Edelstahl Vertikal Antenne

Krampfader
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Re: Edelstahl Vertikal Antenne

#31

Beitrag von Krampfader » Do 13. Sep 2018, 20:01

heavybyte hat geschrieben:
Do 13. Sep 2018, 18:55
Edelstahl ist für mich das letzte Material das ich nehmen würde, danach kommt nurnoch Holz :sup:
Holz vielleicht nicht unbedingt. Aber Kunststoff. Jawohl Kunststoff. Wer schon mal mit zwei blanken stromführenden Drähten CFK berührt hat der weiß dass es da knallt, raucht und die Funken fliegen. CFK (kohlefaserverstärkter Kunstoff) ist in Längsrichtung der Fasern recht gut leitfähig. Und dabei wurde da meist sogar mit nicht leitendem (also isolierend wirkendem) Epoxidharz laminiert. Wenn man da aber nun bewusst auch noch stromleitendes Harz verwenden würde dann könnte man eine leichte, hochfeste und exklusive Stationsantenne herstellen, ganz aus Carbon. Würde vermutlich auch nicht "schlechter" oder "besser" spielen als wie die diversen Antennen aus Edelstahl ...

Hier noch eine Amateur-Funk-Antenne, vollständig aus Edelstahl, siehe: https://www.mwf-service.com/shop/se-900 ... tenne.html

Grüße

Andreas
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Re: Edelstahl Vertikal Antenne

#32

Beitrag von heavybyte » Do 13. Sep 2018, 22:03

Krampfader hat geschrieben:
Do 13. Sep 2018, 20:01
....Würde vermutlich auch nicht "schlechter" oder "besser" spielen als wie die diversen Antennen aus Edelstahl ...
Du sagst es :thup: ...denn um besser zu sein als Edelstahl braucht es nicht viel.
Hier noch eine Amateur-Funk-Antenne, vollständig aus Edelstahl, siehe: https://www.mwf-service.com/shop/se-900 ... tenne.html
Jo, die eierlegende Wollmilchsau, so quasi der HF-(Staub)sauger der den Äther leer saugt :rolleyes:
...und das für lumpige 59 Euronen....schlagt zu.

Solche Aussagen sind so viel wert wie die Abgasaussagen von VW :sup:

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Re: Edelstahl Vertikal Antenne

#33

Beitrag von 13STW » Do 13. Sep 2018, 22:37

pom hat geschrieben:
Mi 17. Feb 2016, 20:52
Hej,

mit Stahldraht verschenkst Du ca. 1,4 dB gegenüber der Kupferlitze.

Für flachen Abstrahlwinkel und Gewinnoptimierung gilt wie immer: So hoch wie möglich und der tiefste Punkt der Radials mindestens 1 m über Grund!
Als Beispiel drei Simulationen der SF-GP (Kupfer) in 2 m, 10 m und 20 m Höhe.

schweissfuss_2mmcu_2m.jpg
schweissfuss_2mmcu_10m.jpg
schweissfuss_2mmcu_20m.jpg
Plots erstellt mit MMANA-GAL basic

Ahoi
Pom
Zitat aus dem alten Thread.

1 S-Stufe sind 6dB.
Auch wenn bei ganz schwachen Signalen kleine Unterschiede über die Verständlichkeit entscheiden können, ist das für 99% aller Verbindungen völlig unerheblich. Das liegt im Bereich üblicher Kabel- und Steckerdämpfungen und weit innerhalb von Faktoren wie Bodenleitfähigkeit oder Verlusten auf der Strecke. In Reichweite umrechnen kann das kein Mensch, die wird bei Bodenausbreitung durch andere Dinge beeinflusst.
Bleibt ein akademischer Vorteil für den Stammtisch.
Meine Lieblingsmobilantenne ist aus Edelstahl mit schöner, offener Spule. Das Ding ist unglaublich robust, hat schon unzählige Einschläge überlebt
und die Spule wird niemals undicht. Das ist mehr wert als irgend ein theoretischer Vorteil.
https://www.mwf-service.com/shop/stinge ... erung.html

Viel interessanter wäre zu hunterfragen, was für eine Antenne geplant ist und für welchen Frequenzbereich. Dann könnte man rechnen oder simulieren.

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KLC
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Re: Edelstahl Vertikal Antenne

#34

Beitrag von KLC » Do 13. Sep 2018, 23:06

Bleibt vor allem zu klären:
Welchen Einfluß hat Edelstahl als Antennenmaterial auf mein Stehwellenverhältnis ???

Und was meint Mario DK5VO dazu ?

unn wech ...... :seufz:
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Re: Edelstahl Vertikal Antenne

#35

Beitrag von hl77 » Fr 14. Sep 2018, 01:53

Und dann mußt du auch noch entscheiden,zwischen V2a oder lieber V4a. :think: :clue: :dlol:
73 Harry :wave:
Spitfire ,DX call: 13 HL77 OP-Name:Harry.

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Re: Edelstahl Vertikal Antenne

#36

Beitrag von heavybyte » Fr 14. Sep 2018, 07:20

13STW hat geschrieben:
Do 13. Sep 2018, 22:37
Meine Lieblingsmobilantenne ist aus Edelstahl mit schöner, offener Spule. Das Ding ist unglaublich robust, hat schon unzählige Einschläge überlebt
und die Spule wird niemals undicht.
Ich versuche mir gerade die "unzähligen Einschläge" vorzustellen.....es gelingt mir nicht.

Die mechanischen Vorteile von Edelstahl brauchen nicht diskutiert zu werden, das wurde schon festgestellt, bei einer Antenne geht es jedoch um elektrische Eigenschaften.
KLC hat geschrieben:
Do 13. Sep 2018, 23:06
Bleibt vor allem zu klären:
Welchen Einfluß hat Edelstahl als Antennenmaterial auf mein Stehwellenverhältnis ???
Garkeines. Der Sender muss nur einen Fusspunktwiderstand von 50Ω sehen, mehr interessiert den nicht, dann wird auch nichts reflektiert.
Das bekommst du mit Edelstahl genausogut hin wie mit einem simplen Widerstand.

Die Verluste entstehen erst dann, wenn die Welle das Koaxkabel verlassen hat und sich über den Strahler ausbreitet. Dann wird ein Teil der Energie vom Leitungswiderstand quasi verzehrt und in Wärme umgesetzt, anstatt abgestrahlt zu werden.
Da eine Antenne immer reziprok arbeitet, geschieht dasselbe beim Empfang, eben nur mit kleineren Pegeln.

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Re: Edelstahl Vertikal Antenne

#37

Beitrag von Jack4300 » Fr 14. Sep 2018, 10:31

Hier gibt es einen schönen Artikel zu dem Thema: http://funkperlen.blogspot.com/2017/02/ ... stahl.html

Meine Resümee daraus: Für verkürzte Mobilantennen auf 11m ist es egal. Bei langen Drähten für 80 oder gar 160m sollte man schon drauf achten.

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Re: Edelstahl Vertikal Antenne

#38

Beitrag von Krampfader » Fr 14. Sep 2018, 10:46

Jack4300 hat geschrieben:
Fr 14. Sep 2018, 10:31
Hier gibt es einen schönen Artikel zu dem Thema: http://funkperlen.blogspot.com/2017/02/ ... stahl.html
Hallo Jack

Guck Dir mal bitte meinen Link in folgendem Beitrag an: viewtopic.php?f=14&t=46460&start=15#p514611 ;)

Ich denke aber auch dass es bei stark verkürzten Mobilantennen nicht so ins Gewicht fällt.

Hingegen für elend lange Drahtantennen schadet folgende Antennenlitze bestimmt nicht, siehe: https://www.dx-wire.de/dx-wire-antennen ... rware.html

Grüße

Andreas
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Re: Edelstahl Vertikal Antenne

#39

Beitrag von Charly Whisky » Fr 14. Sep 2018, 11:05

Hallo,

wenn ich lese, dass der versilberte Draht "nur 3 dB" bringt :dlol:

3 dB entspricht der Verdopplung der Sendeleistung! Und das ganz legal.

Oder für unsere Hardcorejungs mit dem KL503 (250 Watt): Das entspricht dann einer 500 Watt Endstufe!
Na, dämmerts was das Drähtchen für euch tun kann?

Alternativ kann man ja auch eine 2. Antenne in Stockung nehmen. Zusammen mit dem Silberdraht wären das dann 6 dB
(Für den KL503- Besitzer ein Sprung von 250 Watt auf 1000 Watt :mrgreen: )

Ahso: Was senderseitig gilt, gilt auch empfangsseitig :book:

Disclaimer: Wie immer ohne Gewähr :dlol:

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Re: Edelstahl Vertikal Antenne

#40

Beitrag von heavybyte » Fr 14. Sep 2018, 11:16

Jack4300 hat geschrieben:
Fr 14. Sep 2018, 10:31
Hier gibt es einen schönen Artikel zu dem Thema: http://funkperlen.blogspot.com/2017/02/ ... stahl.html
Das ist genau derselbe Bericht, der hier Seite 2 schoneinmal gepostet wurde, hast du den Thread nicht gelesen?

Meine Antwort darauf war und ist jetzt auch wieder:
In der Abhandlung wird Kupfer mit Stahl verglichen, hier geht es aber um Edelstahl und selbiger hat gegenüber Stahl nochmal eine um Faktor 10 schlechtere Leitfähigkeit.
Müssen wir das jetzt alles nochmal wiederholen? Nur weil einer zu faul ist die Posts zu lesen?
Krampfader hat geschrieben:
Fr 14. Sep 2018, 10:46
Ich denke aber auch dass es bei stark verkürzten Mobilantennen nicht so ins Gewicht fällt.
Natürlich spielt das bei kurzen Antennen nicht die ganz grosse Rolle, zumal ja der relativ grosse Querschnitt des Leiters die ohmschen Verluste wieder weitgehend wett macht.
Dennoch, erste Wahl ist das Material nicht. Um nicht mehr und nicht weniger geht es mir.
Hingegen für elend lange Drahtantennen schadet folgende Antennenlitze bestimmt nicht, siehe: https://www.dx-wire.de/dx-wire-antennen ... rware.html
Das ist der Punkt wo der Hund das Wasser lässt.
Endlich hat eine Firma erkannt was Sache ist :thup:

Allerdings, ein Leiterquerschnit von 0,57mm² wäre mir viel zu dünn.

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Re: Edelstahl Vertikal Antenne

#41

Beitrag von 13STW » Fr 14. Sep 2018, 16:10

Ich versuche mir gerade die "unzähligen Einschläge" vorzustellen.....es gelingt mir nicht.
Hmm, ich schrieb ...mobilantenne. ist das so schwer sich vorzustellen, das die Antenne gelegentlich irgendwo dagegen stößt?

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Re: Edelstahl Vertikal Antenne

#42

Beitrag von Krampfader » Fr 14. Sep 2018, 17:41

heavybyte hat geschrieben:
Fr 14. Sep 2018, 11:16

Endlich hat eine Firma erkannt was Sache ist :thup:

Allerdings, ein Leiterquerschnit von 0,57mm² wäre mir viel zu dünn.
Nein, ist nicht "zu dünn". Ich stelle hier eine gewagte Hausverstand-Hypothese in den Raum, folgendes:

Mal angenommen es gibt diesen "Skin-Effekt" wirklich, sprich HF "fließt" so gut wie nur an der Außenhaut eines Leiters. Wenn das wirklich so ist dann ist ja nicht der Querschnitt eines Leiters von Bedeutung sondern viel mehr sein Umfang. Ich stelle daher hier mal eine Milchmädchenrechnung zur Diskussion, Zitat:

"Antennenlitze aus Edelstahl/Kupfer versilbert Kern 19 x 0,20 mm Edelstahl V4A umflochten mit 18 x 0,20mm Kupfer versilbert"
Quelle: https://www.dx-wire.de/dx-wire-antennen ... rware.html

Sprich, die Premium-Antennenlitze von dx-wire besteht aus 18 Drähten mit je 0,2mm Durchmesser. Nach Adam Riese ergibt das dann einen Gesamtumfang welcher sich wie folgt errechnet:

0,2mm * 3,14 = 0,63mm
0,63mm * 18 = 11,3mm
11,3mm / 3,14 = 3,6mm

Mit einem Wort: die 18 Drähtchen besitzen zusammen einen Umfang von 11,3mm. Dieser Umfang entspricht einem einzelnen dicken Kupferdraht von 3,6mm Durchmesser.

3,6mm versilberter Kupferdraht immer noch zu dünn ??

Danke und Grüße

Andreas
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Re: Edelstahl Vertikal Antenne

#43

Beitrag von heavybyte » Fr 14. Sep 2018, 18:20

13STW hat geschrieben:
Fr 14. Sep 2018, 16:10
Hmm, ich schrieb ...mobilantenne. ist das so schwer sich vorzustellen, das die Antenne gelegentlich irgendwo dagegen stößt?
Jo, ist furchtbar schwer, denn unter Einschlägen verstehe ich etwas anderes als unter Anstössen!
Krampfader hat geschrieben:
Fr 14. Sep 2018, 17:41
... Wenn das wirklich so ist dann ist ja nicht der Querschnitt eines Leiters von Bedeutung sondern viel mehr sein Umfang. Ich stelle daher hier mal eine Milchmädchenrechnung zur Diskussion...
Andreas, ich gebe dir recht.
In der Tat habe ich das auf die Schnelle nicht berücksichtigt und du hast meine Anerkennung :thup:
Das bezieht sich auf meine Aussage, dass mir der Kupferanteil zu dünn wäre.
Wenn man davon ausgeht, dass im Kern sowieso nichts fliesst und man den Kern aus stabilem Edelstahl macht, dann ist das ein wirklich guter Antennendraht.

Letztendlich läuft es genau darauf hinaus was ich die ganze Zeit schon versucht habe zu vermitteln, dass Edelstahl eben nicht für Antennen geeignet ist.
Genau das hat sich dieser Anbieter eben auch gedacht :tup:

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Re: Edelstahl Vertikal Antenne

#44

Beitrag von Eger1 » Fr 14. Sep 2018, 18:25

Beim Skin-Effekt ist bei zunehmender Frequenz der Strom immer mehr an der Oberfläche des Leiters am fließen.
Weshalb baut man zum Beispiel dann solche HF-Koaxialkabel, welche anstatt eines vollen Drahtes ein Rohr als Innenleiter haben!
Wegen der doch größeren Oberfläche! Auch weniger Materialverbrauch und eine Gewichtersparnis sind das Resultat.
Hier ein Beispiel:
http://german.catvcoaxialcable.com/sale ... tions.html
Eindringtiefe in den Leiter beim Skin-Effekt:
https://de.wikipedia.org/wiki/Skin-Effekt#Berechnung
73 & 55 von Eger1 (Armin)
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Re: Edelstahl Vertikal Antenne

#45

Beitrag von heavybyte » Fr 14. Sep 2018, 18:45

Armin, der Skin-Effekt ist uns allen bekannt, das musst du nicht extra erläutern.

Hier geht es um etwas anderes.

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