Staberder - 1 oder 2 oder keiner?

13SD260
Santiago 4
Beiträge: 236
Registriert: So 18. Mai 2014, 14:51
Standort in der Userkarte: Stuttgart

Re: Staberder - 1 oder 2 oder keiner?

#31

Beitrag von 13SD260 » Di 5. Feb 2019, 20:06

Ich trage mal einen eigenen Erfahrungsbericht bei...

Meine erste Eigenbau-Behelfsantenne im kleinen Mietshaus sa so aus:

GFK-Mast mit ca. 9m Länge, darin eingefädelt einen entsprechend langen Draht.

Gegengewicht: Mangels Grundstücksgröße ca.10m² Kaninchendraht von innen an die Dachbalken getackert

Anpassmimik: Primitiv mit CG-3000, sollte einfach und multibandfähig sein.
Nach einigen Versuchen wurde eine dicke Verlängerungsspule für 80m per Relais zugeschaltet um der Tuner auf diesem Band überbrückt.

Ergebnis: von 15-80m ging die Antenne sehr gut, auf 10m war´s wegen der Länge ein Wolkenwärmer.
Beste QSOs auf 80m: W, PY, JA, HC8 - alles in SSB mit 100W

In einer späteren Wohnung ging´s nicht mehr so groß. Antenne dort: Tarheel M-300 Screwdriver, mit ca 15m² Kaninchendraht auf dem Flachdach.
Strahler verlängert auf 3m plus Dachkapazität.
Beste QSOs auf 80m: JA, PY, YV, W - in SSB mit max.200W

Am jetzigen QTH mit verkürzter Vertical mit einem verkürztem elevated Radial experimentiert. Ging auch ganz gut.
Erste Antenne hier, Rotary Dipole mit 2x3,5m und 2x2m Endkapazität. Selbst damit gelangen QSOs auf 80m, natürlich nicht sehr laut - wollte nur wissen ob es geht.

Elevated Radials sollten abgestimmt sein (der Strom soll ja in´s Gegengewicht und nicht in den Boden) und nach Möglichkeit mehr als eins (geht aber auch). Die Radials können auch verkürzt oder sogar gefaltet werden. Google mal nach Folded Counterpoise.

Zusammengefasst: Der Strahler kann grundsätzlich auch kurz sein. Wichtig ist, dass Du verlustarm anpasst und Strom in die Antenne bekommst.

Gibt viel zu lesen zu dem Thema.... :book: (Empfehlung: Kurze Antennen von G.Janzen)

73 Andy

DL6SEX
Santiago 4
Beiträge: 275
Registriert: Mo 28. Jan 2008, 11:31
Standort in der Userkarte: 65931 Frankfurt-Zeilsheim
Wohnort: Frankfurt am Main

Re: Staberder - 1 oder 2 oder keiner?

#32

Beitrag von DL6SEX » Di 5. Feb 2019, 20:07

guglielmo hat geschrieben:
Di 5. Feb 2019, 13:16
Lieber Stefan,
ich habe mir soeben Deine Frage durchgelesen. Folgendes davon konnte ich begreifen.

1. Du willst eine Antenne auf einen GFK Mast installieren der 10m hoch ist.
2. Außerden nöchtest Du einen Smart-Tuner an die Antenne anschließen.
3. Du hast 11 m Draht um den Mast gewickelt.
4. Du hast zwei Staberder die Du irgendwie verwenden möchtest.
---
Nun stellst Du folgende Fragen.
1. Sollten einer und beide Erder verwendet werden?
2. Welchen Abstande sollten diese Erder haben?
3. Wie tief sind sie einzugraben?
???
Mit diesen Informationen kann ich leider nichts anfangen. Warum? Es fehlen entscheidende Punkte.
1. Auf welchen Bändern möchtest Du senden?
2. Was für eine Antenne möchtest Du auf den GFK montieren?
3. Was soll die Erdung bewirken?
4. Welche Aufgabe haben die 11m Draht?
Lieber Guglielmo,

vielen Dank für deine konkreten Fragen.

Ich habe mich wohl ungenau und missverständlich ausgedrückt.

Hier daher meine Situation in genauerer Form:

Ich habe einen Standfuss (ca, 2m hoch) von einem defekten Sonnenschirmständer genommen, An diesen Standfuss habe ich einen Smartuner SG-230 in einer wasserdichten Haushaltsbox montiert. Ich habe diese Haushaltsbox daher verwendet, da ich mir nicht sicher bin, daß das Gehäuse des Tuners tatsächlich wasserdicht ist, wie das in der Bedienungsanleitung zu lesen ist.

Am oberen Teil des Standfusses habe ich ein 30 cm langes Kunststoffrohr (50 mm Öffnung) angebracht. Dieses Rohr ist dafür gedacht, um dort den 10 m GfK-Mast einzuschieben. Der 11m Draht ist locker um den GfK-Mast gewickelt und stellt damit den eigentlichen Strahler dar.

An den anderen "Pol" des Tuners habe ich einige Radiale verschiedener Länge (23m, 10m, 4x6,7m, 4x 2,7m) angebracht.

Mit diesem Aufbau bekam ich eine Resonanz zwischen 80m und 10m. Natürlich ist mir schon klar, daß das nichts über die Leistungsfähigkeit der Antenne aussagt.

Gleichwohl konnte ich auf 40m-10m DX arbeiten und auf 80m war zumindest DL möglich

Ich werde die Antenne nun an eine andere Stelle im Garten aufbauen. Da ich durch Zufall an zwei Staberder (je 1m Länge) gekommen bin, so fragte ich mich eben, ob es einen Sinn macht, diese in mein System einzubeziehen. :think:

Ich setze bewusst diese Art der (Vertikal-) Antenne ein, da ich den Mast nur dann in die Vorrichtung einsetze, wenn ich QRV bin. Andernfalls sieht man fast nichts von meiner Antenne.

Und wenn du mich nun fragst, auf welchen Bändern ich QRV werden möchte, dann kann ich nur sagen, auf möglichst vielen :tup:

Ich hoffe, daß ich dir jetzt meine Situation etwas besser geschildert habe.

73 de DJ1SAM, Stefan
Locator: JO40FC DOK: F43 Eschborn
Neues Call: DJ1SAM

DL6SEX
Santiago 4
Beiträge: 275
Registriert: Mo 28. Jan 2008, 11:31
Standort in der Userkarte: 65931 Frankfurt-Zeilsheim
Wohnort: Frankfurt am Main

Re: Staberder - 1 oder 2 oder keiner?

#33

Beitrag von DL6SEX » Di 5. Feb 2019, 23:09

13SD260 hat geschrieben:
Di 5. Feb 2019, 20:06
Ich trage mal einen eigenen Erfahrungsbericht bei...

Meine erste Eigenbau-Behelfsantenne im kleinen Mietshaus sa so aus:

GFK-Mast mit ca. 9m Länge, darin eingefädelt einen entsprechend langen Draht.

Gegengewicht: Mangels Grundstücksgröße ca.10m² Kaninchendraht von innen an die Dachbalken getackert

Anpassmimik: Primitiv mit CG-3000, sollte einfach und multibandfähig sein.
Nach einigen Versuchen wurde eine dicke Verlängerungsspule für 80m per Relais zugeschaltet um der Tuner auf diesem Band überbrückt.

Ergebnis: von 15-80m ging die Antenne sehr gut, auf 10m war´s wegen der Länge ein Wolkenwärmer.
Beste QSOs auf 80m: W, PY, JA, HC8 - alles in SSB mit 100W

In einer späteren Wohnung ging´s nicht mehr so groß. Antenne dort: Tarheel M-300 Screwdriver, mit ca 15m² Kaninchendraht auf dem Flachdach.
Strahler verlängert auf 3m plus Dachkapazität.
Beste QSOs auf 80m: JA, PY, YV, W - in SSB mit max.200W

Am jetzigen QTH mit verkürzter Vertical mit einem verkürztem elevated Radial experimentiert. Ging auch ganz gut.
Erste Antenne hier, Rotary Dipole mit 2x3,5m und 2x2m Endkapazität. Selbst damit gelangen QSOs auf 80m, natürlich nicht sehr laut - wollte nur wissen ob es geht.

Elevated Radials sollten abgestimmt sein (der Strom soll ja in´s Gegengewicht und nicht in den Boden) und nach Möglichkeit mehr als eins (geht aber auch). Die Radials können auch verkürzt oder sogar gefaltet werden. Google mal nach Folded Counterpoise.

Hallo Andy,

vielen Dank für deinen Erlebnisbericht. Das zeigt doch auf, daß auch mit begrenzten Mittel einiges erreicht werden kann.

Dein CG-3000 ist meinem SG-230 ziemlich ähnlich und dein GfK-Mast ist mit seinen 9 m-Länge, meinem Mast mit 10m-Länge genauso ähnlich.

Was mich noch näher interessiert: wie genau hast du das mit der dicken Verlängerungsspule für 80-Meter und dem Relais gemacht?

Ich habe gedacht, daß ich eine solche Spule einsetze (aber ohne Relais) nur für Betrieb auf 80 Meter (vielleicht auch für 160 Meter) und dann das alles vom Tuner anpassen lasse.

Mache ich hier einen Denkfehler?

Ich habe nach den "Folded Counterpoise" gegoogelt und dort habe ich viele interessante Links gefunden.

Was mich in diesem Zusammenhang auch noch interessiert: Kann man, wenn nicht genug Platz für ein Radial ist, ein Teil des Kabels auf ein Kunststoffrohr aufwickeln? Hast du das gemeint, mt verkürzten Radials?

73 de DJ1SAM, Stefan

73 de DJ1SAM, Stefan
Locator: JO40FC DOK: F43 Eschborn
Neues Call: DJ1SAM

guglielmo
Santiago 7
Beiträge: 542
Registriert: Do 22. Sep 2016, 09:24
Standort in der Userkarte: Norderstedt
Wohnort: Norderstedt
Kontaktdaten:

Re: Staberder - 1 oder 2 oder keiner?

#34

Beitrag von guglielmo » Mi 6. Feb 2019, 10:13

@ DL6SEX: Danke Dir für die Antworten. Jetzt wird ein Schuh draus! Das klingt echt nach einem spannenden Projekt. Ich habe mal kurz ins Manual von Deinem Tuner geschaut. Es kling alles total plausibel was Du da machst. Also zurück zu Deinen Fragen.

1. Sollten einer und beide Erder verwendet werden?
So wie es in der Beschreibung steht sollten Radials (Counterpois System) oder eine klassische Erdung (Large Ground) verwendet werden. Beides zusammen würde keinen Sinn machen. Letzteres mach nur Sinn, wenn der Boden feucht ist und eine entsprechende Leitfähigkeit besitzt. Als Counterpois System könnten auch große Metallflächen (Blechdächer, Metallgerüste etc. herhalten).

2. Welchen Abstande sollten diese Erder haben?
Die Erdung ist eine Wissenschaft für sich. Da gibt es viel Literatur und auch viele Vorschriften. Wenn Du eine vernünftige Hauserdung besitzt würde ich die Antenne darüber erden und sogar das Conterpois System dort anbinden. Eine eigene Erdung zieht Risiken nach sich, die vermaschte Erdungen so mit sich bringen. Schlägt ein Blitz in die Antenne ein, hebt sich das Potential Deiner Erdung kurzfristig um etliche tausend Volt gegenüber Deinem Haus und der Funkanlage. Durch die Ausgleichsströme kann viel zerstört werden oder wird sogar ein Hausbrand angezettelt. Ebenso könnten auch statische Aufladungen zu enormen Stromschlägen bei Berührung führen.

3. Wie tief sind sie einzugraben?
Wie bereits geschrieben würde ich auf seperate Erder verzichten. Falls nicht, sollte ein Fachmann zugezogen werden.

P.S. Ohne Blitzschutz bzw. Anbindung an die Hauserdung solltest Du die Antenne regelmäßig von der Funkanlage trennen.

guglielmo
Santiago 7
Beiträge: 542
Registriert: Do 22. Sep 2016, 09:24
Standort in der Userkarte: Norderstedt
Wohnort: Norderstedt
Kontaktdaten:

Re: Staberder - 1 oder 2 oder keiner?

#35

Beitrag von guglielmo » Mi 6. Feb 2019, 12:17

Ich habe da noch einen wichtigen Punkt vergessen. Das Hausnetz, der Transciever, der Tuner und die Antenne sind ebenfalls so miteinander galvanisch zu verbinden das ein Potentialausgleich zustande kommt. Dies ist wichtig für den Schutz der Geräte aber auch wichtig für Deinen eigenen Schutz.

DL6SEX
Santiago 4
Beiträge: 275
Registriert: Mo 28. Jan 2008, 11:31
Standort in der Userkarte: 65931 Frankfurt-Zeilsheim
Wohnort: Frankfurt am Main

Re: Staberder - 1 oder 2 oder keiner?

#36

Beitrag von DL6SEX » Do 7. Feb 2019, 00:05

guglielmo hat geschrieben:
Mi 6. Feb 2019, 12:17
Ich habe da noch einen wichtigen Punkt vergessen. Das Hausnetz, der Transciever, der Tuner und die Antenne sind ebenfalls so miteinander galvanisch zu verbinden das ein Potentialausgleich zustande kommt. Dies ist wichtig für den Schutz der Geräte aber auch wichtig für Deinen eigenen Schutz.
Da hätte ich noch eine Frage:

Der Transceiver ist im Shack und der Tuner/Koppler (Smartuner SG-230) ist direkt am Fusspunkt des Strahlers und damit ein Teil der Antenne. Genau hier werden auch die Radiale angeschlossen. (Mittlerweile habe ich mich für abgestimmmte Radiale entschieden :think: )

Sollte ich jetzt vom Transceiver zur Potentialausgleichsschiene ein 4 oder 6 mm² Kabel ziehen?

Und heißt das dann auch, daß ich neben dem Koaxkabel ein weiteres Kabel (4 bis 6 mm²) von der Antenne ins Shack ziehen muss und dass dieses dann auch an die Potentialausgleichsschiene angeschlossen werden soll?

Danke für deine Antwort :tup:

73 de DJ1SAM, Stefan
Locator: JO40FC DOK: F43 Eschborn
Neues Call: DJ1SAM

guglielmo
Santiago 7
Beiträge: 542
Registriert: Do 22. Sep 2016, 09:24
Standort in der Userkarte: Norderstedt
Wohnort: Norderstedt
Kontaktdaten:

Re: Staberder - 1 oder 2 oder keiner?

#37

Beitrag von guglielmo » Do 7. Feb 2019, 11:10

Deine Frage kann ich nicht qualifiziert beantworten. Bei meiner Installation befindet sich der manuelle Tuner im Shack. Die Antenne ist galvanisch mit dem Tuner durch eine Mantelwellensperre und einer Koaxialleitung verbunden. Der Potentialausgleich findet über den Mantel der Coaxleitung statt. Ob das ausreicht bezweifel ich selber. Im Shack habe ich die Erdungsklemmen sämtlicher Geräte mit dicken gelb-grünen Kupferdrähten verbunden. Diese sind dann über das Netzgerät auch mit Nullleitung des Hausnetzes verbunden. Auch das dürfte nicht ausreichen. Auf meiner eigenen ToDo-Liste steht noch der Punkt das alles mal etwas überarbeitet werden müsste.

Yaesu FT857D

Re: Staberder - 1 oder 2 oder keiner?

#38

Beitrag von Yaesu FT857D » Sa 9. Feb 2019, 14:37

DL6SEX hat geschrieben:
Do 7. Feb 2019, 00:05
guglielmo hat geschrieben:
Mi 6. Feb 2019, 12:17
Ich habe da noch einen wichtigen Punkt vergessen. Das Hausnetz, der Transciever, der Tuner und die Antenne sind ebenfalls so miteinander galvanisch zu verbinden das ein Potentialausgleich zustande kommt. Dies ist wichtig für den Schutz der Geräte aber auch wichtig für Deinen eigenen Schutz.
Da hätte ich noch eine Frage:

Der Transceiver ist im Shack und der Tuner/Koppler (Smartuner SG-230) ist direkt am Fusspunkt des Strahlers und damit ein Teil der Antenne. Genau hier werden auch die Radiale angeschlossen. (Mittlerweile habe ich mich für abgestimmmte Radiale entschieden :think: )

Sollte ich jetzt vom Transceiver zur Potentialausgleichsschiene ein 4 oder 6 mm² Kabel ziehen?

Und heißt das dann auch, daß ich neben dem Koaxkabel ein weiteres Kabel (4 bis 6 mm²) von der Antenne ins Shack ziehen muss und dass dieses dann auch an die Potentialausgleichsschiene angeschlossen werden soll?

Danke für deine Antwort :tup:

73 de DJ1SAM, Stefan
Genau das ist der Punkt bzw. die Punkte, die ich einige Beiträge vorher genannt habe und das speziell bei dir Stefan (DJ1SAM).

Die beiden Funkenstrecken (eine am Autotuner an der Antenne, eine innen VOR dem Transceiver),
leiten (bei richtiger Montage durch eine Blitzschutzfachkraft) Überspannungen und (in einer gewissen Grenze) einen Blitzeinschlag in der Nähe,
über den Potentialausgleich im Keller gegen Erde ab!

Ob es günstig bzw. besser ist, wenn die beiden Staberder mit dem Radialnetz am Fusspunkt der Antenne verbunden sind,
kann ich aus der Sicht eines Blitzschutzes nicht beantworten....
Jedoch der Einbau einer Funkenstrecke im Koaxkabel zum Haus und Verbindung an diese "Erde" am Fusspunkt der Antenne, ist zu bejahen.

Yaesu FT857D

Re: Staberder - 1 oder 2 oder keiner?

#39

Beitrag von Yaesu FT857D » Sa 9. Feb 2019, 14:49

guglielmo hat geschrieben:
Di 5. Feb 2019, 13:16
Die Erdung, als Potentialausgleich kann nützlich aber auch gefährlich sein. Für einen vernünftigen Potenzialgleich währe es besser die metallischen Teil der Antenne mit der Hauserdung zu verbinden. Selbiges gilt auch für den Blitzschutz.
Die neueste DIN/VDE Norm sieht vor, dass bei überschlagsgefährdeten Bauteilen bzw. Näherungen,
jeweils eine Funkenstrecke (Grob oder Fein) gesetzt werden muss.
Hier wäre das an der Antenne VOR Einführung des Koaxkabels (als überschlaggefährdetes Bauteil)
und am anderen Ende des Koaxkabels (VOR oder NACH dem Einführen in das Gebäude) !
Was damit verhindert werden soll, ist eine Potentialanhebung auf einer Seite des Antennensystems.

Benutzeravatar
Charly Alfa
Santiago 9
Beiträge: 1040
Registriert: So 15. Jun 2003, 17:33
Standort in der Userkarte: JO30CA
Wohnort: Aachen
Kontaktdaten:

Re: Staberder - 1 oder 2 oder keiner?

#40

Beitrag von Charly Alfa » Sa 9. Feb 2019, 16:37

Diese Vertikal Antenne arbeitet auf dem Prinzip eines unsymmetrischen Langdrahtes .
(Gegengewicht + 1 Strahler)
Da ist mit erden der Glasfaser Rute oder des Drahtes der isoliert ist nicht möglich.

Was aber möglich = ------> http://www.df7rg.de/funkenstrecken.html

Gruss Charly

Yaesu FT857D

Re: Staberder - 1 oder 2 oder keiner?

#41

Beitrag von Yaesu FT857D » Sa 9. Feb 2019, 17:21

Gerade wegen dieser Isolation, muss dringend eine Funkenstrecke auf dem ins Haus gehenden Koaxkabel erfolgen!
https://stecker-shop.net/epages/27edac8 ... 7074/42/98
Oder (passend für das Koaxkabel):
https://stecker-shop.net/epages/27edac8 ... ucts/S6085
Die davon abgehende Erdungsleitung, gehört auch an die Erdungsstäbe.

Der Automatiktuner hat auch eine Erdungsschraube, an die mind. 16mm2 Erdungsleitung mit der passenden Öse, gehört.
Diese wiederrum, an die beiden separaten Erdstäbe.

DL6SEX
Santiago 4
Beiträge: 275
Registriert: Mo 28. Jan 2008, 11:31
Standort in der Userkarte: 65931 Frankfurt-Zeilsheim
Wohnort: Frankfurt am Main

Re: Staberder - 1 oder 2 oder keiner?

#42

Beitrag von DL6SEX » Sa 9. Feb 2019, 17:56

Yaesu FT857D hat geschrieben:
Sa 9. Feb 2019, 17:21
Gerade wegen dieser Isolation, muss dringend eine Funkenstrecke auf dem ins Haus gehenden Koaxkabel erfolgen!
https://stecker-shop.net/epages/27edac8 ... 7074/42/98
Oder (passend für das Koaxkabel):
https://stecker-shop.net/epages/27edac8 ... ucts/S6085
Die davon abgehende Erdungsleitung, gehört auch an die Erdungsstäbe.

Der Automatiktuner hat auch eine Erdungsschraube, an die mind. 16mm2 Erdungsleitung mit der passenden Öse, gehört.
Diese wiederrum, an die beiden separaten Erdstäbe.
Habe ich das nun richtig verstanden, daß ich zusätzlich zu abgestimmten Radials, beide Staberder in das System mit einbeziehe?

(Inklusive der Funkenstrecken)

Aber ich weiß noch nicht, in welchem Abstand soll ich die Staberder ins Erdreich treiben?

Was mich auch noch interessiert: Ich setze den 10m-GfK-Mast (mit den ca. 11m Draht umwickelt) doch nur dann ein, wenn ich QRV bin. Und das bin ich weder bei Gewitter, noch bei extremem Wind. Die meiste Zeit steht also nur ein ca. 2m hoher Schirmständer da.

Ich kann mir kaum vorstellen, daß ausgerechnet da ein Blitz einschlägt, wenn ringsumher lauter Häuser stehen, die ein Vielfaches an Höhe haben. :think:
Locator: JO40FC DOK: F43 Eschborn
Neues Call: DJ1SAM

Benutzeravatar
Charly Alfa
Santiago 9
Beiträge: 1040
Registriert: So 15. Jun 2003, 17:33
Standort in der Userkarte: JO30CA
Wohnort: Aachen
Kontaktdaten:

Re: Staberder - 1 oder 2 oder keiner?

#43

Beitrag von Charly Alfa » Sa 9. Feb 2019, 23:59

Stefan lass Dich nicht beirren der Helmut schreibt gerne und wiederholt sich zum fünften Mal.
Immer schön das was in der Erde liegt erden am besten mit sechs Kreuz Erder für jedes Band 1was du benutzt. :dlol:

Gruß Charly

Gesendet via Smartphone

Yaesu FT857D

Re: Staberder - 1 oder 2 oder keiner?

#44

Beitrag von Yaesu FT857D » So 10. Feb 2019, 12:49

Stefan, lasse dich nicht von so Leuten wie Charly dazu hinreissen, genau das Gegenteil von dem zu tun, was in der DIN/VDE Norm 0855 Teil 300 steht!
Du bist als geprüfter Funkamateur verpflichtet, die Normen einzuhalten, die für einen Funkbetrieb erforderlich sind.
Dazu gehören auch die entsprechenden VDE-Normen und dazu gehört auch die VDE 0855 Teil 300 (Empfangs und Sendeanlagen bis 1 KW)....
Diese Norm wurde zuletzt vor 2 Jahren grundlegend geändert, weil die Blitzforschung (u.a. bei der Bundeswehrhochschule München) das ergeben hat.
Eine "Erdung" (z.B. einer Antennenanlage im Garten) separat vom Potentialausgleich oder/und einer evtl. vorhandenen Blitzschutzanlage,
birgt die Gefahr eines einseitigen Anhebens des Potentials gegen Erde, bei dieser Antennenanlage.

Um nun ein "Überspringen" von Überspannungen bei einem nahen Blitzeinschlag (in den nächsten Baum, Gebäude mit oder ohne Blitzschutzanlage) zu verhindern bzw. den evtl. Schaden zu minimieren, ist eine Feinfunkenstrecke in die Zuleitung (Koaxkabel, Steuerleitung) zum Haus
und (hier dem Gehäuse des Automatiktuners) mit einer Grobfunkenstrecke gegen die Erde der Antenne einzufügen.
Im Haus dann VOR dem Endgerät (hier Transceiver) eine Feinfunkenstrecke im Koaxkabel, mit einer Erdungsleitung zum Potentialausgleich auf kürzestem Weg.
Das sind die minimalsten Möglichkeiten, um Schäden an Sachen und Personen, zu verhindern.

Ich habe einige Bilder, die das verdeutlichen, wie das die Profis z.B. bei Mobilfunkunternehmen oder den TV und Rundfunkanstalten machen...
Aber jetzt genug, von dem Thema Erdung eines niedrig stehenden KW-Vertikalstrahlers an einem isolierten GFK-Mast, umgeben von höheren Bäumen und Gebäuden.... :book:
Bei dem Thema, ist jeder Funkamateur (und CB-Funker) auf sich alleine gestellt...Leider...

guglielmo
Santiago 7
Beiträge: 542
Registriert: Do 22. Sep 2016, 09:24
Standort in der Userkarte: Norderstedt
Wohnort: Norderstedt
Kontaktdaten:

Re: Staberder - 1 oder 2 oder keiner?

#45

Beitrag von guglielmo » Mo 11. Feb 2019, 08:58

Wenn ich mir das nun alles durchlese bekomme ich ein bischen Angst. Ich finde ja die Vorschläge nachvollziehbar. Aber für mich selber nur schwer zu realisieren. Weder mein Haus hat einen vernünftigen Fundamenterder (BJ 1934) noch habe ich die Chance irgendwas in meinem Shack zu erden. Ich habe zwar alle Gehäuse auf das Nullpotential des Hausnetzes gebracht in dem ich den Schutzleiter mit sämtlichen Geräten verbunden habe, aber das war es dann auch schon. Mein Shack befindet sich auf dem Dachboden und der besteht komplett aus Holz und Rigips. Es existieren dort weder Wasserleitungen noch Heizungsrohre. Daher wüsste ich auch nicht, wie ich vor dem Tuner in Richtung Koaxleitung eine Funkenlöschpatrone anbringen könnte.

Antworten

Zurück zu „Eigenbau“