FT 891,Test light

FT 891,Test light

Beitragvon DD1GG » Di 1. Nov 2016, 09:42

So, da ich im Netz wenig bis gar nichts bis wenig gefunden habe, fange ich mal an.

Für die Eiligen habe ich die Equalizereinstellungen vorrätig.

Mit O-Mike reichen 50% Mike Gain für lokalen Verkehr, Kompressor mit 15 % zugeschaltet für DX, 100-2900 Sendebandbreite (komm mir keiner mit 2700).

Handling: Bissl tricky, da die Einstellungen auf untere Ebenen verteilt sind. Ich habe contour, shift und notch auf die Tasten A-C gelegt. Somit relativ einfach zu bedienen, EQ ist immer an. NB Ist nicht so der Hit, da wird wohl per Software nachgebessert.

SSB Betrieb wird automatisch gewählt, wer auf 80 m zb USB fahren möchte, muss manuell im Menue umschalten.

Der 891 hat bereits einen eingebauten Sprachspeicher, habe ich noch nicht getestet, wahrscheinlich empfiehlt sich die externe Tastatur. Frequenz kann per "fast" zügig erreicht werden, ansonsten nimmt man die Bandwahl.

Empfang: Subjektiv stelle ich hier keinen Unterschied zu meinem Icom 7100 fest, eher ist per Shift und Notch hier eine bessere Einstellung zu erreichen, bei den schlechten Bedingungen der letzten Tage konnte ich auf 80 m einiges an schwachen Stationen rauskitzeln. Der digitale Notch blendet beats und anderes Gepiepe gut aus.

Wärmeentwicklung: kopflastig rechts, ähnlich 991, die Lüfter arbeiten leise und NICHT stetig, werden auch bei V-Mike Betrieb nicht zu laut. Wenns in den Dauerbetrieb geht, wie gestern, gibt es eine Menueeinstellung"Contest", dann geht die Drehzahl hoch, aber immer noch angenehm. Die Kühlrippen werden nie heiß, lediglich handwarm.

Mit einem guten Elektretmike wird der 891 zum Pileup-Knacker, ich versuche mal, ein paar Audiofiles bereitzustellen.

Voxbetrieb sehr angenehm, ich nutze ein PC Headset für 20 E, sehr durchdringende Mod.

Wer das Gerät als 857 Ersatz sieht-> völlig anders im Betrieb. Er ist auch kein 991 light. Vllt. übernehme ich ihn in meinen Funkkoffer, vllt. bestelle ich mir einen zweiten als Hauptgerät, ich kann mit den dicken Kisten wenig anfangen.

Das Gerät bringt volle Ausgangsleistung, kein Gefrickel an der ALC Regelung notwendig.

Wer für knapp 800 E ein gutes Gerät sucht, sollte zuschlagen, der Strassenpreis geht schon runter, wie ich sah. Angesichts des höheren Preises des 857 zzt. und den Fantasiepreisen, die für 706 er gefragt werden, sollte die Entscheidung nicht schwer fallen.

Teilen erwünscht, der Text kann frei verteilt und gepostet werden, wenn ich die Muße habe, irgendwann mal in Englisch.

Ich habe eine 891 Gruppe ins Leben gerufen, Mitstreiter erwünscht.

Danke an Markus Neuner für den zügigen Versand des FT 891 und die Hilfe bei einigen Fragen zum Gerät, als auch die MARS Mod.

73, Peter
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FT 891 - Test light

Beitragvon ct 101 » Di 1. Nov 2016, 11:07

dank fuer Tooop infooo - Pedder
toller kurz bericht :tup: :tup:
73 de klaus - daa dii doo
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Re: FT 891,Test light

Beitragvon AndyR » Fr 4. Nov 2016, 08:51

Hallo Peter,

meiner wurde gestern geliefert und ich habe ihn natürlich gleich angeschlossen. Auch mein erster Eindruck ist sehr positiv.
RX-seitig topp, wie erwartet. Contour f. SSB-Empfang und APF für CW funktionieren hervorragend (wie bei den großen Yaesus).
CW-Bandbreite 50 Hz klingelfrei und schönes klares Signal. DNR in SSB und CW sehr wirksam, auch bin ich von der Wirksamkeit des NB überrascht.

Klasse ist das schöne große Display. Die Bedienung ist zwar menülastig, was sich bei dieser Gerätegröße nicht vermeiden lässt, aber meines achtens
nach einfacher als beim 857-er. Die am meisten gebrauchten Funktionen legt man sich auf die Tasten A - C. Die Funktionsebenen 1 - 3 sind
übersichtlich und schnell erreichbar.

Insgesamt ist der 891-er noch kompakter als mein 857-er, da er nicht so tief ist. Somit passt er sicherlich in jede Reisetasche.

Ich freue mich schon auf den Funkbetrieb mit dem neuen Kleinen in den nächsten Tagen.

vy 73, Andy
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Re: FT 891,Test light

Beitragvon DD1GG » Fr 4. Nov 2016, 17:57

Kann ich so unterschreiben..bei dem Preis sowieso.

Die 2 A Stromaufnahme...muss man sehen.....Ansonsten..Man hört sich
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Re: FT 891,Test light

Beitragvon HF-Loser » Sa 5. Nov 2016, 11:24

Moin ,

ein Auszug aus der Anleitung den ich sehr interessant finde :

USB Jack
Connect a computer with a commercially available USB cable to control the transceiver
remotely from the computer using the CAT command. Inputting/Outputting audio signals
and transmission control can also be done from the computer.

Hat das schon einer ausprobiert ?
Für Digi Mods heißt das , Kabel für 1 € dran und loslegen ;-)

73 de Thomas
Coole Videos zum Amateurfunk : www.bergische-baeren.de
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Re: FT 891,Test light

Beitragvon AndyR » So 6. Nov 2016, 16:44

Hallo Thomas,

die Steuerung über HamRadioDeluxe funktioniert schon mal einwandfrei, habe ein hörkömmliches USB-Kabel verwendet und den
Treiber für den FT-891 installiert (kann man von der Yaesu-Homepage runterladen)

73, Andy
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Re: FT 891,Test light

Beitragvon 13mc28 » Mi 4. Jan 2017, 12:15

moin moin , hat jemand erfahrungen mit Vmikes an der yaesu ft891 gemacht ?
mit O mike decken sich meine erfahrungen mit denen von funkfreak65 jedoch bin ich etwas unschlüssig was das vmike angeht..
und bevor ich mich am we ransetze und alles austeste dacht ich mir ich frag mal nach groben einstellungen..

ich fahre zur zeit an der ft891 das sadelta echomaster + classic ca. 20cm vom mike besprochen.

mike stufe 1 von 10 / mic gain 30 (am/fm/ssb) / hub 2,5 (fm nahbereich) / bandbreite ssb 100-2900 / kompr. aus (ssb) / eq aus (ssb)

die mud. ist top :thup: und klingt wirklich kristallklar , nur leider auch leicht empfindlich für hintergrundgeräusche und neigt hier und da leicht zum übersteuern da das sadelta schon eine recht starke verstärkung hat.
würde es sinn machen mit dem mic gain noch weiter runter zu gehen ? und für dx den kompr. auf 10 zu setzen ?
das problem ist nämlich das wenn ich beim sadelta z.b auf 0,5 statt 1 gehe und die restlichen einstellungen so belasse das schon wieder fast zu leise ist.
schalte ich aber oben den einstellungen ^^ ^^ für dx den komp. mit 10 dazu bin ich viel zu laut..
vieleicht hat ja jemand einen tip im vorfeld , bevor ich mich am we dran mache :thup:

73 marc
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Re: FT 891,Test light

Beitragvon 13-TH-2080 » Mi 4. Jan 2017, 13:33

13mc28 hat geschrieben:moin moin , hat jemand erfahrungen mit Vmikes an der yaesu ft891 gemacht ?
mit O mike decken sich meine erfahrungen mit denen von funkfreak65 jedoch bin ich etwas unschlüssig was das vmike angeht..
und bevor ich mich am we ransetze und alles austeste dacht ich mir ich frag mal nach groben einstellungen..

ich fahre zur zeit an der ft891 das sadelta echomaster + classic ca. 20cm vom mike besprochen.

mike stufe 1 von 10 / mic gain 30 (am/fm/ssb) / hub 2,5 (fm nahbereich) / bandbreite ssb 100-2900 / kompr. aus (ssb) / eq aus (ssb)

die mud. ist top :thup: und klingt wirklich kristallklar , nur leider auch leicht empfindlich für hintergrundgeräusche und neigt hier und da leicht zum übersteuern da das sadelta schon eine recht starke verstärkung hat.
würde es sinn machen mit dem mic gain noch weiter runter zu gehen ? und für dx den kompr. auf 10 zu setzen ?
das problem ist nämlich das wenn ich beim sadelta z.b auf 0,5 statt 1 gehe und die restlichen einstellungen so belasse das schon wieder fast zu leise ist.
schalte ich aber oben den einstellungen ^^ ^^ für dx den komp. mit 10 dazu bin ich viel zu laut..
vieleicht hat ja jemand einen tip im vorfeld , bevor ich mich am we dran mache :thup:

73 marc


Sadelta umbauen und gut ist.

Warum benötigt man überhaupt ein "V-Mike" an einer Yaesu ?
Verstehe ich nicht :shock:
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Re: FT 891,Test light

Beitragvon 13sf1508 » Mi 4. Jan 2017, 14:18

Hallo Marc,

leider ist noch kein Servicemanual für den FT-891 im Netz zu finden, daher kann ich nur mutmaßen, dass es hier auch so ist wie bei vielen anderen aktuellen Geräten auch (FT-817, 857, 897, IC-7100 usw.).

Dort greifen die elektronischen Mic-Gain-Regelungen (Menü) immer erst hinter dem eingebauten Mikrofonverstärker.
Und da dieser in den aktuellen Geräten nie geregelt ist, kann er somit durch das Eingangssignal problemlos übersteuert werden.
Das bringt dann unfachmännisch ausgedrückt eine "unsaubere, verzerrte Modulation" bereits auf NF-Basis mit sich.

Wenn ich also Internetberichte lese, wonach OM's sich tierisch freuen, dass ein FT-8x7 nach Umbau auf eine Elektretkapsel so viel "Bums" bringt, dass sie sogar den Mic-Gain (0-100) vom Standardwert 50 auf 10 reduzieren mussten und dabei immer noch lauter sind als das Originalmikrofon, kann man ganz einfach davon ableiten, wie sich das Endprodukt dann anhört. "Laut(er)" ist nicht immer gleichzusetzen mit "gut" bzw. "qualitativ gut".

Und ich vermute nach Deiner Kurzbeschreibung kämpfst Du gerade mit dem gleichen Problem. :D

Das Echomaster bringt ggf. dennoch 2 Vorteile.

Erstens durch den Einsatz der Elektretkapsel ein breiteres Klangbild, speziell auf die Höhen bezogen. Und damit eine deutlich bessere Silben- und Sprachverständlichkeit.

Zweitens hat ein originales Sadelta Echomaster einen passiven Hochpass drin, somit Bassabsenkung, was nochmals die Sprachprägnanz erhöhen kann (bringt dann aber auch nichts, wenn man in modernen Geräten mit dem EQ wieder versucht Bässe reinzubringen wo eingangsseitig nicht mehr viele sind). :D

Aber wie bereits erwähnt wurde ist der Ausgangspegel des Sadeltas natürlich viel zu hoch.
Original ist wohl ein MH-31 mit dynamischer Kapsel und somit Kleinsignalen dabei. Habe allerdings die FT-891 Daten nur kurz überflogen.
Jede unverstärkte Elektretkapsel würde bereits einen 4-/5-fachen NF-Pegel zur dynamischen Originalkapsel bringen. Auch ohne zusätzlichen Mic-VV des Sadeltas.

Daher wurde Dir auch bereits der Hinweis gegeben, durch Umbau (oder auch mit SMD-Bauteilen im (neuen) Mikrofonstecker möglich) durch einen zusätzlichen Widerstandsspannungsteiler das Sadelta-Ausgangssignal noch weiter zu reduzieren.
Dann wird das auch mit dem Regelweg des eigentlichen Mikrofonpegelreglers wieder vernünftiger funktionieren.

Für die FT-8x7 Geräteserie (und vermutlich auch für Deinen FT-891) gilt die Faustregel:

Mic-Gains alle auf 50(%) belassen und den extern eingespeisten Mikrofonpegel so reduzieren, dass sich damit eine ähnliche oder ggf. etwas lautere Modulation als mit dem originalen MH-31 ergibt.
Dann wird das auch was. :thup:

vy 73,
Jochen
13sf1508
 

Re: FT 891,Test light

Beitragvon funkfan » Mi 4. Jan 2017, 15:10

13sf1508 hat geschrieben:Hallo Marc,

leider ist noch kein Servicemanual für den FT-891 im Netz zu finden, daher kann ich nur mutmaßen, dass es hier auch so ist wie bei vielen anderen aktuellen Geräten auch (FT-817, 857, 897, IC-7100 usw.).

Dort greifen die elektronischen Mic-Gain-Regelungen (Menü) immer erst hinter dem eingebauten Mikrofonverstärker.
Und da dieser in den aktuellen Geräten nie geregelt ist, kann er somit durch das Eingangssignal problemlos übersteuert werden.
Das bringt dann unfachmännisch ausgedrückt eine "unsaubere, verzerrte Modulation" bereits auf NF-Basis mit sich.

Wenn ich also Internetberichte lese, wonach OM's sich tierisch freuen, dass ein FT-8x7 nach Umbau auf eine Elektretkapsel so viel "Bums" bringt, dass sie sogar den Mic-Gain (0-100) vom Standardwert 50 auf 10 reduzieren mussten und dabei immer noch lauter sind als das Originalmikrofon, kann man ganz einfach davon ableiten, wie sich das Endprodukt dann anhört. "Laut(er)" ist nicht immer gleichzusetzen mit "gut" bzw. "qualitativ gut".

Und ich vermute nach Deiner Kurzbeschreibung kämpfst Du gerade mit dem gleichen Problem. :D

Das Echomaster bringt ggf. dennoch 2 Vorteile.

Erstens durch den Einsatz der Elektretkapsel ein breiteres Klangbild, speziell auf die Höhen bezogen. Und damit eine deutlich bessere Silben- und Sprachverständlichkeit.

Zweitens hat ein originales Sadelta Echomaster einen passiven Hochpass drin, somit Bassabsenkung, was nochmals die Sprachprägnanz erhöhen kann (bringt dann aber auch nichts, wenn man in modernen Geräten mit dem EQ wieder versucht Bässe reinzubringen wo eingangsseitig nicht mehr viele sind). :D

Aber wie bereits erwähnt wurde ist der Ausgangspegel des Sadeltas natürlich viel zu hoch.
Original ist wohl ein MH-31 mit dynamischer Kapsel und somit Kleinsignalen dabei. Habe allerdings die FT-891 Daten nur kurz überflogen.
Jede unverstärkte Elektretkapsel würde bereits einen 4-/5-fachen NF-Pegel zur dynamischen Originalkapsel bringen. Auch ohne zusätzlichen Mic-VV des Sadeltas.

Daher wurde Dir auch bereits der Hinweis gegeben, durch Umbau (oder auch mit SMD-Bauteilen im (neuen) Mikrofonstecker möglich) durch einen zusätzlichen Widerstandsspannungsteiler das Sadelta-Ausgangssignal noch weiter zu reduzieren.
Dann wird das auch mit dem Regelweg des eigentlichen Mikrofonpegelreglers wieder vernünftiger funktionieren.

Für die FT-8x7 Geräteserie (und vermutlich auch für Deinen FT-891) gilt die Faustregel:

Mic-Gains alle auf 50(%) belassen und den extern eingespeisten Mikrofonpegel so reduzieren, dass sich damit eine ähnliche oder ggf. etwas lautere Modulation als mit dem originalen MH-31 ergibt.
Dann wird das auch was. :thup:

vy 73,
Jochen


genauso gehts nur muß man impedanzrichtig abdämpfen das sind maximal zwei widerstände einer längs und einer im querzweig!! dann klappt das auch! ich benutze das bravo plus seit jahren mit erfolg der ptt-schalter ist auch noch mit einer diode zu entprellen!! :banane:
Zuletzt geändert von funkfan am Mi 4. Jan 2017, 15:14, insgesamt 1-mal geändert.
funkfan
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Re: FT 891,Test light

Beitragvon funkfan » Mi 4. Jan 2017, 15:12

jochen deine beiträge sind immer sehr gut und haben mir schon oft geholfen! :tup: :tup: weiter so :mrgreen:
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Re: FT 891,Test light

Beitragvon 13mc28 » Mi 4. Jan 2017, 16:32

13sf1508 hat geschrieben:Hallo Marc,

leider ist noch kein Servicemanual für den FT-891 im Netz zu finden, daher kann ich nur mutmaßen, dass es hier auch so ist wie bei vielen anderen aktuellen Geräten auch (FT-817, 857, 897, IC-7100 usw.).

Dort greifen die elektronischen Mic-Gain-Regelungen (Menü) immer erst hinter dem eingebauten Mikrofonverstärker.
Und da dieser in den aktuellen Geräten nie geregelt ist, kann er somit durch das Eingangssignal problemlos übersteuert werden.
Das bringt dann unfachmännisch ausgedrückt eine "unsaubere, verzerrte Modulation" bereits auf NF-Basis mit sich.

Wenn ich also Internetberichte lese, wonach OM's sich tierisch freuen, dass ein FT-8x7 nach Umbau auf eine Elektretkapsel so viel "Bums" bringt, dass sie sogar den Mic-Gain (0-100) vom Standardwert 50 auf 10 reduzieren mussten und dabei immer noch lauter sind als das Originalmikrofon, kann man ganz einfach davon ableiten, wie sich das Endprodukt dann anhört. "Laut(er)" ist nicht immer gleichzusetzen mit "gut" bzw. "qualitativ gut".

Und ich vermute nach Deiner Kurzbeschreibung kämpfst Du gerade mit dem gleichen Problem. :D

Das Echomaster bringt ggf. dennoch 2 Vorteile.

Erstens durch den Einsatz der Elektretkapsel ein breiteres Klangbild, speziell auf die Höhen bezogen. Und damit eine deutlich bessere Silben- und Sprachverständlichkeit.

Zweitens hat ein originales Sadelta Echomaster einen passiven Hochpass drin, somit Bassabsenkung, was nochmals die Sprachprägnanz erhöhen kann (bringt dann aber auch nichts, wenn man in modernen Geräten mit dem EQ wieder versucht Bässe reinzubringen wo eingangsseitig nicht mehr viele sind). :D

Aber wie bereits erwähnt wurde ist der Ausgangspegel des Sadeltas natürlich viel zu hoch.
Original ist wohl ein MH-31 mit dynamischer Kapsel und somit Kleinsignalen dabei. Habe allerdings die FT-891 Daten nur kurz überflogen.
Jede unverstärkte Elektretkapsel würde bereits einen 4-/5-fachen NF-Pegel zur dynamischen Originalkapsel bringen. Auch ohne zusätzlichen Mic-VV des Sadeltas.

Daher wurde Dir auch bereits der Hinweis gegeben, durch Umbau (oder auch mit SMD-Bauteilen im (neuen) Mikrofonstecker möglich) durch einen zusätzlichen Widerstandsspannungsteiler das Sadelta-Ausgangssignal noch weiter zu reduzieren.
Dann wird das auch mit dem Regelweg des eigentlichen Mikrofonpegelreglers wieder vernünftiger funktionieren.

Für die FT-8x7 Geräteserie (und vermutlich auch für Deinen FT-891) gilt die Faustregel:

Mic-Gains alle auf 50(%) belassen und den extern eingespeisten Mikrofonpegel so reduzieren, dass sich damit eine ähnliche oder ggf. etwas lautere Modulation als mit dem originalen MH-31 ergibt.
Dann wird das auch was. :thup:

vy 73,
Jochen



hi jochen , danke für deine ausführliche antwort :thup:
wie schon erwähnt ist die modulation klanglich top ( wenn sie nicht gerade übersteuert lach )
also doch so wie ich mir das anfangs auch dachte.. im grunde die grundeinstellungen vieleicht minimal weniger und vom sadelta runterregeln.
ich denke ich werde das direkt im sadelta machen und gleich regelbar da ich denke das es etwas mit rumprobieren verbunden ist..
hat das jemand beim sadelta schonmal gemacht und hat gegebenfalls grobe richtwerte ?
den hochpass wollte ich erst rausnehmen weil das schon "fast" zu hell ist vom klang.. aber mitlerweile find ich das top so (gerade auf ssb)

gruß marc
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Re: FT 891,Test light

Beitragvon 13sf1508 » Mi 4. Jan 2017, 16:42

funkfan hat geschrieben:jochen deine beiträge sind immer sehr gut und haben mir schon oft geholfen! :tup: :tup: weiter so :mrgreen:


Danke. Werde mir Mühe geben. :sup:

Somit hier gleich der Nachtrag, auch wegen Deiner genannten Impedanz.
Und Deinem 2-Widerstands-Spannungsteiler, denn mehr braucht man wirklich nicht.

Ich würde das Ganze wie folgt angehen:

Am Sadelta-/Yaesu-Adapter oder im Yaesu-Mikrofonstecker oder im Sadelta selbst:

- Mikrofonleitung auftrennen
- vom Sadelta kommend mit einem seriellen Widerstand (10k) in Richtung Yaesu hier per Test einen praktikablen Wert aussuchen
- am Yaesu mit 470 - 1k nach Masse (das MH-31 verwendet intern z.B. 680 Ohm) hier irgendeinen aussuchen, z.B. 1k und auch so belassen

Das Verhältnis vom seriellen Widerstand zum darauffolgenden Widerstand nach Masse stellt dann den Spannungsteiler und somit die Spannungsreduzierung dar.

10k / 1k wäre somit das Sadelta-Mikrofonsignal ge-zehntelt.

Und mit dieser Kombination würde ich dann auch sofort starten und dann schauen, ob man damit den Sadelta-Volume-Regler in einem vernünftigen und auch feinfühligeren Bereich bewegen kann.
Da der Ausgangswiderstand als Abschlussimpedanz genannt wird, bleibt dieser als Fixgröße stehen (470/680/820 oder 1k).
Somit muss man nur noch einen passenden seriellen Widerstand per Try-and-Error-Methode finden. Und das sollte problemlos machbar sein.


vy 73,
Jochen
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Re: FT 891,Test light

Beitragvon 13sf1508 » Mi 4. Jan 2017, 16:59

Schaltplan:
http://azdicas.com/eco2/sadelta_echo_master_plus_mic_sch.pdf

Für Afu-Betrieb (natürlich auch für CB-Funk :D ) würde ich den 10nF Kondensator kurz vor dem 10k VOL-Regler (Schaltplan links oben) entfernen und gegen einen 1nF ersetzen.
Das reicht zur HF-Entstörung, aber reduziert nicht bereits die Sprach-Höhen. Denn diese werden ansonsten bereits ab ca. 1,5 kHz langsam abgedämpft. :sup:
Diese Änderung würde ich IMMER an einem Sadelta Echomaster machen.


Wer den Hochpass reduzieren und mehr Bässe will, vergrößert den Eingangskondensator (39nF, Schaltplan ganz links oben neben der Elektretkapsel). Dieser senkt unterhalb von 400 Hz langsam ab.

Mit 100nF ergibt sich eine Absenkung erst unter 160 Hz.
Mit 1µF im Sprachbereich gar keine mehr (bei Elkos Pluspol zur Elektretkapsel, Minuspol in Richtung 10k Massewiderstand).

Viel Spaß mit der "neuen" Audio.... :sup:
Jetzt grenzt ggf. nur noch das Funkgerät den Spaß ein.


vy 73,
Jochen
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Re: FT 891,Test light

Beitragvon DD1GG » Mi 4. Jan 2017, 17:53

Zu Jochens Ausführungen hinsichtlich Verstärker kann ich nichts sagen.

De Fakto kann man mit Eq und Sendebandbreite genau spielen. Das Omike klingt immer noch etwas dumpf, jedoch ein Sadelta zu entschärfen.... ich weiß nicht. Mein MD 100 Elektret klingt gut, muss aber sehr weit zurückgeregelt werden, nicht optimal

Das MH 31 umgebaut klingt gut. Mich würde das HM 198/219 mal interessieren. Das 198 er läuft an meinem 7100 ufb, der ist aber auch NF seitig etwas aufgemöbelt.

EQ einstellungen kann ich dir schicken. Brauche dazu eine Mailaddi
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