Funkbetrieb auf DMR und das Drumherum

Seit ihr mit DMR zufrieden?

Umfrage endete am Do 27. Apr 2017, 16:25

Ja ist soweit i.O. lasst es so
7
19%
Ja ist soweit i.O. aber verbesserungswürdig
4
11%
Nein es gibt besseren digitalen Sprechfunk
6
16%
Nein auch DMR ist schlecht
2
5%
Nein man sollte beim analogen Sprechfunk bleiben
18
49%
 
Abstimmungen insgesamt : 37

Funkbetrieb auf DMR und das Drumherum

Beitragvon Yaesu FT857D » Fr 7. Apr 2017, 16:25

Da ich seit ca. 3 Wochen im Funkbetrieb auf DMR ab und zu war/bin, ist mir dabei nachfolgendes aufgefallen:
Nachfolgende Zeilen nicht als Kritik auffassen! Es sollen eher Hinweise/Vorschläge sein, die aufzeigen sollen, wo und wie der DMR-Funk auf AFU möglicherweise verbessert werden kann/könnte?!


Mir sind folgende Aspekte/Punkte des DMR-Funks aufgefallen:

Zum einen, sind einige FA schnell dabei, andere FA wegen ihres „Betriebsstils“ zu kritisieren. Ob zu recht oder zu unrecht, lasse ich mal dahingestellt sein.
Nur soviel dazu:
Wir FA sind auf Amateurfunk und damit im Amateurfunkdienst, der u.a. experimentellen Charakter hat. Wir sind nicht auf Betriebsfunk oder gar Behördenfunk, auf dem u.a. Kommandos gegeben werden, bestimmte Vorschriften einzuhalten sind usw…..
Beispiel 1 (was ich so selbst beim zuhören erlebt habe):
Ein OM spricht über die deutschlandweite TG262 mit einem OM der irgendwo in Deutschland unterwegs ist bzw. ruft nach einem OM der (seiner Meinung nach) irgendwo in DL unterwegs ist.
Der OM meldet sich (Rufzeichen wurde zumindest bei mir nicht angezeigt, nur die ID-Nr.) und konnte noch nicht einmal sein jetziges QRA mitteilen, als ein anderer (habe die ID-Nr. Vergessen) dazwischen ruft „Ihr werdet auf 100 und mehr Repeatern gehört, warum wechselt ihr nicht auf eure TG?“ Da kann ich nur den Kopf schütteln…
Hier wäre mal die Frage an den OM erlaubt, der dazwischen gerufen hatte, wie soll der eine OM wissen, wo der andere ist, wenn ihm u.a. seine Fahrstrecke (als Mobilist) nicht bekannt ist? Auf welchem Relais (Repeater) bzw. landesspez. TG, wäre der OM erreichbar?
Das man dazu vorher, auf der deutschlandweiten TG 262 durchruft bzw. mal (bei meinem MD380 geht das; wie es auf anderen DMR-Funkgeräten ist weiss ich nicht?) mit dem „Radio Check“ sieht, ob derjenige QRV ist, scheint einigen FA nicht klar zu sein…

Beispiel 2 (selbst so erlebt):
Ich gehe auf Zeitschlitz (Timeslot) 2, drücke kurz PTT und lese TG9/Ref wird angezeigt. Also ist auf dem Relais (bisher war ich so der Meinung) die lokale TG9 mit Reflektoren geschaltet bzw. offen (könnte auch zu sein, sodass ich sie vorher öffnen muss).
Darauf wollte ich mit einem bestimmten OM sprechen, bei dem ich vorher mit dem „Radio Check“ (siehe vorheriges Beispiel) nachgesehen hatte, ob der QRV (spez. auf dem Relais und dem Timeslot, welcher auch damals war) ist.
Ruft ein FA (ID-Nr. habe ich vergessen) rein und sagt mir im barschen bzw. burschikosen Ton „nimm die 4000 und trenne bzw. schalte die landesweite TG und Reflektoren ab, sodass du nur allein im Umkreis des Relais bist...“
Also so etwas kann man doch in einem freundlicheren Ton sagen bzw. „erklären“ was man besser machen sollte!
Jeder war mal „Anfänger“ in Sachen DMR und auch anderen Betriebsarten des Amateurfunks. Gleich mit der Keule kommen und jeden zurechtweisen, ist nicht die feine Art…

Weiterhin finde ich (trotz aller Gemeinsamkeiten in Sachen DMR), dass Relaistellenbetreiber (Sysop) selbst entscheiden sollten, wo und welche TGs auf den jeweiligen Zeitschlitzen laufen.
Das wird zwar so gehandhabt. Aber (und nur da wird das gemacht wie ich erfahren habe) ist ein Relais im BM-Netz (Brandmeister-Netz) gemeldet, wird die lokale TG9 auf Zeitschlitz 2, nur mit Relais im BM-Netz des jeweiligen Bundeslandes ( z.B. RLP) verbunden, nicht aber mit den anderen Relais der anderen Netze (DMR+ ect.) des gleichen Bundeslandes.
Nutzer die nur bestimmte Relais erreichen können, die dem BM-Netz angehören, können auf der TG9 nur mit OM des gleichen Netzes (BM) sprechen, nicht aber mit OM die im gleichen Bundesland sind, aber auf einem Relais eines anderen Netzes (z.B. DMR+)…
Das ist m. M. nach kontraproduktiv. OM die praktisch vor ihrer Haustüre (möglicherweise mit Antennenverbot) ein DMR-Relais haben, dass dummerweise im BM-Netz läuft, wird regelrecht gezwungen einen (vermeidbaren) hohen Antennenaufwand zu treiben, nur um das Relais im anderen Netz zu erreichen. Umgekehrt evtl. der andere (die anderen) OM um das Relais (im BM-Netz) zu erreichen, bloss weil der eine OM mit seinem „Ortsrelais“ an das BM-Netz „gebunden“ ist und sich nicht weiter (Lokal bis auf die Relais im BM-Netz) verbinden lassen kann.
Oder er wählt die über die jeweilige TG-Nr. Auf Zeitschlitz 1 erreichbare TG des jeweiligen Bundeslandes. (siehe Beispiel 1)
Das war und dürfte aber nicht Sinn und Zweck der beiden Zeitschlitze auf einem Relais sein?

Übertreibe ich etwas? Oder liege ich zum Teil richtig?
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Re: Funkbetrieb auf DMR und das Drumherum

Beitragvon wasserbueffel » Fr 7. Apr 2017, 17:38

Viele der FA sind noch nicht mal in der Lage Ihre UV5 oder Wouxun zu bedienen....
Geschweige denn ein Digitalgerät.
Und dann noch Codeplug schreiben,auweia..
Viele Geräte sind nicht miteinander kompatibel!!
Dann erkläre Denen erst mal die Unterschiede der 4 (wichtigsten) digital Betriebsarten....

Wird wohl den experimentierfreudigen Leuten vorbehalten bleiben.
Wird sich irgendwann im Betriebsfunk durchsetzen,auch weil die Gewinnspanne bei diesen Geräten größer ist.
In naher Zukunft werden denn keine Analoggeräte mehr hergestellt.
Solange bleib ich jedenfalls bei analog....(ich persönlich hab keinen Vorteil von digital)
Kann ich auch das Handy nehmen,wenn es nur über Internet geht...

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Re: Funkbetrieb auf DMR und das Drumherum

Beitragvon DF5WW » Fr 7. Apr 2017, 19:59

Hallo Helmut,

zunächst mal sehe ich bei der Umfrage weiter oben keinerlei Zusammenhang mit dem Text den Du darunter angeführt hast.
Ob also Digi ja oder nein oder evtl. liegt eher beim Betrachter.

Im übrigen ging es bei dem QSO wo ihr gebeten wurdet mit 4000 zu disconnecten auch nicht mal darum wirklich von dem betreffenden
"angepfiffen" worden zu sen ... Problem war schicht und ergreifend das Dein Kollege den Reflector wohl über den TS1 connectet hat und das
ist dann wirklich nicht so prickelnd. Der OM der darauf hingewiesen hat (ich war ja mit im QSO) war m.A. nach auch recht freundlich
und hat in keinster Weise überreagiert sondern lediglich informiert.

Die Handhabung des Betriebes auf den beiden Zeitschlitzen finde ich zudem noch nichtmal schwierig. Bei TS2 geht es um lokale
Verbindungen und solche zu Reflektoren, also TG9 und von da aus weiter zu bspw. Reflector 4013. Da ich ja am QSO (ich meine das wäre
es gewesen wo dann der Einwand aus eurer Region kam) hatten wir QSO über die Reichweite eures Relais hinweg und von daher war das
soweit alle i.O. Wie gesagt hatte der andere Kollege wohl über TS1 zugeschaltet (u.U. sogar ihr beide ?) und das dann der Einwand
kam ist ja ganz i.O. Wie gesagt war der m.A. nach recht freundlich und keinesfalls Anmache.

Was die obige Umfrage betrifft habe ich, in der Zusammenstellung, keine Meinung. Ist mir zu oberflächlich weil es dazu sicher noch
etliche Andere Meinungen gibt. Von daher kein Klick bei einem der Umfragepunkte.

:wink: :wink:
DF5WW
 

Re: Funkbetrieb auf DMR und das Drumherum

Beitragvon Yaesu FT857D » Sa 8. Apr 2017, 17:32

DF5WW hat geschrieben:Hallo Helmut,

zunächst mal sehe ich bei der Umfrage weiter oben keinerlei Zusammenhang mit dem Text den Du darunter angeführt hast.
Ob also Digi ja oder nein oder evtl. liegt eher beim Betrachter.


Hallo Jürgen, die Umfrage habe ich bewusst vom nachfolgenden Text herausgelassen, um herauszufinden,
ob und wie bis dato DMR aufgenommen worden ist oder Verbesserungen das ganze noch etwas "steigert".
DF5WW hat geschrieben:Im übrigen ging es bei dem QSO wo ihr gebeten wurdet mit 4000 zu disconnecten auch nicht mal darum wirklich von dem betreffenden
"angepfiffen" worden zu sen ... Problem war schicht und ergreifend das Dein Kollege den Reflector wohl über den TS1 connectet hat und das
ist dann wirklich nicht so prickelnd.

Konnte ich damals und bisher so nicht nachvollziehen. Mein Kollege hatte damals (soweit ich noch weiss) auf TS 2 eingeloggt, denn auf TS1 lief schon ein QSO.
Ausserdem: Hier finde ich, findet irgendwie keine Trennung statt (sofern das möglich ist z.B. von 4013, also Regional auf TS1 zu connecten). Ich habe des öfteren welche auf TS 1 gesehen, die sich mit (über?) TG 9 Regional in den TS 1 connectet hatten und damit in QSO z.B. auf TG91 WW gekommen sind.
Liegt das an dem jeweiligen Netz (DMR+, Brandmeister ect.) bzw. Relais oder an den Funkgeräten?
DF5WW hat geschrieben:Der OM der darauf hingewiesen hat (ich war ja mit im QSO) war m.A. nach auch recht freundlich
und hat in keinster Weise überreagiert sondern lediglich informiert.

Wie gesagt, das liegt im Auge des Betrachters. Mir hat das gar nicht so gefallen, wie der gesprochen hat und das schlussendlich rüberkam.
Es wäre m. M. nach,schon etwas feinfühliger das Ganze zu nennen, möglich gewesen.
Jürgen, nicht alle FA auf den Bändern sind (so mein Eindruck) auf bestimmte behinderte Personen (Ausnahme Sehbehinderte) eingestellt.
Hier sehe ich Nachholbedarf, gerade wenn man den Gegenüber nicht sieht, sondern nur hört und mit ihm spricht.
DF5WW hat geschrieben:Die Handhabung des Betriebes auf den beiden Zeitschlitzen finde ich zudem noch nichtmal schwierig.

:wink: :wink:

Das ist nicht der Punkt. Der Punkt ist der, wenn OMs im Hintergrund die Reflektoren bzw. TGs nach ihrer Art einstellen (connecten) und wir als die, welche gerade das Funkgerät eingeschaltet haben
um z.B. auf TS 2 ein QSO regional führen zu wollen, plötzlich ohne Vorwarnung (durch das Relais beispielsweise) mit (über) einem (n) Reflektor in einem weltweiten QSO auf TS1 landen....
So letztens geschehen (habe nur zugehört) als ein OM plötzlich auf TS1 war, sich aber über TS 2 in seiner Region wähnte und von einem (diesmal in einem freundlichen Ton auf Englisch) ausländischen OM hingewiesen wurde, im TS 1 "gelandet" zu sein. Der andere OM entschuldigte sich und war weg.
"Geht doch" musste ich in Gedanken sagen...

Hier ist (so meine ich) Verbesserungsbedarf.
Ob bei den Relais, bei den Netzen im allgemeinen (kann man da etwas verbessern?), um solche Situationen zu "vermeiden"?
Oder hängt es vielmehr an den Nutzern, die sich nicht (noch nicht richtig) auskennen?
Fehlt eine "Betriebsfibel" für DMR-Funkbetrieb, so wie es Bücher für Antennen (Rothammel) gibt? :clue:
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Re: Funkbetrieb auf DMR und das Drumherum

Beitragvon Funky » Do 13. Apr 2017, 15:51

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Re: Funkbetrieb auf DMR und das Drumherum

Beitragvon Yaesu FT857D » Mi 19. Apr 2017, 16:15

Hier mal der Hinweis von mir:
Alle die nur PTT auf DMR drücken sei gesagt, dass deren ID-Nr. oder das Rufzeichen angezeigt wird!
Sei es, ob über DV4Mini, Hotspot oder direkt mit einem Funkgerät....

Ich musste in den letzten Tagen beobachten, dass vielfach auf Zeitschlitz 1 nur die PTT gedrückt wurde.
Es ist nur unschön, wenn gerade zu dem Zeitpunkt z.B. die TG91 WW geschaltet ist und weltweit hunderte Relais sich dann öffnen...
Ein bisschen bessere Beobachtung, welche QSOs vorher gelaufen sind bevor man drückt, wären hier angebracht.
Oder drückt ihr einfach auf irgendeiner Amateurfunkfrequenz rein, ohne vorher zu fragen, ob diese Frequenz belegt ist bzw. hört wenigstens mal 1-2 Minuten rein?
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Re: Funkbetrieb auf DMR und das Drumherum

Beitragvon Rubberduck01 » Mi 31. Mai 2017, 20:10

Lieber Helmut,

der Beitrag ist zwar schon einen Monat alt aber ich war eine Weile nicht hier weswegen ich trotzdem die Gelegenheit nutze verspätet zu antworten.
Wie es ausschaut fehlte zu dem Zeitpunkt bei Dir noch etwas Wissen über die Funktionsweise von DMR.

Wenn ich das richtig gelesen habe dann nutzt Du das BM Netz, deswegen beziehe ich mich mit meinen Antworten auch auf dieses Netz.

Ich musste in den letzten Tagen beobachten, dass vielfach auf Zeitschlitz 1 nur die PTT gedrückt wurde.
Es ist nur unschön, wenn gerade zu dem Zeitpunkt z.B. die TG91 WW geschaltet ist und weltweit hunderte Relais sich dann öffnen...
Ein bisschen bessere Beobachtung, welche QSOs vorher gelaufen sind bevor man drückt, wären hier angebracht.


TG91 geschaltet hat mit dem wo man raus kommt nicht direkt was zu tun, die TG91 kann man als Sysops Statisch oder Timed schalten oder die Benutzer schalten sie selbst Dynamisch.
Wie auch immer die TG91 jetzt geschaltet ist, so lange sie nicht aktiv ist, sprich in der Hangtime (die ca 7 Sekunden nach dem der letzte OM die PTT losgelassen hat) sendet man auf der TG91 nur wenn man das so auch selbst im Funkgerät eingestellt hat, sprich über die Kanalprogrammierung, übers Telefonbuch oder über die Direktwahl.

Ist die TG91 aktiv, dann sendet man dort auch selbst wenn man im Kanal was anderes eingespeichert hat, z.b. die TG262
Allerdings hast Du recht mit dem beobachten, da sollte man natürlich warten bis die Hangtime vorbei ist wenn man woanders rufen will.

Wenn der Slot frei ist und Du siehst jemand drücken kann das auch verschiedene Gründe haben, z.B. das jemand in der Schweiz die TG262 dynamisch abonniert hat, oder in DE die 262 über den Slot 2 dynamisch abonniert hat weil da gerade der Slot 1 lokal mit einem anderen Gespräch blockiert ist. Es kann auch sein das jemand versucht zum Repeater zu kommen es aber nicht wirklich "gut" schafft. Alternativ das Senden von "In Voice" GPS oder einfach nur um zu gucken ob man am Baggersee mit der Position des Handgerätes auch das Relais erreicht. (wenn das Relais vernünftige Baken sendet dann kann man auch darauf warten)

Gründe gibt es viele, ich teste z.B. mein Relais auch regelmäßig selbst. Kann man natürlich auch mit der TG262994 machen oder einfach nur die 5000 auf Slot 2. Auch beim Programmieren (für den DMR Bereich) musste ich die PTT drücken um zu sehen ob es geht. Wenn einer jetzt da aber aus lange Weile übertreibt wie es z.B. auf FM bei DB0ZU öfters der Fall ist dann kann das natürlich nervig sein.

Zum Thema Reflektoren, diese gehen nicht aus dem TS1, man kann da zwar die TG9 nutzen (das ist ja ne Repeater Sache) aber sich nicht zum Reflektor verbinden.


Ich gehe auf Zeitschlitz (Timeslot) 2, drücke kurz PTT und lese TG9/Ref wird angezeigt. Also ist auf dem Relais (bisher war ich so der Meinung) die lokale TG9 mit Reflektoren geschaltet bzw. offen (könnte auch zu sein, sodass ich sie vorher öffnen muss).
Darauf wollte ich mit einem bestimmten OM sprechen, bei dem ich vorher mit dem „Radio Check“ (siehe vorheriges Beispiel) nachgesehen hatte, ob der QRV (spez. auf dem Relais und dem Timeslot, welcher auch damals war) ist.


Was meinst Du mit „Radio Check“ ?

TG9 ist lokal und evtl mit einem Reflektor verbunden, soweit richtig, was Du liest (TG9/Ref) ist die Bezeichnung welche im Adressbuch Deines TRX eingegeben wurde, dahinter kann sich theoretisch auch eine andere ID verstecken aber davon gehe ich mal nicht aus das es so ist, ist nur als Info gedacht.

Wenn man jetzt die TG9 mit dem Reflektor nutzen möchte und nicht weiß welcher gerade aktiv ist dann kann man ja die Abfrage mit der 5000 machen, so kann man z.B. sehen ob der REF 4262 (TG262) verbunden ist oder der REF 4639 für die TG3100 (USA) Macht man das nicht dann kann genau das passieren was man nicht möchte, man kommt woanders raus. Hier eine Übersicht welcher REF auf welche TG geht
http://registry.dstar.su/dmr/reflectors.php

Dies ist halt das Problem mit Reflektoren, bei TGs hat man das Problem nicht wenn man die Hangtime beachtet. Alternativ setzt sich beim BM jetzt auch das regionale Cluster die TG8 durch. Wir hier im Münchener Raum haben es z.b. umgesetzt zusätzlich zum Reflektor 4015.

Weiterhin finde ich (trotz aller Gemeinsamkeiten in Sachen DMR), dass Relaistellenbetreiber (Sysop) selbst entscheiden sollten, wo und welche TGs auf den jeweiligen Zeitschlitzen laufen.
Das wird zwar so gehandhabt. Aber (und nur da wird das gemacht wie ich erfahren habe) ist ein Relais im BM-Netz (Brandmeister-Netz) gemeldet, wird die lokale TG9 auf Zeitschlitz 2, nur mit Relais im BM-Netz des jeweiligen Bundeslandes ( z.B. RLP) verbunden, nicht aber mit den anderen Relais der anderen Netze (DMR+ ect.) des gleichen Bundeslandes.


Hier vermischst Du 2 Sachen etwas. Einmal kann im BM Netz der Sysop selbst entscheiden was er möchte (also welche TG und welcher Ref) was Du dann ja auch schreibst nur dann kommt die Vernetzung ins Spiel.
Da kann man so als Sysops leider nichts machen, haben schon einige mal spielerisch versucht was dann zu lustigen Ereignissen geführt hat aber direkt kann der Sysop da nichts machen. Momentan gibt es ein DMR Gateway für die MMDVMs aber das ist auch nur eine Spielerei da es die Netze nicht verbindet sondern nur TGs umschreibt so das man beide Netze nutzen kann. Für Hotspots zu Hause ne coole Sache, für ein Live Relais eher ungünstig.

Ansonsten wird die Vernetzung von DMR+ aus nicht gewünscht/umgesetzt (siehe letzter Newsletter nach Grandsbergtreffen), BM wäre da offen einer Vernetzung gegenüber.
Es gibt aber auch wenige User welche halt am lautesten schreien welche diese Vernetzung nicht wollen.

OM die praktisch vor ihrer Haustüre (möglicherweise mit Antennenverbot) ein DMR-Relais haben, dass dummerweise im BM-Netz läuft, wird regelrecht gezwungen einen (vermeidbaren) hohen Antennenaufwand zu treiben, nur um das Relais im anderen Netz zu erreichen.

Oder er holt sich einen Hotspot oder errichtet selbst ein Relais im gewünschten Netz :D :D :D
In der Hinsicht kann man es als Sysop leider nicht allen Usern recht machen so lange die Netze nicht verschaltet sind.

Umgekehrt evtl. der andere (die anderen) OM um das Relais (im BM-Netz) zu erreichen, bloss weil der eine OM mit seinem „Ortsrelais“ an das BM-Netz „gebunden“ ist und sich nicht weiter (Lokal bis auf die Relais im BM-Netz) verbinden lassen kann.
Oder er wählt die über die jeweilige TG-Nr. Auf Zeitschlitz 1 erreichbare TG des jeweiligen Bundeslandes. (siehe Beispiel 1)


Das ist verwirrend geschrieben, verstehe da den Zusammenhang nicht. TGs gehen im BM Netz in beiden Zeitschlitzen, 262 geht also auch in Slot 2 und 2628 (Bayern) auch in Slot 1
Eine Verschaltung im Slot 1 zu DMR+ gibt es nicht. Wie gesagt, habe die Aussage nicht verstanden weswegen ich so pauschal antworte.


Zum Thema "Bandwacht", das hat man überall, sei es auf 80m wenn die Abendrunde kommt und man da von der Freq soll oder wenn man mal 1 Minute auf der 2m SSB Anruffreq ein QSO führt obwohl den ganzen Tag nichts los war.
Sind halt immer so 1-2 OMs die sich da aufregen. Wenn es dabei dann auf der 262 um Gespräche über den letzten Arztbesuch handelt oder das der Hund gerade ne Wurst macht dann muss das nicht sein. Auch wenn beide auf dem selben Relais sind. Aber normale Gespräche da gibt es doch nichts dran auszusetzen. Was ist denn los auf 262 ? Eigentlich ist es relativ ruhig und man kann froh sein wenn mal wer redet. Wie gesagt ich finde es gut wenn es nicht gerade und absolut banale Themen geht die man nicht über Funk besprechen sollte. Wichtig ist halt beim Digitalfunk das man die Umschaltpausen etwas länger lässt.



@wasserbueffel

Viele Geräte sind nicht miteinander kompatibel!!

So lange sie den selben Standard haben sind sie kompatibel, mit einem pDMR Gerät geht das natürlich so nicht falls Du das meintest.

In naher Zukunft werden denn keine Analoggeräte mehr hergestellt.


Das wird nur passieren wenn es keinerlei Markt mehr dafür gibt, btw geht mit den mir bekannten DMR Geräten auch FM, es muss also nur vorher programmiert werden.

Kann ich auch das Handy nehmen,wenn es nur über Internet geht...


Ein DMR Repeater funktioniert auch lokal ohne Internet ;)
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Re: Funkbetrieb auf DMR und das Drumherum

Beitragvon Yaesu FT857D » Do 1. Jun 2017, 19:03

Auf die einzelnen angesprochenen "Auffälligkeiten" gehe ich dir gegenüber nicht weiter ein. Nichts gegen dich! :)

Rubberduck01 hat geschrieben:
Ich gehe auf Zeitschlitz (Timeslot) 2, drücke kurz PTT und lese TG9/Ref wird angezeigt. Also ist auf dem Relais (bisher war ich so der Meinung) die lokale TG9 mit Reflektoren geschaltet bzw. offen (könnte auch zu sein, sodass ich sie vorher öffnen muss).
Darauf wollte ich mit einem bestimmten OM sprechen, bei dem ich vorher mit dem „Radio Check“ (siehe vorheriges Beispiel) nachgesehen hatte, ob der QRV (spez. auf dem Relais und dem Timeslot, welcher auch damals war) ist.


Was meinst Du mit „Radio Check“ ?

Radio Check ist beim MD380 eine Möglichkeit, um festzustellen, ob derjenige Kontakt gerade im Netz oder/und auf dem jeweiligen Relais "QRV" ist.
Rubberduck01 hat geschrieben:@wasserbueffel]

Ein DMR Repeater funktioniert auch lokal ohne Internet ;)

So ist es. Wie ein ganz normaler analoger FM-Repeater, nur eben mit 2 Zeitschlitzen, die unabhängig voneinander laufen..
Der Zeitschlitz 2 kann auf lokalen Betrieb von jedem User umgestellt werden, sodass nur User im Umkreis des Repeaters, darüber Betrieb machen können. :D
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Re: Funkbetrieb auf DMR und das Drumherum

Beitragvon Rubberduck01 » Do 1. Jun 2017, 19:27

Das geht auch auf dem TS1 müssen dann halt nur alle in der selben TG sein ;)

Radio Check ist beim MD380 eine Möglichkeit, um festzustellen, ob derjenige Kontakt gerade im Netz oder/und auf dem jeweiligen Relais "QRV" ist.


Habe das MD380 mal raus gekramt, wo soll diese Funktion sein ? Oder kam das erst in den letzten 2 Monaten in der Custom Firmware dazu ? Habe die schon eine Weile nicht mehr aktualisiert da ich normalerweise das Hytera nutze
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Re: Funkbetrieb auf DMR und das Drumherum

Beitragvon wasserbueffel » Do 1. Jun 2017, 21:28

Rubberduck01 hat geschrieben:
Habe das MD380 mal raus gekramt, wo soll diese Funktion sein ? Oder kam das erst in den letzten 2 Monaten in der Custom Firmware dazu ? Habe die schon eine Weile nicht mehr aktualisiert da ich normalerweise das Hytera nutze


Geht auch mit alter FW...
Muss aber erst mit der Software im Contact Menue freigeschaltet werden..

Walter
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Re: Funkbetrieb auf DMR und das Drumherum

Beitragvon DH1FAD » Do 9. Nov 2017, 11:05

ich habe zwar zwischenzeitlich eine DMR-ID erhalten, aber irgendwie nicht die rechte Lust,
mir ein Alibi-RT3 oder Alibi-MD380 zuzulegen, um dann letztendlich doch via Internet im
Digitalbereich weltweit qrv zu sein.
Vielleicht gibt es irgendwann mal eine VoIP Software für den PC (oder App für´s Smartphone),
die ausschließlich von und für Funkamateure vorgesehen ist, dann ist´s ehrlich,
und dann bin ich dabei (als Restfunkstrecke tut´s schließlich mein WLAN)....
Bis dahin bleibt´s für mich bei analoger Aussendung, und über erfolgreiche Reichweiten entscheiden
weiterhin die Ionosphäre oder die herbstliche Inversion.... :-)
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Re: Funkbetrieb auf DMR und das Drumherum

Beitragvon 13CT011 » Do 9. Nov 2017, 12:07

Hallo Detlef,

DH1FAD hat geschrieben:ich habe zwar zwischenzeitlich eine DMR-ID erhalten, aber irgendwie nicht die rechte Lust,
mir ein Alibi-RT3 oder Alibi-MD380 zuzulegen, um dann letztendlich doch via Internet im
Digitalbereich weltweit qrv zu sein.


Geht mir genauso- ich hab inzwischen auch ID und Geräte besorgt (weil ich der Meinung bin das DMR durchaus Potential hat DER digitale Standard zu werden), aber solange die Kurzwelle noch funktioniert und man analog (UKW) noch genug interessante Verbindungen "findet" ist das eher ein Projekt für "irgendwann mal" :D

DH1FAD hat geschrieben:Vielleicht gibt es irgendwann mal eine VoIP Software für den PC (oder App für´s Smartphone),
die ausschließlich von und für Funkamateure vorgesehen ist, dann ist´s ehrlich,
und dann bin ich dabei (als Restfunkstrecke tut´s schließlich mein WLAN)....


Für die Nutzung von Echolink ist die Android- App ja recht gut- vielleicht gibts sowas ja auch irgendwann mal für die DMR Netze. Zum nur reinhören gibt´s übrigens ne App für das Brandmeister Netz- die Soundqualität ist aber wirklich übel. Und das liegt nicht (nur) an DMR :crazy:

73, Micha
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Re: Funkbetrieb auf DMR und das Drumherum

Beitragvon DH1FAD » Do 9. Nov 2017, 12:39

auf http://hose.brandmeister.network/
hatte ich auch schon öfters mal in DMR hineingehört.

Eigentlich hätte ich erwartet, dass der seit Wochen anhaltenden gähnenden Leere
auf den 2m/70cm Relais zwischen hier (Wiesbaden) und dem süddeutschen Raum
(nach Norden verhindert der Taunus Funkkontakte), ein reges Treiben auf dem BM-Netz
gegenübersteht. Aber Pustekuchen, auch dort ist wenig los.

Amateurfunk scheint also inzwischen ein prinzipielles Image-Problem bei den OMs zu haben....

73, Detlef
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Re: Funkbetrieb auf DMR und das Drumherum

Beitragvon Yaesu FT857D » Do 9. Nov 2017, 14:26

DH1FAD hat geschrieben:i.
Vielleicht gibt es irgendwann mal eine VoIP Software für den PC (oder App für´s Smartphone),
die ausschließlich von und für Funkamateure vorgesehen ist, dann ist´s ehrlich,
und dann bin ich dabei (als Restfunkstrecke tut´s schließlich mein WLAN)....
Bis dahin bleibt´s für mich bei analoger Aussendung, und über erfolgreiche Reichweiten entscheiden
weiterhin die Ionosphäre oder die herbstliche Inversion.... :-)
73, Detlef

Detlef gibt es doch schon, in Form und Gestalt des Rasperry Pi bzw. des DV 4 Mini....

DH1FAD hat geschrieben:Amateurfunk scheint also inzwischen ein prinzipielles Image-Problem bei den OMs zu haben....

Ja und Nein.
Ja es gibt vermutlich das Imageproblem bei den jungen Funkamateuren,
die (so habe ich das auf dem Beginn eines Lehrganges für Klasse E bemerkt) noch eher Richtung "Old School" also analoger Sprechfunk, gehen....

Nein, weil es eher daran liegt, dass sich viele Funkamateure auch mit anderen Hobbys wohl intensiver beschäftigen, als wie mit AFU?!
Zusätzlich bringen Betriebsarten wie PSK31 oder so Sachen wie Conteste eben viele auf die KW und davon nur die, die eine Möglichkeit für grosse und damit gute Antennen haben.
Das bringt einige von so neueren Sachen wie DMR, C4FM und D-Star weg, die sowieso grösstenteils auf den bisherigen Frequenzen von 2m und 70cm analogen Relais stattfinden.

Ausserdem, ist die Technik bei den analogen FM-Relais mit Echolink oder Vernetzung untereinander, "ausgereizt"
und somit für viele schon wieder zu weit weg vom Amateurfunk, hin zum Kommerz!?
Oder anders gesagt, nicht "Old School" genug....

Noch etwas zur Modulation bei DMR:
Es sollte keine "HiFi" Qualität erwartet werden, also analoges FM ohne Rauschen. Denn die Bandbreite ist pro Zeitschlitz "nur" 6,25 Khz, gegenüber 12,5 Khz bei analogem FM.
Im übrigen: Es hatte sich niemand über die Modulation beschwert, als SSB (USB oder LSB) mit 2,5 Khz Bandbreite da war und bisher auf AM mit dem dreifachen an Bandbreite gesendet wurde.
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Re: Funkbetrieb auf DMR und das Drumherum

Beitragvon 13DS29 » Do 9. Nov 2017, 14:46

SSB ist auch analog, damit kann das Gehör umgehen.

DMR krankt, wie d-star an der Würfelei und den Verbindungsabbrüchen. Ich hab beides und nutze, wenn überhaupt, d-star. Bei den DMR-Geräten kann man nichtmal Frequenzen eingeben. Wenn Du in den Urlaub fährst und hast keinen Läppi dabei oder alles daheim schon programmiert, hast Du verloren. Ging mir so Ende Oktober in Südtirol. Bei d-star konnte ich zwar die Frequenz ändern, aber der doofe Repeater hat mich verweigert, obwohl er auf Anschlag reinkam.

Alles Mist, der Digitalkruscht.

73 de Michael
Über 80 Millionen Menschen in Deutschland können nicht richtig funken - Schreib Dich nicht ab, mach die Amateurfunklizenz.
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Santiago 3
 
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