<--- stellt mal wieder dumme Fragen

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Beitragvon Wolf » Di 14. Nov 2017, 03:59

CB-Buchautor Stratis Karamanolis hatte 1979 mal ein Büchlein mit dem Titel "CB-Satelliten" rausgebracht. Er träumte darin von einem CB-Satelliten mit einer Bahnhöhe von 400-500 km. Uplink auf 27 MHz, Downlink bei 100 MHz mit jeweils 5 Watt.

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Beitragvon Zintus » Di 14. Nov 2017, 08:09

Natürlich wäre es möglich, den Satelliten auf 27 MHz von der Erde aus zu erreichen. Genauso, wie man mit 4 Watt bei z.B. Sporadic E 1000 km überbrücken kann, kann man auch mit der gleichen Leistung einen Satelliten erreichen, der in z.B. 500 km Höhe "in Sichtweite" fliegt. Auch wird die Ionosphäre niemals das Signal komplett abblocken. Derzeit und im kommenden Sonnenfleckenminimum erst recht nicht. Ich habe in den Neunzigern öfters über die niedrig fliegenden Satelliten RS 15 und RS 12 gearbeitet. Dort war der Downlink auf 10 Meter, Uplink auf 2 Meter.
Allerdings stellt sich die Frage nach dem Nutzen bzw. den Nutzern. Und natürlich nach der Finanzierung. Das Buch von Stratis Karamanolis habe ich damals auch mit einem Schmunzeln gelesen. Vielleicht sollte erst mal auf der Erde wieder vermehrt auf 11 Meter Betrieb gemacht werden, bevor man den Blick zum Himmel wendet. Und sobald es Frühling wird, stellt Mutter Natur ja auch wieder ihren Satelliten bereit (Ionisierte Schichten). XX.XXX MHz Feuer frei.
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Beitragvon DH1FAD » Di 14. Nov 2017, 09:15

Haben da nicht irgendwelche Freaks mal eine Riesen Helix Antenne zusammengefruckelt für EME auf 11M ??
Edith:
Ja es waren Crazy Germans

https://www.dx27.net/forum/viewthread.php?thread_id=200



Im Artikel steht:

They tested on 27.500 MHz CW, the reflected signals (by the moon!?) could be heard all over Germany with a delay of something in between 5-15 seconds and for a time of 25minutes in which the test was made. Not given is the output power and I didn�t found the exact time and date. They said videos are posted soon...

Bei einer EME Laufzeit von etwas über 2sek sind die genannten 5 - 15 sek sehr verwunderlich.

Einzig logische Erklärung:
da hat einer schon längst und illegal nen Papageien auf dem Mond platziert.... :D
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Beitragvon Cosmo » Di 14. Nov 2017, 09:43

Wolf hat geschrieben:CB-Buchautor Stratis Karamanolis hatte 1979 mal ein Büchlein mit dem Titel "CB-Satelliten" rausgebracht. Er träumte darin von einem CB-Satelliten mit einer Bahnhöhe von 400-500 km. Uplink auf 27 MHz, Downlink bei 100 MHz mit jeweils 5 Watt.

Ich kenne zwar den Autor, allerdings nicht dieses Buch, trotzdem bezweifle ich daß er tatsächlich so etwas geschrieben hat. Wenn schon, dann bitte den Uplink immer mit der höheren Frequenz, also mit 100 MHz und den Downlink mit 27 MHz. Das würde für mich eher Sinn machen, da hier der reflektierte Anteil der abgestrahlten Energie deutlich geringer ausfällt. Auch ist der Downlink immer weniger verlustbehaftet als der Uplink.
Aber wie auch immer, die ganze Idee gehört in eine unendlich lange Liste an Dingen, die die Welt nicht braucht! Dieses Geld sollte man lieber für nützlicheres ausgeben. :|
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Beitragvon Yeti705 » Di 14. Nov 2017, 13:50

Cosmo hat geschrieben:Wenn schon, dann bitte den Uplink immer mit der höheren Frequenz, also mit 100 MHz und den Downlink mit 27 MHz. Das würde für mich eher Sinn machen, da hier der reflektierte Anteil der abgestrahlten Energie deutlich geringer ausfällt. Auch ist der Downlink immer weniger verlustbehaftet als der Uplink.

Das mag technisch Sinn machen, aber bei einem Uplink ausserhalb des CB-Bandes wäre die BNA sicherlich nicht sehr erfreut. Daher wäre es gesetzestechnisch nur mit einem Uplink innerhalb des CB-Bandes realisierbar und die Downlinkfrequenz kann gerne irgendwo drüber oder drunter auch ausserhalb des CB-Bandes liegen, weil ja nur empfangstechnisch relevant.
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Beitragvon Zintus » Di 14. Nov 2017, 15:06

Cosmo hat geschrieben:Ich kenne zwar den Autor, allerdings nicht dieses Buch, trotzdem bezweifle ich daß er tatsächlich so etwas geschrieben hat.


Doch, das Buch hat er geschrieben. Ich habe es vor langer, langer Zeit gelesen und müsste es noch irgendwo in einem Karton in meinem Besitz haben.
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Beitragvon Yaesu FT857D » Di 14. Nov 2017, 15:38

Selbst wenn die Frage(n) bez. Frequenzkoordinierung (vergabe) gelöst wäre:
Wie soll der Satellit oben bleiben? In welcher Höhe soll das Teil fliegen oder soll das etwa Geostationär sein?

Frequenzvergabe: Wenn das Teil um die Welt fliegen soll, oder auch Geostationär z.B. für Europa da oben steht, muss das u.a. von der ITU genehmigt worden sein.
Flugbahn: Da es momentan da oben schon genug Weltraumschrott gibt, dürfte die Flugbahn entscheidend sein, ob man eine Start und Betriebsgenehmigung bekommt.
Geostationär: Korrekturen des Standortes muss über viele Jahre durch kleine Brenndüsen gewährleistet sein und das kostet....
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Beitragvon Wolf » Di 14. Nov 2017, 15:52

Cosmo hat geschrieben:Ich kenne zwar den Autor, allerdings nicht dieses Buch, trotzdem bezweifle ich daß er tatsächlich so etwas geschrieben hat. (...)

Lieber Cosmo, wenn Karamanolis das Buch nicht geschrieben hätte, dann hätte ich hier auch nicht darauf verwiesen.

http://d-nb.info/800208587

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Beitragvon Krampfader » Di 14. Nov 2017, 22:22

Warum selber einen (CB-Funk-)Satelliten finanzieren wenn es bereits welche gibt? ... In Brasilen werden/wurden einfach bestehende US-Satelliten "gekapert" und für CB-Funk "missbraucht", siehe: http://derstandard.at/1237230316986/Bra ... Satelliten

Die geostationären FLTSATCOM-Satelliten arbeiten dabei als einfache Repeater, die ohne Authentifizierung alle Signale zurückstrahlen, siehe dazu: https://de.wikipedia.org/wiki/FLTSATCOM

Grüße

Andreas
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Beitragvon DocEmmettBrown » Di 14. Nov 2017, 22:39

Krampfader hat geschrieben:Warum selber einen (CB-Funk-)Satelliten finanzieren wenn es bereits welche gibt? ... In Brasilen werden/wurden einfach bestehende US-Satelliten "gekapert" und für CB-Funk "missbraucht", siehe: http://derstandard.at/1237230316986/Bra ... Satelliten

Die geostationären FLTSATCOM-Satelliten arbeiten dabei als einfache Repeater, die ohne Authentifizierung alle Signale zurückstrahlen, siehe dazu: https://de.wikipedia.org/wiki/FLTSATCOM
Und das ist ganz sicher noch CB-Funk? Da stand nämlich was von UHF.

73 de Daniel
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Beitragvon Krampfader » Di 14. Nov 2017, 22:49

DocEmmettBrown hat geschrieben:Und das ist ganz sicher noch CB-Funk? Da stand nämlich was von UHF


Daniel, da muss man halt als "CB-Funker" etwas "flexibel" sein. Spaß beiseite, wenn man schon einen Satelliten illegal missbraucht dann spielt es auch keine Rolle ob auf 11m oder 70cm ;)

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Beitragvon RundFunker » Di 14. Nov 2017, 23:07

Und da die FltSatCom's unterhalb von 300MHz "mißbraucht" werden ist das VHF :D
Wenn eine Spule eine INduktivität besitzt, hat dann ein Kondensator eine OUTduktivität ??
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Re: <--- stellt mal wieder dumme Fragen

Beitragvon Wurstauge » Mi 15. Nov 2017, 00:52

Es gab da auch mal ne Dokumentation über die Sät-Funker aus Brazil
Finde ich nicht mehr ... hier ein U-Tube Video :

https://youtu.be/G9yYUeek2XY
13LR666

www.unchained-horizon.de
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Re: <--- stellt mal wieder dumme Fragen

Beitragvon Cosmo » Mi 15. Nov 2017, 06:19

Zintus hat geschrieben:Doch, das Buch hat er geschrieben. Ich habe es vor langer, langer Zeit gelesen und müsste es noch irgendwo in einem Karton in meinem Besitz haben.

Daß das Buch existiert bezweifle ich gar nicht, ich halte lediglich die Reihenfolge der angeführten Frequenzen für unrealistisch, denn genau das sollte der Autor eigentlich besser wissen! Abgesehen davon, daß der Nutzwert eines solchen Projekts ohnehin auf der Strecke bleibt, ist auch das Konzept dahinter von vornherein zum Scheitern verurteilt. Da gibt es sicher attraktivere Projekte, die in Zusammenarbeit mit den passenden Wirtschaftsvertretern zu finanzieren sich eher lohnen würde. :?
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Beitragvon OE9TKH » Mi 15. Nov 2017, 09:58

Krampfader hat geschrieben:... In Brasilen werden/wurden einfach bestehende US-Satelliten "gekapert" und für CB-Funk "missbraucht", ...

Das ist ja wirklich der Hammer! Hab noch nie zuvor etwas davon gehört. Danke für die interessante Info!
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