Ganz neuer Anfänger

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Beitragvon Stadtpiraten » Mi 19. Apr 2017, 09:37

Einen Gruß an alle Funker hier!

Nachdem ich jetzt schon einige Zeit hier im Forum mitgelesen habe und mich jetzt auch angemeldet bin wollte ich mal ein paar Fragen eines Unwissenden loswerden.
Meine einzigen Berührungspunkte mit CB-Funk waren in meiner Kindheit und Jugend durch meinen Onkel (Fernfahrer) und durch ein paar Freunde deren Väter so eine Anlage hatten. Als ein absoluter Anfänger mit fast einem halben Jahrhundert auf dem Buckel. Ich würde mich als Technik affinen Menschen bezeichnen obwohl ich mit dem Lötkolben eher Stümperhaft umgehe.
Ich bin (mal wieder seit vielen Jahren) auf das Thema CB-Funk aufmerksam geworden, da ich mich (angeregt durch einen Artikel) mit dem Thema Notfallkommunikation befasst habe (Ausfall oder Abschaltung der Kommunikationsnetze). Nun bin ich nicht unbedingt der Verschwörungstheoretiker, aber vielleicht doch ein Kind des „Kalten Krieges“. Aber eher bin ich jemand, der Spaß an Technik hat.
Aber zu meiner Idee: Beruflich bedingt hätte ich seltener Zeit mich Abends an ein Funkgerät zu setzen, vielleicht hin und wieder mal. Bei eher kürzeren Autofahrten in der Region Köln/Düsseldorf/Niederrhein vielleicht eher. Im Urlaub fahren wir aber meistens nach Skandinavien (Lappland) und da stell ich es mir spaßiger vor. Wenn man schon niemanden sieht in 2-3 Wochen, warum dann nicht die Möglichkeit haben sich mit jemanden zu unterhalten. Z.B. auf der Fahrt von Oslo nach Östersund (ca. 700 km) oder einfach mal zwischendurch im Camp. Unsere Energieversorgung lösen wir via Solarenergie.
Macht das Sinn oder hört man doch eher nur „weißes Rauschen“? Würde so ein kleines Gerät von Albrecht (AE 6110) ausreichen? Ich würde mich freuen von Euch ein paar Tipps zu bekommen.

Viele Grüße aus dem Rheinland
Michael

PS.: Muss man die ganzen Abkürzungen drauf haben? Die sagen mir bisher so gut wie gar nichts. Vielleicht gibt es ja eine „Übersetzungs-Website“.
Stadtpiraten
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Re: Ganz neuer Anfänger

Beitragvon Grundig-Fan » Mi 19. Apr 2017, 11:43

Dann grüße ich dich als einzig verbliebener CB-FUNKER aus Meerbusch. Ich funke seit 1981 in Meerbusch.

Gesendet mit Samsung Galaxy S7
QRV seit 1981 mit 131 Kisten.
zZt. Albrecht AE 5890
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Re: Ganz neuer Anfänger

Beitragvon Yaesu FT857D » Mi 19. Apr 2017, 11:48

Stadtpiraten hat geschrieben:Einen Gruß an alle Funker hier!

Halo Michael und Gruss zurück!
Stadtpiraten hat geschrieben:Ich bin (mal wieder seit vielen Jahren) auf das Thema CB-Funk aufmerksam geworden, da ich mich (angeregt durch einen Artikel) mit dem Thema Notfallkommunikation befasst habe (Ausfall oder Abschaltung der Kommunikationsnetze). Nun bin ich nicht unbedingt der Verschwörungstheoretiker, aber vielleicht doch ein Kind des „Kalten Krieges“. Aber eher bin ich jemand, der Spaß an Technik hat.

Hmm...Mit CB-Funk, wirst du bei dem einen Thema "Notfallkommunikation" völlig alleinegelassen. Die paar Funker die es im Bereich CB-Funk noch gibt (auch wenn du Nähe Ruhrgebiet wohnst), sind dünn gesät. Erst recht, wenn es um "Notfallkommunikation" geht....
Stadtpiraten hat geschrieben:Aber zu meiner Idee: Beruflich bedingt hätte ich seltener Zeit mich Abends an ein Funkgerät zu setzen, vielleicht hin und wieder mal. Bei eher kürzeren Autofahrten in der Region Köln/Düsseldorf/Niederrhein vielleicht eher. Im Urlaub fahren wir aber meistens nach Skandinavien (Lappland) und da stell ich es mir spaßiger vor. Wenn man schon niemanden sieht in 2-3 Wochen, warum dann nicht die Möglichkeit haben sich mit jemanden zu unterhalten. Z.B. auf der Fahrt von Oslo nach Östersund (ca. 700 km) oder einfach mal zwischendurch im Camp. Unsere Energieversorgung lösen wir via Solarenergie.

Tja und nun mein Hinweis auf Amateurfunk (besonders gleich mit Klasse A), weil
a.Notfallkommunikation auf AFU (noch) gross geschrieben ist/wird
b.Mobil mit dem eigenen PKW im Raum Düsseldorf/Köln selbst auf analog FM über Relais auf 2m/70cm, Funkgespräche möglich sind (im Gegensatz dazu auf CB-Funk nur noch auf Kanal 9AM)
und auf Digital (DMR) erst recht
c.in Skandinavien mit einem (analogen) Funkgerät ala Yaesu FT857D und guten, einfachen Antennen viel Spass haben wirst auf den KW-Bändern oder auch 6m/2m/70cm
d.selbst unterwegs in Skandinavien, wirst du viele Funkfreunde in Schweden und vor allem in Norwegen finden, die sogar mit dir in Deutsch sprechen, ansonsten halt in Englisch
e.Klasse A deswegen, weil du damit in den Ländern problemlos funken kannst, ohne Formalitäten, da es alles CEPT-Länder sind und nur der Landeskenner (z.B. SM für Schweden) ein / und dein deutsches Rufzeichen anfügst...
Stadtpiraten hat geschrieben:Macht das Sinn oder hört man doch eher nur „weißes Rauschen“? Würde so ein kleines Gerät von Albrecht (AE 6110) ausreichen? Ich würde mich freuen von Euch ein paar Tipps zu bekommen.

Viele Grüße aus dem Rheinland
Michael

Wie gesagt, auf CB-Funk ist fast nichts mehr los. Auf FM im Nahbereich ist das "weisse Rauschen" zu hören, auf SSB (USB oder LSB) noch auf bestimmten Kanälen etwas. Aber damit die dich hören, musst du schon mind. die 10-15 Watt Sendeleistung machen. Nur bei Überreichweiten hört und erreicht man noch ausländische Stationen.
Mache lieber den Klasse A Amateurfunkschein, indem du lernst, zur Prüfung nach Dortmund fährst, bestehst, dein Rufzeichen bekommst (kannst du 3 Stk. selbst vorab auswählen)
und dann steht dem Funkbetrieb nur noch der Kauf des passenden Gerätes und einer bzw. mehrere Antennen entgegen....

Stadtpiraten hat geschrieben:PS.: Muss man die ganzen Abkürzungen drauf haben? Die sagen mir bisher so gut wie gar nichts. Vielleicht gibt es ja eine „Übersetzungs-Website“.

Gehe mal (für zum Lernen der "AFU-Lizenz") auf http://www.dj4uf.de/ denn dort werden dir die "Abkürzungen" erklärt und zwar so, wie sie für Amateurfunk gebräuchlich sind. :wink:
73, Helmut DO1TBP
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Re: Ganz neuer Anfänger

Beitragvon grobmotorik » Mi 19. Apr 2017, 11:52

Moin,

ich sach mal, Versuch macht kluch. Ich würde es auf jeden Fall probieren. Zumal das Equipment auch kaum was kostet.

ausserdem -> https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_CB-Funk-Begriffen

Es schadet nicht wenn man die wichtigsten kennt.


Viel Spass!

Daniel
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Re: Ganz neuer Anfänger

Beitragvon Maulwurf » Mi 19. Apr 2017, 12:07

Hallo Michael,
die 6110 oder vielleicht die kleine TEAM oder crt (haben beleuchtete Tasten) sind gute Geräte und nehmen wenig Platz in Anspruch. Haben allerdings kein SSB, welches mehr Reichweite ermöglicht.
Zum ausprobieren und unterwegs 9AM mitzuhören aber mehr als ausreichend.
Natürlich gehört eine gute Antenne aufs Auto, denn mit 1m kurzen Antennen ist die Reichweite auch begrenzt.

Wieviel in deiner Gegend los ist weiß ich nicht. Generell ist am Wochenende und abends mehr los als unter der Woche. Steht man etwas höher kann man mehr abdecken als zwischen Häusern und im Tal.

Lies doch mal hier im Forum, da gibt es eine extra Rubrik mit Abkürzungen, aber das meiste erfährt man in der Praxis. Wichtig ist nur:
Man duzt sich, nennt keine Nachnamen oder Adressen über Funk.

Viel Spaß
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Re: Ganz neuer Anfänger

Beitragvon guglielmo » Do 20. Apr 2017, 07:59

Ich kann im wesentlichen das unterschreiben was "Yaesu FT857D" bereits schrieb. Die Einschränkungen beim CB sind schon recht groß. Als ich Deinen Post gelesen habe dachte ich auch sofort daran, das Du mit 70cm, 2m und den kurzen Kurzwellenbändern wie 6m oder 10m tagsüber wesentlich mehr Spaß haben wirst. Als ich selber mit 70cm angefangen habe war ich über die erzielten Reichweiten mehr als erstaunt. Auch im UHF und VHF Bereich leuchte ich mit 60 Watt ein Areal von mindestens 100 km aus, allerdings nicht mobil sondern stationär. Natürlich bedeutet der Erwerb einer Linzenz Aufwand. Doch es lohnt sich und bringt wirklich Spaß vor allem Dir als technikaffiner Mensch. Kürzlich hatte ich im 15 Meter-Band tagsüber ein QSO mit einem OM auf den Kapverden.
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Re: Ganz neuer Anfänger

Beitragvon Yeti705 » Do 20. Apr 2017, 10:40

Kauf Dir eine Kiste mit SSB, das hat die AE6110 leider nicht. Stell Dich damit am Wochenende ab und zu mal auf einen Hügel/Berg Deiner Wahl und höre in die Kanäle rein, parallel dazu kannst Du hier oder z.B. in einer der zahlreichen Facebook-Gruppen zum Thema CB vorher posten, wann Du Dich wo hinstellst und fragen, ob in dieser Gegend jemand QRV (=empfangsbereit) ist. Und natürlich ab und zu mal ein CQ gerufen schadet auch nicht :-)
Wenn Dir das Spass macht, dann kannst Du über die E-Lizenz nachdenken. Das ist eine etwas geringere Einstiegshürde in den Amateurfunk und das spätere "Upgrade" auf die A-Lizenz durch eine weitere Prüfung dreht sich nur noch um technische Fragen. Ich selbst werde den gleichen Weg nehmen, erst E und dann A. Letztendlich hängt es von Deinen Vorlieben ab, ob Dir E vielleicht sogar schon ausreicht für das, was Du willst. Wenn Du wie ich weltweite, eigenständige Punkt-zu-Punkt-Verbindungen aufbauen können möchtest, dann kommst Du um die A-Lizenz mit den vollen Möglichkeiten auf der Kurzwelle kaum herum.
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Re: Ganz neuer Anfänger

Beitragvon pom » Do 20. Apr 2017, 13:41

guglielmo hat geschrieben:Ich kann im wesentlichen das unterschreiben was "Yaesu FT857D" bereits schrieb.

Da bin ich neugierig geworden und habe den Beitrag ausnahmsweise doch mal gelesen. Hätte ich bleiben lassen sollen, wie immer nur Quark.
Yaesu FT857D hat geschrieben:a.Notfallkommunikation auf AFU (noch) gross geschrieben ist/wird

... von ein paar Wichtigtuern.

c.in Skandinavien mit einem (analogen) Funkgerät ala Yaesu FT857D und guten, einfachen Antennen viel Spass haben wirst auf den KW-Bändern oder auch 6m/2m/70cm

Mit Sicherheit nicht auf 2m oder 70cm. Ausgenommen Dienstags oder man spricht die Landessprache.
d.selbst unterwegs in Skandinavien, wirst du viele Funkfreunde in Schweden und vor allem in Norwegen finden, die sogar mit dir in Deutsch sprechen, ansonsten halt in Englisch
Wie immer im fremden Land: In der Landessprache rufen, sonst kommt kaum einer zurück. Nicht mal in Schweden und Norwegen.
e.Klasse A deswegen, weil du damit in den Ländern problemlos funken kannst, ohne Formalitäten, da es alles CEPT-Länder sind und nur der Landeskenner (z.B. SM für Schweden) ein / und dein deutsches Rufzeichen anfügst...

Unfug, Schweden hat nur eine Lizenzklasse und ECC (05)06 umgesetzt. Da dürfte sogar Klasse-E-Funker "FT857D" überall senden. :dlol:

Ahoi!
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Re: Ganz neuer Anfänger

Beitragvon Sunspot » Do 20. Apr 2017, 15:32

Yaesu FT857D hat geschrieben:........
a.Notfallkommunikation auf AFU (noch) gross geschrieben ist/wird
b.Mobil mit dem eigenen PKW im Raum Düsseldorf/Köln selbst auf analog FM über Relais auf 2m/70cm, Funkgespräche möglich sind (im Gegensatz dazu auf CB-Funk nur noch auf Kanal 9AM)
und auf Digital (DMR) erst recht
c.in Skandinavien mit einem (analogen) Funkgerät ala Yaesu FT857D und guten, einfachen Antennen viel Spass haben wirst auf den KW-Bändern oder auch 6m/2m/70cm
d.selbst unterwegs in Skandinavien, wirst du viele Funkfreunde in Schweden und vor allem in Norwegen finden, die sogar mit dir in Deutsch sprechen, ansonsten halt in Englisch
e.Klasse A deswegen, weil du damit in den Ländern problemlos funken kannst, ohne Formalitäten, da es alles CEPT-Länder sind und nur der Landeskenner (z.B. SM für Schweden) ein / und dein deutsches Rufzeichen anfügst...
...

f. und du darfst einen richtigen Tranceiver benutzen, nicht einen Travesti, den du immer schwuchtelmäßig mit "die" President oder "die" Mitland titulieren musst. :lol:
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Re: Ganz neuer Anfänger

Beitragvon Yaesu FT857D » Fr 21. Apr 2017, 10:22

pom hat geschrieben:
Yaesu FT857D hat geschrieben:a.Notfallkommunikation auf AFU (noch) gross geschrieben ist/wird

... von ein paar Wichtigtuern.

Na dann...Sind FA in Nepal, Philippinen, Haiti, USA, der gesamten Karibik, Italien (letztes Erdbeben) usw. "Wichtigtuer"?

pom hat geschrieben:
c.in Skandinavien mit einem (analogen) Funkgerät ala Yaesu FT857D und guten, einfachen Antennen viel Spass haben wirst auf den KW-Bändern oder auch 6m/2m/70cm

Mit Sicherheit nicht auf 2m oder 70cm. Ausgenommen Dienstags oder man spricht die Landessprache.

Ich meinte mit 6m/2m/70cm solche Verbindungen aus Locatoren, die z.B. auf Meteorscatter usw. getätigt werden.
Oder willst du DXpeditionen von OMs in Abrede stellen, die von Norwegen, Schweden oder Finnland aus, auf den Bändern (sogar über EME) getätigt wurden?

pom hat geschrieben:
d.selbst unterwegs in Skandinavien, wirst du viele Funkfreunde in Schweden und vor allem in Norwegen finden, die sogar mit dir in Deutsch sprechen, ansonsten halt in Englisch
Wie immer im fremden Land: In der Landessprache rufen, sonst kommt kaum einer zurück. Nicht mal in Schweden und Norwegen.

Anscheinend hast du noch kein QSO mit OMs (ich rede bewusst von FA nicht von CBlern) aus den skandinavischen Ländern geführt?
Sonst wüsstest du, dass viele (vor allem Schweden) auch Deutsch und Englisch können, weil einige Deutsche dorthin ausgewandert sind.
Letzteres trifft auch auf viele andere Länder der Welt zu (USA, Brasilien, Paraguay, Argentinien, Chile, Nambia usw.)
Übrigens: Man tätigt (vor allem) DX-QSOs oder QSOs anstatt in der Landessprache eben in Englisch auf AFU, ausser man kann CW oder der Gegenüber kann auch Deutsch....
pom hat geschrieben:
e.Klasse A deswegen, weil du damit in den Ländern problemlos funken kannst, ohne Formalitäten, da es alles CEPT-Länder sind und nur der Landeskenner (z.B. SM für Schweden) ein / und dein deutsches Rufzeichen anfügst...

Unfug, Schweden hat nur eine Lizenzklasse und ECC (05)06 umgesetzt. Da dürfte sogar Klasse-E-Funker "FT857D" überall senden. :dlol:

Ahoi!

SM war nur ein Beispiel, ich hätte auch LAA nehmen können, wohin Stadtpiraten im Urlaub auch hinfahren will.
Ausserdem: Was macht Stadtpiraten mit seiner E-Klasse, wenn er mal in SM ist und plötzlich ein paar Km weiter über der Grenze in LAA ist? Aufhören zu funken auf 2m auf einem schwedischen Relais? :think: :rolleyes:
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Re: Ganz neuer Anfänger

Beitragvon Maulwurf » Fr 21. Apr 2017, 11:31

Warum muß eigentlich jedem, der mit CB anfangen will, der Erwerb einer Amateurfunkgenehmigung nahegelegt werden?

Die CB cept Regelung erlaubt in den ganzen Ländern, egal ob 20,21 oder 56 den Betrieb auf 40AM/FM/SSB mit 4/4/12 Watt. Die Zahlen sagen dem Neuling zwar nicht, vieles andere vorher aber erst recht nicht. Norwegen, Schweden und Finnland hätte er besser verstanden.

Laßt ihn doch erstmal mit CB anfangen, 9AM ist auch später noch interessant. Hat er "Blut geleckt" kann er immer noch eine Lizenz nachschieben. Es spricht ja nichts dagegen, das Hobby "Funk" umfassend zu sehen und beides zu betreiben. Ich für mein Teil bin nach wie vor sehr gerne auf 11m aktiv auch wenn ich alles andere auch darf und nur einschalten müßte.
Wenn ich in fremden Gebiet jemanden auf 11m höre, dürfte der in der Nähe sein und sich auskennen. Höre ich jemanden auf einem Relais (welches ist dort?) kann er auch 200km von mir weg sein.
Auf Kurzwelle sieht es auch nicht besser aus. Ruft man cq bekommt man Antworten von was weiß ich wo her, wo die nächste Werkstatt/Tankstelle oder Unterkunft ist kann der mir aber nicht sagen.

Wenn einer mit Rennrad fahren anfangen möchte, sollte man ihm auch den Erwerb vom Führerschein A nahelegen. Dann darf er auch ein Zweirad fahren, kommt damit weiter, ist schneller und hat (mMn) mehr Spaß. :dlol:
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Re: Ganz neuer Anfänger

Beitragvon guglielmo » Fr 21. Apr 2017, 16:08

@Maulwurf: Wir sind uns völlig einig. Es spricht rein gar nichts dagegen mit CB anzufangen und auch dabei zu bleiben. Ich selber habe vor geschätzt nun 40 Jahren mir auch eine CB Funke gekauft. Damals hat es viel Spaß gebracht bis auf den Umstand das man auch sehr schnell die Grenzen gesehen hat. Daneben hatte ich Kontakt zu mehreren Amateurfunkern. Mich beeindruckte es, das man auf KW einfach mal ein QSO nach Südamerika fahren konnte. So wurde der Wunsch nach mehr gebohren. Realisiert habe ich ihn allerdings erst mehr als 20 Jahre später. "Stadtpiraten" hat von Funkverbindungen in Skandinavien erzählt, die er von einer mobilen Station aus führen möchte. Hier kamen mir halt die UHF, VHF und 6-Meter Bänder in den Sinn, die man als AFU mit entsprechender Leistung befunken kann. Aber natürlich kann und sollte man alles mal ausprobieren. Vielleicht reicht ja CB wirklich schon aus.

Bei einer mobilen CB Station können mit einer l/4 Antenne realistsich Reichweiten von 10-30 km erzielt werden.
Bei 6 m werden mit l/4 Antennen und 25 Watt häufig Reichweiten von 50-150 km erzielt. Die Bodenwelle wird gut über natürliche Hindernisse gebäugt.
Bei VHF (2m) und einer l/4 Antenne und 60 Watt liegen die Reichweiten realistisch bei 50-100 km.
Bei UHF (70 cm) liegen meine Erfahrungen mit 50 Watt ähnlich wie bei 2m.

Bei VHF,UHF (FM) sind meistens die Verbindungen klarer Verständlich.

P.S. Bei allen beschriebenen Bändern können durch günstige Ausbreitungsverhältnisse die Reichweiten erheblich gesteigert werden. Auch bei CB sind dann Reichweiten von 2000 km und mehr möglich.
guglielmo
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Re: Ganz neuer Anfänger

Beitragvon Stadtpiraten » So 23. Apr 2017, 09:05

Einen Dank an Alle!

Vielen Dank für die ganzen Antworten. Ich muss aber zugeben, dass ich jetzt etwas verwirrt bin.

Gefreut hat mich, dass es in Meerbusch noch einen verbleibenden CB-Funker gibt (@Grundig-Fan) und ich oder wir somit die Chance hätten den Schnitt für die Stadt um 100% zu erhöhen.

Aber ansonsten sind die Aussichten doch eher abschreckend. So wie ich das jetzt verstehe, ist CB-Funk so gut wie tot. Um irgendetwas zu machen, müsste ich eine Amateurfunker Prüfung ablegen welche sehr aufwendig ist. Es ist zwar schön, wenn man dann über tausende Kilometer hinweg mit weit entfernten Menschen Kontakt aufnehmen kann, aber das Bedürfnis habe ich nicht.
Vielleicht habe ich mich auch etwas unmissverständlich ausgedrückt. Ich will keine "Notfallkomunikation" aufbauen. Ich fand den Artikel über einige Funker im Asiatischen Raum nur ganz interessant und was sie mit ein paar kleinen Funkgeräten und einer Autobatterie alles leisten konnten um Menschen zu helfen.

Trotz allem, vielen Dank für eure Tips und Infos. Ich werde jetzt mal sehen was ich machen werde.

Viele Grüße oder 73

Michael
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Re: Ganz neuer Anfänger

Beitragvon Kanalratte I » So 23. Apr 2017, 10:37

Stadtpiraten hat geschrieben:Aber ansonsten sind die Aussichten doch eher abschreckend. So wie ich das jetzt verstehe, ist CB-Funk so gut wie tot.

Nö, tot ist der nicht, er riecht nur komisch :D
Aber es stimmt schon, viel ist nicht mehr los, aber es gibt regionale Unterschiede, in manchen Gegenden ist wirklich nichts mehr los, in anderen geht noch einigermaßen was.

Um irgendetwas zu machen, müsste ich eine Amateurfunker Prüfung ablegen welche sehr aufwendig ist.

Der Aufwand für die Prüfung hält sich in Grenzen. Mit ein bisschen Interesse an der Sache, hat man die nach wenigen Monaten lernen ohne großen Stress im Sack.

Es ist zwar schön, wenn man dann über tausende Kilometer hinweg mit weit entfernten Menschen Kontakt aufnehmen kann, aber das Bedürfnis habe ich nicht.

Naja, man kann zB auch mit UKW mit Funkamateuren in der Umgebung sprechen, oder sich dann mal zu einem Treffen verabreden, oder sich an Selbstbau der Geräte wagen, oder... naja es gibt viele Möglichkeiten.
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Re: Ganz neuer Anfänger

Beitragvon criticalcore5711 » So 23. Apr 2017, 11:34

CB tot?... Nein!
Reicht komisch?... Etwas, aber noch nicht penetrant genug.

Lass dich nicht verwirren. Dein Vorhaben kann durchaus Funktionieren.

Wichtig ist das du vernünftige Geräte und Antennen verwendest!
Beim Kabel würde ich auch nicht geizen.

Alles in allem bist du aber mit einem Gerät mit SSB wirklich besser beraten, Gerade deshalb weil dort 12W erlaubt sind und du so eine größere Reichweite erzielen kannst.

Eine Halbwelle im 'camp' im Urlaub an einem DX-Wire 10m GFK-MAST​ und du hast ein schönes Setup das dir viele Möglichkeiten eröffnet. Am Auto eine Santiago 1200 oder vergleichbares (je länger um so besser) und du kannst mit einem Gerät im Auto auch Mal auf der Fahrt 'ins Camp Funken' oder wie es bei mir der Fall war (Wilson little wil) bis nach Schottland bei DX. Auch Verbindungen nach Deutschland aus dem Urlaubsland sind möglich.

Viel Erfolg!

CharlyBravo35
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FT 857D - Optimal für SWL
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