Wilson 1000 M und das liebe SWR

Krampfader
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Re: Wilson 1000 M und das liebe SWR

#46

Beitrag von Krampfader »

criticalcore5711 hat geschrieben:
Mi 16. Sep 2020, 09:33
Das ist aber keine Erfindung sondern stumpfes Try & Error!
Für stumpfes "Try & Error" gabs mal den Nobel-Preis. Die Entdeckung der kosmischen Hintergrundstrahlung (hatte sogar was mit Taubenscheiße zu tun).

criticalcore5711 hat geschrieben:
Mi 16. Sep 2020, 09:33
Für dich sind die auf alle fälle Ultra Top Secret!
Ich befürchte nicht nur für mich (da nicht vorhanden) :dlol:



=========================================================

Für alle anderen: Hier ein weiterer Anwendungsfall:

Bild

Bild Bild Bild

Kein Draht-Radial notwendig, breitbandig, SWR-Stabil, trotzdem einige S-Stufen mehr als meine alte Antenne (Hyflex CL 27, stark schwankendes, teilweise grottenschlechtes SWR), siehe untenstehende Bilder:

Bild Bild

Andreas :wave:
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heavybyte
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Re: Wilson 1000 M und das liebe SWR

#47

Beitrag von heavybyte »

Hallo Andreas,

ich finde es super, dass du mit soviel Enthusiasmus das Hobby betreibst :tup:
Wenn du selbigen jetztnoch in die richtigen Bahnen lenken würdest, käme ganz sicher auch etwas G´scheites dabei raus.

Bitte nimm das Folgende nicht persönlich, es dient nur der Sache:

Es reicht halt nicht aus, ein tolles Messinstrument zu haben, sondern es muss nichtnur richtig angewandt werden, sondern die Messergebnisse müssen auch richtig interpretiert werden.
Dazu bedarf es natürlich auch grundlegender physikalischer Kenntnisse in Bezug auf Antennen.
Erfahrung hilft ebenfalls, sodass man auch Fehlmessungen direkt als solche erkennen kann.

Im vorliegenden Fall diagnostiziere ich mal salopp aus der Ferne, dass es einfach nicht sein kann, dass eine Spule ohne Strahler ein SWR von 1,06 ausgibt. Aus diesem Grund zweifele ich alle deine Messungen an.

Gruß
Lothar

criticalcore5711
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Re: Wilson 1000 M und das liebe SWR

#48

Beitrag von criticalcore5711 »

Doch doch.. sie existiert!

Bin aber noch nicht zu 100% Zufrieden, trotz der guten Messergebnisse.

Man erkennt hier übrigens deutlich den Strahler.
Der steigende Blindwiderstand bei tieferen Frequenzen zeigt das schön an.
Dateianhänge
Screenshot_20200821-142450.jpg
Zuletzt geändert von criticalcore5711 am Mi 16. Sep 2020, 11:40, insgesamt 1-mal geändert.
Zur zeit nur DX.
Bevorzugt T5, QSY nach Absprache.

Krampfader
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Re: Wilson 1000 M und das liebe SWR

#49

Beitrag von Krampfader »

heavybyte hat geschrieben:
Mi 16. Sep 2020, 10:42
Im vorliegenden Fall diagnostiziere ich mal salopp aus der Ferne, dass es einfach nicht sein kann, dass eine Spule ohne Strahler ein SWR von 1,06 ausgibt. Aus diesem Grund zweifele ich alle deine Messungen an.
Hallo Lothar

Ich habe gerade eben ein Video erstellt, extra für Dich, und zwar mit dem original Trafo der "Sirio GL27", ohne Strahler, siehe selbst:

Bild

Video: https://youtu.be/ba6sF-7GMsg

Es ist Dein Recht das Ergebnis anzuzweifeln. Genauso aber ist es Dein Recht Dir beide Antennen zu kaufen und mein Ergebnis messtechnisch zu widerlegen. Beide Antennen kosten nicht die Welt.

Andreas :wave:
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heavybyte
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Re: Wilson 1000 M und das liebe SWR

#50

Beitrag von heavybyte »

Naja, es geht ja nicht ums Rechthaben, mir geht es um die physikalischen Grundlagen.

Wenn du einen offenen Trafo ohne Last betreibst, kommt die ganze Energie wieder zurück zum Sender, wo soll sie auch hin. Im Trafo selbst wird die Energie nicht verheizt, dazu bedarf es eines geschlossenen Systems.

Ich habe gerademal meine Topfkreis-Antenne an den VNA gehängt, erstes Bild zeigt ganz normal das VSWR:
Topfkreis.jpg

Das zweite Bild ohne den Strahler:
Topfkreis2.jpg
Im Topfkreis befindet sich der Trafo und du kannst schön sehen, dass es sich genau so verhält, wie es physialisch auch zu erwarten ist.

Gruß
Lothar

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Re: Wilson 1000 M und das liebe SWR

#51

Beitrag von criticalcore5711 »

Ist ja sehr nett das du so viele Bilder und Videos davon machst.
Aber auch wenn du das 10.000 mal wiederholen würdest würde es die Tatsache nicht verändern das wir dem nicht wirklich trauen.

@heavybyte: Genau das was du gerade beschreibst würde ich ebenfalls als "Selbstverständlich" betrachten.
Zur zeit nur DX.
Bevorzugt T5, QSY nach Absprache.

Krampfader
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Re: Wilson 1000 M und das liebe SWR

#52

Beitrag von Krampfader »

Hallo Lothar

Ich zweifle Deine Messung nicht an. Du siehst aber (anhand meines Videos) dass es eben auch anders sein kann.

Andreas :wave:

PS: Habe an meinem RigExpert gerade alle drei Selbsttests durchlaufen, alles ok, siehe Bild:

Bild

PPS: Und wenn Ihr beide 1.000 mal wiederholt dass es nicht funktionieren kann so geben mir meine Praxisversuche damit recht. Was nicht sein kann darf auch nicht sein. Oder unterstellt ihr mir dass ich all die Fotos + das brandaktuelle Video jetzt gefälscht habe ??, bin zwar gut, so gut aber auch wieder nicht.
Zuletzt geändert von Krampfader am Mi 16. Sep 2020, 12:24, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Wilson 1000 M und das liebe SWR

#53

Beitrag von heavybyte »

Als ich vorhin die Messung unternahm, habe ich genau neben der Antenne gestanden und jetzt bin ich mal ein bisschen auf Distanz gegangen, sofort hat sich das VSWR verbessert. Man sieht also, kleine Ursache bewirkt grosse Veränderung :sup:
Topfkreis3.jpg
Gruß
Lothar

heavybyte
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Re: Wilson 1000 M und das liebe SWR

#54

Beitrag von heavybyte »

Krampfader hat geschrieben:
Mi 16. Sep 2020, 12:23
PPS: Und wenn Ihr beide 1.000 mal wiederholt dass es nicht funktionieren kann so geben mir meine Praxisversuche damit recht. Was nicht sein kann darf auch nicht sein. Oder unterstellt ihr mir dass ich all die Fotos + das brandaktuelle Video jetzt gefälscht habe ??, bin zwar gut, so gut aber auch wieder nicht.
Andreas sehe es mal nicht so verbissen.
Niemand unterstellt dir etwas.
Ich weiss ja auch nicht, was bei dir falsch läuft aber, dass etwas falsch läuft ist offensichtlich.
Deine Ergebnisse sind in keinster Weise durch die Physik gedeckt.

Du würdest gut daran tun, wenn du dich nicht so sehr auf die Authentizität deiner Messungen konzentrieren würdest, sondern selbst auch mal nachforschst, wo der Fehler liegen könnte.
Dazu müsstest du den Fehler aber erstmal als Fehler anerkennen.


Gruß
Lothar

Krampfader
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Re: Wilson 1000 M und das liebe SWR

#55

Beitrag von Krampfader »

Lothar, ich sehe es nicht verbissen sondern eher pragmatisch. Dieser "Fehler" (falls er denn einer ist) ermöglicht es mir diese Antennenkombination direkt an alle meine CB-Geräte anzuschließen, quasi massefrei, ohne die Endstufe zu grillen, und ohne ein Drahtradial zu benötigen. Meine Feldversuche bestätigen zusätzlich die (gute) Funktion dieser Antenne.

Ich habe jetzt extra nochmal nachgemessen, diesmal mit einem günstigen SWR-Meter: Ergebnis: auf 27,205 MHz erhalte ich mit diesem SWR-Meter ein SWR von knapp 1,50 (im Gegensatz zum Analyzer welcher 1,22 anzeigt) ... ich gehe mal davon aus dass der RigExpert genauere Werte liefert wie dieses EUR 22,-- Gerät, siehe Foto:

Bild

Aber selbst ein SWR von 1,5 wäre ohne Strahler laut Euch nicht möglich. Ist es aber, siehe Foto. Ich klinke mich daher jetzt aus. Ihr könnt ja weiterhin den "Fehler" suchen.

Schönen Nachmittag wünsch!

Andreas :wave:
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DMA284
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Re: Wilson 1000 M und das liebe SWR

#56

Beitrag von DMA284 »

Moin!

Vielleicht habe ich ja komische Gedankengänge und man entschuldige mir mein Laien Wissen. Aber kann es nicht sein das die Primärspule inklusive ihrer eigenen kapazitiven Eigenschaften für die beaufschlagte Frequenz einen Blindwiderstand von um die 50 Ohm für die HF darstellt und deswegen das von Andreas gemessene SWR stimmig ist?

Genau so arbeiten doch auch Filter für Frequenzen. Ich nehme ein L und ein C und wenn es Resonant ist stellt es für die HF einen geringen Widerstand dar und wenn es nicht Resonant ist wir die anliegende Frequenz gedämpft.

Das beste Beispiel haben wir doch bei einer T2LT. Bei der ursprünglichen Antennen ist ein variables C dazu geschaltet. Für uns CBler passt es aber wenn wir 5 Schlaufen RG58 zusammen legen. Das C ergibt sich durch die Spule von selbst. Nur hier im diesem Fall ist die Funktion umgekehrt, weil wir unsere 27 MHz möglichst gut gedämpft haben wollen.

Vielleicht können ja die "Wissenden" mal etwas Licht ins dunkle bringen. Übrigens bringt es vielfach nix wenn man nur auf Literatur Quellen hinweist, wenn sich aus der Literatur kein Verständnis ableitet ist der Hinweis wertlos. Da braucht es dann einfach Jemanden der dieses Wissen anderweitig Laien verständlich transportiert.

55 & 73

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Re: Wilson 1000 M und das liebe SWR

#57

Beitrag von criticalcore5711 »

Selbst ein Filter funktioniert nur dann korrekt wenn er in einem System mit passender Impedanz betrieben wird.

Hier im Beispiel mal ein KW Tiefpass mit Offenem ende:
LPF Open
LPF Open
Kurzgeschlossen:
LPF Short
LPF Short
Und mit 50Ohm: (Störende Adapter dazwischen, daher der welligen Verlauf)
LPF Load 50Ohm
LPF Load 50Ohm
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Re: Wilson 1000 M und das liebe SWR

#58

Beitrag von criticalcore5711 »

Und damit keiner an der Funktion des LPF zweifeln kann ein mal Transmission:
LPF Trans.
LPF Trans.
Ist im übrigen ein Auth TP30 also ein recht beliebtes und gutes Modell.

Ich muss aber auch zugeben :banane: ich hab eben bei der Messung auch nicht 100% Korrekt gearbeitet.
Die zusätzlichen Stecker und Kabel sind alle nicht herauskalibriert.
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Re: Wilson 1000 M und das liebe SWR

#59

Beitrag von heavybyte »

DMA284 hat geschrieben:
Mi 16. Sep 2020, 14:03
Vielleicht habe ich ja komische Gedankengänge und man entschuldige mir mein Laien Wissen. Aber kann es nicht sein das die Primärspule inklusive ihrer eigenen kapazitiven Eigenschaften für die beaufschlagte Frequenz einen Blindwiderstand von um die 50 Ohm für die HF darstellt und deswegen das von Andreas gemessene SWR stimmig ist?
Nö, dann würde das Gebilde bei Anbringung eines Strahlers nichtmehr arbeiten.
Die Spule stellt einen HF-Transformator dar, dessen Arbeitswiderstand der Strahler ist. Nimmst du den Arbeitswiderstand weg, kann die zugeführte Leistung nirgends mehr hin, als zurück zum Sender zu laufen.
Genau so arbeiten doch auch Filter für Frequenzen. Ich nehme ein L und ein C und wenn es Resonant ist stellt es für die HF einen geringen Widerstand dar und wenn es nicht Resonant ist wir die anliegende Frequenz gedämpft.
Die HF durchläuft aber einen Filter und wird nicht darin verbraten und wenn du einem Filter die Ausgangsimpedanz weg nimmst, dann verbiegt sich auch die Filterkurve.
Das beste Beispiel haben wir doch bei einer T2LT. Bei der ursprünglichen Antennen ist ein variables C dazu geschaltet. Für uns CBler passt es aber wenn wir 5 Schlaufen RG58 zusammen legen. Das C ergibt sich durch die Spule von selbst. Nur hier im diesem Fall ist die Funktion umgekehrt, weil wir unsere 27 MHz möglichst gut gedämpft haben wollen.
Dann nimm der T2LT mal ihre Strahler weg und messe dann nochmal.
Vielleicht können ja die "Wissenden" mal etwas Licht ins dunkle bringen. Übrigens bringt es vielfach nix wenn man nur auf Literatur Quellen hinweist, wenn sich aus der Literatur kein Verständnis ableitet ist der Hinweis wertlos. Da braucht es dann einfach Jemanden der dieses Wissen anderweitig Laien verständlich transportiert.
Die Arbeitsweise von Antennen basiert auf Physik und selbige kann nicht mit einem Post in einem Forum vermittelt werden, das ist ein ganzes Studium, Studium "Nachrichtentechnik".

Hier darfst du dir gerne einen Vorgeschmack holen: http://www.wolfgang-rolke.de/antennas/ant_100.htm

Gruß
Lothar

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Re: Wilson 1000 M und das liebe SWR

#60

Beitrag von criticalcore5711 »

Also ich habe zwar nicht studiert, kann jedoch nur zustimmen.

Was auch immer Andreas da präsentiert, es beruht vermutlich auf Effekten die man eigentlich bei einer antenne nicht haben will.

Zwangsanpassung wie sie bei Antennen vorkommt, bzw. Bei antennen deren Anpassung zusätzlich einen Widerstand irgendwo im KOhm Bereich beinhaltet ist da nicht gegeben um die Stabilität im SWR zu gewährleisten.

Daher finde ich es ja so extrem scheiße von Andreas das er kein Interesse hat dem auf den Grund zu gehen.

Wissen sollte man teilen, im Gegenzug dazu würden auch andere wissen vermitteln.

Ich gerate ja hier durchaus mal mit dem ein oder anderen aneinander, wenn aber (trotz versuch die Differenzen außen vor zu lassen) nix zurück kommt. Gibt es keinen Grund selbst wissen zu vermitteln.

Übrigens wurde mir das auch vermittelt. Also ich habe von anderen antennenbauern gelernt und entsprechend auch schon wissen an andere weitergegeben.
Ein Kumpel von mir zb. kann mittlerweile die EFHW für 2m so gut nachbauen das er selbst damit anfängt die Bauanleitung an andere zu vermitteln.
Ich habe mal eine davon in Händen gehalten und vermessen. Zu "meinen" gibts keinen Unterschied!

@DMA284: Verstehst du die Bilder die ich gepostet habe?
Soll ich dazu evtl. mehr erzählen?

Wer nicht fragt bleibt dumm!
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