fröhlicher Tötungs-Drohnen überlassen ..... :banane:
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Re: Wird das 2 m-Band (144-146 MHz) abgeschafft?

#37

Beitrag von DocEmmettBrown » Sa 29. Jun 2019, 23:55

KLC hat geschrieben:
Sa 29. Jun 2019, 23:31
Also müssen wir entweder "zur Bastille marschieren" , oder irgendwelchen Finanz-Faschisten unsere Frequenzen für die ausgereifte "Remote-Controle" fröhlicher Tötungs-Drohnen überlassen ..... :banane:
Muß ja nicht gleich die Bastille sein, aber kampflos der Firma Thales überlassen sollte man das Band nicht.

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Re: Wird das 2 m-Band (144-146 MHz) abgeschafft?

#38

Beitrag von KLC » So 30. Jun 2019, 00:43

Doch raus aus der Bude , weg vom Bildschirm und mit dem Arsch auf die Straße, von mir aus ne gelbe Weste überziehen.

Deine beiden Links zu den tollen Petitionen finde ich ja auch saugeil !! :banane: :banane: :laola: :laola:
DocEmmettBrown hat geschrieben:
Sa 29. Jun 2019, 17:11
in diesem Zusammenhang gibt es zwei laufende Petitionen auf change.org:
Keep 144-146 MHz band for Ham Radio
Stop the 2 Meter Band (144-146MHz) being taken away from Radio Amateurs
Und zwar deswegen:
Liebe Change.org-Nutzerinnen und -Nutzer, wir setzen auf Change.org Cookies ein, um Ihnen möglichst viele interessante Inhalte anzuzeigen. Weitere Informationen.
Riecht sehr nach Datengrabsch, Algorythmus, und Spamming .... saugeil !! :kotz:
Da schreibe ich meine Meinung wohl besser auf die Sitze öffentlicher Verkehrsmittel ! %)
Ist zwar Sachbeschädigung, aber der Sache wohl dienlicher als meine Meinung mit anderen auf einer virtuellen Halde für Meinungsmüll kundzutun.

Ich hätte doch das Altstadtfest hier in Saarbrücken für die Sache "spoilen" sollen.
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Re: Wird das 2 m-Band (144-146 MHz) abgeschafft?

#39

Beitrag von DocEmmettBrown » So 30. Jun 2019, 01:03

KLC hat geschrieben:
So 30. Jun 2019, 00:43
Liebe Change.org-Nutzerinnen und -Nutzer, wir setzen auf Change.org Cookies ein, um Ihnen möglichst viele interessante Inhalte anzuzeigen. Weitere Informationen.
Riecht sehr nach Datengrabsch, Algorythmus, und Spamming .... saugeil !! :kotz:
Kann man denn da nicht einfach den Privatmodus des Browser benutzen? :?

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Re: Wird das 2 m-Band (144-146 MHz) abgeschafft?

#40

Beitrag von KLC » So 30. Jun 2019, 01:44

DocEmmettBrown hat geschrieben:
So 30. Jun 2019, 01:03
Kann man denn da nicht einfach den Privatmodus des Browser benutzen? :?
:king: LATÜRNICH !!!
Dann landet deine Petition anonym auf der virtuellen Meinungs-Müllkippe. :laola:
Du nimmst ja auch nicht noch den TEXT-Marker für deine Adresse & Bankverbindung, wenn du deine Korrespondenz in die blaue Tonne stopfst ! :king:
SAARLAND
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Re: Wird das 2 m-Band (144-146 MHz) abgeschafft?

#41

Beitrag von DocEmmettBrown » So 30. Jun 2019, 02:06

KLC hat geschrieben:
So 30. Jun 2019, 01:44
DocEmmettBrown hat geschrieben:
So 30. Jun 2019, 01:03
Kann man denn da nicht einfach den Privatmodus des Browser benutzen? :?
Dann landet deine Petition anonym auf der virtuellen Meinungs-Müllkippe. :laola:
Unsinn! Du bist ja schon durch E-Mail und Name identifiziert.

Verteidigung ist in der Welt ein wichtiges Thema und ich habe auch Verständnis dafür, daß die Thales Group ihre Interessen wahrnehmen will. Das will jede Firma. Allerdings kollidieren hier die Interessen dieser Rüstungsfirma mit denen von uns Funkamateuren. Und da sollten wir eben auch unsere Ansprüche geltend machen. Wie heißt es doch so schön?

Der Klügere gibt nach...
...bis er der Dümmere ist.


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Re: Wird das 2 m-Band (144-146 MHz) abgeschafft?

#42

Beitrag von KLC » So 30. Jun 2019, 11:33

Daniel, mit dem Klügeren hast du recht !
Deswegen ist hier Eile & Handeln geboten!

Aber mit dieser "Online-Petition" bewirkst du meiner Meinung nach genau so viel , als ob du dein Klopapier beidseitig benutzt oder nicht. :lecker: :geil:
Halt als Bonbon obendrauf hast du was für den Umweltschutz gemacht. :banane:

:tup: Dann kannst du hier auch eine Umfrage im Forum starten , dient der eigenen Befriedigung und dem Solidaritätsgefühl , aber mehr auch nicht wirklich. Es werden sich vielleicht ein paar Leute mehr gedanklich damit befassen. :think:

Hier ist der Weg der Greta Thunberg doch eher der Königsweg , egal ob "alternative Medien" sie als Schulschwenzerin darstellen und die Menschen aus ihrem Umfeld als Nutznieser ihrer PR-Aktionen. Wir können alle(/nur) Vorteile von Thunberg's Handeln auskosten !!

Wir müssen halt auch mit dem Arsch auf die Straße , und keine Angst haben , dumm belächelt zu werden.
Da hat sie uns einiges vorraus.
SAARLAND
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Re: Wird das 2 m-Band (144-146 MHz) abgeschafft?

#43

Beitrag von OM Waldheini » So 30. Jun 2019, 11:49

Hallo,

bevor hier die "Glaskugel" zu sehr bemüht wird, hier das offizielle Statement dazu:

Stellungnahme zur aktuellen 2-m-Band Problematik
29.06.2019

Auf der Suche nach Frequenzspektrum für kommerzielle Datenkommunikation zwischen Luftfahrzeugen und Bodenstationen (Aeronautical Mobile Service; AMS) droht das 2-m-Band als potentiell geeignetes Band in die Untersuchungen für eine gewünschte neue AMS-Zuweisung mit einbezogen zu werden.

Zurzeit handelt es sich zwar „nur“ um einen diesbezüglichen Antrag Frankreichs an die CEPT Vorbereitungsgruppe (CPG19, Conference Preparatory Group und PTA, Project Team A, Untergruppe der CPG19) für die im Oktober 2019 stattfindende Weltfunkkonferenz (WRC-19) im ägyptischen Sharm El-Sheikh.

Sollte der Antrag in dieser Form jedoch auf der nächsten CPG19-Sitzung im August in Ankara genügend Unterstützung der 48 CEPT-Mitgliedsstaaten erhalten, hätte er gute Chancen, auch auf die Agenda der übernächsten WRC-23 zu gelangen.

In den vier Jahren bis zur WRC-23 würden dann die Funkverträglichkeitsbedingungen für eine zusätzliche AMS-Zuweisung im Bereich zwischen 144 MHz und 22.2 GHz in ITU-R Studiengruppen detailliert untersucht werden. Ergebnisse zu allen Aspekten dieser Untersuchungen wären ITU-R Reports und ITU-R Empfehlungen (Recommendation), die auch im Konsens der 193 ITU Mitgliedsländer zu erarbeiten sind.
Diese Dokumente, zusammen mit politischen Bewertungen, werden dann auf der WRC-23 zu einer Entscheidung führen, ob oder wie die ITU Radio Regulation (VO-Funk) in den entsprechenden Frequenzbereichen geändert werden.

Im gesamten Prozess wird die IARU, unterstützt durch regulatorische Experten der Mitgliedsverbände (DARC, RSGB usw…) versuchen, auf die Entscheidungen dieses Prozesses in Sinne des vollständigen Erhalts der bestehenden 2-m-Band-Zuweisung hinzuwirken.
Die entsprechenden Kosten dieses Engagements werden durch den Anteil an nationalen Mitgliedsbeiträgen getragen, den jeder IARU-Verband an die IARU überweist.

Allerdings, jetzt ist ein kühler Kopf angesagt: Bekanntlich haben unsere beiden Funkdienste (Amateur und Amateur-Satellite Service) im 2-m-Band primäre Zuweisungen. Wie bei jedem anderen der über 40 in den ITU Radio Regulations definierten Funkdienste sind mit einer solchen primären Zuweisung besondere Rechte auf einen störungsfreien Funkbetrieb verbunden.

Es gibt jedoch keine Ewigkeitsgarantie für diese Rechte! Jede WRC ist eine unabhängige Konferenz der ITU-Mitgliedsstaaten, bei der völkerrechtlich verbindliche Vereinbarungen getroffen werden, die im Range eines Staatsvertrags stehen. So wird beispielsweise die auf der WRC-19 im Konsens der 193 Mitgliedsländer beschlossene neue Version der ITU Radio Regulations (VO Funk) die heute gültige Version 2016 und alle vorherigen ersetzen.

Die Verwaltung jedes Mitgliedsstaats stimmt am Ende einer WRC formell der verabschiedeten neuen Version zu und veranlasst im nationalen Gesetzgebungsverfahren die vollständige, ggfs. auch teilweise Übernahme aller beschlossenen Änderungen in nationales Recht.

Was unternimmt nun die IARU (DARC, RSGB, NRRL usw.…)? Und was kann jeder einzelne Funkamateur beitragen, dass unser 2-m-Band nicht auf der Liste verbleibt, wenn im Oktober/November die WRC-19 über die Agenda der folgenden WRC-23 entscheidet?

Die IARU arbeitet bereits intensiv daran, bis August dieses Ziel zu erreichen. Dann tagt in der Türkei die Conference Preparatory Group (CPG) der CEPT als letztmalige Entscheidungsinstanz vor der WRC-19. Es hängt letztendlich davon ab, ob sich genügend CEPT-Verwaltungen (48!) in unserem Sinne dagegen entscheiden, den Frequenzbereich 144 – 146 MHz in den französischen Vorschlag einzubeziehen, bevor dieser zu einem gemeinsamen CEPT-Vorschlag wird. Das Kriterium lautet: Mindestens zehn CEPT-Länder müssen dafür sein, nicht mehr als sechs Länder dagegen.

Hier sind im weitesten Sinne alle Funkamateure gefordert. Es ist besonders wichtig, dass der Amateurfunk mit einer Stimme spricht. Einzelinitiativen, eventuell mit "direkten Drähten" nach Berlin und/oder Brüssel helfen da nicht weiter. Im Gegenteil, sie können massiv unserem Anliegen schaden, weil sie möglicherweise einem systematischen Vorgehen die Wirkungskraft nehmen.

Was wir aber alle tun können: Sicherstellen, dass auf dem 2-m-Band, wie auch auf den anderen Bändern, der Amateurfunk als eine wichtige gesellschaftliche Bereicherung wahrgenommen wird, der seinem gesetzlichen Auftrag (ITU Radio Regulation Artikel 25 und AFuG) angemessen nachkommt.

Inhalte und Stil von Amateurfunkaussendungen sollten von einer technischen und operativen Kompetenz bestimmt sein, Aus- und Eigenbildung von Jugendlichen und Erwachsenen hervorheben sowie technische Ideen und Lösungen beinhalten (WSJT, SDR-TRX, OSCAR, DATV, Funkwetter,
u.v.a.m.). Nicht zuletzt muss der Notfunk als einzige Kommunikations-Plattform bei Ausfall der öffentlichen Telekommunikation entsprechend herausgestellt werden.

Unterstützen wir deshalb die CEPT-Verwaltungen, die dem Amateurfunk aus diesen und anderen Gründen grundsätzlich positiv gewogen sind.
Es ist in unser aller Verantwortung, diese Sympathien mit unseren QSOs auf allen Bändern täglich neu bestätigen.
Letztlich wird kein einzelner Kopf darüber entscheiden, wie es mit dem 2-m-Band weitergeht: Entscheidend ist die Gesamtstimmungslage aller Verwaltungen.

Wann immer wir uns im Ringen um den erfolgreichsten Weg auseinanderdividieren (lassen), verlieren wir an Kraft in diesem ungleichen Kampf.
Wir haben gerade vor ein paar Tagen wieder vernehmen können, was bestimmten Investoren "1 MHz Bandbreite" wert ist.
Unser "Kapital" ist der gesellschaftliche Beitrag zum Einsatz und Vermitteln von technischem Wissen und Begeisterung für die Funktechnik über das gesamte derzeit nutzbare Frequenzspektrum (137 kHz bis 250 GHz). Das hat uns bisher die Privilegien gesichert, um die uns andere Funkdienste nur beneiden.

Auf der letzten PTA Sitzung vom 17. – 21. Juni 2019 in Prag wurde dieser französische Antrag bereits ein erstes Mal diskutiert.
Das Referat Frequenzmanagement des DARC ist über seine Präsenz und Mitarbeit in der Nationalen WRC-Vorbereitungsgruppe seit Jahren in die Entwicklung der deutschen Position zu Vorschlägen, die Amateurfunkbänder tangieren, eingebunden. Der DARC wurde deshalb vor der PTA-Sitzung von der BNetzA aufgefordert, eine Stellungnahme zum französischen Vorschlag (neben anderen Frequenzbändern neuerdings auch 144-146 MHz bei AMS-Neuzuweisungen zu berücksichtigen) abzugeben.

Die in unserer Stellungnahme aufgeführten Argumente und Bedenken haben zusammen mit weiteren formalen Einwänden der BNetzA dazu geführt, dass sich zunächst nur der deutsche Vertreter gegen die Einbeziehung des Frequenzbandes 144-146 MHz in Studien ausgesprochen hat.

Da der französische Antrag sehr kurzfristig vor der Sitzung eingebracht wurde, war es vielen Fernmeldeverwaltungen wohl nicht mehr möglich, eine interne Abstimmung herbei zu führen.
Wir brauchen auf der nächsten CPG Sitzung am 17. August in Ankara noch weitere fünf Fernmeldeverwaltungen (also insgesamt sechs), die gegen das Ansinnen Frankreichs stimmen. Auf der HAM RADIO hat es bereits eine Besprechung aller anwesenden IARU-Mitgliedsverbände hierzu gegeben.
Eine gemeinsame Strategie wurde dabei abgestimmt.

Christian Entsfellner
DL3MBG
DARC Vorstandsmitglied
RTA Vorsitzender

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Re: Wird das 2 m-Band (144-146 MHz) abgeschafft?

#44

Beitrag von DocEmmettBrown » So 30. Jun 2019, 19:22

Also zu allererst einmal ein ganz großes und gar riesiges Dankeschön an Dich für diese neuen Fakten! :tup: :tup: :tup:
Je mehr Daten wir haben, desto leichter kann man eine Strategie entwickeln. Ich versuche einmal, auf einzelne Punkte einzugehen.
OM Waldheini hat geschrieben:
So 30. Jun 2019, 11:49
Auf der Suche nach Frequenzspektrum für kommerzielle Datenkommunikation zwischen Luftfahrzeugen und Bodenstationen (Aeronautical Mobile Service; AMS) droht das 2-m-Band als potentiell geeignetes Band in die Untersuchungen für eine gewünschte neue AMS-Zuweisung mit einbezogen zu werden.
In jedem Fall wäre es sehr, sehr nützlich, zu wissen, was genau mit "kommerzieller Datenkommunikation" gemeint ist, in concreto ob der beabsichtigte Dienst tatsächlich zwingend auf dem 2 m-AFu-Band laufen muß oder ob man dafür andere Wege wie z.B. LTE oder gar das AM-Flugband einsetzen könnte. Bei der Gegenargumentation seitens der IARU und dessen Mitgliedern dürfte es wesentlich leichter sein, wenn man weiß, welche Funkdienste hier ganz konkret beabsichtigt sind.

Falls das stimmt, was der französische OM da ermittelt hat und was von anderen OMs ebenso gesehen wird (Stichwort Thales), könnte eine Argumentation schwierig werden. Will Thales dagegen "nur" in Kriegsgebieten Flugzeuge auf den Boden lotsen, dann gäbe es demnächst auch andere Lösungen wie die, die gerade vom DLR entwickelt würden. Warum ist das wichtig? In einem Fall könnte man Thales nämlich gleich eine Alternative vorschlagen, was den Standpunkt der IARU deutlich verbesserte, im anderen Fall würde es für uns halt schwierig. Zumindest wäre es für genau den Fall, daß wir nicht rechtzeitig herausbekommen, was Thales & Co. eigentlich genau vorhaben, hilfreich, mehrere alternative Pläne im Koffer zu haben, um bei der Konferenz irgendwann eine geeignete Argumentation fix und fertig vorbereitet in der Tasche zu haben.
Auch wenn ich hier LTE einwerfe: Für den Verteidigungsfall ist LTE eigentlich eher ungeeignet, das weiß ich natürlich auch.
OM Waldheini hat geschrieben:
So 30. Jun 2019, 11:49
Es hängt letztendlich davon ab, ob sich genügend CEPT-Verwaltungen (48!) in unserem Sinne dagegen entscheiden, den Frequenzbereich 144 – 146 MHz in den französischen Vorschlag einzubeziehen, bevor dieser zu einem gemeinsamen CEPT-Vorschlag wird. Das Kriterium lautet: Mindestens zehn CEPT-Länder müssen dafür sein, nicht mehr als sechs Länder dagegen.

Hier sind im weitesten Sinne alle Funkamateure gefordert. Es ist besonders wichtig, dass der Amateurfunk mit einer Stimme spricht. Einzelinitiativen, eventuell mit "direkten Drähten" nach Berlin und/oder Brüssel helfen da nicht weiter. Im Gegenteil, sie können massiv unserem Anliegen schaden, weil sie möglicherweise einem systematischen Vorgehen die Wirkungskraft nehmen.
Mit Verlaub, das sehe ich komplett konträr. Thales (oder wer auch immer dahintersteckt) hätte es dann mit genau einem Gegner zu tun und muß nur genau eine einzige Strategie entwickeln, um diesen Gegner auszuschalten. Das ist natürlich deutlich leichter, als wenn Thales gleich mehrere Baustellen auf dem Schachbrett hat, auf denen es zu argumentieren gilt. Die IARU und deren Mitgliedsverbände verdienen unsere einhundertprozentige Unterstützung, aber wenn noch weitere Kapazitäten und Strategien zur Verfügung stehen, die eine Verteidigung des Bandes unterstützen, sollten diese in jedem Fall wahrgenommen werden, ob das nun dem DARC gefällt oder nicht. (Und das sage ich als DARC-Mitglied.)
OM Waldheini hat geschrieben:
So 30. Jun 2019, 11:49
Was wir aber alle tun können: Sicherstellen, dass auf dem 2-m-Band, wie auch auf den anderen Bändern, der Amateurfunk als eine wichtige gesellschaftliche Bereicherung wahrgenommen wird, der seinem gesetzlichen Auftrag (ITU Radio Regulation Artikel 25 und AFuG) angemessen nachkommt.

Inhalte und Stil von Amateurfunkaussendungen sollten von einer technischen und operativen Kompetenz bestimmt sein, Aus- und Eigenbildung von Jugendlichen und Erwachsenen hervorheben sowie technische Ideen und Lösungen beinhalten (WSJT, SDR-TRX, OSCAR, DATV, Funkwetter,
u.v.a.m.). Nicht zuletzt muss der Notfunk als einzige Kommunikations-Plattform bei Ausfall der öffentlichen Telekommunikation entsprechend herausgestellt werden.
Damit bin ich 100% d'accord. Dennoch wüßte ich gerne, ob eine laute Stimme auf dem Band alleine schon ausreicht oder ob es noch weiterer Argumentationshilfen gegenüber der WRC-23 bedarf. Faktisch sieht es so aus: Thales sagt: "Wir wollen haben, weil..." und die IARU sagt: "Wir wollen behalten, weil..." Die WRC-23 guckt mit langen Gesichtern in die Akten und fragt sich: "Ei, was ist denn wichtiger? Militärische Nutzung und Arbeitsplätze oder ein paar Hobby-FAe?" Ich fürchte, da kann ich mir schon ausmalen, wie die Entscheidung ausgehen wird. Das Argument mit dem Notfunk zieht eigentlich nur dann, wenn drei Tage vor der WRC-23 irgendwo ein Erdbeben war und der AFu tatsächlich Leben gerettet hat, ansonsten wird dieses Argument eher weggewischt. Was die Aus- und Eigenbildung betrifft kommt es ganz darauf an, was für Köpfe da bei der WRC-23 sitzen; da hilft mir nicht mal meine Glaskugel weiter.

So leid es mir tut, aber in der öffentlichen Wahrnehmung steht AFu leider sehr schlecht da. Früher, also vor dem Handyzeitalter, waren wir angesehen. Heute werden wir als Ewiggestrige belächelt. Die meisten Bürger da draußen stellen sich bei dem Thema irgendwelche TRX aus den 70er Jahren vor. Digitale Betriebsarten wie D-Star, DMR oder C4FM oder gar Satelliten-, EME- und interplanetare Kommunikation können sich die meisten ebensowenig vorstellen, wie daß fast alle Astronauten der ISS FAe sind und daß man sich per AFu mit ihnen in ihrer Freizeit unterhalten kann. AFu wird in der Öffentlichkeit zumindest in Europa (in den USA ist das völlig anders!) als veraltet und verkrustet wahrgenommen - da müssen wir den Tatsachen einfach ehrlich ins Auge sehen. Hier liegt auch der Hase im Pfeffer, warum wir aus der neuen "Maker-Szene" fatalerweise kaum Nachwuchs rekrutieren können. Zwar sitzen bei der WRC-23 Leute, die sehr wohl wissen was AFu ist und die das auch zu würdigen wissen, aber ich fürchte, daß am Ende unterbewußt AFu eben doch als "Spielerei" abgetan wird, auch wenn z.B. die AMSAT-DL mit der NASA, der ESA und dem DLR eng zusammenarbeitet.

Die Idee, Jugendliche und Erwachsene für AFu zu gewinnen, ist zwar grundsätzlich völlig richtig, aber ich fürchte, da rennt uns ein wenig die Zeit davon. Der DARC und die anderen Verbände sollten meiner Ansicht nach massiv und mit energischem Nachdruck auf die Maker-Szene losgehen und versuchen, dort Neulinge für den AFu zu gewinnen. AFu und Maker-Szene gehören zusammen! Das würde das wahrnommene Bild von AFu in der Öffentlichkeit nachhaltig verändern, dies würde sich auch auf die WRC-23 niederschlagen und das würde sich zu unseren Gunsten auswirken. (Ob es reicht, weiß ich nicht, aber es wären immerhin Punkte für uns.)

Wenn AFu in den USA ganz anders wahrgenommen wird als bei uns, was genau machen die Amis denn anders? Kann man von den Amis lernen?
OM Waldheini hat geschrieben:
So 30. Jun 2019, 11:49
Wann immer wir uns im Ringen um den erfolgreichsten Weg auseinanderdividieren (lassen), verlieren wir an Kraft in diesem ungleichen Kampf.
Wir haben gerade vor ein paar Tagen wieder vernehmen können, was bestimmten Investoren "1 MHz Bandbreite" wert ist.
??? :shock:
OM Waldheini hat geschrieben:
So 30. Jun 2019, 11:49
Unser "Kapital" ist der gesellschaftliche Beitrag zum Einsatz und Vermitteln von technischem Wissen und Begeisterung für die Funktechnik über das gesamte derzeit nutzbare Frequenzspektrum (137 kHz bis 250 GHz). Das hat uns bisher die Privilegien gesichert, um die uns andere Funkdienste nur beneiden.
Dieses "Kapital" liegt aber größtenteils verstaubt in der Schublade. Und solange DARC & Co. nur irgendwelche Urkunden und Preise für irgendwelche (Verzeihung!) "blödsinnigen" Conteste an irgendwelche Steckdosenfunker vergeben, die noch nicht einmal das ohmsche Gesetz kennen und für die Prüfung nur auswendig gelernt haben, tue ich mich beim Glauben an das "Vermitteln von technischem Wissen" etwas schwer.
Pardon, man möge mir bitte meine harte Wortwahl nachsehen. Ich will hier niemandem zu nahe treten, aber das Bild des Amateurfunks in der Öffentlichkeit sieht halt nicht sehr gut aus.
OM Waldheini hat geschrieben:
So 30. Jun 2019, 11:49
Die in unserer Stellungnahme aufgeführten Argumente und Bedenken haben zusammen mit weiteren formalen Einwänden der BNetzA dazu geführt, dass sich zunächst nur der deutsche Vertreter gegen die Einbeziehung des Frequenzbandes 144-146 MHz in Studien ausgesprochen hat.
Will niemand hören, aber außer dem DARC und der REF hatte ich auf den ersten Blick bei anderen Verbänden keinen Piep von der drohenden Wegnahme des 2 m-Bandes gelesen. Da drängt sich mir die Frage auf, wie das die anderen Verbände der Region 1 sehen. Ein bißchen mehr Druck hätte ich da schon erwartet. :(
OM Waldheini hat geschrieben:
So 30. Jun 2019, 11:49
Eine gemeinsame Strategie wurde dabei abgestimmt.
Und wie lautet diese?

73 de Daniel

PS: Also nochmal: Es geht mir nicht darum, irgendwelchen Funkamateuren oder Verbänden auf die Füße zu treten. Mich interessiert nur, daß wir uns so darstellen können, daß es uns am Ende gelingt, das 2 m-Band zu behalten. Nur darum geht's! :tup:

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Re: Wird das 2 m-Band (144-146 MHz) abgeschafft?

#45

Beitrag von Kid_Antrim » Mo 1. Jul 2019, 09:23

Wieso müssen die überhaupt zwischen 144 und 146 mhz funken? Die können das drüber oder drunter machen. Ende der Diskussion :)

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