Handfunk in den Bergen

Re: Handfunk in den Bergen

Beitragvon fragnix » Di 2. Jan 2018, 08:04

Keine Sorge, ich lerne nicht mit Fleisskarten, sondern per E05 Kurs und Moltrecht Buch + Webseite. Ich bin beim Thema nicht unbeleckt, und liege auf afup.a36.de aktuell bei etwa 85%. Bis März (vermutete nächste Prüfung in Hamburg) wird der Rest auch verstanden sein. Auswendig lerne ich eh ungerne, insofern muss ich das jeweilige Thema verstehen ;-) Blöde Bandübersicht, um mal im Thema zu bleiben ;-)

OM hat hier wenig mit zu tun, ausser dass sie uns (andere "uns") alles beibringen und unsere Fragen beantworten. Was auch immer in den Karpaten geschieht, bleibt in den Karpaten ;-)

"AFu ungeeignet" <= Ja, verstehe ich auch langsam. Ich dachte, voller Euphorie für das neue Themengebiet, dass AFu per se für alles besser geeignet sei, und PMR/CB Spielerei. Irrtum, sehe ich ein.

PMR 0,5W sehe ich nicht unbedingt, wobei der Sound Recorder reichen könnte. CB 4W samt Sound Recorder scheint mir völlig auszureichen. Da eh Handgeräte fehlen, würde ich lieber in RT1/RT81 anstatt in Alan 42 investieren, zumindest nach heutigem Stand. Angeschafft wird im März, bis dahin kann ich mir noch mehr Details anschauen.

Den Sinn von temporär erlaubten Rufzeichen und/oder Betrieb können wir gerne in dem dazu passenden Thema vertiefen. Wir lernen ja jetzt, um die Zulassung und Rufzeichen zu erhalten ;-)
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Re: Handfunk in den Bergen

Beitragvon guglielmo » Di 2. Jan 2018, 08:51

Ganz sallopp gesagt ist Dein Wunsch nach gesicherten Verbindungen in diesem Gelände nicht erfüllbar. Die Wellen- und Funkphysik gibt dies einfach nicht her. Mit 70 cm kann man schon von quasi optischen Verbindungen sprechen. Das heißt, das die Antennen sozusagen Sichtkontakt besitzen sollten. Bei 2 m spielen bereits Beugungseffekte eine etwas größere Rolle, jedoch nicht in dem Sinn das man im gebirgigen Gelände über einen Kamm eine dahinter liegende Senke sich ausleuchten könnte. Möchte man eine Verbindung herstellen, müssen sich die Funkpartner auf dafür geeigneten Positionen begeben. Dies ist unerlässlich. Andere Bänder verbieten sich wegen der damit verbundenen größeren Antennen. Jedermannsfunk Anwendungen wie PMR,CB usw. bringen es nicht wegen der zu geringen Lesitungen verbunden mit den funkphysikalischen Eigenschaften der Wellen.

Ich selber würde tatsächlich UHF also das 70 cm und VHF also das 2m Band verwenden. Die Autos würde ich mit leistungsstarten dualband Mobiltranscievern ausstatten die mindestens 50 Watt Leistung abgeben. Als Handgeräte würde ich auch Dualbandgeräte verwenden mit einer möglichst großen Antennleistung, also mindestens 5 Watt. Je nach Geländebeschaffenheit kann man das günstigste Band auswählen. Für eine gesicherte Kommunikation sollten sich die Teilnehmer zu bestimmten Zeitpunkten an günstige Orte begeben. Nichts anderes tun auch Polizei- oder Militäreinsatzkräfte im Gelände.

Der Clou, aber wahrscheinlich mit Kanonen auf Spatzen geschossen währe, ein Auto mit zwei Transvievern auszustatten und über einen Repeater-Contoler zu koppeln. So könnten man dieses Auto günstig Platzieren und als mobilen Repeater zum Einsatz zu bringen.

Günstige Geräte:
Mobile Transciever: Ich verwende gerne Geräte von INTEK. Günstig, Leistungsstark, zuverlässig (Von Benson's Funkshop gekauft). Allerdings für jedes Band ein eigenes Geräte. Es gibt sie aber auch für Dualband, leider etwas teurer.

https://www.bensons-funktechnik.de/amateurfunk/vhf-uhf-mobilgeraete/intek-hr-2040-dualband.html

Für die Mobil- Duobandantennen würde ich mich auch beraten lassen.

Handgeräte: Hier kann ich keine Tipps geben. Ich besitze nur ein 2 m Handgerät von Albrecht und dies ist veraltet. Ich selber würde mir folgendes Geräte anschauen und mich beraten lassen:

https://www.bensons-funktechnik.de/amateurfunk/handgeraete/yaesu-ft-65e-vhf/uhf-handfunkgeraet.html
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Re: Handfunk in den Bergen

Beitragvon Krampfader » Di 2. Jan 2018, 09:39

odo hat geschrieben:Allerdings ist der Unterschied zwischen 5W und 10W (eine halbe S-Stufe) in der Praxis selten relevant und frisst nur mehr Strom.


Diese eine "halbe S-Stufe" kann im Grenzbereich den Unterschied machen zwischen "klar und deutlich verständlich" und "Verbindung unterbrochen", zumindest im digitalen Betriebsmodus DMR (RT81), aber auch beim analogen RT1 mit aktiver "Compander-Funktion".

Stimmt, 10W fressen mehr Strom als 5W. Allerdings darf man den Einsatzzweck nicht vergessen. Bei geteilten Gruppenwanderungen werden ja immer nur kurz Standort-, Zeit-, Gelände-, Wetter- und andere Statusinformationen ausgetauscht und nicht stundenlang gequasselt wie beim Amateur- bzw. CB-Funk. Da gehts um Austausch wichtiger Informationen, kurz, prägnant und auf das Wesentliche beschränkt... und nicht um das "Funken" selbst. Bitte diese zwei Dinge nicht verwechseln. Und genau für diesen Zweck sind diese reinen Industrie-Geräte auch konzipiert (und nicht etwa um unseren "Spieltrieb" zu befriedigen). Wer so etwas sucht sollte sich andere Geräte zulegen.

Und wer sich daran hält der kommt auch tagelang mit der gebotenen Akku-Leistung zurecht. Speziell das RT1 hat hier enorme Reserven (up to 260 hours long standby time)

Grüße

Andreas

PS: und nein, ich bin nicht an Retevis beteiligt
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Re: Handfunk in den Bergen

Beitragvon Yaesu FT857D » Di 2. Jan 2018, 12:24

fragnix hat geschrieben:
"AFu ungeeignet" <= Ja, verstehe ich auch langsam. Ich dachte, voller Euphorie für das neue Themengebiet, dass AFu per se für alles besser geeignet sei, und PMR/CB Spielerei. Irrtum, sehe ich ein.

Lasse dich nicht verunsichern! AFU bietet mehr als wie PMR und CB!
Du kannst mit mehr Leistung senden, du kannst Relais (Repeater) analog und digital auf 2m und 70cm (sofern das passende Funkgerät vorhanden) nutzen usw. usw....
Mache du und deine Kumpels den AFU-Schein, kauft euch so Funkgeräte wie das GD77, probiert das vorher Zuhause aus. :)
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Re: "Handfunk" in den Bergen

Beitragvon Skipper 330 » Di 2. Jan 2018, 12:28

Skipper 330 hat geschrieben:Hatte heute schon mehrfach diesen Erfolg (Link bitte komplett kopieren, URL erkennt nicht ganze Adresse):

http://geo.ebp.ch/gelaendeprofil/?latlngs=[[49.3853203,19.304422700000032],[49.21944980000001,18.7408001],]&travelMode=direct

Etwa 45 km quer durch/über die Beskiden/Mala Fatra. Starthöhe ca. 600 m ü.A., Ziel ca. 300 m ü.A.
1. Antenne GP 27-45 mind. 10m über Grund: kein Ton, Stille überall :sdown: :think:
2. Antenne City Windom, Länge 40 m, Höhe zwischen 10 und 5 m über Grund, horizontal aufgehängt, Durchhang in der Mitte: Reporte durchwegs 4/4 gespiegelt :banane:
Ok, mit 4 Watt geht das nicht, braucht aber auch nur ein wenig mehr :wink:
Die gestrigen DX mit DIV. 14, 26, 29 waren natürlich auch leicht herzustellen.

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Andreas


Muss meinen Eintrag bzgl. Antenne revidieren, hatte im Dunklen und bei 50 cm Schnee die Kabel verwechselt :think: :clue: :wall:
Es war die GPA 27-45 die, wie eigentlich erwartet, diese Leistung erbrachte!!!
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Re: Handfunk in den Bergen

Beitragvon Krampfader » Di 2. Jan 2018, 16:39

Hier ein weiteres Beispiel: Zwei RT81 auf digitalem DMR446, eines mit kurzer Originalantenne im(!) fahrenden Auto. Das zweite Gerät mit 30cm langer Antenne (vom RT1) am Hotel-Balkon, allerdings das komplette Hotel im Rücken, sprich die Signale mussten quer durch das Hotel hindurch. Erst nach 8 km Fahrt keine (oder nur mehr bruchstückhafte) Verständigung möglich, wohlgemerkt eines der Handfunkgeräte befand sich mit original "Stummelantenne" im Auto! (Ford Kuga).

Bild
Volle Auflösung: https://img1.picload.org/image/ddapgdda ... dmr446.png
Quelle: http://geo.ebp.ch/gelaendeprofil/

Grüße

Andreas
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Re: Handfunk in den Bergen

Beitragvon guglielmo » Mi 3. Jan 2018, 12:48

Verständnisfrage. Was soll DMR in diesem Fall bringen. Gibt es in den Karpaten ein DMR Funknetz?
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Re: Handfunk in den Bergen

Beitragvon odo » Mi 3. Jan 2018, 13:01

guglielmo hat geschrieben:Verständnisfrage. Was soll DMR in diesem Fall bringen. Gibt es in den Karpaten ein DMR Funknetz?


Das hat mit einem Funk-Netz nichts zu tun.
Rein bedientechnisch besteht kein Unterschied zu "normalem" Sprechfunk mit beliebig vielenTeilnehmern.

Es wird einfach nur die Modulation digitalisiert (und im Empfänger in die ursprüngliche Modulation zurückverwandelt).
Kannste dir in etwa so vorstellen, dass ne MP3 gesendet wird, die "realtime" beim Sender codiert und im Empfänger decodiert wird.
:wave: :wave:
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Re: Handfunk in den Bergen

Beitragvon Krampfader » Mi 3. Jan 2018, 13:37

odo hat geschrieben:Rein bedientechnisch besteht kein Unterschied zu "normalem" Sprechfunk mit beliebig vielen Teilnehmern.

Es wird einfach nur die Modulation digitalisiert (und im Empfänger in die ursprüngliche Modulation zurückverwandelt).
Kannste dir in etwa so vorstellen, dass ne MP3 gesendet wird, die "realtime" beim Sender codiert und im Empfänger decodiert wird.


Genau so ist es! ... In der Bedienung/Handhabung kein Unterschied zu herkömmlichen analogen Geräten. Die Sprache wird digitalisiert und als Datenstrom gesendet. Hier ein Hörbeispiel wie sich jener Datenstrom auf einem analogen PMR-Gerät anhört: https://www.dropbox.com/s/8zxede3lypudf ... 1.mp3?dl=0

Und mit ca. 0,3 Sek Verzögerung wird der Datenstrom dann wieder in "natürliche" Sprache zurückverwandelt, hört sich dann so an: https://www.dropbox.com/s/3sq9dx2m8qegs ... 1.mp3?dl=0

Einer der Vorteile: So gut wie abhörsicher. Wem das aber noch immer nicht genügt der kann dieses Digitalsignal in den Einstellungen der Programmiersoftware zusätzlich noch verschlüsseln. Dann hat nicht mal mehr die NSA eine Chance ;)

Bild
Quelle: http://blog.retevis.com/retevis-digital ... t8-coming/

Grüße

Andreas

PS: hier ein Testbericht vom baugleichen und eigentlich dem "Original-Gerät" TYT MD-680: https://www.pmr-funkgeraete.de/forum/sh ... #post32530
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Re: Handfunk in den Bergen

Beitragvon Yaesu FT857D » Mi 3. Jan 2018, 17:34

guglielmo hat geschrieben:Verständnisfrage. Was soll DMR in diesem Fall bringen. Gibt es in den Karpaten ein DMR Funknetz?

Der nächste User hat es verständlich und einfach beschrieben, was DMR ist bzw. wie es funktioniert.
Was mit DMR möglich ist, zeigt das Youtube Video eines englischen OMs mit einem analogen FM Gerät auf 70cm und einem DMR-Gerät (beides Handfunkgeräte).
(hatte ich schon mal hier verlinkt)
Der Unterschied ist deutlich zu hören. Die Rauschfreiheit, kein Knacken, kein Zirpen o.ä. Effekte wie auf analogem FM....und:
Ja es gibt in den Karpaten dieseits und jenseits der Grenze mehrere DMR-Relais (zwar evtl. in unterschiedlichen Netzen, aber das spielt bei DMR keine Rolle)
Es spielt nur eine Rolle, dass zwei oder mehr Funker miteinander sprechen wollen.
Übrigens, ob nun über einen Repeater lokal auf Zeitschlitz 2 (sofern dafür freigeschaltet) oder auf Simplex (auf einer Frequenz, z.B. 144,825 Mhz mit einem Zeitschlitz wie bei DMR446).
Das ist auf AFU völlig dem Nutzer überlassen.

Auf PMR (DMR446) bist du auf einem Kanal (Frequenz), hast nur die Möglichkeit auf die anderen analogen wie digitalen Kanäle zu wechseln (falls Störungen dort sind),
keine Repeater auf die du mal schnell wechseln (ausweichen) könntest und vor allem keinen Bandwechsel (von 70cm auf 2m und umgekehrt) machen kannst...

Noch etwas zu den Karpaten:
Das ist ein hoher Gebirgszug mit hohen Bergen, den sich einige Länder teilen (u.a. Slowakei, Ukraine, Rumänien).
Das heisst als FA bist du nicht auf die Gnade irgendwelcher Behörden angewiesen wenn du Frequenzen benutzt,
die dem Amateurfunk auch in deren Ländern auf 2m und 70cm zugewiesen sind!
Bei PMR sieht es anders aus. Nicht jedes CEPT-Land muss und hat, die letzten "Erweiterungen" für PMR (16 Kanäle analog und digital) schon umgesetzt...??
Oder habe ich da etwas verpasst?
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Re: Handfunk in den Bergen

Beitragvon Krampfader » Mi 3. Jan 2018, 21:58

Yaesu FT857D hat geschrieben:Der Unterschied ist deutlich zu hören. Die Rauschfreiheit, kein Knacken, kein Zirpen o.ä. Effekte wie auf analogem FM...


Kann ich bestätigen. Im folgenden Test ist das digitale und 5W starke MD-380 im UHF-Bereich (sprich auf 70cm) eindeutig Testsieger (manchmal sogar nur mit 1W), siehe: http://www.mjlorton.com/two-way-radio-h ... e-results/

Demnach sollte das 10W starke MD-680 (sprich RT81) zumindest nicht schlechter sein ... auf das wirklich Notwendigste reduziert, relativ günstig und nach dem Motto "schmeiss mich in den Dreck und ich funktioniere trotzdem noch"

Grüße

Andreas
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Re: Handfunk in den Bergen

Beitragvon wasserbueffel » Mi 3. Jan 2018, 22:41

Krampfader hat geschrieben:

Demnach sollte das 10W starke MD-680 (sprich RT81) zumindest nicht schlechter sein ... auf das wirklich Notwendigste reduziert, relativ günstig und nach dem Motto "schmeiss mich in den Dreck und ich funktioniere trotzdem noch"

Grüße

Andreas


Vergiss es schnell.
Dazu muss man erst mal den Squelch bearbeiten.
Viele der DMR Geräte haben gegenüber dem Analogmodus den Nachteil das man nur 2 Squelcheinstellungen hat.
Wenn man die höchste Stufe einstellt,hört man wesentlich weniger!!!

An meinem MD 2017 hab ich das mit der alternativen Firmware geändert.
Unterschied wie Tag und Nacht.

Auch an einem GD77 wurde das bemängelt und geändert.
http://www.dc7jzb.de/node/199

Auch bei Tests mit Ailunce HD1 und Anytone gibt es noch viele Fehler in der Firmware.
Hier drunter mal wieviel Versionen ich alleine in dem letzen Monat ausprobiert habe...

Nicht alles was über die Geräte zu hören ist stimmt!!!
Irgendwann sind die Teile zu empfehlen,im Moment ist viel Frickelei angesagt!

Walter
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Re: Handfunk in den Bergen

Beitragvon Yaesu FT857D » Mi 3. Jan 2018, 23:14

Für den TE:
Aufpassen! Die in dem Test von Mjlorton genannten und gezeigten Funkgeräte, sind grösstenteils für MURS und FRS in den USA vorgesehen.
NICHT für das "europäische" PMR auf 446 Mhz!
Diese senden auf Frequenzbereichen, die in Europa selbst für Funkamateure nicht freigegeben sind.
Einzig und allein die Baofengs für analog 2m und 70cm, sowie das Tytera MD380 für analog und digital (DMR) auf 70cm, sind (auch) für Amateurfunk vorgesehen.

Das einzige was dieser Test gezeigt hat ist,
dass ein MD 380 auf analog und digital auch mit leistungsstärkeren Funkgeräten im gleichen Bereich unter gleichen Bedingungen, mithalten kann....
Das heisst für den TE, sich auch nach einem GD77 (mit 2m und 70cm) umzusehen, welches preislich, von der Optik und der Haptik her gesehen, dem MD380 gleich kommt.
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Re: Handfunk in den Bergen

Beitragvon wasserbueffel » Mi 3. Jan 2018, 23:44

Yaesu FT857D hat geschrieben:Das einzige was dieser Test gezeigt hat ist,
dass ein MD 380 auf analog und digital auch mit leistungsstärkeren Funkgeräten im gleichen Bereich unter gleichen Bedingungen, mithalten kann....


Erst nach einer Firmwareänderung und Squelchmod...
So gehts
http://www.dc7jzb.de/md380squelchmod


Yaesu FT857D hat geschrieben:Das heisst für den TE, sich auch nach einem GD77 (mit 2m und 70cm) umzusehen, welches preislich, von der Optik und der Haptik her gesehen, dem MD380 gleich kommt.


Das funktioniert auch erst gut wenn man eine aktuelle FW installiert.
Fast alle Geräte kommen mit uralter FW.
Das GD 77 hat einen guten Empfänger,etwas besser als das MD 380 oder MD 390,merkt man aber erst nach FW Änderung.
Nur nicht über den hellen Klang des Gerätes aufregen,ist leider so.....

Sonst das MD 2017 alias RT 82 nehmen,nach diversen FW Änderungen ganz in Ordnung,wenn auch nicht alle Fehler weg sind...
Nach FW Änderung hat das Gerät eine top Modulation!!

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Re: Handfunk in den Bergen

Beitragvon guglielmo » Do 4. Jan 2018, 10:36

Ich selber würde bei diesem Einsatz die Finger von DMR lassen. Es ist nur eine verwirrende Option zusätzlich. Beim starken Rauschen kann man analog noch ein bischen verstehen während die digitale Übertragung schon lange zusammen gebrochen ist. Das empfohlene Gerät hat aber ein gutes Preis/Leistungsverhältnis. Ich würde es mir kaufen, wenn ich mal DMR ausprobieren möchte. Wie gesagt im harten Urlaubs- bzw. Wandereinsatz in den Karparten eher nicht. Ich kann nicht einsehen, das man ein analoges Signal digitalisiert um es dann wieder in analog zurück zu wandeln. Das macht eiegntlich nur Sinn um die Qualität der Übertragung zu verbessern, bzw. Fehler zu eleminieren oder die digitalen Daten irgendwie zu speichern um sie weiter zu verarbeiten. Kurz dazu der folgende Erfahrungsbericht, den ich soeben fand.

https://www.hamspirit.de/8441/radioddity-gd-77-dmr-duobander-erste-eindruecke/
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