"Die „JJ’s“ – eine neue junge Amateurfunkfamilie"

Re: "Die „JJ’s“ – eine neue junge Amateurfunkfamilie"

Beitragvon Bondarenco » Sa 28. Okt 2017, 13:58

Und ich lege noch einen nach:
Ich kenne Erwachsene,die das nicht auf die Kette kriegen. 8)
73.
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Re: "Die „JJ’s“ – eine neue junge Amateurfunkfamilie"

Beitragvon guglielmo » Mo 30. Okt 2017, 07:06

Auch meine Achtung und Anerkennung.Wenn sie das, was die da auswendig gelernt hat, auch verstanden hat, wird mir das kleine Mädchen unheimlich :wink: . Schön das es noch Kinder gibt die lernen und sich durchbeißen können.
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Re: "Die „JJ’s“ – eine neue junge Amateurfunkfamilie"

Beitragvon do8ail » Mo 30. Okt 2017, 08:12

Bondarenco hat geschrieben:Da gibt es doch gar nix zu diskutieren,das ist eine tolle Leistung für ein 10 jähriges Kind.
73.



Genau so ist es und nicht anders.

Hingesetzt , gepaukt, zur Prüfung, FERTIG.....ohne rumeiern


Gruß aus der Heide

Tom
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Re: "Die „JJ’s“ – eine neue junge Amateurfunkfamilie"

Beitragvon Kanalratte I » Mo 30. Okt 2017, 12:48

Erstmal Gratulation der Kleinen, egal ob sie hier mitliest oder nicht. :)
Da sollen sich die Jammerer die meinen daß die Hürden so hoch sind, und man dringend eine leichtere Prüfung bräuchte mal eine Scheibe von Abschneiden.

Aber jetzt kommt für das Mädel der 2. Schritt: Aktiv werden. Das ist nämlich auch mit dem Schein in der Tasche manchmal gar nicht so leicht.
Hier in der Gegend hat ein Junge mit 12 Jahren die Lizenz gemacht, mittlerweile ist der glaub ich 15 oder so. Und wann hört man Ihn? Nur dann wenn der Papa (auch Lizensiert) über das Relais fragt wann der Sohnemann nach Hause kommt, oder andersrum der Sohn sagt, daß Papa auf dem Heimweg vom QRL noch schnell was vom Supermarkt mitbringen soll. :)
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Re: "Die „JJ’s“ – eine neue junge Amateurfunkfamilie"

Beitragvon Wolf » Mo 30. Okt 2017, 15:10

Solche euphorischen Meldungen über Kinder, die Außerordentliches geleistet haben, sind immer ein zweischneidiges Schwert.

Bitte nicht falsch verstehen: Natürlich ist es eine beachtliche Leistung für die Zehnjährige, mal eben die Klasse-E-Lis zu machen. Ich kenne auch die Gründe nicht, die die Lütte dazu bewogen haben.

Aber generell frage ich mich bei solchen Geschichten doch, ob die Kinder das immer aus eigenem Antrieb/eigenem Interesse´gemacht haben oder ob manchmal eher die Interessen der Eltern im Vordergrund standen und die Kleinen nur mitgemacht haben, um den Eltern zu "gefallen" (wobei es völlig egal ist, obs um Amateurfunk oder irgendwas anderes geht).

Wie gesagt: Ich kenne die "JJ's" nicht und kann mir da kein Urteil erlauben. Aber ich denke schon, dass man solche Überlegungen nicht völlig ausblenden sollte.

Grüß
Wolf :-)
"Ein Esoteriker kann in fünf Minuten mehr Unsinn behaupten, als ein Wissenschaftler in seinem ganzen Leben widerlegen kann." Vince Ebert
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Re: "Die „JJ’s“ – eine neue junge Amateurfunkfamilie"

Beitragvon guglielmo » Mi 1. Nov 2017, 07:36

Unabhängig davon, ob solche Prüfungen Kinder oder Erwachsene machen sehe ich da ein grundlegendes Problem. Das Problem ist das auswendig lernen. Man kann es auch in den Foren lesen. Viele speichern die Daten ein und speichern sie in der Prüfung wieder aus. Danach bekommen sie einen Zettel wo drauf steht das sie etwas wissen bzw. können. In der Regel werden dann wieder große Teile des Stoffs vergessen, der ja ohnehin nicht wirklich verstanden wurde. Es ist ja auch kein Wunder. Der Stoff ist durchaus anspruchsvoll und relativ komplex. Er entspricht, zumindest in den physikalisch technischen Grundlagen, dem was ein Hochfrequenztechniker wissen sollte. Das jedoch scheint ein universelleres Problem zu sein. Viele lernen unreflektiert auswendig um dann einen formellen Nachweis zu erbringen mit dem sie dann einen Karriereschritt voran kommen. Dem Wissen und der allgemeinen Fachkompetenz ist dies allerdings nicht gerade zuträglich.
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Re: "Die „JJ’s“ – eine neue junge Amateurfunkfamilie"

Beitragvon Charly Alfa » Mi 1. Nov 2017, 17:05

Das Problem ist das auswendig lernen ***

Kenne keinen der sich Lernmaterial kauft für hunderte Teuros und lernt Monate lang bis er alles genau ausrechnen kann.
Denn dann verliert man die Lust.
*** Alle machen es , nur kaum einer gibt es zu.
Betriebstechnik und Gesetzeskunde geht nur mit auswendig lernen .
Obwohl , das ist noch das einfachste, schaut man es sich genau an, kommt man logischerweise immer auf die richtige Antwort
denn alle anderen Antworten sind unlogisch.

Noch mal zur Technik zu kommen , wenn man genau hinschaut, auch hier kann man das logisch / unlogisch Prinzip anwenden um sich
die richtige Antwort zu merken mit dem Donkey Bridge verfahren . :dlol:
Natürlich geht man zur Prüfung mit NULL Plan , aber wenn man es schafft an der richtigen Stelle seine Kreuzchen zu setzten
ist es ALLEN egal. Und später "kräht" kein "Hahn" mehr danach.

Habe schon so einige Leute zur Prüfung hin gefahren und immer gesehen , nach spätestens 15 Minuten waren die meissten
mit einem Prüfungsteil durch. Einige brauchten auch nur 5 Minuten.

Und wenn du da plötzlich alleine sitzt , weil du alles genau gelernt hast und noch mit dem Taschenrechner und Formel arbeitest
wirst du nervös und machst Fehler.
Die anderen funken dann schon und du kannst noch mal zur Nachprüfung. :dlol:

Apropos Nachprüfung , wird in Einzelfällen im Anschluss freundlicherweise vollzogen wenn das Ergebnis auf der Kippe stand. (1-2 Fragen versemmelt )
Hier wird dann NUR mündlich abgefragt , haste nicht´s auswendig im Kopf war´s das !

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Re: "Die „JJ’s“ – eine neue junge Amateurfunkfamilie"

Beitragvon DD1GG » Mi 1. Nov 2017, 18:14

Kanalratte I hat geschrieben:Erstmal Gratulation der Kleinen, egal ob sie hier mitliest oder nicht. :)
Da sollen sich die Jammerer die meinen daß die Hürden so hoch sind, und man dringend eine leichtere Prüfung bräuchte mal eine Scheibe von Abschneiden.

Aber jetzt kommt für das Mädel der 2. Schritt: Aktiv werden. Das ist nämlich auch mit dem Schein in der Tasche manchmal gar nicht so leicht.
Hier in der Gegend hat ein Junge mit 12 Jahren die Lizenz gemacht, mittlerweile ist der glaub ich 15 oder so. Und wann hört man Ihn? Nur dann wenn der Papa (auch Lizensiert) über das Relais fragt wann der Sohnemann nach Hause kommt, oder andersrum der Sohn sagt, daß Papa auf dem Heimweg vom QRL noch schnell was vom Supermarkt mitbringen soll. :)


Nennt man Optimierung der Effizienz :sup:
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Re: "Die „JJ’s“ – eine neue junge Amateurfunkfamilie"

Beitragvon guglielmo » Do 2. Nov 2017, 08:04

@Charly Alfa: Ich glaube Du hast den Einwand bzw. das Problem nicht ganz verstanden. Ich schrieb ja, das es fast Alle so machen. Ich meine dies mit dem Auswendig lernen. Das ist aber nicht der Sinn dieser Prüfung und schon gar nicht der Anspruch des Hobbys. Bei den gesetzlichen Vorschriften und Teilen der Betriebskunde ist dies ja auch angebracht oder unausweichlich. Im Bereich Technik sehe ich dies anders. Du erwirbst mit der AFu-Lizenz das Recht Deine eigenen Geräte zu bauen oder in gekauften Geräten technische Eingriffe vorzunehmen. Solche technischen Eingriffe bzw. das bauen von eigenen Geräten wie z.B. Leistungsverstärkern können weitreichende Folgen haben. Einmal im Bereich von Störungen die man verursachen kann und dann auch noch im Bereich der elektrischen Sicherheit. Der Amateurfunk bezeichnet sich als ein experimenteller Funkdienst. Diesen Anspruch kann man nur durch solides Basiswissen und gesammelten Erfahrungen gerecht werden. Dasselbe gilt auch für die Modifikation von Firmware in gekauften Neugeräten.

Wenn es darum geht lediglich ein Funkgerät, einen Tuner und eine Antenne zu kaufen und diese in Betrieb zu nehmen reicht ein Bruchteil dieses Wissens aus. Dann reicht aber auch eine AFu-Lite Prüfung. Hier würde dann die Berechtigung des selber bastelns weitgehend weg fallen. Eine solche Minimallizenz wurde gefordert aber vom zuständigen Wirtschaftsministerium zurück gewiesen. Somit kommen wir wieder zu dem Punkt, der ein Deutsches Problem ist. Es finden viele Prüfungen, auch auf anderen Gebieten, statt und es werden tolle Urkunden verteilt die Dinge suggerieren die der Besitzer nicht erfüllen kann. Das führt zu einer Entwertung der "Diplome". Auf dem gesamten Bildungssektor ist dieser Trend erkennbar. Der Wirtschaft kann dies nur Recht sein. So kann sie einer immer größer werdenden Gruppe von unselbständigen Amateuren immer mehr tolle und teure Produkte zum spielen verkaufen die fix und fertig sind.

Der einzelne angehende Funkamateur der nur etwas funken möchte hat da offensichtlich keine andere Chance als auswendig zu lernen oder er müsste sich ernsthaft mit Basisphysik (Einheitensystem), Grundlagen E-Technik, Grundlagen Elektronik und Grundlagen HF-Technik auseinander setzen. Das ist eine Menge Holz und Jeder der dann noch mit Rechnen auf Kriegsfuß steht hat dann entgültig verlohren.

Ich selber hatte übrigens nur im Bereich Betriebskunde, gesetzliche Bestimmungen sowie einige Grundschaltungen etwas Auswendig gelernt. Alle anderen Prüfungsbereiche habe ich aus solidem Basiswissen bestritten. Paradoxerweise habe ich den gesamten Bereich wo ich nichts Auswendig gelernt habe, also Physik und Technik fehlerfrei absolviert. Einige wenige Fehler hatte ich ausgerechnet in der Betriebskunde und den gesetzlichen Bestimmungen. Zum Glück reichte es dennoch auf Anhieb für Klasse A.
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Re: "Die „JJ’s“ – eine neue junge Amateurfunkfamilie"

Beitragvon 13DS29 » Do 2. Nov 2017, 09:20

Ich versteh nicht, was Ihr wollt. Niemand, wirklich niemand, kann nur durch Beherrschen des Prüfungsstoffs einen TRX entwickeln und aufbauen oder einen gekauften abgleichen. Mit Auswendiglernen schon gar nicht.

Ich versteh auch nicht, was daran das Problem sein soll. Wenn es einer will, eignet er sich das Wissen schon an. Wenn man halbwegs alle Lampen brennen hat, weiß man durch die Lernerei, dass da viel mehr dahintersteckt und dass man mit den Grundlagen allein nicht weit kommen kann.

Beim Führerschein ist es doch das gleiche. Die, die nach der Fahrschule fahren können, konnten es schon vorher. Die anderen fangen mit Bestehen der Prüfung erst an, wirklich zu lernen. Etliche auch mit verlernen. Aber das ist ein anderes Thema.

Die lis ist erstmal die Starterlaubnis. Und ich finde das gut so.

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Re: "Die „JJ’s“ – eine neue junge Amateurfunkfamilie"

Beitragvon Username: » Do 2. Nov 2017, 12:53

Kenne auch so eine Familie, Vater , Mutter und Sohn (11 Jahre alt) Funkamateur.
Das hielte nicht lange an, das erste Smartphone war viel Interessanter .
Ist doch klar, über was sollen die Kids sich mit den "alten " unterhalten ausser 5/9 .
Dann hätte man den Knaben eben eines von diesen in die Hand drücken sollen anstatt eines Smartphone:
http://www.kenwood.de/comm/dmr/dmrhandfunk/NX-5200E/
https://hytera.co.uk/products/pdc760

@guglielmo
Dann schaue dir mal die ganzen Greise an die den Wisch scheinbar haben wo die Flagge noch Rot war mit so einen komischen Symbol in der Mitte. Wie viel von den wissen beherrschen viele? Bei uns haben sie sich aufgeregt weil die Behörde einführen wollte das man alle 5 - 10 Jahre erneuert einen Test machen sollte. Wieso haben sie sich geweigert ? Richtig weil von den ganzen zeug sicher keine Ahnung mehr haben und reihenweise durch rausche würden.
Abgesehen davon wie viele AFU Nutzer basteln wird noch wo rum und damit meine ich nicht Komponenten zusammentragen.
Neuge hat geschrieben:Die meisten verwehren sich nur weil die Geräte teuer sind und sie die Technik nicht verstehen ( wollen ). Es ist aber nur eine Frage der Zeit bis der Amateurfunk entweder komplett ausstirbt oder mehr und mehr digital gearbeitet wird.
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Re: "Die „JJ’s“ – eine neue junge Amateurfunkfamilie"

Beitragvon 13CT011 » Do 2. Nov 2017, 13:36

13DS29 hat geschrieben:Ich versteh nicht, was Ihr wollt. Niemand, wirklich niemand, kann nur durch Beherrschen des Prüfungsstoffs einen TRX entwickeln und aufbauen oder einen gekauften abgleichen. Mit Auswendiglernen schon gar nicht.

Ich versteh auch nicht, was daran das Problem sein soll. Wenn es einer will, eignet er sich das Wissen schon an. Wenn man halbwegs alle Lampen brennen hat, weiß man durch die Lernerei, dass da viel mehr dahintersteckt und dass man mit den Grundlagen allein nicht weit kommen kann.

Beim Führerschein ist es doch das gleiche. Die, die nach der Fahrschule fahren können, konnten es schon vorher. Die anderen fangen mit Bestehen der Prüfung erst an, wirklich zu lernen. Etliche auch mit verlernen. Aber das ist ein anderes Thema.

Die lis ist erstmal die Starterlaubnis. Und ich finde das gut so.

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Genau so wie´s da steht würde ich das auch unterschreiben! 5/9 :thup: :thup: :thup:

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Re: "Die „JJ’s“ – eine neue junge Amateurfunkfamilie"

Beitragvon cougar » Do 2. Nov 2017, 14:33

Hier schreiben auch Leute Beiträge, die anscheinend nur Anfangswissen in Rechtschreibung haben. :wall:
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Re: "Die „JJ’s“ – eine neue junge Amateurfunkfamilie"

Beitragvon 13CT011 » Do 2. Nov 2017, 16:06

cougar hat geschrieben:Hier schreiben auch Leute Beiträge, die anscheinend nur Anfangswissen in Rechtschreibung haben. :wall:


Ich persönlich finde es schlimmer das hier Leute schreiben, die nicht einmal "Anfangswissen" im LESEN haben :think:

73, Micha
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Re: "Die „JJ’s“ – eine neue junge Amateurfunkfamilie"

Beitragvon cougar » Do 2. Nov 2017, 17:01

Noch schlimmer, wenn sich Leute angesprochen fühlen, die nicht gemeint waren.
Aber wenn du mir einige Sätze in Beiträgen oben drüber erklären kannst, zieh ich mir diesen Schuh an. :lol:
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