kriege nur schlechte Stehwellen hin

Scorp.ius
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Re: kriege nur schlechte Stehwellen hin

#16

Beitrag von Scorp.ius » Fr 20. Apr 2018, 22:38

die ist wohl 11m insgesamt. hier mal der Verkaufstext:
CB Funkantenne


Lambda HALBE Drahtantenne
1/2

Super bei Platzproblemen oder Antennenverbot
Abgestimmte CB Funkantenne
Von Kanal 1-80 , 27 Mhz
Eine Antenne ohne Spulen oder andere verlustbehaftete Bauteile
vertikal und horizontal montierbar.
PL Buchse.

Belastbar bis 150 Watt spitze.
Gewinn: etwa 3dB besser als jede Stabgeräteantenne bzw. genauso leistungsfähig wie jede andere Lambda/4 Dachantenne.
Länge gesamt etwa 11 m.d.h. 2 x 5,51 m.
Die Antenne ist so ausgelegt, das sowohl im Zimmer als auch im Dachboden oder im Freien gespannt, immer eine optimale Stehwelle (SWR) erreicht wird.
Versteckte Montage möglich, z.B. unter dem Dachboden, auf dem Balkon, am Fenster, in der Wohnung (nicht bei Stahlbetongebäuden), ideal auch für Garten, Camping, Wohnwagen, Segelboot sowie auf der Reise.
Aufgrund der flexiblen Bauform der ergeben sich nahezu unzählige Montagemöglichkeiten.
Ein Balun ist ein Ferritkern mit Drahumwicklung, gell? muss ich mal reingucken in den Kasten.

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Re: kriege nur schlechte Stehwellen hin

#17

Beitrag von 13Dk281 » Mo 23. Apr 2018, 14:38

Hallo Scorpius,
Danke für deine Angaben. Ich muss mich nur sehr, sehr wundern.
Hast du mal einen Link zum Artikel?
Es wird von Halbwellendipol gesprochen, aber die Antenne hat eine Länge von Lambda 1- das widerspricht sich!

Dann frage ich mich wie man auf die Idee kommt eine Vollwelle als normalen Horizontal o. Vertikalstrahler zu bauen.
Diese Bauform ist extrem ineffizient, ein Steilstrahler, überhaupt nicht für Weitververbindungen geeignet. Man spricht auch von "Wolkenwärmer".

Erstrebenswert ist immer eine möglichst flache Abstrahlung.

Vielleicht kannst du sie noch als Delta- Loop (Dreieck) oder Quad (Viereck) aufhängen, dann würde es wieder funktionieren. Gut sogar!

Oder die Enden auf ungefähr 2,25 kürzen- dann stimmt es wieder mit dem Halbwellendipol. Jedenfalls muss du jetzt irgendwas mit dem Ding anfangen...

Ich werde jedenfalls den Eindruck nicht los, das man dir einen Bären aufgebunden hat.
Hoffentlich hast du nicht zu viel für das Ding bezahlt!

Und bleibt noch die Frage ob ein Balun mit dabei ist...

Grüße und 73s,
Chris
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Re: kriege nur schlechte Stehwellen hin

#18

Beitrag von Scorp.ius » Di 24. Apr 2018, 00:20

Tja, gekauft habe ich das wohl von einem, der die selber gekauft, aber nicht benutzt hat. ( LINK ) auf dem Foto ist eine andere als meine abgebildet mit 44,- da war meine nun etwas günstiger. neu war die wohl wirklich, sah mir jedenfalls so aus. und ein Balun ist wenn ich nicht irre so ein Metallring mit Schlaufe drum, gell? da ist keiner drin, habe mal nachgeguckt.

einfach nur eine Drahtseite an "Innen" und eine Seite an "außen" der Buchse

also würd ich die mal kürzen auf jeweils 2,25, wa? Oder eben die Dreieck, Viereck-Nummer, aber da würde mir grad die Vorstellung fehlen, wie das genau auszusehen hätte.

hier noch ein Foto vom Innenleben des Kästelchens:

https://picload.org/view/dorrriri/kasten.jpg.html

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Re: kriege nur schlechte Stehwellen hin

#19

Beitrag von 13Dk281 » Di 24. Apr 2018, 07:10

Moin Scorpius,
Das Kästchen zur Einspeisung ist ja wohl ein Witz! Normalerweise solltest du dem Verkäufer sein Ding wieder vor die Füße knallen.
Aber du willst wahrscheinlich endlich QRV sein, oder?

Also bezüglich der "Dreiecks- Variante" (Delta Loop) musst du dir das folgendermaßen vorstellen:
http://dl6lim.darc.de/deltaloop.html
Als Anpassstück benötigst du nur ein Stück 75 Ohm (Fernseh) Koax- Kabel.
Ziemlich einfach zu bauen, und erstaunlich effektiv.

Hier ist auch noch die Quad- Variante abgebildet, und die Seite hilft dir beim berechnen der Längen, auch für einen Dipol: https://www.ws6x.com/ant_calc.htm

Es gäbe noch verschiedene andere Möglichkeiten. Du könntest dir z.B. eine Vertikalantenne bauen. Damit hättest du auch nicht mehr den verlustbringenden Polarisationsunterschieden zu den Gegenstationen.

Wenn du möchtest, schicke mir eine PN, dann können wir die Sache gern über einen Messanger weiterführen.

Grüße aus Wuppertal und 73,
Chris
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Re: kriege nur schlechte Stehwellen hin

#20

Beitrag von Krampfader » Di 24. Apr 2018, 07:45

Scorp.ius hat geschrieben:ich hab zumindest mal ne gute Stehwelle hinbekommen. Vorher stand die Antenne nur so lose rum. Also danke @Krampfader für den Hinweis mit dem PKW.
Gerne Scorp.ius

Derartige Antennen benötigen ein sogenanntes "Gegengewicht" aus Metall. Noch besser sollte es klappen wenn Du die SWR-Messung draussen am freien Feld durchführst. Unter dem (Blech)Dach (so wie auf Deinem Foto) klappt das mit dem SWR nämlich auch nur "suboptimal" ...

Bild
Quelle: http://funkbasis.de/viewtopic.php?f=47&t=45967#p507067

Deine " L/2 Drahtantenne" würde ich vorerst zur Seite legen und durch eine erprobte CB-Funk-Antenne ersetzen. Du hast ein schönes Haus, da bietet sich ein Mast+Stationsantenne an ...

Viel Glück!

Andreas
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Re: kriege nur schlechte Stehwellen hin

#21

Beitrag von guglielmo » Di 24. Apr 2018, 09:11

Ist das geschickt die Messungen direkt unter einem Carportdach mit Trapezblech vorzunehmen? Ich meine nur wegen reflektierter Wellen und interaktion mit dem Messobjekt und so. Bevor ich selber Stehwellenmessungen durch führe nehme ich einen 50 Ohm Dummyload um den Messaufbau Grundsätzlich zu prüfen. Desweiteren ist zu beachten das gute Stehwellen dann zustande kommen, wenn der komplexe Ausgangs- bzw. Eingangswiderstand des Transcievers mit Kabel mit dem der Antenne identisch ist. Um das zu gewährleisten empfielt sich eine Antennenanpassung durch einen sog. Tuner bzw. Matcher durchzuführen. Das dürfte insbesondere bei der magnetic Loop wichtig sein.

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Re: kriege nur schlechte Stehwellen hin

#22

Beitrag von ax73 » Di 24. Apr 2018, 10:35

Ein Halbwellendipol für 11m hat eine nominelle Länge von 5,50m was in der Praxis so bei 2,67m
pro Seite +/- zu einer brauchbaren Anpassung führt.
Ein Balun oder anderes Gedöns gehört da nicht rein. Der Dipol wird mit 50Ohm Koaxkabel gespeist.

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Re: kriege nur schlechte Stehwellen hin

#23

Beitrag von Kanalratte I » Di 24. Apr 2018, 12:24

ax73 hat geschrieben: Ein Balun oder anderes Gedöns gehört da nicht rein. Der Dipol wird mit 50Ohm Koaxkabel gespeist.
Wie kommst Du darauf? Natürlich braucht ein Dipol einen Balun. Der ist notwendig um vom Unsymmetrischen Coaxkabel auf die Symmetrische Antenne umzusetzen. Daher auch der Name Bal/Un (Balanced/Unbalanced) also ein Umsetzer von Symmetrisch zu Unsymmetrisch. Was man nicht braucht ist eine Impedanztransformation, daher verwendet man bei einem Dipol einen 1:1 Balun, 50 Ohm rein 50 Ohm raus, nur eben jetzt von Unsymmetrisch auf Symmetrisch umgebaut.
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Re: kriege nur schlechte Stehwellen hin

#24

Beitrag von Krampfader » Di 24. Apr 2018, 12:59

Kanalratte I hat geschrieben:Natürlich braucht ein Dipol einen Balun.
Als "Balun" bzw. "Mantelwellensperre" genügt bei einem Dipol u.U. eine Koaxialkabel-Luftspule, siehe Bauart "Gain-Master".

Grüße

Andreas
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Re: kriege nur schlechte Stehwellen hin

#25

Beitrag von guglielmo » Di 24. Apr 2018, 13:09

Bei einer perfekt gebauten Antenne für 11 Meter als Groundplane oder was weiß ich benötigt man natürlich keinen Matcher. Wenn man jedoch bastelt und, wie in diesem Fall auch eine Rahmenantenne (magnetic Loop) verwenden möchte ist dies Sinnvoll. Solche Antennen liefern normalerweise keine 50 Ohm. Ich selber passe immer manuell an, egal auf welcher Frequenz ich mit welcher Antenne arbeite. Ausnahmen sind VHF und UHF.

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Re: kriege nur schlechte Stehwellen hin

#26

Beitrag von Kanalratte I » Di 24. Apr 2018, 15:02

guglielmo hat geschrieben:Bei einer perfekt gebauten Antenne für 11 Meter als Groundplane oder was weiß ich benötigt man natürlich keinen Matcher. Wenn man jedoch bastelt und, wie in diesem Fall auch eine Rahmenantenne (magnetic Loop) verwenden möchte ist dies Sinnvoll. Solche Antennen liefern normalerweise keine 50 Ohm. Ich selber passe immer manuell an, egal auf welcher Frequenz ich mit welcher Antenne arbeite. Ausnahmen sind VHF und UHF.
Auf was beziehst Du Dich jetzt? Kein Mensch redet von einem Matcher oder Tuner, sondern wir haben gerade von einem BalUn Geredet. Zwei völlig unterschiedliche Sachen.
Einen Tuner/Matcher braucht man nur wenn man mit einer nichtresonanten Antenne Arbeitet. Das ist etwas völlig anderes als ein Balun der die Symmetrierung der Antenne übernimmt. Ein Matcher verheizt jede Menge Sendeleistung, und ist nur dann Sinnvoll wenn die Antenne aus anderen Gründen nicht resonant betrieben werden kann (Multibandantenne etc).
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Re: kriege nur schlechte Stehwellen hin

#27

Beitrag von ax73 » Di 24. Apr 2018, 16:02

Kanalratte I hat geschrieben:Wie kommst Du darauf? Natürlich braucht ein Dipol einen Balun...
Nein braucht er nicht da er im Speisepunkt schon eine Impedanz von 50Ohm hat.
Mehr dazu bei Bedarf hier.

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Re: kriege nur schlechte Stehwellen hin

#28

Beitrag von DocEmmettBrown » Di 24. Apr 2018, 16:22

Kanalratte I hat geschrieben:Natürlich braucht ein Dipol einen Balun. Der ist notwendig um vom Unsymmetrischen Coaxkabel auf die Symmetrische Antenne umzusetzen.
Braucht der Dipol nicht zwingend, wäre aber besser, weil er sonst "schielt".

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Re: kriege nur schlechte Stehwellen hin

#29

Beitrag von funkfan » Di 24. Apr 2018, 17:30

Man man man da wird wieder so vieles durcheinander gebracht grausam!

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Re: kriege nur schlechte Stehwellen hin

#30

Beitrag von guglielmo » Di 24. Apr 2018, 17:51

Ein Halbwellendipol hat eher 70-75 Ohm wenn er gestreckt ist und 240-300 Ohm wenn er gefaltet ist.
http://www.amateurfunk-wiki.de/index.ph ... _dem_Dipol

Wird dieser als Vertikalstrahler ausgeführt entsteht eine Groundplane mit einem Widerstand von 30-50 Ohm.
http://www.amateurfunk-wiki.de/index.ph ... roundplane

Ein Tuner bzw. eine Matchbox hat Wärmeverluste, keine Frage. Wieso jedoch ein BALUN diese nicht haben soll erschließt sich mir nicht wirklich. Ein BALUN besteht aus Spulen mit verlustbehafteten Drähten. Hierzu wird der magnetische Fluss durch einen Ferritkern geleitet wobei ebenfalls Wärme erzeugt wird, auch wenn es sich nur um den resultierenden Fluss durch einen Mantelstrom handelt. Genau deshalb muss man einen BALUN für bestimmte Leistungen auslegen. Bei einem TUNER kommen lediglich noch Kondensatoren hinzu. Im Tuner werden meistens Luftspulen verbaut. Hier existieren keine Metalloxidkerne die Verluste erzeugen. Im Idealfall wird eine Impedanztransformation alleine nur mit Spulen und Kondensatoren durchgeführt und die Verluste, sprich Wärmeentwicklung hält sich dabei sehr in Grenzen.

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