Staberder - 1 oder 2 oder keiner?

Yaesu FT857D

Re: Staberder - 1 oder 2 oder keiner?

#46

Beitrag von Yaesu FT857D »

13STW hat geschrieben:
Mo 11. Feb 2019, 18:31
Du bist als Inhaber/Besitzer eines Hauses verpflichtet, deine E-Installation (aus Gründen des Brandschutzes) auf dem neuesten Stand zu halten. (NASV)
So ein Quatsch.
Die Anlage muss den anerkannten Regeln der Technik entsprechen, die bei Errichtung oder wesentlicher Änderung gegolten haben.
Mehr nicht.
Bitte mal §§ 13, 14 und 15 der NAV (so heisst diese richtig abgekürzt) lesen.
https://www.gesetze-im-internet.de/nav/ ... 10006.html
Was steht da?
Zitat: "Für die ordnungsgemäße Errichtung, Erweiterung, Änderung und Instandhaltung der elektrischen Anlage hinter der Hausanschlusssicherung (Anlage) ist der Anschlussnehmer gegenüber dem Netzbetreiber verantwortlich."

und weiter
Zitat: "Unzulässige Rückwirkungen der Anlage sind auszuschließen. Um dies zu gewährleisten, darf die Anlage nur nach den Vorschriften dieser Verordnung, nach anderen anzuwendenden Rechtsvorschriften und behördlichen Bestimmungen sowie nach den allgemein anerkannten Regeln der Technik errichtet, erweitert, geändert und instand gehalten werden. In Bezug auf die allgemein anerkannten Regeln der Technik gilt § 49 Abs. 2 Nr. 1 des Energiewirtschaftsgesetzes entsprechend. Die Arbeiten dürfen außer durch den Netzbetreiber nur durch ein in ein Installateurverzeichnis eines Netzbetreibers eingetragenes Installationsunternehmen durchgeführt werden; im Interesse des Anschlussnehmers darf der Netzbetreiber eine Eintragung in das Installateurverzeichnis nur von dem Nachweis einer ausreichenden fachlichen Qualifikation für die Durchführung der jeweiligen Arbeiten abhängig machen."

und weiter heisst es
Zitat: "Der Netzbetreiber ist berechtigt, die Anlage vor und, um unzulässige Rückwirkungen auf Einrichtungen des Netzbetreibers oder Dritter auszuschließen, auch nach ihrer Inbetriebsetzung zu überprüfen. Er hat den Anschlussnehmer auf erkannte Sicherheitsmängel aufmerksam zu machen und kann deren Beseitigung verlangen."

Was heisst das?
Für jede elektrische Anlage hinter den Hausanschlusssicherungen (einschliesslich Überspannungsschutzeinrichtungen) ist allein der Anschlussteilnehmer verantwortlich. Der Netzbetreiber (EVU-Unternehmen) wälzt somit die Verantwortung (auch für "Rückwirkungen" wie die Folgen eines Blitzeinschlages), auf den Anschlussteilnehmer ab....
Im Fall einer "Rückwirkung" (Blitzeinschlag, Überspannungen) in der elektrischen Anlage, hat zu deren Schutz, der Anschlussteilnehmer nach den allgemein anerkannten Regeln der Technik (VDE-Normen) zu handeln. Dies muss laut dieser Verordnung, durch ein Installateur, der in dessen Verzeichnis eingetragen ist, gemacht werden.
Das heisst somit, ein Funkamateur darf dies selbst nicht vornehmen, auch wenn er z.B. Elektroinstallateur von Beruf ist.
Er muss dies einem eingetragenen Fachbetrieb überlassen, der vom Netzbetreiber (EVU) dazu berechtigt ist.

Als ich hier in diese ETW eingezogen bin, habe ich durch einen Bekannten (der ist Elektriker bei seinem Vater im Betrieb),
die gesamte Unterverteilung (im Netz mit Nullung) überprüfen und erneuern lassen.
Sein Vater ist dann extra nach dessen Arbeiten gekommen, hat das überprüft, einen Prüfungsbogen ausgefüllt,
unterschrieben und an das örtliche EVU geschickt.
Zuletzt geändert von Yaesu FT857D am Di 12. Feb 2019, 12:15, insgesamt 1-mal geändert.

Yaesu FT857D

Re: Staberder - 1 oder 2 oder keiner?

#47

Beitrag von Yaesu FT857D »

guglielmo hat geschrieben:
Mo 11. Feb 2019, 15:59
@Yaesu FT857D: Vielen Dank für Deine Infos. Mein Haus wurde wohl in den sechziger Jahren nachgerüstet. Im Keller befindet sich ein Hausanschluss mit vier Phasen. Neben der Anschlussbox befindet sich eine Kupferschiene die wohl für den Potentialausgleich gedacht ist. ..... Ich habe allerdings sowieso vor mal einen Elektromeister anzuheuern um den Bereich Zähler, Sicherungen usw. überarbeiten zu lassen. Dann könnte man das ganze Erdungsthema mal gleich mit abhandeln.
Sehr gut! Kann ich nur begrüssen.
Insbesondere, wenn (wie in meinem vorherigen Beitrag erwähnt) das in der NAV steht, die eine solche Überprüfung vorsieht. :wink:

Yaesu FT857D

Re: Staberder - 1 oder 2 oder keiner?

#48

Beitrag von Yaesu FT857D »

So und worauf ich mich bezogen habe ist, dass bei jeder Änderung
(das ist bei zusätzlichen Erdungsschutzmassnahmen der Fall) der Elektroanlage (Potentialausgleich),
eine Überprüfung gegebenflls. eine Anpassung durch eine qualifizierte Fachkraft (Meister) erfolgen muss, da dies in der NAV steht.
Oder willst du nach einer (nicht genehmigten) Änderung deiner E-Anlage, auf einem Schaden in der Netzzuleitung des EVU sitzen bleiben?
Es kommt bei all diesem darauf an, was in der NAV steht:

"Unzulässige Rückwirkungen der Anlage sind auszuschließen. Um dies zu gewährleisten, darf die Anlage nur nach den Vorschriften dieser Verordnung, nach anderen anzuwendenden Rechtsvorschriften und behördlichen Bestimmungen sowie nach den allgemein anerkannten Regeln der Technik errichtet, erweitert, geändert und instand gehalten werden."
Eine dieser Rechtsvorschriften steht im BGB und behandelt die Haftung eines Eigentümers/Besitzers von Häusern, Wohnungen ect......

Aber egal, ich bin kein Staatsanwalt....

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Re: Staberder - 1 oder 2 oder keiner?

#49

Beitrag von guglielmo »

Wir müssen mal die Kirche im Dorf lassen. Die Hoheit durch den Energieversorger endet spätestens an dem Kasten mit den Hauptsicherungen. Diese sind so ausgelegt, das auch durch eine falsche Installation im Haus das Versorgungsnetz keinen Schaden nehmen kann. Im Haus selber können durch eine Falschinstallation Menschenleben und Sachgüter oder das Haus selber gefährdet sein. Dies durch elektrische Schläge oder ausgelöste Brände. Das gleich das gesamte Haus abbrennt kann immer passieren. Hierzu braucht nur das Fett in der Pfanne zu überhitzen. Bei einem Hausbrand könnte ich mir vorstellen, das durch Kurzschlüsse in der Versorgungsleitung vor den Hauptsicherungen auch das Versorgernetz Schaden nehmen könnte. Das ist aber schon sehr hypotetisch.

Was Schäden durch Blitzschlag an geht, so sind die Energieversorger jede Menge Sorgen gewohnt. Blitze schlagen in Verteilern, Überlandleitungen und Trafostationen sehr gerne und häufig ein. So weit ich weiß, werden im Schadensfall keine kriminalistischen Untersuchungen durchgeführt, ob die Überspannung durch ein angeschlossenes Haus verursacht wurde. Die schnelle Reparatur steht an erster Stelle. Alles was man im Haus tut, um das Netz auf einen sicheren Stand zu halten tut man im eigenen Interesse um sein eigenes Leben und seine eigenen Sachgüter zu schützen. Richtig brenzlig wird es, wenn Menschen durch eine unsachgemäße Installation in Mitleidenschaft gezogen werden oder durch zerstörtes Eigentum eine Versicherung zahlen soll. Dann werden bei einem hinreichend großen Schadensfall Sachverständige zugezogen, die auch die Sicherheit der Installtion prüfen.

Wobei noch in sehr vielen ganz alten Häusern aber auch in Gebäuden aus der Nachkriegszeit bis in die späten siebziger Jahre grauenhafte Installationen zu finden sind, die dann manchmal durch Mieter ohne Sachkenntnis auf noch grauenhaftere Weise umgebaut und erweitert wurden. Ich selber habe schon in Wohnungen solche Installationen zurück gebaut. Dort war die Phase auf Blau gelegt und der Schaltdraht hinter dem Schalter auf Gelb-Grün. Dann wurden die 230 V über Klingeldraht geführt, der unter einer Tapete verklebt war. Solange nichts passiert interessiert es keine Sau.

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Re: Staberder - 1 oder 2 oder keiner?

#50

Beitrag von Wurstauge »

Blitzschutz!!!

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Re: Staberder - 1 oder 2 oder keiner?

#51

Beitrag von Dipol »

Yaesu FT857D hat geschrieben:
So 10. Feb 2019, 12:49
Dazu gehören auch die entsprechenden VDE-Normen und dazu gehört auch die VDE 0855 Teil 300 (Empfangs und Sendeanlagen bis 1 KW)....
Diese Norm wurde zuletzt vor 2 Jahren grundlegend geändert, weil die Blitzforschung (u.a. bei der Bundeswehrhochschule München) das ergeben hat.
Entgegen meinem Vorsatz hier nichts mehr zu posten:
  • Welche DIN VDE 0855-300 gilt, kann jeder unschwer auf den Homepages der Verlage von VDE und Beuth mit je einem Klick klären.
  • Im für Antennensicherheit zuständigen Normengremium DKE K735.0.1 gab es in den drei letzten Sitzungen durchaus Initiativen die noch immer gültige DIN VDE 0855-300:2008-08 zu aktualisieren. Dass das renommierte Hochspannungslabor der Bundeswehrhochschule in Neubiberg in den letzten zwei Jahren irgendetwas hierzu beigetragen hätte, ist absolut unzutreffend.
Wie so oft gibt es in diesem Thema noch weiteren normfernen Quatsch, von dessen Richtigstellung ich bei den hier üblichen Kindergartenkommentaren absehe.

73 Roland

Yaesu FT857D

Re: Staberder - 1 oder 2 oder keiner?

#52

Beitrag von Yaesu FT857D »

13STW hat geschrieben:
Do 14. Feb 2019, 13:26
Natürlich.
Mit der Vermeidung von Rückwirkungen ist in erster Linie gemeint, Auswirkungen auf andere Kundenlagen zu verhindern.
..... aber natürlich auch Überspannungen.
Genau da liegt der Hase im Pfeffer....
Das EVU sichert sich selbst und andere Kunden, wegen Schadensersatzforderungen durch diese §§ in der NAV, ab!
13STW hat geschrieben:
Do 14. Feb 2019, 13:26
Helmut schießt mal wieder weit über das Ziel hinaus. Auch die von Ihm in der Eingangsfrage erwähnte Einbeziehung der Antennenleitungen in den Potentialausgleich und die Erder selbst wären im konkreten Beispiel unnötig.
Helmut schiesst nicht mal wieder über das Ziel hinaus....
Helmut kennt die Normen, die dazu massgeblich sind und das deswegen, weil
. elektrotechnische Grundkenntnisse vorhanden sind
. ein Bekannter selbst Elektrotechniker und sein Vater Elektromeister ist
13STW hat geschrieben:
Do 14. Feb 2019, 13:26
Ein nicht- metallischer Mast braucht keinen Erder, und die Schirme der Koaxialleitungen müssen nicht in den Potentialausgleich einbezogen werden, weil es sich um eine Drahtantenne für CB oder Amateurfunk handelt. Alles nur heiße Luft.
Aha...Dann erkläre (sofern du Funkamateur bist) mir und allen anderen, warum die Schirme und der Innenleiter von Koaxialleitungen bei Kreuzyagiantennen und deren metallisches Boomrohr (die an einem Glasfaser/Glasfiberrohr befestigt sind) in den Potentialausgleich des Antennenmastes/Hauses einbezogen werden müssen?
Auf die Antwort bin ich mal gespannt....

Dipol
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Re: Staberder - 1 oder 2 oder keiner?

#53

Beitrag von Dipol »

Yaesu FT857D hat geschrieben:
Sa 23. Feb 2019, 16:18
13STW hat geschrieben:
Do 14. Feb 2019, 13:26
Ein nicht- metallischer Mast braucht keinen Erder, und die Schirme der Koaxialleitungen müssen nicht in den Potentialausgleich einbezogen werden, weil es sich um eine Drahtantenne für CB oder Amateurfunk handelt. Alles nur heiße Luft.
Aha...Dann erkläre (sofern du Funkamateur bist) mir und allen anderen, warum die Schirme und der Innenleiter von Koaxialleitungen bei Kreuzyagiantennen und deren metallisches Boomrohr (die an einem Glasfaser/Glasfiberrohr befestigt sind) in den Potentialausgleich des Antennenmastes/Hauses einbezogen werden müssen?
Auf die Antwort bin ich mal gespannt....
Du engagierst dich ja wie kein anderer berufsfremder Laie redlich um Sicherheit von Afu-Anlagen. Aber deine Postings basieren erkennbar nicht auf Normenstudium, was von einem Kranführer auch niemand erwartet. Hörensagen birgt stets das Risiko mehr oder weniger falsche Behauptungen aufzustellen und wo du das mit der Bundeswehr-Uni in Neubiberg aufgeschnappt haben wilst, ist mir völlig schleierhaft.

Ich riskiere ausnahmsweise noch eine der hier mehrheitlich verpönten normkonformen Antworten, ehe sich normativ völlig ahnungslose User mit den immer gleichen Sprüchen abreagieren:
  • Alle Schirme von Kabeln, die aus Blitzschutzzone LPZ 0A in LPZ 1 (= Gebäude) ein- oder ausgeführt werden, können Potenzial einschleppen und müssen daher in den Schutzpotenzialausgleich, bei Gebäuden mit Blitzschutzanlagen in den Blitzschutzpotenzialausgleich, einbezogen werden.
  • Wie @13STW, der noch nicht wie andere User mit Normenzugriff vor den hier üblichen Kindergartensprüchen die Flucht ergriffen hat, richtig darstellt, sind - nach noch immer gültiger DIN VDE 0855-300:2008-08 - Koaxleitungen von Afu-Langdrahtantennen davon ausgenommen.
  • Diese "Befreiung" widerspricht eklatant der Normenreihe DIN VDE 0100. In der vorletzten Sitzung des zuständigen Normengremium K 735.0.1 wurde das in Anwesenheit von DL1KRT, Leiter Referat Normen in DARC, diskutiert und die naheliegenste Erklärung dafür ist "erfolgreiche" Lobbyarbeit. Diese Passage gehört dringend geändert.
  • Energetisch koordinierter Überspannungsschutz ALLER Energie- UND TK-Leitungen ist NUR bei Gebäuden mit Blitzschutzsystem obligatorisch.
  • Er wirkt auch bei Gebäuden ohne Blitzschutzanlagen schadensmindernd und ist seit DIN VDE 0100-443 und -534 seit Ablauf der Übergangsfrist am 14.12.2018 für die Niederspannungsleitungen von NEUBAUTEN auch ohne Blitzschutzanlage zwingend vorgeschrieben.
FAZIT:
  1. Afu-Fassadenantennen (und Kabel!) innerhalb von bislang unbewiesen als sicher angenommenen Fassadenbereichen sind nach DIN VDE 0855-300 in den Schutzpotenzialausgleich einzubeziehen. Nach einer weiteren Sonderregel, die m. E. dringend abgeschafft gehört, ist die alleinige Verbindung des Antennenträgers an einen Schutzleiter (PE) bedingt erlaubt.
  2. Außerhalb von als sicher bezeichneten Fassadenbereichen sind Funk-/sendeantennen einschließlich CB-Funk und Afu blitzstromtragfähig nach Klasse H = 100 kA zu erden UND in den PA einzubeziehen.
  3. Innenleiter kann man selbstredend NICHT in den PA einbeziehen aber Potenzialdifferenzen zwischen Leitern und (geerdeten!) Schirmen mit SPD1 1 Blitzstrom- und SPD 2 Überspannungsableitern (z. B. "Blitzschutzpatronen") egalisieren, die - siehe oben -normativ aber nur bei Gebäuden mit LPS gefordert sind.

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Re: Staberder - 1 oder 2 oder keiner?

#54

Beitrag von Krampfader »

Hallo Roland (Dipol)

Als Freifeld-Funker betreffen mich vermutlich nur die wenigsten Normen. Trotzdem beschäftigt mich das Thema "Erde". Und zwar in Bezug auf Ableitung eventueller statischer Aufladungen und/oder HF-Erde. Weniger zum Thema Blitzschutz. Wenn in eine meiner 12m hohen Freifeld-Antennen der Blitz reinfährt dann hilft sowieso nur mehr beten (bzw. vorher Kabel weit aus dem KFZ-Seitenfenster werfen) ...

Aber zurück zum Thema "Statische Aufladung" bzw. "HF-Erde": Wie sinnvoll erachtest Du als Fachmann folgende "Erdungsmaßnahme", siehe Bilder:

Bild Bild Bild
Weitere Fotos siehe: viewtopic.php?f=15&t=46989&start=135#p524765

Ist das lediglich eine "Alibi-Handlung" ohne jeglichen Nutzen ?? ... oder ist das sogar kontraproduktiv ?? ... oder ist diese Form der "Erdung" völlig wirkungslos und hat eher einen "Placebo-Effekt" ?? ... und soll ich zusätzlich mein KFZ ebenfalls via Masse-Anschluss an die Erdschraube klemmen ??

Die beiden Starthilfekabel hab ich mittlerweile sowieso im Kofferraum herumliegen, soll ich sie besser dort liegen lassen ?? ... oder schadet es nicht wenn ich sie wie in den Bildern an den Erdnagel klemme ??

Wie siehst Du das Roland ??

Besten Danke und Grüße

Andreas

PS: Macht es auch Sinn bei trockenem Boden den Erdnagel mit 2 Liter Salzwasser einzuwässern um die Bodenleitfähigkeit zu erhöhen ??, Umweltbedenken hab ich diesbezüglich keine, siehe Foto "Streusalz": https://i.ibb.co/1XM7GSq/IMG-6525.jpg
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Re: Staberder - 1 oder 2 oder keiner?

#55

Beitrag von doeskopp »

Krampfader hat geschrieben:
So 24. Feb 2019, 07:59

Als Freifeld-Funker betreffen mich vermutlich nur die wenigsten Normen. Trotzdem beschäftigt mich das Thema "Erde". Und zwar in Bezug auf Ableitung eventueller statischer Aufladungen und/oder HF-Erde. Weniger zum Thema Blitzschutz. Wenn in eine meiner 12m hohen Freifeld-Antennen der Blitz reinfährt dann hilft sowieso nur mehr beten (bzw. vorher Kabel weit aus dem KFZ-Seitenfenster werfen) ...
Das mit der Erdung kannst Du dir sparen denn es bringt nix. Würde es was bringen könnte man sämtliche GFK-Masten in die Tonne kloppen und müsste nur noch mit Metallmasten funken. Logisch gelle?
Ich habe meine Portableantenne (Alumast) schon an die unterschiedlichsten Träger angeknotet die zufällig in der Gegend standen. Auch metertief eingerammte Stahlträger waren dabei. HF technische Vorteile einer Erdung konnte ich nichtmal in homöophatischen Dosen bemerken. Ich rede jetzt von 11m und Standardbesteck (Rundstrahler) und nicht von AFU Drahtkonstruktionen etc. Die sogenannten "statischen Aufladungen" sind in den meisten Fällen statische Entladungen (z.B. durch Regentropfen) in der Umgebung die im RX ein Rauschen oder Prasseln erzeugen. Da mützt es nichts wenn man die eigene Antenne erdet.

Grüße from Doeskopp
Zuletzt geändert von doeskopp am So 24. Feb 2019, 09:44, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Staberder - 1 oder 2 oder keiner?

#56

Beitrag von Dipol »

13STW hat geschrieben:
So 24. Feb 2019, 07:57
Du bist echt die traurigste Gestalt hier im Forum. Den Innenleiter an den PA anschließen...
Das hat Helmut bestimmt nicht so gemeint wie es wörtlich dasteht. Hier gibt es traurigere Gestalten, die bei den Stichworten Normen und Blitzschutz reflexartig verbal regieren.

Helmuts Ansichten gründen auf den Artikel von Herbert Heiß, DJ5EP, im Skriptum der 55. Weinheimer UKW-Tagung vom 11. - 12. September 2010, den ich erst durch seine Hinweise kenne. Dort wurde ein von DEHN abgekupfertes Uralt-Merkblatt mit längst überholtem Normenstand von 1971 ausgeschlachtet. Sieht man von den überholten Textpassagen mit z. B. zu kurzen Erderlängen ab, steht einiges drin, was auch heute noch gilt. Aber das reicht als Grundlage für echte Normenkunde nicht aus.

Hallo Andreas,

an deinen neuen Umgangston muss ich mich erst noch gewöhnen. Dein PS mit dem Salz ist als Satire erkennbar und mit einem NEIN zu beantworten.

Normen wie die für CB-Funk und Afu zuständige DIN VDE 0855-300:2008-08 will ich angesichts der hier typischen Reaktionen zu mobilen Betrieb nicht mehr zitieren. Evtl. übernimmt das @13STW als Elektromeister. Einer "funkenden" Ex.-EFK sollte die Afu-Hausnorm oder wenigstens der Artikel von Thomas Raphael, DF4KJ, im Skriptum der 56. Weinheimer UKW-Tagung von 2011, sowie das letzte Afu-Merkblatt des ABB, dessen VDE-Geschäftsstellenleiter Herr Raphael ist, bekannt sein.

Falls die üblichen Forenkasper ausnahmsweise mal sachlich bleiben, kann man über wirklich ernst gemeinte Fragen, das ABB-Merkblatt und ob dessen Darstellungen alle auch mit der DIN VDE 0855-300 übereinstimmen, diskutieren. Dass das in diesem Forum möglich ist, muss sich aber erst noch erweisen.

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Re: Staberder - 1 oder 2 oder keiner?

#57

Beitrag von Krampfader »

Hallo Doeskopp

Ich weiß von Funkkollegen dass sie beim Rangieren mit dem Kabelstecker ihrer Hoch- bzw. Heimstations-Antenne schon mal eine ordentlich "gescheuert" bekommen. Von wo kommt da diese Hochspannung auf der Leitung ?? (offensichtlich nicht gefährlich, aber unangenehm). Nicht umsonst erwähnen einige Hersteller ihre Antenne sei "DC-geerdet" (DC grounded), siehe z.B.: http://www.gain-master.it ... meine "Inline-J-Pole" liefert galvanisch gesehen ebenfalls "Kurzschluss" und ist demnach ebenfalls "DC-geerdet". Soweit nun gut. Was mich allerdings etwas verunsichert ist dass mein GFK-Mast elektrisch gesehen gut isoliert mittels gummierter Rohrschellen festgehalten wird. Weiters steht mein KFZ daneben auf 4 Gummi-Reifen, also ebenfalls gut isoliert vom Boden. Es ist also keinerlei elektrisch gut leitende Verbindung zum Erdreich vorhanden, weder vom GFK-Mast, noch von der Draht-Antenne, noch vom Kabel und auch nicht vom Auto, ja selbst das Funkgerät liegt dabei am gut isolierenden Beifahrersitz. Das bedeutet meine komplette Funkanlage arbeitet derzeit gut isoliert gegenüber dem Erdpotential ...

Es ist bekannt dass sich z.B. die GFK-Rotoren der Windkraftanlagen u.U. gehörig statisch aufladen, je nach Wetterlage. Die Reibung mit der Luft (Wind) dürfte dabei ebenfalls eine Rolle spielen. Ich habe erst vor wenigen Tagen zwei Geräte von President zum Funkdoc geschickt, beide "spinnen" irgendwie. Ich behaupte jetzt nicht dass sie aufgrund elektrostatischer Entladungen Schaden genommen haben, ausschließen möchte ich es aber auch nicht. Gerade Geräte von President sind ja bekannt dafür diesbezüglich sensibel zu reagieren. Deswegen meine Anfrage bezüglich "Erde".

Also: soll ich die Starthilfekabeln besser doch anklemmen oder lieber im Kofferraum liegen lassen ??

Danke und Grüße

Andreas
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Re: Staberder - 1 oder 2 oder keiner?

#58

Beitrag von doeskopp »

Krampfader hat geschrieben:
So 24. Feb 2019, 10:05
Hallo Doeskopp

Ich weiß von Funkkollegen dass sie beim Rangieren mit dem Kabelstecker ihrer Hoch- bzw. Heimstations-Antenne schon mal eine ordentlich "gescheuert" bekommen.
Das passiert auch gelegentlich wenn man nach einer Fahrt aus dem Auto aussteigt. Die Karre hat sich aufgeladen. Es ist die Luftreibung am Lack bzw. den Kunststoffteilen.
Von wo kommt da diese Hochspannung auf der Leitung ?? (offensichtlich nicht gefährlich, aber unangenehm). Nicht umsonst erwähnen einige Hersteller ihre Antenne sei "DC-geerdet" (DC grounded), siehe z.B.: http://www.gain-master.it ... meine "Inline-J-Pole" liefert galvanisch gesehen ebenfalls "Kurzschluss" und ist demnach ebenfalls "DC-geerdet". Soweit nun gut. Was mich allerdings etwas verunsichert ist dass mein GFK-Mast elektrisch gesehen gut isoliert mittels gummierter Rohrschellen festgehalten wird. Weiters steht mein KFZ daneben auf 4 Gummi-Reifen, also ebenfalls gut isoliert vom Boden. Es ist also keinerlei elektrisch gut leitende Verbindung zum Erdreich vorhanden, weder vom GFK-Mast, noch von der Antenne, noch vom Kabel und auch nicht vom Auto, ja selbst das Funkgerät liegt dabei am gut isolierenden Beifahrersitz. Das bedeutet meine komplette Funkanlage arbeitet derzeit gut isoliert gegenüber dem Erdpotential ...
Hätte Dein Auto Sicherheitsschuhe an würden die Spannungen abgeleitet. Es sind tatsächlich Aufladungen die durch Luftreibung an den Kunststoffteilen zustande kommen. Hierbei ist das Wetter maßgebend. Trockene Luft ist kontraproduktiv. Wer mal mit Antennen an Drachen experimentiert hat wird ebenfalls ein Lied davon singen können.
Es ist bekannt dass sich z.B. die GFK-Rotoren der Windkraftanlagen u.U. gehörig statisch aufladen, je nach Wetterlage. Die Reibung mit der Luft (Wind) dürfte dabei ebenfalls eine Rolle spielen. Ich habe erst vor wenigen Tagen zwei Geräte von President zum Funkdoc geschickt, beide "spinnen" irgendwie. Ich behaupte jetzt nicht dass sie aufgrund elektrostatischer Entladungen Schaden genommen haben, ausschließen möchte ich es aber auch nicht. Gerade Geräte von President sind ja bekannt dafür diesbezüglich sensibel zu reagieren. Deswegen meine Anfrage bezüglich "Erde".

Also: soll ich die Starthilfekabeln besser doch anklemmen oder lieber im Kofferraum liegen lassen ??
Klar kannst Du das ableiten wenn Du Angst hast das was zerschossen wird. Dafür wäre dann auch Deine Bodenhülse ausreichend. Kaputt machen kannst Du damit nichts. Eine Metallantenne an einem Metallmast (GFK ist nicht so toll) würde die Lage ebenfalls entspannen. Ich jedenfalls hatte noch nie Saft auf dem Antennenstecker. Ein leichter Bodenkontakt reicht aus.......
Mein Beitrag weiter vorne bezog sich hauptsächlich auf die Frage ob es gegen Störungen hilft und ob es der Ausbreitung nützt.

Grüße from Doeskopp

Krampfader
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Re: Staberder - 1 oder 2 oder keiner?

#59

Beitrag von Krampfader »

Hallo Stephan

Stimmt. Mir geht es darum eventuelle statische Aufladungen abzuleiten. Wohin denn dann wenn nicht gegen Erde ?? ... und dass sich Bauteile aus GFK statisch aufladen (können) ist Fakt. Nicht nur bei Windkraftanlagen, nein speziell auch bei Helikoptern. Diese laden sich durch die Rotation der GFK-Blätter ggf. sehr stark auf. So kann es (Lebens!-)gefährlich sein einen tief schwebenden Helikopter mit der Hand an der Kufe zu berühren bevor er noch gelandet ist. Vor dem Anfassen muss die Kufe daher zuerst mit einer "Erdungstange" berührt werden um die Ladungen gegenüber dem Boden auszugleichen (zieht manchmal gehörig lange Funkenstrecken) ...

Aber zurück zu meinem Problem: Du hast recht, in heißen Sommermonaten sind die ersten 20cm vom Boden ziemlich trocken, stimmt. Es geht mir darum diese "Durststrecke" trockenen Erdreiches zu überwinden. Wasser versickert bekannterweise vertikal im Erdboden. Wenn es nun gelingt mittels Salzwasser eine "Brücke" zwischen Erdnagel und tieferen, feuchteren Erdschichten zu schlagen kann das doch nicht kontraproduktiv sein, oder ?? ... und selbst wenn eine hochohmige Verbindung reichen würde, was spricht gegen eine mit etwas weniger Widerstand ??

Also: Starthilfekabel anklemmen oder im Kofferraum belassen ??

Danke und Grüße

Andreas
Mein Motto: Hauptsache es vergeht die Zeit

Yaesu FT857D

Re: Staberder - 1 oder 2 oder keiner?

#60

Beitrag von Yaesu FT857D »

13STW hat geschrieben:
So 24. Feb 2019, 07:57

Du bist echt die traurigste Gestalt hier im Forum. Den Innenleiter an den PA anschließen...
Hä? Was ist dann das hier? > https://stecker-shop.net/epages/27edac8 ... 074/42/206
Sind diese "Blitzschutzpillen" oder Blitzschutzpatronen als Feinschutz zwischen dem Innenleiter vom Koaxialkabel, Ja oder Nein?
Die werden in solchen Teilen eingesetzt > https://stecker-shop.net/epages/27edac8 ... 7074/42/98
Das nennt sich Feinschutz.
Grobschutz ist etwas anderes, Herr Elektromeister....
Grobschutz ist z.B. Blitzstrom-Ableiter DEHNventil der bei einem Blitzstoßstrom 25 kA (10/350 μs)
im TN-S-System arbeitet....

Jemanden wie mich, der 3 Wochen Intensivkurs mit Elektrotechnik, Mechanik und abschliessender Prüfung absolviert hat,
der seine AFU-Antennenanlage selbst vorschriftsmässig geerdet hat, nie innerhalb von fast 20 Jahren einen Blitztreffer hatte... :think:
Zuletzt geändert von Yaesu FT857D am So 24. Feb 2019, 11:06, insgesamt 1-mal geändert.

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