DAB+-Autoradios Pflicht

der_Jeff
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Re: DAB+-Autoradios Pflicht

#46

Beitrag von der_Jeff » So 2. Dez 2018, 00:50

Nur mal fürs Auto:
Ich hatte bisher ein Autoradio von Kenwood, das DPX7000DAB mit Scheibenklebeantenne und war eigentlich zufrieden damit.
Fand DAB+ vom Klang und den Empfangseigenschaften schon irgendwie besser als UKW. Kein Rauschen, kein Prasseln, kein zwischendurch auf Mono schalten etc.
Jetzt hab ich (wegen Apple CarPlay und Android Auto) auf ein Kenwood DMX7017DABS gewechselt.
Und ich muss sagen: Gegen DAB+ ist UKW eigentlich totale Grütze.
Scheint an den Empfängern zu liegen, aber mit dem neuen Radio ist DAB+ wirklich super!
Vor allem mit dem "seamless audio", wo das Radio unterbrechungsfrei von DAB auf UKW umschaltet (in Brandenburg und bei Stralsund gibt es kaum DAB-Empfang) merkt man den Audiounterschied schon extrem.
Also im Auto geb ich DAB nicht mehr her!

Was die Notfunkversorgung und den Energieverbrauch angeht: Da ist DAB Müll.
Mit einem KW/MW-Sender kann man ganze Kontinente versorgen, aber im Auto ist DAB eine echte Bereicherung.
Man kann von MeckPomm nach Bayern fahren und den selben Sender (z.B. Radio Bob) unterbrechungsfrei hören.

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forstmeister
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Re: DAB+-Autoradios Pflicht

#47

Beitrag von forstmeister » So 2. Dez 2018, 23:22

13CT925 hat geschrieben:
Sa 1. Dez 2018, 19:43
Was genau ist an USB-Lösungen "nicht hochwertig"?
Wie werden diese bedient?
Mit welcher Datenrate wird dabei zum Radio übertragen?
Welche Lösungen genau hattest du schon mal ausprobiert?
Die USB-Lösungen funktionieren (wahrscheinlich) nur an Android-Radios, dazu habe ich die DAB+ App von Zoulou. Dieses Wochenende habe ich es erst wieder gemerkt; gleiche Strecke 2x gefahren, einmal mit Smart 454, Android-Radio, USB-Stick und der richtigen Dachantenne. Heute die gleiche Strecke mit dem Benz, gleicher Radiosender. Im Aichtal beim Smart an bestimmten Stellen laufend Unterbrechungen, beim Benz merkt man gar nichts.
Als USB-Sticks habe ich einmal den Joying und dann nochmal einen in so einem viereckigen Kasten, der "angeblich" auch ganz gut sein soll, geben sich aber nichts.

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Re: DAB+-Autoradios Pflicht

#48

Beitrag von 13CT925 » Mo 3. Dez 2018, 21:17

forstmeister hat geschrieben:
So 2. Dez 2018, 23:22
Die USB-Lösungen funktionieren (wahrscheinlich) nur an Android-Radios
Meine USB-Lösung funktioniert grundsätzlich an jedem normalen Autoradio mit USB, oder ein werksseitig integriertes Entertainmentsystem, oder jedes anderes Radiogerät, das mit einem MP3-Stick umgehen kann.
Der "viereckige Kasten" konvertiert ein DAB-Sender in einen MP3-Stream mit 320kbit und stellt ihn wie ein MP3-Player zur Verfügung.
Das erzeugt eine Verzögerung von ca. 7-10s, solange dauert auch ein Senderwechsel.
Ausserdem geht technisch bedingt kein "Auto-Fallback" auf einen UKW-Sender.
Ansonsten steht die bestmögliche Audioqualität zur Verfügung.

https://www.dension.com/de/automotive/p ... -ueber-usb

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KLC
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Re: DAB+-Autoradios Pflicht

#49

Beitrag von KLC » Mo 3. Dez 2018, 22:10

Ich bin zwar bisher einer umfassenden Digitalisierung des Rundfunkes kritisch eingestellt.
Aber neben dem Fortschritt der Technik fließen auch technische Möglichkeiten mit ein, gerade den ÖR auf eine fundierte Basis zu stellen, und da sollte man nicht unbedingt zu den "ewig Gestrigen" gehören wollen.
Mich düngt gar , ich wäre schon :dafuer:

So könnte man durch die Digitalisierung einen gerechteren solidarischen Rundfunkbeitrag gestalten, der sich nach dem Anspruch und Bedarf der Consumenten richtet.

Greifen wir als Diskussionsgrundlage den Beitrag des DARC mit 99,-€/anno bzw. 8,50 € monatlich auf.
Was bietet der DARC (auch nach eigenen Angaben / die DARC-Kritiker sind da anderer Meinung oder wurden vllt. bei diesen Aspekten enttäuscht) ?
Aber beim DARC ist es halt so , je mehr man zu dem Beitrag mitbringt, an Eigeninitiative und Engagement, desto günstiger findet man den Beitrag.
Hier mal Grüße an Quelle 1 :wave:

Genau so könnte der Rundfunkbeitrag gerecht und solidarisch auf eine breite Masse von Schultern gelegt werden. 8,50€ für ein Grundrecht auf störungsfreien Betrieb, praktisch einen BNetzA-Anteil beinhaltend.

Dazu muß man die insgesamt 17,50€/Monat überdenken und neu berechnen , damit man nicht wie bei den ollen Nazis auch noch für die Gehirnwäsche & Propaganda von Addi, Goebbels Jupp & Co auch noch 6 Reichsmark abdrücken darf, (Das schlimme an unserer "braunen deutschen Geschichte" ist, daß wir heute überall noch erschreckende Parallelen finden)
Überdies soll man als Beitragszahler das Recht UND die Möglichkeit haben, am Rundfunk teilzunehmen.
Das bedeutet zwangläufig: Der öffentlich rechtliche Rundfunk muß jedem zahlendem Bürger zum Bürger-Rundfunk ermöglichen und diesen einrichten.

Was ich mehr haben will , kann ich durch ausschöpfen der digitalen Technik gerecht gestalten. Also dutzende Spartensender , die man digital übermitteln & berechnen kann, und die , weil demokratisch bereitgestellt , auch auf weitgehenden Rückhalt in der Bevölkerung verankert ist.

Dann wär ich auch :dafuer:
Ich denk mal so ... :wave: Rolf
SAARLAND
Großes vergeht immer im Kleinen.

Yaesu FT857D

Re: DAB+-Autoradios Pflicht

#50

Beitrag von Yaesu FT857D » Di 4. Dez 2018, 18:19

KLC hat geschrieben:
Mo 3. Dez 2018, 22:10
I
Überdies soll man als Beitragszahler das Recht UND die Möglichkeit haben, am Rundfunk teilzunehmen.
Das bedeutet zwangläufig: Der öffentlich rechtliche Rundfunk muß jedem zahlendem Bürger zum Bürger-Rundfunk ermöglichen und diesen einrichten.

Was ich mehr haben will , kann ich durch ausschöpfen der digitalen Technik gerecht gestalten. Also dutzende Spartensender , die man digital übermitteln & berechnen kann, und die , weil demokratisch bereitgestellt , auch auf weitgehenden Rückhalt in der Bevölkerung verankert ist.

Dann wär ich auch :dafuer:
Ich denk mal so ... :wave: Rolf
Rolf, das passiert doch schon.
Nur die Spartensender und die (häufig) privaten Sender in HD (beim TV) werden extra per Gebühren (Abo) bezahlt.
Bei DAB+ sieht es so aus, dass jeder über den Rundfunkempfänger und evtl. einer Aussenantenne, "seine" Lieblingsprogramme nebst ausländischen (in Grenznähe wie früher auf UKW) empfangen kann.

Beispiel aus Lettland (wo demnächst ein Bekannter hinzieht):
Dort gibt es 3 staatliche (ÖR) Programme beim TV und ein Dutzend andere (auch ausländische hauptsächlich englisch und russischsprachige).
Dafür zahlt man inkl. Internetzugang und Telefon ca. (je nach Betreibergesellschaft und Internetgeschwindigkeit) 15-20 Euro.
Das Ganze bekommt man entweder als Kabelanschluss (nur in grossen Städten wie Riga) oder via LTE-Zugang.
Einige haben den freien Empfang via Satellit entdeckt und bezahlen nur für den Zugang ins Internet via LTE mit Flatrate.
Da über den entsprechenden Satellit, auch Radioprogramme in digitaler Qualität empfangen werden können, wurde u.a. bisher kein DAB+ Radio installiert.
Erst 2016 begann Lettland (zuerst in Riga) 18 Programme über DAB+ auszustrahlen. https://www.radioszene.de/101336/digita ... uropa.html

Das sollte zu denken geben, wenn man DAB+ Empfänger europaweit zur Pflicht machen will. Insbesondere, was in dem Link weiter unten gesagt wird.

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