Fragen zu PA0FBK Duoband Antenne

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Suzi04
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Fragen zu PA0FBK Duoband Antenne

#1

Beitrag von Suzi04 »

Moin.

Ich möchte mir eine 2m/70cm Duoband Antenne wie sie bei PA0FBK beschrieben ist bauen,und damit auf Freenet und PMR arbeiten.
Bild
https://www.qsl.net/pa0fbk/hampage_uk.htm

Der OM schreibt zur Funktion:
"a", "b" und "c" sind zusammen ein Halbwellenstrahler auf 2m. "b" ist auf 70cm resonant und verhält sich wie eine Koaxialverbindung zwischen "a" und "c" die wiederum Halbwellenstrahler für 70cm sind. (...)

Ich frage mich: Wieso ist ein 23cm Stück auf 70 cm resonant.
Leider ist nirgens angegeben für welcher Frequenzen der OM die Antenne(n) berechnet hat.
Überschlägig berechnet sind es 152 Mhz und 400 Mhz was irgendwie ziemlich weit außerhalb der AFU Bänder,und noch weiter weg von Freenet und PMR liegt.

55 73

Markus
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BlaBlaBlubb
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Re: Fragen zu PA0FBK Duoband Antenne

#2

Beitrag von BlaBlaBlubb »

Hallo Markus,

ich versuche es mal mit etwas Halbwissen. Sollten sich OM's finden, die es besser wissen, werden sie sich hoffentlich noch zu Wort melden.

1.)
Der untere Teil mit dem kurzgeschlossenen Stummel sowie dem Abschnitt D ist ein Impedanzwandler. Der untere Teil (der Stummel) ist allerdings optisch um 180° hochgeklappt. Diesen ganzen Koaxteil kannst Du Dir eigentlich an einem Stück vorstellen. Es handelt sich um ein am Ende kurzgeschlossenes Koaxkabel. Das hat am oberen Ende eine sehr hohe Impedanz (Ende offen) und am unteren Ende einen Kurzschluss (Null Ohm). Da endgespeiste 1/2 Lambdastrahler eine hohe Impedanz um ca. 2.000 - 3.000 Ohm haben, kommt an's obere Ende nun der Strahlerteil (zu dem komme ich später). Vom unteren Ende hingegen ist genau der Punkt abgegriffen, der (zwischen Null und 3 kOhm rd. 50 Ohm hat). Genau hier wird impedanzrichtig dann eingespeist.

Hier eine Quelle mit besseren Erklärungen und auch einem Excelrechner:
https://dl3tu.wordpress.com/2016/01/26/ ... ed-dipole/

2.)
Für VHF sitzt nun oben ein endgespeister 1/2 Lambdastrahler drauf. Hier wirkt über die ganze Länge nur der Innenleiter! Somit A+B+C = rd. 0,95m. Das entspricht unter Berücksichtigung eines angenommenen Verkürzungsfaktors ca. (299,79 / 145 MHz) / 2 * vk 0,95 = ca. 0,98m

3.) ...und hier startet mein Halbwissen bzw. meine Annahme
Der mittlere Teil B wirkt wieder wie ein normales Koaxkabel, das durchflossen wird. Also greift wieder dessen Verkürzungsfaktor von vk = 0,66 bei dem dargestellten RG58. (299,79 / 435 MHz) / 2 * vk 0,66 = rd. 0,23m Somit ist der Abschnitt B ein Halbwellenresonanzstück, resonant für UHF.

...und es geht noch mit Halb- und Nichtwissen weiter.
Ob dieses Mittelstück B nun wie ein Sperrkreis wirken soll und A von C entkoppeln soll, damit die Antenne wie eine gestockte Antenne wirkt. Oder ob das Mittelstück B wie eine Phasenumkehr wirken soll, die den oberen Halblambdastrahler A auf den unteren Halblambdastrahler C koppeln soll .....tja, DA bin ich raus.

Vielleicht melden sich noch ein paar erhellende Antennen-Cracks.

vy 73,
Jochen

Suzi04
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Re: Fragen zu PA0FBK Duoband Antenne

#3

Beitrag von Suzi04 »

Danke für dein geteiltes Halbwissen. Das mit dem 23cmTeil kling auf jeden Fall Plausibel.
Ich habe die Antenne nach der Anleitung nachgebaut. Zum herumprobieren aber etwas variabler als die reine Koax Version.

B habe ich aus zwei ineinander geschobenen Alu röhrchen gebaut so das es die Länge verändern kann. D habe ich auch einem Röhrchen gemacht.
Auf 70cm hab ich ein SWR von 1:1,2. Selbst mit groben verändern der länge von A, D, und E geht das nicht über 1:1,5. Also schon mal ganz gut.
Im 2m Band bekomme ich das SWR nicht unter 1:5 (!) Egal was ich verändere. Da stimmt also irgend etwas nicht.

Ich probiere noch etwas herum und schreib wenn es was neues gibt.
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BlaBlaBlubb
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Re: Fragen zu PA0FBK Duoband Antenne

#4

Beitrag von BlaBlaBlubb »

Hallo Markus,

Du musst die ganze Antenne aus RG58 (am besten auch mit guter Qualität, sprich DICHTEM Abschirmgeflecht) bauen.
Nur damit werden die Längenangaben stimmen, da auf den Verkürzungsfaktor von rd. 0,66 (+/- Produktionstoleranz) zugeschnitten.

Bei diesen kurzen Wellenlängen gibt es nicht viel Spielraum für Fehler, hier greifen schon kürzeste Längenveränderungen.

Mit Deinen Aluröhrchen hast Du ein anderes Material und somit auch eine andere HF-Eindringtiefe bzw. -verzögerung (sprich: Verkürzungsfaktor).

Kann durchaus sein, dass für 70cm der Anpass-Stub in Verbindung mit dem (falschen) Strahlerkonstrukt dennoch eine so hohe Impedanz darstellt, dass das SWR gut ist. Für 2m nun allerdings nicht mehr, da Du bereits den unteren Teil D auch mit dem Aluröhrchen abgebildet hast.

D + der Stummel müssen aber zwingend aus RG58 sein, da hier der auf die Betriebsfrequenz(en) berechnete 50 Ohm Abgriff an der richtigen Stelle sowie mit der richtigen GESAMTLÄNGE beider Stücke vorgenommen wurde.

vy 73,
Jochen

Suzi04
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Re: Fragen zu PA0FBK Duoband Antenne

#5

Beitrag von Suzi04 »

Danke fürden Link mit dem EFHW Rechner!
Wenn ich da meine Zielfrequenz von 149 Mhz eingeben´kommt für den Anpaßstub 45mm heraus.
Von den ursprünglichen 35 ist das recht weit entfernt.
Ich werde die Antenne noch einmal komple3tt aus RG58 MIL bauen. Das bisher verwendete RG58 ist eher so mittelprächtig. Mir kommt esso vor als wenn der Innenleiter nicht genau in der Mitte des Dielektrikums liegt.
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