Ende der Hoffnung

Re: Ende der Hoffnung

Beitragvon 13DS29 » Do 14. Dez 2017, 11:12

Nur weil es immer wieder von irgendwelchen tauben Nüssen behauptet wird, stimmt es noch lange nicht. Die Frequenzen sind nicht leer! Es sind nur nicht immer alle voll. Ja und?

Man kann gerne behaupten, auf den Bändern sei nix los, wenn man sich mit den Leuten nicht unterhalten kann, weil man keiner Fremdsprache mächtig ist. Wenn man nur deutsch kann, kann es durchaus sein, dass "nix los" ist. Das ist aber ein persönliches Problem des OM und nicht des Amateurfunks generell. Wie oben gesagt, auf den Bändern ist immer irgendwo Betrieb.

Beim Seefunk (SRC, LRC etc.), dessen Prüfungen mit wesentlich geringerem Lernaufwand, aber praxisbezogener sind, wird rudimentäres Englisch vorausgesetzt, dazu ist noch Fachvokabular zu lernen.

Meiner Meinung nach wäre das für Lizenzklassen, die Kurzwelle ermöglichen, auch beim Afu sinnvoll. Dafür könnten meinetwegen die Schaltungen der Modulatoren, Diskriminatoren etc. wegfallen. Die kann man jederzeit nachschauen.

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Re: Ende der Hoffnung

Beitragvon guglielmo » Do 14. Dez 2017, 14:54

Natürlich sind manche Bänder zu bestimmten Jahres- und Tageszeiten leer. Zum Beispiel im Winter Abends und Früh-Morgens das 15, 17 und 20 Meterband. Na ja ganz leer auch nicht. Aber im Sommerhalbjahr ist zu bestimmten Tageszeiten knackig viel los. Dafür kann man stets Abends, auch im Winter, auf dem 80 und teilweise auch im 40 Meterband zumindest Innereuropäisch viel erleben. Auch hier gibt es wiedrige Funkwetterlagen, wo man denkt, huch ist hier wenig los. Das kann sich aber innerhalb von wenigen Minuten wieder ändern. Ich bin gewissermaßen ein Retroamateur. Mir bringt das klassische, analoge Kurzwellen-SSB-funken sehr viel Spaß.
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Re: Ende der Hoffnung

Beitragvon 13DS29 » Do 14. Dez 2017, 17:12

Als ob das für die Funkamateurdichte auf den Bändern relevant wäre, wenn ausbreitungsbedingungsmässig nix geht. :wall:
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Re: Ende der Hoffnung

Beitragvon ax73 » Do 14. Dez 2017, 17:42

Das wären doch mal praktische Kritierien, daß wir bei weiterem Zuwachs auf den Amateurfunkbändern auch mal
mehr sprachfähige Funkkollegen als Relaisvollnöler und Englischverweigerer bekämen :thup:
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Re: Ende der Hoffnung

Beitragvon DocEmmettBrown » Do 14. Dez 2017, 20:14

ax73 hat geschrieben:mehr sprachfähige Funkkollegen als Relaisvollnöler und Englischverweigerer bekämen :thup:
Welchen Sinn soll es haben, wenn ich mich mit einem OM, dessen Muttersprache genau wie bei mir Deutsch ist, mich auf Englisch zu unterhalten? Oder wenn ich mich mit einem Franzosen unterhalte und entweder er noch Deutsch kann oder ich noch Französisch, warum sollten wir dann Englisch nehmen? Nur um den bereits schon bestehenden Linguizid noch zu befeuern? :think:

Es ist nirgendwo festgeschrieben, daß man Englisch benutzen müsse, denn das wäre gegenüber allen, die Englisch nicht als Muttersprache gelernt haben, äußerst diskriminierend. Englisch hat sich nur in vielen Einzelfällen als "best practice" (oder präziser als bester Notbehelf) erwiesen, nicht mehr und nicht weniger. Läßt man die Politik einmal außen vor, gäbe es wesentlich geeignetere Brückensprachen als Englisch.

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Re: Ende der Hoffnung

Beitragvon Romeo Oscar ( 13RO763) » Do 14. Dez 2017, 21:07

Läßt man die Politik einmal außen vor, gäbe es wesentlich geeignetere Brückensprachen als Englisch.


Immer wieder erstaunlich, welche "vermeintlichen Weisheiten" Du hier zum Besten gibst .... :sdown:
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Re: Ende der Hoffnung

Beitragvon hl77 » Do 14. Dez 2017, 21:20

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Re: Ende der Hoffnung

Beitragvon DocEmmettBrown » Do 14. Dez 2017, 21:29

Romeo Oscar ( 13RO763) hat geschrieben:Immer wieder erstaunlich, welche "vermeintlichen Weisheiten" Du hier zum Besten gibst .... :sdown:
Das ist halt der Vorteil daran, wenn man sich mit einer Materie näher befaßt. :D

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Re: Ende der Hoffnung

Beitragvon ax73 » Do 14. Dez 2017, 22:07

DocEmmettBrown hat geschrieben:
Romeo Oscar ( 13RO763) hat geschrieben:Immer wieder erstaunlich, welche "vermeintlichen Weisheiten" Du hier zum Besten gibst .... :sdown:
Das ist halt der Vorteil daran, wenn man sich mit einer Materie näher befaßt. :D...


Mit dem Nachteil daß es regelmäßig Themen entführt :roll:

Natürlich ist jede zusätzliche Sprache willkommen und nützlich auf Band.
Allerdings ist nunmal, nicht nur in in meiner mehr als vierzigjährigen Funkerlebniswelt, in den QSOs rund um den Globus die
englische Sprache mit Abstand am Häufigsten der einzige gemeinsame Verständigungsweg zweier Gesprächspartner
deren Muttersprachen nicht übereinstimmen.
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Re: Ende der Hoffnung

Beitragvon sparkling_water » Do 14. Dez 2017, 22:12

Wenn man hier die Aufteilung der Sprachen im Verhältnis zur Weltbevölkerung betrachtet dann kommt Englisch nach Hindi mit 460 Millionen Mittersprachler, erst an dritter Stelle mit 375 Millionen Muttersprachler.

Die erste Wahl wäre hier eigentlich Chinesisch. Knapp 1 Milliarden Menschen sprechen Chinesisch als Muttersprache.

Ich übrigens auch: "Einelmal Numello fuenfundleißig bittell - Entel süßsauell!" :banane:
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Re: Ende der Hoffnung

Beitragvon der_Kölner » Do 14. Dez 2017, 22:27

ax73 hat geschrieben:Das wären doch mal praktische Kritierien, daß wir bei weiterem Zuwachs auf den Amateurfunkbändern auch mal
mehr sprachfähige Funkkollegen als Relaisvollnöler und Englischverweigerer bekämen :thup:

So wie D**KAN, der auf einem (unvernetztem, unverlinktem) 70 cm Lokal Relais auf englisch CQ ruft und englische Monologe hält wenn niemand antwortet?
Mal ehrlich, auf Relais (lokal, unvernetzt, kein Echolink!) was anderes als deutsch zu reden wenn man selbst deutsch sprechen kann und der Einzugsbereich nicht grenzüberschreitend ist, finde ich Schwachsinn.

P.S. Naja, derjenige ist sowieso strunzbesoffen wenn man ihn hört, aber er agiert auf dem lokalen Relais als wenn er weltweit zu hören wäre.
Aber wofür soll das gut sein?
Zuletzt geändert von der_Kölner am Do 14. Dez 2017, 22:29, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Ende der Hoffnung

Beitragvon DocEmmettBrown » Do 14. Dez 2017, 22:27

ax73 hat geschrieben:Allerdings ist nunmal, nicht nur in in meiner mehr als vierzigjährigen Funkerlebniswelt, in den QSOs rund um den Globus die englische Sprache mit Abstand am Häufigsten der einzige gemeinsame Verständigungsweg zweier Gesprächspartner deren Muttersprachen nicht übereinstimmen.
Absolut richtig. Deswegen schrieb ich ja auch "best practice".
sparkling_water hat geschrieben:Die erste Wahl wäre hier eigentlich Chinesisch. Knapp 1 Milliarden Menschen sprechen Chinesisch als Muttersprache.
Und speziell in der EU ist Deutsch tatsächlich die am meisten gesprochene Muttersprache, übrigens gefolgt von Französisch. ;)

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Re: Ende der Hoffnung

Beitragvon 13CT011 » Do 14. Dez 2017, 23:19

guglielmo hat geschrieben:Einen experimentellen Funkdienst, aus wissenschaftlicher Sicht, brauchen wir nicht mehr. Die Physik der Funkwellen ist hinlänglich beschrieben...


Wenn das für dich persönlich gilt- okay- Vergiß aber bitte nicht: Amateurfunk ist nicht nur Kurzwelle... Es gibt durchaus in anderen Frequenzbereichen noch Spielwiesen, wo nicht nur Selbstbau noch Sinn macht- sondern essentiell ist- da keine (bzw. kaum) kommerzielle Technik verfügbar ist. ATV ist so ein Beispiel- aber nur eins von vielen :holy: Aber davon abgesehen: das du keinen Bedarf hast auf Kurzwelle zu experimentieren heißt nicht das es dort nichts mehr zu experimentieren gibt. Es gibt so unendlich viele Spielwiesen und Facetten bei unserem gemeinsamen Hobby- der Betrieb von "selbstgekauften Equipment" ist da nur ein klitzekleiner Bereich :holy:

Was passiert wenn man die Prüfungsanforderungen absenkt sieht man in OE: lediglich die OM´s mit CEPT Lizenz (Klasse 1) haben noch die Berechtigung selbst zu bauen- die anderen beiden Lizenzklassen sind praktisch nur noch "CB-Funk deluxe", da nur noch Geräte aus dem Karton benutzt werden dürfen. Wenn man unterstellt das die Antenne Teil der Sendeanlage ist, wäre (theoretisch) sogar der Eigenbau einer Antenne inzwischen in OE für Funkamateure der Klassen 3 und 4 nicht legal. Wollen wir wirklich solche Zustände in DL? :think:

Weder in Österreich noch in Großbritannien hat die Absenkung der Prüfungsanforderungen (bei Einführung einer Nationalen ELL) einen signifikanten Anstieg an CEPT-Lizenzen bewirkt. Mag das Beispiel USA noch so oft angeführt werden- ich glaube nach wie vor nicht das dies 1:1 auf DL übertragbar wäre! Wir benötigen (wieder) flächendeckend und bessere Ausbildung der Interessenten... Wer sich nicht für die "Technik dahinter" interessiert der ist wohl langfristig besser beim CB-Funk aufgehoben :king:

DocEmmettBrown hat geschrieben:Und speziell in der EU ist Deutsch tatsächlich die am meisten gesprochene Muttersprache, übrigens gefolgt von Französisch. ;)


Im internationalen Funkverkehr (Amateurfunk) ist das ziemlich unerheblich. Wenn man sich die Verteilung der zugeteilten Lizenzen ansieht wird ziemlich deutlich, das Japanisch, gefolgt von Englisch am meisten hilfreich sein wird:

Rank Country Amateur Radio Licenses
1 Japan: 1296059
2 USA: 679864
3 Thailand: 141241
4 RO Korea: 141000
5 Germany: 79666
6 Chinese Taipei: 68692
7 Spain: 58700
8 UK: 58426
9 Canada: 44024
10 Russia: 38000
11 Brazil: 32053
12 Italy: 30000
13 Indonesia: 27815
14 France: 18500
15 Ukraine: 17265
16 Argentina: 16889
17 Poland: 16000
18 Australia: 15328
19 Netherlands: 14529
20 Sweden: 10817
21 India: 10679
22 Venezuela: 10600
23 Denmark: 10060
24 Hungary: 9000
25 Czech Rep.: 7086
26 Mexico: 7059
27 Chile: 7054
28 Slovenia: 6500
29 Colombia: 6500
30 Austria: 6214
31 South Africa: 6000
32 Finland: 5900
33 Switzerland: 5500
34 New Zealand: 5464
35 Norway: 5302
36 Belgium: 5295
37 Paraguay: 5085
38 Bulgaria: 4950
39 Portugal: 4200
40 Philippines: 4000
41 Uruguay: 3980
42 Romania: 3500
43 Peru: 3080
44 Greece: 2952
45 Dominicana: 2354
46 Panama: 2024
47 Ecuador: 2006
48 Cuba: 1870
49 Bosnia: 1758
50 Ireland: 1658
51 Hong Kong: 1508
52 Croatia: 1410
53 Bolivia: 1385
54 Belarus: 1359
55 Israel: 1225
56 Turkey: 1200
57 Estonia: 1000
58 Costa Rica: 937
59 Slovakia: 930
60 Lithuania: 810
61 China: 800
62 El Salvador: 703
63 FYR Macedonia: 620
64 Cyprus: 578
65 Nicaragua: 564
66 Luxembourg: 525
67 Cote d'Ivoire: 500
68 Malta: 470
69 Trinidad: 445
70 Morocco: 391
71 Guatemala: 386
72 Malaysia: 381
73 Yugoslavia: 354
74 Honduras: 298
75 Pakistan: 214
76 Lebanon: 205
77 Sri Lanka: 200
78 Moldova: 192
79 Latvia: 190
80 Tanzania: 173
81 Fr. Polynesia: 172
82 Grenada: 168
83 Nigeria: 158
84 Barbados: 150
85 Iceland: 140
86 Jordan: 133
87 New Caledonia: 130
88 Kuwait: 126
89 Haiti: 100
90 Zimbabwe: 96
91 PNG: 95
92 Singapore: 95
93 Andorra: 94
94 Oman: 94
95 Suriname: 93
96 Montserrat: 92
97 Faroe Is.: 90
98 Bermuda: 90
99 Namibia: 88
100 Jamaica: 84


Die Daten (Quelle: http://www.n0hr.com/ham_radio_population.htm) sind nicht ganz aktuell, zeigen jedoch die aktuelle Verteilung von Calls auf Nationen ganz gut. Mit: Japanisch, Englisch, Spanisch und CW (und vielleicht Portugisisch und Deutsch) kommt man mit unserem gemeinsamen Hobby ganz gut über die Runden :holy: Wer was in der EU (oder international) spricht ist da eher unerheblich- da kommt es eher auf die Wahrscheinlichkeit an, welche Sprache der Gesprächspartner spricht - und tatsächlich kommt man da mit Englisch/Spanisch (oder besser noch CW) am weitesten :king:



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Re: Ende der Hoffnung

Beitragvon 13DS29 » Fr 15. Dez 2017, 12:28

Englisch ist auch die von der ITU international festgelegte Funksprache.

Mich wunderts nur, wie 30k Italiener und 38k Russen die Bänder so zustopfen können. Ob die Zahlen so stimmen? Oder ham die einfach nix zu tun und hängen deshalb ständig an der Kiste?

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Re: Ende der Hoffnung

Beitragvon Charly Alfa » Fr 15. Dez 2017, 17:35

Da pack ich mir an de Kopp (auf Kölsch)
58 Antworten und 1813 Zugriffe


..........auf den Thread . In der Zwischenzeit hätten einige etwas lernen können zumindest für die Klasse E ,
als sich anzustrengen für ein
Ende der Hoffnung
uninteressanten bullshit zu posten !

Kindern sagt man etwas und sie machen es , aber je oller desto bekloppter Erwachsene :think:
Wird mal langsam Zeit das einige Ihr Leben auf die Reihe bekommen und nicht ständig jammern !

Vun nix kütt nix (auf Kölsch)

Habe fertisch :dlol:
...............................und alles geschafft im Leben wo andere noch von träumen :finger:

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