EndFed 1/2 Lambda Drahtantenne Bauanleitung mit Fakten

neodym
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Re: EndFed 1/2 Lambda Drahtantenne Bauanleitung mit Fakten

#166

Beitrag von neodym » Di 16. Jul 2019, 13:47

Ich habe die Antenne nach Anleitung vom Stefan (so wie im ersten Beitrag) nach gebaut, abgeglichen und am 8M-GFK-Mast in die Luft gebracht.
Ich würde meinen, das diese Antenne eine Nuance besser empfängt als meine bisherigen Drahtantennen (5/8-Gainmaster-Nachbau und die 300ohm-Hühnerleiterantenne) :tup:
Senderseitig scheint soweit alles gleich geblieben zu sein.
Trotzdem habe ich mal eine Frage: Kann man ungefähr abschätzen, ab welcher Leistung so ein Ferritkern in die Sättigung geht? :clue:

PS: Test war ohne MWS. Es scheint auch wenig unerwünschte Ausstrahlung zu geben. Meine LED-Touchlampe (zuverlässiger Anzeiger) blieb zumindest aus. :o
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meistergrimbart
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Re: EndFed 1/2 Lambda Drahtantenne Bauanleitung mit Fakten

#167

Beitrag von meistergrimbart » Di 16. Jul 2019, 14:06

Hallo Patrick,

vielen Dank für die Erklärungen. Das gibt mir einen Absprungspunkt, um weiter nachzulesen. :)

> aber der Wirkungsgrad sinkt gegenüber anderen Lösungen. <

Das zu wissen ist natürlich besonders im CB wichtig. Vor allem dann, wenn man im Rahmen der erlaubten Sendeleistung bleibt.

Hat jemand Erfahrungen, wie man die T2LT im Verhältnis dieser verschiedenen Antennenarten einordnen kann, vom Wirkungsgrad her?

Die passt natürlich definitv nicht in eine Angelrute, insofern bitte ich schonmal vorsorglich um Entschuldigung für OT ... :oops:

Gruß,
Peer
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Re: EndFed 1/2 Lambda Drahtantenne Bauanleitung mit Fakten

#168

Beitrag von Krampfader » Di 16. Jul 2019, 18:13

neodym hat geschrieben:
Di 16. Jul 2019, 13:47
Senderseitig scheint soweit alles gleich geblieben zu sein.
Trotzdem habe ich mal eine Frage: Kann man ungefähr abschätzen, ab welcher Leistung so ein Ferritkern in die Sättigung geht? :clue:
Hallo Michael :)

Super! Gratuliere zum erfolgreichen Nachbau von Stefans EndFed :) Stefan hat das ja alles toll dokumentiert :thup:

Zu Deiner Frage: Laut dem Hersteller Amidon gehen deren Eisenpulverkerne (im Gegensatz zu deren Ferritkernen) nicht in Sättigung sondern sind lediglich durch die Temperatur begrenzt. Sprich solange der Kern nicht übermäßig warm wird würde ich mir diesbezüglich keine Sorgen machen, siehe dazu: http://amidon.de/contents/de/d857.html

Weiterhin viel Spaß mit Deinen diversen Drahtantennen. Du kannst ja jetzt vergleichen und Deine Erfahrungen hier weiterhin mit einbringen.

Besten Dank und Grüße :)

Andreas

PS: rein hypothetisch könnte man über den Temperaturanstieg des Kernes die Verlustleistung bestimmen
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Re: EndFed 1/2 Lambda Drahtantenne Bauanleitung mit Fakten

#169

Beitrag von DH2PA » Di 16. Jul 2019, 20:31

Hat jemand Erfahrungen, wie man die T2LT im Verhältnis dieser verschiedenen Antennenarten einordnen kann, vom Wirkungsgrad her?
Die passt natürlich definitiv nicht in eine Angelrute, insofern bitte ich schonmal vorsorglich um Entschuldigung für OT ...
Und wieso nicht? Die Mantelwellensperre der T2LT muss nicht zwingend aus einer Luftspule bestehen nur weil Sirio mit der Gainmaster es so vormacht um den teuren Kern einzusparen. Auch hier ist es möglich auf einen Kern zu wickeln was das Gebilde sehr klein macht. Bei der legalen Leistung im CB Funk sollte das kein Problem sein. Bei niedrigeren Bändern würde das mit der Luftspule sowieso nicht mehr funktionieren.

Die T2LT ist ein mittig gespeister, symmetrischer Halbwellendipol, auch wenn es auf den ersten Blick nicht so aussieht. Eine Transformation (Widerstandsanpassung) gibt es nicht, also auch keine Verluste im Anpassnetzwerk. Sie muss also, nach der Theorie, besser sein als die hochohmig am Ende gespeiste Halbwellenantenne.

Patrick -DH2PA-

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Re: EndFed 1/2 Lambda Drahtantenne Bauanleitung mit Fakten

#170

Beitrag von pömmf » Di 16. Jul 2019, 21:21

Laut dem Hersteller Amidon gehen deren Eisenpulverkerne (im Gegensatz zu deren Ferritkernen) nicht in Sättigung sondern sind lediglich durch die Temperatur begrenzt. Sprich solange der Kern nicht übermäßig warm wird würde ich mir diesbezüglich keine Sorgen machen
Ja, aber laut Datenblatt is bei 3.05mT Schluss und alles drüber produziert nur noch Wärme.
Das ist auch wirklich so (musste ich leidlich fesstellen).
Geschmolzene Plastikgehäuse mit dementsprechender Geruchsentwicklung (abartiger Gestank!)

Zum Ausrechnen Miniringkernrechner nehmen. Die niederohmige Wicklung bestimmt den magn. Flux.

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Re: EndFed 1/2 Lambda Drahtantenne Bauanleitung mit Fakten

#171

Beitrag von 13STW » Mi 17. Jul 2019, 06:07

Das wäre das erste ferromagnetische Material, das nicht in Sättigung geht. Nobellpreisverdächtig.

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Re: EndFed 1/2 Lambda Drahtantenne Bauanleitung mit Fakten

#172

Beitrag von Krampfader » Mi 17. Jul 2019, 10:06

13STW hat geschrieben:
Mi 17. Jul 2019, 06:07
Das wäre das erste ferromagnetische Material, das nicht in Sättigung geht. Nobellpreisverdächtig.
amidon.de hat geschrieben:
Mi 17. Jul 2019, 06:07
Der große Vorteil der Eisenpulver-Ringkerne ist die Hohe Sättigungs-Flussdichte. Dies bedeutet dass der Kern bei hohen Strömen nicht in die Sättigung geht.

Quelle: http://amidon.de/contents/de/d491.html
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Re: EndFed 1/2 Lambda Drahtantenne Bauanleitung mit Fakten

#173

Beitrag von 13STW » Mi 17. Jul 2019, 12:51

Der Originaltext ist bekannt. Ich schaue mir die Links an, bevor ich antworte.
Da steht aber NICHT, dass die Teile NICHT in Sättigung gehen, das ist physikalich nämlich nicht möglich.
Jedes ferromanetische Material aus dem bekannten Teil des Universums geht irgendwann in Sättigung.

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Re: EndFed 1/2 Lambda Drahtantenne Bauanleitung mit Fakten

#174

Beitrag von Krampfader » Mi 17. Jul 2019, 13:55

13STW hat geschrieben:
Mi 17. Jul 2019, 12:51
Jedes ferromanetische Material aus dem bekannten Teil des Universums geht irgendwann in Sättigung.
Ja, aber obige Kerne nicht bei den im CB-Funk spezifischen Leistungen.
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Re: EndFed 1/2 Lambda Drahtantenne Bauanleitung mit Fakten

#175

Beitrag von Charly Whisky » Mi 17. Jul 2019, 14:49

amidon.de hat geschrieben:
Mi 17. Jul 2019, 06:07
Der große Vorteil der Eisenpulver-Ringkerne ist die Hohe Sättigungs-Flussdichte. Dies bedeutet dass der Kern bei hohen Strömen nicht in die Sättigung geht.
...was schlicht relativiert werden muss.

Solche Aussagen (hohe Ströme) gehören bei Aldi in den Prospekt, nicht aber auf die Seite eines Herstellers/Vertriebes für Spezialkomponenten.

VG
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Re: EndFed 1/2 Lambda Drahtantenne Bauanleitung mit Fakten

#176

Beitrag von 13STW » Mi 17. Jul 2019, 17:40

Krampfader hat geschrieben:
Mi 17. Jul 2019, 13:55
13STW hat geschrieben:
Mi 17. Jul 2019, 12:51
Jedes ferromanetische Material aus dem bekannten Teil des Universums geht irgendwann in Sättigung.
Ja, aber obige Kerne nicht bei den im CB-Funk spezifischen Leistungen.
Das mag so sein, müsste für eine belastbare Aussage aber erstmal rechnerisch nachgewiesen werden.
Weiter oben war nicht von „CB-Funk spezifischen Leistungen“ die Rede, es war eine pauschale Aussage, die mehrfach wiederholt wurde, mit dem Hinweis auf den Herstellertext.
Originalzitat Krampfader:
Laut dem Hersteller Amidon gehen deren Eisenpulverkerne (im Gegensatz zu deren Ferritkernen) nicht in Sättigung

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Re: EndFed 1/2 Lambda Drahtantenne Bauanleitung mit Fakten

#177

Beitrag von Krampfader » Mi 17. Jul 2019, 18:18

Charly Whisky hat geschrieben:
Mi 17. Jul 2019, 14:49
Solche Aussagen (hohe Ströme) gehören bei Aldi in den Prospekt
Nur gut dass meine „Aldi“-Antenne (EUR 49,—) nicht weiß was „Sättigung“ ist und deshalb trotzdem funktioniert :dlol:
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Re: EndFed 1/2 Lambda Drahtantenne Bauanleitung mit Fakten

#178

Beitrag von Nordic » Mi 17. Jul 2019, 18:26

War die nicht von "Hofer" ... :crazy:
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Re: EndFed 1/2 Lambda Drahtantenne Bauanleitung mit Fakten

#179

Beitrag von 13STW » Mi 17. Jul 2019, 19:14

Ich hätte erwartet, das der Antennenselbstbaupabstaus dem Alpenland, der mal von „ingeieursmäßigem Vorgehen“ gesprochen hat, das selbst weiß.
Schön zu sehen, wie hier aus ingenieursmäßig schulhofsmäßig wird.

Krampfader
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Re: EndFed 1/2 Lambda Drahtantenne Bauanleitung mit Fakten

#180

Beitrag von Krampfader » Mi 17. Jul 2019, 19:36

13STW hat geschrieben:
Mi 17. Jul 2019, 19:14
Ich hätte erwartet, das der Antennenselbstbaupabstaus dem Alpenland, der mal von „ingeieursmäßigem Vorgehen“ gesprochen hat, das selbst weiß.
Schön zu sehen, wie hier aus ingenieursmäßig schulhofsmäßig wird.
Lieber Stephan (13STW)

Nicht alles so ernst nehmen. War doch bis jetzt eine nette Zeit hier am Schulhof, oder? ... und ich hab Dir auch alle meiner Eigenbau-Antennen gezeigt, Du mir bis jetzt noch keine einzige :dlol:

@Stefan (Nordic): Stimmt, ist eigentlich ne Hofer-Antenne ;)
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