Antennenanpassung bei Coax-Dipol

tamasgal
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Antennenanpassung bei Coax-Dipol

#1

Beitrag von tamasgal »

Hallo Leute,

ich bin neu im Forum und habe seit einigen Monaten ein kaputtes Formel 1 DNT CB Funkgerät bei mir herumliegen welches ich von einem Freund bekommen habe. Heute habe ich mich entschlossen das Gerät aufzumachen und zu reparieren (TX ging nicht under Lautsprecher war auch hinüber, dann noch Kabelbruch im Handset etc.). Wie auch immer, das Ding ist repariert und geht jetzt an ;)

Ich spiele schon länger mit dem Gedanken eine Funklizenz zu erwerben und habe in den letzten Wochen auch einiges über CB Funk gehört (als Einstieg).
Ich wohne in einer Wohnung und habe leider keine Möglichkeit meine Antenne in den Baum zu hängen oder sonstiges und in der Wohnung habe ich auch nur beschränkt Platz, jedoch im 3. Stock im Altbau.

Nach langem hin und her habe ich mich entschlossen eine Coax Dipol Antenne mit RG58 zu bauen (http://www.hamuniverse.com/10metercoaxdipole.html), da ich damit etwa 30% Länge einspare. Nach der dort angegeben Formel (mit VF 0.66) komme ich so auf ca. 1.82m pro Antennenhälfte. Das scheint jedoch eine Antennenart zu sein, die wohl nicht sehr verbreitet ist, insofern bin ich mir nicht sicher ob ich alles richtig mache.

Die Antenne habe ich bei mir übers Fenster an der Wand angebracht (horizontale Polarisierung) und habe dann SWR-Messungen durchgeführt. Ich habe leider nur ein analoges Gerät und der Zeiger spinnt auch etwas beim Einstellen, da wohl der Poti leicht hinüber ist. Ich komme nur auf ca. 3.5 beim Stehwellenverhältnis und da es in dem Bereich keine Teilskala gibt, ist es auch nur qualitativ möglich eine Kurve zu erstellen. Ich sehe jedoch auch kaum einen Unterschied zwischen Kanal 1 und 40.

Meine Frage ist nun: hat jemand Erfahrungen mit solch einer Antenne gemacht? Wenn ja, was ist bei den Antennenenden zu beachten wenn man die Abschirmung mit dem Kern verbindet? Reicht einfaches zusammenlöten?

...und hat man überhaupt eine Chance in einer Häuserschlucht mit solch einer Antenne im Zimmer?

Ich horche natürlich seit einer Stunde auf Kanal 1 und sende auch hin und wieder aber ich denke es gibt wohl kaum noch CB-Funker in der Gegend bzw. mein Setup ist möglicherweise komplett für den Eimer ;)

Bleibt gesund,
Tom

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13CVH015
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Re: Antennenanpassung bei Coax-Dipol

#2

Beitrag von 13CVH015 »

Hallo Tom,

in der Variante kannte ich diese Antennenform bis dato nicht. Ich kenne sie als "Bazooka-Dipol". Da ist an den kurzgeschlossenen Enden noch ein wenig "freier" Strahler mit dran.
Für dich ein wenig nachteilig für den CB-Funk ist die horizontale Polarisierung. Vertikal ist verbreitet und damit wirst du auch die bessere Bodenwelle hinbekommen. Allerdings für DX ist das horizontale nicht verkehrt.
Da du die Antenne an der Wand hängen hast, wird es mit dem SWR schwierig, da die Antenne nicht frei strahlen kann. Da klingt der von dir gemessene Wert noch gut und realistisch.
Mit der Bazooka habe ich gute Erfahrungen. Hatte die selbst mal auf dem Dach und war sehr zufrieden. Ist aber inzwischen einem klassischen Dipol Vertikal gewichen.
Einfaches verlöten an den Enden reicht.
Zu den Chancen in einer Häuserschlucht:
Empfang lebt manchmal halt auch davon, dass das gegenüber "große Ohren" hat. Kann also gehen.

Viele Grüße
Dennis DL1MIL
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DL1MIL
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Fielddays bitte ohne Nervensäge :-)

13STW
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Re: Antennenanpassung bei Coax-Dipol

#3

Beitrag von 13STW »

Horizontal, Häuserschlucht und - vermutlich- hohes Rauschlevel in der Wohnung sind keine guten Voraussetzungen.
Ich weiß auch nicht, ob im Stadtgebiet von Nürnberg überhaupt was los ist, möglicherweise fahren alle auf die nächste Erhöhung.
Ich würd`s nicht nur auf Kanal 1 versuchen

Charly Whisky
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Re: Antennenanpassung bei Coax-Dipol

#4

Beitrag von Charly Whisky »

Hallo,

zum Mithören im Bereich Nürnberg : http://nbgsdr.ddns.net/

tamasgal
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Re: Antennenanpassung bei Coax-Dipol

#5

Beitrag von tamasgal »

Danke euch! Ich habe sogar noch ein SDR irgendwo herumliegen, gute Idee ;)

Ich überlege im Moment ob ich die Antenne einfach aus dem Fenster hänge zum Testen, mal sehen. Rausfahren ist selbstverständlich die beste option.

Krampfader
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Re: Antennenanpassung bei Coax-Dipol

#6

Beitrag von Krampfader »

tamasgal hat geschrieben:
Do 26. Mär 2020, 11:32
Ich überlege im Moment ob ich die Antenne einfach aus dem Fenster hänge zum Testen, mal sehen. Rausfahren ist selbstverständlich die beste option.
Hallo Tom (tamasgal)

Zuerst einmal Willkommen im Forum!

Die Antenne aus dem Fenster hängen (an der Mauer entlang) könnte event. den Empfang verbessern, das Senden jedoch nicht. Antennen sollen immer so hoch und so freistehend wie möglich montiert werden. (Alleine) rausfahren ist eine Option (wenn es die Krise zulässt). In der Nähe von Nürnberg gibt es eine höher gelegene Gegend von der es aus super gehen müsste, siehe Geländeprofil:

Bild
Quelle: https://www.heywhatsthat.com

Von dort oben überstreichst Du ein großes Gebiet und hast bestimmt auch kein QRM in Form von PLC & Co.

Viel Spaß und Erfolg beim Hobby :wave:

Andreas

PS: Sollte es mit Deiner Antenne nicht klappen dann empfehle ich Dir eine simple, erprobte Selbstbauantenne, siehe T2LT unter: https://www.funkbasis.de/viewtopic.php?p=551226#p551226
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ultra1
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Re: Antennenanpassung bei Coax-Dipol

#7

Beitrag von ultra1 »

tamasgal hat geschrieben:
Do 26. Mär 2020, 11:32
Danke euch! Ich habe sogar noch ein SDR irgendwo herumliegen, gute Idee ;)

Ich überlege im Moment ob ich die Antenne einfach aus dem Fenster hänge zum Testen, mal sehen. Rausfahren ist selbstverständlich die beste option.
Ja, probier das mal .
Vertikale Polarisation ist wichtig, um im nahen Umfeld zu funken .
Dann, -ganz wichtig!- weck von der Hauswand .
Ist deine Antenne in unmittelbarer Nähe von solcher Materie, hast Du eine totale Vehlanpassung (es enstehen Kapazitäten durch Annäherung) .
Deine Antennen muß unbedingt frei stehen, hängen, aufgebaut sein, in unmittelbarer Nähe .
Vielleicht die Antenne mit einer Holzlatte von der Hauswand wegschieben, ... oder Besseres ...

Empfansstörungen können im/um Wohnungen leicht auftreten .
Da hat das Funken im Grünen mit GFK-Mast oder großer Mobilantenne, einen großen Vorteil .


Viel Erfolg :tup:

73, Ingo

tamasgal
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Re: Antennenanpassung bei Coax-Dipol

#8

Beitrag von tamasgal »

Danke für die Tipps und die technischen Infos. Ich habe bisher wirklich keinerlei praktische Erfahrung... die grobe Theorie ist für mich als Physiker weniger das Problem aber zwischen Theorie und Praxis+Erfahrung sind bekanntlich Welten!

Ich werde auf jeden Fall versuchen eine Antenne evtl. am Balkon zum Innenhof zu montieren. Ich wohne im dritten Stock, bin also wenigstens schon einmal etwas weiter weg vom Boden ;)

Für draussen werde ich mir definitiv so eine T2LT Antenne bauen, danke Andreas! Der Link zum Bau im Beitrag https://www.funkbasis.de/viewtopic.php?p=547787#p547787 scheint nicht richtig zu sein. Ich habe aber einige Beiträge zu T2LT gefunden wie z.B. https://forestradio.wordpress.com/2019/ ... htantenne/
So wie ich das in Krampfader's Beitrag zu T2LT sehe, wird die Antenne mittels Umknicken der Spitze abgestimmt, das ist natürlich sehr praktisch ;)

Eine Frage habe ich noch: ist es üblich PL (SO239) Adapter zu verwenden, sodass die Antenne selbst und das Kabel zum Funkgerät jeweils mit PL 259 ausgestattet ist? Bevor ich meine Antenne gebaut habe, habe ich überlegt ob ich normale 50Ohm BNC Stecker verlöte weil die kompakter sind, aber mittlerweile fällt mir auf dass rigoros fast überall PL 259 verwendet wird.

Krampfader
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Re: Antennenanpassung bei Coax-Dipol

#9

Beitrag von Krampfader »

Guten Morgen Tom (tamasgal) :)

Ein Physiker, schön. Da können auch wir was lernen, ein bisschen Theorie schadet uns CB-Funkern nämlich auch nicht ;) (ich gucke wöchentlich die Videos von https://www.youtube.com/user/UrknallWeltallLeben )

Zu Deinen Fragen: Balkon ist schon mal besser (als nur Hauswand). Aber auch da sollte man möglichst mit der Antenne hinauskragen, z.B. an einem Ausleger. Die Antenne interagiert nämlich mit allem was in der Nähe ist. Mal mehr (Metall), mal weniger (Kunstoff, Holz). Es gibt nur eine Antennenform welche innerhalb eines Balkones sooo halbwegs gut arbeitet, durch den hohen magnetischen Anteil im Nahfeld, siehe Fotos unter: https://www.funkbasis.de/viewtopic.php?p=555165#p555165 ... ist aber nicht wirklich was für Einsteiger.

Das Video von "Forest Radio" ist sehr gut gemacht und gibt einen Einblick wie man so eine simple T2LT baut. Allerdings sind mir persönlich dessen Abmessungen ein wenig "unkonventionell". Sollte es mit diesen Abmessungen nicht klappen dann kann man auf meine, erprobten Abmessungen "downgraden" ohne die Antenne wegschmeißen zu müssen, siehe: https://www.funkbasis.de/viewtopic.php?p=524077#p524077 und https://www.funkbasis.de/viewtopic.php?p=547787#p547787

Mit zunehmender (Bau-)Erfahrung kann man sich dann auch an andere, erprobte Antennenformen heranwagen, z.B. siehe Bazooka-Dipol unter: https://www.funkbasis.de/viewtopic.php?p=551226#p551226

Zu den PL-Steckern/Buchsen (UHF-Steckverbinder, PL259 bzw. SO239): Es gibt bessere Stecksysteme, klar. Allerdings haben sich die PL-Stecker im CB-Funkbereich "eingebürgert", Du bleibst mit PL also kompatibel zu üblichen Verlängerungskabeln, SWR-Metern, Antennen, usw. Aber auch bei den PL-Steckern gibt es hochwertige, siehe: https://kabel-kusch.de/UHF-Stecker/UHF-Stecker.htm

So oder so, viel Erfolg! :wave:

Andreas

PS: Am wichtigsten ist ein möglichst hoher, freier Standort, ohne QRM (z.B. Anhöhe, Berg). Erst dann folgt die Antenne. Und ganz am Schluss kommt erst das Funkgerät. Beim Funkgerät ist wiederum eine kräftige Modulation wichtiger als die Leistung, siehe Video (4W zu 4W, auf 82km): https://youtu.be/i4TnFkzG62I
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guglielmo
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Re: Antennenanpassung bei Coax-Dipol

#10

Beitrag von guglielmo »

@tamasgal: Hallo Kollege! Du scheinst ja nicht nur in der Theorie gute Grundlagen zu besitzen sondern Du bist ja auch schon in der Praxis ganz gut dabei. Wenn Du mal ebenso ein altes Funkgerät auf Vordermann bringst und dann noch gleich eine Antenne selber baust bist Du bei diesem Hobby genau richtig. Ich möchte Dich ermutigen tatsächlich die Lizenz in Angriff zu nehmen. Ich habe sie selber vor ca.20 Jahren erworben und habe als Background eine Ausbildung zum Ingenieur für technische Physik. Die Technikprüfung war im Grund ein Selbstgänger und für Gesetzeskunde sowie Betriebskunde habe ich weinige Tage einige Dinge auswendig gelernt. Ich habe es nicht bereut. So habe ich auch die Möglichkeit, neben der Kurzwelle, auch mit etwas höheren Leistungen auf VHF und UHF zu arbeiten. Hier tun sich sehr viele Betätigungsfelder auf und es bringt echt Spaß. CB habe ich mit 14 Jahren begonnen und auch einige Schwarzsender gebaut. Dann habe ich durch Fachabi, Studium und diverse Jobs wenig Zeit gehabt und erst vor ca. 10 Jahren begonnen aktiv zu werden. Auf CB bin ich schon lange nicht mehr QRV, da ich nur noch Amateurfunk betreibe. Ich wünsche Dir viel Spaß beim Einstieg und vielleicht kann man ja mal das eine oder andere QSO durchführen. Auf Deine Fragen gehe ich nicht mehr ein, da es ja schon etliche Antworten gibt und Du über das Grundwissen verfügst.

tamasgal
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Re: Antennenanpassung bei Coax-Dipol

#11

Beitrag von tamasgal »

Krampfader hat geschrieben:
Fr 27. Mär 2020, 07:19
Ein Physiker, schön. Da können auch wir was lernen, ein bisschen Theorie schadet uns CB-Funkern nämlich auch nicht ;) (ich gucke wöchentlich die Videos von https://www.youtube.com/user/UrknallWeltallLeben )
Freut mich zu hören! Ja, Weltall ist mein Hauptgebiet, ich arbeite an einem Neutrinoteleskop, wir messen einzelne Photonen nanosekunden-genau mit Kubikkilometer grossen Detektoren 3km tief im Mittelmeer um mehr über Neutrinos und ihre kosmische Quellen herauszufinden. Josef M. Gassner mag ich persönlich auch gerne!
Krampfader hat geschrieben:
Fr 27. Mär 2020, 07:19
Zu Deinen Fragen: Balkon ist schon mal besser (als nur Hauswand). Aber auch da sollte man möglichst mit der Antenne hinauskragen, z.B. an einem Ausleger. Die Antenne interagiert nämlich mit allem was in der Nähe ist. Mal mehr (Metall), mal weniger (Kunstoff, Holz). Es gibt nur eine Antennenform welche innerhalb eines Balkones sooo halbwegs gut arbeitet, durch den hohen magnetischen Anteil im Nahfeld, siehe Fotos unter: https://www.funkbasis.de/viewtopic.php?p=555165#p555165 ... ist aber nicht wirklich was für Einsteiger.
Verständlich! Momentan habe ich die Antenne auf zwei 2m langen flachen Balken montiert und zusammengeschraubt. Ich denke ich werde in der Mitte in T-Form einen Balken dranschrauben und dann kann sie ca. 1m weit weg vom Balkon senkrecht raushängen. Mal sehen wie das klappt ;)

Danke für die Video-Links zum Bau!
Krampfader hat geschrieben:
Fr 27. Mär 2020, 07:19
Mit zunehmender (Bau-)Erfahrung kann man sich dann auch an andere, erprobte Antennenformen heranwagen, z.B. siehe Bazooka-Dipol unter: https://www.funkbasis.de/viewtopic.php?p=551226#p551226
Ja die habe ich auch im Auge gehabt. Wenn nur alles ein bisschen kürzer wäre ;)
Krampfader hat geschrieben:
Fr 27. Mär 2020, 07:19
PS: Am wichtigsten ist ein möglichst hoher, freier Standort, ohne QRM (z.B. Anhöhe, Berg). Erst dann folgt die Antenne. Und ganz am Schluss kommt erst das Funkgerät. Beim Funkgerät ist wiederum eine kräftige Modulation wichtiger als die Leistung, siehe Video (4W zu 4W, auf 82km): https://youtu.be/i4TnFkzG62I
:thup:
guglielmo hat geschrieben:
Fr 27. Mär 2020, 08:36
Wenn Du mal ebenso ein altes Funkgerät auf Vordermann bringst und dann noch gleich eine Antenne selber baust bist Du bei diesem Hobby genau richtig. Ich möchte Dich ermutigen tatsächlich die Lizenz in Angriff zu nehmen. Ich habe sie selber vor ca.20 Jahren erworben und habe als Background eine Ausbildung zum Ingenieur für technische Physik. Die Technikprüfung war im Grund ein Selbstgänger und für Gesetzeskunde sowie Betriebskunde habe ich weinige Tage einige Dinge auswendig gelernt.
Ja, an Elektronik-Ausrüstung und Praxis mangelt es zum Glück nicht wirklich, ich habe von Oszis bis Frequenzzähler und Funktionsgenerator alles parat ;) Die Lizenz will ich schon seit Jahren aber ich es kamen so viele andere Dinger dazwischen. Die Technikfragen sind ebenfalls wie bei dir, kein Problem und ja, die Gesetzeskunde und die ganzen Frequenzbereiche etc. muss man wohl auswendig lernen... Mal schauen ob es dieses Jahr endlich was wird, danke für die Ermutigung :)
guglielmo hat geschrieben:
Fr 27. Mär 2020, 08:36
Ich habe es nicht bereut. So habe ich auch die Möglichkeit, neben der Kurzwelle, auch mit etwas höheren Leistungen auf VHF und UHF zu arbeiten. Hier tun sich sehr viele Betätigungsfelder auf und es bringt echt Spaß. CB habe ich mit 14 Jahren begonnen und auch einige Schwarzsender gebaut. Dann habe ich durch Fachabi, Studium und diverse Jobs wenig Zeit gehabt und erst vor ca. 10 Jahren begonnen aktiv zu werden. Auf CB bin ich schon lange nicht mehr QRV, da ich nur noch Amateurfunk betreibe. Ich wünsche Dir viel Spaß beim Einstieg und vielleicht kann man ja mal das eine oder andere QSO durchführen.
Danke, klingt auf jeden fall nach Spass und Kurzwelle ist natürlich schon reizend :D

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Re: Antennenanpassung bei Coax-Dipol

#12

Beitrag von Krampfader »

tamasgal hat geschrieben:
Fr 27. Mär 2020, 09:10
ich arbeite an einem Neutrinoteleskop, wir messen einzelne Photonen nanosekunden-genau mit Kubikkilometer grossen Detektoren 3km tief im Mittelmeer um mehr über Neutrinos und ihre kosmische Quellen herauszufinden. Josef M. Gassner mag ich persönlich auch gerne!
Wow Tom, Neutrinos ist mein Lieblingsthema bei Urknall, Weltall und das Leben. Was hältst Du vom Experiment "ANITA" ?, angeblich gib es da Erklärungsansätze welche über das Standardmodell hinausgehen, siehe meinen Beitrag hierzu unter: https://www.funkbasis.de/viewtopic.php?f=117&t=48649

guglielmo hat geschrieben:
Fr 27. Mär 2020, 08:36
Auf CB bin ich schon lange nicht mehr QRV
Mann guglielmo, wirb mir doch nicht auch noch die letzten CB-Funker für den Amateurfunk ab ;) ... Spaß beiseite, einen Neueinsteiger die Prüfung nahezulegen ohne dass er zuvor ein einziges QSO geführt hat finde ich etwas überzogen. Gerade am Anfang braucht man ein initiales Erfolgserlebnis, ohne allzuviel Aufwand. Danach kann man sich dann noch immer der stattlichen Prüfung zuwenden.

Schöne Grüße :wave:

Andreas
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Re: Antennenanpassung bei Coax-Dipol

#13

Beitrag von tamasgal »

ANITA finde ich auch spannend! Es gibt ja mehrere Pionierprojekte auf dem Askaryan Feld, als hätten sie sich namenstechnisch abgesprochen (ARA, ARIANNA) ;) und dann gibts noch das RNO.

Wir haben seit kurzem ein neues Mitglied Prof. Dr. Anna Nelles an unserem Institut (ECAP - Erlangen Centre for Astroparticle Physics) die auf den Radionachweis von Neutrinos spezialisiert ist. Sie hat auch schon einige Monate ihres Lebens auf eisigen Landschaften verbracht um unter anderem auch Antennen vom Schnee freizuschaufeln ;) https://ecap.nat.fau.de/index.php/perso ... na-nelles/ Ihre Antrittsvorlesung war sehr interessant. Ich freue mich auf die Ergebnisse in den kommenden Jahren!
Ich persönlich arbeite am KM3NeT Teleskop https://www.km3net.org

Krampfader
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Re: Antennenanpassung bei Coax-Dipol

#14

Beitrag von Krampfader »

tamasgal hat geschrieben:
Fr 27. Mär 2020, 10:11
Ich persönlich arbeite am KM3NeT Teleskop https://www.km3net.org
Wow. Ich bin schwer beeindruckt Tom. Ein 5 Kubikkilometer(!) großer Detektor. Wusste gar nicht dass sich soetwas in Bau befindet. Oder arbeitet der KM3NeT gar schon?? Bisher dachte ich der Ice-Cube in der Antarktis sei groß (1 Kubikkilometer). :shock:

Ich denke wir sollten hierzu einen eigenen Thread aufmachen. Da es sich ja hierbei auch um Empfänger handelt, wenn auch nicht für elektromagnetische Wechselwirkungen ;)

Was meinst Du? (Natürlich nur wenn Du willst).

Danke und Grüße

Andreas

PS: Neutrinos sind so spannend da sie neben Gravitationswellen und elektromagnetischer Strahlung das dritte Ohr ins Universum darstellen.
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Re: Antennenanpassung bei Coax-Dipol

#15

Beitrag von tamasgal »

Wir sind in der Aufbau Phase und haben erst 6 Detektoreinheiten von mehreren hundert installiert, aber wir machen gute Fortschritte und haben bereits etliche Neutrinos detektiert :)
Ja, am Ende sind wir größer als IceCube ;) In Erlangen sind beide Arbeitsgruppen vertreten und wir arbeiten aber auch mit IceCube zusammen. Mein Bürokollege ist zum Beispiel in beiden Projekten und charakterisiert PMTs.

Ich denke wir sollten hierzu einen eigenen Thread aufmachen. Da es sich ja hierbei auch um Empfänger handelt, wenn auch nicht für elektromagnetische Wechselwirkungen ;)
Klar, warum nicht :) Unser Detektor ist auch ein Empfänger für elektromagnetische Wechselwirkungen, da wir ja Licht messen. Die Antennen sind nur wesentlich kleiner :D Aber ja, wir wollen schwache Wechselwirkungen indirekt nachweisen, so hast du das vermutlich gemeint. :thup:

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