Handfunk in den Bergen

salat
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Re: Handfunk in den Bergen

#16

Beitrag von salat » Mo 1. Jan 2018, 00:16

Krampfader hat geschrieben:
Kanalratte I hat geschrieben:Also wie schon gesagt: Direkt über den Berg funken ist annähernd unmöglich. Zumindest was Handfunkgeräte angeht.
Dem muss ich ein wenig widersprechen.
Naja, "durch den Berg" ist was anderes. Deinem Bild nach sind Reflexionen an den umliegenden Bergen recht wahrscheinlich - wenn ich mit ner Yagi an eine Felswand ziele kann ich so auch "über Bande" arbeiten.
Könnte z.B. gelaufen sein wie im Anhang.

Gutes & Gesundes Neues!
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Reflexion Beispiel.jpg

Krampfader
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Re: Handfunk in den Bergen

#17

Beitrag von Krampfader » Mo 1. Jan 2018, 01:08

Klar dass es „nicht durch den Berg“ hindurch geht, es wird vermutlich so gewesen sein wie Du das dargestellt hast. Und wo Berge sind da sind auch andere Berge die ggf. reflektieren ... Garantie ist das natürlich keine ...

Was ist denn das für eine tolle „Karte“ die Du da verwendest?, sprich wo man in der Draufsicht die Topographie so schön erkennen kann?

Danke und ein schönes Neues!

Andreas
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Re: Handfunk in den Bergen

#18

Beitrag von fragnix » Mo 1. Jan 2018, 01:48

Die DARC Frequenzübersicht lese ich so, dass bei 440 MHz Schluss ist ( GHz weiter), und PMR446 damit nicht erlaubt sein müsste. Eventuell sind dort aber nur AFu Frequenzen aufgeführt, denn ich habe die von 2011 datierte rumänische Genehmigung für PMR446 gefunden. 500 mW, wie bei uns.

Der oben erwähnte Sound Recorder scheint mein Hügelproblem zu lösen. Wir gehen ja nur die Umgebung ab. Zwar diverse Kilometer, aber quasi nie hinter einen kilometerhohen Berg.

Danke für die Infos!

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Re: Handfunk in den Bergen

#19

Beitrag von Kanalratte I » Mo 1. Jan 2018, 08:54

fragnix hat geschrieben:Die DARC Frequenzübersicht lese ich so, dass bei 440 MHz Schluss ist ( GHz weiter), und PMR446 damit nicht erlaubt sein müsste. Eventuell sind dort aber nur AFu Frequenzen aufgeführt, denn ich habe die von 2011 datierte rumänische Genehmigung für PMR446 gefunden. 500 mW, wie bei uns.
Ja, die Aufstellung vom DARC bezieht sich nur auf die CEPT bzw HAREC Erlaubnis. Also auf Amateurfunk. Da fällt PMR nicht drunter, und ist deswegen nicht aufgeführt. Ebenso wie CB Funk.
Aber da Du ja schon geschrieben hast, daß Du an der E-Lizenz Arbeitest, und bis zum geplanten Urlaub damit fertig sein willst, ist das ja kein Thema mehr, dann brauchst Du Dir auch keine grauen oder sonstigen Haare wachsen zu lassen, wegen dem Gerät, und kannst es mit den Retevis Teilen versuchen.
Dir sollte eben klar, sein, daß damit keine garantierte Verbindung möglich ist. An einigen Stellen wird es gehen, an anderen Nicht. Das ist eigentlich immer so bei Funk.
DL8CBM
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Re: Handfunk in den Bergen

#20

Beitrag von fragnix » Mo 1. Jan 2018, 09:22

...keine garantierte Verbindung...

Jupp, genau dieser Frust beim CB ist eine der Motivationen, dass jetzt mal per Kurs genauer verstehen zu wollen ;-)

Krampfader
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Re: Handfunk in den Bergen

#21

Beitrag von Krampfader » Mo 1. Jan 2018, 10:59

Ein schönes gutes Neues!

Falls es nicht unbedingt digital (sprich DMR) sein muss dann würde ich mir das Retevis RT1 näher angucken. Beim Retevis RT1 handelt es sich eigentlich um das baugleiche TYT TC-3000A. Das Gerät zeichnet sich durch gute Verarbeitung, hohe Leistung, Robustheit, Regenbeständigkeit und günstigen Preis aus. Mit der beigefügten längeren Antenne sind hohe Reichweiten möglich. Nachdem der Akku 2-3mal entladen/geladen wurde ist es mit realen 10W eines der stärksten Handfunkgeräte am Markt. Gerade deshalb sollte der Betrieb auf PMR446 auf Eigenverantwortung hin mit Bedacht und auch nur auf den 16 erlaubten PMR-Frequenzen (sprich Kanälen) erfolgen. Keinesfalls sollten die Geräte mit den werkseitig programmierten Frequenzen betrieben werden, diese stören ggf. andere Funkdienste, mit all seinen Konsequenzen ...

Bild
Quelle: http://distantsignalradio.blogspot.co.a ... a-10w.html

Kritikpunkte: Die beiden Drehknöpfe für Lautstärke und Kanalwahl könnten etwas schwergängiger sein (um unbeabsichtigtes Verdrehen zu verhindern). Weiters sollten die Drehknöpfe wie beim TYT MD-680 (oder RT81) eine farbliche Markierung aufweisen (um auf den ersten Blick die Position erkennen zu können). Ansonsten für diesen Preis (in der eBucht im 10er Pack ab EUR 47,--) kann man nicht viel falsch machen ...

Zum Programmieren würde ich jedoch unbedingt folgendes Kabel bevorzugen, dieses Kabel macht keine Probleme bezüglich Windows-Treiber, siehe: https://www.pmr-funkgeraete.de/Funkgera ... :2406.html

Bild
Quelle: https://www.pmr-funkgeraete.de/Funkgera ... :2406.html

Grüße

Andreas

PS: hier noch meine Konfigurationsdatei zum Programmieren auf PMR446: https://www.dropbox.com/s/e3qmptunw30cp ... 1.zip?dl=0
Programmier-Software gibts hier: http://www.retevis.com/rt1/
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Re: Handfunk in den Bergen

#22

Beitrag von salat » Mo 1. Jan 2018, 17:27

Krampfader hat geschrieben:Was ist denn das für eine tolle „Karte“ die Du da verwendest?, sprich wo man in der Draufsicht die Topographie so schön erkennen kann?
Das normale Google Maps: Links im Drei-Punkte-Menü einfach "Gelände" auswählen..

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Re: Handfunk in den Bergen

#23

Beitrag von Yaesu FT857D » Mo 1. Jan 2018, 19:38

Dem TE gebe ich folgendes mit, zu bedenken und als Beispiel für das Funken auf AFU-Frequenzen im 70cm Bereich mit DMR:
1.Jeder Teilnehmer, welcher ein (HFG) Funkgerät mit sich trägt, sollte auch Kenntnisse über das Navigieren in schwierigem Gelände
(also Umgang mit Kompass und Landkarte), nicht nur GPS-Gerät) haben und einen gewissen Abstand untereinander halten,
sodass die Funkverbindung aufrecht erhalten werden kann.
2.Eine Basisstation mit Notstromversorgung (Solarpaddel, Solarakkus zum Laden der Akkus der HFGs) sollte zumindest dort errichtet werden,
wo z.B. Rast gemacht (Mittagessen, Abendessen) und auch die Nacht verbracht wird.
3.Sollte mal eine Funkverbindung zwischen zwei der funkenden Personen für Minuten unterbrochen sein, sollten diejenigen dort stehen bleiben,
die auf dem Weg weiter sind, als die anderen.
Wenn dann mal die nachlaufende Gruppe so 1 Km (oder mehr) gelaufen ist, wieder versuchen, die andere Gruppe über Funk zu erreichen usw....
4.Wichtig ist auch, dass zumindest die Gruppe die voraus als erster läuft (und später die Basisstation aufbaut),
auch die Erste Hilfe bei Verletzungen leisten kann und Verbandsmaterial ect. dabei hat.
Habt ihr auch bei euch Personen, die z.B. ausgebildeter Sanitäter beim DRK, ASB oder ähnl. sind? Der sollte sich immer in der ersten Gruppe befinden.
5.Zur Orientierung mal das YT-Video:
https://www.youtube.com/watch?v=8xsFYDC ... E&index=22
Zu letzterem sei noch gesagt:
Der Test fand zuerst in analog FM auf 70cm statt, danach in DMR ebenfalls auf 70cm aber über ein Relais in der gleichen Entfernung, wie zuvor auf Simplex FM!
Es gibt neuerdings von Tytera, Retevis und Radiodittyti (GD77) auch Duo bzw. Dualbander für 2m und 70cm, mit analog FM und DMR....
Interressant wird es vor allem für DMR auf Simplex 2m Frequenzen mit 5 W Sendeleistung und langer Antenne wie der Diamond NH771 bzw. baugleichen von Nagoya...
73, Helmut DO1TBP

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Re: Handfunk in den Bergen

#24

Beitrag von Welle01 » Mo 1. Jan 2018, 20:13

Hi,

bevor das Bischen Kommunikation zur Wissenschaft wird,
schau doch ob in der Kante nen Repeater steht. Mit der AFU Pappe darfst Du da auch Betrieb machen.
Der Rest ist mir zu theoretisch. Mit Verschlüsselung ist dann aber nix.
Funk über UKW in den Bergen ist immer schwierig.

Ansonsten Handynetz oder Satelliten Telefon;-)

73

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Re: Handfunk in den Bergen

#25

Beitrag von Yaesu FT857D » Mo 1. Jan 2018, 21:09

Was soll das mit Handynetz und Satellitentelefon?
Der TE will untereinander über mehrere Km miteinander sprechen....

An TE:
Hier mal vorab die Konfiguration für die DMR-Repeater in Rumänien im Brandmeisternetz:
http://brandmeister.ro/configuratie-ret ... r-romania/

Hier eine Repeaterkarte mit Daten der Frequenzen und Standorten:
http://brandmeister.ro/amplasamente-radio-digitale/
Empfehlenswert wären noch (da in den Karpaten im Grenzgebiet zu anderen Ländern) die Repeater der Nachbarländer noch zu ergründen.
Dafür sollte man deren Namen und deren Standorte kennen.
Eine Übersicht kann man über https://www.repeaterbook.com/repeaters/ ... p?mode=DMR finden.
Aber Achtung! Nicht alle Repeater jedes DMR-Netzes, lässt sich dort finden....
73, Helmut DO1TBP

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Re: Handfunk in den Bergen

#26

Beitrag von fragnix » Mo 1. Jan 2018, 22:24

Brandmeister, da hatte garnicht mit gerechnet. Da tun sich ja Möglichkeiten auf.

Danke für all die Infos! Ich melde mich dann dereinst mit Erfahrungen.

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Re: Handfunk in den Bergen

#27

Beitrag von doeskopp » Mo 1. Jan 2018, 23:11

Hübsche Sache für unterwegs. Gibts auch für den Apfel. Ermittelt mit GPS den eigenen Standort und zeigt die Repeater (und was sie können) in der Umgebung an. (Entfernung und Repeatereigenschaften filterbar). Funzt weltweit und ist gratis.

https://play.google.com/store/apps/deta ... book&hl=de

Grüße from Doeskopp

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Re: Handfunk in den Bergen

#28

Beitrag von odo » Di 2. Jan 2018, 03:10

Krampfader hat geschrieben:
Kanalratte I hat geschrieben:Also wie schon gesagt: Direkt über den Berg funken ist annähernd unmöglich. Zumindest was Handfunkgeräte angeht.
Dem muss ich ein wenig widersprechen. Erst gestern hatten wir auf DMR446 über 7km problemlos "durch einen Berg" hindurch stabilen Kontakt.
Das dargestellte Verbindungsprofil ist durch Beugung und evtl. auch Reflexionen durchaus möglich.
Aber wenn man von Kilometer 2,6 oder Kilometer 3,4 nach KM 7 eine Verbindung erreichen wollte, wäre das schon ne andere Nummer. Auch verzerrt das Höhenprofil mit der Überhöhung von mind. Faktor 1,5 doch sehr.

Eine Sendeleistung von 10W vs 0,5 Watt (gut 2 S-Stufen Differenz) kann hier auch entscheidende Unterschiede machen.
Allerdings ist der Unterschied zwischen 5W und 10W (eine halbe S-Stufe) in der Praxis selten relevant und frisst nur mehr Strom.
:wave: :wave:
odo

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Re: Handfunk in den Bergen

#29

Beitrag von Columbo » Di 2. Jan 2018, 05:33

Schade, für solche Fälle (eine oder mehrere Personen) ist AFu völlig ungeeignet. Es sei denn, ein OV des DARC macht eine Wanderung.
Selbst wenn Jörg die Prüfung mit "Fleißkärtchen" ablegt, dürfen seine Kumpels, die Vermutlich ohne Lizenz, nicht mit ihm funken und recht erst nicht umgekehrt.
Ausbildungsrufzeichen? Ja, ist aber in dem Falle ein Missbrauch.

Da sollte mal über Ausnahmen nachgedacht werden.
Beispiel:
Jörg hat die Linzens. Er leiht Handgeräte an seine Kumpels. Er gibt den Teilnehmern eine gründliche Einweisung in Benutzung und Verhalten zum Betrieb.
Er übernimmt die Volle Verantwortung für die Zeit. Er ist verpflichtet ein Logbuch zu führen.
Aber ich denke, das so manche OMs in Schnappatmung verfallen werden, wenn solch eine oder ähnliche Regung rauskommt.
Durch Verordnungen und Gesetze ist und bleibt AFu ein wertloses Hobby.
Nur für eine eingeschworene Gemeinschaft der Lizenzierten ist Afu der Selbstzweck

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Re: Handfunk in den Bergen

#30

Beitrag von Zintus » Di 2. Jan 2018, 06:59

Columbo hat geschrieben:Schade, für solche Fälle (eine oder mehrere Personen) ist AFu völlig ungeeignet. Es sei denn, ein OV des DARC macht eine Wanderung.
Selbst wenn Jörg die Prüfung mit "Fleißkärtchen" ablegt, dürfen seine Kumpels, die Vermutlich ohne Lizenz, nicht mit ihm funken und recht erst nicht umgekehrt.
Ausbildungsrufzeichen? Ja, ist aber in dem Falle ein Missbrauch.
Wer lesen kann, ist klar im Vorteil. Der Themenstarter schrieb eingangs folgendes:
fragnix hat geschrieben: Ich werde mein E Rufzeichen sicher rechtzeitig erhalten, die meisten anderen wahrscheinlich. Für den Betrieb in Rumänien gehe ich jetzt mal davon aus, dass alle über ein E Rufzeichen verfügen. Afu ist also eine Option.

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