HF-P1 und Stehwellenproblem

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Volkerm
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HF-P1 und Stehwellenproblem

#1

Beitrag von Volkerm » So 9. Jun 2019, 23:24

Hallo zusammen!

Ich stell mir grad aktuell mein Equipment für QRP-Betrieb zusammen und hab mir diesbezgl. eine HF-P1 gekauft.
Von vielen OMs empfohlen und preislich attraktiv, sowie sehr kompakt und preisgünstig.

Ich bekomm mit dem Ding nur keine vernünftige Stehwelle hin :clue:

Ich messe mit meinem Analyzer (FA-VA5) und kann kalibrieren, Kabel tauschen, etc...ich bekomm das Teil nicht unter ein SWV 12 :shock:
Kann mir vielleicht jemand unter die Arme greifen..ich finde den Fehler nicht...

Grüße

13DS29
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Re: HF-P1 und Stehwellenproblem

#2

Beitrag von 13DS29 » Mo 10. Jun 2019, 08:29

Hallo,

Radiale auseinandergedröselt und sternförmig ausgelegt? Länge der Radiale? Radiale erst senkrecht nach unten auf den Boden und dann erst verteilt? Hab sie ersetzt durch Metallmaßbänder, deren Länge ich je nach Frequenz einstelle. Die Angaben für die Spule stimmen bei mir nie. Und eine Windung macht hopp oder top aus. Geduldsspiel.

Auf Stativ oder am Tisch? Kurzschluss am Fuß? Das ist eher eine Bastelantenne als "out of the box". Ich hab auch etliches gebastelt und bin immer noch dabei, weil sie auf 80m einfach nicht gut geht.

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Re: HF-P1 und Stehwellenproblem

#3

Beitrag von BlaBlaBlubb » Mo 10. Jun 2019, 11:38

Hallo (Volker!?),

ich habe zwar das amerikanische Pendant, die Superantennas MP-1, aber bis auf das metrische Gewinde sind ja beide nahezu gleich.
Ein SWR <2.0:1 solltest Du auch unter widrigen Bedingungen immer hinbekommen.

Kannst Du mal bitte folgende Prüfungen der einzelnen Antennenteile machen:
  • Mit einem Ohmmeter den Mittelpin der PL-Buchse zu dessen gegenüberliegendem Antennenschraubanschluss durchmessen. Muss NULL Ohm haben, also Durchgang.
  • Mit einem Ohmmeter die PL-Buchse zwischen Innen- und Außenleiter messen. Darf KEINEN Durchgang haben, also unendlich Ohm.
  • Mit einem Ohmmeter die verschiebbare Verlängerungsspule messen. Vom unteren zum oberen Anschluss muss sie NULL Ohm (oder wenige Ohm) haben, also Durchgang.
  • Mit einem Ohmmeter die ausgezogene Teleskopantenne messen. Von deren Anfang- bis Endpunkt müssen sich NULL Ohm (oder wenige Ohm) ergeben, also Durchgang.
  • Sicherheitshalber auch die Anfangs- und Endpunkte der beiden (oder ist es bei der HF-P1 nur EIN!?) Verlängerungsstäben (unterhalb der Spule) messen. Müssen NULL Ohm haben, also Durchgang.
Wenn das alles korrekt ist, dann schau Dir mal die PL-Buchse im Sockel an. Ich habe schon erlebt, dass die beiden (manchmal ist es auch nicht ge-hälftelt sondern ge-viertelt) Hülsenhälften etwas auseinandergebogen sind. Sieht man dem Ding auf den ersten Blick nicht an. Merkt man höchstens, weil der Mittelstift des PL-Steckers vom Antennenkabel sehr einfach "reinflutscht". Schraubst Du dann den PL-Stecker fest, hat man ja zunächst ein gutes Gefühl. Dann kann aber durchaus sein, dass Dein Mittelpin vom Stecker dadurch auch schön zentriert wird - und wenige Zehntel Millimeter zur umgebenden PL-Buchsenhülse aber fehlen, d.h. der Mittelpin vom PL-Stecker hängt plötzlich isoliert in der Buchse und hat keinen Kontakt mehr.

Einfach zu überprüfen:
Dein Koaxkabel anschrauben und von dessen ANFANGS-Stecker das Ohmmeter an dessen Mittelpin halten. Nun muss sich Durchgang, also nahezu NULL Ohm zum Antennenanschlusspunkt des Sockels ergeben. Wenn nicht, dann sitzt der andere Stecker tatsächlich isoliert in der PL-Buchse.

Man kann mit einer Spitzzange die beiden (oder vier) Hülsen von der PL-Buchse gerne etwas zusammendrücken, sodass der PL-Stecker etwas "stramm" reingeht. Das schadet nie.

Nach zahlreichem Auf- und Abbau der Antenne diese Schwachstelle immer mal wieder überprüfen und ggf. wieder etwas enger zusammendrücken.

vy 73, viel Erfolg bei der Fehlersuche und gib bitte eine kurze Rückinfo, was dabei heraus kam
Jochen

Volkerm
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Re: HF-P1 und Stehwellenproblem

#4

Beitrag von Volkerm » Mo 10. Jun 2019, 11:52

Danke euch schon mal für den Input.

Ausführliche Antwort folgt am Nachmittag, da ich grad unterwegs bin.

BlaBlaBlubb
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Re: HF-P1 und Stehwellenproblem

#5

Beitrag von BlaBlaBlubb » Mo 10. Jun 2019, 11:58

Noch eine Anmerkung zur Verlängerungsspule. Ist bei den fixen Spulen eines Buddipole auch nicht anders.

Anfang und Ende sind oft genietet, d.h. der Spulendraht klemmt darunter. Manchmal sind es auch Schrauben, macht die Sache leider auch nicht besser. Stimmt hier der Anpressdruck nicht, hat man mehr oder weniger starke Kontaktübergänge von den Antennenanschlüssen zum Spulendraht.

Ich habe sowohl bei meiner MP-1 als auch bei meinem Buddipole die Nieten oder Schrauben mit einer Feile etwas angerauht und dann den Kontaktübergang zum Spulendraht verlötet.

Wichtig: Teilweise kommt bei den Spulen Cu-Lackdraht zum Einsatz. Diesen auch aufrauhen. Wenn dieser nur spärlich vom Hersteller an den Enden "angeritzt" ist und "lieblos" unter die Schrauben oder Nieten geklemmt ist, sind Kontaktprobleme schon vorprogrammiert.

Durch das Verlöten habe ich die Garantie, dass der Übergang niederohmig ist und auch künftig keine potentielle Fehlerquelle mehr darstellt.

In meinen Fällen sind das Messingschrauben oder -nieten und keine aus Edelstahl, sodass sich das problemlos löten lässt.

vy 73,
Jochen

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