MP-1 oder HFP-1

MP-1 oder HFP-1

Beitragvon Schimaere » Mi 14. Feb 2018, 00:03

Hallo zusammen,

da ich gerne im Sommerurlaub (dauert ja noch ne Weile) ein wenig auf KW QRV sein möchte, würde ich mir gern eine passende Mobil-/Portabel-Antenne hierfür zulegen.

Meine Idee war es nun mir so eine eierlegende Wollmilchsau zuzulegen, die sowohl als Portabel-, aber auch als Mobilantenne eingesetzt werden kann um hier halbwegs flexibel zu sein. Monoband-Antennen scheiden aus, selbstgewickelte 1:49 Baluns für endgespeiste Halbwellenantennen habe ich auch schon (nehme ich samt GFK-Mast für den Campingplatz vermutlich auch mit. Outbacker etc sollen mit dem Umstecken auch nicht so dolle sein.

Die Idee wäre es gewesen, ggf. bereits während der Fahrt den Ultimate 3S mobilerweise ein wenig flüstern zu lassen und vor Ort dann am Strand oder in ner Pause beim Wandern kurz ein Antennchen hinzustellen und den mBITX zu befeuern (wenn er bis dann da ist....). Draht zu spannen ist zu viel Aufwand (und kommt auch bei der Familie nicht so gut an *G*). Also alles in allem nur ein wenig QRP ohne Aufwand und schnell auf- und abbaubar- familien und babyfreundlich :dlol:

Nichts schlechtes hatte ich dann über die MP1 gelesen - ist halt nur gut teuer. Hat dafür aber ein 3/8 Zoll Gewinde um Sie auch auf Magnetfuss oder Einbaufuss verwenden zu können. Zudem gibt es auch nen Edelstahlstrahler bzw. Titanstrahler für Mobilbetrieb.

Die HFP1 von Difona ist wohl ein fast identischer Nachbau, nur allerdings deutlich günstiger. Zudem sind Teile des Zubehörs (z-B. 80m Spule) , die bei der MP1 teuer dazuerworbenen werden müssen schon dabei. Allerdings hat diese ein M10 Gewinde - damit fällt die Möglichkeit der Montage auf Mobilfüsse wohl flach.

Kennt jemand vielleicht zufällig beide Antennen und kann mir eher zu der einen oder anderen raten?

Mich würde ja interessieren: SInd beide in der Praxis gleich gut? Wie sieht es mit der Verarbeitungsqualität aus? Oder gibt es vielleicht Adapter 3/8''-24 Außengewinde auf M10 Innengewinde? Dann würde sich die HFP-1 wirklich fürs Auto einsetzen lassen.

Oder gibts vielleicht noch ne andere, gut passende Antenne, die ich noch nicht auf dem Schirm hatte?
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Re: MP-1 oder HFP-1

Beitragvon df2tb » Mi 14. Feb 2018, 00:46

Na ja, wenn ich mir das Stängchen der MP-1 so anschaue dann frage ich mich, wie Du mit der Antenne Mobilbetrieb machen möchtest. So rein nach dem Bauchgefühl würde ich damit nicht mehr als 80km/h fahren. Und selbst da hätte ich Angst. 2FI hatte sie ja wohl jahrelang auf seinem T4, allerdings weiß ich nicht, wie schnell er fuhr.

Ansonsten ist sie nicht schlecht, die beigefügten Radials taugen aber nichts, die sollten duch dickeren Draht ersetzt werden. Und die 80m Spule mußt Du auch nachstimmen. Ich verwende sie gelegentlich auf meinem Balkon.

Ich habe auch eine Outbacker. Das Umstecken ist schnell und einfach, zumindest für Mobilbetrieb die bessere Wahl.

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Re: MP-1 oder HFP-1

Beitragvon NSA001 » Mi 14. Feb 2018, 01:07

Hallo,

ich besitze eine MP-1 und hatte auch mal die HFP-1 von einem befreundeten OM geliehen zum Vergleich.
Das ist im Grunde dieselbe Antenne, einmal mit metrischen und einmal mit zöllischen Gewinden. Qualitativ ist der Unterschied zu vernachlaessigen.
Ich würde wieder die zoellische MP-1 kaufen wenn ich mich entscheiden müsste, einfach weil 3/8 Zoll Füße reichlich am Markt vorhanden sind, die längeren Teleskope von Buddipole und MFJ direkt passen und mittels 3/8" zu PL Adapter die Antenne auch mal auf das Auto gesetzt werden kann.
Das bringt mich zu Deinem geplanten Mobilbetrieb....kurz und knapp: kannst Du vergessen! Beide Antennen wurden nicht für den Einsatz während der Fahrt gebaut und sind nicht stabil genug. Standmobil gehen sie super aber fahren kann man damit nicht.

Zur Performance: Von 10-20m gehen die Antennen ganz gut. Auf 40m auch aber da empfehle ich ein deutlich längeres Teleskop. Ich schwöre auf die langen Buddipole Teleskope, die sind sehr robust und ihr Geld wert. Von MFJ gibt es da auch was, aber qualitativ schlechter (hab beide).
Für 80m kannst Du damit nicht viel ausrichten, QRP eher noch weniger. Die Physik ist auch da nicht zu bescheißen.
Wichtig ist wie bei den meisten Antennen die Masse. Auf dem Auto geht die Karosserie bei guter Verbindung in der Regel gut. Portabel empfehle ich unbedingt den Einsatz von möglichst vielen Radialen. Ich habe mir für jedes Band 4 Stück gemacht, da geht ganz ok. Mehr = besser.

Ich bin in den letzten 2 Jahren fauler geworden und bevorzuge für Quick&Dirty Portabel einen leichten GFK-Masten, 10m Draht nach oben, 16x10m Draht als Radiale und einen Automatiktuner am Speisepunkt. Das geht mindestens genauso gut und man muss nicht ständig den Abgriff verschieben bei Bandwechsel. Auf 40&80 geht das natürlich auch nochmal deutlich besser als die MP1. Wenn man Strahler und Radiale ordentlich auf eine Kabeltrommel wickelt dauert der Aufbau nicht wirklich viel länger und mobil lässt sich eine DV-27L für 10m-20m gut vergewaltigen mit selben Tuner am Speisepunkt.
Als permanente Mobilantenne habe ich eine Little Tarheel im Einsatz. Zusammen mit dem West Mountain TargeTuner ist das auch eine gute Lösung, speziell mit längerem Strahler….
Soweit meine Erfahrungen.
Beste Grüße,
Tobias
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Re: MP-1 oder HFP-1

Beitragvon Bandito76 » Mi 14. Feb 2018, 10:21

Hallo,
ich habe mir auch die HF-P1 zugelegt, hatte sie aber bisher nur testweise in Betrieb.
Zuhause kann ich nur mit Behelfsantennen arbeiten, meine eigentlich Antenne ist aktuell eine 6m lange Angelrute um die 8m Draht gewickelt ist, mit dem ATU wird das Gebilde dann angepaßt. An den zweiten Antennenanschluss meiner Funke habe ich dann die HF-P1 angeschlossen und schnell festgestellt das sie - trotz perfekter Abstimmung und längerer Radiale - meiner Angelrute beim senden und empfangen unterlegen ist. Soviel dazu...
Ich finde die HF-P1 recht poppelig - klar, der Preis muß irgendwo her kommen. Doch schon auf einem Stativ montiert erscheint sie mir recht wackelig, auf dem Auto montiert mag ich mir das gar nicht erst vorstellen. Die Abstimmspule wird mit einer Klemmschraube aus Kunststoff fixiert, ich kann mir kaum vorstellen das sie sich während der Fahrt nicht selber verstimmt...
Also ich meine die HF-P1 als "Zwischendurch-Antenne" ja, als Mobilstrahler aber eher nicht...

73,
Michael
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Re: MP-1 oder HFP-1

Beitragvon DL0815 » Mi 14. Feb 2018, 10:23

Moin Sascha, ich habe noch so ein Teil hier.
Kannste gerne mal testen oder günstig erwerben :-)

Betriebserfahrung habe ich damit nicht, aber im QRP-Forum ist man(n) davon eigentlich recht angetan...

Gruß
Elmar
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Re: MP-1 oder HFP-1

Beitragvon 13DS29 » Mi 14. Feb 2018, 11:36

Mein Senf dazu:
Hab die HF-P1 von Difona und war damit letztes Jahr auf dem Campingplatz.

Schon vorher daheim ausprobiert und dabei rausgefunden:
Radiale aufdröseln und sternförmig auslegen, aber nicht in Richtung TRX, sonst Einstrahlung in die NF. Kollege hat die auch und die Radiale nicht aufgedröselt. Er kriegt kein gutes SWR hin, will aber nicht glauben, dass es daran liegt.

Wenn auf Stativ, Radiale nicht spannen, sondern runterhängen lassen. Hab erst Schweißdrahtstücke an die Enden gelötet und diese in den Boden gesteckt. Verschlechtert SWR drastisch.

SWR sollte ja an Antenne gemessen werden. Das ist m. Mn. nach nur mit einem VNA praktikabel. Ich hab den Metro VNA. Ohne den würde ich wahnsinnig werden. Grad auf 80 muss man bei wirklich jedem Frequenzwechsel um ein paar kHz neu abstimmen. Einstellen nach Maß funktioniert nicht wirklich schnell und zuverlässig. Die angegebenen Positionen in der Anleitung hauen bei mir nicht mal ansatzweise hin.

In der Praxis aufm CP gut handhabbar. Besser als irgenwelche Drähte zu spannen und die Nachbarn aufzuscheuchen. Und sowieso, wenn der CP gar keine geeigneten Bäume hat. Weltumspannende DXe werden nicht möglich sein, aber von Ostbayern aus war UK kein Problem auf 20m. Deutschlandfunk auf 80 ging auch, aber wie schon oben gesagt, bei QSY bist Du sofort im Nichts verschwunden, wenn Du nicht nachstimmst.

Ich mag sie. Für mobil würd ich sie niemals nehmen.

Ach ja, ich hab noch mit Schwerspannstiften eine Verdrehsicherung eingebaut.

Gruß
Michael
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Re: MP-1 oder HFP-1

Beitragvon pömmf » Do 15. Feb 2018, 10:06

Nimm einfach so eine gewendelte power cb rute, eine wo oben ein Abstimmstäbchen drin ist.
Durch Austausch der Stäbchen (Fahrradspeichen passen) kannste die Antennen auf 10-20m ohne Tuner verwenden.

Oder einfach so lassen wie sie sind und mit nem Tuner anquälen. So mache ich das derzeit da man mit den Verlängerungen nicht fahren kann.

Habe so eine Antenne und kann während der Fahrt auf 40m sabbeln.


Wenn man Kosten , Aufwand und Ergebnis gegeneinander aufwiegt ist das die ideale Lösung.

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Re: MP-1 oder HFP-1

Beitragvon funkfan » Do 15. Feb 2018, 14:39

und für standmobil draht ausbringen und mit dreko und spule in resonanz bringen! das ist so einfach kostet kaum geld und funktioniert am ende noch!!! es gibt soviel untauglichen mist zu kaufen! unglaublich! für mobilbetrieb muss ich meinem vorredner zustimmen!
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Re: MP-1 oder HFP-1

Beitragvon DD1GG » Do 15. Feb 2018, 19:32

Hey Sascha

KFZ während der Fahrt...besser vergessen. Thema Radiale: erstaunlich, mal funktionieren die, mal nicht. 1,5 m2 6x in verschiedenen Längen an einen Kabelschuh getüddelt, eindeutig besser.

Ne olle Thankwhip entfremdet und angeschraubt wirkt Wunder, ich weiß nimmer, auf welche der Antennen sie passt. Die Billigversion reicht aber. 80 m Spule entsorgen, da geht m.E. nix, 40 m ist mühsam, ab 20 m macht’s Spaß.

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Re: MP-1 oder HFP-1

Beitragvon Schimaere » Do 15. Feb 2018, 21:24

Danke für die vielen, vielen Antworten.

Jetzt bin ich erst mal erschlagen und muss mal erneut evaluieren in welche Richtung es gehen soll... :rolleyes:

Wenn der Betrieb während der Fahrt nicht möglich ist, ist das natürlich für MP1/HFP1 ein dicker Minuspunkt. Klassichen Mobilbetrieb hätte ich eh nicht machen wollen/können/dürfen, nur eben die WSPR Bake mitlaufen lassen. Aber dann kann ich das natürlich vergessen.

Dann muss der Fokus also doch auf dem Portabelbetrieb liegen (Elmar, dich schreib ich gleich mal an :-) ).

Wenn ich es jetzt ergo richtig zusammenfasse, ist das das Beste einfach einen Strahler ohne Fusspule (MP-1/HFP-1) in die Luft zu bringen und diesen dann am Fusspunkt via Tuner - manuell oder automatik anzumatchen. Und wenn doch eine Antenne mit Fusspule verwendet werden soll, dann besser die MP1 wegen der Möglichkeit gute 3/8 Zoll Verlängerungen für die unteren Bänder anzubringen. Richtig?

Nur Draht will ich eigentlich nicht - dann muss man sich immer etwas zum Aufbau suchen - und am Strand geht schon mal gar nix. Muss also irgendwas mit Stab sein. Also vermutlich irgendein Dreibein, an dass ich - sollte es eine Bastellösung werden - einen Antennenfuss anbringen kann und ggf. ein paar Radiale. Zudem sollte es ne Vertikalantenne sein. Dipol/Doppelzepp etc wäre sicher besser, braucht aber mehr Platz und ist weniger dezent. Beides ließe sich aber vermutlich mit den Buddipole-Teleskopstangen ((Drahtstrahler oder Aufhängung für Doppelzepp) verwirklichen.

DV27L aus Glasfiber hätte ich sogar noch da. Ist aber zweiteilig - blöd zum transportieren. Die Dreiteiliege aus Aluminium hat auch immer noch über 1m pro Element. 50 cm wäre eigentlich ein besseres Maß. Muss ich mal überlegen.

Einen 3/8'' Magnet- oder Einbaufuss (falls Buddipole-Stangen verwendet werden sollten) hätte ich sonst auch daliegen. Und dann fehlt mir aber was Handliches zum Anmatchen. ZM-4 sieht ganz nett aus. Finde ich aber für nen Bausatz zu teuer. Der LDG Z-100 kostet bei Ebay als Direktimport auch kaum mehr.

Gut, die China-Tuner-Bausätze kriegt man hinterhergeworfen. Falls das was taugt. Einstellungen könnte ich vermutlich mit meinem Antennenanalyser ermitteln und dann beschriften.

Hmmm....... Ich denke noch nach..... :mrgreen: :crazy:
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Re: MP-1 oder HFP-1

Beitragvon funkfan » Do 15. Feb 2018, 23:00

zm 4 ist ein z-match sowas baut man für wenige euro selbst und mehr power! allerdings tut es auch ein einfaches L/C -glied ! nur 2 bauteile!! das bekommste für 100 oder 200 watt für 10 euro hin!
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