Eigenbau Antenne , Messung Interpretieren

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Wobbler
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Eigenbau Antenne , Messung Interpretieren

#1

Beitrag von Wobbler » Mo 19. Sep 2016, 19:59

Da bin ich wieder um dumme Frage zu stellen.
Diesmal geht es um die Auswertung einer Messung und das Anpassen danach.

Aufbau : PL Buchse , rechts und links einen Draht dran (Dipol) und das ganze am Dachfirst Balken entlang geleg
Mittels etwa 2-3 Meter RG58 ans Messgeät angestöpselt. (27MHz)

Folgende Anzeige: Die Frage: Mal angenommen ich möchte sie so anpassen. Wie bewerkstellige ich das unter Zuhilfenahme meiner Messung. (50 Ohm)

R wäre mit 21.3 Ohm zu zu klein , Z mit 88 Ohm zu groß und X mit minus 84,4 Ohm deutet wohl einen kapazitiven Blindwiderstand an.
Sehe ich das bis hier richtig ?

Reicht es Z auf 50 Ohm zu bringen ? GGF. eine Luftspule zu Anfang des Strahlerdrahtes , die Induktiv mein X verändert bis Z 50 Ohm hat ?
Oder bin ich auf dem ganz falschen Dampfer?

Ich danke schonmal für die Antworten.
Stay tuned !

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13DL04
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Re: Eigenbau Antenne , Messung Interpretieren

#2

Beitrag von 13DL04 » Mo 19. Sep 2016, 21:02

Hallo, du solltest versuchen den Scheinwiderstand jX gegen 0Ohm und den Wirkwiderstand R gegen 50Ohm zu bringen. Nur so wird die maximale Leistung abgestrahlt. Bei einem einfachen Halbwellen Dipol lässt sich das durch kürzen/verlängern der Dipolschenkel leicht erreichen. Bei einer unter Dach Montage ist der Abstand zu den Dachbalken/Dachpfannen ebenfalls zu beachten. Eine zusätzliche Anpassung ist bei diesem Antennentyp nicht unbedingt erforderlich.

Als Abstandshalter zu den Dachbalken eignen sich Weidezaun Isolatoren recht gut.
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Re: Eigenbau Antenne , Messung Interpretieren

#3

Beitrag von gernstel » Mo 19. Sep 2016, 21:40

Die Antennenstrahler scheinen mir zu kurz zu sein.

Statt den kapazitiven Anteil mit einer Verlängerungsspule zu kompensieren und mit einem Impedanztrafo den Wirkwiderstand auf 50 Ohm zu bringen, würde ich lieber die Drähte verlängern und ggf. die Strahler in etwas mehr Abstand zu Mauerwerk oder Dachhaut montieren. Beispielsweise mit Schnüren (!) abgehängt - das ist unter Dach billig und gut.

Dies alles ohne Gewähr, da mir weder der genaue Aufbau bekannt ist noch ich den Gesamtumfang der angezeigten Werte interpretieren kann. Tipp: Wenn meine Annahme richtig ist, müsste das Ergebnis bei höherer Frequenz (28 MHz und höher) besser werden. Was ist das denn überhaupt für ein Messgerät?

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Re: Eigenbau Antenne , Messung Interpretieren

#4

Beitrag von Wobbler » Di 20. Sep 2016, 21:19

Ich danke erstmal für die Antworten.
Faktisch ist es mal wieder ein Bastelprojekt von mir.
Der Schuppen ,in dem ich das Teil aufgehängt habe ist zu kurz. Schon jetzt sind die Leitungen zu lang.
Mir geht es in erster Linie darum zu verstehen wie ich das vorhanden hinbiegen kann.
Klar, Matcher dran und los :lol: Nein so soll es nicht sein.
Am Ende möchte ich das Gemessene dazu zu benutzen um was dann auch immer irgendwie hinzubekommen.
Und ob ich dann einen 30cm Nagel oder einen 200m Zaun dranhänge , ich möchte es passig machen können. (theoretisch) Wirkungsgrad erstmal egal.
Es gibt ja im WWW eine Menge Anleitungen zum Bau von Antennen.
Stay tuned !

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Re: Eigenbau Antenne , Messung Interpretieren

#5

Beitrag von Wobbler » Do 22. Sep 2016, 15:44

Aber kaum eine Anleitung zum Anpassen wenn es nicht ganz passt.
Schade...
Stay tuned !

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Re: Eigenbau Antenne , Messung Interpretieren

#6

Beitrag von 13DL04 » Do 22. Sep 2016, 15:56

Man kann es "zu fuss" machen mit einem Smith Diagramm, denn den Real- und Imaginärteil deiner Konstruktion/Antenne bekommst du ja angezeigt (siehe dein Bild), oder du macht das mit 4NEC2: http://www.qsl.net/4nec2/?

Ein Tutorial zu 4NEC2 findes du auf der Web Seite.

Wie man mit einem Smith-Diagramm umgeht findest du sicherlich auch im Netz.

Beides hier im Thread zu erklären würde den Rahmen sprengen.
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Re: Eigenbau Antenne , Messung Interpretieren

#7

Beitrag von guglielmo » Mo 10. Okt 2016, 15:13

Etwas wenig schreibst Du ja. Wenn ich das aber richtig verstehe möchtest Du eine Dipolantenne (Lambda/2) an einen Transciever über ein RG58 Koaxkabel anschließen.

Hier sehr ich zwei Möglichkeiten der Anpassung:
Variante 1:
Bei einem kurzen Kabel reicht vielleicht ein simples Stehwellenmessgerät aus. Du baust die Antenne etwas größer als nötig. Dann misst Du das SWR. Solange es nicht optimal ist, also größer als 2, kürzt Du in kleinen Schritten die Antennenlänge. Das machst Du solange, bist das Stehwellenverhältnis stimmt. Diese Messung trügt aber dann, wenn ein großer Teil der Leistung durch das Kabel absorbiert wird. Also das Kabel zu lang oder beschädigt ist.

Variante 2:
Du schaltest einen manuellen Antennentuner dazwischen. Es ist eine T-Schaltung aufgebaut aus passiven Elementen. Nämlich zwei Drehkondenstaoren und ggf. eine Spule die auch verstellbar ist. Hier kannst Du nun durch verändern der Blindwiderstände eine Anpassung vornehmen. Hier sollte die Antenne von vornherein möglichst die richtige Länge besitzen. Du stimmt solange ab, bis Dein SWR-Meter das gewünschte SWR anzeigt. Antennentuner sind käuflich und müssen nicht unbedingt selber gebaut werden. Manche beinhalten Leistungs- und SWR-Meter sowie auch weitere Anpassungen z.B. BALUN.

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Re: Eigenbau Antenne , Messung Interpretieren

#8

Beitrag von Lattenzaun » Do 13. Okt 2016, 00:48

...WAS möchtest Du denn erreichen am Ende ?

Z auf 50 Ohm quälen und SWR 1,0 erreichen ODER...nen Antennengebilde aufhängen, was auch etwas abstrahlt in die Luft (Wirkungsgrad) ???


PS : Für nen einfachen CB Dipol z.B. kannst nen Gamma Match nehmen...oder lötest Dir gleich ne passende Bazooka für das Band zusammen. Schnell erledigt und für den lütten Aufwand erstaunlich gute Ergebnisse....als S oder Z unter Dach verspannen...läuft immer astrein. :D

73,

Bernhard
Ich habe eine gespaltene Persönlichkeit, notfalls führe ich mit mir selbst ein QSO !!!

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Re: Eigenbau Antenne , Messung Interpretieren

#9

Beitrag von Wobbler » So 16. Okt 2016, 17:28

Lattenzaun hat geschrieben:...WAS möchtest Du denn erreichen am Ende ?

Z auf 50 Ohm quälen und SWR 1,0 erreichen ODER...nen Antennengebilde aufhängen, was auch etwas abstrahlt in die Luft (Wirkungsgrad) ???

73
Bernhard
Genau das wäre es gewesen.... Z auf 50 quälen und ein brauchbares SWR um einen Sender nicht zu schlachten. Wirkungsgrad aussen vor.

Habe ne Gainmaster,die gute Arbeit leistet.

Es ging nur um den /die Drähte die ich an der PL Buchse habe und was ich dazu // oder -- schalten muss um es hinzuquälen. Und wie ich es anhand meiner Messregebnisse evtl. berechnen kann.

Es geht nicht um ein Superstrahler mit X dB Gewinn.

Bin leider etwas verhindert gewesen..in letzter Zeit.Drum die späte Antwort.
Z²= R²+X² usw. ist klar..da es ein kapazitives (da minus) Z war

R wäre mit 21.3 Ohm zu zu klein , Z mit 88 Ohm zu groß und X mit minus 84,4 Ohm deutet wohl einen kapazitiven Blindwiderstand an.

Muss ich nun einfach eine Induktivität mit 66,7 Ohm(Xl) bei 27MHz in die Strahlerleitung mit einbrinen um Z auf 50 zu bringen ? oder je eine Spule mit 33,35 Ohm(Xl) in jeden der beiden Schenkel.

Wie geasgt ich will es nur anpassen können..ob es auch strahlt... ist mir erstmal egal.( Und den Weg dahin)

Fakt ist ja, es gibt jede Menge Bauanleitungen aber aufgrund von Streuungen oder örtlichen Begebenheiten kann es passieren "etwas" daneben zu liegen. Und um nicht jedesmal einen Matcher dazwischen bringen zu müssen , wenn nur ein kleiner C oder kleines L reichen würde....... Und ja es belastet den Wirkungsgrad... ich weiss

Wobei ich nicht weiss ob das Thema noch offen ist... meine es wurde geschlossen...
Stay tuned !

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