Antennengeschädigt: Montage an Garage so okay?

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Derby Station
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Antennengeschädigt: Montage an Garage so okay?

#1

Beitrag von Derby Station »

Moin.

Auf dem Dach kann ich nichts aufbauen. Daher meine Idee einen 6m / max. 10m Aluschiebemast an der Garage zu befestigen. Darauf dann eine Antenne ohne Radiale (A99, 5/8, soetwas in der Art). Der Mast soll nicht 24/7 stehen. D. h. er wird aus-/eingefahren werden.

Ist dies statisch okay?
Okayisch?
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Krampfader
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Re: Antennengeschädigt: Montage an Garage so okay?

#2

Beitrag von Krampfader »

Derby Station hat geschrieben:
So 21. Jun 2020, 18:24
Ist dies statisch okay?
Hallo Marco (Derby Station) :)

Statisch gesehen ist Deine Montage durch die 3-Punkt Befestigung "überbestimmt" (ist aber nichts Schlimmes ;) ) ... das bedeutet nur dass Du Dir entweder unten die Erdschraube sparen kannst. Oder die untere Mauerschelle. Eine Zwei-Punkte-Befestigung sollten reichen (vorausgesetzt Mauerwerk und Dübel können die Kräfte aufnehmen).

Antenne ohne Radiale ??, hmmm, ich persönlich würde eine Gain-Master in Betracht ziehen (GM-5/8 oder GM-HW). Oder zum Testen vorerst mal eine 9m-Askari mit T2LT drauf, diese kannst Du dann immer noch gegen eine vollwertige Stations-Antenne tauschen (und hast dann nebenbei einen vollwertigen leichten Halbwellendipol für den Bergfunk).

Befestigen würde ich die Angelrute dann am Alu-Schiebemast wie folgt, siehe Bilder:

Bild Bild Bild
Weitere Fotos siehe: viewtopic.php?p=538311#p538311

Gutes Gelingen! :)

Andreas :wave:

PS: Die 9m-Angelrute wiegt im Vergleich zu gekauften Antennen nix, kostet nix und setzt dem Wind durch ihren Schlankheitsgrad auch wenig Widerstand entgegen. Auf meinen Fotos hab sie kurzerhand sogar nur auf einem GFK-Mast (von dx-wire) montiert. Passende gummierte Schellen gibt es in jedem Baumarkt.
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POLARFUCHS
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Re: Antennengeschädigt: Montage an Garage so okay?

#3

Beitrag von POLARFUCHS »

Hallo.
Wenn du die Erdschraube als Erdung verwenden möchtest, so ist der Tiefenerder mit dickem Kabel auf jeden Fall besser. Für die Mechanik brauchst du die Schraube nicht. Die größte Belastung entsteht eh am oberen Befestigungsbügel. Daher empfehle ich oben Dreibein und unten Zweibein. Achte darauf, das der Mast unten offen bleibt und Wasser ungehindert ablaufen kann. Wenn sich genügend Wasser im Rohr staut kann es bei Frost aufplatzen, hab damit Erfahrung :angry: :wall:

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Re: Antennengeschädigt: Montage an Garage so okay?

#4

Beitrag von ThorstenDK »

Hey,
Dann bau an die Wandhalter die Schellen für das Antennenrohr ab und montiere 2 U Schellen mit dem Durchmesser eines 12 m GFK Mast, z.B. von DX wire. Tausche die Schraubenmuttern der Schellen durch Flügelmuttern aus. Drahtantenne an den GFK Mast. Ist in 5 Minuten auf und wieder abgebaut.
Zum Sichern der Antenne einfach einen Blech Eimer mit abschließbaren Deckel oder Ähnliches mit einem Loch fürs Antennenkabel nehmen. Beim Abbau Antenne und Kabel zusammengerollt, in den Eimer damit, Deckel zu, Vorhängeschloss dran und irgendwo unauffällig in eine (H)Ecke gestellt.
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Re: Antennengeschädigt: Montage an Garage so okay?

#5

Beitrag von guglielmo »

Krampfader hat geschrieben:
So 21. Jun 2020, 19:15
Derby Station hat geschrieben:
So 21. Jun 2020, 18:24
Ist dies statisch okay?
Hallo Marco (Derby Station) :)

Statisch gesehen ist Deine Montage durch die 3-Punkt Befestigung "überbestimmt" (ist aber nichts Schlimmes ;) ) ... das bedeutet nur dass Du Dir entweder unten die Erdschraube sparen kannst. Oder die untere Mauerschelle. Eine Zwei-Punkte-Befestigung sollten reichen (vorausgesetzt Mauerwerk und Dübel können die Kräfte aufnehmen).
Statisch überbetimmt bedeutet, dass die auftretenden Kräfte und Biegemomente bei einer solchen Konstruktion unter Heranziehung der Gleichungen für das Kräfte- und Momentengleichgewicht nicht mehr eindeutig bestimmbar sind. Man kann sie dennoch rechnerisch ermitteln durch das Verwenden anderer Rechenverfahren. Die meisten verwendeten Konstruktionen sind statisch überbestimmt. Das bedeutet nicht, das man Befestigungen einfach weglassen kann. Hierdurch wird im allgemeinen das System geschwäxht. Man sollte sich schon bei einer solchen Konstruktion Gedanken über die Festigkeit machen. Häufig gibt es hierfür Empfehlungen vom Hersteller.

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Krampfader
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Re: Antennengeschädigt: Montage an Garage so okay?

#6

Beitrag von Krampfader »

Schönen Guten Morgen! :)
guglielmo hat geschrieben:
Mo 22. Jun 2020, 08:14
Statisch überbetimmt bedeutet, dass die auftretenden Kräfte und Biegemomente bei einer solchen Konstruktion unter Heranziehung der Gleichungen für das Kräfte- und Momentengleichgewicht nicht mehr eindeutig bestimmbar sind. Man kann sie dennoch rechnerisch ermitteln durch das Verwenden anderer Rechenverfahren.
Da gebe ich Dir schon recht guglielmo. Aber wir wollen es ja nicht übertreiben. Der Hersteller der vorgesehenen Wandhalterung fixiert den Mast auch nur an zwei Einspannpunkten. Siehe Bild:

Bild
Quelle: https://www.amazon.de/PremiumX-Sat-Maue ... 8376233987

Ich würde aber zwei Sets davon bestellen und jeweils ein "Dreibein" oben und unten an die Mauer montieren. Dann sind wir auf der sicheren Seite und auch "überbestimmt" ;) ... vielleicht gibt es ja diese dreibeinigen Wandhalterungen auch einzeln zu kaufen.

Mal vorausgesetzt die Wand + Mauerdübel können die Kräfte aufnehmen dann würde ich mir auch noch Gedanken machen inwieweit die mitgelieferten Rohrschellen/Rohrbügel den weichen Alu-Schiebemast quetschen (bzw. eindrücken). Gleiches gilt für einen HD-GFK-Mast (z.B. von dx-wire mit 13,7m). In beiden Fällen würde ich zuerst ein passendes Überrohr aus Stahl montieren in dem dann der Alu- bzw. GFK-Mast steckt, saugend und spielfrei (auf Kerbwirkung der scharfen Innenkante am oberen Ende des Stahlrohres achten).

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Re: Antennengeschädigt: Montage an Garage so okay?

#7

Beitrag von Derby Station »

Moin.

Schrauberdnagel: Ja. Die Intension war nicht Erdung, sondern zusätzliche Stabilität. Aber korrekt. Da läuft dann Wasser rein. Und der Mastfuß wäre ggf. Dauernass. Also Ab-Haken dran.

Wandmontagebügel: D. h. also wenn zw. dem unteren und oberen Bügel, sagen wir, 2m Abstand liegen, könnte ein 6m/8m oder gar 10m darin aufgebaut werden? Okay: 10m ist vieleicht zuviel. Sagen wir max. 8-9m. D. h. das Konstrukt sähe so aus: Mast PLUS dann noch eine Antenne.

Im abgebauten Zustand soll nur der Mast stehenbleiben. Also ist dieser dann zusammengeschoben.

Das Ding ist: Ich muss einigermaßen hoch raus, da ich ja - wie bekannt - von Häusern umzingelt bin. Unsere Hütte ist 3*2,45m Stockwerkhöhe = 7,35m. Die anderen Häuser 1-1,5/2m höher.


Ich bin auch für jede andere gute Idee, auf die ich nicht komme, offen.

Das mit den U-Bügeln war schonmal gut.
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Mittelalter
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Re: Antennengeschädigt: Montage an Garage so okay?

#8

Beitrag von Mittelalter »

Derby Station hat geschrieben:
Mo 22. Jun 2020, 09:57

Wandmontagebügel: D. h. also wenn zw. dem unteren und oberen Bügel, sagen wir, 2m Abstand liegen, könnte ein 6m/8m oder gar 10m darin aufgebaut werden? Okay: 10m ist vieleicht zuviel. Sagen wir max. 8-9m. D. h. das Konstrukt sähe so aus: Mast PLUS dann noch eine Antenne.
Wenn du eine adäquate Befestigung in der Wand hinbekommst (Bitte keine Baumarkt Plastik-dübel), dann kannst du mit den entsprechenden Bügeln auch einen 25 m Mast da hinzimmern ;-)
Falls Du dir unsicher bist, frag deinen örtlichen Schlosser/Metallbauer. Der kennt sich auf jeden Fall mit der entsprechenden Dübeltechnik aus und kann dir bei Bedarf auch passende Halterungen bauen, falls du nichts passendes findest....

Schönen Gruß vom Metallbaumeister :D

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Re: Antennengeschädigt: Montage an Garage so okay?

#9

Beitrag von Krampfader »

Zum Thema Dübel: Es gibt mittlerweile eine Menge an hochbelastbaren (Kunstoff- und) Metall-Dübel (auch im Baumarkt), für sämtliche Mauerwerke, siehe Bilder unter: https://www.google.com/search?q=mauerd% ... AXoECAwQAw

Siehe dazu auch folgenden Dübel-Ratgeber: https://www.fischer.de/de-de/produkte/duebel-ratgeber

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Re: Antennengeschädigt: Montage an Garage so okay?

#10

Beitrag von Questor »

Ich hatte das am vorigen Wohnsitz auch so, aber ich habe durchgebohrt und auf der Rückseite eine 4mm Stahlplatte hinter beiden Dreibeinen. Ich hatte die zu seiner Zeit einzeln gekauft. 6m Hydraulikrohr und oben drauf eine Halbwelle (Alu), funktionierte viele Jahre einwandfrei.
„Qualität ist kein Zufall; sie ist immer das Ergebnis angestrengten Denkens.“
John Ruskin (1819-1900)

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Re: Antennengeschädigt: Montage an Garage so okay?

#11

Beitrag von Krampfader »

Guten Morgen :)
Questor hat geschrieben:
Mo 22. Jun 2020, 23:00
Ich hatte das am vorigen Wohnsitz auch so, aber ich habe durchgebohrt und auf der Rückseite eine 4mm Stahlplatte hinter beiden Dreibeinen. Ich hatte die zu seiner Zeit einzeln gekauft. 6m Hydraulikrohr und oben drauf eine Halbwelle (Alu), funktionierte viele Jahre einwandfrei.
Durchschrauben ist natürlich die haltbarste Methode. Nur, nicht jeder möchte im Innenbereich dann eine Stahlplatte haben. Obwohl in einer Garage wäre das durchaus akzeptabel, die darin abgestellte Blechkiste legt sowieso keinen Wert auf "Schöner Wohnen" ;)

Und wenn die Antenne sowieso immer nur temporär genutzt wird (sprich jedes mal auf- und abgebaut wird) würde ich persönlich auch einen GFK-Mast in Betracht ziehen. Mit Drahtantenne. Entweder Eigenbau und/oder dieser hier: https://www.hyzooka.de

Bei Verwendung eines GFK-Mastes + Drahtantenne wäre nämlich auch kein Blitzschutz vorgeschrieben.

Wie auch immer. Gutes Gelingen!

Andreas :wave:
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Re: Antennengeschädigt: Montage an Garage so okay?

#12

Beitrag von Denyo4711 »

Krampfader hat geschrieben:
Di 23. Jun 2020, 07:44
Bei Verwendung eines GFK-Mastes + Drahtantenne wäre nämlich auch kein Blitzschutz vorgeschrieben.

Wie auch immer. Gutes Gelingen!

Andreas :wave:

Generell ist es nicht vorgeschrieben in Privathaushalten.
Ob die Versicherung beim Einschlag bezahlt, ist eine ganz andere Sache

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Re: Antennengeschädigt: Montage an Garage so okay?

#13

Beitrag von Derby Station »

Sonnigen Morgen.

Ja. Ein GFK Mast mit 10m/12m ist für mich eine Alternative. Den kann ich dann auch mit auf einen Deich nehmen.

Wie angemerkt: Daheim wäre es nett, wenn ich über die Dächer käme. Und da die L1/2 ja 5,5m misst, ist 10m/12m nicht zu wenig :clue:
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Re: Antennengeschädigt: Montage an Garage so okay?

#14

Beitrag von Krampfader »

Derby Station hat geschrieben:
Di 23. Jun 2020, 10:17
Ja. Ein GFK Mast mit 10m/12m ist für mich eine Alternative. Den kann ich dann auch mit auf einen Deich nehmen.
Hallo Marco

Hier findest Du eine Auswahl an geeigneten GFK-Masten, siehe:

- https://shop1.r-g.de/art/670110W
- https://www.spiderbeam.com/index.php?ca ... 746fff505d

Die Masten der 12m Klasse sind preislich attraktiv und standmobil auch noch gut von nur einer Person handhabbar.

Andreas :wave:

PS: Der 18m-Mast von spiderbeam ginge event. auch noch ...
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Re: Antennengeschädigt: Montage an Garage so okay?

#15

Beitrag von Dipol »

Wo bleibt Behle - Pardon Stefan - der einzige Dauerposter mit Normenkunde?
POLARFUCHS hat geschrieben:
So 21. Jun 2020, 21:40
Wenn du die Erdschraube als Erdung verwenden möchtest, so ist der Tiefenerder mit dickem Kabel auf jeden Fall besser.
Klingt einfach.

Aber wie lang muss der Erder denn sein, wie tief dessen Kopf versenkt werden, ist ein Mindestwandabstand gefordert, Material feuerverzinkt oder NIRO, Blitzstromtragfähigkeit und Korrosionsverträglichkeit der Verbindungen, sind Separaterder ohne Verbindung zur HES zulässig und muss der Kabelschirm in den PA einbezogen werden?
POLARFUCHS hat geschrieben:
So 21. Jun 2020, 21:40
Für die Mechanik brauchst du die Schraube nicht. Die größte Belastung entsteht eh am oberen Befestigungsbügel. Daher empfehle ich oben Dreibein und unten Zweibein.
Ob das Dreibein oben oder unten angebracht wird bringt weniger als ein größerer Abstand der Mauerhalterungen. Einmal mehr ein Hinweis auf das Tool von OM Detlef Schmegel. Das ist immer noch die beste Publikation zur Windlastberechnung, nur sollte man wissen, dass in D und A seit 1986 (!) europäische Eurocode-Normen mit unterschiedlichen nationalen Anhängen zu den Böenwindgeschwindigkeiten gelten.
Krampfader hat geschrieben:
Di 23. Jun 2020, 07:44
Bei Verwendung eines GFK-Mastes + Drahtantenne wäre nämlich auch kein Blitzschutz vorgeschrieben.
Blitzschutz ist seit fast 40 Jahren ein Oberbegriff für Äußeren und Inneren Blitzschutz. Falls @Krampfader damit ausdrücken will, dass hier weder Erdung noch PA gefordert sind, liegt er gründlich daneben.

Abweichend von internationalen Gepflogenheiten ist in Deutschland für CB- und Amateurfunk-Antennen nicht die IEC 60728-11 sondern die schon etwas vergilbte nationale DIN VDE 0855-300:2008-08 zuständig und in der gibt es (dank Lobbyarbeit?) eine Befreiung für den PA von Kabelschirmen bei Drahtantennen für AFU- und CB-Funk. Wie in IEC 60728-11, VDE 0855-1 oder ÖVE EN 60728-11 gibt es Befeiungen von blitzstromtragfähiger Erdung NUR für Antennenmontagen innerhalb von als sicher definierten Fassadenbereichen und nach diesen Normen kann der PA nur dann entfallen, wenn die Summe der Ableitströme < 3,5 mA(eff), künftig 5 mA(eff), beträgt und nur eine WE angeschlossen ist.

Diese Liberalisierung gibt es in der IEC 60728-11 noch nicht sehr lange und ob sie in den Nachfolger der DIN VDE 0855-300:2008-08 einfließen wird, die sich primär an den Bedürfnissen der Mobilfunkbetreiber orientiert, ist offen. Im zuständigen deutschen Normengremium wird erörtert, ob die CB- und Afu-Antennen wie international üblich der DIN EN 60728-11 (VDE 0855-1) angegliedert werden.

In Österreich, wo Normen sogar Gesetzescharakter haben, gilt die ÖVE EN 60728-11, die KEINE vergleichbare Befreiung enthält. Hier der Wortlaut der in D maßgeblichen Norm:
DIN VDE 0855-300:2008-08 hat geschrieben:
Die Forderung nach 12.3.1 (Einbeziehung der metallenen Kabelschirme der Antennenspeiseleitungen in den Potentialausgleich) gilt nicht für Drahtantennen des CB- und Amateurfunks.
Im aktuellen Arbeitsentwurf der nächsten Ausgabe steht:
DIN VDE 0855-300_Revision hat geschrieben:
Die Forderung nach 12.3.1 (Einbeziehung der metallenen Kabelschirme der Antennenspeiseleitungen in den Potentialausgleich) gilt nach Reihe DIN VDE 0100 auch für Drahtantennen des CB- und Amateurfunks.
FAZIT: Beide Formulierungen beziehen sich NUR auf den PA der Kabelschirme von Speiseleitungen. Nach meiner Überzeugung war diese Befreiung - die mit DIN VDE 0100 unvereinbar ist - auch nur für horizontale Langdrahtantennen gedacht. Ein vertikaler Draht an einer GFK-Stange ist blitzschutztechnisch nicht anders einzustufen als z. B. früher übliche Glasfaserruten für AM-Empfang, deren Koaxschirme schon immer in den PA einzubeziehen waren.

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