? Powerpoles ? Abschließende Entscheidungshilfen gesucht

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KLC
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? Powerpoles ? Abschließende Entscheidungshilfen gesucht

#1

Beitrag von KLC » So 5. Apr 2015, 08:25

Hallo Leute

ich mach mal hier noch einen Thread zu den Anderson Powerpoles auf.
Ich habe jetzt endlich vor , einen Teil meiner Geräte auf Powerpoles umzustellen.
Vorgesehen sind die breiterem Stromkabel-Anschluß (3pol. - Presi, Stabo , DNT alt u.Ä.). Ich spekuliere darauf , daß ich dabei nicht mehr so viel umarbeiten muß. Ich gehöre leider nicht zu den Hochleistungs- & Kraftfunkern, deswegen wird die kleinste Größe (PP 15) für mich die Richtige sein. Leitungsquerschnitt 2,5mm² , evtl1,5mm² habe ich vorgesehen.
:book: Da wollte ich mich an eueren praktischen Erfahrungen laben ,
und noch einige fragliche Fragen fragen:
- 1.) Ich als "Ex-Stripper" habe noch verschiedene Quetsch- & Preßzangen für Aderendhülsen und Kabelschuhe, kann ich davon welche für die Powerpoles nutzen ?
- 2.) Ich wollte die Kontakte 90° verdreht zueinander machen , ähnlich wie die Flachstecker bei den alten Mobilfunk- oder Autoradiogeräten dt. Hersteller. Hat sich bei den Funkern/Powerpole-Nutzern hier eine Anordnung/Polung durchgesetzt , die man übernehmen sollte ?
- 3.) Sollte doch 4² oder gar 6mm² benötigt werden , wollte ich, wenn nötig, die nächst stärkeren Verbinder (Größe 30 oder 45) wählen , die aber laut den spärlichen Infos hier mit den PP15 problemlos steckbar wären, wenn ich dasrichtig verstanden habe ...
Stimmt das ??
- 4.) Die President- und viele andere größere Funkgeräte haben 3polige Stecker, was m.E. dem Verpolungsschutz dienen sollte. Oder hat hier jemand ein praktisches Beispiel oder sinnvollen Zweck, den 3.Pol zu belegen ? Automatik-Teleskop-antenne?, (dimmbare)Instrumentenbeleuchtung?, "Zusatzgeräte"-Ansteuerung ?
:clue:

:clue: Rolf :wave:
SAARLAND
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Re: ? Powerpoles ? Abschließende Entscheidungshilfen gesucht

#2

Beitrag von DB1VT » So 5. Apr 2015, 10:44

hab bei mir auch alle 12 V geräte auf powerpole umgerüstet,
zu 1 : eine quetschzange für unisolierte kabelschuhe geht einigermaßen
zu 2 : ich hab mich hiernach gerichtet : http://www.darc.de/distrikte/c/10/notfunk/powerpole/
teilweise 2 mal übereinander, was eine erhöhte kontaktsicherheit gibt
zu 3 : ja passt, haben alle 3 das gleiche gehäuse
zu 4 : kann ich leider nichts sagen, mache geräte haben plus/minus und memory plus, schaltausgang für automatische antenne oder so ist mir bei funkgeräten unbekannt

gruß thomas

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KLC
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Re: ? Powerpoles ? Abschließende Entscheidungshilfen gesucht

#3

Beitrag von KLC » So 5. Apr 2015, 11:08

Bestellen bei WIMO ?
:clue: Oder gips da andere Bezugsquellen ? Bei unseren Sponsoren habe ich nix gefunden und im Electronic-LIDL mit dem großen C verirrt man sich bei Powerpoles nur mit der Suche im Elektronic-Ramsch.
:nono: Einen Anbieter hier an der Saar habe ich auch noch nicht entdeckt, weil man ja lieber kauft, was man schon vorher anfassen kann.

Dann habe ich ja noch was vor. :crazy:
Frohe Ostern :wave: Rolf
SAARLAND
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Re: ? Powerpoles ? Abschließende Entscheidungshilfen gesucht

#4

Beitrag von 13AT222 » So 5. Apr 2015, 11:21

www.Funkkiste.de

Stell Konsequent um. keine Mischsysteme. Schrumpfe Deine Stecker mit selbstklebendem Schrumpfschlauch ein. Nimm die 30 A Stecker und kauf Dir die Originalzange.
Geh generell bei der Auslegung auf großzügige Kabequerschnitte. Sonst strangulierst Du Dir von Anfang an an das bisschen Power was Du hast (Spannungsverluste in der Stromzuleitung)
73 lorenz

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Re: ? Powerpoles ? Abschließende Entscheidungshilfen gesucht

#5

Beitrag von tcxo » So 5. Apr 2015, 12:22

Mit der Original-Presszange bisher nur gute Erfahrungen gemacht. Die anderen (was man so alles hat wie z.B. für Aderendhülsen, Flachstecker usw.) gehen, sind aber nicht optimal. Oft hast Du damit Übergangswiderstände...
Und wenn Sponsor, dann bei Markus. Der kann Dir die, bestimmt auch neben einigen anderen, günstig besorgen.
Ich würde dann bei Deinen Anforderungen die 30A Varianten vorziehen, die gehen problemlos bis knapp über 2,5².
Gesendet mit der Kurbel meines OB-Apparates

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Re: ? Powerpoles ? Abschließende Entscheidungshilfen gesucht

#6

Beitrag von mibo666 » So 5. Apr 2015, 18:46

Ich bin da wohl nicht ganz unbefangen :lol:

Hier mal ein paar Tipps aus der täglichen Praxis:

Halte dich beim konfektionierten an die Vorgabe von ARES/RACES, von vorne betrachtet ist das rote Gehäuse rechts und die Kontaktzunge oben.
"Red is right and tongue up" Auf diese Art bis du mit allen anderen kompatibel, kannst auch mal Geräte oder Spannungsquellen tauschen.

Nimm den Kontakt der zu deinem Querschnitt passt. Am CB Gerät ist wohl selten mehr als 2,5mm² dran, eher 1,5 oder 1mm². Diese Kabel kannst du doppelt so lange abisolieren wie eigentlich notwendig und einmal umklappen. Beim 1,5er Kabel kann es sein, das du dann die 30A/4mm² Kontakte brauchst. Hängt vom Kabel ab, diese unterscheiden sich im Aufbau.

Die beiden kleinen Kontakte (15A/2,5mm² und 30A/4mm²) kannst du mit einer Zange für unisolierte Aderendhülsen verarbeiten. Das Profil der Zange muss rund sein, also ein U darstellen, die andere Seite ist eine Nocke. Den Kontakt so einlegen, das die Stoßstelle (wo der Kontakt zusammengefaltet ist) nach unten, also in die Rundung zeigt. Den Kontakt mittig quetschen.
Das geht recht gut, du musst nur aufpassen nicht zu verrutschen.

Die größeren Kontakte für 45A/6mm² lassen sich nur mit der TRIcrimp Zange verarbeiten. Es geht keine andere Zange, zumindestens habe ich in den letzten fünf Jahren noch keine gefunden.
Löten geht (außer bei den 45ern) auch, dabei sehr sorgfältig und vor allem sparsam mit dem Zinn umgehen.

Eigentlich darfst du ja am CB Gerät selbst keine Änderungen vornehmen, wenn das Gerät jedoch eine Buchse hat, wie ich es an einigen DNT Geräten schon gesehen habe, würde ich diese Buchse entfernen und das Powerpole Pärchen direkt ins Gerät einbauen. Dazu gibt es praktische Einbausätze, kann geklebt oder geschraubt werden. So ersparst du dir eine Fehlerquelle, reduzierst die Übergangswiderstände und es ist einfach sauber gemacht. Ist keine Buchse vorhanden, das Kabel auf ca. 5cm kürzen, Powerpoles drauf und mit 16mm Schrumpfschlauch umhüllen. Der Schrumpschlauch hat keine elektrische Funktion, die Powerpoles greifen sich aber viel angenehmer weil dann die Ecken rund sind. Jeder der schonmal barfuß auf einen Legostein getreten ist weiß was ich meine....

Rüste gleich deine ganzen Geräte auf einmal um, alle Netzteile, alle Batterien für den Portabelbetrieb. Mach ein Pärchen an die Autobatterie und eines ans Ladegerät, einfach überall wo du 12V hast.
Einen ganzen Shack mit Powerpoles auszustatten kostet erfahrungsgemäß 30-40€. Wenns eleganter werden soll, z.B. mit Verteilern usw wirds ein bisschen teuerer, je nach Geschmack.

Wenn alles "auf Powerpole ist", kannst du alles mit allem verbinden, das erleichtert vieles. Die Dinger sind verpolungssicher, fallen von alleine nicht auseinander, sind einfach praktisch.
Als Portabelfetischist habe ich alles mögliche an Steckern für mich durchprobiert, angefangen mit den Bananensteckern, Tamiya Norm, spezielle Modellbaustecker und diverser Kram aus dem Industriebereich. Dann habe ich die Powerpoles entdeckt und das hat die Suche beendet. Kein anderes Steckersystem hat so geringe Widerstände, ist so einfach zu verarbeiten und so extrem praktisch.
Und trotzdem kostet die Dinger weniger wie alles was ich bisher gesehen und probiert habe. Im schlimmsten Fall (Einzelkauf) zahlst du für ein Paar 15A Kontakte (Gehäuse rot, Gehäuse schwarz, zwei Kontakte, ein Verbinderpin) 1,50€

Schau dich mal im Shop um, die Adresse ist ja oben schon genannt worden. Fragen beantworten wir gerne, entweder hier oder auch am Telefon.

Gruß

MiBo

PS: Noch ein Tipp zur Zange: Such dir drei, vier Freunde die ebenfalls ihre Geräte umstellen wollen und kauft euch die Zange gemeinsam, dann kostet sie 10 bis 15,- und das ist gut angelegtes Geld. Das Arbeiten damit macht einfach Spaß und wirklich jede Crimpung ist perfekt.

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Re: ? Powerpoles ? Abschließende Entscheidungshilfen gesucht

#7

Beitrag von mauline » So 5. Apr 2015, 19:28

mibo666 hat geschrieben:Hier mal ein paar Tipps aus der täglichen Praxis:
Nach Zustimmung zu den bisherigen Hinweisen kann ich noch einen Tipp hinzufügen:

Bau dir möglichst von Anfang an ein paar Adapter:

- Zigarettenanzünder auf Powerpole
- Bananenstecker auf Powerpole
- 4mm Buchse (für Bananenstecker) auf Powerpole
- usw.

Damit kannst Du immer direkt auf Powerpole gehen und den Rest damit machen. Und es verhindert, dass wieder Insellösungen entstehen, bloss weil, das neue Netzteil 4mm Buchsen hat, oder die Funke an den Zigarettenanzünder soll.

Ist zumindest meine Erfahrung ...

Gruß, Mauline

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Re: Powerpoles

#8

Beitrag von 13CT925 » So 27. Mai 2018, 18:05

...ich hols mal wieder hoch, da ich mich auf der nächsten Ham endloch auch mal mit den Dingern eindecken will....

Hat es weitere "Erfahrungen" gegeben in den letzten drei Jahren?
Ansonsten sind ja schon gute Tipps hier zu lesen....

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Re: ? Powerpoles ? Abschließende Entscheidungshilfen gesucht

#9

Beitrag von KLC » So 27. Mai 2018, 18:57

Live & in Farbe wollt ich mir die auch holen.
Meine gewünschten "Praxis-Tests" konnte ich dann doch an ausrangierten Akkublocks kleinerer Meldeanlagen machen .

Habe sie aber letztendlich bestellen müssen.
Und da bin ich (elektronisch per www) zu Funk24 in Aachen.
Da hat irgendwie der Matthäus aus dem Forum die Finger drin , den habe ich dazu ausgefragt.
Zudem hatten die das beste praktische (sinnvolle) Angebot.

:wave: Rolf
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Re: ? Powerpoles ? Abschließende Entscheidungshilfen gesucht

#10

Beitrag von 13CT925 » So 27. Mai 2018, 19:57

Wenn ich vorübergehend ein 2. Gerät an eine Stromquelle hängen will, gibts Verteiler?
Oder muss ich mir einen Y-Verteiler stricken?

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Re: ? Powerpoles ? Abschließende Entscheidungshilfen gesucht

#11

Beitrag von KLC » So 27. Mai 2018, 20:40

Wie bei LEGO , oder zugeschaut und mitgebaut, oder dort bestellen.
Oder bastel gleich soviel wie nötig dran.
SAARLAND
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Re: ? Powerpoles ? Abschließende Entscheidungshilfen gesucht

#12

Beitrag von Krampfader » So 27. Mai 2018, 23:16

Eine Alternative zu den PowerPoles stellen die sogenannten "MPX-Hochstromstecker" dar. Diese Steckverbindung ist verpolsicher, günstig, kompakt, widerstandsarm und kann auf Dauer 35A ab (bzw. 60A für 30 Sek.). Weiters braucht man auch keine spezielle Zange, die Kabelanschlüsse werden einfach verlötet.

Bild
Quelle: http://www.nessel-elektronik.de/MPX-HOC ... ecker.html

Bild
Volle Auflösung: https://img2.picload.org/image/dodgldwa ... p10s5p.jpg

Grüße

Andreas
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Re: ? Powerpoles ? Abschließende Entscheidungshilfen gesucht

#13

Beitrag von MKB1 » Mo 28. Mai 2018, 02:21

Moin Andreas!
Krampfader hat geschrieben:
So 27. Mai 2018, 23:16
"MPX-Hochstromstecker"
Interessant. Kannte ich noch garnicht. Besser als die XT60?

Topic:

Ich hatte mir mal, weil ja so gehyped, bei Wimo ein Beutelchen PP mitbestellt und an meinen Akkus und "unterwegs"-Geräten verlötet.
Fand die Powerpoles etwas fischig. Die hielten zwar mit "Splint" nebeneinander, aber die gesteckten Verbindungen waren viel zu lose. Kurz mal am Gerät gewackelt - rutschte die Verbindung auseinander. Da kann ich nix mit anfangen.
Bin dann zurück zu Bananensteckern, ohne Gehäuse nur geschrumpft. Diese winzigen halt.
(https://nessel-elektronik.net/bilder/pr ... -Typ-S.jpg)

Hätte aber gerne etwas mehr zum Anfassen ;-) und finde die XT60 ganz interessant.


Gruß
Markus
narf

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Re: ? Powerpoles ? Abschließende Entscheidungshilfen gesucht

#14

Beitrag von forstmeister » Mo 28. Mai 2018, 07:33

Ich verwende XT90, aber im Modellbau. Die sind, wie auch die XT60 und je nach Qualität, manchmal etwas schwergängig.
Schau mal hier und suche dir was aus, es gibt viele, gute Verbinder aus dem Modellbau die hohe Ströme aushalten.

https://hobbyking.com/de_de/workbench-h ... r.html?p=1

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Re: ? Powerpoles ? Abschließende Entscheidungshilfen gesucht

#15

Beitrag von Krampfader » Mo 28. Mai 2018, 08:35

Mein Motto: Hauptsache es vergeht die Zeit

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