Was passiert bei einem Blitztreffer?

Benutzeravatar
Wurstauge
Santiago 8
Beiträge: 946
Registriert: Sa 15. Jun 2013, 09:52
Standort in der Userkarte: Schillig Schillighafen
Kontaktdaten:

Re: Was passiert bei einem Blitztreffer?

#91

Beitrag von Wurstauge » Mo 23. Okt 2017, 16:55

ax73 hat geschrieben:
Wurstauge hat geschrieben:... lässt mich grinsend zurück in meinen Sessel fallen,Kekse?
Jo. Lustig wie vehement hier versucht wird das Thema zu hijacken :joint:
JoooooBild
13LR666
Gesendet via Blitzschutz nach VDE
www.unchained-horizon.de

Benutzeravatar
hf-terminator
Santiago 1
Beiträge: 20
Registriert: Do 26. Apr 2018, 17:32
Standort in der Userkarte: Bad Hersfeld

Re: Was passiert bei einem Blitztreffer?

#92

Beitrag von hf-terminator » Sa 28. Apr 2018, 07:24

ich habe eine A99 mit einem GFK Rohr an einen alten TV Mast angebaut. Muß da eine Erde an die A99???
President Lincoln 2+, CRT SS9900, IMax 2000, A99, FT 991A

Benutzeravatar
doeskopp
Santiago 9+30
Beiträge: 4920
Registriert: Sa 15. Aug 2009, 17:45

Re: Was passiert bei einem Blitztreffer?

#93

Beitrag von doeskopp » Sa 28. Apr 2018, 08:46

hf-terminator hat geschrieben:ich habe eine A99 mit einem GFK Rohr an einen alten TV Mast angebaut. Muß da eine Erde an die A99???
Nö wozu? Wenn der TV Stummel (vermutlich Metall) geerdet ist reicht das völlig. Wenns draussen rummst solltest Du in jedem Fall immer die Geräte von der Antenne trennen. Egal ob geerdet oder nicht.

Grüße from Doeskopp

Dipol
Santiago 3
Beiträge: 154
Registriert: Fr 3. Jul 2015, 16:36
Standort in der Userkarte: Leinfelden-Echterdingen

Re: Was passiert bei einem Blitztreffer?

#94

Beitrag von Dipol » Sa 28. Apr 2018, 09:25

hf-terminator hat geschrieben:ich habe eine A99 mit einem GFK Rohr an einen alten TV Mast angebaut. Muß da eine Erde an die A99???
Die Frage sollte nach 7 Seiten Beiträgen längst beantwortet sein.

Luft ist ein besserer Isolator als feste Stoffe. Blitze die es kilometerweit von den Wolken zur Erde geschaft haben, lassen sich weder von einer Glasfiberumhüllung um eine λ/2-Antenne noch spärlichen 0,5 mm Kunststoffmantel des Koax von einem Lichtbogenüberschlag abhalten.

Seit mittlerweile 18 Jahren ist für CB-Funk-Antennen formal die DIN VDE 0855-300 zuständig, welche sich an den erhöhten Sicherheitsanforderungen für Mobilfunkantennen orientiert. Wo Antennenkabel von Schrägdachantennen mastnah ins Gebäude eintauchen und nicht als Blitzfänger über Dach und Fassade durch Blitzschutzzone LPZ 0A geführt werden, reichen die geringeren Erdungs- und PA-Leiterquerschnitte nach IEC 60728-11 m. E. für eine CB-Funkantenne aus.

Wenn der Antennenmast mit min. 16 mm² Cu, 25 mm² Alu oder 50 mm² Blitzableiterdraht und mit nach Prüfnorm Klasse H = 100 kA blitzstromtragfähigen Verbindern mit dem Schutzpotenzialausgleich des Gebäudes sowie einem normkonformen Erder verbunden ist, entspricht die Erdung immerhin den geringeren Anforderungen der aktuellen IEC 60728-11 für Haushaltsantennen. Sollte der Altmast nur mit 10 mm² Cu Minderquerschnitt nach Altnorm aber ansonsten konform zu dieser geerdet sein, sollten jedenfalls die Verbinder - bei Erdungsleiteranschluss an die Haupterdungsschiene auch diese - gegen blitzstromtagfähige Bauteile gewechselt werden.

Die Schirme von Kabeln, welche aus LPZ 0A ins Gebäude ein- oder ausgeführt werden, sind grundsätzlich möglichst nahe der Gebäudehülle mit min. 4 mm² Cu (DIN VDE 0855-300: min. 10 mm² Cu und Vermaschung nach max 20 m) in den Schutzpotenzialausgleich einzubeziehen. Das Schutzprinzip gilt für Kabel im Erdreich wie auch für im Dach oder an der Fassade eingeführte Kabel/Leitungen.

Das Ausstecken des Kabels allein ist nicht normkonform, Blitzströme suchen sich auch aus ausgesteckten Kabeln einen Weg gegen Erde. Nicht erschrecken, falls dir normunkundige User mit eigenwilligem Englisch vorwerfen sollten, dass du versuchen würdest das Thema zu "hijacken". :lol:

73 Dipol

Yaesu FT857D
Santiago 9+30
Beiträge: 3401
Registriert: So 15. Okt 2006, 16:23
Standort in der Userkarte: 67657 Kaiserslautern
Wohnort: Kaiserslautern

Re: Was passiert bei einem Blitztreffer?

#95

Beitrag von Yaesu FT857D » Sa 28. Apr 2018, 12:06

hf-terminator hat geschrieben:ich habe eine A99 mit einem GFK Rohr an einen alten TV Mast angebaut. Muß da eine Erde an die A99???
Kurz und knapp: Aber JA!

Denn: Der Aussenleiter deines Koaxkabels liegt über dein Funkgerät/Netzgerät an dem Potentialausgleich des Hauses
und soll ja gegen Störungen von aussen ab Antenne bis ins Funkgerät "abschirmen".
Dazu gehört auch eine "Erdung" dieses Aussenleiters (Schirm).
Warum glaubst du, werden Antennen die durch Glasfaserrohre gehen, separat jeweils am Metallmast geerdet?
(erforderlich z.B. bei der 2m X-Quad oder anderen langen Kreuzyagis, wenn der Boom durch/über ein Glasfaserrohr geht, um die vertikale Polarisation nicht zu beeinflussen)
Du müsstest eher sogar die Antenne oben am Maststummel über eine blitzstromtragfähige Ausgleichsleitung und jeweiligen Verbindern,
mit dem (hoffentlich normkonform?) geerdeten Mast verbinden...

Übrigens: Die Haube auf dem Kamin wäre durch deine Antenne somit gegen Blitzschlag "geschützt", ähnlich wie durch eine Blitzfangstange bei einer Blitzschutzanlage....

Dipol hat alles weitere, in seinem vorherigen Beitrag dazu gesagt.
73, Helmut DO1TBP

Krampfader
Santiago 8
Beiträge: 979
Registriert: Do 23. Jan 2014, 15:26
Standort in der Userkarte: Wien

Re: Was passiert bei einem Blitztreffer?

#96

Beitrag von Krampfader » Sa 28. Apr 2018, 13:06

Ein Aspekt kommt noch hinzu: Statische Aufladung, gerade bei Glasfieber-Antennen. Ich weiß nicht ob die A99 (so wie z.B. die 5/8-Gain-Master) "DC-geerdet" ist ?? ... sprich bei der 5/8-Gain-Master hat der Außenleiter UND der Innenleiter des Koaxial-Kabels vollen Durchgang zur Erdung. Lässt sich aber mittels Multimeter leicht überprüfen: wenn die angeschlossene Antenne am PL-Stecker des Kabels "Kurzschluss" ergibt dann ist sie ebenfalls "DC-geerdet". Falls nicht dann sind u.U. Probleme zu erwarten, manche Funkgeräte reagieren empfindlich auf statische Aufladung ...

Grüße

Andreas

PS: übrigens: die 1/2-Gain-Master ist im Gegensatz zur 5/8 nicht DC-geerdet ...
Mein Motto: Hauptsache es vergeht die Zeit

Jack4300
Santiago 7
Beiträge: 587
Registriert: Di 26. Aug 2014, 22:09
Standort in der Userkarte: Essen

Re: Was passiert bei einem Blitztreffer?

#97

Beitrag von Jack4300 » Sa 28. Apr 2018, 14:04

Krampfader hat geschrieben:
PS: übrigens: die 1/2-Gain-Master ist im Gegensatz zur 5/8 nicht DC-geerdet ...
Wenn man ganz genau ist, so ist bei der 5/8 wegen des Verkürzungskondensator nur die untere Hälfte DC-geerdet. Keine Ahnung, was passiert, wenn statische Ladung an dem Kondensator durchschlägt.

Benutzeravatar
Grundig-Fan
Santiago 9+15
Beiträge: 1982
Registriert: Di 17. Jan 2012, 17:06
Standort in der Userkarte: Meerbusch
Wohnort: Meerbusch

Re: Was passiert bei einem Blitztreffer?

#98

Beitrag von Grundig-Fan » Sa 28. Apr 2018, 14:11

Ich glaube da wird auch übertrieben ein Fass aufgemacht. Bisher an der Gainmaster 1/2 an bisher 7 verschiedenen Geräten keine Probleme durch statische Aufladung. Allerdings war keine neuere President dabei, die sollen ja am empfindlichsten sein.

Gesendet von meinem SM-G930F mit Tapatalk
QRV seit 1981 mit bisher 142 Kisten.
zZt. Albrecht AE 5800
Antenne: Sirio Gainmaster
Mikes: Sadelta Bravo Plus, Sadelta Echo Master Plus, Turner SSK

Frank (Dagobert 01)

Krampfader
Santiago 8
Beiträge: 979
Registriert: Do 23. Jan 2014, 15:26
Standort in der Userkarte: Wien

Re: Was passiert bei einem Blitztreffer?

#99

Beitrag von Krampfader » Sa 28. Apr 2018, 14:50

Jack4300 hat geschrieben:
Krampfader hat geschrieben:
PS: übrigens: die 1/2-Gain-Master ist im Gegensatz zur 5/8 nicht DC-geerdet ...
Wenn man ganz genau ist, so ist bei der 5/8 wegen des Verkürzungskondensator nur die untere Hälfte DC-geerdet. Keine Ahnung, was passiert, wenn statische Ladung an dem Kondensator durchschlägt.
Stimmt. Falls der Funken mal durchschlagen sollte dann gehe ich davon aus dass die Überspannung mittels DC-Erdung abgeleitet wird ...

Grüße

Andreas
Mein Motto: Hauptsache es vergeht die Zeit

Benutzeravatar
hf-terminator
Santiago 1
Beiträge: 20
Registriert: Do 26. Apr 2018, 17:32
Standort in der Userkarte: Bad Hersfeld

Re: Was passiert bei einem Blitztreffer?

#100

Beitrag von hf-terminator » Sa 28. Apr 2018, 16:20

wurde jetzt mit 10mm² Drahtseil mit Mast verdunden,der Mast ist schon geerdet.
President Lincoln 2+, CRT SS9900, IMax 2000, A99, FT 991A

Jack4300
Santiago 7
Beiträge: 587
Registriert: Di 26. Aug 2014, 22:09
Standort in der Userkarte: Essen

Re: Was passiert bei einem Blitztreffer?

#101

Beitrag von Jack4300 » Sa 28. Apr 2018, 16:47

Krampfader hat geschrieben: Stimmt. Falls der Funken mal durchschlagen sollte dann gehe ich davon aus dass die Überspannung mittels DC-Erdung abgeleitet wird ...
Ja, aber ein Impuls vom Überschlag ist kein DC.

13STW
Santiago 2
Beiträge: 87
Registriert: Sa 30. Dez 2017, 08:01
Standort in der Userkarte: Karlsruhe

Re: Was passiert bei einem Blitztreffer?

#102

Beitrag von 13STW » Sa 28. Apr 2018, 16:58

Hi,
sorry, ich habˋ immer noch Schwierigkeiten zu glauben, das Du das alles wirklich erst meinst.
Falls doch, Dipol hat das Wesentliche geschrieben, auch wenn ich es hilfreicher fände, die Problematik für Laien verständlich aufzubereiten.
Die Verbindung vom Mast zur Antennenhalterung bringt überhaupt nix. Das hättest Du auch bleiben lassen können.
Du müsstest wenigstens den Schirm der Antennenleitung mit dem Mast verbinden, dafür gibt spezielle, wasserdichte Anschlussteile, passend zum Typ der Leitung.
Vorausgesetzt, der Mast ist wirklich richtig geerdet...

http://www.kabel-kusch.de/Koaxkabel/SSB ... erdung.htm

Das wäre dann immer noch nicht vorschriftsmäßig, würde aber in die richtige Richtung gehen. Völlig unsinnig ist der Tipp, das Kabel am Gerät zu trennen. Der Blitz ist zig Kilometer durch die Luft marschiert, er im wird im Haus den Weg zum Erdpotential finden. da bleibt mit viel Glück das Funkgerät heil,der Rest der Bude ist hin. Clever.

Dipol
Santiago 3
Beiträge: 154
Registriert: Fr 3. Jul 2015, 16:36
Standort in der Userkarte: Leinfelden-Echterdingen

Re: Was passiert bei einem Blitztreffer?

#103

Beitrag von Dipol » Sa 28. Apr 2018, 17:43

Am Stahlseil ist ein für CB-Funker nicht selbstverständliches Bemühen um Sicherheit zu erkennen. Die Tücke lauert aber bei Blitzschutz und Erdung im Detail.

Jeder weiß, dass eine Kette nur so stark wie das schwächste Glied sein kann. Bei Antennenerdungen wird diese Binsenweisheit aber auch von Elektrofachkräften zumeist ausgeblendet. Erden kann man auch nur mit 1,5 mm² oder 4 mm² Kupferdraht, beide werden schon bei sehr stromschwachen Direkttreffern zur Zündschnur.

Direkterdungen sind systembedingt mit der Einkopplung von Teilblitzblitzströmen in die Antennenanlage verbunden, zumal wenn die Erdungsleiter wie leider noch immer üblich mit gefährlichen Näherungen innen durchs Gebäude geführt werden. Blitzschutz ist ebenso wie Antennenerdung primär Brandschutz. Der Hauptanteil der Energie von zum Glück sehr seltenen Direkteinschlägen und auch induktiven Einkopplungen von Naheinschlägen sollte vorzugsweise außen gegen eine möglichst niederimpedante Erdungsanlage abgeleitet und möglichst wenig über die in den PA einbezogenen Antennenkabel ins Haus eingekoppelt werden.
  1. 10 mm² Kupferdraht übersteht nach Tabelle D.3 der IEC 62305-3 auch einen extrem seltenen LEMP mit 150 kA und wird von diesem um 542K erwärmt, bei 100 kA nur noch um 169K
  2. 10 mm² Stahl ist in der Tabelle auch nicht für 50 kA gelistet, wer will mag nach der Formel im DEHN Blitzplaner, Kapitel 2.5 Spezifische Energie, ausrechnen ob er wenigstens für Durchschnittsblitze mit 25 - 30 kA ausreicht
  3. Gezahnte Mastverbinder haben keine 10 cm² Kontaktfläche, unterhalb dieses Querschnitts wird es ohne Überbrückung im Falle eines Einschlags kräftig funkeln
  4. Nachdem das Stahlseil nicht blitzstromtragfähig ist kann man vernachlässigen, dass es dafür - und auch nicht für normkonformen 16 mm² Kupferdraht - Verpress- oder noch untauglichere Rohrkabelschuhe gibt, welche 100 kA Blitzlast aushalten
Bei weniger als drei Ableitungen von Blitzschutzanlagen oder nur einem Erdungsleiter von Antennen ist durchgängige Blitzstromtragfähigkeit entsprechend der Schutzklasse normaler Wohngebäude mit 100 kA erforderlich. Eine Verbindung oder Überbrückung der Rohre ist der richtige Ansatz, aber auch ohne Kenntnis wie die Altmasterdung ausgeführt ist und womit Erdungsleiter und Stahlseil innen verbunden wurden, ist bereits erkennbar, dass mit dieser Konstruktion keine Blitzstromtragfähigkeit entsprechend der Schutzklasse normaler Wohngebäude mit 100 kA vorliegt.

Nur mit Bildern wie der Erdungsleiter am Mast und seinem Fußpunkt verbunden ist, wäre die Tauglichkeit der alten Masterdung zu beurteilen. Der Empfehlung von @13STW zu einer Erdungsmuffe ist zuzustimmen, so das Kabel als Blitzfänger über das Dach verlegt wurde kann die aber auch nur unvollkommen schützen.
Zuletzt geändert von Dipol am Sa 28. Apr 2018, 17:53, insgesamt 1-mal geändert.

Benutzeravatar
KLC
Santiago 9+30
Beiträge: 3665
Registriert: Mi 16. Aug 2006, 23:08
Standort in der Userkarte: Saarbrücken
Wohnort: Dehemm

Re: Was passiert bei einem Blitztreffer?

#104

Beitrag von KLC » Sa 28. Apr 2018, 17:53

hf-terminator hat geschrieben:wurde jetzt mit 10mm² Drahtseil mit Mast verdunden,der Mast ist schon geerdet.
:think: Ich denke , der geht durch das Dach ?
:fool: Ich hoffe , das ist dann auch alles gut durchdacht !!!
:king: Ich gehe in jeden Fall davon aus , daß der Seildraht-Verhau mehr als ausreicht um die Auspuffschelle gegen Einschläge in die Garten-Installation des Nachbarn zu sichern, falls ein gewittriges Unwetter den Plastik-Spargel vom Dach bläst.
:thup: Wenn du jetzt nicht die Badewanne in den Potential-Ausgleich einbindest , weil sie aus Acryl ist , kenn dir keiner ans Bein pieseln.

Unter dem Mast würde ich die evtl. Glaswolle (Krebserregerfrei natürlich !!) mit Kresse oder ähnlichen pflegeleichten Gartenkräutern ausstreuen/bepflanzen, damit das wertvolle Regenwasser nicht ungenutzt in der Zimmerdecke versickert. :opa:

(Ich glaube , die verarschen sich her gegenseitig und keiner wills gemerkt haben)
Peter Funkfreund, übernehmen sie ! :wink:
SAARLAND
Großes vergeht immer im Kleinen.

Yaesu FT857D
Santiago 9+30
Beiträge: 3401
Registriert: So 15. Okt 2006, 16:23
Standort in der Userkarte: 67657 Kaiserslautern
Wohnort: Kaiserslautern

Re: Was passiert bei einem Blitztreffer?

#105

Beitrag von Yaesu FT857D » Sa 28. Apr 2018, 18:25

Krampfader hat geschrieben:
Jack4300 hat geschrieben:
Krampfader hat geschrieben:
PS: übrigens: die 1/2-Gain-Master ist im Gegensatz zur 5/8 nicht DC-geerdet ...
Wenn man ganz genau ist, so ist bei der 5/8 wegen des Verkürzungskondensator nur die untere Hälfte DC-geerdet. Keine Ahnung, was passiert, wenn statische Ladung an dem Kondensator durchschlägt.
Stimmt. Falls der Funken mal durchschlagen sollte dann gehe ich davon aus dass die Überspannung mittels DC-Erdung abgeleitet wird ...

Grüße

Andreas
Heije...Glasfiberantennen werden genauso zerstört, wie Alu-Antennen, wenn der Blitz (oder auch nur ein Teilblitz) voll in die Antenne einschlägt!
Hatte vor über 20 Jahren mal ein paar Bilder mit meiner damaligen Filmkamera von einem Volltreffer in eine Antron A99 gemacht, wo der Mast mit 16mm2 geerdet war.
Die Bilder finde ich z.Zt. nicht auf meiner externen Festplatte (hab sie eingescannt).

Die Antenne war bis auf den Maststummel völlig zersplittert, der Mast kohlrabenschwarz, im Haus sämtliche elektrischen Geräten wie TV, Kühlschrank, Gefriertruhe ect., hinüber....
ABER: Das Haus stand noch, es war nicht abgebrannt oder gar Menschen getötet worden!

@HF-Terminator:
Es fehlt oben direkt unter der Antenne, eine passende, normkonforme Schelle die bis 100 kA geht. Da dran muss ein Ausgleichsleiter von mind. 10mm2 (besser 16mm2) Kupferleitung oder 50mm2 Stahldraht.
Der wird aussen bis runter zum Stahlmast am oberen Ende geführt, wo dann ebenfalls eine passende, normkonforme Schelle angebracht ist.
Eine Erdung des Koaxkabels VOR Eintritt in das Gebäude und Anschluss dieser Erdungseinheit an der Erdungsschelle des Mastes, ist zu empfehlen.
Noch etwas bevor ich es vergesse:
Professionelle Antennenanlagen, führen das Koaxkabel durch das Glasfiberrohr bzw. den Antennenmast und erden VOR Eintritt des Koaxkabels in das Antennenrohr aus Metall, dieses mit den Erdschellen!
Heisst bei dir:
Das Koaxkabel solltest du nach der Koaxbuchse der Antenne, eine Schlaufe zum Wasserabtropfen machen, nach oben an das Ende des Glasfiberrohres führen. Dort oben rein und unten wieder raus.
Nach oben zum Ende des Standrohres. Dort per wasserdichter Erdungsschelle am Standrohr mittels normkonformer Schelle erden, nach unten durch das Rohr in das Dachinnere führen.
Für beide Rohre gibt es passende Abdeckungen, wo man ein oder mehrere Koaxkabel einführen kann. (manchmal im Baumarkt oder im Fachhandel)
Dadurch wird vermieden, dass der Blitz oder die Überspannung dem Koaxkabel folgt.

@Grundig-Fan:
Deine Aussage mag zwar für jemanden, der Funkgeräte angeschlossen hat die "bloss" max. 100 Euro noch wert sind, gelten?!
Aber nicht für Funker, die mal einen Transceiver für Neupreis 1000 oder noch mehr Euros an der Antenne(n) haben.....(insbesondere wenn es davon keine mehr gibt oder nur noch teuer zu bekommen sind)

Im übrigen, wird und wurde mit der Entwicklung von neuen Geräten (nicht nur bei Funkgeräten), die schnelle Zerstörbarkeit durch Überspannung von empfindlichen Bauteilen, "gefördert".
Deine Erkenntnis beruht darauf, dass du nur alte Geräte benutzt, die nicht empfindlich sind gegenüber Überspannungen und statischer Aufladung!
73, Helmut DO1TBP

Antworten

Zurück zu „CB - Allgemein“