EndFed 1/2 Lambda Drahtantenne Bauanleitung mit Fakten

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pömmf
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Re: EndFed 1/2 Lambda Drahtantenne Bauanleitung mit Fakten

#31

Beitrag von pömmf »

Bei QRP kannste die MWS auch weglassen.
Auf Grund der sehr hohen Impedanzen halten sich die Ströme auf dem Mantel in Grenzen und sind bei kleinen Leistungen vernachlässigbar.

Da ihr ja alle mit zugelassenen CB Möhren unterwegs seid....

Achja, für den Trafo habe ich die besten Erfahrungen mit 2er Material gemacht obwohl in der Therorie das 6er erste Wahl wäre.
Ich stapel mehrere 130-2 und erhalte so ne qro feste Antenne (Cs auf der Sekundärseite dann zwingend aus Teflon). Man könnte auch einfach grössere Kerne nehmen, aber die passen nicht so schön in meine wasserdichten Dosen...

Mit einem 130er Kern @ 28MHz kannst du ca 50-70W FM und 250W SSB machen. 100W FM dürfte absolutes Maximum sein.

Die Antenne aus PA sind etwas anders konstruiert. Die kompensieren nur auf der Primärseite.
Meine haben Cs auf beiden Seiten was mir mehr Möglichkeiten seitens der Anpassung und SWR Verlauf bietet.

Viel Spass noch beim Basteln, 73. pömmf
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Krampfader
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Re: EndFed 1/2 Lambda Drahtantenne Bauanleitung mit Fakten

#32

Beitrag von Krampfader »

Danke Mario, werde mir Deinen Beitrag dazu genau angucken!

So!, ein wenig konnte ich bereits zwischendurch was basteln ... Nur das mit dem Kupfelackdraht (1,2mm) hab ich nicht sauber hinbekommen, zu widerspenstig ist der Draht, zu dick sind meine Wurstfinger :( ... wie macht Ihr das bloß ??

Bin dann notgedrungen auf eine dünn silikonummantelte Kupferlitze umgestiegen, mit dieser geschmeidigen Litze war das Wickeln dann kein Problem, siehe Foto ... ich hoffe nur dass es nicht allzu kontraproduktiv war/ist dass ich keinen starren Draht genommen hab ... falls ja dann könnte ich es ja nochmals versuchen, was meint Ihr ??

Bild

Falls ich mir heute Abend Zeit nehme gehts weiter ...

Danke und Grüße

Andreas
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DK5VQ
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Re: EndFed 1/2 Lambda Drahtantenne Bauanleitung mit Fakten

#33

Beitrag von DK5VQ »

Bezüglich der Antennenlitze kann ich den altbekannten "Ackerschnacker", also das Feldkabel der Bundeswehr, empfehlen... Das Zeug ist top und spuckebillig in der Bucht zu bekommen. Die 800m Rolle ergibt wegen Doppelader 1,6 km Litze für unter 40€. Die Qualität ist Spitze...
https://de.wikipedia.org/wiki/Feldkabelbau


...von unterwegs aus.

vy 73 de Mario - http://www.dk5vq.de - und amateurfunk-westpfalz.de

Hermes SDR & BLF188XR LDMOS PA & EA59+ & Fullsize Dipole

ompaul
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Re: EndFed 1/2 Lambda Drahtantenne Bauanleitung mit Fakten

#34

Beitrag von ompaul »

pömmf hat geschrieben:
Fr 28. Jun 2019, 10:25
Die Antenne aus PA sind etwas anders konstruiert. Die kompensieren nur auf der Primärseite.
Was hältst du denn von der Idee dass da gar nichts kompensiert wird sondern es sich um eine Spar(-Trafo)- Version des klassischen Fuchskreises handelt?


- nur mal so zwischendurch gefragt -

Krampfader
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Re: EndFed 1/2 Lambda Drahtantenne Bauanleitung mit Fakten

#35

Beitrag von Krampfader »

Alles klar Stefan!

Werde es ja heute Abend sehen wenn ich den Stub/Kondensator einmesse ob es auch mit der Litze klappt. Wie gesagt, hab mit dem bockigen 1,2er-Kupferlack kein sauberes, eng anliegendes Ergebnis hinbekommen ... vielleicht aber hab ich mich auch einfach nur zu wenig bemüht ...

So, nun muss ich auch mal was arbeiten um Kohle zu verdienen ;)

Grüße

Andreas
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DH2PA
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Re: EndFed 1/2 Lambda Drahtantenne Bauanleitung mit Fakten

#36

Beitrag von DH2PA »

Ich befasse mich seit geraumer Zeit mit der endgespeisten Halbwellenantenne (Prinzip der HyEndFed) und kann euch versichern, dass der einzige Vorteil dieses Prinzips in der breitbandigen Anpassung liegt. Das macht die Antenne multibandtauglich, was aber für CB-Funk völlig belanglos ist.

Als Monobandantenne bringt die mittig gespeiste Halbwellenantenne ( T2LT prinzip) in der Theorie und auch in praktischen Versuchen bessere Ergebnisse. Jede Transformation bringt Verluste mit sich. Diese gilt es zu messen und zu minimieren.

Da ich wegen der Forderung des Multibandbetriebes bisher ausschließlich mit -43 Ferritkernen experimentiert habe würden mich genau diese Verluste bei den von euch eingesetzten Eisenpulverkernen sehr interessieren. Es wäre darum sehr hilfreich wenn jemand das mal messen könnte und hier einstellen.

Gemessen wird die Dämpfung von zwei Übertragern, die in Reihe geschaltet werden. Er erste transformiert den Widerstand hoch, der zweite wieder zurück auf 50 Ohm. So kann man die Dämpfung von zwei Übertragen bestimmen. Geteilt durch zwei ergibt die Dämpfung für einen Übertrager. Die Übertrager müssen dazu absolut identisch aufgebaut sein.

Messaufbau:

Quelle fehlt! Grafik entfernt!

Patrick, DH2PA

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pömmf
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Re: EndFed 1/2 Lambda Drahtantenne Bauanleitung mit Fakten

#37

Beitrag von pömmf »

pömmf hat geschrieben: ↑
Fr 28. Jun 2019, 09:25
Die Antenne aus PA sind etwas anders konstruiert. Die kompensieren nur auf der Primärseite.

Was hältst du denn von der Idee dass da gar nichts kompensiert wird sondern es sich um eine Spar(-Trafo)- Version des klassischen Fuchskreises handelt?
Fuchskreis bedeutet immer L und C (...kreis). Reine UnUn Varianten habe ich für Monoband Halbwelle noch nicht gesehen, wohl für mehrband Horizontalantennen.

Die mir untergekommene PA Variante hatte auf der Primärseite nen parallel C und am hochohmigen Teil kein C.
Funktioniert auch.


Andreas: Du könntest mit dem Draht Kapazitätsprobleme bekommen. Musst du so etwas anders wickeln.... Nach der Hälfte der Wicklung rüber auf die andere seite des Kerns so wie du es von MWS wickeln kennst.
Oder etwas Platz zwischen den Windungen lassen, der Kern ist ja gross genug.

73! und frohes wickeln!
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Re: EndFed 1/2 Lambda Drahtantenne Bauanleitung mit Fakten

#38

Beitrag von DX-Eddy »

Wow! Das Thema geht ja voll ab;P Sorry.. ich habe nicht alles gelesen werfe aber mal Einges zum Grundverständnis ein.

Der liebe Om H. Wippermann, silent key, hat es über viele Jahre auf den Punkt gebracht. Seine Erkenntnisse und Entwicklungen sind aktueller Bestand zum Thema Übertrager! Nutzt dieses Fachwissen und generiert neues. Alte Publikationen wie schon im Thread gesehen sind längs out.

Hier kann man sich sehr schön einlesen: http://www.wolfgang-wippermann.de
Der Wolfgang hätte sich über jeden gefreut der mit ihm das vertieft!

73

PS: Wer das nicht machen konnte sollte zumindest den Respekt gegenüber an den Tag legen, sonst bin ich echt närrisch!
Ansonsten.. weiter machen, Spaß haben 44 :-D

Und noch.. ein nahezu idealer Übertrager hat kein bzw. eine minimale Kapazität zum Ausgleich.. Achtung Blindanteile*

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Re: EndFed 1/2 Lambda Drahtantenne Bauanleitung mit Fakten

#39

Beitrag von Alpha_82 »

Aha: "Arme Leute Dipol Antenne"...so nannte man das damals also :clue:

Oder wie manch einer heute sagen würde: Leute die Hirn haben, was können und gern Basteln bauen ihre Antennen selber. :mrgreen:

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Re: EndFed 1/2 Lambda Drahtantenne Bauanleitung mit Fakten

#40

Beitrag von Nasa »

Krampfader hat geschrieben:
Fr 28. Jun 2019, 08:38
Könntest Du das für mich bitte "übersetzen" ... meinst Du damit dass sich der "T130-6" nicht als Mantelwellensperre eignet ??
Zumindest eher weniger. Kommt halt darauf an wieviel Windungen Du unterbekommst.
DK5VQ hat geschrieben:
Fr 28. Jun 2019, 10:12
Mit einem FT140-43 sind beim Aufbau als Mantelwellensperre auf 27 MHz ca. 30dB an Sperrwirkung zu erwarten. Das ist schon nicht schlecht. Da musst du dir keine Sorgen machen...
Das ist richtig Mario. Mein Beitrag bezog sich ja ausschließlich auf den T130-6 :wink:
Krampfader hat geschrieben:
Fr 28. Jun 2019, 08:38
- 2 Stk. "T130-6" ... als Transformator
- 2 Stk. "FT-140-43" ... für die Mantelwellensperre
Achso, na dann passt es ja.
Hatte mich nur gemeldet weil Du nur den T130-6 erwähnt hattest.
Wer konnte ahnen das Du inzwischen ein größeres Lager als Amidon Deutschland hast :dlol:

Dan gutes gelingen Andreas! :tup:

Gruß,
Lothar
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Re: EndFed 1/2 Lambda Drahtantenne Bauanleitung mit Fakten

#41

Beitrag von Nasa »

DX-Eddy hat geschrieben:
Fr 28. Jun 2019, 15:10
Spaß haben 44 :-D

Und noch.. ein nahezu idealer Übertrager hat kein bzw. eine minimale Kapazität zum Ausgleich.. Achtung Blindanteile*

Du redest in Rätseln :-?
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Re: EndFed 1/2 Lambda Drahtantenne Bauanleitung mit Fakten

#42

Beitrag von pömmf »

hmmm....

DX Eddy:

Bitte nicht verwechseln:
Monobandanwendung (Eisenpulver, mit L und C, in unserem Fall in einem dem Fuchskreis angelehnten Übertrager)

Breitbandanwenungen : (Ferrit, ohne C)

Und Eisenpulver als MWS... Da müssten so viele Windungen drauf dass sich die Wicklungskapazität negativ bemerkbar macht. Ferrit is klar im Vorteil.

Klar kenne ich die Artikel von w.wippermann.
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Re: EndFed 1/2 Lambda Drahtantenne Bauanleitung mit Fakten

#43

Beitrag von Krampfader »

Sodale!, neben der Zubereitung des Abendessens hab ich schnell mal den Stub bzw. den Kondensator auf CB-Mittenfrequenz (27,205 MHz) abgestimmt, vorerst mal ohne Strahler (Strahler jedoch simuliert mittels 3,3 kOhm Widerstand der vor dem Abstimmen des ca. 5,5m langen Strahlers dann mit dem Seitenschneider wieder entfernt wird), siehe Fotos:

Bild Bild Bild Bild

Sieht ja fürs Erste gar nicht mal sooo übel aus, Bandbreite dürfte rund 4 MHz betragen ...

Bild

Grüße

Andreas
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Re: EndFed 1/2 Lambda Drahtantenne Bauanleitung mit Fakten

#44

Beitrag von Krampfader »

Hallo Stefan

Brav, brav, bist auch fleissig am Bauen, gut so :) ... ich kann meine EndFed leider erst im Laufe der kommenden Woche fertigbasteln, abstimmen, vermessen und testen ...
Nordic hat geschrieben:
Fr 28. Jun 2019, 22:55
Vielleicht könnte uns einer der erfahrenen alten oder jungen Hasen ein wenig erklären, wie sich das letzte Bild rechts unten (Resonanz) zusammensetzt bzw. die Verbindlichkeiten unter den Daten erklären ???
Zu Deinen beiden rechten unteren Bildern:

Die Impedanz Z setzt sich zusammen aus einem Wirkanteil R und einem Blindanteil X, und zwar nach folgender Formel:

Z = Wurzel aus (R² + X²)

Der RigExpert rechnet nämlich genau so, kannst ja mal nachrechnen. Erstrebenswert ist es nun die Antenne so abzustimmen sodass der Blindanteil X möglichst gegen Null strebt (oder sogar nahezu Null ist). Dann bleibt nur mehr der Wirkwiderstand R als reiner ohmscher Widerstand über. Der Blindanteil X ist an jener Stelle Null (0) an der er die Null-Linie im Display schneidet, und zwar von unten nach oben kommend (Anzeige "Resonance"). Idealerweise fallen das SWR-Minimum und "Resonance" an der Wunschfrequenz zusammen, ist aber oft nicht ganz so einfach das hinzubekommen ... bei meiner dreifach modrifizierten Schubert-Loop hab ich das geschafft, perfekter geht es nicht, siehe Bilder:

Bild Bild Bild

Bild Bild Bild

Weirehin viel Spaß beim Basteln, Abstimmen und Tüfteln :)

Gute Nacht und Grüße

Andreas
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Re: EndFed 1/2 Lambda Drahtantenne Bauanleitung mit Fakten

#45

Beitrag von Krampfader »

Guten Morgen

Hab mich jetzt noch zwischen Kaffe und Koffer packen ein wenig mit meinem Transformator gespielt. Dabei ist mir aufgefallen dass das Teil auf Umgebungseinflüsse reagiert, selbst wenn man nur den Deckel des Gehäuses zumacht. Ich werde daher letztendlich Stub und/oder Strahler erst am Mast (z.B. an der Askari hochgezogen) abstimmen.

Bild Bild Bild Bild

Dabei werde ich in erster Linie darauf achten dass das "X" (sprich "Resonance") auf meiner Zielfrequenz von 27,205 MHz liegt, unabhängig davon wie der Wert des SWR´s ausfällt (solange es in einem akzeptablem Bereich liegt).

So, muss nun weg!

Grüße

Andreas
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