Handfunk in den Bergen

Krampfader
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Re: Handfunk in den Bergen

#46

Beitrag von Krampfader » Do 4. Jan 2018, 11:51

guglielmo hat geschrieben:Ich selber würde bei diesem Einsatz die Finger von DMR lassen. Es ist nur eine verwirrende Option zusätzlich. Beim starken Rauschen kann man analog noch ein bischen verstehen während die digitale Übertragung schon lange zusammen gebrochen ist.
Stimmt. Sehe ich genauso. Macht alles nur komplizierter. Ich würde auf günstige, leistungsstarke, robuste aber vor allem einfache Geräte setzen. Es geht ja primär nicht ums "Funken" sondern nur darum beim Wandern in Kontakt zu bleiben. An der Reichweitengrenze hilft bei stark verrauschtem Signal die sogenannte "Compander"-Funktion. Ich würde mich daher für folgendes Industrie-Gerät entscheiden: Tytera bzw. TYT TC-3000A (alias Retevis RT1), siehe: https://www.amazon.de/review/R2T0KZIY4Y ... tore=ce-de

In obigem Link wird auch ausführlich mittels Video erklärt wie man die Dinger programmiert und worauf es ankommt. Ich selber besitze zwei dieser Geräte, meine besten (analogen) "Pferde" im Stall, speziell mit der beigelegten längeren Antenne ...

Siehe auch: http://tyt888.com/?mod=product_show&id=49 ... gibts bereits zum Stückpreis von EUR 44,-- inkl. Versand, siehe: https://www.ebay.de/itm/TYT-TC-3000A-10 ... SwR6RZ9CPG

Programmier-Kabel würde ich unbedingt folgendes empfehlen (macht keine Treiberprobleme unter Windows): https://www.pmr-funkgeraete.de/Funkgera ... :2406.html

Für Euch als zukünftige Amateurfunker bestimmt eine Option ...

Grüße

Andreas

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Re: Handfunk in den Bergen

#47

Beitrag von Yaesu FT857D » Do 4. Jan 2018, 17:22

Hier scheinen zu dem Thema "Gebrauch eines HFGs in rauer Umgebung" die Welten von Befürwortern von analogem FM und digitalem DMR (C4FM usw.) aufeinander zu prallen...?

Meiner Meinung nach, sind viele Befürworter von analogem FM nicht erfreut darüber, dass viele neuen Funkgeräte (Mobil, Home, Handfunk) programmiert werden müssen
und insbesondere die Funkgeräte, welche Analog und Digital können.
Da muss man sich mit dem Computer beschäftigen, auch einige PC-Freaks geben irgendwann genervt auf....
Insbesondere wenn man mit seinem "störrischen" (alten) Windowssystem nicht weiterkommt.
Das liegt häufig daran, dass viele neuere chinesischen Funkgeräte bzw. aus chinesischer Produktion, nur ab Win 7 programmiert werden können.
Aber auch (wie schon Wasserbüffel angemerkt hat), die manchmal verkorkste FW und/oder SW der Hersteller.
Das so manches Gerät nicht auf Anhieb funktioniert, wie man es von früheren Geräten gewohnt ist, dürfte hinlänglich bekannt sein?
Da klemmt es mal bei der Modulation, mal beim Akkuladegerät usw....
Aber dafür sind wir Funkamateure da, um selbstständig solche "Fehler" an unseren Geräten beheben zu können und auch sollen!
Da kann ich mir auch gleich ein doppelt und dreifach so teueres PMR oder CB-Funkgerät kaufen, welches mir fix und fertig geliefert wird...

"Ohne Fleiss keinen Preis"

Aber was bringt mir das als Anwender auf einer Wanderung in den Karpaten (so wie es der TE vorhat),
wenn dort plötzlich auf PMR und erst recht auf CB-Funk einer reinquasselt, der dort u.U. gar nichts verloren hat, bzw. Störungen (ähnlich PLC) vorhanden sind?
Da kann man nicht einfach mal schnell die Frequenz wechseln (vorausgesetzt man hat Ausweichfrequenzen/Kanäle vereinbart).
Man kann nicht einfach das Band wechseln....

Auf AFU sieht das etwas anders aus. Da kann man sich Frequenzen nach dem IARU-Bandplan aussuchen und dort in der jeweiligen Betriebsart mit Rufzeichen Betrieb machen.
Ein Frequenzwechsel verbunden mit einem Bandwechsel, ist dort viel einfacher.

Da fällt mir gerade ein:
Es gibt von Alan/Albrecht ein HFG, welches 10 und 11m in FM/AM und SSB kann.
Aber der Preis pro Stk. , ist genauso teuer als wie 3 Stk. GD77....

Noch eine Anmerkung zu dem von Krampfader genannten Gerät von Tytera:
Der Ebaylink weist auf einen Verkäufer, der in Hongkong ist und US-Dollars verlangt, also mit Kreditkarte oder Paypal bezahlen musst.
Dann dauert der Versand mind. 4 Wochen bis nach D und Märchen bzw. Einfuhrsteuer kommen noch drauf.
Weiterhin kannst du das Gerät sofort in den E-Schrott wegwerfen, wenn da mal was drankommt, denn der Verkäufer sitzt in Hongkong und nicht irgendwo in D....

Bevor das in ein Für und Wider von Analog und Digital ausartet, bin ich :book:
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Re: Handfunk in den Bergen

#48

Beitrag von wasserbueffel » Do 4. Jan 2018, 19:15

Yaesu FT857D hat geschrieben:Hier scheinen zu dem Thema "Gebrauch eines HFGs in rauer Umgebung" die Welten von Befürwortern von analogem FM und digitalem DMR (C4FM usw.) aufeinander zu prallen...?
Beide(digital und analog) haben ihre Daseinsberechtigung.
Nur funktionieren sollen die Teile,halbfertig brauch ich sowas nicht!
Egal ob analog oder digital oder gemischt,ob Duobander oder Monobander.
Yaesu FT857D hat geschrieben: Meiner Meinung nach, sind viele Befürworter von analogem FM nicht erfreut darüber, dass viele neuen Funkgeräte (Mobil, Home, Handfunk) programmiert werden müssen
und insbesondere die Funkgeräte, welche Analog und Digital können.
Ohne Interface und Software sind die Geräte in der Grundkonfiguration ohne Vorprogrammierung erst mal unbrauchbar!
Wer das nicht kann soll die Finger davon lassen oder sich "vorkonfigurierte Geräte" ,dann aber vom gleichen Hersteller und gleiche Type kaufen.
Yaesu FT857D hat geschrieben: Aber dafür sind wir Funkamateure da, um selbstständig solche "Fehler" an unseren Geräten beheben zu können und auch sollen!
Da kann ich mir auch gleich ein doppelt und dreifach so teueres PMR oder CB-Funkgerät kaufen, welches mir fix und fertig geliefert wird...
Leider werden gute Geräte nicht weiter produziert(Alinco DJV 446) oder kommen nicht auf dem Markt(Wintec LP4511).
Dafür gibts es öfters Mini Funkgeräte mit veralteter Akku Technik(Motorola ,Stabo,Alan Konsumer PMR)
Yaesu FT857D hat geschrieben: Aber was bringt mir das als Anwender auf einer Wanderung in den Karpaten (so wie es der TE vorhat),
Auf AFU sieht das etwas anders aus. Da kann man sich Frequenzen nach dem IARU-Bandplan aussuchen und dort in der jeweiligen Betriebsart mit Rufzeichen Betrieb machen.
Ein Frequenzwechsel verbunden mit einem Bandwechsel, ist dort viel einfacher.
Wenn kein Relais in der Nähe ist habe ich mit meinen Duobander auf UHF oder VHF das gleiche Problem....
Yaesu FT857D hat geschrieben: Da fällt mir gerade ein:
Es gibt von Alan/Albrecht ein HFG, welches 10 und 11m in FM/AM und SSB kann.
Aber der Preis pro Stk. , ist genauso teuer als wie 3 Stk. GD77....
Die Lafayette Urano ist auch gut zu gebrauchen mit einer Flexantenne,muss ja nicht unbedingt SSB sein...
Kostet nur 4 Schachteln Zigaretten mehr als GD77....
Yaesu FT857D hat geschrieben: Noch eine Anmerkung zu dem von Krampfader genannten Gerät von Tytera:
Der Ebaylink weist auf einen Verkäufer, der in Hongkong ist und US-Dollars verlangt, also mit Kreditkarte oder Paypal bezahlen musst.
Dann dauert der Versand mind. 4 Wochen bis nach D und Märchen bzw. Einfuhrsteuer kommen noch drauf.
Weiterhin kannst du das Gerät sofort in den E-Schrott wegwerfen, wenn da mal was drankommt, denn der Verkäufer sitzt in Hongkong und nicht irgendwo in D....
Das Dingen gibt es auch hier innerhalb 24 Std. (falls man Prime hat)
https://www.amazon.de/Radioddity-GD-77- ... words=gd77

Walter

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Re: Handfunk in den Bergen

#49

Beitrag von Yaesu FT857D » Do 4. Jan 2018, 22:25

wasserbueffel hat geschrieben:
Yaesu FT857D hat geschrieben: Aber was bringt mir das als Anwender auf einer Wanderung in den Karpaten (so wie es der TE vorhat),
Auf AFU sieht das etwas anders aus. Da kann man sich Frequenzen nach dem IARU-Bandplan aussuchen und dort in der jeweiligen Betriebsart mit Rufzeichen Betrieb machen.
Ein Frequenzwechsel verbunden mit einem Bandwechsel, ist dort viel einfacher.
Wenn kein Relais in der Nähe ist habe ich mit meinen Duobander auf UHF oder VHF das gleiche Problem....
Walter, ich sprach nur von Bandwechsel, wenn es auf 70cm nicht mehr geht, kann ich als FA auf 2m wechseln und es geht womöglich wieder...?
Ob nun auf Analog oder auf Digital, ist eine andere Frage, die sich der Anwender in der jeweiligen Umgebung stellt...

wasserbueffel hat geschrieben:
Yaesu FT857D hat geschrieben: Noch eine Anmerkung zu dem von Krampfader genannten Gerät von Tytera:
Der Ebaylink weist auf einen Verkäufer, der in Hongkong ist und US-Dollars verlangt, also mit Kreditkarte oder Paypal bezahlen musst.
Dann dauert der Versand mind. 4 Wochen bis nach D und Märchen bzw. Einfuhrsteuer kommen noch drauf.
Weiterhin kannst du das Gerät sofort in den E-Schrott wegwerfen, wenn da mal was drankommt, denn der Verkäufer sitzt in Hongkong und nicht irgendwo in D....
Das Dingen gibt es auch hier innerhalb 24 Std. (falls man Prime hat)
https://www.amazon.de/Radioddity-GD-77- ... words=gd77

Walter
Walter du hast übersehen, dass Krampfader das Tytera bzw. TYT TC-3000A gemeint hat und der Link auf das Angebot des Händlers bei Ebay verweist.
Dort kann man das erkennen, was ich geschrieben habe.

Der Link auf das Angebot für ein GD77 kenne ich auch.
Mal sehen, eine Alternative für mich und einen weiteren OM, in Sachen analog FM und DMR auf 2m und 70cm... :book:
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Re: Handfunk in den Bergen

#50

Beitrag von wasserbueffel » Do 4. Jan 2018, 23:04

Yaesu FT857D hat geschrieben: Walter du hast übersehen, dass Krampfader das Tytera bzw. TYT TC-3000A gemeint hat und der Link auf das Angebot des Händlers bei Ebay verweist.
Dort kann man das erkennen, was ich geschrieben habe.

Der Link auf das Angebot für ein GD77 kenne ich auch.
Mal sehen, eine Alternative für mich und einen weiteren OM, in Sachen analog FM und DMR auf 2m
Das TC 3000A gefällt mir nicht,mag keinen Compander,egal in welchem Gerät.

Das GD 77 ist mittlerweile zu gebrauchen,mehrere Fehler sind ja jetzt beseitigt(wenn auch noch nicht alle).
Allerdings nur 1000 Kontakte!!!
Falls Interesse immer die neueste Version nehmen!!!!

Das Ailunce HD1 mit der 6. !! Firmware innerhalb 30 Tagen ist auch so halbwegs zu nutzen.

Auch das TYT MD 2017 alias RT82 ist mit der FW 4.04 mittlerweile brauchbar.

Mein Favorit bleibt allerdings das Anytone D868UV,brauchte auch 5 Firmwareänderungen bis es störungsfrei funktioniert.

Man muss mit dem Zeugs viel Zeit und Nerven investieren!!!!

Walter

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Re: Handfunk in den Bergen

#51

Beitrag von Krampfader » Fr 5. Jan 2018, 08:30

wasserbueffel hat geschrieben: Das TC 3000A gefällt mir nicht,mag keinen Compander,egal in welchem Gerät.
Guten Morgen Walter

Ich versteh Dich nicht. Nur weil das TC-3000A (alias RT1) die Möglichkeit bietet den Compander hinzuzuschalten magst Du gleich das ganze Gerät nicht ?? .. Du musst ja den Compander nicht verwenden. Ohne die Compander-Funktion ist es ein ganz normales analoges Profi-Gerät, sprich aufs Notwendigste reduziert, robust+regenfest, mit seinen 10W enorm leistungsstark und relativ günstig (ab EUR 43,-- inkl. Versand).

Bild
Quelle: https://www.ebay.de/itm/TYT-TC-3000A-10 ... SwR6RZ9CPG

wasserbueffel hat geschrieben: Man muss mit dem Zeugs viel Zeit und Nerven investieren!!!!
Walter
Eben nicht. Auspacken, Video angucken, Frequenzen programmieren, zufrieden sein, siehe Video: https://www.amazon.de/review/R2T0KZIY4Y ... tore=ce-de

Grüße

Andreas

PS: Klar, wer in erster Linie seinen "Spieltrieb" ausleben möchte dem sei ein anderes Gerät empfohlen ...

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Re: Handfunk in den Bergen

#52

Beitrag von wasserbueffel » Fr 5. Jan 2018, 12:19

Krampfader hat geschrieben: Guten Morgen Walter

Ich versteh Dich nicht. Nur weil das TC-3000A (alias RT1) die Möglichkeit bietet den Compander hinzuzuschalten magst Du gleich das ganze Gerät nicht ?? .. Du musst ja den Compander nicht verwenden. Ohne die Compander-Funktion ist es ein ganz normales analoges Profi-Gerät, sprich aufs Notwendigste reduziert, robust+regenfest, mit seinen 10W enorm leistungsstark und relativ günstig (ab EUR 43,-- inkl. Versand).
Compander ist nichts anderes als ein Kompressor,gequetschte Hoden mag ich nicht;-)
Gottseidank ist er ausschaltbar!
An der Reichweite ändert sich dadurch nichts,es wird nur das Rauschen unterdrückt.
Nicht jedes Gerät was einen Compander hat ist mit einem anderen Gerät was auch einen Compander hat kompatibel.
Der einzige Compander der mich bisher überzeugt hat war von dem Albrecht Tectalk Contact 2,da wurde der Frequenzanteil der Sprache verstärkt.
Bringt so richtig "Pfiff" in die Modulation.
Was mich an dem Gerät stört (hatte ja auch welche hier zum Programmieren) ist die Empfindlichkeit gegenüber Störungen.
In der Nähe von viel Elektronik(wie bei mir) ist das Gerät fast unbrauchbar....
In Wald und Wiese top!!

wasserbueffel hat geschrieben: Man muss mit dem Zeugs viel Zeit und Nerven investieren!!!!
Walter
Krampfader hat geschrieben: Eben nicht. Auspacken, Video angucken, Frequenzen programmieren, zufrieden sein, siehe Video: https://www.amazon.de/review/R2T0KZIY4Y ... tore=ce-de

PS: Klar, wer in erster Linie seinen "Spieltrieb" ausleben möchte dem sei ein anderes Gerät empfohlen ...
Spieletrieb haben wir doch Alle....
Das bezog sich mehr auf die aktuellen Geräte(DMR Duobander von Ailunce,TYT,Retevis und Anytone) die es im Moment so zu kaufen gibt.
Alle 3 Tage gibt es eine neue(bereinigte Firmware).....

Ps Wer seinen Codeplug selber schreibt bzw anpassen muss hat schon etwas Arbeit!

Walter

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Re: Handfunk in den Bergen

#53

Beitrag von Krampfader » Fr 5. Jan 2018, 13:25

wasserbueffel hat geschrieben:
In Wald und Wiese top!!
Find ich eben auch! ;)

Andreas

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Re: Handfunk in den Bergen

#54

Beitrag von guglielmo » Fr 5. Jan 2018, 13:52

" Meiner Meinung nach, sind viele Befürworter von analogem FM nicht erfreut darüber, dass viele neuen Funkgeräte (Mobil, Home, Handfunk) programmiert werden müssen
und insbesondere die Funkgeräte, welche Analog und Digital können."

Hahahahaha!!!! Der war gut!! Da spendiere ich doch direkt mal den. :dlol:

Ich selber habe Jahre lang als technisch-wissenschaftlicher Programmierer gearbeitet. Zuerst in der Forschung und dann in der Medizin. Ich habe medizinische Bildverarbeitungsprogramme geschrieben die auf Tomographierechnern liefen die gerade mal 256kByte Arbeitsspeicher hatten. Heute befasse ich mich mit Sicherheitslücken in Betriebssystemen und Anwendungsprogrammen. Dennoch bin ich der Meinung das die Digitalisierung kein Selbstzweck zu sein braucht, nur um sich als technisch orientiert und pseudofortschrittlich auszugeben. Viele Armeen bauen wieder Teilstreitkräfte auf, die ausschließlich analog ausgerüstet sind und lernen damit klar zu kommen. Zu groß ist die Abhängigkeit von Computersystemen geworden, die jederzeit komplett ausfallen können. Sei es wegen starker elektromagnetischer Strahlung oder Cyberangriffen oder einfacher Fehler in der Programmierung.

Digitalisierung scheint mir da Vorteilhaft, wo Signalisierungsdaten übertragen werden um vermittelte Verbindungen aufzubauen. Auf Strecken mit geringen Bitfehlerraten kann man durch Korrekturalgorithmen die Qualität der Übertragung erhöhen und durch geschickte Komprimierung auch Bandbreite reduzieren. Dennoch lässt sich auch damit nicht das Abtasttheorem von Shannon außer Kraft setzen. Aber jeder wie er mag.

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Re: Handfunk in den Bergen

#55

Beitrag von Krampfader » Fr 5. Jan 2018, 16:21

Wirklich "analoge" Geräte gibts ja kaum mehr ... mittlerweile hat die Mikroelektronik überall Einzug gehalten ... es ist halt schon beeindruckend dass der neue A11-Prozessors meines "Eierphones 8" mit 4,3 Milliarden(!) Transistoren und 600 Milliarden(!) Rechen-Operationen in der Sekunde auf dem Niveau eines Intel Core i7 ist ... für mich irgendwie unglaubwürdig, kann mir das kaum vorstellen, das darf einfach nicht sein ... oder etwa doch, siehe z.B. hier: http://www.elektroniknet.de/design-elek ... 45879.html

Aber zurück zum Thema, sprich einem leistungsfähigen und robusten Handfunkgerät für diverse Outdoor-Aktivitäten. Wer lieber einen Händler im EU-Raum bevorzugt (obwohl hab folgende Erfahrung gemacht: die Chinesen schicken bei der kleinsten Reklamation gleich ein neues Ersatzgerät, kostenlos und ohne das "defekte" Gerät zurückhaben zu wollen, man darf also nicht wirklich "meckern") kann sich ja mal folgende Seite angucken, Zitat:

"Das TYT TC-3000A ist das erste Einband-UHF-Radio auf dem Markt mit 10 Watt Sendeleistung. Wegen seiner 10 Watt Sendeleistung und verschiedenen Feldmessungen bei professionellen Firmen können wir aus Erfahrung sagen, wenn es mit diesem Radio nicht funktioniert, dann wird es mit keinem anderen funktionieren."
Quelle: https://translate.google.com/translate? ... edit-text=

Natürlich hat beim "Chinesen" einzukaufen auch Nachteile, die da wären:

- kann (manchmal) Wochen dauern
- kommt (manchmal) noch Zoll drauf
- kommt (manchmal) mit US- oder China-Stecker
- ist (manchmal) nur "suboptimal" verpackt

Das alles kann man sich eben ersparen wenn man innerhalb der EU einkauft ...

Grüße

Andreas

PS: nur mal zur "Veranschaulichung" was 4,3 Milliarden sind: Würde man ein Maßband mit 4.300 km Länge ausrollen so würde jeden Millimeter ein Transistor sitzen ...

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Re: Handfunk in den Bergen

#56

Beitrag von Username: » Mo 15. Jan 2018, 13:30

Furchtbar gerne würden wir unseren Sprechfunk abhörsicher haben. Die digitalen Betriebsmodi sollten die Anzahl der Zuhörer etwas reduzieren können, oder? Im Kurs bin ich erst bei "Verschleierung ist nicht erlaubt", und noch nicht bei "Wie man gezielt anfunkt" ;-)
grr..... was man sich hier wieder anhören muss. :think:

Wemm du es illegal machen willst nimmst du das MD390 von TYT!
Das ist 100% Digital und Wasserfest! Was nicht Waserfestes würde ich erst garnicht kaufen.
Dazu gibt es eine "Gehackte Firmware" wo du viele sachen machen kannst. Du kannst zb. "SMS" von Funkgerät zu Funkgerät schicken.
Du kannst (wennst eines mit GPS Kaufst) die GPS Position von anderen Funkgeräten abfragen und zb. in einen Notfall kannst du die GPS Position von anderen sehen!

Ich würde NICHT bei den Shop der mit "A" anfängt kaufen!!!! :angry: :nono:
Wenn dann bei Ebay direkt in China hier der günstigste den ich gefunden habe mit GPS + UHF:
https://www.ebay.de/itm/TYT-MD-390-Hand ... Sw5VtZ1EYa

EDIT: Im legalen Bereich gibt es nur ein CB Handfunkgerät das Wasserfest ist und das ist das hier und unten findest du die anderen "Klone":
http://www.cbradio.nl/kpo/kpo_panther.htm

Ich schätze mal das kommt alles aus der selben Fabrik nur mit einen anderen Label drauf. :holy:
Neuge hat geschrieben:Die meisten verwehren sich nur weil die Geräte teuer sind und sie die Technik nicht verstehen ( wollen ). Es ist aber nur eine Frage der Zeit bis der Amateurfunk entweder komplett ausstirbt oder mehr und mehr digital gearbeitet wird.

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Re: Handfunk in den Bergen

#57

Beitrag von guglielmo » Di 16. Jan 2018, 08:08

Es ist definitiv nicht die Intention des Amateur- aber auch des Jedermannfunks die Verbindungen abhörsicher zu machen. Man will ja gehört und verstanden werden und nicht irgendwelche Geheimbotschaften austauschen. Verschlüsselter Funk ist nach wie vor verboten (Amateurfunkverordnung - AFuV §16). Man kann wohlmöglich Verschlüsselung so einsetzen, das sie unauffällig ist. Aber wozu? Auch die digitalen Betriebsarten helfen da nicht weiter. Jede verwendete Kodierung muss zugelassen und veröffentlicht sein.

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Re: Handfunk in den Bergen

#58

Beitrag von fragnix » Di 16. Jan 2018, 08:24

Vielen Dank für die vielen Antworten, die mir bei der Entscheidung geholfen haben. Meine Frage ist nun beantwortet. Für die angeschnittenen Grundsatzfragen gibt es sicherlich passende Diskussionen hier im Forum.

Ich übe derweil weiter für die Prüfung, denn illegal soll es nicht werden.

73 de E05 ;-)

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Re: Handfunk in den Bergen

#59

Beitrag von Yaesu FT857D » Di 16. Jan 2018, 14:56

@fragnix: Sehr gute Entscheidung für die AFU-Prüfung weiter zu lernen!
Später suchst du und deine Freunde sich die jeweils passenden Funkgeräte für euere Wanderungen in den Karpaten aus.
Melde dich nochmals, falls Fragen dann noch offen bleiben. Entweder hier oder in einer eigenen Rubrik (z.B. Digitalfunk).
Möglicherweise gibt es bis dahin, weitere Erkenntnisse was die jeweiligen Funkgeräte angeht, die wir hier angesprochen haben?

73 und 55
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Re: Handfunk in den Bergen

#60

Beitrag von Username: » Di 16. Jan 2018, 16:39

Wie gesagt alle mit den man funkt müssen die AFU Prüfung gemacht haben.
Dazu kommt das man im Ausland eine Gastlizenz beantragen muss und noch viel wichtiger die Ausländischen AFU Frequenzen muss man kennen weil nicht überall darf man auf jeder Freq funken!
Neuge hat geschrieben:Die meisten verwehren sich nur weil die Geräte teuer sind und sie die Technik nicht verstehen ( wollen ). Es ist aber nur eine Frage der Zeit bis der Amateurfunk entweder komplett ausstirbt oder mehr und mehr digital gearbeitet wird.

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