Gain Master 1/2 besser als A99?

funkfan
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Re: Gain Master 1/2 besser als A99?

#46

Beitrag von funkfan » Mo 8. Jan 2018, 19:52

wie du es schon sagst es ist eine definitionsfrage aber auch ein kurzer strahler der mit einer spule in resonanz kommt ist ein resonanter strahler! nach deiner definition sind also nur offene gestreckte strahler resonant? dem ist nicht so! resonant heißt ja nur das das gebilde auf resonanzfrquenz maximal schwingt und nicht wie groß es ist! logpers sind nicht auf einer frequenz resonant und richtig kein stahler schwingt auf einer ganz eigenen frequenz doch schwingen teile der amtenne je nach frequenz mehr oder weniger mit! nichts für ungut.

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Re: Gain Master 1/2 besser als A99?

#47

Beitrag von Krampfader » Mo 8. Jan 2018, 20:57

hf-doktor hat geschrieben:Schönes Bild... und wo ist der Schaltplan im *.pdf ?
"Schaltplan" gibts nur als Prosa im Text, und zwar ab Punkt 1.2, 1.3 und 1.4. Soweit ich das als Maschinenbauer verstanden hab wird über die Spule HF ausgekoppelt, gleichgerichtet und per Voltmeter angezeigt. Vielleicht könnte ja einer von Euch "Funkenschuster" ( ;) ) den Schaltplan zeichnen und hier reinstellen ...

Benötige Bauteile:

- Ringkern d = ca. 20mm
- Kupferlackdraht
- zwei PL-Buchsen
- Silberdraht 2mm stark
- Schrumpfschlauch
- Kabelbinder
- Lochrasterplatine
- zwei Dioden OA 85 (Germanium- oder Schottky)
- Kondensator 100 nF
- 15 Volt Drehspulinstrument
- Potentiometer 200 K
- Metallgehäuse

Siehe: "http://www.amateurfunkclub-deutschland. ... sgerät.pdf"

Danke und Grüße

Andreas

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Re: Gain Master 1/2 besser als A99?

#48

Beitrag von funkfan » Mo 8. Jan 2018, 21:35

für gewöhnlich braucht man nicht so große ringkerne und führt einen isolierten draht press durch den ringkern da werden ja keine großen leistungen ausgekoppelt also tun es auch kleine ringkerne die nur cents kosten! solche stromkoppler findet man auch im surplus für wenige euros auf flohmärkten! auf der ham habe ich welche noch gesehen für 2-3 euro russischer produktion. sie sind in fast allen kommerziellen/militärischen anpassgeräten drin. also mal genauer schauen beim militärschrott. wie schon gesagt würde ich für einen symmetrische antennenstrommesser das gehäuse aus kunststoff bauen. alles kein hexenwerk und für wenige euros selbst zu bauen. ich schätze mal zu fast einem zehntel des kommerziellen produktes! das sollte doch einem ein anreiz sein es selbst zu versuchen gerade bei solch einfachen gerätschaften! :mrgreen:

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Re: Gain Master 1/2 besser als A99?

#49

Beitrag von 13-TH-2080 » Di 9. Jan 2018, 00:32

Speedfire hat geschrieben:Hallo,

nachdem im August 2017 in meine Blizzard am Dach ein Blitz eingeschlagen hat, hab ich einen seitlichen Mast am Haus befestigt mit 15m. Hier kann ich keine Antenne mit Radiale mehr zwecks aufbau verwenden.

Jedenfalls hab ich mir die Gain Master 5/8 geholt, leider hab ich massig an Störungen S7-8 mit der Antenne. (Seit der Überspannung waren auch paar Geräte von der Nachbarschaft defekt. Seitdem hab ich starke Störungen, evtl. neues Gerät).

Jedenfalls hab ich meine alte A99 wieder rauf da schaut es mit den Störungen deutlich besser aus.

Nun meine Frage hab ich mit der Gain Master 1/2 einen Vorteil zur A99? Hat hier schon mal jemand getestet. Les nur immer was von der 5/8 Gain Master aber nichts von der 1/2 Version.

Danke

73 de Speedfire Dominik Hersbruck

Kauf dir eine Imax. Habe ich auch am Dach. Kann ich nur Empfehlen ;)

Grüße aus Pleinfeld
QRV AFU: DB0AMB, 145.262,5MHz, CB Kanal 26 oder Freenet 5
https://www.qrz.com/db/DO6KP
Locator: JN59LC
73"

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Re: Gain Master 1/2 besser als A99?

#50

Beitrag von pömmf » Di 9. Jan 2018, 08:42

Antennestrom Messgerät gehört hinter den Tuner um zu verhindern dass man auf die Kamikaze Stellung des Tuners abgleicht.
Kamikaze Stellung = Abgleich auf die internen Verluste des Tuners. Top SWR, keine Leistung an der Antenne. Bei QRO=Rauchzeichen.
Hermes SDR plus Doppel-BLF188xr PA, Windom. 11m: AE5800 + Fuchskreisantenne

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Re: Gain Master 1/2 besser als A99?

#51

Beitrag von Krampfader » Di 9. Jan 2018, 09:42

Max. Antennen-Strom schön und gut, aber wer garantiert mir dass die Antenne die Leistung nicht nur in Wärme umwandelt, sprich verheizt?

Wärmebildkamera wäre eine Option. Angeblich wird das sogar gemacht. Weiters dürfte es zwecks Wirkungsgraderhöhung nicht schaden wenn die Antenne möglichst lang ist, sprich sich Lambada annähert ...

Grüße

Andreas

DH1FAD

Re: Gain Master 1/2 besser als A99?

#52

Beitrag von DH1FAD » Di 9. Jan 2018, 10:08

hier der Link zum Dritten mal, jetzt sogar mit Zitat:

http://www.dl2jas.com/antennen/antennen ... edanz.html

und nun, ganz spannend, das Zitat:

3/4 Lambda und höher

Elevationsdiagramm eine Wellenlänge

Hier ist ein Vertikalstrahler normalerweise nicht mehr interessant, weil zunehmend Steilstrahlung produziert wird. Das Optimum für Flachstrahlung ist etwa bei Lambda 5/8 gegeben. Im Bild sieht man das Elevationsdiagramm eines Strahlers mit 1,005 Lambda. Es ist zwar Resonanz gegeben, die Abstrahlung ist aber sehr steil und somit fast immer unbrauchbar. Verlängert man den Strahler noch weiter, gibt es wieder kleine Nebenzipfel mit Flachstrahlung, die aber in der Praxis kaum zu gebrauchen sind. Die Steilstrahlung überwiegt mit zunehmender Strahlerlänge deutlich.

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Re: Gain Master 1/2 besser als A99?

#53

Beitrag von Krampfader » Di 9. Jan 2018, 10:33

Besten Dank DH1FAD, damit kann ich was anfangen! :thup: :)

Ich rekapituliere: Die optimale Länge einer am Fuß gespeisten 11m-Antenne liegt bei rund 6,9m (Lambda 5/8). Noch länger bringt nichts mehr ... Hmm, nur wie sieht es aber nun bei einem "mittengespeisten"-Dipol aus?, so wie z.B. bei der "5/8"-Gain-Master, ebenfalls "aus verkaufstechnischen Gründen?" exakt 6,9m lang. Bewirkt hier eine Verlängerung (sagen wir mal auf insgesamt 7,5m (sprich 2 x 3,75m)) ebenfalls einen Anstieg der Steilstrahlung? ... oder bleibt die Strahlung nach wie vor so flach wie im zweiten gezeigten Bild?:

Bild
Bild
Quelle: http://www.gain-master.it/vsconventional.php

Danke und Grüße

Andreas

DH1FAD

Re: Gain Master 1/2 besser als A99?

#54

Beitrag von DH1FAD » Di 9. Jan 2018, 11:49

Hallo Andreas,

ich bin immer sehr skeptisch, wenn ein Hersteller einen theoretischen Gewinn von 1-2dB angibt (was ja
nun nicht besonders viel ist), aber dieser nur durch ein aufwendiges Konstrukt erzielt wird.
Im Rahmen der Fertigungstoleranzen für den Stub, die Stublänge, die Ankopplung, die Toleranz des Cs,
und die umgebenden kapazitiven Einflüsse, gibt es ausreichend Gelegenheit, den Gewinn Stück
für Stück wieder abzubauen.

Bei einer Triple-Leg zum Beispiel (also L/4 mit 3 abgewinkelten L/4-Radialen) gibt es so gut wie
keine Möglichkeiten, etwas falsch zu machen, außer man kann nicht mit Zollstock und Säge umgehen... :-)

Allerdings hat diese auch nicht den optimalen Erhebungswinkel.

73, Detlef

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Re: Gain Master 1/2 besser als A99?

#55

Beitrag von Krampfader » Di 9. Jan 2018, 12:40

Hallo Detlef

Danke. Soweit alles klar!

Jetzt kommt aber das große ABER: ;)

Soweit ich die beiden Diagramme oben verstanden habe hat die Gain-Master im Vergleich zu einer konventionellen 5/8 absolut gesehen überhaupt gar keinen Gewinn! ... die 1-2dB "Gewinn" resultieren lediglich daraus dass die Gain-Master als senkrecht aufgestellter Dipol flach in der Waagrechten strahlt. Die 5/8 hingegen verschießt ihr Pulver mit einem Winkel von 24 Grad gegen den Himmel ...

Ich maße mir nicht an die beiden Hersteller-Diagramme zu bezweifeln. So gesehen hat die "Gain-Master" in der Ebene (nur aufgrund der waagrechten Abstrahlung) sehr wohl etwas Gewinn im Vergleich zu einer konventionellen Antenne ...
DH1FAD hat geschrieben: Bei einer Triple-Leg zum Beispiel (also L/4 mit 3 abgewinkelten L/4-Radialen) gibt es so gut wie
keine Möglichkeiten, etwas falsch zu machen, außer man kann nicht mit Zollstock und Säge umgehen... :-)
Allerdings hat diese auch nicht den optimalen Erhebungswinkel.
Eben. Keinen optimalen Erhebungswinkel. Und auch deutlich weniger "Draht in der Luft" (1. Antennenregel ;) )

Danke und Grüße

Andreas

PS: habe herausgefunden dass ein senkrecht aufgestellter Dipol immer waagrecht strahlt, unabhängig von seiner Länge, allerdings spielen Aufstellungsort und Bodenabstand (sprich Masthöhe) eine Rolle ... Sirio empfiehlt daher freie Aufstellung und die "rote Spule" mind. 3m über Grund

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Re: Gain Master 1/2 besser als A99?

#56

Beitrag von hl77 » Di 9. Jan 2018, 14:19

In der Theorie ist das auch richtig.Leider ist die Umsetzung in der Praxis oft mangelhaft. Bei unseren Antennentests hat sich folgende Reihenfolge ergeben: Bei Entfernungen über ca.50 km ist eine echte 5/8 mit großer Luftspule optimal. Eine lambda 1/4 (M400) war rx top und tx etwas schlechter.Erst dann kamen die lambda 1/2 Antennen,wie HW11 und A99.die A99 hatte den schlechtesten Empfang.Die Imax 2000 konnte mit der 5/8 mithalten.Die Antennen wurden auf gleiche Spitzenhöhe gebracht um einen fairen vergleich zu haben.Es wurden nur Bodenwellen Ergebnisse gewertet.Das gute abschneiden der M400 liegt vermutlich daran,da sind keine verlustbehafteten Spulen vorhanden. Das waren nur meine praktischen Erfahrungen mit vielen verschiedenen Antennen.
73 Harry :wave: :wave:
Spitfire ,DX call: 13 HL77 OP-Name:Harry.

hf-doktor

Re: Gain Master 1/2 besser als A99?

#57

Beitrag von hf-doktor » Di 9. Jan 2018, 15:02

Krampfader hat geschrieben:
hf-doktor hat geschrieben:Schönes Bild... und wo ist der Schaltplan im *.pdf ?
"Schaltplan" gibts nur als Prosa im Text, und zwar ab Punkt 1.2, 1.3 und 1.4. Soweit ich das als Maschinenbauer verstanden hab wird über die Spule HF ausgekoppelt, gleichgerichtet und per Voltmeter angezeigt. Vielleicht könnte ja einer von Euch "Funkenschuster" ( ;) ) den Schaltplan zeichnen und hier reinstellen ...
Richtige "Messwerte" als Messgrösse kannst du damit nicht ermitteln, sondern das Instrument nur als Indikator für max. Strom.

Wozu brauchst du das? Es geht nur darum, wenn du eine Antenne über Tuner abstimmst und um zu signalisieren, das auch tatsächlich die Energie zur Antenne gelangt und nicht bei Fehleinstellung des Tuners -welches dir ein gutes SWR vorgaukelt- die komplette Leistung im Tuner verbraten wird. (Totalreflexion)

Um Antennenstrom nachzuweisen, oder bei Verwendung eines Tuners auf max. Strom (=max Helligkeit LED) abzugleichen, reichen andere, viel einfachere Möglichkeiten:

https://www.youtube.com/watch?v=7wbeMAJwILs
Zuletzt geändert von hf-doktor am Di 9. Jan 2018, 15:44, insgesamt 1-mal geändert.

hf-doktor

Re: Gain Master 1/2 besser als A99?

#58

Beitrag von hf-doktor » Di 9. Jan 2018, 15:30

funkfan hat geschrieben:wie du es schon sagst es ist eine definitionsfrage aber auch ein kurzer strahler der mit einer spule in resonanz kommt ist ein resonanter strahler! nach deiner definition sind also nur offene gestreckte strahler resonant?
Davon habe ich nichts geschrieben.

Bei einem zu kurzen Strahler wird die Antenne resonant, der Strahler für sich gesehen bleibt zu kurz und weiterhin nicht resonant.

Nochmal: Ein resonanter Strahler und eine resonante Antenne sind zwei paar Schuh.

Noch ein Beispiel.
Der Strahler einer L1/4 Groundplane alleine ist nicht resonant, da er gegen "Nichts" auch nicht erregt werden kann. Nur gegen ein Gegengewicht kann er erregt werden. (Daher auch der Name)
Das kann bei einer Monopol/Marconi Antenne der Erdboden sein, wenn sich dort an der Oberfläche der Speisepunkt befindet.
Oder oberhalb des Erdboden halt gegen resonante Radials (z.B. bei einer Tripple-Leg am Mast) oder aber gegen die Dachfläche eines Autos.

Bei einer nicht resonanten Antenne gibt es auch keinerlei Resonanzen oder wird durch Massnahmen in Resonanz gebracht.

Denn grundsätzlich muss eine Antenne nicht resonant sein, um HF abzustrahlen... wurde hier aber schon mehrfach geschrieben.

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Re: Gain Master 1/2 besser als A99?

#59

Beitrag von funkfan » Di 9. Jan 2018, 19:19

ja mir ist die funktionsweise des hertzschen dipol wohl bekannt. belies dich mal zu einer log.per antenne!!!

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Re: Gain Master 1/2 besser als A99?

#60

Beitrag von Darkshadow » Di 9. Jan 2018, 20:18

Kauf dir ne Imax. Ich hab meine seit 2003 und die spielt immer noch ohne Probleme. :thup:

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