Amateurfunk

Hunsrücker
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Re: Amateurfunk

#46

Beitrag von Hunsrücker » Di 29. Jan 2019, 13:35

Ich möchte mal als Neuling meine Sicht der Dinge zum besten geben was K-Lizenz und das Interesse am basteln betrifft.
Zunächst zur K-Lizenz: hier habe ich das Gefühl das sich die E/A Lizenzinhaber irgendwie ans Bein gepisst fühlen. Immerhin hat man ja den Stoff gelernt, hat die Prüfung abgelegt, und jetzt kommt da einer der ohne weiteres Wissen und Prüfung auch was "besseres" als der Otto-Normal-CB-Funker sein will. Da geht ja schon mal prinzipiell gar nicht, so habe ich zumindest den Eindruck. Warum ? Was spricht dagegen? Das erinnert mich an mein andere Interesse, das Feuerwerken.
Da gibt es ja auch den Normalo, der sich die Tage vor Silvester in den Läden sein Zeug holt (hier mal der CB-Funker) und dann gibt es die Profifeuerwerker, die das entsprechend in Schulen gelernt haben, und sich damit vllt selbstständig machen oder das aus reiner Freude tun (E/A Inhaber). Dann gibt es aber noch so ein schönes Zwischending, zu dem ich selbst gehöre. Das nennt sich F3-Scheininhaber (in dem Fall einer mit K-Lizenz). Im Gegensatz zum Normalo darf ich jederzeit Feuerwerk kaufen und darf auch Feuerwerk mit größerer Explosivmasse unter der Voraussetzung das es 1. entsprechend Versichert ist über die Haftpflicht z.B und 2. ich das vor Verwendung vorher anmelde. Dieser F3-Schein ist eine reine bürokratische Formalität, wird beantragt, dann kriegt man den auch. Da funktioniert das zusammenleben zwischen Profis und F3-Inhabern, weil erstere Wissen das die anderen denen nicht das Wasser reichen können.
Wieso funktioniert das dann bei der K-Lizenz nicht so? Beantragen, es gibt gewisse Auflagen die erfüllt werden müssen z.B keine anderen Frequenzen stören ö.ä. und wenn dagegen verstoßen wird, gibt es eine Geldstrafe und das Gerät wird entzogen - fertig.
Zum Basteln: nicht jeder hat die Lust was zu bauen, auszuprobieren... . Es gibt in jedem Hobby Leute, die der jeweiligen Sache einfach nur getreu dem Motto Plug&Play nachgehen wollen ohne sich groß mit der Materie auseinandersetzen zu wollen. Oftmals kommt diese "du musst basteln, sonst betreibst du das Hobby nur halbherzig" Einstellung von der älteren Generation wo das vielleicht noch Notwendig war. Ist im Modellbaubereich das selbe. Die alten Hobbyisten regen sich über die Neulinge auf, die nur die Sachen kaufen, statt sich mit einem Bauplan über den Winter in den Keller zu ziehen um dann im Frühling mit einem neuen Modell aufzuwarten. Aber gerade dieses Plug&Play sorgt dafür, das ganze Hobbybereiche einen Zuwachs erfahren. Das sollten die ewig-gestrigen vielleicht mal verinnerlichen.

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Re: Amateurfunk

#47

Beitrag von df2tb » Di 29. Jan 2019, 14:07

Du vergisst aber einen wesentlichen Punkt, der selten beachtet wird. Amateurfunk ist weltweit ein Funkdienst, der gleichberechtigt mit Militär. Flugfunk etc. am Tisch sitzt und auch qualifiziert mitdiskutieren darf, wenn es um Frequenzen etc. geht. Wir werden deshalb ernst genommen, weil wir Prüfungen ablegen und Kenntnisse nachweisen müssen. Punkt!

Den Ansatz für die K Lizenz gab es in den 70igern schon einmal unter anderem in Holland. Der ist dann kläglich hescheitert. Wer einfach nur labern möchte, für den ist doch CB genau richtig. Wer sich für Afu interessiert, der muß halt durch die Prüfungsvorbereitung. Diese erweitert durchaus den Horizont und wer sich wirklich dafür interessiert, der hat auch kein Problem damit, sich Wissen anzueignen. All die Jammerlappen, die alles für lau haben möchten, die sollen außen vor bleiben.

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Re: Amateurfunk

#48

Beitrag von DocEmmettBrown » Di 29. Jan 2019, 15:54

Hunsrücker hat geschrieben:
Di 29. Jan 2019, 13:35
Wieso funktioniert das dann bei der K-Lizenz nicht so? Beantragen, es gibt gewisse Auflagen die erfüllt werden müssen z.B keine anderen Frequenzen stören ö.ä. und wenn dagegen verstoßen wird, gibt es eine Geldstrafe und das Gerät wird entzogen - fertig.
Also erst einmal ist das keine Strafsache, sondern eine OWi und das Gerät wird auch nicht eingezogen. Aber der Reihe nach:

Die AFu-Lizenz besteht aus drei Teilen:
  1. Vorschriften
  2. Betriebstechnik
  3. Technik
An den Vorschriften wirst Du nichts weglassen können. Du mußt nämlich wissen, was Du darfst und was Du nicht darfst. Muß also vollständig gelernt werden. Betriebstechnik: Du mußt wissen, wie man funkt. Genau das lernst Du da. Vielleicht könnte man an den Q-Codes ein wenig einsparen, aber geh einmal davon aus, daß Du 99% der Betriebstechnik ebenfalls erlernen mußt, wobei die CBler ohnehin schon einen Großteil davon beherrschen. Heißt: Für einen CBler sollte dieser Prüfungsteil ein Klacks sein.

Bleibt die Technik. Was lernt man denn da? Was Boden- und was Raumwellen sind? Sollte man wissen. Ohmsches Gesetz? Wer das nicht kennen will, sollte sich ein anderes Hobby suchen. Aber gut, vielleicht könnte man dort im Vergleich zur Technik-E um den Preis des Selbstbaurechts vielleicht 10% einsparen, bestenfalls 20%.

Rechnen wir einmal zusammen. In einer fiktiven K-Lizenzprüfung müßtest Du können:
  1. Vorschriften 100%
  2. Betriebstechnik 99%
  3. Technik-K 80-90% der Technik-E
Heißt faktisch: Wenn Du noch 3 Tage länger lernst, hättest Du ohnehin die E-Lizenz. Und nun sag mir mal, wie wirtschaftlich die K-Lizenz sein soll!

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Re: Amateurfunk

#49

Beitrag von 13DL04 » Di 29. Jan 2019, 19:26

@Hunsrücker

Die K-Lizenz existiert doch schon seit Mitte der 70er Jahre des letzten Jahrhunderts. Nennt sich CB-Funk.

Im Laufe der Zeit wurde die zulässige Ausgangsleistung erhöht, das Frequenzspektrum erweitert, neue Betriebsarten (FM, SSB, digital Modes) sind hinzu gekommen, Richtantennen dürfen verwendet werden, Relais dürfen betrieben werden, sogar die monatlichen Gebühren für eine ortsfeste Anlage wurden abgeschaft.
Wenn man möchte, kann man sogar das 2m-Band (Freenet) oder auch das 70cm-Band (PMR) nutzen.

Alles natürlich, wie gewünscht, streng reglementiert.

...und alles ohne Prüfung.

Wo ist das Problem?
73' "HORNSBY" (Wer Klartext redet, riskiert verstanden zu werden.)
Man kann alle Leute einige Zeit zum Narren halten und einige Leute allezeit;
aber alle Leute allezeit zum Narren halten kann man nicht. (Abraham Lincoln)

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Re: Amateurfunk

#50

Beitrag von Bananenklemme » Sa 2. Feb 2019, 21:40

Die K Lizenz für UKW würde ja der alten C entsprechen. C’ ler wurden ja auch DOler ohne weitere Kenntnisse. Waren dann auch Jammerlappen....Warum nicht K? Lasst den Leuten ihren Spaß.......
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Re: Amateurfunk

#51

Beitrag von Toni » Sa 2. Feb 2019, 21:54

Daran sieht man das Du keine Ahnung hast, die alte C- Lizenz wurde aufgewertet. 8)

73
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Re: Amateurfunk

#52

Beitrag von Bananenklemme » Sa 2. Feb 2019, 22:02

Toni hat geschrieben:
Sa 2. Feb 2019, 21:54
Daran sieht man das Du keine Ahnung hast, die alte C- Lizenz wurde aufgewertet. 8)

73
Du meinst, novelliert. Ich habe ohne Frage, keine Ahnung. :mrgreen:
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Re: Amateurfunk

#53

Beitrag von Kid_Antrim » Sa 2. Feb 2019, 22:51

Schön, dass DD1GG wieder zurück ist.

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Re: Amateurfunk

#54

Beitrag von Bananenklemme » Sa 2. Feb 2019, 23:02

Kid_Antrim hat geschrieben:
Sa 2. Feb 2019, 22:51
Schön, dass DD1GG wieder zurück ist. BildBild
Hau mir ab mit der Nase :mrgreen:
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Re: Amateurfunk

#55

Beitrag von Sch4k4l » Mi 6. Feb 2019, 08:03

Ich habe gerade die ersten Posts dieses Freds gelesen, in dem sich die Lizensierten und die Unlizensierten gegenseitig anmachen. :gun2: :think:
Da kann einem als Wiedereinsteiger/ Anfänger schon unwohl werden. :think:
Mir ist das zum Glück egal: Ich bleibe weiterhin am Ball und auch wenn der Äther ziemlich ruhig ist, haue ich unterwegs immer ein "CQ CQ ,Sch4k4l am Mike" heraus!
Wir alle (ich zähle auch mich jetzt dazu) können doch nur froh sein, wenn unser Hobby wieder etwas Zulauf bekäme, oder? Und ob nun CB, PMR, Lizensierter.......ist doch wurscht.
Und btw, ich habe einen Kumpel, der ist auch ein Lizensierter! Fuhr früher zur See und hat mir schon mit Rat und Tat zur Seite gestanden! Ist nicht überheblich wie diese norditalienische, überbezahlte Fußballtruppe aus München!

Gruß
Sch4k4l
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Re: Amateurfunk

#56

Beitrag von Mamagei » Mi 6. Feb 2019, 09:21

Bananenklemme hat geschrieben:
Sa 2. Feb 2019, 21:40
Die K Lizenz für UKW würde ja der alten C entsprechen. C’ ler wurden ja auch DOler ohne weitere Kenntnisse.
Nein!
Bild
Quelle: https://www.darc.de/einsteiger/amateurfunkausbildung/

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Re: Amateurfunk

#57

Beitrag von DK3NH » Mi 6. Feb 2019, 10:39

Genau. Und der Unterschied in den Prüfungen war ausschliesslich der bei C fehlende Morse-Teil, technisch war alles identisch - also nichts mit einfacherer Prüfung.

73
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Re: Amateurfunk

#58

Beitrag von pom » Mi 6. Feb 2019, 13:27

C hatte einen niedrigeren Erfüllungsgrad als B und A. Deswegen gab es ja diese Stempel "Technik für Klasse A/B erfüllt".

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Re: Amateurfunk

#59

Beitrag von Bananenklemme » Sa 9. Feb 2019, 09:06

pom hat geschrieben:
Mi 6. Feb 2019, 13:27
C hatte einen niedrigeren Erfüllungsgrad als B und A. Deswegen gab es ja diese Stempel "Technik für Klasse A/B erfüllt".
Du sollst funken.
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Re: Amateurfunk

#60

Beitrag von ompaul » Sa 9. Feb 2019, 17:12

Bei der alten Klasse C waren die Hürden etwas niedriger, ab 1998 hieß die "C" dann Klasse 2 und waren die Prüfungen und Anforderungen, bis auf den Nachweis von Telegrafiekenntnissen für die Klasse 1, für beide Klassen absolut identisch.


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