Innovations-Bewerb: Low-Cost "Gain-Master 5/8" (Eigenbau)

Re: Innovations-Bewerb: Low-Cost "Gain-Master 5/8" (Eigenbau

Beitragvon Krampfader » Do 1. Feb 2018, 23:16

kml hat geschrieben:Die Frage ist nur, ob ich einen Unterschied merke, bei max 12W SSB....


Hallo kml

Vermutlich wirst Du keinen Unterschied feststellen. Auf der anderen Seite geht es mir nicht aus dem Kopf warum Sirio beim Stub+Kondensator ein sündteures PTFE/Teflon-Kabel verwendet (RG-303). Mir lagen Angebote mit bis zu EUR 22,-- pro Meter(!) vor. Hier wäre ja ein beachtliches Einsparungspotential hinsichtlich der Kosten drinnen, die Hersteller rechnen ja heutzutage mit jedem Euro. Es muss also einen Grund haben. Hab ein wenig recherchiert, angeblich haben kurzgeschlossene Coax-Stub´s erhebliche Verluste (>30 % und mehr). Es ist deshalb sinnvoll hier die Verluste so gering wie möglich zu halten. Und offensichtlich gelingt das nur mittels versilbertem Leiter im Zusammenspiel mit einem Dielektrikum welches nur geringe Dämpfung bietet, wie eben PTFE (oder auch Teflon genannt).

Und gerade wenn ich nur 12W zur Verfügung habe sollte man davon möglichst wenig verschenken ...

So sehe ich das, zumindest gilt auch hier das Motto "nützt es nix, schadet es auch nichts" ;)

Vielleicht äußert sich aber noch einer der Experimentatoren zum Thema "Verluste im Koax-Stub", siehe dazu auch: http://www.qrpforum.de/index.php?page=T ... adID=10467

Danke und Grüße

Andreas
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Re: Innovations-Bewerb: Low-Cost "Gain-Master 5/8" (Eigenbau

Beitragvon Krampfader » Fr 2. Feb 2018, 10:20

Das Thema "Coax-Stub" lässt mir keine Ruhe, hab daher weitere Recherchen angestellt. Und schön langsam dämmert es mir warum Sirio da ein hochwertiges Kabel (Silber+Teflon) verwendet. Hab dazu folgende Aussage gefunden, Zitat (übersetzt in Deutsch):

=======================
Frage: Welches Koaxialkabel funktioniert am besten für HF-Stubs?

Antwort: Das beste Koax für HF-Stubs ist eines, das geringe Verluste mit einem niedrigen Geschwindigkeitsfaktor kombiniert. Niedriger Geschwindigkeitsfaktor bedeutet, dass der Stub kürzer ist. Der Verlust bei HF ist ausschließlich das Ergebnis des Leiterwiderstandes. Es macht keinen Sinn, extra für ein Premium-Schaum-Koaxialkabel auszugeben, das einen geringen Verlust bei UHF bietet - Schaum hat einen hohen Geschwindigkeitsfaktor, Vf, so dass der Stumpf länger sein muss, um mitzuschwingen ... Coax mit einem PE-Dielektrikum aus Schaumstoff funktioniert, aber Sie benötigen 25% -30% mehr Kabel
=======================
Quelle: http://audiosystemsgroup.com/Coax-Stubs.pdf

Mit einem Wort: Das Kabel sollte einen möglichst geringen Verkürzungsfaktor haben, ansonsten wird es unnötig lang (also kein PE-Dielektrikum). Weiters sollte es einen möglichst geringen Leiterwiderstand aufweisen, Silber dürfte da recht niederohmig sein. Und zu guter Letzt schadet es auch nicht wenn das Kabel hohe Temperaturen abkann, Stichwort PTFE/Teflon. Es gibt Berichte wonach "Stubs" aus minderwertigem Kabel recht heiß werden, speziell bei höheren Leistungen ...

Fazit: Es funktioniert zwar auch mit anderen Kabeln, trotzdem sollte hier nicht am falschen Platz gespart werden, sooo teuer ist 1 Meter RG-400 auch wiederum nicht, siehe: http://www.kabel-kusch.de/Koaxkabel/PTF ... rg-400.htm

Grüße

Andreas
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Re: Innovations-Bewerb: Low-Cost "Gain-Master 5/8" (Eigenbau

Beitragvon Krampfader » Fr 2. Feb 2018, 18:29

Mal was ganz anderes Jungs: Welche Werkzeuge verwendet Ihr eigentlich zum Antennenbau? ... bis auf Lötkolben, Durchgangsprüfer und Analyzer komme ich eigentlich mit folgender Grundausstattung aus, siehe Foto:

Bild
Volle Auflösung: https://img3.picload.org/image/ddwdiipw/werkzeug.jpg

Besonders erwähnen möchte ich hier die Nagelschere welche von höchster Güte ist. Durch die Mikro-Verzahnung und die gebogene Schneide lassen sich mit ihr problemlos, bündig und sauber die feinen Härchen der Abschirmung schneiden ohne das Dielektrikum zu beschädigen, sowohl längs nach als auch am Umfang. Das Teil hab ich von hier: https://remos-shop.at/Remos-Fussnagelsc ... -schneiden

Vielleicht habt Ihr ja auch noch den einen oder anderen Tipp!

Danke und Grüße

Andreas
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Re: Innovations-Bewerb: Low-Cost "Gain-Master 5/8" (Eigenbau

Beitragvon Krampfader » So 4. Feb 2018, 16:53

Sooodale Leute!

Komme gerade eben wieder von meiner "Test-Area" zurück (großer, ebener und tief gelegener Parkplatz mitten in Wien). Hab diesmal meine 7,5m lange Version "Alles_Neu" am 12,5m GFK-Mast abgeglichen, sprich den Stub cm für cm gekürzt bis ich Resonanz auf 27,2 MHz bekam, siehe Fotos.

Bild
Volle Auflösung: https://img1.picload.org/image/ddwlldgl ... es_neu.jpg
Bild
Bild

Und was ist nun alles "neu" ??

Eines Vorweg: Die Gesamtlänge von 7,5m (2 x 3,75m) blieb gleich (das Original hat "nur" 6,9m)

Also:

- Das Koax-Teilstück zwischen den beiden Platinen (welches Laut Plan normalerweise 152cm lang ist) wurde bewusst um 1cm auf 153cm verlängert, siehe Plan: https://img3.picload.org/image/dridlada ... ter_cb.jpg
- Es wurden diesmal keine Platinen verbaut sondern alles direkt verlötet, siehe Fotos auf den vorhergehenden Seiten.
- Für den Stub hab ich erstmalig RG-400 verwendet (RG-142 nur für den 90mm langen "Kondensator").
- Resonanz auf 27,2 MHz stellte sich diesmal bei einer Stub-Länge von 73cm ein.
- Es wurde eine PL-Buchste anstatt einem PL-Stecker verwendet.

Nachdem die Antenne dann nach einiger "Schnip­se­lei" resonant war hab ich mich erstmalig mit einem auf 27,2 MHz resonanten "Nachbau" in den Äther gewagt und mich in die "Wiener Runde" hineingebreakt. Nach der üblichen Begrüßungsrunde durch die netten Kollegen kamen dann sofort Fragen wie "Wo stehst Du heute? ... bei mir unten in der Gasse?" ... oder "Mann, geht hammermäßig heute, so stark wie heute warst Du noch nie", usw. ... alles durchwegs positive Rückmeldungen :) ... wie gesagt, ich hab heute erstmalig mit einer resonanten "Gain-Master" gefunkt ... Hmmm, was leite ich nun daraus ab ?? ... meine bisherigen Gain-Master-Nachbauten funktionieren auch ohne dass sie auf der Wunschfrequenz resonant sind, und das gar nicht mal sooo schlecht. Hingegen scheinen sie im "resonanten Zustand" nochmals spürbar einen nachzulegen, mit einem Wort: Es geht auch ohne Resonanz, allerdings schaden tut diese keinesfalls, im Gegenteil ...

Werde also meine zukünftigen Nachbauten ebenfalls auf Resonanz abstimmen, leider ist dazu ein Analyzer notwendig, da gehts beim Kürzen des Stub´s wirklich um cm ...

Grüße

Andreas

PS: hier die Resonanzfrequenzen der Original-5/8-Gain-Master (liegen leider doch etwas unterhalb bzw. oberhalb von 27 MHz), siehe Fotos:
Bild
Bild
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Re: Innovations-Bewerb: Low-Cost "Gain-Master 5/8" (Eigenbau

Beitragvon Krampfader » Mo 5. Feb 2018, 13:13

Nachtrag zu oben, hab jetzt noch ein wenig zum Thema "Resonanz" recherchiert ... folgende widersprüchliche Aussagen finde ich dazu in der Literatur :book: :

Bild
Quelle: http://dh2mic.darc.de/afu-kurs/pdffiles/antennen.pdf

Bild
Quelle: http://www.qth.at/oe3dsb/Teil4.pdf

Also was nun ??, resonant ?? ... oder vielleicht doch nicht ?? ... Hmmm, zumindest kann ich daraus ableiten dass Resonanz auf der Wunschfrequenz nicht schadet ... mein gestriger Test bestätigt dies auch rein subjektiv ... ist halt nur seltsam dass sich da die Fachleute untereinander nicht einig sind, wie halt so oft! :paper: ;)

Wie auch immer, nur gut dass die Antenne von all dem nichts weiß ;)

Grüße

Andreas
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Re: Innovations-Bewerb: Low-Cost "Gain-Master 5/8" (Eigenbau

Beitragvon kml » Mo 5. Feb 2018, 21:25

Hallo Andreas!

Ich sehe da keinen Widerspruch. Antenne in Resonanz ist nun mal am wirkungsvollsten. Antennen die nicht resonant betrieben werden, weil z.B. die Wellenlänge so groß ist, dass eine sinnvolle Antenne sich platzmäsig nicht ausgeht, kann man anscheinend soweit bringen, dass sie fast genauso gut sind.

Beim Empfang ist Resonanz natürlich auch wichtig. Sonst bräuchte man ja nicht für jedes Frequenzband eine eigene Antenne (siehe z.B. TV-Antennen), sondern könnte ein x-beliebiges Stück Draht nehmen. Funktioniert natürlich auch, nur eben nicht gleichermassen gut.

zum jetzigen Projektstand zusammenfassend: Die "Alles_Neu" Antenne ist nun ohne Platinen, um einen cm. in der mitte länger (wieso? wegen Wegfall der Platinen?), der Koax-stub aus RG400, und das Ergebnis ist, das die Resonanz bei 27225kHz statt bei 27209 kHz liegt. Wirst Du nun dadurch besser gehört, bzw. empfangst Du dadurch besser?

Es wäre super, wenn du mal digital senden könntest, oder zumindest empfangen (ROS+Laptop?). Dann könnte man die Unterschiede in der Signalstärke auch halbwegs messen. Zum Beispiel die "Platinen-Version" aufziehen, messen, dann die "Alles_Neu" etc. Am gleiechen Tag, und Ort.
Ich glaube nämlich so feine Unterschiede wird das menschliche Ohr nicht unbedingt wahrnehmen können. (zumindest nicht jedes)

Nachdem ich von meinem ersten GM nachbau nicht überweltigt bin, und Du mich mit deiner Koax-Stub-Kabel Recherche doch zum Grübeln gebracht hast, werde ich bei der nächsten Gelegenheit versuchen, den Koax-stub leicht austauschbar zu machen, und schauen, ob ein Unterschied bei verschiednenen Kabletypen feststellbar ist.

Ich habe mir mal gedacht , ich mache das ganze auf Basis vom BNC T-Stück, dann wäre es doch ein Einfaches verschiedene Koax-Stubs an der gleichen Antenne auszuprobieren. Natülich jedes auf Resonanz gekürzt...

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Re: Innovations-Bewerb: Low-Cost "Gain-Master 5/8" (Eigenbau

Beitragvon Krampfader » Di 6. Feb 2018, 09:15

Schönen Guten Morgen kml :)

kml hat geschrieben:Ich sehe da keinen Widerspruch. Antenne in Resonanz ist nun mal am wirkungsvollsten.


Ich denke auch dass es kein Fehler ist wenn die Antenne auf der Wunschfrequenz resonant ist, funktionieren tut sie aber so oder so.


kml hat geschrieben:Beim Empfang ist Resonanz natürlich auch wichtig.


Glaube ich Dir. Ja ich bilde mir sogar (rein subjektiv) ein dass die resonante Antenne besser empfängt ...


kml hat geschrieben:zum jetzigen Projektstand zusammenfassend: Die "Alles_Neu" Antenne ist nun ohne Platinen, um einen cm. in der mitte länger (wieso? wegen Wegfall der Platinen?), der Koax-stub aus RG400, und das Ergebnis ist, das die Resonanz bei 27225kHz statt bei 27209 kHz liegt. Wirst Du nun dadurch besser gehört, bzw. empfangst Du dadurch besser?


Hmmm, tja, warum diesmal einen cm länger? ... folgendes: es schwirren zu dieser Längenangabe nämlich verschiedene Angaben im Netz herum, z.B. 149,5cm, siehe hier: http://www.copperelectronics.com/discus ... 1341534899 ... Sirio selbst verwendet 152cm ... und rein "rechnerisch" ergeben sich für den Wert "a" eben 153cm, siehe: http://www.dk3pk.de/ham/MonoVertDipol1.pdf

Die nächste Version werde ich daher mal mit 149,5cm realisieren um zu gucken inwieweit sich diese geringen Längenänderungen in diesem Abschnitt auswirken ...

Was mich generell wundert ist die Tatsache dass ich durch Kürzen/Verlängern der Antenne die Resonanzfrequenz nur ungenügend verschieben konnte ohne dass das SWR in inakzeptable Bereiche abwanderte, siehe Beitrag Nr.12 unter: viewtopic.php?f=15&t=45250&start=315 ... hingegen verschiebt das Kürzen des "Stub´s" sehr wirkungsvoll die Resonanzfrequenz ohne dass das SWR aus dem Ruder läuft ... verstehe ich zwar nicht ganz, ist aber so ... dachte nämlich bisher der Stub dient lediglich der Impedanzanpassung und nicht der Resonanzverschiebung ?? ... was ich vielleicht daher auch noch probieren könnte ist eine kombinierte Längenänderung beider Komponenten, sprich Antenne + Stub ...

Was sich aber auf alle Fälle auf die Resonanzfrequenz auswirkt ist die Höhe über Grund. Ist die Spule der Antenne tiefer als ca. 3m über dem Erdboden dann ändert sich die Resonanzfrequenz merkbar. Erst über 3m Höhe bleibt sie weniger beeinflusst. Es ist also beim Abstimmen der spätere Aufstellungsort bzw. die Masthöhe zu berücksichtigen und mit Leiter direkt am Antennenfuß zu messen. Das Zuleitungskabel verschiebt dann nämlich nochmals die Resonanzfrequenz geringfügig ...

kml hat geschrieben:zum jetzigen Projektstand zusammenfassend: Die "Alles_Neu" Antenne ist nun ohne Platinen, um einen cm. in der mitte länger (wieso? wegen Wegfall der Platinen?), der Koax-stub aus RG400, und das Wirst Du nun dadurch besser gehört, bzw. empfangst Du dadurch besser?


Ja, rein subjektiv besserer Empfang und stärkeres Signal. Gute Idee das mal mit dem digitalen Funk zu verifizieren. Leider fehlt mir dafür die Ausrüstung und das Know-how. Vielleicht könntest Du mir ja da mal unter die Arme greifen, sprich wir machen das gemeinsam? ... würde mich freuen! ... dann können wir auch Deine Antenne an den Analyzer hängen und gucken warum Du von Deinem Nachbau nicht überzeugt bist ...

Und das mit den BNC-Kupplungen können wir dann auch gleich probieren, gute Idee, könnt klappen! :thup:

Danke und Grüße

Andreas

PS: auch bei meiner zweiten resonanten Antenne (sprich bei der "Alles_Neu") zeigt das interne SWR-Meter meiner "Grant II" wieder den Wert "0" an (in Worten Null) ... und das obwohl das interne SWR-Meter meiner Grant ansonsten immer etwas mehr anzeigt als mein Analyzer ... mit einem Wort: meine Grant ist fest der Meinung es kommt nichts zurück, warum auch immer ...
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Re: Innovations-Bewerb: Low-Cost "Gain-Master 5/8" (Eigenbau

Beitragvon pom » Di 6. Feb 2018, 15:25

Selbstverständlich muss eine Sendeantenne in Resonanz sein. Viele machen aber den Fehler, nur den Strahler als Antenne zu bezeichnen. Nehmen wir eine Triple Leg. Sie hat einen definierten Widerstand und einen gegen null gehenden Blindwiderstand. Resonanz, alles prima, Antenne funktioniert, wie wir alle wissen.
Nehmen wir jetzt einen nicht-resonanten Draht als Strahler. Speisen wir ihn direkt, gibt es mitunter recht hohe Verluste wegen des Blindwiderstands. Nicht so dolle. Jetzt fügen wir aber am Speisepunkt ein ATU ein und schließen ggf. Erde oder ein gutes Gegengewicht an. Der ATU transformiert nicht nur den Wirkwiderstand, sondern kompensiert im selben Zuge auch den Blindwiderstand. Kein Blindwiderstand bedeutet Resonanz. Die Antenne als Ganzes ist also in Resonanz.

Mit anderen Worten: Mit dem richtigen Kompensationsglied am Speisepunkt hat man immer eine resonante Antenne, auch wenn der Strahler allein nicht resonant ist.

Ahoi
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Re: Innovations-Bewerb: Low-Cost "Gain-Master 5/8" (Eigenbau

Beitragvon DX-Eddy » Mi 7. Feb 2018, 12:58

Krampfader hat geschrieben:Danke Eddy, soweit ist mir das nun klar. Sprich Du verwendest gleich das H155 (bzw. Aircell5) in der Verlängerung als Kondensator indem Du 90mm vor Kabelende einen 10mm breiten "Spalt" herausarbeitest, sprich die Abschirmung durchtrennst und entfernst ...

Hmmm, ich halte es da lieber wie die Entwickler von Sirio. Nicht umsonst verwenden die für Kondensator+Stub ein sündteures Teflon-Kabel (RG-303). Entweder weil dieses Teflon-Kabel weniger Verluste bietet und/oder weil es einfach mehr Leistung (bzw. Temperatur) abkann. Und ich denke auch das sich der geringe seitliche Versatz beim Kondensator nicht auswirkt, ebensowenig wie die 90mm lange Überlappung (bzw. Parallelführung) des Antennekabels entlang des Kondensators, siehe entsprechendes "Platinchen" beim Original: https://img3.picload.org/image/dridlada ... ter_cb.jpg

Oder hast Du diesbezüglich Messdaten die Gegenteiliges belegen?

Danke und Grüße

Andreas


Egal ob aus einem Kabel oder einem Mix für den Kondensator (hier muss dann halt gelötet werden) ich wollte dir nur einen Weg aufzeigen der sich in Umsetzung auf das Verhalten der Antenne, also das Strahlungsdiagramm prositiv auswirkt. Und nein, bei der High-Premium arbeite ich werder mit unterschiedlichen Kabeltypen noch mit einem einfachen RG58 oder auch einem H155/Ultraflex/Highflex etc. ich verwende ein anderes Teflon-Kabel.
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Re: Innovations-Bewerb: Low-Cost "Gain-Master 5/8" (Eigenbau

Beitragvon Krampfader » Mi 7. Feb 2018, 14:39

Besten Dank Pom, soweit alles klar. Ich werde also meine zukünftigen Nachbauten daher ebenfalls auf Resonanz abstimmen (sprich X=0) ... soweit so gut ... hmmm, eine Kleinigkeit bereitet mir dabei allerdings Sorgen, vielleicht auch zu unrecht, folgendes: meine zwei auf 27,2 MHz resonanten Nachbauten besitzen dann mit rund 35 Ohm reeller Impedanz (Wert R) eine von 50 Ohm abweichende Impedanz ... welche Konsequenzen hat dies ?? ... bedeutet das das lediglich ein "SWR > 1" daraus resultiert ?? ... oder was hat das sonst für (u.U. negative) Auswirkungen auf Sender+Antenne ??

@Eddy
DX-Eddy hat geschrieben:Egal ob aus einem Kabel oder einem Mix für den Kondensator (hier muss dann halt gelötet werden) ich wollte dir nur einen Weg aufzeigen der sich in Umsetzung auf das Verhalten der Antenne, also das Strahlungsdiagramm prositiv auswirkt. Und nein, bei der High-Premium arbeite ich werder mit unterschiedlichen Kabeltypen noch mit einem einfachen RG58 oder auch einem H155/Ultraflex/Highflex etc. ich verwende ein anderes Teflon-Kabel.


Danke für die Tipps. Allerdings frag ich mich warum Du aus Deiner Antenne sooo ein Geheimnis machst. Eine wirklich gute Antenne braucht sich nicht zu verstecken, weder was Material + Bauplan betrifft. Und selbst wenn Dir dann der eine oder andere Deine Antenne nachbaut: eine bessere und kostengünstigere Werbung kann man sich ja kaum vorstellen, oder? ... ein Großteil der Funker greift nämlich nicht selbst zum Lötkolben sondern kauft dann eine Deiner fertigen (Wunder-)Antennen ... außerdem, vor dem "Nachbauen" kann man sich sowieso nicht wirklich schützen, siehe diesen Thread, man kann lediglich versuchen immer einen Schritt voraus zu sein ...

Danke und Grüße

Andreas

@all: PS: hier noch ein Video, Vergleich Antron A99 zu Gain-Master, siehe: https://www.youtube.com/watch?v=URXE67qMMZg ... zwischen Minute 1:00 und 2:45 kann man folgendes heraushören:
- Das S-Meter zeigt bei der Gain-Master offensichtlich etwas mehr Sendepower an
- Die Gain-Master ist in den Sendepausen um einiges ruhiger als die A99 (Ausschlag S-Meter)
- Die A99 liefert beim Empfang ein etwas stärkeres Signal, zieht jedoch einen Haufen QRM mit
- Die Gain-Master liefert trotz etwas geringerem S-Wert ein sauberes, störungsfreies Nutzsignal

Ich vermute das hat mit einem besseren "Signal-Rausch-Verhältnis (SNR)" bei der Gain-Master zu tun ... leider konnte ich bei diesem Video nicht heraushören welche der beiden Antennen beim Senden (sprich bei den Gegenstationen) besser kommt ...
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Re: Innovations-Bewerb: Low-Cost "Gain-Master 5/8" (Eigenbau

Beitragvon pom » Mi 7. Feb 2018, 23:09

Krampfader hat geschrieben:rund 35 Ohm reeller Impedanz (Wert R) eine von 50 Ohm abweichende Impedanz ... welche Konsequenzen hat dies ?? ... bedeutet das das lediglich ein "SWR > 1" daraus resultiert ??

Yap, SWR so ca. 1,4. Du liegst richtig, das SWR nicht überzubewerten, sondern auf die richtige Resonanz zu achten.

eine Deiner fertigen (Wunder-)Antennen ...

Autsch! :wink:

Ahoi!
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Re: Innovations-Bewerb: Low-Cost "Gain-Master 5/8" (Eigenbau

Beitragvon Jack4300 » Do 8. Feb 2018, 08:12

Die Resonanz würde ich auch nur über den Kondensator und die Strahlerlänge anpassen. Den reellen Widerstand dann über den Stub auf 50 Ohm bringen. Wobei eine Änderung des Stubs vermutlich auch wieder die Resonanz ändert. Also muss man immer an mehreren Schrauben drehen.
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Re: Innovations-Bewerb: Low-Cost "Gain-Master 5/8" (Eigenbau

Beitragvon kml » Di 13. Feb 2018, 09:16

Hallo!
Krampfader hat geschrieben:...
Was sich aber auf alle Fälle auf die Resonanzfrequenz auswirkt ist die Höhe über Grund. Ist die Spule der Antenne tiefer als ca. 3m über dem Erdboden dann ändert sich die Resonanzfrequenz merkbar. Erst über 3m Höhe bleibt sie weniger beeinflusst. Es ist also beim Abstimmen der spätere Aufstellungsort bzw. die Masthöhe zu berücksichtigen und mit Leiter direkt am Antennenfuß zu messen. Das Zuleitungskabel verschiebt dann nämlich nochmals die Resonanzfrequenz geringfügig ...

Danke für den Hinweis! Der Mast auf meinem Hügel ist nur ca. 3m hoch, da dort normalerweise eine endgespeiste 1/2Welle von Sirio befestigt ist. Ich habe die gegen meinen Nachbau getauscht und angenommen das reicht, da Sirio für die GM ja Mindesthöhe 3m angibt. Nun ist aber das empfangene Signal schwächer als bei der 1/2Welle (gleicher Empfangsort, gleiche Geräte). Vielleicht liegt es ja nicht nur am mißlungenem Nachbau.

Krampfader hat geschrieben:Ja, rein subjektiv besserer Empfang und stärkeres Signal. Gute Idee das mal mit dem digitalen Funk zu verifizieren. Leider fehlt mir dafür die Ausrüstung und das Know-how. Vielleicht könntest Du mir ja da mal unter die Arme greifen, sprich wir machen das gemeinsam? ... würde mich freuen! ... dann können wir auch Deine Antenne an den Analyzer hängen und gucken warum Du von Deinem Nachbau nicht überzeugt bist ...

Und das mit den BNC-Kupplungen können wir dann auch gleich probieren, gute Idee, könnt klappen! :thup:

Gerne. Aber am liebsten an einem WE, und wenn es zumindest ein paar Grad über Null ist. Vor allem, wenn man mehrere Antennen aufziehen möchte.

Krampfader hat geschrieben:Mit einem Wort: Das Kabel sollte einen möglichst geringen Verkürzungsfaktor haben, ansonsten wird es unnötig lang (also kein PE-Dielektrikum). Weiters sollte es einen möglichst geringen Leiterwiderstand aufweisen, Silber dürfte da recht niederohmig sein. Und zu guter Letzt schadet es auch nicht wenn das Kabel hohe Temperaturen abkann, Stichwort PTFE/Teflon. Es gibt Berichte wonach "Stubs" aus minderwertigem Kabel recht heiß werden, speziell bei höheren Leistungen ...

Fazit: Es funktioniert zwar auch mit anderen Kabeln, trotzdem sollte hier nicht am falschen Platz gespart werden, sooo teuer ist 1 Meter RG-400 auch wiederum nicht, siehe: http://www.kabel-kusch.de/Koaxkabel/PTF ... rg-400.htm


Hmm.. Du bringst mich in Versuchung die ganze Antenne aus RG-400 o.ä. nachzubauen. Nachdem auch DX-Eddy schreibt, er benutzt für die ganze Antenne ein Teflon-kabel wäre es zumindest einen Versuch wert. Spule und Maße natürlich umrechnen. "Low-Cost" wird es dann aber nicht mehr. :mrgreen:

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Re: Innovations-Bewerb: Low-Cost "Gain-Master 5/8" (Eigenbau

Beitragvon Krampfader » Di 13. Feb 2018, 19:08

kml hat geschrieben:Gerne. Aber am liebsten an einem WE, und wenn es zumindest ein paar Grad über Null ist. Vor allem, wenn man mehrere Antennen aufziehen möchte.


Hallo kml

Du hast recht. Bei dem Sauwetter macht es keinen Spaß mit klammen Fingern am Mast herumzufummeln ... mal das kommende Wochenende abwarten. Am Samstag ist ja wieder unser Aktivitätsabend. Falls es das Wetter zulässt dann fahr ich erstmalig mit meiner Antenne auf einen Hügel, hab ja bis immer nur in der Ebene gefunkt ... am Berg kanns ja jeder ;) ... Spaß beiseite, einige Funkkollegen meinen ich soll mal mit meinem ganzen Geraffelt rauf auf einen Berg ... die meinen von da oben müsste es mächtig gehen damit ... mal sehen ... bin halt eher so der Schluchtenfunker ;)

Grüße

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Re: Innovations-Bewerb: Low-Cost "Gain-Master 5/8" (Eigenbau

Beitragvon noone » Do 15. Feb 2018, 09:16

Vergesst mal diese Silber-Kupfer Diskussion, das hatten wir im Amateurfunk auf SHF bei den Hohlleitern, dann kamen die Sat-Anlagen mit Zinkspritzguss Hohlleitern und sogar LNCs und Feedhörnern die in metallisiertem Plastik ausgeführt waren. Man erkannt dass man einfach nur die Oberflächen schützen musste.

Der Unterschied zwischen blankem Silber und Kupfer existiert in der Praxis nicht!

Die besten Leiter sind Silber, Kupfer, Gold und Alu d.h. 2 davon scheiden aus.


Dann der Verkürzungsfaktor
http://www.afug-info.de/Tipps-Tricks/V-Faktor/

Man sieht 50Ohm Voll-PE Kabel haben einen VK von 0,66 wenn ihr mehr wollt müsst ihr schon zu den Exoten wie PE-Keramik-Pulver-Kabel Teflon Keramik-Pulver-Kabel Kramik-Körper-Kabel usw. Die gibt es, aber von denen habe selbst ich nur Belegstücke von wenigen cm bis zu einem halben Meter, da kommt man auch nicht deutlich unter 0,3. Will man mehr gibts dann auch Verluste.
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