Batterie oder Akku

Yaesu FT857D

Re: Batterie oder Akku

#31

Beitrag von Yaesu FT857D » So 28. Dez 2014, 20:22

Sagt mir eindeutig, die nächsten Akkus für mein HFG und andere Geräte, die längerfristig ihren Strom brauchen, werden Eneloops sein/werden!
Danke für die Infos!

Krampfader
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Re: Batterie oder Akku

#32

Beitrag von Krampfader » So 28. Dez 2014, 22:11

Yaesu FT847 hat geschrieben:Sagt mir eindeutig, die nächsten Akkus für mein HFG und andere Geräte, die längerfristig ihren Strom brauchen, werden Eneloops sein/werden!
Danke für die Infos!
Gerne. Hier ein weiterer unfreiwilliger "Test" der absolut glaubhaft wirkt: http://www.taschenlampen-forum.de/nimh- ... post346863

Grüße

Andreas
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DE6PET

Re: Batterie oder Akku

#33

Beitrag von DE6PET » Mo 29. Dez 2014, 14:49

Ich bin mit den 2000mA Eneloop Akkus sehr zufrieden, denn
damit funktioniert sogar mein über 30 Jahre altes Kenwood
Mobilgerät besser als je zuvor.

Anstelle von 9 normalen 1,5V Batterien setzte ich einfach
10 Akkus zu 1,2V ein und die Kiste läuft damit einen Tag
problemlos durch. Mit den Akkus alter Bauart war schon
nach etwa 3 Stunden Feierabend ...

Als Ladegerät verwende ich das ganz einfache "Basic Modell"
von Fa. Panasonic mit dem geringsten Ladestrom (also kein
Schnelladegerät). Das braucht zwar 8 Stunden, schont aber
die Akkus.

Gruß
DE6PET

Krampfader
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Re: Batterie oder Akku

#34

Beitrag von Krampfader » Mo 29. Dez 2014, 16:14

DE6PET hat geschrieben:Als Ladegerät verwende ich das ganz einfache "Basic Modell"
von Fa. Panasonic mit dem geringsten Ladestrom (also kein
Schnelladegerät). Das braucht zwar 8 Stunden, schont aber
die Akkus.
Bei den neuen modernen Akku-Typen gilt das nur mehr bedingt. Durch das Laden mit zu geringem Strom bilden sich im Akku große, reaktionsträge Kristalle. Diese machen den Akku faul, träge und letztendlich unbrauchbar. Hingegen fördert ein hoher Ladestrom kleine, reaktionsfreudige Kristalle. Der Akku wird trainiert, bleibt fit und gesund. Allerdings ist dabei eine Temperaturüberwachung absolut notwendig, speziell gegen Ladeende. Zu hohe Temperatur schadet der Zelle nämlich dauerhaft. Die weißen eneloop vertragen problemlos 1A Ladestrom, optimal gepulst. Perfekt arbeitet diesbezüglich das Ladegerät MH-C9000. Die Akkus werden dabei nicht mal handwarm ... siehe: http://www.elv.at/output/controller.asp ... ail2=17663

Zum Thema "Kristalle+Pulsladung" siehe: rcclubgp.jimdo.com/tipps-und-tricks/akkus-und-ladegeräte/ladegeräte-und-ihre-ladeverfahren/

Grüße

Andreas
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DE6PET

Re: Batterie oder Akku

#35

Beitrag von DE6PET » Mo 29. Dez 2014, 20:43

Krampfader hat geschrieben:Durch das Laden mit zu geringem Strom bilden sich im Akku große, reaktionsträge Kristalle. Diese machen den Akku faul, träge und letztendlich unbrauchbar. Hingegen fördert ein hoher Ladestrom kleine, reaktionsfreudige Kristalle. Der Akku wird trainiert, bleibt fit und gesund.
Vielen Dank für die Info ...

Mit der "Kristallbildung" habe ich mich noch nie beschäftigt, aber
wenn die Eneloops nur 1000 der versprochenen 2100 Ladezyklen
überstehen, bin ich froh und glücklich und das reicht für mich für
die nächsten drei Jahre ... :D

Mein Job ist übrigens Fotograf und ich quäle die Akkus daher auch
in Blitzgeräten, die relativ viel Strom innerhalb weniger Sekunden
brauchen. Dann werden die Akkus natürlich relativ heiß (mehr als
handwarm), aber abgekratzt ist in den letzten Monaten keiner ...

Gruß
DE6PET

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Re: Batterie oder Akku

#36

Beitrag von Mikado » Mo 29. Dez 2014, 22:35

Krampfader hat geschrieben:Durch das Laden mit zu geringem Strom bilden sich im Akku große, reaktionsträge Kristalle. Diese machen den Akku faul, träge und letztendlich unbrauchbar. Hingegen fördert ein hoher Ladestrom kleine, reaktionsfreudige Kristalle. Der Akku wird trainiert, bleibt fit und gesund. ...

Nicht nur zu geringe Ladeströme, besonders quasi permanente, schön langsame Selbstentladung wie sie besonders bei herkömmlichen NiMH ja die Regel ist, führt zu dieser Kristallstruktur, die grosse Kristalle bevorzugt. Das weiss jeder "Kristallzüchter".
Die Kristalle können dabei sogar so gross werden, dass sie den Separator durchdringen und einen zellinternen Kurzschluss hervorrufen.

Also aufladen, liegenlassen, nach ein paar Wochen wieder aufladen, liegenlassen (bloss nicht benutzen....) ist der sicherste Tod von Nickel-Cadmium-Akkus und Nickel-Metallhydrid-Akkus, ausser eben den Eneloop. Da diese eine äusserst geringe Selbstentladung haben.

Es gibt auch sogar noch einen Grund für den sagenhaften "Memory-Effekt"! Entdeckt wurde er an dem Betriebsverhalten eines Satelliten und man hat es auf dem Erdboden nachempfunden: Der Satellit wurde bei ausreichenden Sonneneinstrahlung PERMANENT durch eine falsche Lademimik überladen. Auch dieses führte zu einer grob-kristallinen Umstrukturierung, die halt sehr ungünstig ist.

"Memory-Effekt" hat daher nicht direkt mit der Kapazität zu tun, sondern durch die groben Kristallstrukturen hat man weniger Wirk-Oberfläche. Guter Vergleich dazu: Ein Stück Würfelzucker und ein grosser Kristall, sog. "Kluntje" von gleichem Gewicht.
Durch die viel viel grössere verfügbare Oberfläche löst ein Würfelzucker sich viel schneller auf als ein gleich schwerer Monokristall. Der Akku kann sich nicht merken, wie weit er jeweils benutzt wurde, wie immer falsch und gern behauptet wird. Aber durch die gröbere kristalline Struktur sinkt der entnehmbare Strom, weil der Innenwiderstand steigt. Dann ist es völlig logisch, dass der Akku, obwohl voll, viel viel früher in der Spannung einbricht und so den Eindruck erweckt, er wäre leer.

Lebensverlängernd wirkt sich bei NiCd und normalen NiMH aus, wenn man sie kontrolliert ENTLADEN lagert, evtl. sogar im Kühlschrank. Bei erreichen der Ladeschlussspannung von ca. 1V hört wundersamerweise die Selbstentladung fast vollständig auf.

Die Eneloop sind zwar keine Strom-Giganten aber sehr gut für den allgemeinen Hausgebrauch und durch ihre sehr geringe Selbstentladung in zweifacher Hinsicht ein grosser Gewinn: Man hat Akku-Strom wenn man ihn braucht und sie stehen sich nicht kaputt. Akkus erst zu laden, wenn man sie wirklich braucht, ist ja nicht eben alltagsgerecht, in manchen Fällen aber sinnvoll.


73 Mikado

p.s. DE6PET: Dass du Fotograf bist wissen wir ja aus deinem "ersten Leben" hier als Peter Herhold. :sup:
...wenn 10 deziBel ein Bel sind, sind dann 20dB nicht ein ZwieBel? :O))

Krampfader
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Re: Batterie oder Akku

#37

Beitrag von Krampfader » Mo 29. Dez 2014, 22:46

Gerne DE6PET

Selbst wenn es letztendlich nur 500 Zyklen werden bedeutet dies "ein halbes Leben" lang. Gott sei Dank sind die weißen eneloop aber sehr robust und stecken einiges weg. Man muss sie schon gehörig malträtieren bis sie ihre Arbeit verweigern. Warm werden die Dinger bei hoher Stromentnahme bedingt durch den Innenwiderstand, klar, und der steigt eben von mal zu mal an wenn man die Dinger beim Laden nicht genügend fordert, zu zaghaft behandelt. Also ruhig von Anfang an mit bis zu 2A vollknallen und die Temperatur dabei überwachen (bzw. diese erst gar nicht allzu hoch ansteigen lassen). So wie es eben der MH-C9000 macht (Standard-Mittelwert 1A, gepulst). Dann hat man mit der weißen(!) eneloop jahrelang Freude, sie spielt wie am ersten Tag und man kann sich um die wirklich wichtigen Dinge kümmern

Grüße

Andreas

@Mikado
Toll erklärt, dem ist nichts hinzuzufügen ...
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Re: Batterie oder Akku

#38

Beitrag von Russel55 » Di 30. Dez 2014, 21:12

Mensch Anton, jetzt weist du aber bescheid über Akku´s!
Ech interresant, wuste nicht das es so große Unterschiede gibt.
Tradition ist nicht die Verehrung der Asche,
sondern die Weitergabe des Feuers.

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Re: Batterie oder Akku

#39

Beitrag von solaris » Sa 3. Jan 2015, 19:43

Eneloop wäre auch meine 1.Wahl, nutze diese auch im Modellbau in IOM Segelbooten.....mit der automatischen Ladeschlussspannung von Delta Peak= 10mV sind sie dann auch richtig voll :banane: ....Gruss Mario
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55+73 der Mario und Allen viel Spass....Bye-bye

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Re: Batterie oder Akku

#40

Beitrag von solaris » So 4. Jan 2015, 00:34

Eneloop wäre auch meine 1.Wahl, nutze diese auch im Modellbau in IOM Segelbooten.....mit dem richtigen Ladegerät und der automatischen Ladeschlussspannung von Delta Peak= 10mV sind sie dann auch richtig voll.

Gruss Mario
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UNGLAUBLICH: eneloop - unfreiwilliger Langzeittest über 5 Ja

#41

Beitrag von Krampfader » Sa 21. Feb 2015, 19:11

Wahnsinn ... hab heute morgen zufällig in einer Schublade vier Stück über 5 Jahre alte Akkus (eneloop) gefunden. Hatte mir diese im Sommer 2009 zur Seite gelegt und danach einfach vergessen ... kann mich aber erinnern die Akkus seinerzeit noch entladen und anschließend aufgeladen zu haben um sie mit den jeweiligen Kapazitätswerten zu beschriften. Hier das Ergebnis, nach über 5 Jahren:

Bild

Wer es bis jetzt nicht geglaubt hat sollte spätestens jetzt überzeugt sein ...

Fazit: die weißen eneloop von Sanyo sind die besten Akkus welche man für den Heimgebrauch erwerben kann. Hoffe nur dass Panasonic die Linie von Sanyo weiter verfolgt und die eneloop der neuesten Generation nicht etwa nur "verschlimmbessert" ...

Grüße

Andreas

PS: und damit es hier zum Thema passt: wer seine mit Akkus bestückten Funkgeräte nur ganz selten verwendet sollte darauf achten dass sie dann auch zuverlässig funktionieren wenn man sie braucht. Und sei es nach 5 Jahren ...
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Re: UNGLAUBLICH: eneloop - unfreiwilliger Langzeittest über

#42

Beitrag von DocEmmettBrown » Sa 21. Feb 2015, 19:39

Krampfader hat geschrieben:Fazit: die weißen eneloop von Sanyo
Du meinst Panasonic! ;)
Wobei auch das Ladegerät entscheidend ist, das wird gerne vergessen. Ich wollte meine Eneloops, die ich bisher in Kameras einsetze, auch nicht in irgendwelchen Supermarktgrills rösten.

73 de Daniel

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Sanyo oder Panasonic ...

#43

Beitrag von Krampfader » Sa 21. Feb 2015, 19:55

Hallo Daniel

Nee, nee, ich meinte schon Sanyo. Bis vor ca. einem Jahr stand Sanyo auf den eneloop, neuerdings steht Panasonic drauf, eben seit Sanyo von Panasonic übernommen wurde ...

Ich hoffe halt nur dass Panasonic die Ingenieure von Sanyo so weitermachen lässt wie bisher und lediglich ihren Label auf die eneloop aufdruckt ... wir haben früher im Modellflug Sub-C-Zellen (NiCd/NiMH) mit über 100A(!) Endladestrom geknechtet und Sanyo lieferte (im Gegensatz zu Panasonic) schon immer die besseren und haltbareren bzw. robusteren Zellen ...

Grüße Andreas

Bild

PS: Das MH-C9000 harmoniert mit den eneloop perfekt ...
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UNGLAUBLICH: eneloop - unfreiwilliger Langzeittest über 5 Ja

#44

Beitrag von Krampfader » Sa 21. Feb 2015, 23:47

Hier noch eine aktualisierte Übersicht nachdem ich die Akkus heute abend dann nochmals geladen+entladen habe

Bild

Gute Nacht

Andreas
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Re: Sanyo oder Panasonic ...

#45

Beitrag von DocEmmettBrown » So 22. Feb 2015, 01:03

Krampfader hat geschrieben:PS: Das MH-C9000 harmoniert mit den eneloop perfekt ...
Oh, da gibt es bessere Ladegeräte, auch wenn die Homepage optisch grauenvoll aussieht.

73 de Daniel

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