EndFed 1/2 Lambda Drahtantenne Bauanleitung mit Fakten

Krampfader
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Re: EndFed 1/2 Lambda Drahtantenne Bauanleitung mit Fakten

#151

Beitrag von Krampfader »

Danke Jochen für die gute Erklärung der beiden HyEndFed-Varianten :thup: :)

Wir haben folgendes Prinzip realisiert, siehe Schemata:

Bild
Quelle: https://pa-11019.blogspot.com/2011/06/2 ... a.html?m=1


Im Vergleich hier das Schema einer Fuchskreis:

Bild
Quelle: http://www.dl2lto.de/sc/HB_FK.htm

Die beiden sehen sich meines Erachtens schaltungstechnisch ziemlich ähnlich, oder? ... sprich wir haben definitiv eine Fuchskreis gebaut, oder?

Zu den Hochspannungskondensatoren: habe gerade eben hier bestellt, siehe: https://www.ebay.co.uk/itm/4x-pieces-3p ... 3187564369

Sonnige Grüße :)

Andreas

Erstellt gerade eben im Sand am Strand mit meinem iPhone8:
Bild
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Jack4300
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Re: EndFed 1/2 Lambda Drahtantenne Bauanleitung mit Fakten

#152

Beitrag von Jack4300 »

Bei diesem Design könnte ich mir vorstellen, dass es auch außerhalb der Schwingkreisresonanz funktioniert. Besonders wenn die Kapazität zu klein ist. Dann wirkt ja nur noch die Spule als Spartrafo.

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Charly Whisky
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Re: EndFed 1/2 Lambda Drahtantenne Bauanleitung mit Fakten

#153

Beitrag von Charly Whisky »

Kleiner Vorschlag zur Güte,

für die Kondensatoren würde ich ein NPO- Dielektrikum wählen, da das keinerlei Temperaturdrift hinsichtlich der Kapazität besitzt.

Z.b. Hier : https://www.hvproducts.de/files/ck1_series.pdf

BlaBlaBlubb
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Re: EndFed 1/2 Lambda Drahtantenne Bauanleitung mit Fakten

#154

Beitrag von BlaBlaBlubb »

Rosnatrucker hat geschrieben:
Di 23. Jul 2019, 02:43
Hättest du mal ein Link zu den Auktionen ? Gern auch via PN , wir wollen doch keine Werbung machen.
Hallo Nick,

ich habe bei eBay z.B. gerade eingegeben: "Hochvolt 3kV Kondensator"
Dann bekomme ich sofort genügend Treffer über die blauen Kondensatoren.
Kannst Du probeweise auch mit 6kV mal probieren oder auch nur 1kV.
2kV gibt es glaube ich auch. Das sind die 4 mir bekannten, typisch genutzten Abstufungen.

z.B. solche Typen hier sind exemplarisch gemeint:
https://www.ebay.de/itm/Ceramic-Capacit ... cGxOUtBfvg

Wenn man nur "Hochvolt Kondensator" eingibt, bekommt man auch MKT-Typen oder andere,
die in Netzteilen zu finden sind. Die sind aber für unsere HF-Anwendungen nicht gemeint.

vy 73,
Jochen

BlaBlaBlubb
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Re: EndFed 1/2 Lambda Drahtantenne Bauanleitung mit Fakten

#155

Beitrag von BlaBlaBlubb »

Hallo Andreas,

1.)
das zweite Bild ist die typische, originale Fuchskreisantenne, auch im Rothammel zu finden. Dort sind die Primär- und Sekundärwicklung getrennt. Da es ganz ohne Gegengewicht dennoch nicht geht, hat AA5TB ausgeführt, ein minimales Radial von 0,05 Lambda an den "Massepunkt" der Sekundärspule zu hängen.

Macht man das nicht, sucht sich die HF bekanntermaßen ihren eigenen Weg und über Streu- und Wicklungskapazitäten koppelt das dann auf die Eingangsspule (und damit auf das Zuleitungskoaxkabel und bildet hier die Mantelwellen aus).

http://www.aa5tb.com/efha.html
Siehe Bild17

Liegt das Koaxkabel auf dem Boden, merkt man das vermutlich noch nicht mal so sehr, dennoch strahlt es mit und provoziert somit standort- und bodenabhängige Schwankungen der Abstimmverhältnisse. Und das will man ja bestmöglich vermeiden und bestenfalls eine "Set-it-and-forget-it-Antenne" haben, die IMMER und ÜBERALL und GLEICHERMAßEN GUT funktioniert. Hier sollte bzw. muss immer, spätestens direkt an/vor dem Funkgerät, eine Mantelwellensperre rein. Oder bereits nach 1m Koaxkabel (denn dessen Außenleiter würde nun das kurze 0,05 Lambda Radial darstellen).

2.)
Da es ohne das 0,05 Lambda-Gegengewicht sowieso kapazitiv koppeln würde, gibt es auch die abgewandelte Form, bei der unten eine Drahtbrücke sitzt und die Masseseite der Primär- und Sekundärwicklung "hart" verbindet. Dann hat man zumindest was die "Vergegengewichtung" :lol: anbelangt, stabile Verhältnisse. Bringt einen aber auch nicht weiter, da das oben Gesagte weiterhin gilt, das Koaxkabel mit strahlt und eine MWS wieder notwendig wird. Diese Form wird auch oft als Fuchskreisantenne beschrieben, hat aber mit der Urform nichts mehr zu tun. Die namentliche Fuchskreisantenne hat GETRENNTE Primär- und Sekundärwicklungen.

3.)
Was Du gebaut hast, ist ein angezapfter Schwingkreis.
Das wäre zunächst die abgewandelte Form nach 2.) gewesen, also mit verbundenen Massen. Da beide Spulen nun GALVANISCH sowieso verbunden wären, spart man sich noch die Primärwindung und greift an der einzig verbliebenen Spule (also der ex-Sekundär- bzw. Schwingkreisspule) an einem Punkt ab, der aufgrund des Übersetzungsverhältnisses möglichst nahe an 50 Ohm liegt.

Fazit:
Ist meiner Meinung nach aber alles schnuppe wie sich das nennt, Hauptsache es funktioniert. Alle 3 genannten Varianten stellen eine Transformation von 50 Ohm auf die rd. 2.500 - 3.000 Ohm Impedanz eines endgespeisten 1/2-Lambdadrahtes dar. Ich bin mir sicher, dass sich 3 unterschiedlich nutzbare Bandbreiten (am identischen Draht) aufgrund der unterschiedlichen Kopplung ergibt. Messtechnisch kann man das nachweisen, aber schlussendlich zählt doch, was bei meinem Gegenüber ankommt. Und die Gegenstation wird sicherlich keinerlei Unterschiede bei den 3 Kopplungsformen bemerken (sofern man beim Bau nicht murkst).

Die Varianten 2.) + 3.) haben durch die galvanische Verbindung den Vorteil, dass Antenne + das Funkgerät geerdet sind (elektrostatische Aufladungen). Bei der klassischen Fuchskreisantenne nach 1.) würde in ihrer "modernen" Form mit dem zusätzlichen 0,05 Lambda-Radial hier kein Schutz bestehen bzw. elektrostatische Antennenaufladungen müssten über einen zusätzlichen 100kOhm Widerstand vom Radialanschluss zu einem Bodenerder abgeleitet werden.

vy 73,
Jochen

Krampfader
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Re: EndFed 1/2 Lambda Drahtantenne Bauanleitung mit Fakten

#156

Beitrag von Krampfader »

Servus Jochen :)

Herzlichen Dank für Deine wirklich ausführliche, verständliche und mit Wertschätzung versehene Erklärung, das kommt hier nicht oft vor - Lieben Dank! :thup: :D

Hmmm, schön langsam kommt "Licht" in die Sache. Wir haben also gar keine "echte" Fuchskreis (galvanisch getrennter Primär- und Sekundärkreis) realisiert sondern einen "angezapften Schwingkreis". Ok, soll mir auch recht sein. Was mich bei meiner "SlimFed" allerdings wundert ist die geringe dafür notwenige Kapazität von schätzomativ 1pF, sprich ich habe das ursprünglich 10cm lange Kondensator-Stück aus RG142 bis auf rund 1cm kürzen müssen damit sich das SWR-Minimum auf meiner Wunschfrequenz von 27,205 MHz einpendelt (den hochohmigen Strahler hab ich dabei mittels 3,3kOhm-Metall-Widerstand simuliert). Was ist da los ?? ... warum ist bei den beiden mittels GEL-Sekundenkleber aufeinandergestapelten T106-6 Eisenpulverkernen dann nur ein derart kleiner Kondensator notwendig ?? ... besitzt die Wicklung genügend Eigenkapazität sodass eben nicht mehr gebraucht wird ?? ... dass die Antenne offensichtlich funktioniert ist ja durch meine Messungen belegt, aber auch durch meine praktischen Tests ... also was ist da los ??

Ich gestatte mir eine weitere Frage Jochen, und zwar zum Thema notwendiges "Radial": Ich habe beim meiner SlimFed auf der Zuleitung aus RG58 nach 55cm (sprich 11m * 0,05) eine "Mantelwellensperre" vorgesehen, in Form von 52 auf das RG58 aufgefädelten Ferrit-Hülsen. Macht dies überhaupt bei unserer (obigen) Schaltung (angezapfter Schwingkreis) ebenfalls Sinn ?? ... was denkst Du ??

Nochmals herzlichen Dank und Gute Nacht! :zzz:

Andreas
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Jack4300
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Re: EndFed 1/2 Lambda Drahtantenne Bauanleitung mit Fakten

#157

Beitrag von Jack4300 »

Krampfader hat geschrieben:
Mi 24. Jul 2019, 00:29
Servus Jochen :)

Herzlichen Dank für Deine wirklich ausführliche, verständliche und mit Wertschätzung versehene Erklärung, das kommt hier nicht oft vor - Lieben Dank! :thup: :D

Hmmm, schön langsam kommt "Licht" in die Sache. Wir haben also gar keine "echte" Fuchskreis (galvanisch getrennter Primär- und Sekundärkreis) realisiert sondern einen "angezapften Schwingkreis". Ok, soll mir auch recht sein. Was mich bei meiner "SlimFed" allerdings wundert ist die geringe dafür notwenige Kapazität von schätzomativ 1pF, sprich ich habe das ursprünglich 10cm lange Kondensator-Stück aus RG142 bis auf rund 1cm kürzen müssen damit sich das SWR-Minimum auf meiner Wunschfrequenz von 27,205 MHz einpendelt (den hochohmigen Strahler hab ich dabei mittels 3,3kOhm-Metall-Widerstand simuliert). Was ist da los ?? ... warum ist bei den beiden mittels GEL-Sekundenkleber aufeinandergestapelten T106-6 Eisenpulverkernen dann nur ein derart kleiner Kondensator notwendig ?? ... besitzt die Wicklung genügend Eigenkapazität sodass eben nicht mehr gebraucht wird ?? ... dass die Antenne offensichtlich funktioniert ist ja durch meine Messungen belegt, aber auch durch meine praktischen Tests ... also was ist da los ??
Ich bin mir nicht sicher, ob die Schaltung überhaupt effektiv als Schwingkreis arbeitet. Ich kann die Windungszahl nicht richtig erkennen, meine aber es sind 2:14 oder 2:16. Also ein Übersetzungsverhältnis der Impedanz von 1:49 oder 1:64. Damit alleine bekommst du einen 3,3kOhm Widerstand schon ganz gut in Richtung 50 Ohm.

Bild

Eine Fuchkreisantenne ist sehr schmalbandig. Typischerweise unter 100kHz. Es sei denn die Güte des Schwingkreises ist sehr schlecht. Du hattest eine Bandbreite von geschätzt 3 MHz gemessen:

Bild

Du könntest vielleicht mal probieren die Eigenkapazität der Spule zu minimieren in dem du sie anders wickelst: Den kompletten Umfang des Kerns nutzen, aber nach der Hälfte der Wicklungen auf die Gegenüberliegende Seite wechseln. So haben die Windungen maximalen Abstand zueinander und der ein und Ausgang liegen gegenüber.

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Re: EndFed 1/2 Lambda Drahtantenne Bauanleitung mit Fakten

#158

Beitrag von Krampfader »

Guten Morgen Jack! :)
Jack4300 hat geschrieben:
Mi 24. Jul 2019, 06:57
Eine Fuchkreisantenne ist sehr schmalbandig. Typischerweise unter 100kHz. Es sei denn die Güte des Schwingkreises ist sehr schlecht. Du hattest eine Bandbreite von geschätzt 3 MHz gemessen:
Auch Dir vielen Dank für Deine Ausführungen :) ... Du hast recht, folgendes ist mir nämlich ebenfalls aufgefallen: Der "Schwingkreis" bietet mit 3,3kOhm Widerstand (also Strahler nur simuliert) sogar eine enorme Bandbreite von bis zu 6 MHz (SWR <= 2,0, siehe Foto oben). Hingegen nach dem Entfernen des Widerstandes und dem Anbringen eines 5,23m langen Strahlers (gemessen ab den beiden Amidon T106-6) sank die Bandbreite am freien Feld auf 1,9 MHz, also auf rund ein Drittel. Für unseren Zweck als CB-Funker trotzdem völlig ausrechend, ist doch unser Band mit seinen 0,44 MHz (bei 40 Kanälen) recht schmal, siehe Bilder:

Bild Bild Bild Bild

Hier nochmals die aktuellen Daten:
SWR Kanal_01: ... 1,21
SWR Kanal_20: ... 1,06
SWR Kanal_40: ... 1,19
Bandbreite (SWR <= 2): 26,2 - 28,1 MHz (sprich 1,9 MHz)

Jack4300 hat geschrieben:
Mi 24. Jul 2019, 06:57
Eine Fuchkreisantenne ist sehr schmalbandig. Typischerweise unter 100kHz.
0,1 MHz Bandbreite wären aber selbst für uns CB-Funker zu wenig, zumindest ohne nachzustimmen. Dies würde einen Drehkondensator voraussetzen welcher aber mein Konzept "alles in die Rute hinein" über den Haufen werfen würde ...

Jack4300 hat geschrieben:
Mi 24. Jul 2019, 06:57
Ich bin mir nicht sicher, ob die Schaltung überhaupt effektiv als Schwingkreis arbeitet. Ich kann die Windungszahl nicht richtig erkennen, meine aber es sind 2:14 oder 2:16. Also ein Übersetzungsverhältnis der Impedanz von 1:49 oder 1:64. Damit alleine bekommst du einen 3,3kOhm Widerstand schon ganz gut in Richtung 50 Ohm.
Die Windungszahl beträgt am Doppelkern genau 16 (13+3), gezählt innen in der "Bohrung" der Kerne, sprich der Kupferlackdraht wurde genau 16 mal durch den Kern hindurch gefädelt, an der Außenseite der Kerne verlaufen demnach 17 Windungen (plus ein Draht mittig welcher die Schirmung des RG58 mit der Schirmung des Kondensatorstummels verbindet, siehe Foto: https://i.ibb.co/ZLdb3Qy/IMG-4838.jpg ).

Irgendwie ein "Mysterium" diese "SlimFed". Egal, Hauptsache sie funktioniert :)

Bild

Schönen Tag wünsch! :)

Andreas

PS: werde den Strahler auch mal aus https://www.dx-wire.de/dx-wire-antennen ... rware.html anfertigen und neu abstimmen
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Re: EndFed 1/2 Lambda Drahtantenne Bauanleitung mit Fakten

#159

Beitrag von Krampfader »

Nachtrag: Hier noch einige Detail-Fotos des Inline-Transformators:

Bild Bild Bild Bild

Wie von Jochen bereits erwähnt: Darauf achten dass beim Kürzen des Kondensators (in meinem Fall aus RG142) keines der hauchdünnen Drähtchen den Kondensator kurz schließt (mit Lupe kontrollieren)

Grüße

Andreas
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Re: EndFed 1/2 Lambda Drahtantenne Bauanleitung mit Fakten

#160

Beitrag von Stargate »

Für diejenigen die "draussen " bleiben wollen. Das mit dem Fuchskreis stimmt leider mit der Schmalbandigkeit .
Ich bin aber nicht immer am selben Ort und benutze die Antenne geknickt auch in der Wohnung. Da geht es ohne regelbarem
Kondensator leider nicht. Mit dem Doppelkern geht das regelbar mit 1 pf leider auch nicht.
Ich habe was schlankes mit bei Bedarf ankoppelbarer Mantelsperre, und etwas grösser gleich mit eingebauter Mantelsperre zusammen gebaut.
Zum Nachregeln (Kontrolle) dient wieder die LED mit 2 Germaniumdioden. Die Stehwelle bei 27.005 bertägt 1:1,15.
Ich danke allen die dieses Projekt betreuen und entwickelt haben. Das war für mich eine Anregung für den Nachbau
Dateianhänge
Fuchskreis.jpg

Krampfader
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Re: EndFed 1/2 Lambda Drahtantenne Bauanleitung mit Fakten

#161

Beitrag von Krampfader »

Stargate hat geschrieben:
Mi 24. Jul 2019, 16:08
Für diejenigen die "draussen " bleiben wollen. Das mit dem Fuchskreis stimmt leider mit der Schmalbandigkeit .
Ich bin aber nicht immer am selben Ort und benutze die Antenne geknickt auch in der Wohnung. Da geht es ohne regelbarem
Kondensator leider nicht. Mit dem Doppelkern geht das regelbar mit 1 pf leider auch nicht.
Ich habe was schlankes mit bei Bedarf ankoppelbarer Mantelsperre, und etwas grösser gleich mit eingebauter Mantelsperre zusammen gebaut.
Zum Nachregeln (Kontrolle) dient wieder die LED mit 2 Germaniumdioden. Die Stehwelle bei 27.005 bertägt 1:1,15.
Ich danke allen die dieses Projekt betreuen und entwickelt haben. Das war für mich eine Anregung für den Nachbau
Servus Stargate :)

Schön dass Du mit uns so fleißig mitbastelst :thup:

Eine Frage aber noch zu Deinen Mantelwellensperren: einige Untersuchungen lassen den Verdacht aufkommen dass es auch bei einer echten Fuchskreis nicht ohne „Gegengewicht“ geht, sprich in den meisten Fällen bilden sich dann Mantelwellen aus, und zwar am Zuleitungskabel. Man sollte daher die Mantelwellensperre nicht allzu knapp anbringen bzw. einen kurzen Draht als Radial herab hängen lassen. Als idealer Abstand bzw. als ideale Länge hat sich Lambda * 0,05 herauskristallisiert, in unserem Fall also rund 55cm (11m * 0,05), siehe Skizze:

Bild
Quelle: http://www.dl2lto.de/sc/HB_FK.htm

In welcher Form hast Du diesen Umstand berücksichtigt?

Lieben Dank und Grüße

Andreas
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Stargate
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Re: EndFed 1/2 Lambda Drahtantenne Bauanleitung mit Fakten

#162

Beitrag von Stargate »

Das habe ich bis jetzt noch nicht berücksichtigt.
Das Speisekabel möchte ich dazu nicht Missbrauchen.
Die Feststellung das bei Veränderung der Position des Speisekabels sich auch die Stehwelle ändert
hat sich so bestätigt. Ohne Mantelwellensperre ist das wohl dann das Gegengewicht der Antenne.
Mit der Mantelwellensperre gab es da so gut wie keine Veränderungen.
Ich werde da noch im Gehäuse entprechende Pfosten anbringen und dann
dort ein Gegengewicht wie in der Zeichnung anbringen. Das ist ja schnell erledigt.
Eine weitere Möglichkeit bei den Kleinen Ausführungen wäre natürlich zwischen der angeflanschten Mantelwellensperre
noch ein Stück Coaxkabel als Gegengewicht zu setzen. Das werde ich auch probieren.
Mal sehen was dann dabei heraus kommt

Jack4300
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Re: EndFed 1/2 Lambda Drahtantenne Bauanleitung mit Fakten

#163

Beitrag von Jack4300 »

Ich denke das Problem mit der Empfindlichkeit auf die Position des Speisekabels liegt das der Bauart "Endgespeiste Antenne". Eine Antenne interagiert kapazitiv gekoppelt mit metallischen Strukturen in ihrer Umgebung, wenn diese sehr nah sind. Das gilt umso mehr je näher diese Struktur in der Nähe ihres Spannungsbauchs ist. Das trifft auf die Speiseleitung am Ende eines Dipols zu. Daher vermute ich als Ursache der Mantelwellen nicht eine Fehlanpassung, sondern eine kapazitive Kopplung mit dem Dipolende.
Diese Effekt dürfte sich bei der hier vorliegenden Antenne noch verstärken, weil Dipolende und Koaxschirm über einen Kondensator verbunden sind.

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Re: EndFed 1/2 Lambda Drahtantenne Bauanleitung mit Fakten

#164

Beitrag von Krampfader »

Hallo Jungs

Nebenbei würde mich die thermische Belastung meiner beiden aufeinander gestapelten Eisenpulverkerne (T106-6) innerhalb der Angelrute interessieren. Eine Möglichkeit wäre die Erwärmung mittels Temperaturmessstreifen festzuhalten indem ich die Kerne mit so einem selbstklebenden Streifen eng umwickle, siehe Foto:

Bild
Quelle: https://www.testo.com/de-AT/testoterm/p/0646-0108

Diese Temperaturmessstreifen besitzen einen Maximalwertspeicher und zeigen daher die jeweils max. erreichte Temperatur. Rein hypothetisch könnte man dann aus der Temperaturdifferenz die Verlustleistung berechnen, zumindest größenordnungsmäßig ...

Grüße

Andreas

PS: Bei unseren CB-spezifisch geringeren Leistungen wird der Streifen vermutlich nicht viel anzeigen, ich bräuchte daher eine Endstufe so ab 100W aufwärts ...
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Re: EndFed 1/2 Lambda Drahtantenne Bauanleitung mit Fakten

#165

Beitrag von Stargate »

Rothammel schreibt ein Stück Gegengewicht oder eine Mantelwellensperre zur Vermeidung von Gleichtaktwellen auf dem Speisekabel.
Mit einem Gegengewicht mit oder ohne Mantelsperre ging dann gar nichts. Mit dem Drehko liess sich nichts mehr regeln, weil das Ganze wohl
gegen 1 pf ging was mit dem Drehko nicht mehr geht. Ohne Gegengewicht mit Sperre war alles wieder ok.
Auch der Versuch vor die Sperre ein Stück Koaxkabel zu verwenden brachte dasselbe schechte Ergebnis. Vielleicht muss man bei dieser Ausführung mit Gegengewicht einen anderen Kern nehmen oder die Wicklungszahl verändern um mit einem Drehko arbeiten zu können. Zumindest habe ich das Ziel die Antenne auch an ungünstigen Standorten verwenden zu können erst einmal erreicht. Allerdings ist das Ganze seht schmalbandig.

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