Mal wieder: die Boomerang

Mal wieder: die Boomerang

Beitragvon wulleF » Fr 30. Dez 2016, 08:56

Hallo ans Forum
Bei mir am Balkon arbeitet eine Albrecht Boomerang 27A (Kabel RG58 ca. 10m – keine kleinen Biegeradien). Nach Jahrelanger Abstinenz bin ich nun „Wiedereinsteiger“ in Sache CB. Nun zum Problem (zur Verdeutlichung der Anbringung habe ich Bilder angehängt – die Antenne ist provisorisch mit Litze am Kreuzerder angeschlossen). Den Empfang würde ich als gut bezeichnen. Das SWR liegt bei der niedrigsten Frequenz (K41) bei besser als 1:1,1 und oben auf dem 40er bei 1:1,3. Wenn ich das SWR auf Bandmitte optimiere brich der Wert an einem Ende ein – der jetzige Abgleich ist das messbare Optimum. Beim Senden messe ich die volle Leistung am Geräte Ausgang über den kompletten Bereich. Wenn ich allerdings von anderen Stationen empfangen werde – was in Ermangelung aktiver CB’ler eher selten ist, wird das Signal als leise/ schwach eingestuft. Leider sind die wenigen Stationen alles andere als hilfsbereit (da kommen dann Aussagen wie: „mit schwachem Signal geht bei uns nichts...“). Es wird im Allgemeinen nicht nach der Distanz oder Topographie gefragt. Geplant habe ich jetzt eine Rundfahrt mit einer DV27/ Magnetfuß am Auto (und meine bessere Hälfte an der Heimstation) um mir selbst mal einen Eindruck zu machen. Meine Frage an Euch: kann ich technisch an dieser Konstellation (Antenne/ Standort) weitere Test/ Messungen machen? Bringt mir eine z.B. Albrecht 6348 GPA 27 Lambda-Typ 1/2 auf einem Mast (Distanz zum Haus ca. 12m wegen Freileitungen) Vorteile?
Danke wulleF
Als Geräte stehen zur Verfügung: Ein altgedientes Alpha 4000 (40 Kanäle FM), ein frühes (gebraucht gekauft) Midland Alan 78 und ein AE 6490 neu. Wieder getrennt habe ich mich vom AE 5890 EU – da war der Empfang doch spürbar schwächer als am AE 6490... und die Modulation auf den Seitenbändern war nicht sehr verständlich (als Empfänger habe ich noch einen Grundig Satellit mit USB/ LSB in Betrieb)
Standort: 74933 Neidenstein zwischen HD & HN 175m üNN, Gelände sehr hügelig
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Re: Mal wieder: die Boomerang

Beitragvon ax73 » Fr 30. Dez 2016, 10:15

Lass dich nicht verrückt machen. Gegenstationen die mit ihrer Leistung prahlen wirst du auch mit
großer Antenne und Endstufe nicht beeindrucken. Immerhin haben sie dich offenbar gehört.
Mach dir dein eigenes Bild wie du es auch schon vor hattest.

Wenn in deinem näheren Umkreis wenig Stationen qrv sind wäre natürlich SSB die geeignete
Betriebsart um etwas größere Reichweiten zu erzielen. Dabei solltest du beachten, daß es ohne
richtigen Aufwand kaum möglich ist, das Audio deiner Aussendung zu beurteilen. Im Seitenband
ist das anders als bei AM und FM. Das hört sich meist gruselig an wenn man sich selbst über
Kopfhörer am Zweitempfänger abhört.
Auf Entfernung gibt sich das aber. Gerade die 5890 geht im Seitenband recht gut.
ax73
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Re: Mal wieder: die Boomerang

Beitragvon genesis91 » Fr 30. Dez 2016, 10:39

Bevor Du das mit Mast etc probieren willst...

Versuch es mal mit ner Schweißfuß-GP.
Ist mit rg58 für kleines Geld einfach zu bauen und am Ausleger (Bambusrohr oder gfk-Rohr) zum testen ob anderer Platz oder andere Höhe Sinn macht eine gute Alternative.
Gruß, Martin

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Re: Mal wieder: die Boomerang

Beitragvon wulleF » Fr 30. Dez 2016, 11:22

@ax73
Meine Rundfahrt werde ich wohl am Nachmittag machen – bin ja mal gespannt was dabei rauskommt...
Das eigentlich störende am 5890 war der schwächere Empfang – Seitenband betrieb hätte ich schon gerne getestet. Am Grundig hatte ich ja ab und zu mal Stationen gehört aber in letzter Zeit war auch da Schweigen.

@Martin
An die „Schweißfuß-Varianten“ hatte ich auch schon gedacht – aber stimmt, ich sollte das „Projekt“ jetzt mal in Angriff nehmen.


Danke für die Antworten und Grüße
Wolfgang
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Re: Mal wieder: die Boomerang

Beitragvon Funkfreak65 » Fr 30. Dez 2016, 13:38

Ehrliche Antwort? Nimm eine ECO 200 o.ä. 60 cm Rohr an den Ausleger, Antenne drauf,fertig. Das ganze Gefrickel mit Mobilantennen ist Mumpitz. Für 39 E ne Halbwelle und gut ist. Ich würde aus der Hüfte geschossen 6-9 dB mehr an Signalstärke beidseitig
vermuten.

Selbstbau in Ehren, aber bei dem Kostrukt eine GP zum Stehen zu bringen, halte ich für Suboptimal.

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Peter
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Re: Mal wieder: die Boomerang

Beitragvon Funkfreak65 » Fr 30. Dez 2016, 13:47

http://www.pmr-funkgeraete.de/Funkgerae ... :1592.html

45 e für ne 5/8 tel.

Welche Balkon ist Deiner? Der untere oder obere, wo die Antenne dran ist? Nach oben frei?
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Re: Mal wieder: die Boomerang

Beitragvon Grundig-Fan » Fr 30. Dez 2016, 15:55

Da hat der Peter ausnahmsweise mal Recht. Nimm ne Halbwelle und die Sorgen sind vorbei. Mehr als 4 Watt Leistung wären allerdings auch kein Fehler. Wer funkt überhaupt noch mit 4 Watt? Nur ich.

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Re: Mal wieder: die Boomerang

Beitragvon Funkfreak65 » Fr 30. Dez 2016, 16:19

Grundig-Fan hat geschrieben:Da hat der Peter ausnahmsweise mal Recht. Nimm ne Halbwelle und die Sorgen sind vorbei. Mehr als 4 Watt Leistung wären allerdings auch kein Fehler. Wer funkt überhaupt noch mit 4 Watt? Nur ich.

Gesendet mit Samsung Galaxy S7


"ausnahmsweise mal" Du Vogel :crazy: Du und 4 W..Ansteuerleistung........ :dlol:
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Re: Mal wieder: die Boomerang

Beitragvon wulleF » Fr 30. Dez 2016, 17:12

@ alle
Danke für eure Beiträge – die richtige Antenne wird mir weiterhelfen und wenn ich noch eine Signalaufbereitung einrichten könnte...
Der Balkon – es ist nur einer und der Ausleger ist an der Überdachung angebracht – hat aber nur 3m seitlichen Abstand zur Ortsnetzfreileitung. Ich werde mal versuchen den Mast am Giebel zu befestigen (das braucht aber 70cm Wandabstand um am Dachvorsprung vorbei zu kommen)
Gruß und Dank
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Re: Mal wieder: die Boomerang

Beitragvon hotelsierra1 » Fr 30. Dez 2016, 18:06

Funkfreak65 hat geschrieben:4 W..Ansteuerleistung........ :dlol:


das reicht ja beiden meisten Endstufen gar nicht aus. Nur bei den Italobraten dient das der Signalqualität. Andererseits - mit 4W aus der 6110 und der Wilson 1000 auf dem Dach komme ich auch von der Autobahn recht weit.
-hs1
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Re: Mal wieder: die Boomerang

Beitragvon genesis91 » Fr 30. Dez 2016, 19:02

wulleF hat geschrieben:@ alle
Danke für eure Beiträge – die richtige Antenne wird mir weiterhelfen und wenn ich noch eine Signalaufbereitung einrichten könnte...
Der Balkon – es ist nur einer und der Ausleger ist an der Überdachung angebracht – hat aber nur 3m seitlichen Abstand zur Ortsnetzfreileitung. Ich werde mal versuchen den Mast am Giebel zu befestigen (das braucht aber 70cm Wandabstand um am Dachvorsprung vorbei zu kommen)
Gruß und Dank
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http://www.funkkeller-weissach.de/shop/ ... p1569.html

Hab ich auch verbaut.
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Re: Mal wieder: die Boomerang

Beitragvon Yaesu FT857D » Sa 31. Dez 2016, 16:56

wulleF hat geschrieben:@ alle
Danke für eure Beiträge – die richtige Antenne wird mir weiterhelfen und wenn ich noch eine Signalaufbereitung einrichten könnte...
Der Balkon – es ist nur einer und der Ausleger ist an der Überdachung angebracht – hat aber nur 3m seitlichen Abstand zur Ortsnetzfreileitung. Ich werde mal versuchen den Mast am Giebel zu befestigen (das braucht aber 70cm Wandabstand um am Dachvorsprung vorbei zu kommen)
Gruß und Dank
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Wenn du vorhast, eine Überdachantenne (egal ob 1/2 Lambda oder mehr) an deinem Hausgiebel anzubringen, dann sieh zu, dass du Mauerausleger wie die hier
http://stecker-shop.net/epages/27edac8b-bca1-4619-a0d8-f53e62f2ef2c.sf/de_DE/?ObjectPath=/Shops/27edac8b-bca1-4619-a0d8-f53e62f2ef2c/Products/02087
dir zulegst, evtl. noch einen kleinen Ausleger für oben am Mast, um dort dann die Antenne nochmals 10-20cm nach aussen zu bekommen.
Rohrmast natürlich auch noch, aber bloss keine dünnhäutigen Exemplare ala 42mm Aussendurchmesser.
Besser 50mm mit 3-4mm Wandstärke und das aus feuerverzinktem Stahl oder (noch edler) aus Edelstahl.
Aber aufpassen! Nicht die Original Schiebemasten von Kathrein kaufen! Die sind überteuert.....
Besser selbst (wenn es ein Schiebemast sein soll, um z.B. besser an die Antenne zum Auf-und Abbau zu kommen) einen zusammenbauen, dann
60mm Rohrmast mit einem 50mm über so etwas http://stecker-shop.net/epages/27edac8b-bca1-4619-a0d8-f53e62f2ef2c.sf/de_DE/?ObjectPath=/Shops/27edac8b-bca1-4619-a0d8-f53e62f2ef2c/Products/02017
verbinden und selbst einen Schieberohrmast herstellen.
Aber hier gibt es eine Grenze, was die Belastbarkeit der Mauerwerksausleger angeht:
Das Gesamtbiegemoment darf an der obersten Einspannstelle (oberster Mauerwerksausleger) 1650 Nm bei einer max. Windgeschwindigkeit von 130 Km/h, nicht überschreiten!
Also lieber etwas kürzer den Mast wählen (es reicht, wenn der oberste Befestigungspunkt der Antenne vom First mind. 1m weg ist) und ist damit auf der sicheren Seite, was Sturm oder Orkan angeht.
Dann aber den Blitzschutz nicht vergessen, denn Aussenantennen sind erdungspflichtig, insbesondere wenn sie neu errichtet werden!
Gutes Gelingen und viel Erfolg!
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Re: Mal wieder: die Boomerang

Beitragvon wulleF » Sa 31. Dez 2016, 17:31

@ Yaesu FT857D
Danke für deine ausführlichen Hinweise – da steckt einiges an Wissen und Erfahrung darin.
Die Erdung werde ich über einen Kreuzerder realisieren müssen. Das Gebäude ist schon etwas älter und hat im Außenbereich keinen Zugang zur Fundamenterdung.
Der Schiebemast ist ein lohnender Gedanke. Zurzeit versuche ich über Messungen einen Standort mit Sicherheitsabstand zu ermitteln, schließlich soll auch ein knickender Strahler nicht ins Ortsnetz fallen. Über meinem Dach laufen Freileitungen in drei Richtungen.
Nochmal danke und Grüße
Wolfgang
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Re: Mal wieder: die Boomerang

Beitragvon Yaesu FT857D » Di 3. Jan 2017, 18:47

Wolfgang, laut VDE 0100 sind bei Freileitungen über Hausdächer ein Sicherheitsabstand von mind. 1,5 bis 2m einzuhalten.
Viele sind dazu übergegangen, wenn sie sich eine Lambda 1/2 Antenne gekauft haben, so war es eine Antron 99 oder eine vergleichbare aus Glasfiber,
damit nichts passiert, wenn diese (oder der Mast) umknickt und in die Freileitung fällt.
Dann passiert nichts (nur die Antenne ist dann verschmort...) !
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Re: Mal wieder: die Boomerang

Beitragvon doeskopp » Di 3. Jan 2017, 19:20

Yaesu FT857D hat geschrieben:(nur die Antenne ist dann verschmort...) !


Warum? :think: :?:

Grüße from Doeskopp
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