Reichweite in der Praxis

Icom IC-F4029SDR

Beitragvon Krampfader » Mo 27. Jul 2015, 12:09

Yaesu FT847 hat geschrieben:Bitte beachten: Das IC-F4029 SDR wurde auf ca. 4 W Ausgangsleistung hochgedreht.... Da ist es nicht verwunderlich, dass fast 7 Km erreicht wurden.

Und wenn die 4W noch immer nicht ausreichen dann gibts für die ganz Mutigen unter uns eine Hardware-Modrifikation, damit sind dann angeblich sogar bis über 8,5W machbar, siehe: http://www.radioscanner.ru/files/icom/file14342/

Aber mal ganz unabhängig von der Leistung: die nutzbare Reichweite ist im digitalen Modus prinzipiell bedingt höher, sprich im Grenzbereich ist die Verständigung bei digitaler Übertragung durchaus noch gut während bei analoger Übertragung das gesprochene Wort immer mehr im Rauschen untergeht. Dies verdeutlicht auch sehr schön folgendes Bild:

Bild
Quelle: https://www.icom.co.jp/world/idas/dpmr/whats_dpmr/

Ein besseres (legales) Gerät wird sich derzeit im Sektor PMR446 nicht finden lassen

Grüße

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Re: Reichweite in der Praxis

Beitragvon 88MR717 » Mo 27. Jul 2015, 12:25

Ziemlich sicher geht der Trend zu Digitalgeräten, aber wenn man sich den Klang davon mal anhört, ist das mit dem Verständlichkeitsvorteil auch nicht mehr so ein Unterschied. Da hört sich das verrauschte Signal noch deutlicher an, als die klare Robotterstimme. Habe da mal auf YouTube einen direkten Vergleich dPMR vs. PMR gesehen und gehört. Aber mal eine andere Frage: Ist das bei den Dingern überhaupt noch CB/PMR/Freenet-mäßig, daß man da jeden hören kann, oder ist das ausschließlich für geschlossene Gruppen gedacht? Bin da noch nicht so ganz schlau draus geworden.

Interessant finde ich auch, daß die wie Mobiltelefone aussehen, und auch ähnlich funktionieren (SMS, Anruflisten,...). Vielleicht gibts da bald sogar dPMR-Smartphones? Samsung S-6 Edge dPMR... :lol:
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Re: Reichweite in der Praxis

Beitragvon doeskopp » Mo 27. Jul 2015, 13:21

Das man digital weiter hören kann als analog muss mir erst noch jemand beweisen. Wie sieht denn die Praxis beim Portablebetrieb aus? Man ist in Bewegung, die Antenne hat fast nie die Idealposition und eine gleichbleibende Verbindung zur Gegenstation ist in den meisten Fällen ebenfalls nicht gegeben. Die Erde ist nunmal keine platte Scheibe und es gibt neben Hügeln noch Bewuchs und Bebauung. Was sich bei einem Analoggerät als ein in der Intensität schwankendes Rauschen bemerkbar macht, äussert sich bei Digitalgeräten als Fragmentierung bis hin zu totalen Abrissen. Ob letzteres den Nutzwert erhöht kann jeder selbst entscheiden. Ich behaupte nein.
IMHO wäre analoges SSB die ideale Lösung. Mit DSP könnte man auch aus verrauschten Signalen noch brauchbares heraus holen. Träume......

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Re: Reichweite in der Praxis

Beitragvon gernstel » Mo 27. Jul 2015, 13:46

Die Grafik zeigt doch schön, wie man den gesamten Tierpark befunken könnte: In der Mitte des Parks ein drittes Funkgerät mit Papagei in einen Baum gehängt (=erhöhter Standort), sollten selbst am Hosenbund befestigte PMR-Funkgeräte auf der gesamten Fläche mit hoher Ortswahrscheinlichkeit erreichbar sein.

Gibt es eigentlich auch PMR-Funkgeräte mit automatischer Reichweitenkontrolle? Yaesu hat sowas in den Handfunkgeräten, die dann regelmäßig kurz auf Sendung gehen und falls die Gegenstation nicht automatisch antwortet, ein Alarmsignal abgeben.
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Re: Reichweite in der Praxis

Beitragvon Krampfader » Mo 27. Jul 2015, 15:27

doeskopp hat geschrieben:Das man digital weiter hören kann als analog muss mir erst noch jemand beweisen.


Hier wird erklärt warum dPMR eine größere nutzbare Reichweite bietet, siehe Punkt "Abdeckung" unter http://www.dpmr-mou.org/dpmr-g/dpmr-tec ... nefits.htm

Ich persönlich kenne den Unterschied aus dem RC-Bereich (auf 35MHz). Dort erhöhte sich die nutzbare Reichweite bei Verwendung von PCM (digital) beachtlich, im Gegensatz zu FM (analog), mit ein und dem selben Sender, sprich Leistung. Darum wurden unsere Gasturbinen-Jets ausschließlich mit PCM ferngesteuert. Diejenigen die jedoch auf FM setzten endeten nicht selten in einem Feuerball aus Kerosin ...

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Re: Reichweite in der Praxis

Beitragvon wasserbueffel » Mo 27. Jul 2015, 16:41

Was für ein Blödsinn.
DPMR ist auch nicht besser.(Hätte die Werbung bzw Gerätehersteller gerne das dies so ist)
Habe genug Tests hinter mir.
Von der Inkompatibilität der Hersteller untereinander und den verschiedenen Codecs und Verfahren rede ich erst gar nicht...
Yaesu arbeitet nicht mit ICOM usw....Kenwood hat auch eigene Codes...
Die Geräte sind teilweise von 2006 und die Software ist veraltet...

Ein gutes analoges PMR Gerät mit gutem Empfänger und guter Antenne und geöffnetem Squelch sticht jedes DPMR Gerät
in der Reichweite aus!!!Einzig der Vorteil ist die Ungestörtheit auf den 100 Khz höheren Frequenzen..
Für User die ungestörte Kommunikation uber kurze Strecken möchten natürlich ein nicht zu unterschätzender Vorteil.

Die ganzen Tests auf der Tube kannst in die Tonne kloppen....(besonders die Tests im Auto..)
Und was will man bei 6,25 Khz Bandbreite und noch Komprimierung erwarten???.
Die Modulation hört sich an wie ein kastriertes Masthähnchen!!!

Es ist leider auf 70cm so bescheuert das wenn man das Gerät in der linken Hand hält und das andere Gerät in der rechten Hand
Empfangsunterschiede von 50 % und mehr sein können.
Richtige Tests sind nur im Freiraum möglich.
Nur sowas kann keiner von uns bezahlen....

Ich würde ein PMR Freenet Kombi Gerät(Team)nehmen,die haben guten Empfang und gute Antenne,
man kann notfalls das Band wechseln je nach Bedingungen oder eins von den Alinco DJV oder DJA Teilen.
Auch das PT 555 funktioniert prima...

Alle diese Geräte haben ja noch ein "Hintertürchen"(nur für den Notfall,hi..)

Ps.
Habe 5 Stck von den digitalen Geräten(DPMR nicht DMR!!!) gehabt,keins kam an die Reichweite
meiner analogen Geräte.
Teurer Spass um sich zu ärgern!!!

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Re: Reichweite in der Praxis

Beitragvon DocEmmettBrown » Mo 27. Jul 2015, 16:47

88MR717 hat geschrieben:Ziemlich sicher geht der Trend zu Digitalgeräten, aber wenn man sich den Klang davon mal anhört, ist das mit dem Verständlichkeitsvorteil auch nicht mehr so ein Unterschied.
Dafür hört man aber beim Digitalfunk das Rauschen in digitaler Qualität! Immerhin! :dlol:

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Re: Reichweite in der Praxis

Beitragvon doeskopp » Mo 27. Jul 2015, 21:27

Krampfader hat geschrieben:
Ich persönlich kenne den Unterschied aus dem RC-Bereich (auf 35MHz). Dort erhöhte sich die nutzbare Reichweite bei Verwendung von PCM (digital) beachtlich, im Gegensatz zu FM (analog), mit ein und dem selben Sender, sprich Leistung. Darum wurden unsere Gasturbinen-Jets ausschließlich mit PCM ferngesteuert. Diejenigen die jedoch auf FM setzten endeten nicht selten in einem Feuerball aus Kerosin ...

Aber Du kennst schon den Unterschied zwischen Steuerungssignalen und Sprache?
Sprachübertragung ist die Königsklasse und nicht vergleichbar. Hierbei muss viel mehr Information möglichst fehlerfrei übertragen werden.

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Re: Reichweite in der Praxis

Beitragvon Krampfader » Di 28. Jul 2015, 07:24

wasserbueffel hat geschrieben:Ein gutes analoges PMR Gerät mit gutem Empfänger und guter Antenne und geöffnetem Squelch sticht jedes DPMR Gerät
in der Reichweite aus!!!

Das mag schon sein Walter. Allerdings sind im (semi)professionellen Bereich durch offenen Sauelch permanent rauschende Geräte ein absolutes No-Go, nerven nur. Dort kommt es darauf an dass wenn eine Nachricht ankommt dann diese auch deutlich verständlich sein soll und nicht etwa im Rauschen untergeht ... so wie hier etwa, Zitat:
=======================
Der Digitalmode funktioniert erstaunlich gut. Die Sprachqualität ist 1a, bis auf einmal die Gegenstation (ohne jegliche Vorwarnung) außerhalb der Reichweite kommt. Dann hört man gar nichts mehr
=======================
Quelle: http://www.pmr-funkgeraete.de/forum/sho ... #post10332

Wie auch immer: ich lese nur von zufriedenen Benutzern des IC-F4029SDR und überlege daher mir daher ebenfalls mehrere dieser Geräte zuzulegen, rauschfreie, klare Verständigung bis an die Reichweitengrenze, so soll das sein, siehe: http://www.pmr-funkgeraete.de/forum/sho ... #post10662

Grüße

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Re: Reichweite in der Praxis

Beitragvon 88MR717 » Di 28. Jul 2015, 11:37

Das ist wohl eine endlose Streiterei, und wenn die Technik sich weiterentwickelt werden die digitalen Dinger vielleicht irgendwann mal richtig gut. Ich persönlich würde aber auch eher jemandem glauben, der die Dinger aus eigenem Interesse kauft, damit bis zum Abwinken herumspielt, und mir dann genau sagt, daß das alles nicht so hinhaut und warum das so ist. Solche Zitate, daß das und jenes neue so viel besser ist als das alte, liest man ja an jeder Ecke, und manchmal stimmen die sogar, meist aber nicht. Wobei dieses Zitat auch eines von den stimmenden sein wird. Es sagt nur nicht aus, daß es besser als analog ist. Es ist lediglich "erstaunlich gut". Und die 1a-Sprachqualität sollte man sich vorher auch einmal anhören, um zu verstehen, wie das "1a" gemeint ist. Ich kann aber auch verstehen, wenn man es einfach vor Neugier nicht mehr aushält :lol:
Zuletzt geändert von 88MR717 am Di 28. Jul 2015, 11:47, insgesamt 3-mal geändert.
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Re: Reichweite in der Praxis

Beitragvon DocEmmettBrown » Di 28. Jul 2015, 11:43

Krampfader hat geschrieben:Das mag schon sein Walter. Allerdings sind im (semi)professionellen Bereich durch offenen Sauelch permanent rauschende Geräte ein absolutes No-Go
Sauelch? :dlol: :dlol: :dlol:
(Ich weiß auch, wo auf der Tastatur Q und A liegen, aber den Sauelch finde ich lustig.)

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Re: Reichweite in der Praxis

Beitragvon blauescabrio » Di 28. Jul 2015, 12:05

Ob sie tatsächlich einen Sauelch im Tierpark haben, werde ich demnächst berichten - sogar mit Foto, wenn es wirklich so sein sollte. :dlol:
"Alle Filterkerne waren lose. Habe sie festgedreht, bevor sie rausfallen."
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Re: Reichweite in der Praxis

Beitragvon 88MR717 » Di 28. Jul 2015, 12:24

Ob sie tatsächlich einen Sauelch im Tierpark haben, werde ich demnächst berichten - sogar mit Foto, wenn es wirklich so sein sollte


Den wirst Du ganz sicher nicht überhören können - wenn der wirklich offen ist, dann geht da die Lutzi ab :lol:
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Re: Reichweite in der Praxis

Beitragvon wasserbueffel » Di 28. Jul 2015, 12:52

Krampfader hat geschrieben:Das mag schon sein Walter. Allerdings sind im (semi)professionellen Bereich durch offenen Sauelch permanent rauschende Geräte ein absolutes No-Go, nerven nur. Dort kommt es darauf an dass wenn eine Nachricht ankommt dann diese auch deutlich verständlich sein soll und nicht etwa im Rauschen untergeht ...


Im semiprofessionalen Bereich kaufe ich kein PMR oder DPMR.
Da kommt es auf ganz andere Sachen an,da sind Betriebsfunkgeräte die bessere Wahl.

Krampfader hat geschrieben:=======================
Der Digitalmode funktioniert erstaunlich gut. Die Sprachqualität ist 1a, bis auf einmal die Gegenstation (ohne jegliche Vorwarnung) außerhalb der Reichweite kommt. Dann hört man gar nichts mehr
=======================


Das ist auch Quatsch,in den Grenzbreichen der Reichweite ist alles sehr abgehackt,so ähnlich wie ein stehendes Bild bei Signalproblemen mit einem Sat Receiver.

Krampfader hat geschrieben:Wie auch immer: ich lese nur von zufriedenen Benutzern des IC-F4029SDR und überlege daher mir daher ebenfalls mehrere dieser Geräte zuzulegen, rauschfreie, klare Verständigung bis an die Reichweitengrenze, so soll das sein, siehe: http://www.pmr-funkgeraete.de/forum/sho ... #post10662


Ist ja auch ein gutes Gerät,habe ich nie bezweifelt.
Trotzdem sollte man der Werbung nicht alles glauben.
Wenn das alles wirklich so toll ist würden die Teile doch massenhaft verkauft.-..

Eine MP3 Datei kann nie die Qualität einer Wave Datei haben,egal welches Verfahren(Codec) man dabei nimmt.

Das Schlimmste bei den Digitalgeräten ist allerdings das ich Niemanden an der Stimme erkennen kann.
Man weis nie ob am anderen Ende ein Sprachroboter spricht...

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Re: Reichweite in der Praxis

Beitragvon DocEmmettBrown » Di 28. Jul 2015, 16:16

Wie verhalten sich eigentlich dPMR446 und DMR446 zueinander? Beide sind ja anmelde- und gebührenfrei. Welcher der beiden Standards ist besser? Setzt sich einer von beiden gegenüber dem anderen durch?

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