Notfunk im Radio

Notfunk im Radio

Beitragvon 13DLCN15 » Do 9. Nov 2017, 14:14

Hier ein Programmtipp.

Notfunk heute
Was tun wenn durch einen Blackout Internet und Telefon ausfallen oder im Gebirge das Handy nicht funktioniert?
Wir klären diese Fragen und beschäftigen uns in dieser Sendung mit dem Thema Notfunk. Zu Gast ist dafür unser Experte zum Thema Lorenz Ossmann. Natürlich geht es auch um PMR und den CB-Funk als wichtiger Teil der Netzkommunikation. Dazu gibt es tolle Songs aus den 80ern die man heute nur noch selten hört.
Das Alles hört ihr am 12.November ab 10 Uhr auf der 6045kHz

Ich würde auch mal gerne eure Meinung hören. Wie sehr beschäftigt euch das Thema und wird darüber zu wenig berichtet?
Viele Grüße 73, de 13DLCN
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Re: Notfunk im Radio

Beitragvon DocEmmettBrown » Do 9. Nov 2017, 17:28

13DLCN15 hat geschrieben:Ich würde auch mal gerne eure Meinung hören. Wie sehr beschäftigt euch das Thema und wird darüber zu wenig berichtet?
Kann ich Dir jetzt schon verraten:

Diejenigen, die diese Sendung eigentlich hören müßten, wissen nichts davon, und falls sie es wüßten, interessierte es sie nicht. ("Wenn mein Internet oder mein Strom nicht geht, dann mache ich halt Facebook oder Whatsapp.")

Und diejenigen, die diese Sendung hören werden, sind sich der Problematik ohnehin schon bewußt.

73 de Daniel
Zuletzt geändert von DocEmmettBrown am Do 9. Nov 2017, 17:56, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Notfunk im Radio

Beitragvon chasee60 » Do 9. Nov 2017, 17:37

Mir stellte mal ein Jugendlicher Banause die Frage wofür man ein Radio benötigt.
Er hat ja ein Smartphone und damit KÖNNTE man auch Radio hören.
Aber er hört nur MP3.
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Re: Notfunk im Radio

Beitragvon DD1GG » Do 9. Nov 2017, 18:46

Notfunk setzt, neben Equipment, ein bissl Kenntnisse voraus. Die CBler in Sachsen haben zum Hochwasser 2002 einen sehr guten Job gemacht. Stand heute wäre man auf CB selbst in Ballungsräumen wohl auf verlorenem Posten, wobei in der Not wahrscheinlich einige ihre Anlage entstauben würden.

De facto wiegt ein Notfall Set up um 4-5 kg ( AFU Equipment), vllt auch 3,5. 5 W TX und NVIS Antenne, nebst Gerödel.

Die Lima OVs hier im Umkreis praktizieren das ganz praktikabel.

Ich beherberge 2 Varianten, einmal die leichte, einmal die 15 kg de Luxe Version. Hoffentlich brauche ich keine von beiden.

73
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Re: Notfunk im Radio

Beitragvon Wolf » Do 9. Nov 2017, 21:49

Die "Südwest Presse" hat sich gestern auch mit leicht ironischem Unterton des Themas angenommen: ;)

http://www.swp.de/ehingen/nachrichten/s ... 42401.html

Gruß
Wolf :-)
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Re: Notfunk im Radio

Beitragvon DocEmmettBrown » Do 9. Nov 2017, 23:13

Wolf hat geschrieben:Die "Südwest Presse" hat sich gestern auch mit leicht ironischem Unterton des Themas angenommen: ;)

http://www.swp.de/ehingen/nachrichten/s ... 42401.html
Wie kann man auch nur auf solch absurde Ideen kommen, daß Funk, der ohne Infrastruktur funktioniert, in solch düsteren Tagen helfen soll. So ein Unsinn! Da gibt es doch viel besseres. Was das ist, nun, das wird uns die Südwest Presse gerne verraten - oder auch nicht.

Erinnert mich an ein frühere Diskussion (nicht hier), da hatte ich auch mal das Thema angesprochen, als einige Denkverweigerer sogleich über mich herfielen und auslachten. Allgemeiner Tenor: "Funk? In Katastrophenfällen? Braucht man nicht! Wir nehmen da immer Whatsapp." (Die meinten das übrigens ernst.)

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Re: Notfunk im Radio

Beitragvon Wurstauge » Fr 10. Nov 2017, 00:42

Sowas sollte man dieser Zeitung mal vor die Nase halten :
http://fm4v3.orf.at/stories/1758435/

http://fm4v3.orf.at/stories/1758227/
13LR666

www.unchained-horizon.de
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Re: Notfunk im Radio

Beitragvon OE9TKH » Fr 10. Nov 2017, 11:42

chasee60 hat geschrieben:Mir stellte mal ein Jugendlicher Banause die Frage wofür man ein Radio benötigt.

Und was war deine Antwort darauf? Wozu benötigt man ein Radio?

Falls damit Rundfunk gemeint war, kann ich ganz ehrlich sagen, dass ich ihn auch nicht benötige und kaum konsumiere. Fernsehen seit Jahren überhaupt nicht mehr.
Die Ausnahme ist natürlich Radio DARC, jeden Sonntag um 11:00 MEZ auf 6.070kHz :D

Geräte, mit denen man senden kann, sind nicht nur wesentlich interessanter, sondern im Notfall auch viel hilfreicher als ein Rundfunkempfänger.
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Re: Notfunk im Radio

Beitragvon 13DLCN15 » Fr 10. Nov 2017, 12:18

Auf Kurzwelle gibt es noch einige interessante Sendungen. Neben Radio DARC natürlich auch Radio, Menschen& Geschichten jeden letzten Sonntag im Monat ab 10 Uhr.
Ob nun der Rundfunk im Alltag wichtig ist muss jeder für sich selbst entscheiden, fakt ist aber das im Notfall darüber wichtige Informationen an die Bevölkerung rausgehen kann. Das setzt aber voraus, das zum einen die Bürger ein netzunabhängigen Empfänger besitzen und die Sendeanstalten ihr Standorte mit Notstrom absichern, was derzeit zum Großteil nicht der Fall ist.
Notfunk im Rahmen der lokalen Verständigung ist dann wiederrum eine andere Sache. Und um dieses Thema soll es am Sonntag gehen. Das Themengebiet ist riesig und würde insgesamt vermutlich mehrer Sendungen füllen können. Am Sonntag dann der Versuch einen Überblick zu schaffen.

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Re: Notfunk im Radio

Beitragvon OE9TKH » Fr 10. Nov 2017, 12:52

Danke für deine Tipps! Freue mich schon auf den kommenden SWL Sonntag ;)
Welcher Sender ist denn das auf 6.045 kHz?

73!
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Re: Notfunk im Radio

Beitragvon chasee60 » Fr 10. Nov 2017, 12:54

OE9TKH hat geschrieben:
chasee60 hat geschrieben:Mir stellte mal ein Jugendlicher Banause die Frage wofür man ein Radio benötigt.

Und was war deine Antwort darauf? Wozu benötigt man ein Radio?

Falls damit Rundfunk gemeint war, kann ich ganz ehrlich sagen, dass ich ihn auch nicht benötige und kaum konsumiere. Fernsehen seit Jahren überhaupt nicht mehr.
Die Ausnahme ist natürlich Radio DARC, jeden Sonntag um 11:00 MEZ auf 6.070kHz :D

Geräte, mit denen man senden kann, sind nicht nur wesentlich interessanter, sondern im Notfall auch viel hilfreicher als ein Rundfunkempfänger.


Ich komme aus einer Generation in der Radio hören noch eine Religion war.
Für mich als Ossi war nicht nur Musik aus dem Westen interessant auch die Informationen waren wichtig.
Und für mich ist es immer noch interessant kleine Rundfunkstationen mit wenig Leistung empfangen zu können.
Das ist und war für mich Faszinierend. Hatte in Jugendjahren auch an Hörer DXen teilgenommen und das wurde von den Rundfunkstationen
noch mit Karten (wie QSL Karten) belohnt. Leider ist die goldenen Zeit vorbei. Die Radiosendungen sind furchtbar geworden in denen die Uhrzeit
gar keine Rolle mehr spielt. Nicht einmal mehr zu den Nachrichten. Zumindest hier im NDR Empfangsgebiet.
So und was soll ich einem Jungen Menschen antworten der in SEINER Welt lebt und für den die Vergangenheit mehr als Geschichte ist?????
Das Du keine Medien konsumierst ist ja auch dein Problem und wenn Du keine Erinnerungen an goldene Zeiten hast dann auch.
Sendeanlagen okay aber warum erst bei absoluter Dunkelheit wenn nichts mehr geht?
Der Doc hat recht, es interessiert niemanden welche alternativen Kommunikationsmittel es außer Fratzenbuch und WhatsApp gibt.
Die Welt ist schlecht und die Menschen unbelehrbar.
Alte Knochen die am Funk sitzen sterben aus und werden belächelt.
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Re: Notfunk im Radio

Beitragvon Wolf » Fr 10. Nov 2017, 13:36

Naja, es kommt auch immer drauf an, was unter "Notfunk" verstanden wird und welche Notfall-Szenarien zugrunde gelegt werden (und was man dem Autor des Südwest-Presse-Artikels dazu erzählt hat).

Dass Netzwerke bei längerem Stromausfall schnell funktionsunfähig werden und netzwerkunabhängige Kommunikationsmittel wie CB-Funk dann oft die einzige Möglichkeit darstellen, mit der Umwelt zu kommunizieren, ist klar und wird in dem Artkel auch nicht bestritten.

Mir kommt es eher so vor, als wenn man dem Autor ein apokalyptisches Endzeit-Szenario geschildert hat (so wie es Preppern vielleicht vorschweben mag), was zwar nicht völlig unmöglich, ab er bei realistischer Betrachtung eher unwahrscheilich ist. Dass der CB-Funk in einer solchen Situation (in der die Umwelt auch als Bedrohung wahrgenommen wird) als "Lichtblick" dargestellt wird, dürfte unfreiwillig komisch rübergekommens sein.

Oder der Autor hats schlichtweg falsch verstanden.

Wie dem auch sei: Der CB-Funk ist nicht in ein Notfallkonzept eingebunden. Es handelt sich - wenn überhaupt - um kleine Insellösungen, die auch nur untereinander unkoordiniert Meldungen austauschen können. Insofern ist die leicht spöttische Schlussbemerkung des Autors, man könne dem Rest der Welt in einer Notfall-Situation immerhin noch mitteilen, dass man sich gerade ein Eichhörnchen brate, nachvollziehbar.

Gruß
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Re: Notfunk im Radio

Beitragvon OE9TKH » Fr 10. Nov 2017, 15:19

Flecki,
auch ich habe schon als Kind viel Zeit fasziniert vor dem Weltempfänger verbracht. Damals, als es internationale Programme zuhause eben nur per Kurzwelle zu hören gab. Satellitenempfangänger oder Internet zogen daheim erst viel später ein.
Als Funkamateur, einer von der Technisch interessierten Sorte, hat das Thema seither nicht an Faszination verloren. Ganz im Gegenteil. Nur mit dem, was die breite Masse als Rundfunk kennt, also UKW Radio, kann ich leider nicht besonders viel anfangen. Das liegt hauptsächlich am Inhalt, wie du auch selbst festgestellt hast. Und der Empfang der lokalen UKW Sender ist aus technischer Sicht für mich nicht besonders spannend. Die Jagd nach FM- oder DAB DX bei besonderen Ausbreitungsbedingungen hingegen sehrwohl.

Ich denke, man kann es einer Person, die kein teschnisches Interesse an der Materie hat, nicht übel nehmen, wenn sie nach dem Nutzen solcher Rundfunkeinrichtungen fragt und lieber das Internet verwendet. Heute gibt es zum Glück wesentlich bessere und vielfältigere Informations- und Unterhaltungsquellen. Natürlich gibt es auch schlechtere, man hat die Wahl.

chasee60 hat geschrieben:Sendeanlagen okay aber warum erst bei absoluter Dunkelheit wenn nichts mehr geht?

Keine Sorge! Die Rucksack-Station ist regelmäßig im Portabelbetrieb und immer einsatzbereit :wink:

73!
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Re: Notfunk im Radio

Beitragvon 13DLCN15 » Fr 10. Nov 2017, 20:46

Die Sendungen auf der 6045kHz kommen mit 125.000 Watt Leistung vom Sender Berlin-Nauen (ALISS-Antenne)
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Re: Notfunk im Radio

Beitragvon Username: » Sa 11. Nov 2017, 15:05

Was tun wenn durch einen Blackout Internet und Telefon ausfallen oder im Gebirge das Handy nicht funktioniert?
1) Da hätte ich mehr sorgen das es in der Nachbarschaft zu Plünderungen kommt besonders wenn man an Deutschland denkt wie es den Bach hinter geht.
2) Sat Telefon auspacken bzw "Flugfunkgerät".

Natürlich geht es auch um PMR und den CB-Funk als wichtiger Teil der Netzkommunikation.
PMR446 ist eine reine Spass Gesellschaft da jemanden ernsthaft du erreichen ist wie in einer Lacke nach Fischen zu Angeln.
CB Funk ist auch nicht besser da besonders im Gebirge jemanden dran zu bekommen ist noch unwahrscheinlicher als das man keinen Handy Empfang hat.
Das Alles hört ihr am 12.November ab 10 Uhr auf der 6045kHz
jo wenn die Powerline Adaper ausfallen bis dahin. :holy:
Er hat ja ein Smartphone und damit KÖNNTE man auch Radio hören.
Aber er hört nur MP3.
Ja und? Mein Handy hat auch einen UKW Empfänger drinnen. Wieso soll ich mir den schwachsinn im Radio anhören?
De facto wiegt ein Notfall Set up um 4-5 kg ( AFU Equipment), vllt auch 3,5. 5 W TX und NVIS Antenne, nebst Gerödel.
Das schnallst dir um?
Bild

Allgemeiner Tenor: "Funk? In Katastrophenfällen? Braucht man nicht! Wir nehmen da immer Whatsapp." (Die meinten das übrigens ernst.)
Solange die Amis ned die Saudi Bombardieren nimmst halt ein Sat Telefon. :lol:
Sowas sollte man dieser Zeitung mal vor die Nase halten :
Jo Nepal ist was anderes als Mitteleuropa.
Mir kommt es eher so vor, als wenn man dem Autor ein apokalyptisches Endzeit-Szenario geschildert hat (so wie es Preppern vielleicht vorschweben mag), was zwar nicht völlig unmöglich, ab er bei realistischer Betrachtung eher unwahrscheilich ist.
G8 Gipfel im Hamburg!
Da waren viele Bürger einfach den Plündernden Mob ausgeliefert. :angry:
Neuge hat geschrieben:Die meisten verwehren sich nur weil die Geräte teuer sind und sie die Technik nicht verstehen ( wollen ). Es ist aber nur eine Frage der Zeit bis der Amateurfunk entweder komplett ausstirbt oder mehr und mehr digital gearbeitet wird.
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