LoRaWan-Gateway ect. auch für uns sinnvoll?

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Alexander
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LoRaWan-Gateway ect. auch für uns sinnvoll?

#1

Beitrag von Alexander » Do 11. Jul 2019, 08:57

Hallo zusammen...

... obwohl ich mich im allgemeinen für gut informiert halte, bin ich diese Woche in der Ausgabe 3/2019 der Zeitschrift ct-make auf - für mich - völlig Neues gestoßen. In dem Beitrag wird u.a. berichtet, dass auf 433 MHz und auf 868 MHz in ganz Europa in den ISM-Bändern sogenannte LoRAWan-Module allgemein erlaubt sind.

Worum geht es?

Mit fertigen Modulen, bevorzugt auf 868MHz, werden dort kleine Stationen und Gateways betrieben, mit welchen kurze Daten, wiez.B. Wetterinfos,Temperatur, Messwerte ect übertragen werden können, mit bis zu 40km Reichweite. Benötigt werden neben den Modulen auch ein oder mehrere Gateways, welche das ermöglichen. Das Netz das sich ttn (The Thing Network) nennt, ist hauptsächlich in den Niederlanden, im UK aber auch in Deutschland (hier nur in vereinzelten Inseln) zu finden. Im web kann man auf www.ttnmapper.org gut erkennen wo die einzelnen Gateways stehen.
Hintergrund von ttn sei - so die Zeitschrift eine Community mit flächendeckender Infrastruktur aufzubauen. Jeder der Lust hat, diese Idee des Internet-of-thinks weiter zu verbreiten, kann sich kostenlos einbringen.

Ich will mit diesem Beitrag das alles nicht bewerten, finde es aber wert darüber nachzudenken, so hätte man endlich ne sinnvoll Funktion für die 868MHz und Rapsberrys und andere Kleinstcomputer können sinnvoll verwendet werden.

Was meint ihr dazu?

vy 73 de Alexander
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Re: LoRaWan-Gateway ect. auch für uns sinnvoll?

#2

Beitrag von 13TM003 » Do 11. Jul 2019, 09:27

Hi Alexander,

ich habe mich ebenfalls schon einige Zeit mit dem Thema befasst.
Die Gateways sind kostenintensiv, zumindest wenn diese Multichannel beherrschen sollen und auch von TTN unterstützt werden sollen.
IC808 fällt mir da ein ( ~250€ nur die CCA , da kommt dann noch ein Rechenknecht dazu)..
Ich habe mir dann einen LoraPico GW besorgt (ein USB Stick wenn man so will) der aber wiederum nicht von dem TTN Client für den Raspberry unterstützt wird.

An der Stelle bin ich dann auch etwas frustriert verendet.

Die Edit sagt:

Ich hab grad noch mal geschaut, da hat sich doch was getan ^^
https://github.com/Lora-net/picoGW_packet_forwarder
Ist ein Packet Forwarder für meinen Stick .. dann werde ich mich auch mal wieder einklinken :)
Danke fürs wach rütteln :)

Viele Grüße,
Axel
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Alexander
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Re: LoRaWan-Gateway ect. auch für uns sinnvoll?

#3

Beitrag von Alexander » Do 11. Jul 2019, 09:37

Hallo Axel...

... Dank für Deine Erfahrungsberichte. Die Zeitschrift beziffert den Kostenaufwand (je nach Ausbaustufe) zwischen 210- bis 370,- Euro, wobei für das Gateway ein wasserdichtes Wettergehäuse und ebensolche Verkabelung vorgesehen ist. Als Basis sehen die einen Raspby B2 oder 3 vor und als Sendemodul ein RAK831 für 868 MHz.

Klar nicht unbedingt Nulltarif, aber wenn ich überlege wieviel ich damals für Paket Radio ausgegeben habe. (hihi)

73 de Alexander
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Re: LoRaWan-Gateway ect. auch für uns sinnvoll?

#4

Beitrag von 13TM003 » Do 11. Jul 2019, 09:44

Hallo Alexander,

mein Stick ist der Hier: https://www.digikey.de/product-detail/d ... ND/8571162
Ich fand es Damals vorteilhaft keine Extra Platine her zu nehmen sondern einen kompakte USB Lösung.

Ich werde den PacketForwarder mal testen und berichten wie gut das klappt, denn für ~220€ + 30€ für einen Raspberry ist dieser GW ja schon komplett (Gehäuse feht natürlich noch)

Viele Grüße,
Axel
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Re: LoRaWan-Gateway ect. auch für uns sinnvoll?

#5

Beitrag von 13TM003 » Do 11. Jul 2019, 17:37

Hallo,
Melde Rapport! Der Gateway läuft und schubst empfangene Nachrichten ans TTN. Andersrum klappt auch.

Der GW läuft im Multichannel Betrieb an einer kleinen DIY 1/4 GP.
Viel ist Hier am Stadtrand nicht los aber ein paar Pakete trudeln dennoch ein :)

Ich muss bei Gelegenheit mal testen ob die GPS Disziplinierung auch mit einem normalen BT GPS Empfänger klappt.

Der PicoGW ist aber so auch Frequenzstabil :)

Viele Grüße,
Axel
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Re: LoRaWan-Gateway ect. auch für uns sinnvoll?

#6

Beitrag von Alexander » Do 11. Jul 2019, 17:54

Hallo Axel, vielen Dank...

... hört sich doch spannend an. Schreib doch mehr über Deine Erfahrungen und Ergebnisse, vielleicht findet es ja der eine oder andere auch spannend. Mit Deiner Lösung oder mit der Nutzung von Raspbys und Zubehör, kommt eventuell so mancher Funkfreund drauf. Sobald ich umgezogen bin, siche ich mal nach Raspbys in der Bastelkiste, sollten ein paar drin liegen.

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Re: LoRaWan-Gateway ect. auch für uns sinnvoll?

#7

Beitrag von doeskopp » Do 11. Jul 2019, 18:11

Mal konkret. Was ist dabei jetzt für "uns" interessant? Hab mich mit dem Kram noch nicht beschäftigt. Wozu ist das überhaupt gut und was kann man damit machen?

Grüße from Doeskopp

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Re: LoRaWan-Gateway ect. auch für uns sinnvoll?

#8

Beitrag von 13TM003 » Do 11. Jul 2019, 18:55

Hi Doeskopp,

Bei dem Konzept LoraWan geht's prizipiell darum ein möglichst gut ausgebautes Netz von Gateways zu schaffen um die Daten von Lora "Sensoren" (clients) einzusammeln und zentral zur Verfügung zu stellen. Einfach betrachtet sendet jeder "Sensor" seine Daten verschlüsselt in die Welt hinaus und kann von allen Gateways in Reichweite empfangen werden. Die Gateways leiten diese Datenpakete dann zu einem zentralen Server auf dem diese Daten lagern. Wenn man dort einen Account anlegt kann man seine "Sensoren" mit dem zugehörigen Key Registrieren und erhält seine Daten - egal von welchem Gateway diese gehört wurden.

Grundsätzlich geht's darum ein Netzwerk abseits von GSM oder 5g zu schaffen um Daten abgesetzter Sensoren zu empfangen.

Ich könnte Beispielsweise einen Lora Temperatursensor irgendwo in den Wald hängen und könnte Zuhause die Daten sehen solang ein Gateway den "Sensor" hört.

Lora ist dazu gut geeignet da Dank Spreizspektrum auch noch kleinste SNR dekoriert werden können und damit beachtliche Reichweiten zustande kommen.

Außerdem machen die 3 Protokolle Typ A,B und C die "Sensoren" sehr stromsparend (Stichwort Aloah Protokoll).

Die Anwendung umfasst auch Aktoren ist also auch zur Steuerung geeignet. Einen direkten Nutzen für den Fachbereich Funk kann ich grad noch nicht sehen ausser man betreibt eine Relaisstation irgendwo im absoluten Nirvana ^^
Aber sicherlich gibt's auch da Anwendungen.

Edit sagt:
Spontan fallen mir eventuell noch HAB ein um die Umgebungsdaten direkt im Netz zur Verfügung zu stellen... Auch mobile Sensoren sind denkbar.

Viele Grüße,
Axel
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Re: LoRaWan-Gateway ect. auch für uns sinnvoll?

#9

Beitrag von doeskopp » Do 11. Jul 2019, 19:11

Danke. Das war sehr erhellend.:thup:

Grüße from Doeskopp

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Re: LoRaWan-Gateway ect. auch für uns sinnvoll?

#10

Beitrag von Alexander » Do 11. Jul 2019, 19:28

High Doesi...
... wenn man etwas traditionel denkt - und ich gehöre zu diesen merkwürdigen Exemplaren - könnte man sagen, dass dabei paketorientierte Übertragungsverfahren angewendet werden, nur eben digital und mit geringer Datenrate, dafür aber verschlüsselt und gesichert. Das Besondere für uns Funker ist, dass Module im Bereich von 868 MHz legal verwendet werden und schon mit den kleinsten Geräten (abhängig vom Standort) 8km überbrückt werden können, mit passender Antenne sicher mehr. Mit Gateways können ganze Regionen z.B. die Niederlande flächendeckend erreicht werden.

Mehr kann ich mangels Wissen dazu nicht sagen, ich fand es nur spannend.

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Re: LoRaWan-Gateway ect. auch für uns sinnvoll?

#11

Beitrag von 13TM003 » Fr 12. Jul 2019, 18:00

Ich hatte Grad eine Anfrage eines ortsansässigen Imkers ... Der steckt sich Grad eine Bienenwaage zusammen und möchte die Daten über meinen GW einspeisen.
Eine coole Anwendung, so weiß er wann es Zeit ist die Waben zu leeren ohne den Bienen zwischendurch auf den Zeiger gehen zu müssen :crazy:

Viele Grüße,
Axel
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#12

Beitrag von Alexander » Fr 12. Jul 2019, 19:34

Hallo Axel...

...Ne absolut coole Idee, die sich damit recht einfach bewerkstelligen lässt. Erzähl weiter wenn es fertig ist, bzw. wie der Aufbau und die Anbindung. Klappt..

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