Magnetische Loop 11m

Josef
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Re: Magnetische Loop 11m

#16

Beitrag von Josef » Mo 22. Jun 2015, 09:00

Hallo,
vielen Dank für die Rückmeldungen.

Warum habe ich mir diese Arbeit gemacht ?

Da ich so viel über die Loops gehört habe wollte ich einfach wissen was daran so besonderes ist.
Kaufen um das aus zu probieren ?
Jeder weis was sie kosten, allso beschloss ich eine nach zu Bauen.

So einfach wie man im Netz alles so liest , ist es doch nicht.

Bei der ersten war es eine 80cm im Durchmesser, das Problem das einstellen am Kondensator.
Der war handempfindlich und ohne Untersetzung. Das war die erste Erfahrung.
Die zweite Erfahrung, die Auskoppelspule, die so eng wie möglich am Aussenring sein musste um ein vernünftiges SWR zu bekommen.
Es wurden verschiedene Varianten ausprobiert.
Letztendlich waren die Unterschiede gering und das Hauptproblem die Einstellung des Kondensators.
Da ich in meiner kleinen Werkstatt immer überall an eckte hatte ich keine Lust das ganze weiter zu verbessern.
Sie spielte, SWR nach langem einstellen ok.

Dann sah ich die Seite vom Antennenpapst Bensch, der auch Loops in Rechteckform herstellte .
Das sie durch ihre Form so gar etwas besser waren wie die Runden konnte ich lesen.

Nun dachte ich , dass das nochmal ein Versuch wert war.
Im Baumarkt das Alu besorgt und los ging es.
Der gesamt Umfang sollte ja ca. eine Viertel Lambda sein .
Es wurde darauf geachtet die Einstellung des Kondensators weit weg zu machen.
Die Einspeisung wurde eine Gammaeinspeisung.
Da das ganze ja ein Versuch sein sollte reichte die Handeinstellung des Kondensators aus.
Wie das ganze fertig war kam der Test.
Voreingenommen dachte ich, dass bei der kleinen Grösse nicht viel raus kommen kann.

Vorher wurde unter Dach eine Bazooka für 11m ausprobiert.
Erst horizontal dann invert. V.
Ich war nicht zu frieden!
Da nach ein halbwellen Dipol, auch invert. V mit Balun 1: 1.
Damit war ich auch nicht zu frieden.
Dann eine DV lang 2,75m, darunter eine Blechplatte von 1m x 1m die noch mit Silberpapier verlängert wurde.
Habe das Glück, dass die lichte Weite Boden Firstbalken 2,9m beträgt.
Nun spielte das Ganze, wobei natürlich bei allen Versuchen ein gutes SWR erreicht wurde.

Fazit: die Loop war gleich zu setzen mit dem Viertelstrahler und besser wie die anderen Versuchen, bei mir unterm Dach !
Sehe ich mir das kleine Ding an, bin immer wieder begeistert.

Sicher, es sind nur ca.max. 7 Kanäle womit man funken kann bei einer Einstellung.
Mit Motor und Fernsteuerung wäre es optimal.

Aber es war ja nur ein Versuch.
Nun steht noch ein letztes an, von Lambda die 7,5m J-Antenne die ich noch bestelle und auch in invert.V unter Dach zum Vergleich montiere.
Werde darüber berichten.

73
Josef

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Re: Magnetische Loop 11m

#17

Beitrag von Josef » Fr 17. Jul 2015, 14:56

Hallo,
habe heute die Drahtantenne von Lambda montiert und mit meiner Loop verglichen.
Das Ergebnis war enttäuschend!
Sie wurde invertet V im Dachstuhl montiert.
In dieser Form kann man die Antenne vergessen.
Sie ist für freihängend am Mast konstruiert wo sie bestimmt hervorragend funktioniert aber für unter Dach nicht zu empfehlen.
Als nächstes wird eine andere Loop gebaut die über 2 Trimmkondensatoren angepasst wird die Bensch auch im Programm hat.
Mal sehen ob da noch was raus zu holen ist.
Im Moment ist der Viertelstrahler und die Loop im Rennen, denn die Draht-Antennen, Bazooka, Dipol, Lambda waren nicht zu gebrauchen.

http://dl4kcjantennen.beepworld.de/

73
Josef

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Re: Magnetische Loop 11m

#18

Beitrag von Josef » Mo 22. Aug 2016, 09:32

Und da ich weiter experimentiere, hatte ich eine Yalo-Loop Antenne gebaut.
Also eine normale Loop die aber über zwei Dreh-Kondensatoren die Einspeisung hat.
Sie soll einen besseren Wirkungsgrad haben.
Das Ergebnis war Enttäuschend .
So eine hohe Handempfindlichkeit bei den Dreh-K. hatte ich nicht erwartet.
Eine vernünftige Abstimmung war kaum möglich.
Da muss man beide Cs nur aus der Ferne abstimmbar machen.
Wäre ein extrem hoher Aufwand.
Sie ist noch Umgebungsempfindlicher wie eine normale Loop.
Zudem kommt noch jeder cm Kabel verändert das SWR.
Sicher habe ich gelesen wie welche die Antenne gebaut haben, aber meine Erfahrungen haben mich eines besseren belehrt.
Ich kann von dieser Antenne nur abraten wenn man keine Herzinfarkt bekommen möchte!
Ich habe mittlerweile festgestellt, dass es Leute gibt wenn sie was aus der Antenne mit dem Funkgerät etwas hören zu frieden damit sind.
Ob das Ganze vernünftig spielt ist da Nebensache.
List man den Beitrag von Bensch muss diese Antenne auch noch ein Gegengewicht haben.
Was für ein Aufwand !

Fazit:
Wenn es eine Loop sein muss , dann mit Gamma -Anpassung.
Oder der normale Viertelstrahler mit seinen Radials !

73
Josef

13sf1508

Re: Magnetische Loop 11m

#19

Beitrag von 13sf1508 » Di 23. Aug 2016, 22:20

Hallo Josef,

ganz so plug-and-play ist die YALO aber auch nicht.

Ich kenne zwar Deinen Aufbau nicht und habe mir auch aktuell die Beschreibung vom PD7MAA nicht mehr durchgelesen, aber durch BEIDE Drehkos fließt der HF-Strom !
Sowohl beim Einkoppel-(Match)-Drehko, also auch beim Loop-(Tune)-Drehko.

Und zwar egal, ob die Drehkos normal verwendet werden oder als Split-Stator beschaltet sind. Über die Achse geht's immer !

Somit reicht es nach meiner Erfahrung mit Selbstbauloops noch nicht mal, Monster-50mm Kunststoffknöpfe zu verwenden.
Bei Annäherung mit der Hand ist man trotzdem der HF-führenden Achse noch zu nah.

Bei der YALO ist es somit wichtig mit Kunststoff-Achsverlängerungen zu arbeiten und die Drehkos somit etwas "nach hinten" zu versetzen.
Dann sollte das problemlos funktionieren.

Gute Butterfly-Drehkos haben eine komplette Kunststoffachse, denn bei Butterfly-Drehkos soll die HF durch die variablen und fixen Plattenpaare.
Diese Drehkos mit Kunststoffachse sind aber eher seltener anzutreffen.

Ich habe einen MFJ-935B Magnetloop-Tuner, der die gleiche Abstimmtechnik wie die YALO einsetzt. Allerdings für 100W ausgelegt ist. :D
Nur mit dieser kapazitiven Einkopplung konnte ich immer beste Abstimmung bzw. SWR erzielen.

Jegliche induktiven Ring- oder Delta-Einkopplungen brachten entweder kein gutes SWR - oder eben nicht breitbandig genug, um mehrere Afu-Bänder mit derselben Einkopplung bedienen zu können.
Und umgebungsempfindlich sind diese auch. Am besten war eine galvanische (also an den Loopring angelötete) Gamma-Einkopplung, egal ob unsymmetrisch oder symmetrisch mit Mantelwellensperre.
Dieses Konstrukt ist aber nicht reisekofferfähig bzw. bei Portabeleinsätzen nicht ohne weiteres wieder 1:1 reproduzierbar, d.h. hat mechanische Schwächen.

Bei freier Montage, z.B. im Garten oder als Hochantenne, funktionieren die Ring- oder Gammaeinkopplungen sicherlich. Das beweisen ja alle kommerziellen Magnetloops.
Aber bei Portabeleinsätzen mit immer unterschiedlicher Umgebung (erst recht im Hotelzimmer) würde ich NIE mehr etwas anderes einsetzen als besagte kapazitive Einkopplung wie bei der YALO-Loop.
Hier ist allerdings die Abstimmung schwieriger, weil ja ZWEI Drehkos abzustimmen sind und Wechselwirkung haben.

Das Konzept finde ich somit für den portablen Einsatzzweck goldrichtig.


Und OM Bensch verstärkt lt. seinen Angaben mit dem 1/4-Lambda-Drahtradial das E-Feld für bessere/stärkere Abstrahlung.
Kann sein, ich bin kein E-/H-Feld Fachmann und mir würden sowieso die Messmittel fehlen.

Aber Magnetloops werden ja nicht wegen ihrer brachialen Abstrahlung eingesetzt, sondern gerade WEIL sie bevorzugt das H-Feld verwenden.
Und das zur Reduzierung des Man-made-noise dienen soll. Mit dem Drahtradial mag die Abstrahlung vielleicht noch stärker sein, aber die Empfängerstörungen doch wohl auch !!??
Dann brauche ich ja wohl auch keine Magnetloop mehr, oder !?

...es sei denn wegen den kompakten Abmessungen - das könnte ich dann bei dieser Radial-Diskussion wieder verstehen.

Vielleicht kannst Du Deine YALO mal mit Kunststoff-Achsverlängerungen nochmals testen.

vy 73,
Jochen

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Re: Magnetische Loop 11m

#20

Beitrag von df2tb » Di 23. Aug 2016, 23:13

Josef,

ich habe das Gefühl, Du hast von Antennen keine Ahnung und/oder bist zu faul, Dich mit der Materie auseinanderzusetzen. Wenn Du schreibst, daß beim Abstimmen die Hand das Einstellung verfälscht, dann zeigt das, daß Du wohl beim Senden den Drehko angefasst hast. Sowas sollte auch nicht gemacht werden.

Du kannst nicht erwarten, daß Du einfach einen Ring nimmst, Drehko rein und fertig. Wieso ist das Abstimmung aus der Ferne aufwändig. Es gibt im Netz unzählige Anleitung, wie sowas einfach realisiert werden kann. Hast Du Dich damit überhaupt schon befasst? Mein Gefühl sagt, eher nein. Wahrscheinlich hast Du das Prinzip auch nicht vestanden.

Ich rate dazu, sich ein anderes Hobby zu suchen. Bierdeckel sammeln z.B.

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Re: Magnetische Loop 11m

#21

Beitrag von KLC » Mi 24. Aug 2016, 00:19

df2tb hat geschrieben: Hast Du Dich damit überhaupt schon befasst? Mein Gefühl sagt, eher nein. Wahrscheinlich hast Du das Prinzip auch nicht vestanden.

Ich rate dazu, sich ein anderes Hobby zu suchen. Bierdeckel sammeln z.B.
Mein Gefühl sagt eher NEIN !!!
Antennen aus dem Bauchgefühl heraus zu bauen entgegen dem klassischen Schul-Antennenbau ist in erster Linie mal seine Sache.
Aber einem Hobby-Kollegen hier die CB-Funk-Betriebserlaubnis abnehmen zu wollen , finde ich jetzt gelinde gesagt , mehr als anmaßend und ähnlich untugendlich.
Wenn es doch Spaß macht und keinen sonst stört ...

Ich geh auf 2Meter . In 4 Stunden ist antreten.
Und nach Feierabend zimmere ich auch 'ne Loop !
Egal wie !!
:wave:
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Re: Magnetische Loop 11m

#22

Beitrag von criticalcore5711 » Mi 24. Aug 2016, 06:31

df2tb hat geschrieben:
Du kannst nicht erwarten, daß Du einfach einen Ring nimmst, Drehko rein und fertig.
Naja.. Nicht ganz so einfach.
Aber 'fast', wenn der Ring die entsprechenden Dimensionen hat und der Drehko die passende anfangs/end-kapazität aufweist.

Meine loop's jedenfalls habe ich mit einem Magnetloop rechner vorher immer durchgerechnet und sie funktionieren!

KLC hat geschrieben: Mein Gefühl sagt eher NEIN !!!
Antennen aus dem Bauchgefühl heraus zu bauen entgegen dem klassischen Schul-Antennenbau ist in erster Linie mal seine Sache.
Sehe ich auch so.
Wobei er scheinbar nicht so der 'Basteltyp' ist wenn er so schnell aufgibt.

So... ab auf die Arbeit.
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Re: Magnetische Loop 11m

#23

Beitrag von Josef » Mi 24. Aug 2016, 07:48

Hallo Jochen,
Du bis einer der Wenigen mit dem man sich Fachlich und sozial unterhalten kann.

Bei den Anderen ist es nicht wert eine Antwort auf ihre Postings zu geben.

Du hast ja auch meine anderen Berichte gelesen wo ich die Loops gebaut habe.
Das die Yalo funktioniert und seine Vorteile hat ist mir klar und konnte das feststellen.
Aber der Aufwand und die Handempfindlichkeit ist bei ihr ziemlich groß .
Es lohnt sich in meinen Augen nicht diesen Aufwand zu betreiben und der Unterschied zur einer normale Loop ist auch nicht so groß.
Das ist im Ganzen was ich dazu sagen wollte, für die die sie mal so einfach nach bauen wollen!

Leider sackt das Form immer mehr ab mit solchen User, die bekommen von mir keine Antwort.
Mir geht es um eine vernünftige Diskussion und die ist hier nur noch mit wenigen Leute möglich.
Schade eigentlich !!!!!!!!!!!

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Re: Magnetische Loop 11m

#24

Beitrag von Kellerkind » Mi 24. Aug 2016, 15:11

Hallo Josef,

auch ich habe mal eine YALO Loop gebaut.

Das ist auch schon ein wenig her, aber ich kann mich nicht erinnern, das die "Handkapazität" nun so gravierend war. Was nutzt du für Drehkos? Meine waren normale, einfache Radio-Drehkos, die ich bei eBay mal für 2,50 Euro (2x500pF, nagelneu, mit Kunststoffdeckel über dem offenen Drehko) bekommen hatte.

Hast du mal versucht, eine Holz-, oder Plastigverlängerung in Form eines Stabes in die Drahknöpfe der Drehkos zu basteln, damit du weiter weg kommst vom Drehko, wenn du dran drehst? Also diesen Verlängerungsstab nicht so wie bei einer Kurbel anbauen, sondern um 90° versetzt zur Drehkoachse...

Vielleicht hilft das ja schon beim einstellen, deswegen strahlt sie aber nicht besser ab... :D

Gruß
Kelli
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Re: Magnetische Loop 11m

#25

Beitrag von KLC » Mi 24. Aug 2016, 15:53

Nein Josef,
da habe ich falsch zitiert.
Ich meinte, auch wenn du das "Antennen-Pferd" von hinten aufzäumen willst , wäre es deine Sache.
Was ich bemängele ist , daß man dich hier , "des Funkhobby's verweisen will" .
Ich hätte so posten sollen:
df2tb hat geschrieben:Ich rate dazu, sich ein anderes Hobby zu suchen. Bierdeckel sammeln z.B.
Mein Gefühl sagt eher NEIN !!!
Dann paßt das nachher auch mit anmaßend und untugendlich.

So , weitermachen !!!

Ich geh mal auf 11m
Heute Nacht ist der Tag vorbei !
SAARLAND
Großes vergeht immer im Kleinen.

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