Blitzschutz

Artus
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Blitzschutz

#1

Beitrag von Artus »

Hallole :wave:

Die kalte Jahreszeit steht vor der Tür, und ich mag nicht mehr auf den Berg. :nono:

Ich habe noch einen 8,00m langen Alufahnenmast (kein Spielzeug) in meiner Halle liegen,
den ich gerne zum Antennenmast nehmen wollte.
Ich würde um noch mehr Höhe zu bekommen ein 6,00m langes passendes Alurohr darauf setzen.

Als Fusspunkt soll ein geschweistes Metallgestell das als eine art Abspannung im Betonboden verankert werden.
Der Mast wird dann mittels Stapler am Gestell in die senkrechte gestellt, und gesichert.
(sollte ein neuer "Lothar" im Anmarsch sein, dann mittels Stapler alles auf Anfang bis er sich wieder ausgetobt hat) :)

Würde die Bodenverankerung mittels Hochleistungsanker als Blitzschutz reichen, oder kann man das vergessen? :clue:
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13TM003
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Re: Blitzschutz

#2

Beitrag von 13TM003 »

Hiho,

Nein, reicht nicht annähernd.

:mrgreen:

Um ausreichend "Blitz" in die Erde zu bekommen musst du auch ausreichend leitendes Material in die Erde bekommen... "Staberder" reichen da nicht. Welches Material in welchem Umfang und welcher Tiefe da unter die Erde zu bringen ist - da bin ich nicht gut genug mit den Normen vertraut. Gleich dran hängt noch der Grob und Feinschutz von dem was da an der Montierten Antenne hängt :wink:

Wenn Du aus versicherungstechnischen Gründen einen Blitzschutz installieren möchtest dann wende Dich bitte an einen Fachbetrieb.

Viele Grüße,
Axel
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Nasa
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Re: Blitzschutz

#3

Beitrag von Nasa »

Artus hat geschrieben:
Sa 16. Nov 2019, 14:17
sollte ein neuer "Lothar" im Anmarsch sein, dann mittels Stapler alles auf Anfang bis er sich wieder ausgetobt hat
Ups .. bin schon da! :dlol:

Solange der Mast freistehend irgendwo im Garten steht, ist meines Wissens nach kein Blitzschutz zwingend vorgeschrieben.
Dennoch wäre es bei einer Antennenanlage natürlich anzuraten, nicht das sich bei einem Einschlag der Blitz über das Antennenkabel den Weg ins Haus sucht.

Ich hatte mal einen 10m Laternenmast, in dem ein zusätzliches 6m verzinktes Stahlrohr oben 2m rausgeschaut hat.
Somit Höhe 12m. Der Mast wurde durch zwei U-Stahl-Halterungen gehalten, die tief im Bodem einbetoniert waren.
Wegen Blitzschutz wurde vor dem Gießen des Fundaments unten ein 3m verzinkter Kreuzerder eingeschlagen,
der dann später mit dem aufgerichteten Mast verbunden wurde.

Vielleicht mal so als Idee.

Gruß,
Lothar :mrgreen:
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DocEmmettBrown
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Re: Blitzschutz

#4

Beitrag von DocEmmettBrown »

Die Frage ist so oder so akademisch, weil nur dafür speziell zertifizierte Fachbetriebe einen Blitzschutz errichten dürfen. Normale Elektrobetriebe und erst recht Hobbybastler dürfen das rein rechtlich nicht.

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Santo
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Re: Blitzschutz

#5

Beitrag von Santo »

Also ich weis ja nicht, ob das hier nur in Deutschland so ist, aber in der Schweiz durfte ich das selber machen und zwar musste das volgendermassen sein:

Erdungsschelle an den Mast, von da aus 6mm Kupferdraht in die Erde und zwar 50-80cm tief und 10 Meter von dem Mast entfernt ausgegraben, Kupferkabel rein und an einer Kupferplatte ca. 50x50cm festschrauben. Das sollte doch hier in Deutschland auch völlig ausreichend sein?

Meine Antenne auf dem Dach, wurde mit dem Rahmen der Photovoltaik Blitz gesichert, falls da was reinrauschen sollte, damit ich den Blitz nicht im Haus habe.

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DocEmmettBrown
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Re: Blitzschutz

#6

Beitrag von DocEmmettBrown »

Santo hat geschrieben:
Sa 16. Nov 2019, 23:23
Erdungsschelle an den Mast, von da aus 6mm Kupferdraht in die Erde und zwar 50-80cm tief und 10 Meter von dem Mast entfernt ausgegraben, Kupferkabel rein und an einer Kupferplatte ca. 50x50cm festschrauben. Das sollte doch hier in Deutschland auch völlig ausreichend sein?
6 mm Cu-Draht? Also ein Blitz entwickelt eine Energie von 1,21 GW oder auch mehr oder weniger. Und die willst Du durch 6 mm Cu-Klingeldraht leiten? Aber selbst wenn es dickerer Draht wäre, es wäre nicht erlaubt. Du darfst das natürlich trotzdem tun, aber ich würde das niemals "Blitzschutz" nennen, schon gar nicht bei einem Einschlag.

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Re: Blitzschutz

#7

Beitrag von fragnix »

Meinst Du mit 6 mm den Durchmesser?

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Re: Blitzschutz

#8

Beitrag von Santo »

fragnix hat geschrieben:
Sa 16. Nov 2019, 23:42
Meinst Du mit 6 mm den Durchmesser?
Ja richtig, den Durchmesser.

Hallo Daniel,

also vorgeschrieben ist sogar nur 4mm und ich hatte 6mm dran, selbst als in unserem Elternhaus der Blitz in die TV Antenne eingeschlagen hat, wurde der Blitz einwandfrei durch den 6mm Kupferdraht abgeleitet.

In meinem Haus, habe ich die Blitzschutzleiter sogar an der Gasleitung dran, auch als ich den vom Gaswerk fragte, ob das nicht gefährlich sei, sagte der mir, das ist egal, ob Wasserleitung, oder Gasleitung. Da ist auch nur 4mm Kupferdraht dran.

Wohlverstanden, der Blitzableiter dient nur als Erdung, damit der Blitz nicht ins Haus übertragen wird, deswegen wird auch die Wasseruhr und Filter überbrückt. Endgeräte können trotzdem zerstört werden.

Ich hab mal selbst erlebt, was passiert wenn eine Antenne nicht geerdet wurde und der Blitz da reinschlägt. Das ist kein schönes Erlebnis wenn der Lichtbogen quer durchs Zimmer schießt und sich im Sicherungskasten sich ausbreitet. So eine Verteilertüre fliegt ganz schön weit^^

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Re: Blitzschutz

#9

Beitrag von KLC »

Artus hat geschrieben:
Sa 16. Nov 2019, 14:17
Hallole :wave:

Die kalte Jahreszeit steht vor der Tür, .....
[....] JEHOVA !! reichen, oder kann man das vergessen? :clue:
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Re: Blitzschutz

#10

Beitrag von Artus »

Hallo

Noch zum Verstehen, Antennenkabel würde ich nach jedem Verkehr ä Funkverkehr :dlol: trennen.

dann fackelt nichts die Bude ab hoffe ich. :tup:

Kanns ja dann bei einem evtl. Einschlag nur die Antennen zerbröseln, oder? :clue:
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Re: Blitzschutz

#11

Beitrag von Santo »

Wenn die Antenne geerdet ist über den Mast, dann sollte der auch nichts passieren, aber ich schraub auch meistens das Antennenkabel an der Kiste ab und leg den Stecker auf die Heizung, sofern man eine in der nähe hängen hat^^

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Re: Blitzschutz

#12

Beitrag von Santo »

Ja gut, das ist klar, am besten das Kabel von der Antenne trennen, aber ich klettere jetzt nicht jedesmal aufs dach und schraub da das Antennenkabel ab :dlol: Das mit dem Stecker auf die Heizung legen, hat mir mal ein Elektrotechniker gesagt, desswegen hab ich das immer so gemacht, da anscheinend doch Nebenströme, falls vorhanden, abgeleitet werden.

Zur not habe ich eine Versicherung , falls mal was kaputt geht. Im besten falle hofft man, das kein blitz in die Antenne schlägt.

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Re: Blitzschutz

#13

Beitrag von DocEmmettBrown »

Santo hat geschrieben:
So 17. Nov 2019, 12:23
ich schraub auch meistens das Antennenkabel an der Kiste ab und leg den Stecker auf die Heizung, sofern man eine in der nähe hängen hat
:o Das ist nicht Dein Ernst, oder? Du holst Dir die Blitzenergie auch noch freiwillig ins Haus? Übrigens: Bei neueren Anlagen sind die Heizungsrohre inzwischen aus Kunststoff.

Auch ganz nett: Selbst wenn sie aus Metall sind, dann kann die Blitzenergie ins Innere des Hauses und auf den Potentialausgleich gelangen. Und darüber an alle Wasserinstallationen und an den Schutzleiter im ganzen Haus und allen Geräten, die da angeschlossen sind. Glaub mir, Santo, das willst Du nicht!

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Re: Blitzschutz

#14

Beitrag von Santo »

DocEmmettBrown hat geschrieben:
So 17. Nov 2019, 16:34
Santo hat geschrieben:
So 17. Nov 2019, 12:23
ich schraub auch meistens das Antennenkabel an der Kiste ab und leg den Stecker auf die Heizung, sofern man eine in der nähe hängen hat
:o Das ist nicht Dein Ernst, oder? Du holst Dir die Blitzenergie auch noch freiwillig ins Haus? Übrigens: Bei neueren Anlagen sind die Heizungsrohre inzwischen aus Kunststoff.

Auch ganz nett: Selbst wenn sie aus Metall sind, dann kann die Blitzenergie ins Innere des Hauses und auf den Potentialausgleich gelangen. Und darüber an alle Wasserinstallationen und an den Schutzleiter im ganzen Haus und allen Geräten, die da angeschlossen sind. Glaub mir, Santo, das willst Du nicht!

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nein das nicht, aber das hatte ich eben gemacht, weil mir das ein Elektrotechniker empfohlen hatte. Naja unsere Heizungsanlage besteht noch aus Kupferrohre. Ich werd mir das aber zu herzen nehmen und das Kabel einfach nur abschrauben und es hängend hinlegen. Auf das Dach komme ich so nicht ohne weiteres rauf^^

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Re: Blitzschutz

#15

Beitrag von DocEmmettBrown »

Die Blitzenergie darf auf keinen Fall ins Haus oder an den Potentialausgleich (der ist ja im Haus), sondern muß draußen bleiben und am besten über Staberder ins Erdreich geleitet werden. Das mag für die Maulwürfe bei einem Einschlag ein elektrisierendes Erlebnis sein, aber wenigstens bleibt die Blitzenergie dann draußen.

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