Der lange Weg gen Westen - DHL hat es voll drauf ... ;-)

wwfunker

Re: Der lange Weg gen Westen - DHL hat es voll drauf ... ;-)

#46

Beitrag von wwfunker »

Das ist wohl alles regional unterschiedlich. Weiterhin auch unterschiedlich, ob der jeweilige Lieferdienst eine Qualitätskontrolle hat oder eine Unternehmenskultur des Abwimmelns. Manchen Unternehmen mit hartnäckigen Fehlleistungen muss man über die Bundesnetzagentur einen incentive geben, ihre Organisation zu reformieren (https://www.bnetza-post.de/lip/form/dis ... E5D268E635).
Bei mir war DHL bis vor 20 Jahren der absolute Horror (Briefe mit einer Ecke in den Briefkasten gehängt, sodass sie im Regen durchweichten, Adresse trotz 3x Hausnummer am Gebäude als nichtexistent bezeichnet usw.) und seither die Nr. 1 an Zuverlässigkeit. Ich kann mich an genau eine Sendung erinnern, die aus unerklärlichen Gründen eine doppelte Schleife durch die ganze Republik gemacht hat, bevor sie etwas ramponiert bei mir eintraf.

DPD dagegen hat bei mir Hausverbot (da gab es eine unerfreuliche Szene, als ich bei einem aufgerissenen Karton erst für den Empfang unterschreiben wollte, wenn ich nachgesehen habe, ob die Ware noch drin ist) und ich kaufe nie bei einem Lieferanten, der "DPD", "GLS" oder auch nur "Standardversand" als Transportunternehmen angibt. Beide haben die feste Angewohnheit, nicht zu klingeln oder anzuliefern (es sei denn, bei GLS, das Paket vor meinen - unsichtbaren - Augen in hohem Bogen unter einen Treppenaufgang zu werfen), sondern eine Abholkarte in den Briefkasten (Anlage steht an der Straße, zu meiner Haustür müssten sie ja 17 Meter gehen) zu werfen. Nur, was soll ich, schwerbehinderter Rentner auf dem Land ohne Auto und ohne Angehörige, mit einer Einladung anfangen, doch mal eben zu einer Niederlassung 30km entfernt auf der anderen Rheinseite zu fahren? Das ist mit Bus und Bahn nicht ohne Zwischenübernachtung zu bewerkstelligen. Dazu hat DHL eine Agentur in Fußreichweite, wo ich mir Sendungen abholen kann.

DPD ist die letzten drei Male, die sie noch bei mir anliefern durften (hätten anliefern dürfen) durchgefahren ohne anzuhalten. Das kann ich leicht feststellen und habe beim letzten und dritten Mal auch ein wunderschönes Video gemacht, da mein Arbeitsraum zur Straße hinausgeht und ich als Gezeichneter schon wie ein Windhund aufgepasst habe, wenn sich der Fahrer laut der prächtigen, grafischen Sendungsverfolgung meinem Haus nähert. Ab auf's Pedelec und hinterhergefahren - wenn der Fahrer in Verzug mit den Express-Sendungen ist, hält er bei normalen Kunden offensichtlich nicht an, vor der Apotheke habe ich ihn dann mit ein paar warmen Worten erwischt (aber plötzlich verstand er nur noch Hindi) und ihm meine Ware abgeknöpft. Da Amazon zu der Zeit DPD als Transportunternehmen beauftragte, habe ich ca. 2017 bis 2020 nichts mehr bei Amazon bestellt. Inzwischen lässt Amazon entweder per DHL oder per anonymen weißen Autos anliefern, aber ich habe das Gefühl, da steckt auch wieder DPD dahinter. So genau gestern - ich sehe erfreut den Boten ankommen, wetze zur Tür und ... verliere. Schon auf halbem Weg ein "Plopp" vor meiner Haustüre, der Paketbote verlässt fluchtartig das Grundstück, das Päckchen liegt da und die Sendungsverfolgung steht auf "wurde an einen Hausbewohner übergeben".

Man kann sich immer seinen Bedarf bei Amazon suchen, Bewertungen lesen usw. und dann die sog. Marketplace-Lieferanten direkt kontaktieren. Und dann kann man in der Regel den Versender seines geringsten Misstrauens vorschreiben, allenfalls (selten) mit einem kleinen Versandaufschlag.

GLS hat sich bezüglich gefälschter Zustellvermerke ebenfalls bei mir unbeliebt gemacht. Ich boykottiere Lieferanten, die GLS nehmen, genauso wie bei DPD. Paket gesucht, erst nicht gefunden, in der Sendungsverfolgung steht eine Unterschrift von jemandem namens "Goldschmied". Es gibt im ganzen 4000-Seelen-Dorf hier niemanden dieses Namens.
Hermes ist soso-naja. Vor ein oder zwei Jahren kam eine Zeitlang ein junger Afghane oder sowas, spricht kein Wort Deutsch, lächelt nur freundlich und setzt offensichtlich seinen Ehrgeiz darin, nicht weiterzufahren, bevor er sich vergewissert hat, dass der richtige Empfänger das Paket in Händen hat. Das lobe ich mir, aber es gab auch andere Zusteller dort, die nicht so pflichtbewusst waren.

Achja, mein Mitleid an den Thread-Eröffner, da habe ich mit meinem DHL einfach mehr Glück. Am 21. Juli abends ein PMR Retevish H777plus bestellt (14,49 Euro neu inkl. Versand war es mir wert, solch ein Gerät mal auszuprobieren), heute, zwei Tage später, kriege ich eine Benachrichtigung von DHL "Ihr DHL Paket wurde ins Zustellfahrzeug geladen und wird Ihnen heute zwischen 14:00 bis 15:30 Uhr zugestellt". Da verzeiht man sogar die holprige Grammatik. In der Tat kommen Sendungen per DHL oft am Folgetag bei mir an. Vielleicht haben die sich seit 2017 auch gebessert?

Oh, und danke für die Ratschläge weiter oben im Thread, man solle doch lokal einkaufen fahren. Dann gehe ich mal zu Edeka, dem einzigen Geschäft am Ort, und frage den Inhaber, in welchem Regal ich für meinen bejahrten aber guten Samsung Laserdrucker einen gut getesten Nachbau-Toner finde oder ob er zufällig das hier erwähnte Buch "Zu Lasten der Briefträger" für 1,98 Euro vorrätig hat, wie's gerade von Medimops bei Ebay angeboten wird ;) .
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