Blitzschutz

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DocEmmettBrown
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Re: Blitzschutz

#16

Beitrag von DocEmmettBrown » So 17. Nov 2019, 16:34

Santo hat geschrieben:
So 17. Nov 2019, 12:23
ich schraub auch meistens das Antennenkabel an der Kiste ab und leg den Stecker auf die Heizung, sofern man eine in der nähe hängen hat
:o Das ist nicht Dein Ernst, oder? Du holst Dir die Blitzenergie auch noch freiwillig ins Haus? Übrigens: Bei neueren Anlagen sind die Heizungsrohre inzwischen aus Kunststoff.

Auch ganz nett: Selbst wenn sie aus Metall sind, dann kann die Blitzenergie ins Innere des Hauses und auf den Potentialausgleich gelangen. Und darüber an alle Wasserinstallationen und an den Schutzleiter im ganzen Haus und allen Geräten, die da angeschlossen sind. Glaub mir, Santo, das willst Du nicht!

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Re: Blitzschutz

#17

Beitrag von Santo » So 17. Nov 2019, 16:49

DocEmmettBrown hat geschrieben:
So 17. Nov 2019, 16:34
Santo hat geschrieben:
So 17. Nov 2019, 12:23
ich schraub auch meistens das Antennenkabel an der Kiste ab und leg den Stecker auf die Heizung, sofern man eine in der nähe hängen hat
:o Das ist nicht Dein Ernst, oder? Du holst Dir die Blitzenergie auch noch freiwillig ins Haus? Übrigens: Bei neueren Anlagen sind die Heizungsrohre inzwischen aus Kunststoff.

Auch ganz nett: Selbst wenn sie aus Metall sind, dann kann die Blitzenergie ins Innere des Hauses und auf den Potentialausgleich gelangen. Und darüber an alle Wasserinstallationen und an den Schutzleiter im ganzen Haus und allen Geräten, die da angeschlossen sind. Glaub mir, Santo, das willst Du nicht!

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nein das nicht, aber das hatte ich eben gemacht, weil mir das ein Elektrotechniker empfohlen hatte. Naja unsere Heizungsanlage besteht noch aus Kupferrohre. Ich werd mir das aber zu herzen nehmen und das Kabel einfach nur abschrauben und es hängend hinlegen. Auf das Dach komme ich so nicht ohne weiteres rauf^^

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Re: Blitzschutz

#18

Beitrag von 13STW » So 17. Nov 2019, 16:53

Ja gut, das ist klar, am besten das Kabel von der Antenne trennen, aber ich klettere jetzt nicht jedesmal aufs dach und schraub da das Antennenkabel ab
Es ging hier explizit um eine Antenne, die temporär außerhalb des des Gebäudes aufgebaut werden soll. Da macht es sehr wohl Sinn, die Antennenleitung bei Nichtgebrauch an der Antenne abzutrennen, man muß dazu auch nicht aufs Dach klettern.
Für fest montierte Antennen wie Deiner gibt es bewährte Lösungen. Wenn der Mast fachgerecht geerdet ist UND!!! die Antennenleitung in den Potentialausgleich des Gebäudes einbezogen ist, passt Alles. Wenn Dir Dein Funkgerät wichtiger ist als der Rest Deiner Gebäudeinstallation, kannst Du natürlich den Stecker ziehen und hinlegen, wo Du willst. Auch auf die Heizung. Als alleinige Absicherung wäre das ziemlich dämlich.
Selbst wenn sie aus Metall sind, dann kann die Blitzenergie ins Innere des Hauses und auf den Potentialausgleich gelangen. Und darüber an alle Wasserinstallationen und an den Schutzleiter im ganzen Haus und allen Geräten
Blitzenergie kann in das Haus gelangen, sobald man die Antennenleitung in das Haus einführt. Deshalb muss sie entweder raus oder besser in den Potentialausgleich einbezogen werden. Genau das ist dessen Sinn. Potentialgleichheit erzwingen. Eine Blitz vollständig ableiten kann an nicht.

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Re: Blitzschutz

#19

Beitrag von DocEmmettBrown » So 17. Nov 2019, 17:16

Die Blitzenergie darf auf keinen Fall ins Haus oder an den Potentialausgleich (der ist ja im Haus), sondern muß draußen bleiben und am besten über Staberder ins Erdreich geleitet werden. Das mag für die Maulwürfe bei einem Einschlag ein elektrisierendes Erlebnis sein, aber wenigstens bleibt die Blitzenergie dann draußen.

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Re: Blitzschutz

#20

Beitrag von 13STW » So 17. Nov 2019, 17:39

Das ist nicht ganz richtig.
Natürlich soll die Antennenerdung den größten Teil des Blitzstromes außerhalb des Gebäudes zur Erde ableiten.
Das gelingt aber nie vollständig. Der Blitzstrom verteilt sich immer auf die Ableitung der Antenne und auf die Antennenleitung.
Deshalb müssen die Potentialausgkeichsleitungen einen gewissen Mindestquerschnitt haben.
Da der Blitzstrom sehr hoch ist und eine sehr schnelle Anstiegs- und Abklingzeit hat, treten selbst an einer niederohmigen Ableitung sehr, sehr hohe Spannungen auf.
Der Potentialausgleich verbindet alle Rohrleitungen, alle Schirme von Kommunikationsleitungen und den Schutz/Nulleiter der Elektroanlage.
Dadurch können innerhalb des Gebäudes keine gefährlichen Potentialunterschiede entstehen. Das Potential des gesamten Gebäudes wird GEMEINSAM beim Blitzdurchgang angehoben. Hat man Überspannungsableiter installiert, wird auch auf den nicht unmittelbar mit dem PA verbundenen (Innen)leitern potentialgleichheit erzwungen, das schützt die Anlage und die Geräte zusätzlich.
Ist so.

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Re: Blitzschutz

#21

Beitrag von Santo » So 17. Nov 2019, 19:03

Meine Antenne ist eine Halbwelle und wird schon durch den Mast geerdet, dazu habe ich noch einen Überschlagschutz an der Antenne, für die sogenannten Grobfunkenstrecke, bei der der Blitz sofort auf die Erdung, sprich Photovoltaik abgeleitet wird. Somit kommt der Blitz bei mir nicht ins Haus wenn er in die Antenne einschlägt. Aussenblitzableiter habe ich auch, die führen an drei Stellen um das Haus vom Dach in die Erde. Daran befindet sich auch die Erdungen im Haus.

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Re: Blitzschutz

#22

Beitrag von 13STW » So 17. Nov 2019, 20:43

Wenn Du jetzt noch den Schirm der Antennenleitung einbeziehst, ist der Aufbau zumindest physikalisch halbwegs sinnvoll.

https://kabel-kusch.de/Koaxkabel/SSB-Kabel/erdung.htm

Die DC Erdung der Antenne ist vollkommen wirkungslos, hilft vielleicht bei atmosphärischen Störungen, bei einem Einschlag nicht.
Wenn Du einen äußeren Blitzschutz hast, gehört die Antenne direkt dahin, nicht an die PV. Da war ein Murkser dran.

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Re: Blitzschutz

#23

Beitrag von Santo » So 17. Nov 2019, 21:02

13STW hat geschrieben:
So 17. Nov 2019, 20:43
Wenn Du jetzt noch den Schirm der Antennenleitung einbeziehst, ist der Aufbau zumindest physikalisch halbwegs sinnvoll.

https://kabel-kusch.de/Koaxkabel/SSB-Kabel/erdung.htm

Die DC Erdung der Antenne ist vollkommen wirkungslos, hilft vielleicht bei atmosphärischen Störungen, bei einem Einschlag nicht.
Wenn Du einen äußeren Blitzschutz hast, gehört die Antenne direkt dahin, nicht an die PV. Da war ein Murkser dran.
Alsodie PV Anlage hat ein Elektrotechniker installiert, der wird schon wissen was er da macht. Der Mast ist mit dem Ramen der PV Anlage verbunden, dieser ist über den Blitzschutz angeschlossen, also auch richtig.

Ich hab mich da vorher schon informiert, ob das so geht, die meinten, egal ob am Ramen oder direkt am Blitzableitersystem, der Einschlag wird sofort umgeleitet, so das im oder am Haus nichts passieren kann.

Ich gehe nun davon aus, das man sich darauf verlassen kann, da die ja wissen müssten, was sie da tun. Ich wollte deswegen jetzt kein Seitenlanger Hype daraus machen, da es ja nicht um meine Antenne geht, sondern an die vom TE^^

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Re: Blitzschutz

#24

Beitrag von Wingman » Mo 18. Nov 2019, 15:38

Man kann es treiben, man kann es aber auch übertreiben. :clue:

Wobei man beim Thema Blitzschutz nie vorsichtig genug sein kann.
Wenn die Antenne aber nicht auf dem Hausdach montiert ist würde ich definitiv keine Blitzschutzfirma einbeziehen und einen so enormen Aufwand treiben, an meinem alten QTH stand die Antenne auch über 15 Jahre sehr exponiert und war "nur" über Potentialausgleich geerdet.
Es sind zig Gewitter über uns gezogen und die Blitze haben eigentlich immer nur in höhere Bäume oder das benachbarte Schwimmbad eingeschlagen.
Ich sage mir immer, dass selbst ein schlechter bzw. "geringer" Blitzschutz immer noch besser ist als komplett darauf zu verzichten.

Am neuen QTH habe ich die Antenne nicht direkt auf dem Hausdach montiert sondern AM Haus an einer Feuerschutztreppe, Erdung ist vorhanden,
wird im kommenden Jahr aber noch verbessert/verstärkt.
Bei Gewitter hänge ich das Antennenkabel aus der Tür raus und gut ist, vor der nächsten "Gewittersaison" wollte ich mir noch Blitzschutzpatronen in die Kabel einschleifen, so etwas gibt es ja auch, leider sind diese nur für relativ wenig wenig Leistung ausgelegt.

Ich denke auch nicht, dass der Blitz sich immer seinen Weg über das Antennenkabel ins innere des Gebäudes sucht, wenn das Kabel z.B. um "1000 Ecken" verlegt ist, da der Blitz normalerweise immer den Weg des geringsten Widerstandes geht, und das ist nunmal von oben (Antennenspitze) nach unten (Mast, der in den Boden geht), zumindest habe ich es so damals in der Schule gelernt :D
Bei einem Bekannten hat der Blitz vor Jahren einmal in seine Antenne eingeschlagen, Gott sei Dank war der Mast auch nicht direkt auf dem Haus montiert.
Das Kabel war nicht senkrecht in den Shack verlegt sondern um ein paar Ecken, man konnte genau sehen, dass der Blitz beim ersten Knick des Kabels aus diesem rausgeschossen und dann in den Boden eingeschlagen ist, also quasi am Mast entlang, so wie es auch sein soll.
Die Antenne war damals natürlich hin, im Haus ist zum Glück nichts passiert.

Es gab auch schon Aufbauten, die von Fachfirmen gegen Blitzschutz abgesichert wurden, bei einem Direkteinschlag war davon aber auch nicht mehr viel übrig, dem Blitz ist es egal ob der Blitzschutz von einem Laien oder einer Fachfirma für 2k € gemacht wurde, wenn der Blitz mit seiner ganzen Gewalt wirklich direkt reinhaut, bringt auch der beste Blitzschutz nichts mehr, da heißt es dann "rette sich wer kann"

Das sind meine 5 Cent zu diesem Thema.

Gruß
Wingman - Stefan
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Re: Blitzschutz

#25

Beitrag von patron » Fr 22. Nov 2019, 13:20

Wenn die Antenne über das Dach hinaus geht sollte man an sowas denken. Nicht alleine nur aus versicherungsrechtlichen Gründen. Der Mast muss geerdet werden. Aber nicht an den Potentialabgleich des Hauses(falls vorhanden). Bevor jetzt wieder Beschwerden von "Blitzschutfachleuten" kommen.
Besser einen nicht zu 100% konformen Blitzschutz als gar keiner....
Nach mir die Sintflut

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