EndFed 1/2 Lambda Drahtantenne Bauanleitung mit Fakten

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Re: EndFed 1/2 Lambda Drahtantenne Bauanleitung mit Fakten

#106

Beitrag von DH2PA » Fr 5. Jul 2019, 08:55

@ Nordic: Das Smith-Chart sieht super aus. Klarer wäre die Darstellung aber, wenn du nur das betreffende Band abbilden würdest. Interessant sind ja auch die Frequenzen an denen die blaue Linie den inneren Kreis verlässt (nutzbare Bandbreite).

Dass du die Anpassung super hinbekommen hast steht nun außer Frage. Die Anpassung ist bereits so gut, dass du hier keine merkliche Verbesserung mehr erreichen kannst. Dies allein sagt aber noch wenig über den Wirkungsgrad aus, welcher mal abgesehen von der Antennenumgebung hier wesentlich von den Verlusten des Fuchskreises abhängig ist.

Hast du die Möglichkeit mal zwei Fuchskreise zu verbinden, so dass der eine hoch und der andere wieder herunter auf 50 Ohm transformiert?

Über dieses Gebilde ist dann die Durchgangsdämpfung für zwei Kreise zu messen und durch zwei zu teilen, damit man auf die Dämpfung pro Übertrager kommt. Hier ist dann evtl. zu optimieren (Kernmaterial, Wicklung usw.)

-DH2PA-

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Re: EndFed 1/2 Lambda Drahtantenne Bauanleitung mit Fakten

#107

Beitrag von Nordic » Fr 5. Jul 2019, 12:09

Hallo und vielen Dank für deine Einschätzungen und Teilnahme.
:thup:
Ich habe bereits die Screenshots für die Bandanzeige und die Grenzbereiche des inneren Kreises gemacht, diese aber noch nicht gepostet. Dies kann ich gerne morgen nachholen, dann bin ich wieder am Rechner.
Ich wollte den Thread nicht so zumauern.
Da es aber doch mehr interessierte Leser als Narzisten und Selbstverliebte gibt, hole ich das natürlich gerne nach :D

Als sehr wertvollen Tipp betrachte ich deinen Wink mit zwei gegeneinander gesetzten Fuchskreisen.
Eine sehr logische Vorgehensweise, die ich mit Sicherheit verfolgen und umsetzen werde.
Jetzt werde ich erstmal meine gewonnenen Erkenntnisse der letzten drei EndFeds filtern und niederschreiben, zusammenfassen und einen möglichst detaillierten Bericht machen.
Es sollen ja andere auch davon profitieren und die Möglichkeit bekommen, sich auch mal an das eine oder andere Drahtantennenthema heranwagen.

Nochmals besten Dank für deine bereichernden Ideen und Worte. :holy: :thup:

Beste Grüße

Stefan
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Re: EndFed 1/2 Lambda Drahtantenne Bauanleitung mit Fakten

#108

Beitrag von Krampfader » Fr 5. Jul 2019, 21:54

.
So Jungs, heute Nachmittag kam das restliche Material :)

Bild

Jetzt kann es losgehen mit dem Tüfteln, Basteln, Probieren und Vermessen ... wäre doch gelacht wenn ich so einen dicken fetten Transformator nicht auch verschlankt in eine Askari hinein bekomme. Aber mal sehen, noch ist nicht "Aller Tage Abend" ...

Schönes Wochenende!

Andreas
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Re: EndFed 1/2 Lambda Drahtantenne Bauanleitung mit Fakten

#109

Beitrag von Nordic » Sa 6. Jul 2019, 08:19

Guten Morgen Andreas,

Das schaut schon mal nach reichlich Antennenspaß aus.

Da ich gerade keine Ringkerne mehr habe, könntest du ja mal den Versuch mit den gegengeschalteten Fuchkreisen machen und den Verlust berechnen. Bei mir dauert das noch.
Ich warte mal gerade wieder auf meine Bestellung. :roll:

Bei unseren Vergleichen müssen wir auch beachten, dass ich ja den 1,5 mm Kupferlackdraht verwende.

Viel Freude und Erfolg und ein gutes Wochenende.....

73 / Stefan
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Re: EndFed 1/2 Lambda Drahtantenne Bauanleitung mit Fakten

#110

Beitrag von Krampfader » Sa 6. Jul 2019, 08:51

Nordic hat geschrieben:
Sa 6. Jul 2019, 08:19
Da ich gerade keine Ringkerne mehr habe, könntest du ja mal den Versuch mit den gegengeschalteten Fuchkreisen machen und den Verlust berechnen.
Guten Morgen Stefan :)

Eine derartige Messung hat freundlicherweise Mario (DK5VQ) ins Netz gestellt. Ich denke größenordnungsmäßig können wir das auch für unsere Transformatoren übernehmen, zumindest bei CB-spezifischer Leistung. Demnach beträgt der Verlust eines derartigen Transformators rund 1 dB bei 27 MHz. Siehe Bild:

Bild
Quelle: https://www.amateurfunk-westpfalz.de/me ... -antennen/

Leider komme ich auch dieses Wochenende zu kaum was (da unterwegs). Mal sehen, der Sommer dauert ja noch etwas ...

Auf jeden Fall super Arbeit Stefan :thup: , von Leuten wie Dir lebt das Forum! :banane:

Bin schon auf Deine weiteren (Bild)Berichte gespannt! :book:

Danke und Grüße

Andreas
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Re: EndFed 1/2 Lambda Drahtantenne Bauanleitung mit Fakten

#111

Beitrag von Nordic » Sa 6. Jul 2019, 17:45

Hier als Nachschlag die versprochenen Screenshots mit den Grenzfrequenzen:

Bild

Bild

In den kleinen Infoboxen (links oben) sieht man die erwünschten Frequenzen u.a. Details.

Die Zusammenfassung entsteht nebenher in der Textverarbeitung und findet bald seinen Weg hierher.

Teileliste = fertig
Anleitung = fertig

Bilder und Zusammenfassung = nicht fertig :crazy:


73 / Stefan
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Re: EndFed 1/2 Lambda Drahtantenne Bauanleitung mit Fakten

#112

Beitrag von DH2PA » So 7. Jul 2019, 15:15

@ Nordic vielen Dank für das Einstellen deiner Messungen.

@ Krampfader (Andreas): Was Mario gemessen hat waren zwei Übertrager mit Ferritkernen. Worum es hier geht sind Fuchskreise mit Eisenpulverkernen. Es wäre unklug einfach anzunehmen, dass die Dämpfung hier pauschal die gleiche ist. Der Fuchskreis mit hoher Güte ist nach der Theorie die verlustärmste Methode einen hochohmigen Strahler anzupassen. Die hohe Güte kann aber nur mit einer Luftspule erreicht werden. Darum ist es hochinteressant wie hoch die Dämpfung der hier beschriebenen Fuchskreise ist. Ich will nicht abstreiten, dass ähnliche Werte wie bei Marios Messungen herauskommen können, aber wissen tut man es erst wenn man gemessen hat.
Bei meinem 1:64 Übertrager kam ich auf 0,85 dB (pro Übertrager) auf 28 MHz, nach unten hin wird er schlechter.


Patrick -DH2PA-

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Re: EndFed 1/2 Lambda Drahtantenne Bauanleitung mit Fakten

#113

Beitrag von Nordic » So 7. Jul 2019, 16:13

Eigenbau L/2 „EndFedX“ Antenne

Teileliste für die "EndFedX" Antenne

Antennenlitze: 5,5m
Ringkern: 1x Amidon T130-6
Gehäuse: Je nach Einsatzzweck und Bedarf
Cu-Lackdraht: ca. 1 m 1,5 mm²
RG58: Je nach Bedarf
Ringösen: 1-2x für Strahlerbuchse
PL Stecker oder Buchse: je nach Aufbauwunsch
Schrumpfschlauch: 15-20 cm entsprechend den Drahtdurchmessern
Knickschutz für PL Stecker: 1x Wer einen möchte
Buchse für Strahlerdraht: 1x hochwertige Buchse mit Edelstahlinnenleben mit Klemmbohrung
Widerstand: 1x 3k3 (3300 Ohm) zum Stub Abgleich. 3200 Ohm habe ich auch ohne Nachteile in der Abstimmung getestet
RG174 für den Kondensator Stub: ca. 25cm (reicht für 2 Versuche)
Bananenstecker: 1x falls Die Strahlerlitze nicht geklemmt wird
Kabelbinder: 3-4x klein

Längenangaben Strahler / Stub

Strahlerlänge DX-Wire Premium: 530 cm
RG174 Koaxial Stub Länge: 78 mm

Oben gezeigte Teileliste sollte genügend genau sein, um sich an den (Nach-) Bau einer End Fed Antenne für das 11m Band machen zu können.

Inzwischen habe ich drei dieser Antennen gebaut, vermessen, abgeglichen, mit ihnen experimentiert und auch in bekannten Ortsrunden Test-QSOs und auch DX-QSOs (Schottland, UK etc.) geführt. Alle Antennen ließen sich auf ein SWR <1.1 abstimmen.

Ob man einen Knickschutz an seinem Stecker, hochwertiges, d.h. auch meistens teureres Material an anderen Stellen haben oder gar eine „Light-End Fed“ bauen möchte, das bleibt jedem selbst überlassen. Bei der Ausarbeitung bleibt ein großer Freiraum für die Phantasie, Wünsche und Geldbeutel des Erbauers.

Alle diese Antennen haben tendenziell in die selbe Richtung geführt und waren in ihren RX- und TX Eigenschaften sehr gut und insgesamt sehr gutmütig.
Es sind sicherlich keine Antennen, die man sich im Husch-Husch Verfahren zusammenpfuschen sollte und von ihnen dann auch noch Wunder erwarten kann.
Wenn es etwas gutes werden soll, dann bedarf es einer sauberen und ordentlichen Arbeitsweise und guter Lötkenntnisse.
Wer in aller Eile mal schnell eine Drahtantenne bauen möchte, der ist mit anderen Typen wie einer (Koax-) Dipol oder T2LT mit Sicherheit besser dran.
Wer allerdings etwas mehr Zeit investiert und ein sauberes Arbeitsvermögen sein Eigen nennt, der bekommt auf alle Fälle eine dementsprechend gute Antenne und viele viele Jahre technisch gute QSOs.
Je nach Auswahl und Qualitätsanspruch des Erbauers, liegt der Materialeinsatz bei ca. 15-25 Euro/Antenne.

Die erreichbare Qualität und auch die technischen Daten liegen bei sauberer Arbeitsweise und guter Materialwahl teilweise erheblich über denen, die in den Niederlanden gewerblich produziert werden.
Wer vergleichen möchte, der wird im Internet bestimmt fündig :wink:

Ein paar Fakten
EndFedX: 27MHz, 11m Band
Bandbreite: +- 1000KHz
SWR Wert auf Bandmitte 1.01
SWR Wert: < 1.47 zwischen ca.26.500 und 27.500 MHz

Aufgrund der Materialien und Werkstoffe gehe ich von guten ungetesteten (Ich bin QRP Freund) 200 Watt Belastbarkeit aus.
Die mechanische Bruchlast der Strahlerlitze wird mit 100 kg angegeben.

Hier nun die mehr oder weniger chronologische Vorgehensweise bei dem Aufbau der „EndFedX“:

1). Das Bewickeln des Amidon T130-6 mit 13+3 Wicklungen Kupferlackdraht 1,5 mm²
2). Die Buchse bzw. das RG58 mit Stecker vorbereiten und sauber verlöten
3). Die Bohrungen und erforderlichen Änderungen an dem Gehäuse vornehmen
4). einen groben Aufbau vornehmen, dabei schon einmal die Drähte, Kabel etc. grob ablängen
5). Diesen Grobaufbau funktionstüchtig aber noch nicht endgültig zusammenlöten oder mit Klemmen verbinden
6). Nun kommt der „3k3“ ins Spiel. Er dient zum strahlerlosen Abgleich des Kondensator Stubs. Ein Bein wird mit dem oberen Ausgang verlötet, an welchen später der Strahlerdraht kommt. Das andere Bein wird mit der Masse (Geflecht) an der Eingangsseite des Amidons verlötet.
6a). Ab hier kann alles theoretisch schon in das Gehäuse eingebaut werden.
7). Nun nehmen wir ca. 12-15 cm des RG174 und löten das Kabel parallel zu dem Abgleichwiderstand
7a). ACHTUNG : der Innenleiter des RG174 kommt an den Antennenausgang (Strahlerseite), die Abschirmung an den Masseanschluß unten an der Eingangsseite.
7b). Aber Obacht :lol: Wer hierbei die Anschlüsse verwechselt, der kommt nicht weit !!!
8). Nun müssen wir den SWR Wert auf ein Minimum bringen. Dies erreichen wir durch die Kürzung des RG174 jeweils nur um 1-2 mm Millimeter (!!!)
9). Haben wir den geringstmöglichen SWR Wert erreicht, können wir eigentlich nochmal alles kontrollieren, den inzwischen nicht mehr benötigten 3k3 mit einer feinen Zange raustrennen (Auslöten empfehle ich nicht, da sich dadurch Lötverbindungen verschieben und sich daraus Abweichungen ergeben könnten !!!)
10). Nachdem alles sauber an seinem Platz ist, schließen wir das Gehäuse und kommen zum letzten Punkt, dem Aufbau der Antenne und dem Ablängen des Strahlerdrahtes auf den niedrigstmöglichen SWR Wert.

Die oben genannten Abgleicharbeiten sollten mit einem guten SWR Meter zufriedenstellend erledigt werden können. Ich habe mir den Luxus eines „RigExpert AA 35 Zoom“ gegönnt, da ich nonstop an irgendwelchen Drahtantennen baue, optimiere und experimentiere und mit diesem Analyzer weitere wichtige Daten und Erkenntnisse erhalte.

Und nun noch ein paar Bilder zum Bau und Test der EndFedX


Bildquelle: Das Bildmaterial stammt komplett von mir
Die Bilder sind ein Querschnitt aus dem Bau der letzten drei Antennen.
Auf dem zweiten Bild seht Ihr zwei Locations, die ich wärmstens für ein Urlaubs QSO empfehlen kann
Teneriffa / auf dem Vulcano Pico del Teide und Toskana / Italien

Bild

Bild

Soviel für heute als Wort zum Sonntag, das aus Irland habe ich mir bereits selbst schon gegönnt :holy:

Viel Spass beim Nachbauen...

Die nächste Version dürfte von Andreas eine "SlimFed" werden :thup: :thup: :thup:

Beste Grüße :wave: Stefan
Zuletzt geändert von Nordic am So 7. Jul 2019, 16:54, insgesamt 7-mal geändert.
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Re: EndFed 1/2 Lambda Drahtantenne Bauanleitung mit Fakten

#114

Beitrag von Nordic » So 7. Jul 2019, 16:18

Hallo Patrik und vielen Dank :thup:

Ich werde sobald ich meine neuen Kerne habe, diesen von dir empfohlenen Test machen und die Ergebnisse hier nachtragen.

Gerne nehme ich natürlich für mein obiges Posting noch weitere Anregungen an und setze diese auch um.

Ich möchte ja mit meiner Arbeit weiter wachsen, optimieren und das absolut machbare Optimum herausholen.

Beste Grüße

Stefan
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Re: EndFed 1/2 Lambda Drahtantenne Bauanleitung mit Fakten

#115

Beitrag von Krampfader » So 7. Jul 2019, 18:36

Hallo Jungs! :)

Heute Nachmittag habe ich mir endlich etwas Zeit genommen (jawohl, Zeit hat man nicht, man muss sie sich nehmen!) um den Prototyp eines schlanken Transformators für meine "SlimFed" zu wickeln. Basis waren diesmal zwei mit Sekundenkleber aufeinander gestapelte Amidon T106-6. Ein erster Wickelversuch mit 1,2mm Kupferlackdraht scheiterte neuerlich ( :( ) ... deshalb griff ich wieder zu meiner geschmeidigen silikonummantelten Kupferlitze. Hier das Ergebnis:

Bild Bild Bild

Bild Bild Bild

Dieser Transformator passt nun saugend in das zweitdickste Element meiner 8m-Askari-Rute (bei der 9m-Askari demnach in das dritte Element von unten). Ursprünglich hatte ich wieder einen Stub (sprich Kondensator aus RG-142) vorgesehen, allerdings gelang es mir damit nicht das SWR-Minimum auf Wunschfrequenz (27,205 MHz) zu legen (<= 26 MHz). Erst nachdem ich den Kondensator komplett entfernt hatte pendelte sich das SWR auf der CB-Mittenfrequenz (Kanal 20) ein. Soll mit recht sein, verzichte gerne auf jedes unnötige Bauteil. Nur, was hat das zu bedeuten ?? :rolleyes:

Wie auch immer. Der nächste Schritt wird sein den den Strahler anzulöten und das Ganze (sprich den Transformator) mittels Gleitcreme in die Askari einzuführen ;) ... heute aber nicht mehr, muss nämlich jetzt den Griller anwerfen ;)

Grüße

Andreas

PS: Gratuliere Stefan, Grandiose Arbeit! :banane:
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Re: EndFed 1/2 Lambda Drahtantenne Bauanleitung mit Fakten

#116

Beitrag von Nordic » So 7. Jul 2019, 19:47

Hallo Andreas,

Sauber :thup:, tolles Resultat :thup:
Da hast du ja sehr schnell den Anschluss an die erfolgversprechenden Parameter bekommen.
Tolle Leistung, wenn man bedenkt, dass der Kupferlackdraht und du nicht so schnell zusammen kommen wollen :wink:

Ich nehme an, du bis bei der wertschöpfenden Arbeit mit Geduld vorgegangen und hast dich empirisch
an die drei zielführenden Mesergebnisse herangetastet???
Ich hätte nicht gedacht, dass das so schnell geht :nono:
Auf jeden Fall Hut ab...

Ist deine Litze mit der Silikonummantelung eigentlich das Material einer hochwertigen Messleitung???

Theoretisch kann ich praktisch alles, dir jedoch leider auch nicht sagen, warum das Gebilde auch ohne den
Kondensator Stub die Werte liefert, die du brauchst.
Normalerweise zielt die Konstruktion der Anpassung darauf ab, dass man über den Stub zum Ziel kommt. :clue:

Aber die Idee mit der Gleitcreme hat schon einen gewissen Beigeschmack.
Wenn das manch eine Person aus dem Mileu mitbekommt :dlol:

Versuche doch Teflonspray oder Glyzerin, das ist nicht so zweideutig

Auf jeden Fall werde ich mal deinem Weg folgen, sobald das Material da ist.

Weiterhin viel Erfolg.....

Beste Grüße

Stefan

EDIT.........
Versuche doch mal in ganz eng anliegenden Schrumpfschlauch mit einem Heißluftgebläse die ganze Einheit einzuschrumpfen.
Die Pressung des Schrumpfschlauches dürfte die Silikonlitze auch ein wenig weiter verdichten, sodaß keine signifikante Zunahme des Gesamtdurchmessers erfolgen sollte!
Dann noch oben und unten jeweils ein Kabelbinder drauf und dann kommt der Silikonspray.
Und die ganze Konstruktion bleibt sauber.
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Re: EndFed 1/2 Lambda Drahtantenne Bauanleitung mit Fakten

#117

Beitrag von BlaBlaBlubb » So 7. Jul 2019, 20:38

Hallo Andreas,

bei Deiner Doppelringkernlösung liegt der Draht vom (Antennen)Ausgang direkt neben dem Masse(eingangs)draht.
Das ist viel zu nah, daher gibt es durch die Wicklungen kapazitive Effekte durch die dicht nebeneinanderliegenden Drähte.

Und per Zufall gerade so viel Kapazität, dass der Schwingkreis auf Deiner Wunschfrequenz liegt. Daher ist Dein Koaxkabel-Kondensator entfallen.

Die Silikonlitze ist einfach zu dick, daher nutzt Du zwangsläufig den kompletten Ringkernumfang.

In Deinem 1-Kern-Beispiel ist die Wicklung gerade mal auf der Hälfte des Ringkerns, sodass Eingang und Ausgang schön gegenüber und ausreichend weit voneinander entfernt sind. Soweit ich das noch richtig weiß, gehen Ringkernrechner auch immer von max. 70% Bewicklung aus. Niemals voll bewickeln.

vy 73,
Jochen

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Re: EndFed 1/2 Lambda Drahtantenne Bauanleitung mit Fakten

#118

Beitrag von BlaBlaBlubb » So 7. Jul 2019, 20:44

Hier findest Du übrigens für äußerst schmales Geld sehr gute (Näherungs)Berechnungsprogramme:

https://www.pisica.de/software/amateurfunk.php
Quelle: DF2SKE

Für Deinen Fall konkret:
  • Endgespeiste Langdrahtantenne
  • Fuchs-Antenne
und grundsätzlich:
  • Antennenlänge berechnen
Nachdem hiermit die Induktivität bestimmt ist, nehme ich immer den Mini-Ringkernrechner:
http://www.dl0hst.de/mini-ringkern-rechner.htm
Quelle: DL0HST

vy 73,
Jochen

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Re: EndFed 1/2 Lambda Drahtantenne Bauanleitung mit Fakten

#119

Beitrag von Krampfader » So 7. Jul 2019, 23:04

BlaBlaBlubb hat geschrieben:
So 7. Jul 2019, 20:38
bei Deiner Doppelringkernlösung liegt der Draht vom (Antennen)Ausgang direkt neben dem Masse(eingangs)draht.
Das ist viel zu nah, daher gibt es durch die Wicklungen kapazitive Effekte durch die dicht nebeneinanderliegenden Drähte.

Und per Zufall gerade so viel Kapazität, dass der Schwingkreis auf Deiner Wunschfrequenz liegt. Daher ist Dein Koaxkabel-Kondensator entfallen.
Besten Dank Jochen :)

Du bestätigst damit meine Vermutung.

In diese Richtung hab ich nämlich auch gedacht, sprich die Eigenkapazität der Wicklung ist offensichtlich groß genug sodass der Kondensator entfallen kann. Mir ist nämlich aufgefallen dass beim zentimeterweisen Kürzen des Stubs/des Kondensators (mit dem Seitenschneider) das SWR-Minimum kontinuierlich anstieg, sprich von 20 MHz auf 21 MHz, 22 MHz, 23 MHz, usw. ... bei 26 MHz war dann aber endgültig Schluss (da der Stub dann nur mehr 1 cm lang war) ... erst nach Entfernen dieses letzten einen Zentimeters verschob sich das SWR-Minimum endlich auf 27 MHz ...

Du hast recht, die silikonummantelte Litze ist für den Amidon T106-6 einfach zu dick, es gehen sich gerade eben noch so die geforderten 16 Windungen aus (13+3). Ich werde es noch einmal mit dem doch deutlich dünneren Kupferlackdraht versuchen, dann kann ich den Stub bzw. Kondensator wieder einfügen. Trotzdem möchte ich die jetzige Spule in der Angelrute testen und vermessen, natürlich dann inkl. einem Strahler. Ich erwarte mir nämlich durch das umgebende Material der GFK-Angelrute ebenfalls kapazitive Einflüssen ... vielleicht hab ich ja Glück und es passt alles so halbwegs zusammen ...

Ansonsten hab ich ja noch weitere 4 Stück "T106-6" Ringkerne zur Verfügung, für weitere Experimente :)

Nochmals Danke und Grüße

Andreas
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Re: EndFed 1/2 Lambda Drahtantenne Bauanleitung mit Fakten

#120

Beitrag von Nordic » Mo 8. Jul 2019, 16:46

Hallo Andreas,

die T106-6 hatte ich auch ins Auge gefasst.
Allerdings bleibe ich bei meinem gutmütigen 1,5 mm KLD :mrgreen:
Mit dieser Kombination komme ich auf einen Außendurchmesser von 30-31 mm inklusive Schrumpfschlauch.
Das sollte dann ausreichend sein, um genug Luft zu haben.
Ich werde eine 2er oder 3er Kaskade bauen und schauen, ob man so ans Ziel kommt.
Bin mal gespannt. Sobald ich etwas nennenswertes habe, erscheint dies natürlich hier.
Ich stelle gerade einen weiteren Bauplan mit mehr Bildern zusammen und werde ihn in den "DrahtantennenSammelThread" einpflegen.

Das betrifft aber nur die EndFedX, die Inline baue ich nur aus Sympathie und Neugier auf und betreibe natürlich auch Informationsaustausch mit dir :wave:

Seid alle gegrüßt

Stefan
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