Notfunk durch Funkamateure

heavybyte
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Re: Notfunk durch Funkamateure

#46

Beitrag von heavybyte » Do 27. Sep 2018, 07:52

An politischen Themen, genau wie Themen zu Religion, werde ich mich nicht beteiligen, das führt zu nix.

Zurück zum Topic:
Yaesu FT857D hat geschrieben:
Di 25. Sep 2018, 10:21
Trotzdem werde ich mich im Rahmen meiner Möglichkeiten, im Falle eines Notfunkbetriebes beteiligen.
Du hast mein Mitleid!

Es gibt auch einige Sekten die auf einen bestimmten Tag warten... der nie kommen wird.

Gibt dir das Hobby so wenig Genugtuung, dass du dir eine Daseinsberechtigung dafür herbei sehnst?

fragnix
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Re: Notfunk durch Funkamateure

#47

Beitrag von fragnix » Do 27. Sep 2018, 09:09

In den letzten zehn Jahren gab es hier zwei Notfunkeinsätze, jeweils über viele Tage.

Zum Glück selten, aber nicht St. Nimmerlein. Eine Feuerwehr ist ja auch ohne Brand sinnvoll. Wenn der Bedarf da ist, ist es zu spät zum Einarbeiten.

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13 GD 44
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Re: Notfunk durch Funkamateure

#48

Beitrag von 13 GD 44 » Fr 28. Sep 2018, 01:49

Hallo,
Habe alle Beiträge gelesen, aber viel am Thema vorbei. Ich bin selbst Notfunker und habe min. 40 Ah zur Verfügung. + Solar Energie 100w + Notstrom mit Moppel für 4 Tage. Außerdem habe ich 40l Wasser und etliche Konserven in meinem kl. Vorrat. Geräte sind ein normales Trans.-Radio mit Batterie-Betrieb, CB- Funk Gerät President Grant u. IC-7000 für KW, 2m u. 70cm. Für Portabel Betrieb stehen mehrere GFK-Masten ( bis 16,2m) zur Verfügung. :tup:


73 de 13GD44 (früher Yankee 01) DG1YBN :wave:
Harald - Yankee-Hotel - 13GD44 - www.n44.de

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Re: Notfunk durch Funkamateure

#49

Beitrag von Yaesu FT857D » Fr 28. Sep 2018, 18:15

heavybyte hat geschrieben:
Do 27. Sep 2018, 07:52


Zurück zum Topic:
Yaesu FT857D hat geschrieben:
Di 25. Sep 2018, 10:21
Trotzdem werde ich mich im Rahmen meiner Möglichkeiten, im Falle eines Notfunkbetriebes beteiligen.
Du hast mein Mitleid!

Es gibt auch einige Sekten die auf einen bestimmten Tag warten... der nie kommen wird.
Du scheinst irgendwie etwas überlesen zu haben?
Ich bin schwerbehindert. Bin also von Übungen, geschweige denn vom Ernstfall beim Notfunk, ausgenommen (laut Gesetz).
Trotzdem werde ich mich daran (freiwillig) beteiligen. Nicht mehr und nicht weniger....
heavybyte hat geschrieben:
Do 27. Sep 2018, 07:52
Gibt dir das Hobby so wenig Genugtuung, dass du dir eine Daseinsberechtigung dafür herbei sehnst?
Ich nicht. Man könnte sagen, das trifft eher auf andere in der Gemeinde derer die AFU betreiben, zu.
Schau dich doch mal um, wieviele "CQ Contest" auf den Bändern rufen?
Wieviele davon Notfunkfrequenzen direkt oder ein paar Khz daneben, mit grosser Bandbreite belegen?
Die sind häufig die, welche als Daseinsberechtigung, den Notfunk anführen/propagieren.
Insbesondere weil der im AfuG drin steht und dort (m.M.n. verpflichtend) alle FA dazu "verdonnert"....
73, Helmut DO1TBP

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Re: Notfunk durch Funkamateure

#50

Beitrag von 13DS29 » Fr 28. Sep 2018, 18:33

Meines Wissens nach sind die Notfunkfrequenzen nur bei Notfällen freizuhalten. Und das wird veröffentlicht.
Über 80 Millionen Menschen in Deutschland können nicht richtig funken - Schreib Dich nicht ab, mach die Amateurfunklizenz.

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Re: Notfunk durch Funkamateure

#51

Beitrag von 13 GD 44 » Fr 19. Okt 2018, 00:19

Wenn Notruf-Frequenzen immer freigehalten werden, hört da auch keiner. Oder sitzt du da Tage oder Wochen auf der Freq und wartest auf einen Notruf. :?: :?:
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Re: Notfunk durch Funkamateure

#52

Beitrag von 13 GD 44 » Fr 19. Okt 2018, 00:22

Wenn ein Notfall oder eine Katastrophe eintritt, wird beim DARC und in Foren darauf hingewiesen, welche Frequenzen frei zu halten sind.
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Re: Notfunk durch Funkamateure

#53

Beitrag von Sgt.Lapdance » Fr 19. Okt 2018, 14:34

13 GD 44 hat geschrieben:
Fr 19. Okt 2018, 00:22
Wenn ein Notfall oder eine Katastrophe eintritt, wird beim DARC und in Foren darauf hingewiesen, welche Frequenzen frei zu halten sind.

...es ist eher die IARU, die das macht bzw. dann "ausruft" ...
---
Skip: Tornado QRG: 26,975 MHz FM only ;-)

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Re: Notfunk durch Funkamateure

#54

Beitrag von Yaesu FT857D » So 21. Okt 2018, 11:32

Sgt.Lapdance hat geschrieben:
Fr 19. Okt 2018, 14:34
13 GD 44 hat geschrieben:
Fr 19. Okt 2018, 00:22
Wenn ein Notfall oder eine Katastrophe eintritt, wird beim DARC und in Foren darauf hingewiesen, welche Frequenzen frei zu halten sind.

...es ist eher die IARU, die das macht bzw. dann "ausruft" ...
So ist es.
Nur:
Es gibt FA die das nicht die Bohne interessiert und trotzdem Funkbetrieb dort machen bzw. oberhalb/unterhalb davon, u.a. weil sie an ihrem Standort mit ihrer Antenne dort nichts hören....
73, Helmut DO1TBP

Kanalratte I
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Re: Notfunk durch Funkamateure

#55

Beitrag von Kanalratte I » So 21. Okt 2018, 12:53

Genau genommen ist es so, daß Jede Funkfrequenz eine Notfrequenz ist, sobald dort ein Notruf empfangen wird. Dafür bedarf es keiner Festlegung durch irgendwen. Natürlich werden bei großen Katastrophen Empfohlene Frequenzen genannt. Das passiert aber oft erst nach einiger Zeit, einen oder zwei tage nach dem eigentlichen Ereignis. Da ist der Notfunkverkehr oft schon lange im Gange.
DL8CBM
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Re: Notfunk durch Funkamateure

#56

Beitrag von 13CT925 » Fr 11. Jan 2019, 06:39

Meine 50 Cent:
National ist der Amateurfunk im Katastrophenfall keine "Schutzmacht" sondern bestenfalls eine einfache "Redundanz".
Es ist zwar praktisch, wenn ein 2m-Relais Kalmit mit einem Einzugsgebiet von Frankfurt bis Karlsruhe im Bedarfsfall mit einem Stromaggregat gestützt werden kann, aber es gibt so viele andere Hilf- und Kommunikationswege, das man sowas wohl nich tm ehr brauchen wird.

Anders sieht es international aus.
Wenn in einem 3-Welt-Land ein Tsunami oder Erdbeben reinbricht, sieht das schon anders aus, da ist oft die wichtigste Kommunikation zur Hilfskoordination eine Amateurstation auf dem 20m Band.

Hinzu kommen eigentlich nur spezielle Einzelfälle wie z.B. die Bergung eines Verletzen 2014 in einer 1000m tiefen Schachthöhle.
Da haben Funkamateure eine Funkverbindung auf ca. 70khz aufgebaut, weil das standardmäßige Kommunikationsmittel Cave-Link bei dieser Reichweite passen musste

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CBZentrum
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Re: Notfunk durch Funkamateure

#57

Beitrag von CBZentrum » Fr 11. Jan 2019, 08:58

Wir habens früher vorgemacht ! Bild

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Re: Notfunk durch Funkamateure

#58

Beitrag von guglielmo » Fr 11. Jan 2019, 09:11

Schon lange ist die Zeit vorbei, in der Funkamateure in schlecht gemachten Katastrophenfilmen, die Welt retten. Möchte man auf Funkamateure für den K-Fall zurück greifen benötigt man entsprechende Katastrophen und Notfallpläne. Hierzu zählt auch fest zu legen, in welchen Fällen eine Mitwirkung überhaupt sinnvoll ist. Damit ein Mitwirken funktionieren kann, müssen im Vorfelde Maßnahmen getroffen werden. Bei einem Ausfall der öffentlichen Kommunikation ist auch davon auszugehen, das die Energieversorgungsnetze zusammen brechen. Also müssen Notfallstationen z.B. über eine autarke Energieversorgung verfügen. Ebenso sind Frequenzpläne und Netzwerke von Beteiligten vorzusehen und festzulegen, wie die Kommunikation ablaufen soll. Um noch eins drauf zu setzen müssen die vorgesehenen Anlagen bestimmte Merkmale erfüllen und regelmäßig gewartet werden. Was nützt eine Funkanlage, wenn im K-Fall die Antenne nicht verfügbar ist, weil sie kaputt gegangen ist oder gerade umgebaut wird. Regelmäßige Übungenen bei denen auch der Katastrophenschutz, Feuerwehren und Technisches Hilfswerk eingebunden sind, sind zwingend. Sonst klappt am Ende sowieso gar nichts. Dann sollte man sich auch über die Kompatibiltät der verwendeten Systeme ein paar Gedanken machen. Der Schritt in Richtung BOS Digitalfunk entkoppelt die klassischen AFU-Systeme entgültig von der Funkwirklichkeit der Behördenkommunikation. Aber gerade die ist auch Anfällig gegen digitale Angriffe oder technische Störungen in der Zentrale. Prepperträume von Leuten die mal einen amerikanischen Katastrophenfilm aus den sechziger Jahren gesehen haben und die brutale Realität, wenn es tatsächlich zu größeren Natur- oder Industriekatastrophen bzw. zu kriegerischen Handlungen kommt sind schon reichlich etwas verschiedenes.

Yaesu FT857D
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Re: Notfunk durch Funkamateure

#59

Beitrag von Yaesu FT857D » Fr 11. Jan 2019, 18:02

Meine Damen und Herren,
kommen sie/wir zum eigentlichen Thema des Treads, den ich eröffnet habe, zurück:
Maulwurf hat geschrieben:
So 23. Sep 2018, 15:52
Vielleicht lag der Schwerpunkt des Eröffnungsbeitrags im vorletzten Satz.


Das pdf ist eigentlich für Notfunker und solche die es werden wollen interessant und nicht für weniger am Notfunk interessierte Mitmenschen.
Mit Daseinsberechtigung hat das nichts zu tun, sondern mit Hilfe für die Allgemeinheit. Grundlagen sollten natürlich vorhanden sein und selbstverständlich muß das auch geübt werden.

Es dreht sich auch nicht um Notruf ( ich finde schwerverletzte Person, es brennt) sondern um Notfunk.
Dieser unterstützt nach Anforderung der Behörde die Kommunikation um BOS-Frequenzen zu entlasten. Da sollten schon entsprechend vorbereitete/geschulte Funkamateure eingesetzt werden.

Natürlich muß eine Notfunkgruppe, ein OV oder wer auch immer mit seinem Angebot zur Unterstützung auch bekannt sein und bei der Leitstelle oder der Verwaltung einen entsprechenden Eindruck hinterlassen haben.
Genau so sehe ich das auch!
Manche FA meinen, bloss weil das im AfuG allgemein so steht, muss auch ein schwerbehinderter FA seinen Beitrag im Funkverkehr beim Katastrophenfall leisten.
Dem ist aber nicht so! In den jeweiligen Katastrophenschutzplänen der Länder, Städten und Gemeinden, ist ein Schwerbehinderter von jeglichen Hilfsleistungen ausgenommen....Also auch m.M.n. von solchen als FA beim Funkverkehr....
Hier von einer Verpflichtung zu sprechen, bloss weil das allgemein gehalten im Amateurfunkgesetz steht bzw. davon abzuleiten,
hat für mich als schwerbehindertem FA, einen gewissen "Beigeschmack"....
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Re: Notfunk durch Funkamateure

#60

Beitrag von Rosnatrucker » Fr 11. Jan 2019, 18:57

Falls nix mehr geht: Erzgebirger baut Notfall-Station mit CB-Funk auf - TAG24
https://www.tag24.de/nachrichten/zwoeni ... unk-926128


Ich setzt den Link hier mal ein, da er in öffentlichen Medien war.
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