Akku-Punktschweißgerät um EUR 21,50

Krampfader
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Akku-Punktschweißgerät um EUR 21,50

#1

Beitrag von Krampfader »

.
Schönen Guten Abend! :)

Da ich nun über Monate (und mittlerweile sogar Jahre) durchwegs positive Erfahrungen mit meinen drei verlöteten Eigenbau-Akku-Packs (1 x 50 5P10S und 2 x 20 2P10S) gesammelt habe möchte ich mein nächstes Akku-Pack nicht mehr verlöten sondern professionell mittels Punktschweißgerät verbinden. Dazu habe ich mir jetzt ein 12V-Punktschweißgerät bestellt, um insgesamt günstige EUR 21,50 (inkl. Porto + Versand), siehe Video:

Bild
Quelle: https://de.aliexpress.com/item/40005577 ... 4c4dsDl0jS

Video: https://ae-cn.alicdn.com/X0Hvzxrxt88X8Y ... Tx__hd.mp4


Einen dicken 12V-Akku mit 105 Ah habe ich ja bereits daheim (als unterbrechungsfreies Netzgerät für meine Heimstation), Akku siehe: https://www.akkushop-austria.at/at/exid ... gKuAvD_BwE

Bin schon gespannt wie gut das schnuckelige Schweißgerät dann wirklich funktioniert, um insgesamt EUR 21,50 ist ja nicht viel verhaut, dieses Risiko gehe ich ein. Im Video sieht aber alles recht vielversprechend aus! :tup:

Werde berichten. Gesund bleiben! :wave:

Andreas

PS: Hier meine selbst verlöteten Akkus, im Vergleich zu Blei: Halbes Gewicht und halbe Abmessungen, bei nahezu doppelter nutzbarer Kapazität. Keine Selbstentladung. Liefert Strom bis -20 °C. Allerdings auch doppelter Preis wie Blei, siehe Fotos:

Bild Bild Bild Bild

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Re: Akku-Punktschweißgerät um EUR 21,50

#2

Beitrag von Krampfader »

Guten Abend!

Kurzer Zwischenbericht, warte noch immer auf das Punktschweißgerät, direkt in China bestellt. Wird bestimmt noch dauern, gerade jetzt in dieser besonderen Situation. Aber angeblich ist es bereits am Postweg :) ... mal abwarten.

In der Zwischenzeit hab ich mein mittlerweile seit 2 Jahren ständig im Einsatz befindliches Akku-Pack heute wieder mal vermessen, und zwar bezüglich Leerlaufspannung (frisch nach dem Laden). Offensichtlich wird das Pack immer besser, die Leerlaufspannung hat sich von ursprünglichen 13,5V auf mittlerweile 14,6V erhöht, siehe Foto:

Bild

Offensichtlich dürften dem Akku die 2 Jahre "Training" gut getan haben. Keine Spur von Schwäche. Übrigens, ich habe es noch nie geschafft dass mein Funkgerät an diesem Akku wegen Unterspannung gestreikt hätte, selbst nicht mit meiner "Grant II Premium" im Export-Modus :crazy:

Freue mich schon auf das Punktschweißgerät, hoffe es taugt was. Dann kann ich mein nächstes eneloop-Pack semiprofessionell verschweißen (und muss es nicht verlöten)

Andreas :wave:
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alpenhammer
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Re: Akku-Punktschweißgerät um EUR 21,50

#3

Beitrag von alpenhammer »

Hallo Andreas,
ist dein Löten irgendwo beschrieben?
Wieviel Watt benutzt du? Wie empfindlich sind die einzelakkus?
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Re: Akku-Punktschweißgerät um EUR 21,50

#4

Beitrag von Krampfader »

Hallo Alpenhammer

Mind. 60W-Lötkolben, besser 75W. Als Lötzinn empfehle ich dieses hier, siehe: https://www.reichelt.at/loetzinn-bleiha ... 17691.html

Kurz und schmerzlos (1-2 Sek.), deswegen auch ein nicht allzu schwacher Lötkolben. Die Wärme fließt schnell weg. Mit einem zu schwachen Lötkolben (z.B. 30W) muss man die Zelle ewig anheizen bis das Lot schmilzt, leider beginnt dann aber auch das Elektrolyt zu kochen (und tritt aus). Ab 60W geht das aber so schnell sodass die Wärme nicht abfließen kann und die Zelle keinen Schaden nimmt (und das Lot aber trotzdem dabei schön fließt).

Bild

Grüße

Andreas

PS: Sub-C (NiCd) hab ich früher im Flugmodellbau mit 100W verlötet, teilweise sogar "inline" (mit Hammer-Lötspitze).
PPS: Jetzt nach 24h zeigt das Voltmeter immer noch 14,2V Leerlaufspannung an.
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Re: Akku-Punktschweißgerät um EUR 21,50

#5

Beitrag von salat »

Btw: Wenn man Löten will kann man auch in der Suchmaschine der Wahl "Eneloop mit Lötfahne" eintippen - die gibt's mit Lötfahne ab Werk.

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Re: Akku-Punktschweißgerät um EUR 21,50

#6

Beitrag von Krampfader »

salat hat geschrieben:
Mi 15. Apr 2020, 16:19
Btw: Wenn man Löten will kann man auch in der Suchmaschine der Wahl "Eneloop mit Lötfahne" eintippen - die gibt's mit Lötfahne ab Werk.
Stimmt. Allerdings sind diese werkseitigen Lötfahnen vom Querschnitt her relativ dünn. Außerdem verlangen manche Händler dann bis zu EUR 4,95 pro Stück. Am billigsten sind sie noch hier, siehe: http://www.akku-onlinehandel.de/Eneloop ... -Form.html

Ich habe seinerzeit EUR 1,90 pro Stück bezahlt, ohne Lötfahne. Für die Vorgänger-Type (noch von Sanyo). Geliefert wurde dann allerdings die aktuelle Type (Panasonic). War mir dann auch recht. Die aktuellen Zellen haben 2.100 Zyklen, die Vorgängerversion "lediglich" 1.800 Zyklen.

Grüße

Andreas
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alpenhammer
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Re: Akku-Punktschweißgerät um EUR 21,50

#7

Beitrag von alpenhammer »

@Andreas
Danke!
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Re: Akku-Punktschweißgerät um EUR 21,50

#8

Beitrag von Krampfader »

alpenhammer hat geschrieben:
Do 16. Apr 2020, 00:37
@Andreas
Danke!
Gerne Alpenhammer!

Ein Funkfreund von mir hat sich ebenfalls einen 5P10S angefertigt (bzw. machen lassen), aus original weißen eneloop. Er betreibt den Akku an seiner Jackson 1 (und ist ebenfalls sehr zufrieden damit).

Grüße

Andreas

PS: Hab gerade eben von den Chinesen eine Nachricht bekommen: Das Paket befindet sich bereits in meinem Land :)
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Re: Akku-Punktschweißgerät um EUR 21,50

#9

Beitrag von Krampfader »

@all, Mahlzeit!

Als reiner "Akku-Funker" (ich besitze gar kein Netzgerät) hab ich heute mal mein "CRT Xenon V2" an meinen Akku angeschlossen. Bei maximaler Leistung (knapp 15W, natürlich nur am Dummy) bricht die Leerlaufspannung des Akkus von 14.2V auf 14,0V ein (also ein Spannungsabfall von 0,2V), siehe Fotos (zuerst mal ohne Last 14.2V, danach bei gedrückter PTT-Taste 14.0V):

Bild

Bild

Für einen zwei Jahre alten Akku (welcher oft in Gebrauch war) kein schlechter Wert. Natürlich fällt die Spannung dann im Laufe eines Funknachmittags langsam aber stetig ab, hält sich aber hartnäckig lange über 12V (um dann gegen Ende recht schnell einzubrechen). Unter 11V sollte man aber möglichst nie gehen (da ansonsten einzelne Zellen(-Bänke) u.U. umgepolt werden, siehe dazu: http://wiki.rc-network.de/index.php/Umpolung )

Schönen sonnigen Nachmittag!

Andreas :wave:
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Re: Akku-Punktschweißgerät um EUR 21,50

#10

Beitrag von Krampfader »

Wow, das ging aber schnell :tup: , direkt aus China, trotz Krise. Gerade eben hat der Paketdienst geklingelt, siehe Foto:

Bild

Sieht alles auf den ersten Blick alles super aus, zumindest um diesen Preis (EUR 21,50, inkl. Porto). Bin gespannt wie sich die eneloop damit verschweißten lassen. Aber zuerst gehts mal an den Zusammenbau der Teile :)

Werde berichten!

Andreas :wave:
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Re: Akku-Punktschweißgerät um EUR 21,50

#11

Beitrag von frankyfly »

Darf ich Fragen was du als "Energiequelle" verwenden willst?
Die Quelle sollte Impulsströme von 1000A vertragen.

Außerdem solltest du für eine Absicherung sorgen, da die FETs dazu neigen dazu im Fehlerfall zu leiten

Ich habe einen kWeld mit kCab modul im Einsatz (gespeist durch ein Labornetzteil)
Als Tipp kann ich nur sagen - Schutzbrille auf und Handschuhe an -

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Re: Akku-Punktschweißgerät um EUR 21,50

#12

Beitrag von Krampfader »

Voilà!

Das Teil funktioniert super! ... es spritzen nur so die Funken wenn der Strom kurz aber kräftig fließt! :tup:

Hier meine allerersten Schweißversuche. Vorerst mal nur an alten Zellen. Die Nickel-Streifen halten bombenfest :) . Siehe Fotos:

Bild Bild Bild Bild

Als reiner Akku-Funker (wie gesagt, besitze gar kein Netzgerät) stehen mir als Starkstromquelle verschiedene Akkus zur Verfügung. Ich habe vorerst mal meinen "dicksten" (12V/105Ah) genommen.

frankyfly hat geschrieben:
Fr 17. Apr 2020, 14:06
Darf ich Fragen was du als "Energiequelle" verwenden willst?
Hallo frankyfly. Siehe oben bunte Bildchen ;)

Ein Punktschweißgerät für diesen Preis, da darf man wirklich nicht meckern!

Schönen Nachmittag! :wave:

Andreas
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ax73
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Re: Akku-Punktschweißgerät um EUR 21,50

#13

Beitrag von ax73 »

frankyfly hat geschrieben:
Fr 17. Apr 2020, 14:06
Darf ich Fragen was du als "Energiequelle" verwenden willst?
Die Quelle sollte Impulsströme von 1000A vertragen.
Die Frage ist mehr als berechtigt.
Kläre das bitte bevor dir dein neues Schätzchen zeigt wo es überall in der Lage ist zu schweissen.

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Re: Akku-Punktschweißgerät um EUR 21,50

#14

Beitrag von Krampfader »

ax73 hat geschrieben:
Fr 17. Apr 2020, 17:14
frankyfly hat geschrieben:
Fr 17. Apr 2020, 14:06
Darf ich Fragen was du als "Energiequelle" verwenden willst?
Die Quelle sollte Impulsströme von 1000A vertragen.
Die Frage ist mehr als berechtigt.
Kläre das bitte bevor dir dein neues Schätzchen zeigt wo es überall in der Lage ist zu schweissen.
Hallo Axel (ax73)

Also, der chinesische Hersteller empfiehlt folgende Akkus, siehe Bild:

Bild
Quelle: https://de.aliexpress.com/item/40005577 ... 4c4dsDl0jS

Ich denke 1.000A sind übertrieben. Der chinesische Hersteller meint mind. 150A (oder gerne mehr) sollte die Batterie quasi Kurzschlussstrom liefern können, ich denke das packt meine dicke 105Ah Blei-Gel-Industrie-Batterie locker, siehe: https://www.akkushop-austria.at/at/exid ... gK3gfD_BwE

Ich hab jetzt noch im meiner Wühlkiste folgende 200A Sicherung gefunden, zufällig, siehe Bild:

Bild

Soll ich diesen 200A-Sicherungsautomat einschleifen ?? (falls mein neues Spielzeug durchgeht ??) ... oder soll ich einfach weiterhin auf den dicken Seitenschneider setzen der griffbereit daneben liegt (und im Falle von "Rauchzeichen" einfach die rote Leitung kappt).

Was meint Ihr ??

Wie auch immer. Es macht Spaß mit dem Teil zu arbeiten (Funken sprühen so schön ;) )

Danke und Grüße

Andreas
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#15

Beitrag von Benson04 »

Bild
Quelle ist ja ersichtlich Bild
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Ein Kluger bemerkt alles. Ein Dummer macht über alles eine Bemerkung. Heinrich Heine (1797 – 1856)


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