Problem Stabo SH 6500 Batteriefächer (auch SH 6000?)

Problem Stabo SH 6500 Batteriefächer (auch SH 6000?)

Beitragvon Ulrichstein1 » Do 13. Aug 2015, 20:57

Hallo,
folgendes, ich habe mir zwei Stabo SH6500 bei ebay geschossen.
Die Geräte funktionieren elektrisch tadellos.
Aber es gibt ein Problem:
Ich habe schon eine SH 6500. Von der kenne ich das so, dass die Rückwand ein Batteriehalter ist, wo 10 Mignonzellen oder Akkus reinkommen.
Dann hatte ich irgendwann mal eine defekte 6500 ersteigert, wo das Batteriefach sehr komisch aussah: Alle Kontaktfedern waren scheinbar herausgebrochen und die Ladebuchse war zur Stromversorgungsbuchse umfunktioniert. Ich ging davon aus, dass die Batterien ausgelaufen waren und er das deshalb gemacht hat.

Jetzt wo ich die zwei ersteigerten Geräte bekommen habe, wurde mir der wahre Grund klar:
Es gibt anscheinend zwei Arten von Batteriefächern: Eines ist wie oben beschrieben. In der anderen Variente sind Akkublocks drin, d.h. das sind drei mit Schrumpfschläuchen eingekapselte Akkusstäbe a 3x 1,2 V und ein Einzelakku 1,2, wobei alle Lötfanen haben und so zusammengelötet sind.
Über den Akkus ist eine Plastikklammer, die man wohl nur durch herausbrechen entfernen kann.
Ich vermute mal, damals war das so gedacht, dass man einfach die ganze Rückwand mit Akkus drin neukauft, wenn diese ausgelutscht sind. Aber nun gibt es ja diese Rückwandakku-Packs nicht mehr neu zu kaufen, außerdem waren das ja NiCd-Akkus mit miserabler Kapazität im Vergleich zu heute.

Der Vorbesitzer des 2. Gerätes mit dem umgebauten Fach hat sich wohl, nach dem die Stab-Akkus hin waren so beholfen, dass er das Gehäuse "entkernt" hat und dann auf externe Stromversorgung umgebaut hat.

Hat jemand eine Idee, wie man die Gehäuse auf Betrieb mit normalen Akkus/Batterien umbauen kann? D. h. welche Federkontakte könnten da passen, woher bekommt man die? Wie "entkernt" man das Gehäuse am besten?
In den Fotos sieht man, dass diese Stabakkus wohl auch noch verklebt sind. So eine Sauerei, wie kriegt man das am besten raus ohne das Gehäuse zu zerstören??
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Re: Problem Stabo SH 6500 Batteriefächer (auch SH 6000?)

Beitragvon Lattenzaun » Do 13. Aug 2015, 22:44

...vergiss das mit den Kontakten usw.usw....geht viel einfacher:

Deine Deckel sind total verbastelt...aber kein Problem.

Besorge Dir z.B. 3 Stück von diesen Blöcken mit Lötfahne :

http://www.akkushop.de/de/akkupack-mign ... dy-to-use/

...die schaltest Du in Reihe und legst sie einfach ins Fach...passt schmatzend und saugend. Brauchst nur innen den Kontakt zur Buchse herstellen...fertig. :wink:

Gibt auch noch andere, billigere Packs....die Gezeigten haben nur genügend Dampf...2100mAH, die halten recht lange.


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Zuletzt geändert von Lattenzaun am Do 13. Aug 2015, 22:49, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Problem Stabo SH 6500 Batteriefächer (auch SH 6000?)

Beitragvon Lattenzaun » Do 13. Aug 2015, 22:47

....Kontakte oder restlicher Plastekram innen einfach wegkneifen, falls es bei den 3 Packs innen noch etwas stört....Hauptsache Deckel geht sauber drauf und Du kannst von aussen wieder laden. Mach ich seit Jahren so mit den alten "Zellenfressern" von früher :dlol:

Wenn Du es ganz professionell und sauber machen willst, dann frässt Du innen die Deckel völlig glatt, so das er praktisch nur noch ein eckiges Gehäuse ist...Batterienführung aus Plaste, Kontakte, Federn...alles kann raus.
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Re: Problem Stabo SH 6500 Batteriefächer (auch SH 6000?)

Beitragvon Ulrichstein1 » Do 13. Aug 2015, 23:00

Lattenzaun hat geschrieben:...die schaltest Du in Reihe und legst sie einfach ins Fach...passt schmatzend und saugend. Brauchst nur innen den Kontakt zur Buchse herstellen...fertig. :wink:
Gibt auch noch andere, billigere Packs....die gezeigten haben nur genügend Dampf...2100mAH, die halten recht lange.

Problem bei der Sache:
Wie lade ich dann diese Packs?
Weiteres Problem ist auch, dass diese Geräte ca. 3-5 Mal im Jahr bei einer Veranstaltung benutzt werden, da sind normale Batterien eigentlich sinnvoller.
Da dann insgesamt bis zu 15 Geräte zum Einsatz kommen (davon eben diese 3 SH 6500) muss doch etwas auf den Preis geachtet werden und ich ersteigere nach und nach Handgurken bei ebay. Für diese beiden SH 6500 habe ich z. B. 10 Euro + Versand bezahlt. Bei solchen Preisen nehme ich dann halt in Kauf, dass mal ein faules Ei dabei ist, das dient dann halt zum ausschlachten.

Daher sind dann solche Lötfahnenakkupacks und Spezial-Ladetechnik, die x mal so viel kosten, wie das Gerät etwas overdressed (und 10 Akkus in Reihe laden ist eh nicht so toll, das hat damals schon nicht so gut funktioniert).
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Re: Problem Stabo SH 6500 Batteriefächer (auch SH 6000?)

Beitragvon Lattenzaun » Do 13. Aug 2015, 23:07

...dann wird Dir wohl nichts anderes übrigbleiben, als Dir passende Batterienkontakte zu besorgen und alles wieder in den O Zustand zu versetzen.

Kriegste alles hier :
http://www.mouser.de/Power/Battery-Hold ... /_/N-cid5d


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Re: Problem Stabo SH 6500 Batteriefächer (auch SH 6000?)

Beitragvon Ulrichstein1 » Do 13. Aug 2015, 23:14

Lattenzaun hat geschrieben:...dann wird Dir wohl nichts anderes übrigbleiben, als Dir passende Batterienkontakte zu besorgen und alles wieder in den O Zustand zu versetzen.

Kriegste alles hier :
http://www.mouser.de/Power/Battery-Hold ... /_/N-cid5d

73,
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Das sieht ja schon mal gut aus, werde morgen erstmal diese Akkuspacks rausreißen und mal ausmessen und gucken, was davon passt.
Weil Du von "O-Zustand" sprichst: Meinst Du das hat jemand auf diese Akkupacks umgebaut? Ich hätte jetzt gedacht, dass man das so fertig bei Stabo kaufen konnte.
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Re: Problem Stabo SH 6500 Batteriefächer (auch SH 6000?)

Beitragvon Lattenzaun » Do 13. Aug 2015, 23:22

...in die DNT HighTec Kisten /SH 6000 usw. bis SH 7000 kamen nie irgendwelche Akkupacks. Die dicken 40/12er Plastebomber sind alle für Einzelzellen / Batterien ausgelegt im Original.

Der erste "spezielle Akku" hing unter der 8000er...sind innen aber auch nur zusammengelötete Zellen.
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Re: Problem Stabo SH 6500 Batteriefächer (auch SH 6000?)

Beitragvon marcel15 » Fr 14. Aug 2015, 09:32

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Re: Problem Stabo SH 6500 Batteriefächer (auch SH 6000?)

Beitragvon Ulrichstein1 » Fr 14. Aug 2015, 10:56

marcel15 hat geschrieben:Wie findet ihr die Idee ?

http://www.ebay.de/itm/Akku-Ladegerat-W ... 5b131cac89

Man müsste prüfen, ob er von den Maßen reinpasst. leider sind keine Maße angegeben. Ich fürchte er ist zu breit und evtl zu hoch, möglicherweise aber auch eine optische Täuschung. Das längliche Fach auf der rechten Seite oben in der Rückwand steht leider nicht zur Verfügung, da kommt die Teleskopantenne beim Aufsetzen des Gehäuses hin.

Die Spannung ist 10.8 - 12.6 V. Ich vermute, da die 6500 auch für 1,5 V Batterien ausgelegt ist, dürfte ihr Arbeitsbereich bei 12-15 V liegen. Daher könnte der Spannungsbereich 10,8 - 12,6 V etwas zu niedrig sein.

Und das Problem der gelegentlichen Nutzung bleibt: Der Akkupack ist zwar günstig, aber auch wenn ich den nur 3-5 mal im Jahr benutze ist er wahrscheinlich trotzdem nach 3 Jahren hin, gerade bei Li-Ion. Diesbezüglich gäbe es bei Ready-To-Use NiMH weniger Probleme.

Aber danke für Eure Ideen, weiter so :-) Wird sich schon noch ne Lösung finden.
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Re: Problem Stabo SH 6500 Batteriefächer (auch SH 6000?)

Beitragvon mauline » Fr 14. Aug 2015, 20:29

Ulrichstein1 hat geschrieben:
marcel15 hat geschrieben:Die Spannung ist 10.8 - 12.6 V. Ich vermute, da die 6500 auch für 1,5 V Batterien ausgelegt ist, dürfte ihr Arbeitsbereich bei 12-15 V liegen. Daher könnte der Spannungsbereich 10,8 - 12,6 V etwas zu niedrig sein.


Normale Batterien haben eine lineare Entladekennlinie. 1.5 Volt wenn voll und 1.0 Volt wenn leer. Linear heisst, bei 1.2 Volt sind z.B. noch 40% der Ladung verfügbar.

Für normale Batterien ausgelegte Geräte nutzen diesen Spannungsbereich auch, ansonsten müsste man die Batterien entsorgen, bevor sie leer sind. Du kannst also davon ausgehen, dass ein für 10 Zellen ausgelegtes Gerät bis auf 10 Volt herunter funktioniert.

Gruß, Mauline
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Re: Problem Stabo SH 6500 Batteriefächer (auch SH 6000?)

Beitragvon 88MR717 » Sa 15. Aug 2015, 10:54

Das billige Akkupack würde auch ich nicht nehmen. Und wenn, dann nur außerhalb des Gerätes auf feuerfester Unterlage aufladen.
Bei hochwertigen Packs wird beim Laden und beim Entladen per "Balancer" darauf geachtet, daß alles im zulässigen Spannungsbereich bleibt, da ist es egal, ob das Gerät bis auf 10V oder darunter saugt. Sobald eine Zelle auf Minimalspannung angekommen ist, wird alles abgeschaltet.

Bei diesem Pack wäre ich mehr als nur skeptisch.

Was die geringen Einsatzzeiten betrifft: Auch bei 3-5 mal pro Jahr könnten sich Akkus schon schnell rechnen. Die kosten ja heutzutage kaum mehr als z.B. Daimon.
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Re: Problem Stabo SH 6500 Batteriefächer (auch SH 6000?)

Beitragvon Ulrichstein1 » Sa 15. Aug 2015, 20:16

So, kleiner Zwischenstand:
Bei einer Geräterückwand habe ich diese Akkupacks rausgerissen.
Das ging einfacher als erwartet.
Das Abdeckplättchen kann man mit einem Schraubenzieher o. ä. abhebeln.
Auch die verklebten Schrumpfschlauch-Akkustäbe löst man vom Kleber in dem man an beiden Enden (Pole) mit einem Schraubenzieher und mit Hilfe der Hebelwirkung den Akku anhebt, bis es ein ekelhaftes Reißgeräusch gibt.
Der Hebel ist besser, wenn man den Schraubenzieher am Pluspol in die Vertiefung am Rand des Pluspol-Knopfes rammt. Das ist besser, als zu versuchen, ganz unter den Akku zu kommen, wenn man das versucht wird nämlich der Scherdruck auf die Plastikwand des Batteriefachs zu groß.
Beim Minuspol habe ich den Schraubenzieher unter der Lötfahne platziert und gehebelt.
Bei der Masse an Kleber, die darunter zum Vorschein kommt, wundert es mich, dass es so leicht abgeht. Vermutlich ist der Kleber einfach schon gealtert.
Als nächstes werde ich mich dann mal um Federkontakte kümmern.
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