Stromversorgung im Auto

Stromversorgung im Auto

Beitragvon Jack4300 » Do 11. Jan 2018, 23:48

Hallo,

sollte man für das Funkgerät eigentlich besser Plus UND Masse per dickem Kabel von der Batterie holen, oder hat es Vor- oder Nachteile die Masse auf kürzestem Weg auf die Karosserie zu legen? (Ordentliches Masseband an der Batterie vorausgesetzt)

73 Jack
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Re: Stromversorgung im Auto

Beitragvon 13-DKW612 » Fr 12. Jan 2018, 00:00

Jack4300 hat geschrieben:Hallo,

sollte man für das Funkgerät eigentlich besser Plus UND Masse per dickem Kabel von der Batterie holen, oder hat es Vor- oder Nachteile die Masse auf kürzestem Weg auf die Karosserie zu legen? (Ordentliches Masseband an der Batterie vorausgesetzt)

73 Jack
Plus+mit dickem rotem Kabel und Sicherung direkt von der Batterie.
Minus-mit dickem schwarzen Kabel direkt an die Masseanschlüsse vom Auto.

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Re: Stromversorgung im Auto

Beitragvon Krampfader » Fr 12. Jan 2018, 08:15

Guten Morgen Jack

Mir wurde u.a. hier empfohlen das rote UND das schwarze Kabel (jeweils 4qmm) direkt von der Batterie ins Fahrzeuginnere zu verlegen, also quasi ohne die Masse zu bemühen (steht auch irgendwo so in der Betriebsanleitung meiner Grant II). Wenige cm vor dem Plus-Pol der Batterie hab ich im roten Kabel eine fliegende KFZ-Sicherung (20A) vorgesehen, siehe: https://www.conrad.at/de/flachsicherung ... 28764.html . Das größte Problem war jedoch die beiden Kabel ins Innere zu bekommen. Nach Stunden der Suche (nach einer Durchgangsmöglichkeit) musste ich entnervt aufgeben. Selbst mit Bohrmaschine und einem gebohrten Loch keine Chance. Mein Meriva-A ist dermaßen "verbaut" sodaß man 1. ohne gut eingefettete Gynäkologenhände nirgends dazu kommt und 2. falls doch alles doppel- und dreiwandig ausgeführt ist, dazwischen mit Isoliermaterial ausgeschäumt, usw. ... musste das Kabel dann notgedrungen "russisch" verlegen, sprich ich habe es im doppelten Kotflügel bis zur Beifahrertüre nach vor gelegt und dann beim Türscharnier zwischen Türdichtung und Tür eingeklemmt und ins Innere (sprich hinter das Handschufach) verlegt *schwitz* ... jetzt weiß ich auch warum meine Werkstätte nur für das Einziehen des Kabels knapp EUR 300,-- veranschlagt hat, wohlgemerkt ohne Material :shock:

Wie auch immer. Im Fahrgastraum hab ich jetzt eine 12V/20A Steckdose montiert, für allgemeine (Dauer-)Stromabnehmer, siehe: https://www.conrad.at/de/procar-power-s ... 53613.html

Das Funkgerät selbst hängt aber an einem 35A-MPX-Hochstromstecker, siehe: https://de.wikipedia.org/wiki/MPX-Steckverbinder

Gutes Gelingen!

Andreas

PS: Im Funkbetrieb hängt an der 12V-Steckdose ein Voltmeter um nebenbei die Batteriespannung zu überwachen, siehe: https://www.amazon.de/dp/B01HO50EBI/ref ... 11_TE_dp_1 und https://www.amazon.de/dp/B00IV9Y242/ref ... 11_TE_dp_2 ... sobald der Motor läuft liefert die Lichtmaschine bis zu 14,8V ... hoffe meine Grant steckt das dauerhaft weg ...
Zuletzt geändert von Krampfader am Fr 12. Jan 2018, 08:58, insgesamt 4-mal geändert.
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Re: Stromversorgung im Auto

Beitragvon 13DS29 » Fr 12. Jan 2018, 08:44

Ich verbaue nur noch PowerPoles. Hat viele Vorteile, im shack und mobil und draußen.
Über 80 Millionen Menschen in Deutschland können nicht richtig funken - Schreib Dich nicht ab, mach die Amateurfunklizenz.
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Re: Stromversorgung im Auto

Beitragvon chasee60 » Fr 12. Jan 2018, 08:50

Ich hole mir immer den Saft direkt von der Batterie.
Ist natürlich bei neueren Fahrzeugen ein Problem aber wo ein Wille
ist.......................

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Re: Stromversorgung im Auto

Beitragvon Eye-Bie-Em » Fr 12. Jan 2018, 10:08

Krampfader hat geschrieben:
... musste das Kabel dann notgedrungen "russisch" verlegen, sprich ich habe es im doppelten Kotflügel bis zur Beifahrertüre nach vor gelegt und dann beim Türscharnier zwischen Türdichtung und Tür eingeklemmt und ins Innere (sprich hinter das Handschufach) verlegt *schwitz* ...


... ich würde da mehr schwitzen bei dem Gedanken, dass mit der Zeit die PLUS-Leitung im Türscharnier / Türdichtung durch scheuert und einen ordentlichen Kurzschluss
auf Masse verursacht. Ein Kabelbrand im Auto :nono: :nono: :nono:

Gut das sich in der PLUS-Leitung eine Sicherung befindet :tup:

cu:
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Re: Stromversorgung im Auto

Beitragvon Jack4300 » Fr 12. Jan 2018, 12:03

Meine Gedanken waren:

Für die Massekabellösung spricht, dass Störungen auf plus und minus gleich einstrahlen und sich so einfach mit einer Gleichtaktdrossel wegfiltern ließen.

Für die Karosserielösung spricht, dass der equivalente Leitungsquerschnitt mit einem Kabel nicht zu erreichen ist. Also weniger Spannungsabfall.

Machst es störungstechnisch überhaupt einen Unterschied?
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Re: Stromversorgung im Auto

Beitragvon Krampfader » Fr 12. Jan 2018, 12:34

Eye-Bie-Em hat geschrieben:... ich würde da mehr schwitzen bei dem Gedanken, dass mit der Zeit die PLUS-Leitung im Türscharnier / Türdichtung durch scheuert und einen ordentlichen Kurzschluss
auf Masse verursacht. Ein Kabelbrand im Auto :nono: :nono: :nono:

Gut das sich in der PLUS-Leitung eine Sicherung befindet :tup:


Da scheuert nichts. Das Kabel ist an jener Stelle noch mit einem dicken Schrumpfschlauch überzogen, schon rein aus optischen Gründen, sprich farblich an die Wagenfarbe angepasst, also schwarz ... dadurch fällt das beim Öffnen der Türe auch kaum auf ...

Aber Du hast recht: Ohne Sicherung niemals ein Kabel im Auto verlegen, so oder so nicht ...

@Jack: ich höre den Zündfunken mal stärker, mal kaum (bis gar nicht) ... keine Ahnung wovon das abhängig ist ...

Grüße

Andreas
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Re: Stromversorgung im Auto

Beitragvon DO4MJ (13DL7) » Fr 12. Jan 2018, 17:34

Ich habe auch den Meriva A und ich habe auf der Beifahrerseite unter dem Wischwaschtank ein Loch gebohrt, was dann hinter dem Handschufach raus kommt.16mm2 Kabel durch eine PG Kabelschraubung geschoben.Leider nur das rote Plus Kabel, die Masse habe ich hinter dem Handschuhfach an einer M8 Schraube abgenommen.Einen Sicherungshalter direkt an der Batterie (habe ca 15 cm Kabel dran) mit 60 A und einen Sicherungshalter mit 2 Mini ANL Sicherungen für Gerät und PA.Da mein Meriva Störungen macht habe ich einen Baumeister & Trabandt Filter dazwischen (Geht nur für die CB Möhre weil nur 3 A Belastbarkeit).Sonst hat man sogar Störungen beim Lenken, das ABS macht so komische Wüüüüüp, Wüüüp, Wüp Geräusche.Was bei mir noch stört ist die Benzinpumpe die kriege ich nicht tot, beim Astra reichte ein Kondensator zwischen + und - beim Meriva hilft das nicht, sogar wenn man die Pumpe mit externer Stromversorgung betreibt (Blei Gel Akku) ist das Summen noch da, da scheinen die Störungen in die Leitungen des Tankgebers einzustrahlen. Aber was solls, die Karre kommt bald wech.
Gruß 13DL7
Skip 13DL7 oder 13DK965; Amateurfunk DO4MJ.Beheimatet auf CB Kanal 12 FM oder auf der BAB Kanal 9 AM.QRV Afu DB0ZO (Osnabrück Dörenberg 438.775 Mhz) oder 144.775 OV Telefon I38. Macht mit, gegen Powerline (Netzwerk aus der Steckdose) gemeinsam vorgehen.
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Re: Stromversorgung im Auto

Beitragvon Badewanne » Sa 13. Jan 2018, 05:28

Jack4300 hat geschrieben:Für die Karosserielösung spricht, dass der equivalente Leitungsquerschnitt mit einem Kabel nicht zu erreichen ist. Also weniger Spannungsabfall.

Machst es störungstechnisch überhaupt einen Unterschied?


Bei der "Karosserielösung" hast Du bei Weitem nicht so eine niederohmige Verbindung der Masse.
Der spezifische Widerstand von Eisen ist wesentlich höher, als der von Kupfer.
Die Spannungsabfälle der Verbraucher, die über die Karosserie ihre Masse bekommen,
hast Du dann im Audio vom Funkgerät.
Bei einem Freund hörte man unter Anderem die Motoren der elektrischen Sitzverstellung
im Lautsprecher des Funkgerätes.
Abhilfe schaffte eine 6mm² Kupferleitung von dem Minuspol der Batterie
zu dem Kotflügel auf dem die Funk-Antenne montiert ist.
Der Eisenwiderstand ist das Eine, dazu kommt noch,
daß die Karosserieteile nicht flächig miteinander verbunden sind,
sondern auch nur mehr "gepunktet" verschweißt und verklebt werden.
Da muß dann der ganze Strom über die Schweißpunkte und das dünne Blech.
Ich habe bei mir sogar den Eisenwiderstand des Motorblocks mit einer 16mm² Kupferleitung überbrückt,
also direkt von dem Gehäuse der Lichtmaschine bis zur Batterie,
damit nun mehr als 80% des Stromes über das Kupfer fließt.

Der "equivalente Leitungsquerschnitt" von einem Kupferdraht
ist selbst mit einem dicken Stahlträger nicht zu erreichen,
rechne mal nach bitte !
Die Handy-Abzocke ist mir einerlei, CB-Funk ist gebührenfrei
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Re: Stromversorgung im Auto

Beitragvon Jack4300 » Sa 13. Jan 2018, 08:12

Danke. Das ist ja mal ein mit Erfahrung untermauerter Vergleich. Nachgerechnet hatte ich das nicht. Das hatte ich nur mal aufgeschnappt. Ich werde dann wohl versuchen ein Massekabel bis zur Batterie zu legen.

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Re: Stromversorgung im Auto

Beitragvon heavybyte » Sa 13. Jan 2018, 09:12

Badewanne hat geschrieben: Der "equivalente Leitungsquerschnitt" von einem Kupferdraht
ist selbst mit einem dicken Stahlträger nicht zu erreichen,
rechne mal nach bitte !


Ich rechne nach: Kappa von Kupfer ist 56 und Kappa von Eisen ist 10.

Somit ist Kupfer um Faktor 5,6 leitfähiger als Eisen. Um die Leitfähigkeit eines Stahlträgers zu berechnen, müsste ich jetzt seine Masse wissen.

Wenn ich die Masse der Karosserie vergleiche, bräuchte ich schon ein sehr starkes Kupferkabel, eines das du wohl kaum verlegen kannst.

Ich habe bei mir sogar den Eisenwiderstand des Motorblocks mit einer 16mm² Kupferleitung überbrückt,
also direkt von dem Gehäuse der Lichtmaschine bis zur Batterie,


Mit Verlaub, das ist eher Homöopathie oder Esotherik.
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Re: Stromversorgung im Auto

Beitragvon Sofakater » Sa 13. Jan 2018, 15:08

Theorie ist, wenn man weiß wie es geht und nichts funktioniert
Praxis ist, wenn alles klappt und keiner weiß warum.
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