Innovations-Bewerb: Low-Cost "Gain-Master 5/8" (Eigenbau)

Re: Innovations-Bewerb: Low-Cost "Gain-Master 5/8" (Eigenbau

Beitragvon hf-doktor » Do 26. Okt 2017, 21:26

Das Kabel ist nicht rot, sondern orange.> siehe Datenblatt. Oranges hab ich auch ;)

Hat auch ne Alufolie auf dem Dielektrikum. Sieht man davon etwas beim Original?

Hatte ja geschrieben: Nur nach rotem Kabel zu suchen ist nicht besonders zielführend.
Vor einigen Jahren gabs(gibt es noch?) auch ganz normales RG58 in rot und weiss zu kaufen.
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Re: Innovations-Bewerb: Low-Cost "Gain-Master 5/8" (Eigenbau

Beitragvon doeskopp » Do 26. Okt 2017, 21:49

hf-doktor hat geschrieben:
Der leicht asymetrische Aufbau der GM soll die Antenne -zumindest theoretisch- etwas nach unten "schielen" lassen, daher angeblich flacher.
Die Wahrheit wird sich so zwischen L1/2 Dipol und 5/8 Groundplane bezüglich Erhebungswinkel einpendeln...


Ich hab das Ding mal neben einer Blizzard getestet. Nach Südamerika kaum ein Unterschied. Innerhalb Europas hatte die Gainmaster die Nase leicht vorne. Ich habe das mit ROS (Digimode) gemacht. Dabei wird der Rauschabstand recht genau angezeigt und man braucht nicht das S-Meter abschätzen. Der Unterschied betrug nach Spanien (konnte die Antennen direkt umschalten) ca.+2db zugunsten der Gainmaster. Nach Mexiko war kaum was festzustellen. Ich hatte auch den Eindruck das die Gainmaster nicht soviel "Krach" machte und irgendwie ruhiger zu sein schien als die Blizzard.

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Re: Innovations-Bewerb: Low-Cost "Gain-Master 5/8" (Eigenbau

Beitragvon Krampfader » Fr 27. Okt 2017, 09:23

hf-doktor hat geschrieben:Nur nach rotem Kabel zu suchen ist nicht besonders zielführend.


Ich weiß, ich weiß. Ich gebe die Hoffnung halt nicht auf dass Sirio vielleicht auf ein billiges und bereits auch in rot erhältliches Kabel gesetzt hat, in China gibts ja genügend davon ...

Wie auch immer: sobald ich meinen Antennen- und Kabelanalyzer habe werde ich das Kabel vermessen und die Eigenschaften hier bekanntgegeben ... bin schon gespannt mit welcher Kabeltype wir das rote Kabel 1:1 ersetzen können...

Antennen- und Kabelanalyzer siehe: https://www.rigexpert.com/files/manuals ... OOM_en.pdf

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Re: Innovations-Bewerb: Low-Cost "Gain-Master 5/8" (Eigenbau

Beitragvon hf-doktor » Fr 27. Okt 2017, 12:18

Sirio bestellt soviel Kabel, die können das in jeder Farbe bekommen. Macht ja auch "optisch" was her.
Auch welche mit Parametern, die so nicht als Standard zu bekommen sind, wenn es denn sein müsste...

Um sicher zu sein, hilft nichts anderes als ausmessen. Dann ist man schlauer. Sonst bleiben nur Spekulationen und Rätselraten.

In der einschägigen Literatur kann man auch nachlesen, das normales 50 Ohm Kabel nicht besonders geeignet ist und hier Kabel mit anderen Werten genommen werden sollte.
Der Hintergrund, warum das so ist, lässt sich technisch auch nachvollziehen. Grundsätzlich würde das auch mit normalem 50 Ohm gehen, aber man hat sich bei Sirio ggf. und in Büchern etwas gedacht, eben kein normales 50 Ohm zu nehmen.
Denn billiger lässt sich das verwendete Kabel mit diesem Dielektrikum und dem verwendeten D1:D2 Verhältnis gegenüber RG58 o.ä. auch nicht herstellen, eher teurer... Der Kostenaspekt wird es wohl nicht sein. Denn für andere Zwecke nehmen die auch deutlich teureres Kabel, weil RG 58 dafür nicht geeignet ist.

Leuchtet doch auch ein, denke ich
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Re: Innovations-Bewerb: Low-Cost "Gain-Master 5/8" (Eigenbau

Beitragvon Krampfader » Fr 27. Okt 2017, 16:36

Noch was, lässt mir einfach keine Ruhe: offensichtlich erfolgt die Verschraubung des roten Kabels mittels FME-Stecker und FME-Buchse, m.W. besitzt diese Schraubverbindung eine Impedanz von 50 Ohm. Könnte dies ein Hinweis sein welche Impedanz das Kabel selbst aufweist?

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Re: Innovations-Bewerb: Low-Cost "Gain-Master 5/8" (Eigenbau

Beitragvon DD1GG » Fr 27. Okt 2017, 19:06

hf-doktor hat geschrieben:
DD1GG hat geschrieben:...

harharhar...Dottore Rüssels Blähmedikament hat nicht gewirkt. :dlol: :dlol: :dlol: :dlol: :dlol: :dlol: :dlol:


Peterlein... dir hat wohl lange keiner mehr die Ohren langezogen ?! :dlol:


Klaus. Immer willkommen...ich hab wenige Schaltpläne, wohl aber Moltrecht A/E. Dann musse auch nimmer im Gebüsch auf 46,6 oder 79,5 m funken.

Hilfsfunker lernen, wenn auch auswändig ( :dlol: )
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Re: Innovations-Bewerb: Low-Cost "Gain-Master 5/8" (Eigenbau

Beitragvon Krampfader » Fr 27. Okt 2017, 19:10

@peter: bitte derartig sinnfreie Ergüsse per PN, sind nicht von allgemeinem Interesse - Danke!
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Re: Innovations-Bewerb: Low-Cost "Gain-Master 5/8" (Eigenbau

Beitragvon hf-doktor » Fr 27. Okt 2017, 19:32

Krampfader hat geschrieben:...des roten Kabels mittels FME-Stecker und FME-Buchse, m.W. besitzt diese Schraubverbindung eine Impedanz von 50 Ohm.


Nicht zwingend. Kommt darauf an, mit welchem Kabel es weitergeht. FME gibts glaub ich nur in 50 Ohm. Ergibt sich aus den Abmessungen.
Bei Transformationsleitungen > siehe Vollschleife/Loop > ca. 90-120 Ohm >auf 75 Ohm >danach auf 50 Ohm. Am Übergang 75 zu 50 hat das Ende des 75 Ohm Kabel durch die Transfomation ja auch 50 Ohm.

Bei Koaxialantennen ist der Übergang 50 zu 75 oder 93 Ohm Kabel auch direkt verbunden, nur halt fest.
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Re: Innovations-Bewerb: Low-Cost "Gain-Master 5/8" (Eigenbau

Beitragvon hf-doktor » Fr 27. Okt 2017, 19:49

DD1GG hat geschrieben:...

Klaus. Immer willkommen...ich hab wenige Schaltpläne, wohl aber Moltrecht A/E. ( :dlol: )


Dann lies mal aufmerksam mit, damit du endlich auch mal was "praktisches" lernst.... nicht nur, wie man fürs Kreuzchenmachen auswendig lernen muss...
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Re: Innovations-Bewerb: Low-Cost "Gain-Master 5/8" (Eigenbau

Beitragvon noone » So 29. Okt 2017, 00:21

hf-doktor hat geschrieben:
Krampfader hat geschrieben:...des roten Kabels mittels FME-Stecker und FME-Buchse, m.W. besitzt diese Schraubverbindung eine Impedanz von 50 Ohm.


Nicht zwingend. Kommt darauf an, mit welchem Kabel es weitergeht. FME gibts glaub ich nur in 50 Ohm. Ergibt sich aus den Abmessungen.
Bei Transformationsleitungen > siehe Vollschleife/Loop > ca. 90-120 Ohm >auf 75 Ohm >danach auf 50 Ohm. Am Übergang 75 zu 50 hat das Ende des 75 Ohm Kabel durch die Transfomation ja auch 50 Ohm.

Bei Koaxialantennen ist der Übergang 50 zu 75 oder 93 Ohm Kabel auch direkt verbunden, nur halt fest.


Stecker und 50Ohm

Es ist seltsam bis in die 90er hat es keinen interessiert ob der Stecker nun 50Ohm hat oder nicht es funktionierte oder es funktionierte eben nicht, es gab Multibandgeräte von nahmhaften Herstellern und sogar (schon länger her da dort tatsächlich ein deutlich messbarer Unterschied da ist)
Die PL-Stecker wurden an verschieden Messgeräten bis 500 bzw 1000MHz verwendet, dabei auch Geräte von R+S und anderen nahmhaften Herstellern, von Interesse sind eher Steckerausführungen, die Materialien und die Qualität.

Also wenn der Stecker kurz ist im Verhältnis zur Wellenlänge ist, ist es unerheblich welchen Wellenwiderstand er hat, interessant ist dann eher die Materialpaarung der Kontaktfläche und die dann möglichen Übergangsspannungen und Übergangswiderstände, es gibt in diesem Bereich dann viel Schund zb. Chrom und Nickel oder sogar Edelstahl. Nickel ist ein billiger Ersatz für Silber für Kontakte und braucht einen hohen Anpressdruck und ausreichende Spannungen und Ströme um zuverlässig zu arbeiten, Alte Lichtschalter mit nickelhaltigen Kontakten machen zur Zeit Probleme weil nicht mehr ausreichende Ströme fließen weil die LED oder sogar noch NQL-Energieparlampen zu wenig Leistung haben damit die Oxidschichten auf den Schaltern abgebrannt werden.

Die Kopplung geschieht dann kapazitiv ja es ergeben sich sogar Halbleitereffekte die Oberwellen erzeugen können wenn HF auf so einen Übergang trifft.
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Re: Innovations-Bewerb: Low-Cost "Gain-Master 5/8" (Eigenbau

Beitragvon Krampfader » So 29. Okt 2017, 09:15

Sobald ich meinen Kabel-Analyzer habe werde ich versuchen das untere roten Kabel der Gain-Master zu vermessen. Dieses Kabel besitzt am unteren Ende eine PL-Buchse und oben ein offenes Ende in Form einer FME-Buchse. Soweit so gut. Die Frage ist nur ob ich die Messung auch ohne das Kabel zu strecken durchführen kann ??, siehe Foto:

Bild

Oder verfälscht die Spule das Messergebnis ?? ... falls ja dann hoffe ich dass ich das Kabel zerstörungsfrei ausbauen und am Boden gerade auslegen kann ?? (oder sollte das Kabel bei der Messung besser gestreckt in der Luft gespannt werden ohne etwas zu berühren ??).

Und abschließend: Welche gemessenen Parameter sind zwingend notwendig um ein Kabel exakt zu definieren ?? ... siehe Bedienungsanleitung des Kabel-Analyzers: https://www.rigexpert.com/files/manuals ... OOM_en.pdf

Danke und Grüße

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Re: Innovations-Bewerb: Low-Cost "Gain-Master 5/8" (Eigenbau

Beitragvon hf-doktor » So 29. Okt 2017, 11:09

Die zu ermittelden Parameter ist Impedanz bzw Wellenwiderstand und Verkürzungsfaktor.
Wie das gemacht wird, steht in der Anleitung.
Bei Ermittung des VK muss ich natürlich die (jeweilige) Länge des "Messobjekt" wissen, weil der VK am Analyser nicht direkt angezeigt wird, sondern wird mathematisch ermittelt/umgerechnet. Die Formeln dazu stehen in der Anleitung.

Hört sich komplizierter an, als es ist.

Die GM ist keine "echte" Sleeve Koaxantenne, sondern eine abgewandelte Version davon. Man könnte sie auch "sleeveless Sleeve" Koaxantenne (Kunstbegriff) nennen.
Und will man die Masse/Kabellängen genau übernehmen, braucht man halt diese Parameter.... um beim Selbstbau entsprechendes alternatives Kabel -sofern überhaupt erforderlich- mit diesen Parametern zu finden. Das ist der Sinn der Übung.
Bei der "echten" Sleeve spielt nur die Impedanz des Speisekabels eine Rolle, nicht der Verkürzungsfaktor. Der kann in dem Fall beliebig sein
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Re: Innovations-Bewerb: Low-Cost "Gain-Master 5/8" (Eigenbau

Beitragvon Krampfader » So 29. Okt 2017, 11:40

Alles klar Klaus. Also wäre es besser das Kabel auszurollen und zu strecken, schon alleine um die effektive mechanische Länge exakt vermessen zu können. Werde gucken was sich da machen lässt ...

Ein erster toller Erfolg wäre wenn der Nachbau gleich gut spielt wie das Original. Von dem dann ausgehend kann ja jeder der mag seine Antenne in Eigenregie durch Optimierungsmaßnahmen „verschlimmbessern“. Da gibt es dann bestimmt genug Raum für Experimente...

Ich resümiere: Wichtig wären also Impedanz und der Verkürzungsfaktor.

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Re: Innovations-Bewerb: Low-Cost "Gain-Master 5/8" (Eigenbau

Beitragvon hf-doktor » So 29. Okt 2017, 12:03

noone hat geschrieben:
Stecker und 50Ohm

Es ist seltsam bis in die 90er hat es keinen interessiert ob der Stecker nun 50Ohm hat oder nicht es funktionierte oder es funktionierte eben nicht, es gab Multibandgeräte von nahmhaften Herstellern und sogar (schon länger her da dort tatsächlich ein deutlich messbarer Unterschied da ist)


Man kann natürlich -aber in dem Fall GM völlig off-toptic- rein philosophisch darüber reden/diskutieren. Geht hier ja um HF (KW) und nicht UHF oder SHF
Der Einsatz bzw Auswahl einer 50 Ohm FME Stecker-/Buchsen Verbindung wurde bei der GM sicherlich nicht aus elektrischen, sondern eher aus mechanischen Gründen gewählt.
Beim Nachbau in der Drahtversion werden auch keine Verbinder genommen/benötigt, sondern direkt Innernleiter + Ausleiterleiter miteinander verbunden. Eine Steckerverbindung -egal welcher Art- hat hier also keinerlei Relevanz...
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Re: Innovations-Bewerb: Low-Cost "Gain-Master 5/8" (Eigenbau

Beitragvon VictorPapa » Di 31. Okt 2017, 14:10

Hallo,

hab mir mal Gedanken über die Gain-Master 5/8 Theorie gemacht - mit folgendem Ergebniss:

Die Antenne besteht aus folgenden Elementen:

1. Die Koax-Drossel
2. Koax-Anpassungsleitung 3,45 m mit Koax-Stub
3. Antennenleiter 3,45 m mit Koax-Kondensator

Da Koaxialkabel nicht strahlt, ist es somit nicht Teil der Antenne.
Somit dienen Punkt 1. und 2. nur der Anpassung der Antenne.
Punkt 3. ist die Antenne, ein verlängerter 1/4 Wellen-Strahler, der mit dem Koax-Kondensator wieder verkürzt wird.

Wickelt man Punkt 2. wie Punkt 3. ebenso mit als Drossel auf, bleibt eine ca. 3,5 Meter lange kompakte Antenne übrig die elektrisch genauso funktionieren sollte. Solche Koax-Anpassleitungen und 1/4 Wellen Varianten sind im Rothammel gut beschrieben. Die 1/2 Wellen Gain Master ist nur eine vertikale Sperrtopf Antenne mit Koax-Drossel am Speisepunkt.

Vergleicht man diese Variante mit dem Original auf gleicher Spitzenhöhe sollten die beiden Antennen ziemlich gleich spielen. Werde ich demnächst mal ausprobieren und messen und dann berichten.

Vielleicht hilft ja ein Modell mit der Antennensimulations Software 4NEC2.

73 Victor.
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